Annuket: Als erstes möchte ich mich wie immer für die Reviews bedanken und antworten.
An Claudia: Juchu, du bist wieder da. Die Zugfahrt dauert jetzt nicht mehr lange und sie werden noch in diesem Kapitel in ein Haus eingeteilt. ... ich hoffe, mich bringt niemand um 'Sorgen mach' Ich hoffe, du wirst dich auch in Zukunft auf den Mittwoch wegen updates freuen.
An Heavenfly: Magician sagt, dass sie auch gerne die Blicke der anderen gesehen hätte, aber die sind in meinem Kopf und ihr bekommt sie nicht (kann nicht zeichnen 'schmoll'). Das mit dem Park wurde in dem Prequel von 'Schattenmagier 1' kurz angesprochen und wird (hoffentlich irgendwann) der "Endkampf" bei 'Meister der Schatten'. Davon habe ich jetzt übrigens das zweite (und sehr Yami-zentrierte) Kapitel fertig. Aber wer weiß, wann ich das update...
Magician: Ganz genau. Schließlich muss ich das erst noch korrigieren (und bis jetzt hab ich's ja noch nicht mal zu Gesicht bekommen).
Annuket: Ja, aber du kannst es gleich lesen, wenn wir das hier hochgeladen haben. Wie auch immer... Was Band 5 von HP betrifft, so kenne ich eigentlich niemand (mich eingeschlossen), der diesen Band wirklich toll fand. Nur wenige Stellen sind meiner Meinung nach wirklich gut (hauptsächlich die mit den Weasley-Zwillingen). Aber damit du nicht das ganze Buch noch einmal lesen musst, schreibe ich gewöhnlich die Seitenangaben hin (das ist sowieso die Art, wie Historiker arbeiten: alles muss nachgewiesen sein).
Magician: Oh ja, ich erinnere mich da an eine Hausarbeit...
Annuket 'pfeif': Ich weiß nicht, was du meinst. Aber wir sollten jetzt unbedingt anfangen, oder? Daher mache ich jetzt noch schnell den Disclaimer, damit es losgehen kann. Also mir gehört--
Sugoroku 'stürzt in den Raum': Hallo, habt ihr Yugi gesehen? Er hat Miuts Lieblingsspielzeug vergessen.
Annuket: Er ist schon im Zug, wo sonst? Aber ich bin hier beschäftigt...
Sugoroku: Schon wieder der Disclaimer? Du hast dich doch da immer so albern. 'wendet sich an Leser' Also, Annuket gehört weder Yugioh noch Harry Potter. 'wendet sich der verdutzten Annuket zu' Wenn ihr mich jetzt entschuldigt, ich schmuggel das Spielzeug in den Gepäckwagen. 'verkleidet sich als Ninja und rennt weg'
Annuket 'mit offenem Mund': Ok... Auch wenn ich kein Problem damit mehr habe, kann ich mir den Disclaimer jetzt sparen. Viel Spaß mit dem Kapitel. 'versteckt sich unter dem Bett aus Angst vor Flames wegen der Hauseinteilung'

((...)) Anmerkungen der Autorin, also von mir
Gedankenverbindung/.../ Yami; /.../Yugi; /.../ Kaiba
„..." Gespräch
‚...' Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch wörtliche Rede wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges Tier des Re); :...: Miut (Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet); :...: Scha (Kaibas Hund, heiliges Tier des Seth); :…/ Chetmety (Baku-Ras Schlange, heiliges Tier des Apopis); /…: Trevor (Nevilles Kröte, heiliges Tier von Huh und Hauhet)

Kapitel 2: Ankunft in Hogwarts

Nachdem sie sich von Neville und den anderen verabschiedet hatten, gingen die drei Schattenmagier die Gänge des Zuges wieder zurück in Richtung Zuganfang. Nach drei Waggons trafen sie auf Malfoy, der von Crabbe und Goyle flankiert wurde.

„In den Gängen wird nicht gerannt, Erstklässler", sagte der Blonde gerade zu einem kleinen Jungen, der verängstigt zu dem Vertrauensschüler aufblickte. „Wenn ich dich noch mal erwische, gibt's eine Strafarbeit." Der Junge nickte heftig und starrte den älteren unsicher an. „Und jetzt steh uns nicht im Weg rum", fuhr Malfoy ihn an. Der Schulanfänger schnappte hörbar nach Luft, ehe er zur Seite sprang, um die drei durchzulassen.

