Als Mione wieder zu Bewusstsein kam, hörte sie zwei Personen, ein Mann und eine Frau, wahrscheinlich die Malfoys, ja die weibliche Stimme hörte sich ganz nach Cizzy an, sich streiteten.
„Lasst sie gehen"
„Wusstest du, was dein Sohn in der Schule treibt? Oder eher, mit wem er es treibt?"
„Ja, ich habe es gewusst"
„Und warum hast du es dann nicht verhindert?"
„Du hast mir doch gesagt, ich solle mich aus seinem Leben raushalten!"
„Habe ich damals gewusst, dass er sich mit einem Schlammblut abgibt?"
„Lucius, lass sie bitte gehen. Ich werde auch keine Anstallten mehr machen.
Und außerdem willst du doch, dass Draco seinen Auftrag erfüllt, oder?"
„Sicher will ich das!"
„Dann lass sie gehen, ansonsten wird er erst weiter machen, wenn er sie gefunden und in Sicherheit gebracht hat."
„Was ist hier los?"
Eine zweite, männliche Stimme kam dazu, es hörte sich wie ein Zischen an: Voldemort.
„Und wer bei Salazar ist das denn?"
„Ein Schlammblut", meinte der alte Malfoy eingeschüchtert.
„Und was tut sie hier?"
„Draco will seinen Auftrag nicht erfüllen, also dachten wir, wir benutzen seine kleine Freundin also Druckmittel", noch eine weibliche Stimme, aber diese war schrill und klang verrückt: Bella.
„Und ihr glaubt, es klappt? Cizzy, glaubst du denn, dass es klappt?"
„Nein, my Lord. Ich glaube eher, dass sich Draco gegen euch stellt, sollte Her…Granger nicht im Laufe des Tages wieder in Hogwarts sein."
Während dessen stürmte Ron Richtung McGonagall's Büro und meinte dort außer Atem: „Professor schnell, wir müssen zum Schulleiter! Hermione wurde von Todessern entführt!"
„Was? Wie konnte das passieren?"
„Wir waren spazieren, anscheinend zu nah am Wald, als plötzlich dunkle Gestallten aus dem Wald kamen und mich schockten, als ich wieder wach wurde, war Mione nicht mehr da und es lag dieser Brief da. Er ist an Malfoy adressiert."
„Ich werde veranlassen, dass er ihn kriegt, vielleicht steht ja drin, was sie wollen.
Kommen Sie mit."
Die beiden machten sich auf den Weg erstmal in die Kerker, um Malfoy zu holen. Ron funkelte Malfoy den ganzen Weg zum Schulleiter über an.
„Professor, was ist eigentlich los?", wollte Draco wissen, bevor sie beim Schulleiter ankamen, immerhin war er sich keiner Schuld bewusst.
„Das klären wir gleich, Mr Malfoy."
Der Wasserspeier fing an, sich um seine eigene Achse zu drehen und die drei betraten die Treppe.
„Minerva, was kann ich in dieser späten Stunde für Sie tun?"
„Albus, wir haben ein gewaltiges Problem. Ms Granger wurde entführt."
„Was?", kam es geschockt von Dray, „wer…wann?"
„Weißt du auch von wem, Minerva?"
„Von Todessern."
Dray sah richtig panisch aus.
-Nein, das kann nicht war sein! Erst Mutter und nun Mione. Verdammt, der Dunkle Lord muss doch wissen, dass ich treu meinen Auftrag erfüllen würde, nachdem er schon meine Mutter hatte. Was will er dann von Mione?
„Mr Malfoy?"
„Tut mir leid. Wie bitte?"
„Dieser Brief lag unten. Er ist an Sie."
McGonagall reichte Draco den Brief, welcher ihn aufriss und schnell las:
Du wolltest es nicht beenden, Draco. Ich habe dich gewarnt! Solltest du deinen Auftrag nicht erfüllen, werden deine kleine Freundin und deine Mutter sterben. Ich hoffe, das ist dir bewusst.
L.M.
„Was steht drin?", wollte Dumbledore jetzt wissen.
