Bevor Ihr das Kapitel lest, der Hinweis: ich habe keinen Beta-Leser. Wahrscheinlich sollte ich mich danach umsehen.

Und ich sollte vielleicht die Kapitel immer etwas länger liegen lassen, aber wenn ich alles 10 Mal durchgesehen habe, finde ich beim 11. Mal keinen Fehler mehr.

Ich bitte vielmals um Entschuldigung und nehme Hinweise auf Fehler gern entgegen.

Eine Erklärung zum Titel des Kapitels findet Ihr am Ende des Kapitels.

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Die Würfel sind gefallen

Hermine und Remus kamen außer Atem in der Stadt an.

„Die anderen sind sicher im Rathaus", erklärte Remus Hermine, die sich wunderte warum sie niemand in Empfang an.

Und tatsächlich hatte sich dort eine große Anzahl der Einwohner versammelt.

Als es etwas stiller geworden war, berichtete Remus von Snapes Botschaft.

„Wie ich es sehe, könnte es einen Staatsstreich gegen Voldemort geben. Wir müssen etwas tun."

Kingsley war aufgestanden und hatte ausgesprochen was alle dachten.

„Aber sind wir soweit?", warf Molly ein.

„Die Auroren sind bereit. Wir warten nur auf ein Zeichen von Harry."

Der sah den Werwolf an.

„Remus?"

„Wir sollten die Kinder in Sicherheit bringen."

Alle nickten zustimmend.

„Was ist mit dem letzten Horkrux?", fragte Ginny.

„Der Dunkle Lord hat Nagini immer in seiner Nähe. Wir können das für uns nutzen und beide auf einen Schlag erledigen.

Sie diskutierten nun alle auf einmal welche Strategie man anwenden sollte und kaum jemand achtete auf Hermine.

„Was ist mit Snape?", fragte sie endlich.

„Was soll mit ihn sein?", fragte Harry.

„Wir müssen ihn befreien."

„Hast Du nicht gehört, dass wir nur noch zwei Tage haben um uns auf den Kampf vorzubereiten. Wir können uns jetzt nicht um Snape kümmern", antwortete Harry als wäre es das normalste von der Welt.

„Remus, wir können ihn nicht einfach im Gefängnis lassen. Du kannst doch zu ihm?"

„Schon, aber es was wird man denken, wenn ich einfach im Ministerium auftauche. Ich habe keinen Grund dort zu sein."

„Aber...", versuchte Hermine einzuwenden.

„Es ist zu riskant, Hermine. Snape ist kein normaler Gefangener. Er wird mit Sicherheit sehr gut bewacht."

Hermine sah sich um. Sicher würden andere helfen ?

„Kingsley, Du könntest Auroren schicken?"

„Nein, Hermine. Es wäre zu gefährlich. All unsere Pläne würden gefährdet. Und außerdem könnte er schon tot sein."

Stille machte sich breit und Hermine wurde langsam klar, dass er nur aussprach was die anderen dachten.

Harry räusperte sich.

„Gibt es sonst noch etwas ? Wenn nicht, jeder weiß was zu tun ist. Und noch etwas - niemand wird die Stadt verlassen. Verstanden?"

Hermine konnte Harry verstehen, es ging um nichts anderes als den Sturz Voldemorts, aber sie nahm seine letzte Äußerung doch persönlich.

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Die nächsten zwei Tage war praktisch jeder auf den Füßen.

Die Familien kümmerten sich um die Kinder und Alten, man brachte Vorräte in die Höhlen, sorgte dafür, dass die Kranken gut versorgt werden konnten.

Hermine half Charlie und Molly mit den Kindern und versuchte so gut es ging nicht an Snape zu denken.

Sie dachte an die Worte, die Remus nach der Versammlung zu ihr gesagt.

„Ist Dir aufgefallen, dass sich Snapes Patronus geändert hat? Sehr merkwürdig. Wie sieht denn Deiner aus?"

„Früher war es ein Otter. Aber ich habe Probleme ihn erscheinen zu lassen."

„Üb weiter und denk daran, Snape nach seinem zu fragen. Wenn er wieder hier ist."

Im Moment war sie allein mit Veera und vielleicht wußte diese warum zwei Menschen der selben Patronus haben konnten.

„Veera, weißt Du warum eine Person den Patronus einer anderen bekommen kann ?"

Die Frau lächelte vorsichtig.

„Wenn man großes Leid erlitten hat oder wenn man jemanden besonders liebt."

Das war merkwürdig. Wenn Snape früher Harrys Mutter geliebt hatte, warum hatte er dann jetzt einen Silberfuchs als Patronus?