Malfoy stolzierte mit seinen beiden Freunden an dem verängstigten Jungen vorbei, der, als sie weitergegangen waren, hastig das nächste Abteil betrat. Der blonde Zauberer aber bemerkte nun Yugi und seine Freunde und lächelte sie an. „Hallo", sagte er. „Ist bei euch alles klar?"

Yami nickte. „Ja, wir wollten uns die verbleibende Fahrtzeit über noch ein bisschen in unserem Abteil ausruhen."

„Tut das. Und wenn euch einer dumm kommt, dann sagt mir Bescheid. Ich kümmere mich dann darum", erwiderte Malfoy. „Wir können sicher heute Abend weiterreden. Ich bin überzeugt, ihr landet im richtigen Haus."

„Mal sehen", entgegnete Kaiba.

„Das wird schon. Ich muss jetzt auf jeden Fall meine Runde beenden", sagte der Blonde. „Bis später."

„Ja, bis später", antwortete Yugi und ging mit Yami und Kaiba an den drei Slytherinschülern vorbei zum Anfang des Zuges, wo sie sich auf ihre Plätze setzten. Da sie sich vergewissern wollten, dass mit Mystagogus und seinen Urenkeln alles in Ordnung war, nahm Yami einen Zettel und einen Stift aus seiner Tasche und schrieb eine kurze Nachricht in Hieroglyphen, dass sie den Bankdirektor sprechen wollten, sobald er Zeit hätte. Dann schickte er sie mit Hilfe seiner Schattenmagie in das Büro des Bankdirektors. Nur wenige Minuten später erschien der Gründer Gringotts' und fragte, wie er helfen könne((1)). Bei seinem kurzen Besuch bestätigte das alte Duelmonster den drei Schattenmagiern, dass, auch wenn Fudge ständig versuchte, Termine bei ihm zu bekommen, der Zeitungsartikel maßlos übertrieben war. Der Bankdirektor berichtete zwar, dass das Oberhaupt der britischen Zauberergemeinde ein paar Mal etwas ausfallend seinen Nachfahren gegenüber gewesen sei, da sie ihn nicht zu ihm lassen wollten, aber seiner Meinung nach stellte der Minister keine Gefahr dar.

Nachdem Mystagogus die beruhigten Schattenmagier verlassen hatte, verbrachten diese die restliche Fahrt über friedlich in ihrem Abteil. Sie übten noch ein bisschen das Zaubern und spielten miteinander und ihren Tieren. Besonders Benu war wieder sehr ausgelassen und hüpfte von einem zum anderen.

Als es draußen dunkel wurde, und die Lampen im Zug angingen, öffnete sich die Tür. Larian trat strahlend in das Abteil. „Hallo. Wir werden bald ankommen, und daher solltet ihr schon mal eure Umhänge anziehen. Wenn der Zug hält, stellt euer Gepäck und die Käfige mit euren Tieren einfach zu dem anderen Gepäck usw. auf den Bahnsteig((2)). Es wird für euch nach oben zum Schloss gebracht und dann in das Haus, in dass ihr jeweils eingeteilt werdet. Übrigens fahrt ihr mit den Erstklässlern zum Schloss. Und unter uns: Das lohnt sich auch, weil das ein ziemlich schöner Anblick ist, besonders da es heute nicht regnet oder so. Geht einfach zu der Frau, die nach den Erstklässlern ruft. Ihr Name ist Professor Raue-Pritsche."

„Ok", erwiderte Yami für sich und seine Geliebten. Larian wandte sich zum Gehen, aber Yami hielt ihn auf. „Ach, ich habe noch eine Frage", der Schulsprecher wandte sich ihnen wieder zu. „Weißt du, wann wir die Ergebnisse unseres Einstufungstestes erfahren werden?"

„So weit ich weiß, oben im Schloss kurz vor der Hauseinteilung. Habt ihr noch irgendwelche Fragen? Sonst muss ich euch nämlich verlassen. Die Ankunft ist immer etwas chaotisch wegen der Erstklässler, die oft noch nicht wissen, was sie tun sollen. Ich muss den Vertrauensschülern helfen, für Ordnung zu sorgen, damit alles geregelt abläuft und nicht ein paar der Knirpse verloren gehen."

