„Mione warte!", Dray sprang von der Couch auf und stürzte Mione hinterher.
„Es tut mir leid!"
Mione blieb stehen und starrte ihren Freund an.
„Ich bin es einfach nur leid zu warten, du weißt, wie sehr ich dich will."
Mione sprach immer noch nicht.
„Schatz bitte. Können wir wieder in den Raum der Wünsche gehen. Ich brauche dich jetzt."
Sie sah ihn ausdruckslos an.
„Mione bitte", er nahm ihre Hand und führte sie zurück in den Raum, wo sie sich wieder auf die Couch setzten, Mione sprach aber immer noch nicht.
„Ich versteh ja, dass du dir damit noch Zeit lassen willst und es ist egoistisch von mir, dass ich dich so dränge. Aber Schatz, Zeit ist etwas, was wir nicht haben."
Jetzt sah sie ihn neugierig an.
Dray atmete einmal tief ein und wieder aus und sprach weiter.
„Ich habe einen Auftrag vom Dunklen Lord und ich befürchte, dass du jetzt ebenfalls in Gefahr bist, da mein Vater weiß, dass wir zusammen sind. Ich will mich aber nicht von dir trennen, das Risiko gehe ich ebenfalls ein und denke dabei natürlich nicht daran, dass der Dunkle Lord dich gefangen nehmen könnte. Aber um diese Gefahr zu umgehen, werde ich meinen Auftrag erfüllen."
„Was musst du denn für Voldemort machen?"
Dray sah sie nicht an, als er weiter sprach, obwohl er wusste, dass er sich jetzt alles verderben kann.
„Ich habe dich angelogen."
„In wie fern?"
„Damals am See…"
Mione sah ihn verwundert an.
„Ich ruiniere jetzt diese wundervolle Beziehung, da bin ich mir sicher…", er zog seinen linken Ärmel hoch und Mione entwich ein erstickter Schrei.
„Du…du bist ein…ein Tod…Todesser?", Tränen schossen ihr in die Augen. Doch sie wich nicht von seiner Seite.
„Wie…wie ist…es passiert?"
„Ich soll das Ansehen meiner Familie bei dem Dunklen Lord wieder herstellen."
„Was musst du tun?"
Dray schwieg wieder.
„Dray?", doch sie wusste, er wollte es ihr nicht sagen. Und anstatt eine Antwort zu erwarten, küsste sie ihren Freund, froh darüber, dass er sich ihr, wenn auch nicht ganz, geöffnet hat.
„Du trennst dich nicht?""
„Soll ich?"
„Nein!"
„Dann tu ich es auch nicht."
Dray strahlte übers ganze Gesicht und küsste seine Freundin stürmisch.
„Dray hör auf", sie klang nicht wütend, sondern eher amüsiert.
„Mutter hatte befürchtet, dass du dich nicht auf mich einlässt, wenn ich dir von Anfang an gesagt hätte, dass ich, nun du weißt schon."
„Was hat deine Mutter damit zu tun?"
„Naja, als ich mir letztes Jahr endlich eingestanden habe, dass ich mich in dich verliebt habe, war ich froh, dass mein Vater in Azkaban saß. Ich kam nach Hause und verkündete meiner Mutter, ich hätte mich verliebt. Merlin wie sie gestrahlt hatte. Ich habe ihr aber sofort gesagt, dass das Mädchen keine Reinblüterin ist. Wenn es ging, hat sie noch mehr gestrahlt!"
„Ist nicht dein Ernst?"
„Doch ich meinte dann zu ihr, verzeih, aber so habe ich es ihr gesagt, ich hätte mich in das Vorzeigeschlammblut schlechthin verliebt. Also, danach hätte sie locker der Sonne Konkurrenz machen können.
Die ganzen Sommerferien über haben wir uns überlegt, was wir in dieser Sache machen können…"
„Warte", unterbrach ihn Mione, „deine Mutter hatte über das ganze Gesicht gestrahlt, obwohl du dich in mich verliebt hast?"
„Ja. Ich konnte es selbst kaum glauben, aber meine Mutter meinte schließlich, dass sie die Ansichten, die meine Vater hat nicht teile, denn für den Erhalt unsere Gemeinschaft ist es ebenso wichtig, sich mit Halbblütern und Muggelgeborenen zu paaren, um so zu vermeiden, dass wie aussterben und sich auch keine Squibs bilden."
Mione sah etwas verwirrt aus, was Draco nur belustigt zur Kenntnis nahm und sie wieder küsste.
„Aber dein Vater hat was dagegen."
„Scheiß auf meinen Vater. Ich hoffe, Dumbledore weiß, wie man den Dunklen Lord bezwingen kann, denn erst wenn der nicht mehr da ist, so meine Mutter, dann würde sie sich von meinem Vater trennen und ich würde ihr folgen.
Denn ich kann mir schon vorstellen, den Rest meines Lebens mit dir zu verbringen."
„Dray, wir sind erst sechzehn, wir haben noch…"
„Nein Mione, wir haben keine Zeit. Der Dunkle Lord wird immer mächtiger."
„Mione, liebst du mich?"
Sie sah ihn verwundert an, fasste sich aber schnell wieder, küsste ihn und meinte: „Ja, sehr."
„Dann versprich mir, sobald der ganze Mist vorbei ist, werden wir heiraten."
„Dray, das war doch jetzt nicht etwa…?"
„Doch, zwar indirekt, aber ja, es war ein Antrag."
„Ok, nicht nur, dass wir beide noch ziemlich jung sind, wir sind erst seid zwei Monaten zusammen."
„Aber ich liebe dich nicht erst seid zwei Monaten.
Versprichst du's mir?"
„Ich versprech's"
Und damit versanken die beiden in einem leidenschaftlichen Kuss.
Am Abend im Gemeinschaftsraum der Gryffindors konnte Mione es nicht für sich behalten, sondern erzählte es Ginny und Harry. Ron war immer noch nicht damit einverstanden, dass Mione und Dray zusammen waren.
„Ich glaub's nicht! Er hat dir nach nur zwei Monaten einen Antrag gemacht?", kam es verblüfft von Ginny.
„Hast du ihn angenommen?", fragte Harry neugierig.
Mione schwieg betreten.
„Du hast ihn angenommen?"
Sie nickte nur.
Harry und Ginny strahlten. Doch alle drei verstummten sofort, als Ron in den Gemeinschaftsraum kam und sich zu ihnen setzte.
„Kann ich mit dir sprechen, Hermione? Unter vier Augen?"
Mione sah ihn verwundert an, folgte ihm aber auf die Ländereien.
Erst als sie im Verbotenen Wald waren, packte Mione der blanke Horror.
„Warum sind wir im Wald?"
„Es tut mir leid, aber ich kann nicht zulassen, dass du dein Leben mit ihm verbockst."
Hinter ihm erschienen ein paar dunkle Gestallten.
„Was geht hier vor, Ronald?"
Die Gestallten kamen immer näher, bis sie im Licht des Mondes vor ihnen standen: Todesser und nicht zu wenige.
Einer von ihnen richtete seinen Zauberstab auf sie „Stupor".
Mione wird schwarz vor Augen…
TBC
SnapeEvans
