Gefährlicher als der Biss einer Schlange

Ihre neue Unterkunft in New Hope war klein. Sie bestand aus drei Zimmern, einem Schlafraum und dem Bad. Früher gehörte sie Rufus Ainsworth, der wie Hermine erfahren musste, kurz nach seiner Festnahme hingerichtet worden war.

Fast entschuldigend hatte Remus ihnen erklärt, dass dies die einzige freie Wohnmöglichkeit war – jedenfalls im Moment.

„Das ist kein Problem", versicherte Snape, der trotz seiner Verletzungen darauf bestanden hatte bei Veera und Remus auszuziehen um deren Gastfreundschaft nicht unnötig auszudehnen.

Hermine hatte den Eindruck alles war ihm Recht um von den anderen wegzukommen und seine Ruhe zu haben.

Während Remus Snape die Hütte gezeigt hatte, bekam Hermine neue Roben von Veera geschenkt. Obwohl sie nicht so gut passten, wie die anderen, war sie froh die offizielle Ministeriumskleidung loszuwerden. Noch dazu wo diese anzeigten, dass Hermine schwanger war. Sie schämte sich nicht für ihren Zustand, aber es war zu früh irgendwelche Fragen ihrer Freunde zu beantworten.

Sie hatte inzwischen auch Sorge, dass die Schwangerschaft die Beziehung zwischen Snape und ihr in falsches Licht rücken würde.

Während Hermine das Haus ansah, unterhielten sich Remus und Snape im Wohnzimmer.

„Du hast ihr nichts von Harry erzählt", stellte Remus nüchtern fest.

„Ich dachte nicht, dass der Zeitpunkt nicht richtig war."

„Harry hat dir vertraut. Du solltest auf sie aufpassen und zu uns bringen."

„Das habe ich getan."

„Sie ist schwanger."

„Das geht Potter nichts an. Genauso wenig wie Dich, Lupin."

Remus hob abwehrend die Hände.

„Ich wollte dich nur warnen. Wenn Harry davon erfährt, wird er es vielleicht nicht so sehen."

„Er weiß also noch nichts davon?"

Remus schüttelte den Kopf.

„Ich habe ihm nichts gesagt."

Die beiden verstummten als die Haustür aufging und Hermine vor Überraschung aufschrie und dann von Charlie Weasley hochgehoben und durch die Luft geschwenkt wurde.

Von der Tür ertönte eine weibliche Stimme.

„Charlie, lass das Mädchen sofort runter."

Molly Weasley ging an ihrem Sohn vorbei und schloss Hermine in ihre Arme.

„Es ist so schön Dich endlich wiederzusehen. Wie geht es Dir?"

Mit tränenerstickter Stimme antwortete Hermine.

„Sehr gut."

Mehr Worte brachte sie nicht heraus.

Molly Weasley sah älter aus als Hermine sie in Erinnerung hatte. Die Haare waren grau geworden und das Leid hatte tiefe Furchen in ihrem Gesicht hinterlassen. Kein Wunder, wenn man in so kurzer Zeit seinen Ehemann und fünf Kinder verloren hatte.

Beim Frühstück hatte Remus ein wenig mehr über die letzten Jahre erzählt und Hermine hatte erfahren, dass bei dem Angriff nur Remus und Kingsley fliehen konnten. Alle anderen wurden wie sie gefangen genommen oder getötet.

Fleur wurde nicht in das Dienerinnen Programm aufgenommen, weil man sie für zu alt hielt. Stattdessen wurde sie in ein Bordell gesteckt und der Order hatte jede Spur verloren.

Molly tätschelte Hermine.

„Nicht weinen, meine Kleine. Es hilft ja nicht."

„Ich weiß. Es ist nur so überwältigend."

Hermine wischte sich die Tränen weg.

Wenn man sich Molly genau ansah, dann war der gezeigte Optimismus nur eine Maske. Auch ihre Stimme hatte sich verändert.

„Komm, wir gehen in die Küche. Habt Ihr schon etwas Ordentliches zu essen gehabt?"

Hermine nickte und sah Remus und Snape an.

Sie waren nur so wenige, der Orden existierte praktisch nicht mehr. Damit gab es wohl keine Chance mehr Voldemort zu stürzen.