„Nein, danke. Das war alles, was wir wissen wollten. Raue-Pritsche-sensei war es, nicht wahr?" fragte Yugi noch mal.

„Genau", erwiderte Larian. In der Tür drehte er sich noch einmal um und sagte: „Also dann, viel Spaß bei der Fahrt über den See. Es ist heute zwar bewölkt, aber der Blick wird trotzdem sehr schön sein. Bis später."

„Ja, bis später", erwiderte Yugi. Nachdem Larian die Tür hinter sich geschlossen hatte und gegangen war, zogen die drei sich um. Benu und Miut gingen in ihre Käfige, während Scha sich seine Leine erneut umbinden ließ.

Etwa fünf Minuten, bevor der Zug hielt, spürten die Schattenmagier bereits die ersten Schutzschilde von Hogwarts. Doch diese Schutzzauber schienen nicht gegen sie zu arbeiten, und so mussten sie zum Glück keine Zauber zur Anpassung an ihre Umgebung ausführen … bzw. um die Umgebung an sie anzupassen. Eigentlich fühlte es sich auch eher so an, als würden die Schilde sie willkommenheißen. Nachdem der Zug gehalten hatte, stiegen sie aus. Die Spätsommernacht war schon etwas kühl, roch aber gut nach Wald und kürzlich gefallenem Regen. Sie stellten, wie angewiesen, ihr Gepäck an den ansehnlichen Stapel der Sachen der anderen Schüler und ließen ihre Tiere nach einem kurzen Abschied bei den anderen.

Vom anderen Ende des Bahnsteigs hörten sie schon eine Frauenstimme nach den Erstklässlern rufen. Sie folgten der Stimme in Richtung ihres Ursprungs. Als sie dabei an dem Bahnhofsportal vorbei kamen, konnten sie sehen, was auf der Straße vor demselben vor sich ging. Sie sahen Neville und die anderen, die mit ihm im Abteil gesessen hatten, gerade in eine der Kutschen steigen, die von drachenartigen Pferden gezogen wurden. Das Wesen vor Nevilles Kutsche folgte ihren Schritten mit seinen weißen pupillenlosen Augen, so weit es ihm möglich war. Auch die drei Schattenmagier erwiderten den Blick, so lange es ging. Im Gehen schauten sie das Tier wie hypnotisiert an.

Doch schon bald holte sie die Stimme von Professor Raue-Pritsche in die Realität zurück. Einen Moment später rief sie erneut, und dieses Mal stand sie sogar fast direkt neben ihnen. „Sind alle Erstklässler da? Und Sie sind die Austauschschüler? Gut. Bitte stellt euch alle in einer Reihe auf und dann folgt mir. Dass mir ja keiner verloren geht", sagte sie und wandte sich dann an die drei älteren Schüler: „Macht es Ihnen etwas aus, als letzte zu gehen und aufzupassen, dass keiner von den Jüngeren verloren geht, Mr. Muto und Muto und Mr. Kaiba? Danke."

Gehorsam stellten sich die drei Schattenmagier an das Ende der Reihe und der Schülerzug folgte der grauhaarigen Lehrerin einen sehr steilen Pfad hinunter. Durch den Regen, der scheinbar wirklich erst vor kurzem aufgehört hatte, war der Weg recht rutschig. Durch die dicht an den Pfad gewachsenen Nadelbäume, Büsche und anderen Pflanzen, auf deren Blättern noch letzte Reste der Regentropfen waren, wurde die Kleidung der Schülerschar und ihrer Führerin an einigen Stellen etwas nass.

Das Waldstück, durch das sie gingen, war sehr dunkel. Die einzige Lichtquelle war die riesige Lampe, die Raue-Pritsche trug. Nachdem sie sahen, dass einige der Schüler wegen der Dunkelheit fast gefallen wären, entschlossen sich Yami, Yugi und Kaiba zu helfen. Yugi beschwor eine sehr kleine ‚Kugel des mystischen Scheins'((3)) die ihre Umgebung schwach erleuchtete, und Yami ließ sie sich mit ‚Vervielfachen'((4)) vermehren. Sofort wurden die Schüler von den kleinen schwebenden Kugeln begleitet, die wie Glühwürmchen aussahen, nur dass sie zwei- bis dreimal so groß waren.