Bevor sich die beiden Frauen weiter unterhalten konnten, näherten sich Ginny, Molly und Harry.

„Wie weit seit Ihr?"

Veera deutete auf die Kinder.

„Wir sind fertig."

„Harry, ich will mitgehen."

Der Auror schüttelte entschieden den Kopf.

„Nein, wir haben jahrelang trainiert. Du bist noch nicht soweit."

„Bitte Harry, ich werde Euch nicht im Weg stehen. Bitte."

Sie blickte sich um und lief zu Remus.

„Nein, Hermine. Harry hat Recht, es ist zu gefährlich. Komm."

Er legte seinen Arm und sie und zog sie zur Seite.

„Du weißt worum mich Snape gebeten hat. Du darfst Deine Sicherheit nicht riskieren. Und denk an Eurer Kind."

Sie sah die Ernsthaftigkeit und seinen Augen und wußte, dass er seine Meinung nicht ändern würde.

„Ich werde ihn suchen. Ich verspreche es Dir."

Tränen schossen ihr in die Augen als Remus sie in den Arm nahm.

„Danke."

Dann ging sie zu Harry. Beim letzten Mal hatte sie sich ohne Abschied von ihren Freunden getrennt, dass würde ihr nicht noch einmal passieren.

Sie gab Harry die Hand.

„Viel Glück."

„Danke. Ich kann es brauchen."

Sie nickten sich zu.

„Dir auch, Ginny."

„Ich bleibe hier. Die Kinder."

Früher wäre Ginny Harry nicht von der Seite gewichen. Heute handelte sie verantwortungsvoll. Es war viel Zeit vergangen und sie alle waren erwachsen geworden.

Um sie herum verabschiedeten sich die Erwachsenen von ihren Lieben und sie konnte an nichts anderes denken als Snape.

Schließlich konnte man den Aufbruch nicht länger aufschieben und die rund 200 Hexen und Zauberer, die gegen das Böse kämpfen sollten, machten sich auf den Weg.

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15 Minuten – soviel Zeit würde sie Harry und den anderen geben.

Sie wartete genauso lange und folgten dann den Spuren der Kämpfer.
Remus hatte Recht, sie war nicht bereit für den Kampf. Aber sie konnte nicht herumsitzen und warten.

Sie sicherte ihre Zauberstab und schlich sich davon.

Nach ein paar hundert Metern sah sie sich nach den fliegenden Drachen um, die laut Harry hier sein sollten.

Plötzlich hörte sie ein Geräusch und drehte sich um.

Ginny.

„Was machst Du hier?"

„Ich folge Dir", grinste Ginny.

„Nein, geh zurück. Kümmere Dich um die Kinder."

Ginny setzte sich auf einen Stein und tat so als wenn sie alle Zeit der Welt hätten.

„Erstens, ich gehe mit Dir und zweitens die fliegenden Drachen sind nicht hier."

„Willst Du mir wirklich helfen?"

Ginny nickte.

„Danke. Ich fürchte ganz allein hätte ich das nicht geschafft."

„Nun, Du bist ja nicht allein. Zu dritt werden wir Snape sicher helfen können."

„Charlie."

Charlie Weasley stieg von seinem Besen.

„Molly hatte so eine Vorahnung. Also was ist Euer Plan?"

Die beiden Mädchen sahen sich an und fingen an zu lachen.

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Vor ihnen lag das Gebäude der Ministeriums.

Charlie flog langsam auf das Dach und landete sicher.

Ginny deutete auf eine kleine Tür und die drei wussten, das war ihr Weg ins Gebäude.

Und tatsächlich gelangten sie ohne Probleme in das große Haus. Nun blieb die Frage – wohin hatte man Snape gebracht.

„Vielleicht hilft uns das hier."

Ginny holte ein Stück Pergament aus ihrer Tasche.

„Snape hat das gezeichnet. Allerdings ist der Plan unvollständig."

Das war nicht zu leugnen, denn der Plan zeigte nur 3 Stockwerke an. Hermine runzelte ihre Stirn.

„Das ist nicht Snapes Schrift. Merkwürdig."

„Der Plan wurde geschmuggelt und seine Schrift gefälscht. Falls man den Kurier erwischt hätte, konnte niemand erkennen wer der Spion war", erklärte Charlie.

„Leider sehe ich unseren Standpunkt nicht."

Ginny rollte das Pergament zusammen.

„Wir sollten einen Lift suchen."

Vorsichtig bewegten sich die drei durch das Gebäude, aber bevor sie einen Fahrstuhl fanden, stießen sie auf drei Todesser, die leblos auf dem Boden lagen.

