Mione konnte es nicht lassen, sie musste einfach erfahren, was Malfoy im Schilde führte.
Also schnappte sie sich klamm heimlich Harry's Tarnumhang, als dieser schon schlief und schlich sich raus.
-Also, wo war noch mal der Gemeinschaftsraum der Slytherins? , überlegte Mione, blieb dann aber abrupt stehen, als sie Schritte vernahm.
„Verdammt, warum musste es ausgerechnet mir passieren und warum ausgerechnet Granger?"
Mione presste sich so gut es ging an die Wand, damit Malfoy sie nicht versehentlich umkrempelte, er konnte sie ja schließlich nicht sehen.
Sie verfolgte seine Schritte und hörte, wie er auf die Ländereien ging.
„Warum geht er noch so spät raus?", meinte Mione zu sich selbst, folgte aber Malfoy nach draußen.
„Herrgott, warum musste Mutter mich auch anders erziehen, als Vater es tat? Das macht es nur noch komplizierter! Soll ich ihr nun sagen, was ich für sie Empfinde und damit riskieren, dass weder sie noch ich wieder sicher sind oder soll ich meine Klappe halten und zu sehen, wie sie mit einem anderen Glücklich wird! Verdammt! Warum kann mir keiner die Entscheidung abnehmen?
Verdammt, vielleicht sollte ich doch Snape einweihen oder direkt zum Schulleiter gehen, was Mutter mir von Anfang an geraten hat?"
Er schaute auf den See: „Was meinst du, Granger?"
Mione blieb wie erstarrt stehen, woher wusste Malfoy, dass sie ihm gefolgt ist?
„Jetzt nimm diesen dämlichen Umhang ab und rede mit mir, anstatt mich zu belauschen."
Mione tat, wie ihr geheißen und schaute Malfoy nur verwirrt an.
„Woher…?"
„Ich wusste, dass du mir gefolgt bist und nicht Potter? Nur so ne
Ahnung."
„Nein eher, dass dir überhaupt jemand gefolgt
ist."
„Du bist nicht gerade leise, wie eine Katze, Granger und
außerdem weht der Umhang im Wind."
„Oh."
„Also,
Granger. Hast du vielleicht eine Lösung?"
„Für was?"
„Du
hast mir doch eben zugehört."
„Weiß ich, worum es
geht?"
„Merlin, Granger, streng mal dein Gehirn an! Ich habe
mich in dich verliebt, das ist das Problem!"
Mione schaute stur auf den See: „Ginny hatte recht!", bemerkte sie schockiert, stand auf und lief in Richtung Eichenportal.
„Granger
warte!"
Mione drehte sich um, Malfoy ist ihr hinterher gehetzt.
„Was?"
„Das muss unbedinngt unter uns bleiben. Fürs Erste.
Ansonsten sind wir beide tot."
„Ich
habe den Orden auf meiner Seite und du?"
„Granger, wenn meine
Vater, oder schlimmer, meine Tante je erfahren, dass ich, verzeih,
ein Schlammblut liebe, dann werden sie alles tun, um dich aus meinem
Leben, selbst aus meinen Gedanken zu vertreiben und es sind Todesser.
Da wird dir der Orden nicht viel helfen!"
Mione dämmerte es, auch wenn sie es eigenartig fand, wie Malfoy gerade über sie sprach; als wären sie schon seid einer halben Ewigkeit zusammen, so was absurdes!
„Ok.
Kann ich dich was fragen?"
„Ich habe keine Ahnung, wie es
passiert ist, ich weiß nur, das es passiert ist."
„Und…?"
„Seid
einer Weile, genau genommen, seid einem Jahr."
„Wow!"
„Es
war einfach es zu ignorieren, aber schwer es mir einzugestehen.
Umbridge und so, du verstehst."
„Also deshalb hast du uns
letztes Jahr geholfen, aus Umbridge's Büro zu kommen?"
„Ich
konnte doch nicht zulassen, dass sie dir was tut. Und ehrlich gesagt,
bereu ich es, euch geholfen zu haben…"
„Oh."
„…du
wärst ansonsten nicht noch schlimmer verletzt worden, wärst du ihn
Hogwarts geblieben."
Bei Mione tat sich das Herz auf, er hat es nur für sie getan.
-Aber moment, irgendwas stimmt immer noch nicht. Warum krieg ich das Gefühl nicht los, dass Malfoy, dass alles geplant hat?
Malfoy wollte noch etwas sagen, doch etwas, oder eher jemand brachte ihn davon ab.
„Was
zum Teufel tun Sie hier, Mitten in der Nacht?"
„Professor, ich
sag es zwar ungern, aber Granger trifft keine Schuld, ich hab sie
raus gelockt."
„Soso. Und weshalb, wenn ich fragen
darf?"
„Wegen dem Auftrag", Malfoy bereute sofort, es gesagt
zu haben, denn Snape funkelte ihn böse an.
„Nun denn, dann will ich Sie beide nicht länger stören", damit verschwand er auch wieder.
„Was
für ein Auftrag?"
„Unwichtig. Wichtig ist nur, dass das, was
ich dir vorhin gesagt habe, unter uns bleibt."
„Malfoy, du
bist doch etwas kein Todesser?"
„Wie kommst du den auf so was
Verrücktes? Als ob der Dunkle Lord einen 16jährigen in seine Reihen aufnehmen würde. Und außerdem wäre meine Mutter dagegen!",
Malfoy grinste etwas verstört.
„Dann
hat sich Harry also umsonst Sorgen gemacht."
„Potter hat sich
Sorgen gemacht?"
„Ja, er hat uns erzählt, was er im Zug
gesehen hat und wir konnten es natürlich nicht glauben. Warum sollte
Voldemort ausgerechnet dich zu einem Todesser machen."