Raue-Pritsche schaute einen Moment genau wie die Schüler verwundert die um sie alle herumtanzenden Kugeln an, ging dann aber unbeirrt weiter. Einige der Schüler stolperten noch ab und zu, was aber nun daran lag, dass sie die Kugeln beobachteten, statt auf den Weg zu achten.

Schließlich machte der Weg noch eine letzte Biegung und die neuen Schüler konnten zum ersten Mal das Hogwartsschloss sehen. Vor ihnen erstreckte sich ein pechschwarzer See. Auf der anderen Seite konnten sie auf einer Bergspitze besagtes Schloss sehen, dessen hellerleuchtete Fenster in der dunklen mondlosen Nacht besonders zur Geltung kamen.((5)) Durch die Beleuchtung des riesigen Schlosses konnte man nicht nur gut die Zinnen und Türme desselben erkennen, sondern sie ließ auch ein bezauberndes Gesamtbild entstehen, da die Lichter sich im See spiegelten.

Professor Raue-Pritsche führte die neuen Schüler zum See, wo Boote lagen. „Zwei Erstklässler können mit mir fahren, die drei Austauschschüler können sich ein Boot teilen, und die restlichen Schüler verteilen sich bitte auf die übrigen Boote. Nicht mehr als vier pro Boot."

Nachdem alle in den Booten waren, legten sie ab und fuhren über den spiegelglatten See. Die Kugeln des mystischen Scheins verschwanden wieder, während die kleine Flotte aus Booten, die sich zumindest in den Augen der Erstklässler selbstständig bewegten, auf das Schloss zuhielt. Alle Augen waren auf das Schloss gerichtet.

„Gleich müsst ihr mal kurz die Köpfe runternehmen", ließ sich Professor Raue-Pritsches Stimme vom ersten Boot vernehmen. Die Schüler schauten sie an und nur Sekunden später verschwand sie mit ihrem Boot unterhalb des Hogwartsfelsen hinter einem Efeu-Vorhang. Die anderen Boote folgten. Nachdem sie durch einen langen Tunnel gefahren waren, erreichten sie einen unterirdischen Hafen.

Sie stiegen aus den Booten aus und folgten der Lehrerin, die sie einen Felsgang nach oben führte. Dieser Gang endete auf einer großen Wiese vor dem Schloss. Zielstrebig steuerte Professor Raue-Pritsche auf eine lange Steintreppe zu, die sie gefolgt von den Schülern erklomm. Als sie oben vor einem großen Eichentor standen, musste die Lehrerin erst einmal kurz verschnaufen. Dann klopfte sie dreimal an die Schlosstür, die sich sofort öffnete.

„Hier sind die Erstklässler und Austauschschüler, Minerva", sagte Professor Raue-Pritsche zu der schwarzhaarigen Hexe in dunkelgrünen Umhang, die die Tür geöffnet hatte.

„Danke, Wilhelmina((6))", erwiderte diese. „Ich übernehme ab hier. Geh doch schon mal in die große Halle."

Die neuen Schüler betraten die riesige Eingangshalle und wurden an einem Gang vorbei geführt. Aus einer Halle am Ende des kurzen Ganges erklangen hunderte von Stimmen, die, wie die drei Schattenmagier annahmen, von den anderen Schülern herrühren mussten. Die neuen Schüler folgten aufgeregt der Lehrerin, die sie in eine kleine Kammer neben der Halle führte. Nachdem sie alle in dem Raum waren, schloss die Professorin die Tür und drehte sich um.

„Willkommen. Ich bin die erste, die euch in Hogwarts begrüßen darf", begann sie. „Ich bin Professor McGonagall und die Stellvertretende Schulleiterin. Bevor wir in die große Halle gehen, möchte ich euch kurz von den vier Häusern erzählen. Ihr werdet vor dem Bankett heute Abend auf eure Häuser verteilt…" Sie erzählte ihnen von den Hausregeln und vom Hauspokal usw.((7)) Dann trat sie zu Yami, Yugi und Kaiba. „Und was nun Sie drei und Ihre Prüfung betrifft, so kann ich Ihnen nur gratulieren und meine Bewunderung aussprechen. Sie haben O's in allen Fächern bis zur vierten Klasse."