Wie es schien, hatte der Staatsstreich gegen Voldemort begonnen.

„Kommt weiter", flüsterte Charlie.

„Wir gehen in den Thronsaal. Ich fürchte, dass das unsere einzige Chance ist."

Weit und breit war keine Wache zu sehen und so gelangten sie ohne Probleme auf einen Balkon des Thronsaals, in dem sich eine bizarre Szene abspielte.

Voldemort saß auf seinem Thron und zwei Dutzend Soldaten standen zu seinem Schutz bereit.

Nagini schlängelte sich zu seinem Füßen entlang. Vor ihm kniete Lucius Malfoy.

Der sah noch blasser aus als sonst, versuchte aber sein Anliegen mit fester Stimme vorzutragen.

„Mit allem Respekt, My Lord. Aber wir sollten …."

„Schluss, Lucius. Ich habe gedacht mit Potters Tod gibt es keinen Widerstand mehr. Aber Severus und dieses Mädchen haben mir gezeigt, dass ich härter sein muss. Und Du Lucius, wie konntest Du dem Verräter trauen."

„Er hat uns alle getäuscht."

Bellatrix sprang auf.

„Mich hat er nicht täuschen können. Ich wusste schon immer, dass er ein Verräter war."

Voldemort lächelte sie an.

„Und Du hattest Recht, meine Liebe."

„Danke, Herr. Er war total überrascht als er mich bei den Crispuses gesehen hat. Am liebsten hätte ich ihn sofort getötet, aber er hielt ja dieses Kind auf dem Arm. Und ich wusste, dass Ihr ihn selbst bestrafen wolltet."

Bellatrix lächelte teuflisch.

Lucius widersprach ihr.

„Du hast nicht gewusst, dass Snape hier seien würde. Es war Zufall, dass Du Madam Crispus besucht hast."

Voldemort wehrte ab.

„Bellatrix hat richtig gehandelt. Madam Crispus ist dankbar, dass Du das Kind gerettet hast und die Soldaten haben Snape schließlich gefangen genommen."

Hermine konnte kaum atmen.

Snape war wollte ihre Tochter retten und er war dabei gefasst wurden.

„Snape ist nicht hier."

Ginny sprach nicht aus, was sie sonst noch dachte. Lebte Snape überhaupt noch?

„Snape und Lupin haben von den Kerker erzählt, in denen die Verhöre stattfinden. Vielleicht ist er dort?"

Nochmals nahm Ginny die Karte zur Hand. Vielleicht fanden sie diesmal

etwas ?

Und tatsächlich war ein Weg in das unterste Geschoß eingezeichnet. Von dort würde man dann weitersehen.

Gerade wollten sich die drei davonschleichen als das Chaos ausbrach. Neben Voldemorts Thron schlug eine Art Blitz ein.

Seine Gefolgschaft gruppierte sich um ihn und schickte Flüche in alle Richtungen.

Die Verwirrung erreichte ihren Höhepunkt als Nagini aus Versehen einen Soldaten tötete.

„Verdammt, wo sind Harry und die anderen?", rief Charlie den beiden Mädchen zu.

Er richtete seinen Zauberstab auf Nagini und ein roter Blitz traf Voldemorts Haustier.

Dieser schrie vor Zorn auf und entdeckte sofort die Quelle seines Angriffs.

„Hermine, bring Dich in Sicherheit.", schrie Ginny als sie ihren Angriff begann.

In diesem Moment landeten Harry und die Kämpfer im Thronsaal. Hermine erkannte sie an den lila-farbenden Umhängen und sie wusste, dass sie sich ohne schlechtes Gewissen entfernen konnte.

Allerdings rannte sie genau in eine Gruppe von schwarzgekleideten Zauberern. Zu ihrem Glück schienen die von der ganzen Situation überrascht zu sein und griffen sie nicht an. Diesen kleinen Moment nutzte Hermine um ihre Flucht fortzusetzen.

Plötzlich stand Remus vor ihr.

„Was machst Du hier? Du solltest doch in Sicherheit sein."

„Ich musste kommen und Snape finden", schrie sie ihn an.

„Vielleicht ist er schon tot."

Remus griff ihre Hand und zog sie mit sich in die andere Richtung.

„Bitte, Du musst weg."

„Was denkst Du was ich hier tue", erwiderte Hermine.

Noch immer war sie den Kerkern nicht näher gekommen.

„Passt auf. Die Kamine sind geschlossen und Du kannst nicht apparieren. Wie auch immer Du er anstellst, Du musst das Gebäude auf anderem Weg verlassen. Verstanden ?"

Sie nickte.

„Dann geh."

