Kapitel
9
Katie fühlte sich jetzt bloßgestellt, obgleich sie ihm letzte Nacht ihre Seele... und ihren Körper... hingegeben hatte. Zärtlichkeit wurde bald von hungriger Leidenschaft ersetzt, als seine Zunge ihre Lippen teilte, befreit in ihren Mund drang und erkundend umherstreifte. Sie stöhnte gegen seinen Kuss, ein Ton, so ursprünglich kam aus ihrer Kehle, dass Hermine nicht glauben konnte, dass sie ihn gemacht hatte. Sie wollte ihn und er wollte sie ebenfalls und das war besser, als sie es sich je hatte vorstellen können. Sie küssten sich so lange, dass als er sich zurückschob, ihr Mund und Gesicht rot waren von den Stoppeln in seinem Gesicht.
„Das war gut", sagte Katie, als Olivers Finger begannen ihre Haut zu erkunden und über ihre Brüste streiften.
„Ich plane den ganzen Tag Liebe mit dir zu machen. Das weißt du, oder?", fragte Oliver, seine Finger bewegten sich jetzt tiefer, vorbei an ihrem Bauch und zwischen ihre Schenkel.
„Das ist für mich in Ordnung... wenn du sonst nichts geplant hast", sagte Katie, jetzt stöhnend durch seine Berührung.
„Ich habe keine anderen Pläne... außer vielleicht... wir könnten zum Strand gehen. Da fortsetzen, wo wir gestern aufgehört haben", sagte Oliver und sie konnte ihre Augen nicht länger offen halten, als sie sich in der Empfindung verlor, durch das was er mit ihr tat.
„Das klingt... ohhh... nett", sagte sie, ihr Körper bewegte sich im Takt mit seiner Hand, begierig nach mehr.
„Und wir können zum Marktplatz gehen, wo Angie und ich gestern waren. Ich würde gerne mit dir hingehen, seitdem du planst das Abendessen zu kochen und ich will noch einiges dafür einkaufen. Dort sind einige gute Länden die du magst", sagte er, seine Fingern drangen nun in ihren Körper ein, ihre Hüften hoben sich vom Bett hoch.
Sie hatte keine Ahnung, wie er diese Pläne so rational besprechen konnte, während sie dagegen kämpfte, nicht seinen Namen herauszuschreien.
„Oliver...", sagte sie, nicht so laut wie sie wünsche.
„Ja?"
„Halt die Klappe!", befahl Katie und Oliver schenkte ihr ein breites Grinsen.
„Ich kann auch was anderes mit meinem Mund tun, außer reden", sagte er und bevor sie die Chance hatte darüber nachzudenken, war er dort unten, seine Zunge trat an die Stelle seiner Finger und dann saugten seine Lippen zärtlich an ihrer Klitoris.
Es gab keinen Weg, der sie stoppen konnte, immer wieder seinen Namen zu schreien und nichts konnte sie abhalten, ihn zu greifen, ihre Finger brachten sein unordentliches Haar durcheinander, als sie ihn verzweifelt näher zog. Vielleicht waren all diese Frauen vor ihr, keine so schlechte Sache gewesen, wenn eine von ihnen ihm beigebracht hatte, wie man dies so perfekt machte. Sie verscheuchte den Gedanken an jede andere Frau aus ihrem Geist und konzentrierte sich auf den Teil ihres Körpers, auf den sich Oliver auch so gründlich konzentrierte. Er drängte sie so schnell an den Rand... zu schnell... aber sie liebte, was er mit ihr tat. Sie liebte wie er ihr Empfinden weckte... wie schnell er sie dazu brachte zu kommen... wie ungehemmt sie im Bett mit ihm war. Vielleicht lag es dran, dass sie ihn so lange kannte, aber sie war sich nicht sicher. Dies war selbstverständlich nicht das erste mal, dass ein Mann dort war, wo er jetzt gerade war, aber es war das erste mal, dass es sich so verdammt gut anfühlte. Seine Zunge forschte in sie und dann zurück zu ihrer Klitoris, wirbelte herum und herum. Er tat es fester und schneller und sie konnte es nicht zurückhalten... sie konnte spüren wie sich alles in ihr aufbaute, all die Spannung und wie konnte nicht länger dagegen ankämpfen. Ihre Hände glitten von seinem Haar und auf das Bett, ihre Fäuste ballten sich in die Laken, als sie kam. Ihr Rücken wölbte sich vom Bett hoch, ihr Herz pochte und schließlich bettelte sie ihn an aufzuhören. Sie blickte zu ihm hinunter und sah, dass er sie angrinste.
„Stolz auf dich?", fragte sie, griff nach ihm und zog ihn hoch, bis er über ihr war, fest zwischen ihren Oberschenkeln.
„Nicht wirklich. Ich mag es eben, wenn du dieses Geräusch machst und...", er stoppte, blickte weg und errötete jetzt.
„Und was?", fragte sie und er drehte sich jetzt zurück, sah sie an und blickte in ihre Augen.
„Ich mag es, wenn du meinen Namen rausschreist. Ich hab das vorher nie gemocht. Ich habe mich immer gefühlt, als wen jemand versuchen würde mich zu beanspruchen, aber mit dir ist es anders", sagte Oliver, er bewegte sich gerade genug, dass seine Erektion sie streifte.