„Was sind O's?" fragte Kaiba verwirrt. „Ich habe gehört, dass die beste Note beim Buchstabensystem A und die schlechteste E oder sogar F ist. Aber O ist ja noch viel weiter hinten im Alphabet."

„Das mag schon sein, aber bei der Zensureneinteilung an dieser Schule –und den meisten anderen Zaubereischulen– ist die Benotung anders. ‚O' steht für ‚Ohnegleichen' und ist die beste Note. Dann kommt E, ‚Erwartungen übertroffen', A ‚Annehmbar', M ‚Mies' und S ‚Schrecklich. Theoretisch gibt es dann noch T ‚Troll', aber das bekommt man höchstens, wenn man nicht zur Prüfung erscheint. Aber das nur so am Rande. Da Sie, wie gesagt, nur O's haben, steht Ihrer Teilname am Unterricht der Klasse 5 nichts im Weg."

„Vielen Dank", sagte Yugi für sich und seine Geliebten.

„So", sagte sie dann lauter, um die Aufmerksamkeit der Erstklässler wiederzuerlangen, von denen einige angefangen hatten, sich aufgeregt miteinander zu unterhalten. „Nun wollen wir ihre zukünftigen Hausgenossen aber nicht weiter warten lassen und in die große Halle gehen. Folgen sie mir einer nach dem anderen."

Sie nahm einen Hocker, auf dem ein alter, verschlissener Zauberhut lag und verließ den Raum, die Erstklässler folgten im Gänsemarsch. Yugi, Yami und Kaiba gingen wieder zum Schluss.

Die großen Flügeltüren öffneten sich, und die neuen Schüler betraten zum ersten Mal die Halle, in der sie zukünftig mit ihren Hausgenossen essen würden. Über ihnen, unter der verzauberten Decke, schwebten tausende von dünnen Kerzen, die nicht zu verbrennen schienen. An den vier Haustischen saßen die Zweit- bis Siebentklässler und beobachteten gespannt die neuen Schüler.

/Draco ist am Slytherin-Tisch ganz außen links./

/Ja, und Neville ist mit zwei seiner Freunde aus dem Zug ganz außen rechts./ Yugi musterte den Raum weiter. /Ich mag es nicht, wie viele der Schüler, hauptsächlich der Mädchen, euch anschauen. Dort hinten ist die Tussi, die im Zug schon mit dir flirten wollte, Seto. Dort, gleich neben Luna./

/Dich schauen sie auch so an. Bloß bei dir sind es mehr Jungs als Mädchen./

/Außerdem, hast du wirklich Angst, dass Yami oder ich jemand anderes lieben würden/

/Natürlich vertraue ich euch. Aber ich traue diesen Mädchen nicht. Ich spüre, dass viele von den hier Anwesenden auch nicht vor unfairen Mitteln wie zum Beispiel einem Liebestrank zurückschrecken würden. Ihr solltet jeden Tag Gegengift nehmen, nur um sicher zu gehen./

/Natürlich, wenn es dich beruhigt. Aber du solltest es auch benutzen, erwiderte Kaiba, mental liebevoll lächelnd. /Oh, es scheint los zu gehen./

Professor McGonagall war vorne angekommen und hatte den Stuhl mit dem Hut vor die Erstklässler gestellt. Sekunden später bewegte er sich leicht, ein Riss öffnete sich, und der Hut begann zu singen. Das Lied handelte von den Häusern, ihrer Entstehung und enthielt eine Warnung, dass die Häuser zusammenarbeiten müssten, weil der Schule Gefahr drohe.((8))

Nachdem der Hut nach ca. 10 Minuten seine Ballade endlich beendet hatte, begannen die Schüler an den Tischen zu tuscheln. Die drei Schattenmagier konnten deutlich Sätze wie „So lang war das Lied ja noch nie." „Wow, er singt tatsächlich jedes Jahr ein anderes. Letztes Jahr war es nur halb so lang." und „Was meint er denn mit Gefahr?" hören.

Die stellvertretende Schulleiterin sah die unruhigen Schüler mit einem achtungsgebietenden, strengen Blick an. Sofort kehrte wieder Ruhe in der Halle ein, und sie entfaltete ein Pergament, von dem sie die Namen der Erstklässler ablas. Diese traten vor, nachdem sie aufgerufen worden waren, setzten sich mehr oder weniger nervös auf den Stuhl und bekamen den Hut auf den Kopf, der dann das entsprechende Haus verkündete.

