Hallo, ich muss mich entschuldigen, aber ich musste erst einmal etwas Abstand zu der Geschichte gewinnen. Aber jetzt bin ich wieder dabei und werde schnell posten.

Viel Spaß beim Lesen


Die Wahrheit des Herzens

Das Angebot bei Ginny und Harry zu übernachten, schlug Hermine aus. Sie bemerkte natürlich, dass die beiden überrascht waren, aber sie wollte in der Hütte auf Snapes Rückkehr warten.

In der Zwischenzeit versuchte sie sich zu beschäftigen, gab aber irgendwann auf und legte sich auf die Couch im Wohnzimmer.

Dort schlief sie ein und verpasste so Snapes Rückkehr.

Dieser war nach seinem Besuch bei dem Malfoys noch einmal in sein Haus zurückgekehrt und hatte einige wichtige Dinge mitnehmen können.

Er betrachtete die schlafende Hexe und hoffte, dass sie sich über das Bild ihrer Tochter freuen würde.

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Was Snape von den Malfoys erfahren hatte, teilte er am nächsten Vormittag in einem eilig zusammengerufenen Meeting mit.

Alle waren begeistert von den News, dass nicht mehr alle Zauberer hinter Voldemort standen.

Aber dadurch wurde dessen Handlungsweise auch viel unberechenbarer für sie.

Es gab eine wilde Diskussion über das für und wider der nächsten Aktionen. Sollte man offen angreifen oder weiterhin im geheimem operieren ?

Am Ende einigte man sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner: sie würden auf das Warten was Draco beim Treffen mit Snape zu berichten hatte.

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Nachdem Snape in die Hütte zurückgekehrt war, begann er mit dem Brauen neuer Tränke. Hermine beschäftigte sich mit dem Mittagessen und wenn beide diese Normalität bemerkten, so sagten sie nichts.

Auch das Essen verlief sehr harmonisch, schließlich stand Hermine auf und begann abzuräumen.

„Miss Granger, wir sollten die Zeit sinnvoller nutzen."

Hermine lächelte ihn an.

„Es macht mir nichts aus. Ich stamme schließlich aus einem Muggel-Haushalt."

Er schüttelte den Kopf.

„Das meine ich in diesem Fall nicht. Wir haben etwas anderes zu tun. Kommen Sie."

Sie sah ihn neugierig an, warf sich ihren Umhang über und folgte ihm.

Die Stadt war größer als Hermine angenommen hatte. Sie liefen einige Minuten durch die Straßen und sie erfreute sich an dem Schnee, der gefallen war. Alles so so sauber und schön aus. Aber schließlich erreichten sie den Marktplatz und das dortige Treiben nahm die beiden sofort gefangen.

„Wie viele Menschen leben hier?", fragte sie ihren Begleiter.

„Ich glaube es sind 600. Kingsley führt genau Buch über die Neuzugänge."

„600", rief sie überrascht aus. Damit hatte sie nicht gerechnet.

Snape war nicht beeindruckt.

„Nur um die 250 können wirklich gegen den Dunklen Lord kämpfen. Die anderen sind zu jung oder zu alt. Außerdem leben hier auch ein paar Muggel."

Hermine blieb stehen.

„Muggel?"

Er nickte.

„Ja, sie sind Verwandte der anderen Einwohner. Manche konnten ihre Verwandten hier in Sicherheit bringen."

Hermine musste an ihre Eltern denken.

„Meine Eltern waren in Australien als das alles passierte", sagte sie traurig.

„Dort leben sie noch immer, Miss Granger."

Ihren fragenden Blick deutete er richtig und so fuhr er fort.

„Harry hat uns erzählt was Sie getan haben. Sehr clever. Kingsley sieht ab und zu nach ihnen. Wir haben Ihren Zauber nicht aufgehoben. Es schien uns besser."

Hermine strahlte ihn an. Sie wußte nicht was sie sonst tun sollte, aber wie es schien war diese Reaktion mehr als willkommen.

Am liebsten hätte sie sich untergehakt, aber das war wohl zu viel zu guten.

So fragte sie einfach was ihr im Moment ausserdem durch den Kopf ging.

„Wohin gehen wir?"

„Sie brauchen einen Zauberstab."

„Einen Zauberstab?"

„Das sagte ich, Miss Granger. In dieser Stadt ist es vorgeschrieben einen Zauberstab zu tragen. Und Sie wollen doch nicht gegen die Regeln verstoßen, oder?"