„Mutig,
seinen Namen auszusprechen!"
„Ach Draco, die Angst vor einem
Namen verbirgt nur die Angst vor der Sache selbst und ich hab ihn
vor einigen Monaten gesehen, also das einzige, was an ihm gruselig
oder angsteinflößend ist, ist sein Aussehen", Mione lief eine
kalter Schauder über den Rücken, als sie sich an die kurze
Begegnung mit Voldemort erinnerte, auch wenn Dumbledore gegen ihn
gekämpft hat, damals ihm Ministerium.
Malfoy
grinste Mione an. „Was?"
„Du hast mich gerade Draco
genannt!"
„Und, kann schon mal pass…", weiter kam sie
nicht, denn schon hatte sich Malfoy abermals zu ihr runter gebeugt
und sie geküsst. Es blieb nicht bei einem zaghaften Kuss Seitens
Malfoy, Mione fing an, den Kuss zu erwidern, bis ihr ihr Gewissen
einen Strich durch die Rechnung machte:
-Sag mal, meine Liebe. Was tun wir denn da? Der Typ ist doch gemeingefährlich!
-Hab
ich nie gesagt!
-Er hat versucht dich zu vergewaltigen, schon
vergessen?
-Nein, hat er nicht, schon vergessen?
-Nein,
aber kann es sein, dass Madam blind ist?
-Warum?
-Hallo, wach auf! Es ist Malfoy!
Mione löste sich von dem Kuss und verschwand ohne Malfoy auch nur eines Blickes zu würdigen.
„Was hab ich jetzt falsch gemacht?", fragte sich Malfoy verdutzt und ging runter in die Kerker.
„Oh, ich freu mich so sehr auf die Osterferien!"
„Seid
wann denn das?"
„Wir sollen alle in den Fuchsbau, also auch du
und Harry!"
„Weißt
du eigentlich…"
„Jetzt sag mir nicht, dass du lernen willst!
Mione bitte, tu mir das nicht an! Ich würde es keinen Tag ohne dich
bei diesem Schleim aushalten!"
„Ginny,
ich… muss über einiges nachdenken."
„Ach komm, das kannst
du auch bei uns tun, versprochen! Nur bitte, bitte komm mit!"
„Ok,
ok! Ich komme mit!"
„Juchu!"
„Und,
wie ist es gelaufen? Hast du schon irgendwelche Ideen?"
„Bella!
Nicht hier!"
Es war der Anfang der Osterferien und die paar Schüler, die über die Ferien nach Hause wollten, wurden von ihren Eltern abgeholt.
„Mum, warum ist sie hier?", fragte Malfoy seine Mutter etwas besorgt.
„Wolltest
du mir etwa etwas sagen?"
„Ja! Ich hab es vermasset, glaub
ich."
„Doch nicht…?"
„Nein, da bin ich noch dran. Ich
meine das andere!"
„Oh, du hast es ihr also gesagt?"
„Worüber
redet ihr beide den da?"
„Bella, würde es dir was ausmachen,
schon mal nach Malfoy Manor zu apparieren? Draco und ich haben noch
etwas zu erledigen."
„Etwas, wo ich, deine Schwester nicht
dabei sein darf?"
„Ja."
Bellatrix sah gekränkt und
wütend drein, apparierte aber dann doch ins Manor.
„Ok,
Schatz. Jetzt erzähl."
„Ich hab dir doch erzählt, dass
Potter im Zug mein, du weißt schon gesehen hat?"
„Ja. Und
lass mich raten. Er konnte es nicht für sich behalten und hat es
seinen Freunden erzählt?"
„Ja."
„Und, deshalb will sie
dich nicht?"
„Nein, sie…", Malfoy suchte zum ersten Mal in
seinem Leben seiner Mutter gegenüber die richtigen Worte.
„Sie
ist mir vor ein paar Tagen aufgelauert. Naja, sie wollte wissen,
warum ich so ne Show abziehe."
„Das hat sie dich gefragt?"
„Nein.
Dazu kam sie nicht, ich konnte sie nicht sehen, sie war unter
Potter's Tarnumhang und hat mich belauscht…"
„Und
weiter?"
„Snape kam irgendwann dazwischen, als ich es ihr
erklären wollte…"
„Hat er etwas gesagt?"
„Nichts von
Bedeutung. Jedenfalls hat sie mich aus heiterem Himmel gefragt, ob
ich ein Todesser wäre…"
„Was hast du gesagt? Bitte sag
nicht…"
„Ich hab natürlich nein gesagt, ich will mir ja
nicht die Chancen bei ihr verbauen, falls ich überhaupt welche
hab…"
„Und weiter?"
„Jedenfalls hat sie meinen
Vornamen ausgesprochen, da konnte ich mich einfach nicht
halten und hab sie geküsst."
„Sie hat dir eine Ohrfeige
verpasst?"
„Nein, sie hat erstmal zurück geküsst, doch
plötzlich hörte sie abrupt auf und verschwand. Was hab ich falsch
gemacht?"
„Mach dir nichts draus. Hast du dich denn bei ihr
entschuldigt?"
„Natürlich!"
„Und glaubt sie immer
noch, dass du die kleine Weasley missbraucht hast?"
„Nein. Es
war einer ihrer Ex-Freunde."
„Draco, dass ist wichtig, wir
müssen es wieder gerade biegen."
„Sie ist die Ferien über
bei den Weasleys."
„Dann wird es Zeit, mit Dumbledore zu
reden."
Ok, warum mischt sich Cizzy ein und warum ist das zwischen Mione und Malfoy so wichtig? Und warum sollte Bella nichts davon erfahren??Fragen über Fragen, die sich hoffentlich im nächsten, spätestens im übernächsten Chap auflösen werden.
TBC
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