/Ich hoffe nur, wir kommen ins gleiche Haus./

/Ja, das hoffe ich auch. Obwohl ich mich schlimmstenfalls auch mit euch zu geheimen Mitternachtsrendezvous' treffen würde, sagte Yami gedanklich zu den beiden und warf ihnen kurz einen verführerischen Blick zu. /Das hätte durchaus etwas Sinnliches./

/Aber es wäre schöner, wenn das nicht erst nötig wäre./

/Da stimme ich dir zu. Vielleicht können wir den Hut bitten, uns alle ins gleiche Haus zu stecken./

Interessiert verfolgten die drei, wie die restlichen Erstklässler verteilt wurden. Nachdem ‚Zeller, Rose' nach Hufflepuff geschickt worden war, erhob sich Dumbledore. „Und jetzt habe ich die große Freude, euch noch mit drei Austauschschülern bekannt zu machen", verkündete er. „Sie kommen aus Japan und werden die fünfte Klasse besuchen. Auch sie werden selbstverständlich auf die Häuser aufgeteilt. Ich möchte euch bitten, ganz besonders nett zu ihnen zu sein und zu bedenken, dass solche Austauschjahre den Zusammenhalt von Zauberern auf der ganzen Welt stärken sollen und dass ihr hier als Botschafter der britischen Magiergemeinde vor ihnen steht. Minerva, wenn Sie so freundlich wären?"

McGonagall nickte ihm zu, und nannte den ersten Namen auf ihrer Liste. „Kaiba, Seto."

Viele der Schüler hielten den Atem an. Die meisten der muggelgeborenen und die, die mit Muggeln öfter zu tun hatten, kannten ihn von der Duelmonsterwerbung oder aus einigen Sendungen mit Prominenten. Das hatten sie schon vielen ihrer Mitschüler im Zug erzählt.

Kaiba nahm selbstbewusst auf dem Hocker Platz und McGonagall setzte ihm den Hut auf den Kopf. „Oh", sagte die piepsige Stimme((9)) des Hutes. „Was haben wir denn da? Ein so großes Potential zur Schattenmagie. Es gab schon mal jemanden, der darin begabt war, den ich vor fünf Jahren einteilen durfte. Aber du kannst im Gegensatz zu ihm mit diesen Kräfte umgehen. Interessant."

‚Du erforschst meine Gedanken und meinen Geist', dachte Kaiba zu dem Hut leicht verstimmt. ‚Ich lasse dich nur gewähren, wenn du mir versprichst, dass meine beiden Geliebten ins gleiche Haus wie ich kommen.'

„Hoho", lachte die Stimme des Hutes in seinen Ohren. „Drohen willst du mir altem Hut? Das trauen sich nicht viele. Und eine geistige Verbindung hast du zu deinen Geliebten, stelle ich fest. Aber beurteilt werden kannst nur du allein, ohne Rücksicht auf dein Band mit ihnen. Du würdest in jedes der Häuser gut passen. Hmmmm, … Ich habe wohl keine Wahl. Ich muss das versiegelte Haus für dich wieder aktivieren. SMARAGD."

‚Was?' dachte Kaiba verwundert, und alle Anwesenden in der Halle sahen verwirrt aus, während einige der Geister geschockt und überrascht wirkten. Die Stimme des Hutes mit dem Hausnamen halte durch die totenstille Halle. Nachdem sie verklang, erhob sich plötzlich ein starker Wind. Die ewigen Kerzen über den Köpfen flackerten. Plötzlich verbreitete sich ein gleißendhelles Licht, das sich ständig mit tiefer Finsternis abwechselte. Der Wind wurde so stark, dass niemand mehr richtig sehen konnte, und der Boden bebte leicht. Angsterfüllte Schreie hallten durch das Chaos, das in der großen Halle herrschte.