„Natürlich nicht, aber gibt es denn ein Geschäft für Zauberstäbe ?"

„Offensichtlich."

Snape war kurz angebunden, aber Hermine nahm ihm diesem Ton nicht übel. Es lag nicht an an ihr, sondern an der ganzen Situation, da war sie ganz sicher.

Nach ein paar Metern blieb Snape vor einem zweigeschossigen Haus stehen.

„Wir sind da."

Er hielt ihr die Tür auf und sie traten in einen staubigen Verkaufsraum, der nur spärlich beleuchtet war.

Sie sah viele Boxen in einem großen Regal und ihr Herz schlug schneller bei dem Gedanken, dass sie endlich wieder einen Zauberstab bekommen würde.

Ein sehr großer, schlanker Mann sah die beiden an und fragte höflich: „Was kann ich für Sie tun?"

„Miss Granger benötigt einen Zauberstab."

Der Verkäufer musterte Hermine.

„Ich nehme an, dass es nicht Ihr erster Zauberstab ist?"

Sie schüttelte den Kopf.

Der Zauberer drehte sich um und betrachtete die Boxen.

„Nun ja, Sie sind mutig. Das ist klar."

Er öffnete einige Boxen und stellte sie wieder zurück.

„Nein, nein. Das ist nicht das richtige."

Hermine wurde langsam unruhig und ihre Geduld lies nach. Am liebsten hätte sie einfach einen Zauberstab aus der am nächsten liegenden Box genommen. Aber sie bezähmte sich.

Endlich hielt der Mann einen goldenen Zauberstab in der Hand und gab ihn Hermine.

Sofort spürte sie die Magie, kleine Funken sprühten als sie ihn bewegte. Ohne nachzudenken schwang sie den Stab und sprach einen Schwebezauber aus.

Perfekt. Das war ihr neuer Zauberstab.

Auch der Verkäufer war zufrieden.

„Sehr gut, 12 ½ Inches lang und ein Kern aus Drachenherzfasern."

Der Stab war wirklich wunderschön. Das Gold schimmerte und er lag perfekt in ihren Händen. Sie würde ihn nie wieder hergeben. Erst in diesem Moment fiel ihr ein, dass sie kein Geld hatte.

Snape schien ihre Gedanken zu lesen. Er nahm den Zauberer zur Seite und nach einem kurzen Gespräch platzierte er ein paar kleine Flaschen auf dem Tisch.

Der große Mann lächelte und sie besiegelten das Geschäft mit einem Handschlag.

Hermine und Snape verabschiedeten sich und verliesen das Geschäft.

Kaum standen sie auf der Straße, da sprudelte es aus Hermine heraus.

„Ich werden den Zauberstab bezahlen. Sicher gibt es hier etwas für mich zu tun und dann bekommen Sie sofort das Geld."

Dabei lies sie ihren Zauberstab nicht aus dem Augen.

„Das ist nicht nötig. Geld spielt hier keine Rolle. Ivan hat Rückenschmerzen und meine Medizin wird ihm helfen."

„Ist er sehr krank?"

Snape schüttelte den Kopf.

„Nein, es liegt mehr an sehr Größe."

Hermine nickte.

„Er ist fast so groß wie Hagrid."

Sie sahen sich an. Beider vermissten ihren Freund.

Plötzlich umarmte Hermine Snape.

„Danke", flüsterte sie und gab ihm einen Kuss auf die Wange.

Sie fühlte wie er erstarrte und wusste einem Moment später woran es lag.

„Hermine."

Sie drehte sich um und sah Ginny auf sie zukommen.

„Hey, ich habe Dich gesucht. Hast Du Deinen Zauberstab bekommen ? Schön, dann kann ich Dich ja entführen. Wir haben soviel zu Erzählen."

Ginny nahm ihre Hand und wollte sie wegziehen. Aber Hermines Beine wollten nicht gehorchen. Sie blieb stehen und sah Snape fragend an.

Dieser erwiderte ihren Blick und antwortete auf ihre unausgesprochene Frage.

„Gehen Sie Miss Granger. Sie müssen üben."

Dann drehte er sich um und ging zurück.

Hermine war enttäuscht, aber Ginny würde sie wohl nicht entkommen.

„Ich bin am Abend zurück", rief sie ihn noch hinterher. Dann folgte sie Ginny in die entgegengesetzte Richtung.


tbc