„Wo sind Ginny und Harry?", fragte sie plötzlich.

„Sie sind mit Kingsley unterwegs, aber ich habe ihnen eine Nachricht geschickt. Sie sind bestimmt bald hier", erklärte Remus.

„Sie werden so froh sein Dich zu sehen."

Molly hatte sich inzwischen in der Küche umgesehen und begann Aufträge zu verteilen.

„Charlie, bring die Kartons hierher. Und Remus, hier ist Bettwäsche fürs Schlafzimmer. Und wie der Ausguss aussieht."

Sie schwenkte ihren Zauberstab und das Waschbecken füllte sich mit Wasser. Ein Besen begann den Fußboden zu fegen.

Währenddessen flogen die Teller durch den Raum und stapelten sich im Regal.

Um die Mittagszeit war alles hergerichtet und Snape hatte sich ins Schlafzimmer zurückgezogen. Er war müde und wollte allein sein.

Hermine blieb sich allein überlassen und dachte darüber nach wie alles gekommen war.

Plötzlich war sie nicht mehr gefangen und hatte so etwas wie eine Zukunft.

Die meisten Gedanken machte sie sich um Snape.

Hermine war nicht mehr verpflichtet ihm zu Diensten zu sein und es war die Frage wie sich das auf ihrer beider Beziehung auswirken würde.

Remus Reaktion hatte ihr bereits gezeigt was sie zu erwarten hatten.

Dabei war sie Snape sehr dankbar, aber würden ihre Freude das alles verstehen?

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Hermine schlief auf der kleinen Couch im Wohnzimmer ein und erwachte erst als Snape vor ihr stand und sie anstarrte.

„Wir müssen zum Treffen."

Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, bewusst dass ihnen die Blicke vieler Einwohner folgten.

Hermine sah sich um, konnte aber keine bekannten Gesichter erkennen.

Plötzlich richteten sich die Blicke in den Himmel und Hermine sah drei kleine Punkte, die immer größer wurden.

Schließlich erkannte sie drei Zauberer auf ihren Besen und ein kleiner Junge rief begeistert.

„Da kommt Harry."

Ohne darüber nachzudenken, lief Hermine los und noch bevor die drei richtig gelandet waren, hatte sie Ginny und Harry erreicht und in ihrer Freude zu Boden gerissen.

Da lagen sie nun auf der Erde und hielten sich eng umschlungen.

Es war Harry, dem die Situation etwas unangenehm war, denn die Menge hatte die kleine Gruppe eingekreist.

Er stand auf und half Ginny und Hermine beim Aufstehen.

Während Harry seine Tränen nicht verbergen konnte, strahlte Ginny übers ganze Gesicht.

Harry kam Hermine kaum verändert vor, seine schwarzen Haare standen ihn wie früher zu Berge.

Er hatte einen schwarzen Bartflaum und ernste Augen. Seine ganze Ausstrahlung zeigte sein gewachsenes Selbstbewusstsein. Er war nun jemand der schwere Entscheidungen traf.

Ginny war größer und dünner als früher, aber ihre Weasley-Wurzeln deutlich sichtbar.

Sie hatten sich soviel zu sagen, wussten aber nicht wo sie anfangen sollten.

Snape nahm ihnen die Entscheidung ab.

„Wir sollten uns in den Saal begeben."

Harry nickte und nahm seinen Besen über die Schulter. Er ging lächelnd an der versammelten Menge vorbei.

Inzwischen war Kingsley sicher gelandet und begrüßte Hermine etwas zurückhaltender.

„Es war hart für uns nicht zu wissen wie es Dir geht. Besonders für Harry."

Ginny nickte zustimmend.

„Wir mussten ihn fast festbinden. Am liebsten wäre er sofort zu Dir gekommen."

Snape war stehen geblieben und wartete auf Hermine.

„Die anderen sind schon da."

Der Versammlungsraum war hell erleuchtet und mit langen, einfachen Bänken ausgestattet. Allerdings fand das Treffen in einem kleineren Raum statt.

Snape betrat den Raum als letzter. Er schloss die Tür und legte einen Schweigezauber über das Zimmer.

In der Mitte stand ein runder Tisch, der von 8 Stühlen umgeben war. Remus, Molly, Charlie und Harry warteten schon.

