Danke für die Reviews und die Äußerungen über die gekürzte Übersetzung. Vielleicht setze ich mich als nächstes an das Kapitel und poste es oder schicke es auf Anfrage per Email.
Aber nun ein paar Informationen wie Harry überleben konnte.
Der lange Weg nach unten (2)
Hermine war wie vor den Kopf geschlagen.
Harry lebte ?
Wie konnte das sein ?
Auch Remus wusste nicht was er sagen sollte.
„Aber Severus hat Dir doch davon erzählt ?"
Hermine war inzwischen aufgestanden und lief in der Küche hin und her.
„Kein Wort. Ich verstehe das nicht."
Der Wehrwolf fühlte sich der Situation nicht gewachsen.
„Geh und frag ihn doch selbst."
„Genau das werde ich machen. Wo ist er?"
„Den Korridor entlang, die zweite Tür."
Hermine erreichte das Zimmer in den Moment als Veera und Gavril die Tür herauskamen.
„Ich habe seine Wunden versorgt, er hat gegessen und sollte sich nun ausruhen."
Hermine bemerkte, dass Veera sie nicht ansehen wollte.
„Danke."
Hermine drückte die Türklinke herunter und trat in den halbdunklen Raum.
Severus saß im Bett und sah sie an.
„Wie geht es Ihnen?", fragte sie ihn.
„Ich werde es überleben", antwortete Severus trocken.
Diese Mann würde wohl nie zugeben, dass er Schmerzen hatte oder sich schlecht fühlte.
Plötzlich fiel alle Anspannung von ihr ab. Sie war so müde und wollte nicht lieber als sich ins Bett zu legen und sehr lange zu schlafen.
Aber Snape schuldete ihr ein paar Antworten.
„Remus hat mir gesagt, dass Harry lebt."
Ganz beiläufig zog sich sich aus und kletterte ins Bett.
Snape nickte.
„Aber das kann nicht sein. Ich habe gesehen wie er hingerichtet wurde."
Jeder, einschließlich alle Gefangenen, wurden gezwungen zuzusehen wie Harry Potter und Ron Weasley, ihre besten Freunde geschlagen und gefoltert wurden um schließlich an der Mauer der Verräter aufgehängt zu werden.
Harrys Tod war schnell und fast unspektakulär im Vergleich zu Rons.
Voldemort hatte persönlich den Todesfluch gegen Harry ausgesprochen, wogegen Ron hilflos an der Mauer hing und leiden musste bis ihn der Tod ereilte.
„Du hast gesehen was jeder sah. Voldemorts Sieg war nur vollständig, wenn man mit eigenen Augen sah, dass Harry Potter tot ist. Und vor allem musste ihn der Dunkle Lord töten."
„Aber wie ?"
Snape versuchte sich bequemer hinzusetzen und dabei die Schmerzen zu ignorieren.
„In der entscheidenden Schlacht wurde Harry schwer verletzt. Er hat kam noch geatmet und so haben die Wachen gedacht, dass keine Gefahr von ihm ausgeht. Dadurch hatten wir die Möglichkeit ihn herauszuholen und durch einen Doppelgänger zu ersetzen. Es war der Doppelgänger, der gefoltert und getötet wurde."
Snape Erklärung schien Sinn zu machen, tat aber nicht viel für Hermines Gemütszustand. Sie war nicht sicher, ob sie den Namen des Doppelgängers wissen wollte, aber er war ein Held und deshalb fragte sie nach Minuten des Schweigens danach.
„Wer war der Doppelgänger?"
„Neville Longbottom."
„Sie haben Neville an Voldemort übergeben?"
„Nein."
Snape wusste, dass sie als erstes einen Schuldigen suchen würde, aber es war hart es aus ihrem Mund zu hören.
„Ich wollte es selbst machen, auch Lupin hatte sich angeboten."
Er hatte die Geschichte schon so oft erzählt.
„Aber der Trank musste sehr lange wirken und wir hatten die Sorge, dass es vielleicht nicht gelingen würden, wenn jemand wie Lupin oder ich ihn nehmen würden. Wir waren viel älter und unsere Knochen vielleicht nicht so geeignet für eine Transformation. Am Ende kam nur Neville in Frage."
Hermine hielt ihre Tränen niht mehr zurück.
„Armer Neville", schluchzte sie.
„Er war wirklich sehr mutig", gab Snape zu.
Aber noch war Hermine nicht zufrieden.
„Sicher hätte Voldemort in seine Gedanken eindringen können. Dann wäre alles herausgekommen."
„Nicht, wenn er während des Verhörs verrückt geworden wäre. Wenn sein Geist nicht mehr da war."
Hermine wurde schlecht.
„Sie haben ihn verhört und dabei …?"
„Der Dunkle Lord hat mich gebeten das Verhör vorzunehmen. Die einzige Bedingung war, dass der Gefangene am Leben bleiben wusste. Ich habe versucht ihm nicht zu sehr weh zu tun. Am Ende hat er wahrscheinlich nichts mehr gemerkt."
Obwohl der Raum warm war und sie sich in ihre Decke gekuschelt hatte, fing Hermine an zu zittern.
Was hatte Snape alles auf sich genommen ? Wie war es ihm möglich damit leben zu können ?
„Leg Dich hin und versuch zu Schlafen. Die nächsten Tage werden anstrengend genug werden. Lupin hat für morgen ein Meeting einberufen."
Er hatte garnicht gemerkt, dass er zum Du übergegangen war und Hermine war zu müde um etwas zu sagen.
Sie schloss die Augen, aber es dauerte eine Weile bis sie schließlich einschlief. Immer wieder schreckte sie hoch und dachte an Nevilles Opfer.
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Im nächsten Kapitel:
Gibt es ein Wiedersehen mit Harry und Ginny ?
Ich bin bis Donnerstag auf Dienstreise und kann deshalb nicht posten.