Er schubste Hermine in den Korridor und stürzte sich selbst wieder in das Kampfgewimmel.

Hermine versuchte sich an den Weg zum Fahrstuhl zu erinnern. Wenn sie ihn finden würde, dann konnte sie sofort in den Keller fahren. Dort war Snape – tot oder lebendig. Und wenn er nicht mehr lebte, dann weil er versucht hatte, ihre Tochter zu retten.

Auf dem Weg kam sie an der Mauer der Verräter vorbei. Hier hatte auch Ron den Tod gefunden. Nur nicht daran denken. Sie schloss die Augen, atmete tief durch. Er war tot, sie konnte das nicht mehr ändern.

Als sie die Augen wieder öffnete, sah sie zwei Dementoren. Sie sank zu Boden. Vielleicht war es einfach aufzugeben, dachte sie einen Moment lag.

Nein, nicht noch einmal.

Es musste doch einen glücklichen Moment in ihrem Leben.

Ihre Tochter.

Die Menschen in der Stadt New Hope.

Snape.

In ihrer Phantasie hatte er seinen Arm um ihre Schultern gelegt und sie hielt ihre kleine Tochter an der Hand.

„Danke", flüsterte sie und der Phantasie-Snape lächelte ihr zu.

Sie hob ihren Zauberstab und richtete ihn auf die Dementoren.

"ExpectoPatronum!"

Ein silberner Strahl entwich ihrem Zauberstab und eine ihr unbekannte Form wurde sichtbar.

Es war ein kleiner Silberfox, der sofort in die Richtung der Dementoren lief und sie zerstörte.

Große Liebe oder großes Leid, dachte sie und kroch schnell in den Lift.

Wenn Hermine dachte, dass die größte Gefahr vorbei war, dann hatte sie nicht mit Dolores Umbridge gerechnet, die genau in diesem Moment auftauchte.

Sie sah Hermine sofort und es es war als wenn sie beide wieder auf Hogwarts waren.

„Man rennt nicht durch die Gänge", rief sie Hermine zu, bevor sie ihren Zauberstab zückte. Zum Glück war Hermine schneller und blockte den Fluch ab.

Allerdings wollte sie Umbridge keine weitere Chance geben und so begann sie ihren Rückzug.

„Du undankbares Schlammblut", schrie ihr die noch immer in rosa gekleidete Frau hinterher.

Nach einigen Metern musste Hermine einsehen, dass ihre Flucht aussichtslos war. Aber vielleicht könnte sie sich wenigstens verstecken bis Hilfe kam.

Sie öffnete eine Tür und rannte in den Raum. Sekunden bevor Umbridge sie erreicht hatte, konnte sie die Tür schließen.

Von außen hörte sie die böse Hexe gegen die Tür hämmern und sie wußte in ein paar Sekunden würde alles vorbei sein.

Und tatsächlich flog die Tür auf und Hermine sah dem Bösen in die Augen.

Sie holte tief Luft, vielleicht konnte sie Umbridge mitnehmen.

„Minister Malfoy."

Tatsächlich - da stand Lucius Malfoy, seine Frisur zerstört, seine Kleider zerrissen.

„Ich wollte die Verräterin gerade verhaften."

Lucius lächelte sie kalt an.

„Tatsächlich. Das möchte ich auch, aber ich sehe das ganze in einem großen Zusammenhang."

Und statt auf Hermine richtete er seinen Zauberstab auf Dolores Umbridge. Ihr Zauberstab flog davon, aber nicht weit genug wie es Hermine schien.

„Minister Malfoy, ich verstehe nicht", warf Umbridge ein.

„Nein, dann möchte ich Ihr Erinnerungsvermögen auffrischen; Draco, meine Dienerin, mein ungeborenes Kind. Was fällt Ihnen dazu ein?"

Hermine versuchte die Situation einzuschätzen. Malfoy stand zwischen ihr und dem Fluchtweg. Aber sie war sich nicht sicher, ob sie schnell genug sein würde.

Er war wohl das beste abzuwarten.

„Aber Lucius. Ich habe es für uns getan. Wir Reinblüter müssen doch zusammenhalten. Nicht war."

Sie machte ein kleine Bewegung und wollte nach dem Zauberstab greifen als Hermine „Accio Zauberstab" rief.

Auch Lucius reagierte. Auf Dolores Umbridge rosa Strickjacke machte sich ein roter Fleck breit.

Zuerst dachte Hermine, dass nicht weiter passiert war, aber dann sah sie den Schmerz auf dem Gesicht der Hexe.