Nach ein paar Minuten war alles wieder still. Sowohl Schüler als auch Lehrer, die versucht hatten, ihre Augen mit den Händen zu schützen oder sie zumindest kurz geschlossen hatten, weil der Wind einfach zu stark war, blickten sich im Raum um. Der Raum schien breiter geworden zu sein, und in der Mitte war weiterer Tisch erschienen. Fünf Hausfahnen hingen nun an jeder Seitenwand, anstatt nur jeweils die zwei der Tische auf der Seite des Raumes. Zu den roten Griffindor-, gelben Hufflepuff-, blauen Ravenclaw- und grünen Slytherinfahne war eine neue, violette Fahne getreten. In ihr Wappen war ein smaragdgrüner glitzernder Drache eingewebt.

An der Wand beim Eingang zur Halle waren zwei etwas über menschengroße Steinplatten erschienen, auf denen jeweils ein Bildrelief eingraviert war. Auf dem einen war eine langhaarige Frau mit drei Augen und auf der anderen war eine andere Frau mit schulterlangen Haaren und Flügeln.((10))

Plötzlich leuchteten die Platten auf, und eine Lichtkugel und eine dunkle Kugel fuhren aus den Stelen. Sie schwebten nur ein Stück, dann dehnten sie sich aus und die zuvor in den Stein geschnittenen Frauen standen vor den verblüfften Anwesenden. Die langhaarige Frau sah sich mit ihrem dritten Auge auf der Stirn im Raum um. Die kurzhaarige mit den Flügeln streckte sich erst einmal. Dann richtete sie ihre Brille und inspizierte ebenfalls die große Halle. Schließlich blieb ihr Blick an Kaiba hängen, der noch immer den Hut auf dem Kopf trug. „Huch, so viele Schüler… Heißt das, die Hauseinteilung wird gerade vorgenommen? Fein, fein. Es muss immer alles seine Ordnung hab--", sie stockte, dann plötzlich weiteten sich ihre Augen, und sie sagte mit leichter Panik in der Stimme: „Moment… Wurde etwa gerade jemand in das Smaragd-Haus eingeteilt?"

„Ähm, ja, das wurde dieser junge Mann dort", erwiderte Dumbledore, der sich erhoben hatte. „Ich bin --"

Aber weiter kam er nicht, denn die Frau schrie in Panik auf, so dass ihre hysterische Stimme die Stille der großen Halle erfüllte. „Was? Schon? Warum hat uns keiner geweckt? Wir liegen hinter dem Zeitplan. Was machen wir jetzt?" fragte sie. Währenddessen war sie zu ihrer Gefährtin geeilt, die sie nun heftig schüttelte.

Das Auge der anderen leuchtete auf, was die erste etwas zu beruhigen schien. „Ganz ruhig. Es hilft nicht, wenn du in Panik gerätst."

Nachdem sie kurz durchgeatmet hatte, fiel ihr Blick wieder auf den Schulleiter. „Also gut. Zuerst einmal, wie spät ist es?"

„Einen Moment", sagte Dumbledore und holte aus seinem Gewand eine Taschenuhr.

Doch er musste nicht antworten, denn der sprechende Hut ließ sich das erste Mal außerhalb der Hauszuteilung bzw. seiner Lieder vernehmen. „Hoho, es ist 21:48 Uhr. Ihr habt, wenn ich mich nicht täusche, 936 Jahre, 4 Monate, 12 Tage, 18 Stunden und 36 Minuten geschlafen."

„WAS?" kreischte die Frau mit den Flügeln. „Ich hatte extra geschrieben, wir wollten nach 936 Jahren, 4 Monaten, 12 Tagen und 15 Stunden geweckt werden. Wo ist Professor Kimber? Ich will mich sofort bei ihm beschweren! Ich bring ihn um!"

„Es tut mir leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass Professor Kimber bereits seid ca. 910 Jahren tot ist. Ich bin der amtierende Schulleiter, Albus Dumbledore. Aber warum beenden wir nicht die Hauseinteilung, auch wenn sie eine etwas überraschende Wendung genommen hat, und besprechen nach dem Abendessen gemeinsam, was zu tun ist. Dann können die anderen Schüler schon mal ins Bett."

„Na schön, beenden sie das Sorting, damit wir wissen, wie viele Leute in unserem Haus sind", erwiderte die Flügelfrau ungeduldig.

„Oh, aber noch vorher eine Frage. Würden sie uns ihre Namen verraten?" fragte Dumbledore.