„Harry hat Dir immer einen Platz freigehalten", erklärte Ginny und deutete auf den freien Platz neben ihr.

Auch Snape setzte sich.

Hermine war gerührt, aber schon nach ein paar Minuten fühlte sie sich unwohl. Sie hatte soviel verpasst und schien überhaupt nicht mehr dazu zu gehören.

Immer wieder musste sie die anderen unterbrechen und nach Erklärungen fragen.

Harry eröffnete die Sitzung mit der Mitteilung, dass er den sechsten Horokrux gefunden und zerstört hatte.

„Es bleibt nur noch Nagini übrig. Da Voldemort sie immer um sich hat, wird es schwer sein an sie heran zukommen. Charlie, was hast Du inzwischen erreicht?"

Erklärend wandte er sich Hermine zu.

„Er gibt Flugunterricht."

Molly nickte.

„Wir können es nicht riskieren zu apparieren. Hier nicht und auch nicht rund um das Dorf. Die Sicherheitsbestimmungen sind sehr streng und müssen eingehalten werden."

„Alles läuft gut, Mutter. Aber Hermine sollte wissen, dass es auch Thestrale gibt. Also keine Angst."

„Gibt es außer Hermine und der anderen Dienerin Neuzugänge?", fragte Kingsley dazwischen.

Lupin schüttelte den Kopf.

„Aber ich habe hier etwas."

Er holte den neusten „Tagespropheten" hervor und legte ihn auf den Tisch.

Hermine konnte nicht richtig sehen, weil ihr Snape die Sicht nahm. Als er sich umdrehte, gelang ihr wenigstens ein Blick auf die Schlagzeile:

Minister-Dienerin gekidnappt und ermordet

Sie sah Snape fragend an und schließlich gab er den Blick frei.

Auf der Titelseite gab es ein großes Foto von der Dienerin, die während des Prozesses neben Hermine gesessen hatte. Jetzt lag in ihrem eigenen Blut auf einer Straße.

Hinter ihr stand auf der Wand – Schlammblut-Hure – offensichtlich in Blut geschrieben.

Hermine atmete schwer und versuchte sich zu beruhigen. Sie wollte vor den anderen keine Schwäche zeigen.

Remus ergriff wieder das Wort.

„Wir sollten mit der Rettung weiterer Dienerinnen warten bis die Lage geklärt ist."

Die anderen nickten zustimmend.

Hermine sah Kingsley fragend an.

„Wir versuchen seit ein paar Jahren muggelgeborene Zauberer und Zauberinnen außer Landes zu schmuggeln. Ganz unauffällig natürlich. Und endlich im letzten Monat konnten wir eine Dienerin in Sicherheit bringen. Allerdings waren drei Entführungen gemeldet, nur eine davon ging auf unser Konto. Wir wissen nicht was Sache ist. Deshalb haben wir uns die Unterlagen des Centers besorgt und hoffen so mehr zu erfahren."

„Ihr denkt, dass jemand die Dienerinnen entführt und tötet?", fragte Hermine.

„Ja", antwortete Snape leise.

Alle Blicke richteten sich auf ihn.

„Snape, hast Du eine Idee wer dahinter steht?"

„Vielleicht. Kann ich mir Deinen Besen borgen?"

Hermine sah ihn überrascht an.

„Wohin wollen Sie?"

Genau wie die anderen wollte sie wissen welche Spur er verfolgte.

„Ich muss mit Lucius sprechen."

Das erschien Hermine zu gefährlich.

„Aber Sir. Denken Sie das ist nötig?"

„Miss Granger. Manche Dingen müssen gemacht werden."

Anscheinend schienen die anderen der selben Meinung zu sein.

„Veera ist zu Hause. Du kannst Dir den Besen holen."

„Nein", protestierte Hermine.

„Er kann nicht zurück. Malfoy hat die Todesser geschickt. Sie werden ihn umbringen."

Ihr plötzlicher Ausbruch erstaunte die Gruppe.

„Ich bin nicht in Gefahr", versuchte Snape Hermine zu beruhigen.

„Die Todesser haben Sie verfolgt. Nicht mich."

Hermine verstand die Logik dieser Aussage nicht wirklich.

„Und was ist mit Voldemort?"

„Er wird von meiner Rebellion gehört haben, aber ich kann Lucius ohne sein Wissen kontaktieren."