„Er hat seine Drohung war gemacht."
Es klopfte an die Scheibe und als das Fenster geöffnet wurde, kam eine Eule, Draco's Familieneule reingeflogen und legte einen Brief auf den Schreibtisch. Er war wieder an Draco.
Draco riss ihn auf und er kannte sofort die Schrift: das war zweifellos Mione's Handschrift!
Draco,
der Dunkle Lord bat mich, dir das zu schreiben.
Mir geht es gut und solange du keine Dummheiten machst, wie z.B. mich hier rausholen, werden deiner Mutter und mir nichts passieren.
Bitte pass auf dich auf, dein Vater war sehr erbost darüber, dass der Lord es für Schwachsinnig hielt, mich auch noch zu entführen. Er weiß und deine Mutter hat es ihm auch bestätigt, dass du keinen Finger rühren wirst, ehe ich und deine Mutter wieder in Sicherheit sind. Und vielleicht sind wir das bald. Der Dunkle Lord will, dass du deinen Auftrag ohne jegliche Druckmittel erledigst, weshalb er deine Mutter und mich freilässt, hat er zumindest gesagt. Oh, und checkt Ronald auf Vielsafttrank oder frag ihn, was er vorhin, bevor ich verschwunden bin, gemacht hat. Ich glaub kaum, dass er es aus freien Stücken getan hat.
Ich liebe dich.
H.G.
„Es geht ihr gut", kam es erleichtert von Dray. Doch dann packte ihn Wut und er wandte sich an Ron: „Was bei Merlin hast du gemacht?"
„Wovon redest du?"
„Mione hat gewisse Andeutungen gemacht!"
„Was für Andeutungen, Mr Malfoy?"
„Wir sollen Weasley auf Vielsafttrank checken, vielleicht ist er ja auch dem Imperius-Fluch zum Opfer gefallen, jedenfalls glaubt Mione nicht, dass er es aus freien Stücken getan hat!
Ich schwör dir Weasley, wenn du da mit drin steckst, verfluche ich dich persönlich in die Antarktis!"
„Hey Mann, ich habe keine Ahnung wovon du sprichst!"
„Mr Weasley", kam es ruhig von Dumbledore, „sind Sie heute Mittag Lucius Malfoy und Bellatrix Lestrange über den Weg gelaufen?"
„Ich habe gesehen, wie sie in Richtung Schlossportal gingen und von dort aus disappariert sind."
„Sie haben nicht mir Ihnen gesprochen?"
„Nein."
„Mr Malfoy, was steht sonst noch in dem Brief?"
„Das der Dunkle Lord es in Erwägung zieht, Mione und meine Mutter frei zu lassen."
„Glauben Sie, dass er das tut?"
„Ich weiß es nicht, aber ich hoffe es."
„Minerva, begleiten Sie bitte die Jungs zurück in ihre Schlafräume. Wir können leider nichts weiter tun, als warten."
Und das taten sie. Keiner machte auch nur ein Auge zu. Der Morgen kam und Draco ging schwermütig in die Große Halle, nach Frühstücken war ihm so gar nicht zu mute.
Als er sein Rücken dem Eichenportal zugewandt war, schlangen sich schlanke Arme um ihn, ehe er die Halle betrat.
Draco, in der Hoffung, dass es Mione ist, drehte sich um und blickte seine Freundin an.
„Du bist doch kein Todesser?", fragte er skeptisch und sah sie an.
„Wie kommst du darauf?"
„Küss mich."
Mione küsste ihren Freund grinsend und er wusste jetzt ganz sicher, dass das hier in seinen Armen seine geliebte Freundin war.
„Deiner Mutter geht es im Übrigen gut", meinte Mione zwischen zwei Küssen, als sie kurz Luft holen mussten, „sie ist wieder im Fuchsbau. Der Dunkle Lord wird weder sie noch mich noch mal entführen lassen, solange du tust, was er von dir verlang."
Draco ignorierte den Gedanken, sie zu fragen, warum die ihn plötzlich Dunkler Lord nannte, er freute sich lieber, dass er sie wieder hatte.
TBC
SnapeEvans
