„Ich kann nicht glauben, was ich eben gesehen habe!"
Dray drehte sich ruckartig um und erblickte seinen Vater und seine Tante.
„Was tut ihr beide denn hier? Solltest du nicht in Azkaban sein, Vater?"
„Schon, aber der Minister konnte mich nicht länger festhalten, als nötig, da ich nur ein paar Kinder bedroht habe.
Und jetzt sag mir Draco. Du hast gerade eben nicht wirklich die Hand von diesem Schlammblut gehalten und sie auch noch Schatz genannt?"
„Doch, Vater. Das habe ich!"
„Dann muss ich dich wohl oder übel von der Schule nehmen."
Keiner der drei hatte gemerkt, dass Mione die Tür zur Großen Halle nicht geschlossen hatte.
Dumbledore kam mit drei schnellen Schritten zur Tür, gefolgt von Snape und McGonagall.
„Gibt es ein Problem, Lucius?"
„Und ob es eins gibt! Ich wusste schon immer, dass es schlecht ist, Schlammblüter an diese Schule zu lassen!"
„Und gibt es einen aktuellen Grund dafür, dass Sie Ihren Sohn von der Schule nehmen wollen?"
„Ja, gibt es!"
„Und das wäre?"
„Das ist eine Familienangelegenheit!"
„Aber es geht hier um einen meiner Schüler und wenn Sie ihn von der Schule nehmen wollen, müssen Sie es schon hinreichend begründen", Dumbledore versuchte, möglichst ruhig mit dem alten Malfoy zu reden.
„Gut, wie Sie wollen, Professor. Ich toleriere Draco's Beziehung zu dem Schlammblut nicht!"
„Niemand erwartet, dass Sie sie tolerieren, aber ich fürchte, dass ist kein Grund, Mr Malfoy von der Schule zu nehmen."
Der alte Malfoy sah Dumbledore wütend an.
„Das wird ein Nachspiel haben, Draco. Und wenn dir etwas an deiner Mutter liegt, dann beende es!"
Und damit rauschten die beiden wieder davon.
„Du bist mit Granger zusammen, Draco?", kam es von Snape.
Draco schaute ihn nur hochnäsig an. „Wundert's dich etwa?"
Keiner hatte damit gerechnet, dass Draco seinen Professor so respektlos ansprach.
„Und warum weiß ich nichts davon?"
„Warum solltest du was davon wissen? Damit du sofort zu meinem Vater rennst?"
„Das meinte ich nicht, Draco."
Dray drehte sich um und suchte Mione's Blick. Diese sah ihn etwas traurig an und nickte mit dem Kopf in Richtung Treppen.
Sofort verstand er den Wink und verschwand in die siebte Etage. Fünf Minuten später folgte ihm Mione.
Im Raum der Wünsche angekommen, fing Mione direkt an zu sprechen, bevor Draco die Gelegenheit hatte, seinen Mund überhaupt zu öffnen.
„Wir sollten es beenden."
„Was?"
„Dray, du hast gehört, was dein Vater gesagt hat. Ich bezweifle, dass das eine leere Drohung war."
„Mione nein. Auch wenn mir was an meiner Mutter liegt, du bist mir wichtiger!"
„Draco bitte versteh' doch. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, wenn deiner Mutter etwas passiert!"
„Ihr wird nichts passieren, solange ich tue, was der Dunkle Lord von mir verlangt!"
Mione horchte auf, wollte er ihr jetzt wirklich sagen, was ihn wirklich bedrückt?
„Schau mich bitte nicht so an, ich kann es dir noch nicht sagen."
„Warum nicht?"
„Es läuft so gut zwischen uns und…"
„Du befürchtest, ich hätte ein Problem damit?"
„Auch."
„Draco was ist los?"
Dray schaute gedankenverloren auf die Wand hinter Mione.
Diese merkte, dass er doch noch nicht so weit war und wünschte sich erstmal eine Couch her, damit sich die beiden setzte konnten.
Ehe sich die beiden versahen, waren sie schon mitten in einem Kuss und vergaßen die Zeit und das vorhin geschehene vollkommen.
Nach einer halben Ewigkeit, so kam es den beiden jedenfalls vor, lösten sie sich voneinander und schauten sich an, bis Mione wieder das Wort ergriff.
„Dray, ich meinte es ernst!"
„Ich auch. Meiner Mutter wird schon nichts passieren, das schwöre ich dir. Der Dunkle Lord wird sein einziges Druckmittel gegen mich nicht schädigen!"
-Zumindest solange nicht, bis er von dir erfährt, fügte er in Gedanken hinzu.
„Und nun?"
„Lass uns einfach abwarten."
„Ich will nicht warten, Dray!"
„Ich will auf etwas ganz bestimmtes auch nicht mehr warten, doch trotzdem tue ich es!"
Mione wusste, was er damit gemeint hatte und verschwand sofort aus dem Raum.
„Scheiße!" -Warum kann ich meine Klappe nicht einmal halten?
TBC
SnapeEvans