Das alles trug nicht dazu bei Hermine zu beruhigen. In ihren Augen war Lucius Malfoy ein Anhänger des Regimes, dem man nicht vertrauen konnte.

Vielleicht hatte er das Mädchen umgebracht um Snape eine Falle zu stellen ?

Lupin durchbrach ihren Gedankengang.

„Snape weiß was er tut. Wir brauchen diese Informationen."

Auch Ginny sprang ihm bei.

„Du bist hier sicher. Wenn Du magst, kannst Du bei Harry und mir bleiben."

Hermine verstummte. Der Widerstand brauchte die Information und nichts und niemand würde Snape davon abbringen seine Pflicht zu erfüllen.

Schweren Herzens stimmte Hermine dem Plan zu.

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Severus war ohne Probleme auf Malfoy-Territorium gelandet.

Obwohl er Hermines Ängste nicht teilte, war er unsicher was ihn erwartete.

Er lief durch die Gänge und betrat die Bibliothek. Leise schloss er die Tür hinter sich.

Der Anblick, der sich ihm bot, war ungewöhnlich.

Lucius sah zusammengesunken in seinem Sessel. Er starrte unbeweglich ins Feuer.

An Fenster stand Draco, sein Gesicht in den Händen verborgen.

„Willst Du Dich an meinem Unglück erfreuen?", fragte Lucius leise.

„Nein, ich wollte Dir mein Mitgefühl aussprechen und um Rat fragen."

Lucius blickt zu Draco.

„Hörst Du das ?"

Snape konnte noch nicht sagen was hier vorging, aber Draco hatte offensichtlich geweint. Sehr ungewöhnlich.

Für einen Moment schien es als wenn der junge Mann etwas sagen wollte, dann aber drehte er sich wieder um und schaute aus dem Fenster.

Severus unternahm einen neuen Anlauf.

„Ich weiß, die Situation ist unglücklich, aber ich brauche Deine Hilfe."

„Du weiß was ich fühle ? Du hast Deine Dienerin in Sicherheit bringen können. Sie lebt, nicht war?"

Lucius Anklage überraschte Snape.

„Du glaubst doch nicht, dass ich etwas mit ihren Tod zu tun habe?"

Lucius lachte auf.

„Du ? Mit Deinem diplomatischen Geschick und Deiner Vorsicht in allen Dingen? Oh nein, das ist das Werk einer anderen Schlange, nicht wahr Draco?"

„Draco?", fragte Snape überrascht.

Der junge Mann sah Snape traurig an.

„Ich wusste nicht was sie das tun würden", schrie er schließlich und sah dabei Lucius an.

„Wer war es?", fragte Severus.

Er ging auf Draco zu.

„Ich weiß es nicht."

„Sag mir was du weißt."

Draco versuchte den Blick seines früheren Lehrers zu entkommen, aber dieser griff seinem Arm und schüttelte ihn hart.

Draco sah seinen Vater an, der zustimmend nickte.

„Sie nennen sich „Ritter des Domitian" (Domitian war ein römischer Imperator) und sie glauben an die Reinheit des Blutes. Es gibt einen Anführer, den ich aber noch nicht getroffen habe."

„Und sie ermorden Dienerinnen als eine Art Statement?"

Draco wand sich und brauchte eine Weile bevor er seine Erklärung beendete.

„Um Mitglied zu werden muss man sein eigenes Heim säubern."

Lucius und Severus sahen sich an.

„Er merkt nicht einmal, dass sie ihn benutzt haben."

„Aber Macnair hat es auch getan", argumentierte Draco.

„Macnairs Dienerin wurde öffentlich angeklagt", wandte Severus ein.

„Ja, aber Macnair hat es so eingefädelt. Er hat ihr den Trank hingestellt und sie dann dabei erwischt als sie ihn eingenommen hat. Damit konnte er sie dem Ministerium übergeben und der Prozess begann."

Snape wusste wozu dieser Zauberer fähig war. Aber Macnair würde niemals die Initiative übernehmen.

„Wer ist noch dabei ? Ich bin sicher, dass Du es weißt, Draco."

„Umbridge."

„Sie scheint für den Anführer zu sprechen, wer auch immer das ist. Sie hat mich rekrutiert und sie hat das Mädchen in die Falle gelockt."