„Es war als ob sie nur selbst hören wollten meinen Namen zu sagen, doch mit dir..."
„Ich hab deinen Namen jahrelang gesagt Oliver..."
„Und ich sorge mich nicht, wenn du mich beanspruchst. Tatsächlich bin ich bereits dein", sagte er und glitt mit einer vertrauten Leichtigkeit in ihren Körper.
Es war, als kenne sie ihn tatsächlich schon immer auf diese Art, anstatt gerade Mal eine Nacht. Ihre Bein um seine Taille schlingend stöhnte sie, als er langsam in sie eindrang und stoppte, damit sie sich dran gewöhnte. Sie hatte nicht bemerkt, wie wund sie von der letzten Nacht war, bis gerade jetzt und sie zuckte ein bisschen zusammen, als er sich zu bewegen begann.
Er stoppte: „Bist du..."
„Ich bin okay", sagte sie schnell und errötete dann. Jetzt war sie es, die weg sah.
„Kat?"
„Ich bin nicht gerade an solche Nächte, wie die letzte gewöhnt. Es ist eine Weile her seit... lass einfach sagen es ist eine Weile her und das war viel... das war mehr. Oh, ich klinge doof! Du musst denken... Ich weiß nicht, was du denkst", sagte Katie, darüber verlegener, als alles andere bisher.
„Ich denke gar nichts, wirklich. Außer, dass auch ich nicht an solche Nächte wie die letzte gewöhnt bin", sagte Oliver und Katie begann zu protestieren.
„Pst!", sagte er und küsste sie.
„Es ist wahr. Letzte Nacht... Kat, wow. Es war erstaunlich. Aber ich will dir nicht wehtun."
„Tust du nicht", sagte sie und schaukelte ihre Hüften unter ihm. Das Unbehangen das sie erlebt hatte, war bereits vergangen und sie wollte ihn mehr, als alles andere.
„Ich will das tun. Wieder und wieder und wieder..."
Damit begann er sich zu bewegen, noch langsam, er nahm nicht die Augen von ihren, als ob er darauf wartete, dass sie ihm sagte, sie habe genug. Das würde heute nicht passieren. Sie kannte einen perfekten Trank (oft witzelnd als der Flitterwochentrank erwähnt), der sich um alle Probleme die sie hatte kümmerte und sie konnte ihn später in einem Laden mitnehmen. Wenn er plante, dies den ganzen Tag mit ihr zu tun, was sie da. Katie konnte spüren, dass er begierig war, sich schneller zu bewegen, sie trieb ihn an und bemerkte den Ausdruck von Erleichterung auf seinem Gesicht, als sie es tat. Seine Stöße wurden fester und Katie stöhnte, grub ihre Fingernägel in seine muskulösen Arme, hielt sie fest, als er weiter und weiter machte. Das Kopfteil des Betts, schlug gegen die Pflasterwand, bis die Malerei eines rosa Palmenbaumes, der in der Brise schaukelte, von seinem Nagel fiel und auf dem Boden aufschlug. Sie hörten etwas laut knacken, wahrscheinlich der Bilderrahmen. Oliver und Katie hörten beide auf sich zu bewegen, sahen einander mit großen Augen an und lachten dann.
„Ups. Ich bin mir sicher, ich kann das reparieren, bevor George oder Angie es herausfinden", sagte Katie.
Mit derselben leichten Schnelligkeit, die er letzte Nacht benutzt hatte, bewegte Oliver sich bis er saß, sein Rücken drückte gegen das Kopfteil und Katie war auf seinem Schoß. Sie sank wieder auf ihn hinunter, rollte ihre Hüften richtig. Er seufzte und zog sie näher, seine Zunge schnellte hervor gegen ihre Brüste. Katie stöhnte bei der Empfindung und wunderte sich, wie sehr sie in diesem Augenblick in Olivers Mund verliebt war. Er drückte seine Hüften unter ihr nach oben, füllte sie aus und jetzt wunderte sie sich, wie sehr sie in alles von ihm verliebt war. Die beiden bewegten sich im Einklang, Katie lehnte sich zurück, weg von Olivers Mund, so dass sie in seine Augen sehen konnte. Sie war es nicht gewöhnt in solch eine Situation in diese Augen zu sehen und sie hatte nie bemerkt, wie erstaunlich sie wirklich waren, besonders jetzt da sie mit Liebe für sie gefüllt waren.
Es war fast zuviel – sie musste kämpfen, um nicht wegzusehen. Bald, zu bald, kam er und rief ihren Namen aus, wie sie seinen zuvor ausgerufen hatte. Und als er durch war, fiel sie nach vorne, lehnte ihre Wange an seine Schulter. Sie vergrub ihr Gesicht in der Krümmung seines Halses und atmete den warmen Duft seiner Haut ein. Sie war froh, dass dies soviel mehr, als nur Sex war. Obwohl es eine Zeit gegeben hatte – die nicht lange her war – wo sie dachte gerade damit glücklich zu sein, jetzt wusste sie es besser. Sie brauchte ihn verzweifelt. Für sie war er „der-Junge-der-alles-bedeutete", und sie wusste, dass würde er immer sein.