Sie fasste sich an die Brust und wollte etwas sagen, aber nur Rauch kam auf ihrem Mund und dann auch aus ihren Ohren. Vor den Augen des Ministers begann sie innerlich zu verbrennen bis schließlich nur ein kleiner Haufen Asche von ihr übrig blieb.

Hermines Herz schlug ihr bis zum Hals, alle Kampfgeräusche traten in den Hintergrund. Sie sah nur noch Lucius Malfoy, der bewegungslos vor ihr stand.

Dann lies er seinen Zauberstab zu Boden fallen.

„Es ist vorbei."

Hermine stand auf und nahm die beiden Zauberstäbe an sich.

Man wusste ja nie.

„Was ist vorbei?"

Malfoy schob seinen Ärmel hoch. Das Dunkle Mal verschwand vor Hermines Augen.

„Der Dunkle Lord ist tot."

„Und die Reinblüter?"

„Sie hatten keine Chance gegen Potters Armee und Voldemorts Soldaten haben sich ergeben."

Malfoy zeigte keine Emotionen. Es war als wenn sein Leben vorbei war, dachte Hermine und empfand fast Mitleid mit dem Todesser.

„Was ist mit Snape? Ist er tot?"

Malfoy war plötzlich unsicher.

„Voldemort wollte ihn lebend und ein Exempel statuieren. Wenn er noch lebt, dann finden Sie ihn in den Kerkern. Das unterste Level, linke Seite, letzte Zelle."

Er hatte kaum zu Ende gesprochen, da lief Hermine durch die Gänge, die Treppen hinunter.

Je näher sie der Zelle war desto lauter ängstlicher wurde sie. Sie öffnete die Tür der Zelle und da lag er.

Man hatte Snape nicht einfach nur verhört, nein er war gefoltert worden.

Sie kniete sich neben ihn nieder.

Er war Blut überströmt, seine Augen geschlossen. Sie strich ihm immer wieder über den Kopf und schließlich öffnete er die Augen.

„Beweg Dich nicht, bitte."

„Ich habe versucht...", seine Stimme brach.

„Ich weiß. Du hast versucht meine Tochter zu retten. Sie lebt."

„Und die anderen?"

„Wir haben gewonnen. Deine Nachricht hat uns rechtzeitig erreicht."

„Ist er tot?"

„Ja, Voldemort ist tot."

Sie hatte gedacht, dass Snape erleichtert sein würde. Aber sein Griff verstärkte sich.

Sie beugte sich ganz nach ihn heran. Seine Stimme wurde immer leiser.

„Hermine – vergiss es nie. Hoffnung."

Wie konnte sie den kleinen Zettel vergessen, der sie über so viele Jahre begleitet und manchmal gerettet hatte. Aber warum fing Snape in diesem Moment davon an ? Was hatte er mit dem Zettel zu tun ?

Sie versuchte sich zu erinnern. Das sogenannte Erbe hatte sie per Eule bekommen. Sie war damals bei ihren Eltern gewesen und sie konnte sich daran erinnern ihn im Zug ins Umerziehungslager gehabt zu haben. Aber wieso hatte man ihn nicht bei ihr gefunden ? Es gab doch so viele Durchsuchungen.

Irgendetwas in ihren Erinnerungen stimmte nicht.

„Der Zettel kommt von Dir und auch die Erinnerung?"

Er nickte.

„Wann?"

„Auf dem Bahnhof."

Hermine verstand. Er hatte es versucht, aber es war schon zu spät gewesen. Man hatte sie markiert und als Potters Freundin war es nicht möglich, sie verschwinden zu lassen.

Er hatte es versucht und ihr etwas gegeben – Hoffnung.

Snape schloss seine Augen und Hermine dachte, dass er wieder bewusstlos geworden war. Sie wollte Hilfe holen, aber er lies sie nicht los.

„Bitte bleib. Bleib bei mir, nur eine Weile."

Sie konnte ihn diesen Wunsch nicht abschlagen also blieb sie sitzen und hoffte, dass Remus und die anderen sie bald finden würde.

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aleaiactaest ist ein lateinischer Ausdruck des Glücksspiels und bedeutet wörtlich übersetzt: „Der Würfel ist geworfen (worden)". Es entspricht dem „Nichts geht mehr" (Rien ne va plus) im Roulette und bedeutet, dass ein gemachter Einsatz nun nicht mehr zurückgenommen werden kann und alles weitere vom Ausgang des Spiels abhängt.

Die traditionelle deutsche Übersetzung lautet jedoch: „Der Würfel ist gefallen!" oder „Die Würfel sind gefallen!", wodurch dem sprichwörtlich gebrauchten Ausspruch eine andere Bedeutung beigelegt wird.