Plötzlich erinnerte sich Snape daran, was die Todesser in seinem Haus gesagt hatten.

Sie hatten Angst vor Umbridge, aber nicht weil sie im Ministerium arbeitete. Nun machte einiges mehr Sinn.

„Wen hast Du noch erkannt?"

„Niemanden."

Snape glaubte Draco.

Severus schwieg und dachte über die neuen Informationen nach. Er hatte gewusst, dass nicht alle mit den Entscheidungen des Dunklen Lords einverstanden waren, aber dieser Grad an Organisation überraschte ihn sehr.

„Denkst Du, dass der Dunkle Lord davon weiß", fragte Snape Lucius.

Der wehrte ab.

„Niemals. Er ist sicher seiner Macht sehr sicher. Die einzigen, die er fürchtet sind Harry-Potter-Anhänger. Dabei ist der schon so lange tot."

Lucius lachte auf.

„Ist das nicht verrückt?"

Für einen Moment dachte Snape, dass Lucius vielleicht etwas gehört hatte.

„Warum hast Du nicht eingegriffen, Lucius. Der Dunkle Lord wäre Dir sicher dankbar gewesen."

Sein Freund schüttelte den Kopf.

„Das war einmal. Er hat mir nicht mehr vertraut, allerdings hat er mir auch nichts getan. Nicht wie mein eigener Sohn."

„Ich wollte diese Hure aus meinem Haus haben."

Augenblicklich war Lucius auf den Beinen.

„Deinem Haus?""

Lucius drohende Haltung hatte den gewünschten Effekt.

Draco senkte en Kopf.

„Du wirst Deiner Mutter beim Packen helfen."

Als sein Sohn gegangen war, richtete Lucius seine Aufmerksamkeit auf Severus.

„Ich bringe meine Familie außer Landes."

„Auch die Kinder?"

„Welche Kinder?", fragte Lucius überrascht.

„Deine Kinder, die Kinder der Dienerinnen. Hast Du an sie gedacht? Anscheinend nicht. Dabei sind sie auch von Deinem Blut."

Typisch Lucius, dachte Severus.

„Ich glaube die Kinder sind sicher. Jedenfalls habe ich nichts anderes gehört."

„Warum haben die Todesser meine Dienerin festnehmen wollen?"

„Du bist so naiv. Ich habe Dir doch gesagt, dass der Name Aufmerksamkeit erregen wird. Aber Du wolltest ja nicht auf mich hören."

Er seufzte dramatisch.

„Severus, Du bist so blind, was das Mädchen anging."

Zuerst wollte Snape das leugnen, aber irgendwie hatte Lucius ja Recht. Er wartete darauf, dass sein alter Freund noch mehr sagte.

Aber dieser schien die Anwesenheit des anderen Zauberers vergessen zu haben.

„Ich bin verloren, meine Zeit ist bald abgelaufen."

Severus konnte dem nichts hinzufügen.

„Viel Glück."

Er ging zur Tür und drehte sich um.

Die beiden sahen sich ein letztes Mal an.

„Dir auch, mein Freund."

Als Severus den Flur entlang lief, zog ihn Draco zur Seite.

„Sie haben sie einfach aufgeschnitten und das Baby getötet. Es war schrecklich."

Er schwieg eine Weile.

„Vater wird sterben, nicht wahr?"

„Vielleicht Draco, aber vielleicht können wir das verhindern."

„Wie denn ? Der Dunkle Lord hat zu viele Anhänger."

In Gedanken entwickelte Severus einen Plan. Es war riskant, aber es war eine Möglichkeit.

„Willst Du mir helfen, Draco?"

„Ja, was soll ich tun?"

„Sammle so viele Informationen wie möglich. Alles ist wichtig."

„Wirst Du meine Familie retten, Severus?"

Snape wollte dem Jungen keine falschen Hoffnungen machen.

„Vielleicht. Ich werde es versuchen. Du hast drei Tage Zeit. Dann treffen wir uns."

Ohne abzuwarten verschwand Severus. Er hatte viel zu tun.

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Viele Dialoge, wenig Hermine und Severus. Ich hoffe, dass es trotzdem gut war. Vielleicht gibt es mehr davon im nächsten Kapitel.