Wochen vergingen und Ginny ging es nicht besser. Mione hatte aber inzwischen rausgefunden, dass Malfoy nicht gelogen hatte und tatsächlich die Ferien über nicht in der Schule, sondern auf einer Hochzeit war. Dies belegte auch ein Artikel von Rite Skeeter über eben diese Hochzeit.

Und außerdem viel Mione auf, dass sie Malfoy nach dem Morgen in der Großen Halle nicht mehr gesehen hatte.

-Also irgendwas stinkt hier gewaltig! , meldete sich plötzlich Miones Stimme wieder.

-Was meinst du denn damit?

- Also entweder lügt Malfoy oder jemand hat es auf Ginny abgesehen.

-Ersteres können wir eindeutig ausschließen.

-Na dann das Letztere.

„Ginny, könnte es sein, dass dir jemand eins reinwürgen will und das alles auf Malfoy schiebt?"
Ginny sah Mione ausdruckslos an.

„Vielleicht einer deiner Ex?"
Ginny dachte nach und tatsächlich war einer ihrer Ex-Freunde immer noch nicht über sie hinweg und würde alles tun, damit sie zu ihm zurück kam, aber würde er auch so weit geht und…?

„Michael Corner, aber…?"

Doch Mione war schon weg.

-Wo ist die Frau bloß? , Mione war abermals auf der Suche nach McGonagall, um abermals auf diesen dämlichen Zettel zu schauen, nur um sicher zu gehen, dass sie mit ihren Vermutungen recht hatte.

„Miss Granger, was führt Sie zu mir?"
„Ich würde mit gerne nochmal die Liste mit den Schülern ansehen, die über die Weihnachtsferien hier geblieben sind."
„Schon wieder?"

„Ja schon wieder, Professor."

„Einen Moment, ich such sie raus."
„Danke Professor."

Nur wenige Minuten, nachdem McGonagall ihr die Liste gebracht hatte, ging Mione schon selbstsicher zurück in den Gryffindorturm, um darüber mit Ginny zu reden.

„Bist du dir sicher, Mione?"
„Ja. Er kann es nur gewesen sein!"

„Und es war auch sicher nicht Malfoy?"
„Der war ja auf der Hochzeit der Cousine seines Vaters."

Ginny blickte trotzdem etwas misstrauisch.

„Ginny, ich weiß, dass sich das verrückt anhört, aber anders kann man es auch nicht erklären. Klar, es hätte auch Malfoy sein können, aber was hätte er davon?"
„Nun ja, der Malfoy, der… mir das angetan hat, meinte er wolle sich an Harry und Ron rächen."
„Hatte er auch gesagt, warum?"
„Nein, nur das er es über das nächst Beste versuchen will."
„Nächst Beste?"
„Ja, er meinte, wenn es schon nicht über dich geht, dann eben das nächst Beste."
„Das macht aber keinen Sinn."
„Wie meinst du das?"
„Nun ja. Als wir Malfoy vor der Großen Halle belauscht haben, als er mit James gesprochen hat, da meinte er doch, er wolle derjenige sein, der mich zur Frau macht."
„Hä?"
„Es hört sich jetzt etwas albern an, besonders für einen Malfoy, aber er will derjenige sein, der nun….du weißt schon…"
„Was weiß ich?"
„Stell dich nicht so an, du weißt was ich meine."
„Nein", Ginny grinste Mione fies an.

„Herrgott, mach es mir nicht so schwer."
„Tu ich doch gar nicht."

Hermione wusste, dass Ginny wusste, wovon die Rede war und beließ es dabei.

„Hör mal ich geh noch eben in die Bibliothek."
„Wie immer, Mione!"
„Vielleicht finde ich auch raus, wie wir Conner drankriegen."

Und damit rauschte Mione in Richtung Bibliothek davon.

Ganz in Gedanken versunken, merkte sie nicht, dass jemand hinter ihr hin.

„Granger, steh'n geblieben!"

Mione dreht sich um und schaute (wenn wundert's?) Malfoy in die Augen.

„Was willst du Malfoy? Ich hab jetzt ja so was von keine Zeit für deine Beleidigungen."

„Ich will dich nur was fragen."
„Und was?"
„Ob du mir wirklich allen Ernstes unterstellt hast, dass ich die kleine Weasley vergewaltigt habe?"
„Nun ja, sie hat dich gesehn, zumindest fachte sie das. Denn es ist bewiesen, dass es einer ihrer Ex-Freunde war, der in, sage wir, deinem Namen zur Tat geschritten ist."
„Wer ist den so krank und tut einem Mädchen so etwas an?"
„Also eigentlich war es einleuchtend, dass nur du es gewesen sein konntest."
„Warum? Warum warst du dir so sicher?"
„Weil du es bei mir versucht hast."

Malfoy platze der Kragen; er packte Mione an den Handgelenken und drückte sie gegen eine Wand.

„Ich wäre nie, nie so weit gegangen, auch wenn ich das gesagt hatte. Ich habe nur darauf gewartet, dass du…dein Körper mir eindeutige Signale gibt."

„Bitte was?"
„Meine Fresse, Granger! Ich bin ein Mistkerl ja, aber ich würde nicht so weit gehen und mit einer Frau schlafen, die es nicht will!"

Damit ließ er sie los und verschwand.

„Was war denn das eben?"
-Also der Kerl hat wirklich Probleme oder sind wir die mit den Problemen?

Schafen es Mione und Ginny Michael Conner zu stellen und findet Mione endlich heraus, was mit Malfoy los ist?

TBC

SnapeEvans