„Natürlich. Ich bin Samantha", erwiderte die dreiäugige Hexe ruhig und würdevoll. „Und meine Freundin heißt Sarlena. Wir sind die Wächter und Diener von Smaragd."

„Genug jetzt", quengelte Sarlena. Sie hatte während der Vorstellung nach einem Stift gesucht. „Machen sie schnell die Einteilung fertig. Wie viele Schüler sind es denn noch?"

„Noch zwei", sagte McGonagall. Währenddessen setzte sich Kaiba würdevoll mit emotionsloser Miene an den neuen Tisch, an dem er nun ganz alleine saß, und verschränkte seine Arme.

„Puh", erwiderte Sarlena. „Also maximal drei Schüler. Wenigstens nicht mehr."

„Dann jetzt als der nächste", sagte die stellvertretende Schulleiterin und sah auf ihre Liste. „Muto, Yami."

Yami drückte kurz Yugis Hand, warf Kaiba einen zuversichtlichen Blick zu und ging zu dem Stuhl. Er nahm Platz und McGonagall setzte den Hut auf seinen Kopf. Seine wild abstehenden Haare wurden dabei zur Seite gedrückt. „Du bist also der zweite Austauschschüler. Deine Kräfte und auch viele deiner Tugenden sind denen deines Freundes ähnlich."

‚Ich will mit ihm zusammen in dem Haus sein.'

„Immer wollen alle mitbestimmen. Aber dann… das ist schließlich ihr gutes Recht. Nur wenn es wirklich nicht anders geht, teile ich bei einem so starken Wunsch in ein anderes Haus ein. Aber dieses hier passt sowieso am Besten zu dir… SMARAGD."

Erleichtert ging Yami zu Kaiba und setzte sich neben ihn. Sarlena krakelte in ihr Buch, auf dem ein Anch-Zeichen((11)) abgebildet war. McGonagall rief nun Yugi auf, und auch er ging nach vorne und nahm Platz. Auf Yugis Kopf sah der Hut, genau wie vorher bei den Erstklässlern, viel zu groß aus.

„Oh, schon wieder einer von euch. Erst nie einer seit der Gründung der Schule und jetzt drei in einem Jahr, die geeignet sind für dieses Haus", piepste der Hut.

‚Heißt das, ich kann mit Yami und Seto zusammen in ein Haus?'

„Ja. Alle guten Dinge sind schließlich drei. Und du hast ja auch die entsprechenden Kräfte und zu viele der herausragenden Tugenden der anderen Häusern. Alles in allem perfekte Voraussetzungen für: SMARAGD."

Sofort nachdem McGonagall den Hut entfernt hatte, sprang Yugi auf und lief lächelnd zu seinen Geliebten. Die Schüler und auch einige Lehrer tuschelten aufgeregt miteinander. Währendessen ging die stellvertretende Schulleiterin mit dem Stuhl, auf den sie den Hut gelegt hatte, aus der Halle.

Dumbledore erhob sich wieder. „Trotz dieser unerwarteten Vorkommnisse möchte ich unsere Neuen herzlich willkommen heißen! Und an unsere alten Hasen – Willkommen zurück! Es gibt eine Zeit zum Reden, aber dies ist sie zumindest nicht. Also haut rein!"

Trotz vieler immer noch verwunderter und verwirrter Gesichter, gaben die Schüler und auch die Lehrer es auf, den drei Schattenmagiern fragende Blicke zuzuwerfen, zugunsten des Essens, das vor ihnen erschienen war. Sofort nachdem Dumbledore seine Rede beendet hatte, erschien das üppige Festmahl vor den Schülern.

Während des Festessens hatten sich Samantha und Sarlena auch an den Tisch von Smaragd gesetzt. Die erstere schien ruhig zu meditieren, Sarlena jedoch schrieb eifrig weiter in ihr Buch und murmelte ständig Sachen wie: „Noch so viel zu tun… Unverantwortlich… Rücksichtslos…"

/Die Lehrer und einige Schüler starren uns immer noch an, sagte Yami während er sich etwas von der Fleisch-und-Nieren-Pastete auf den Teller nahm.

/Man kann es ihnen nicht verdenken, oder? Wer hätte gedacht, dass es ein fünftes Haus gibt. Aber wenn es stimmt, dass darin bisher noch nie jemand eingeteilt wurde, ist es verständlich, dass es vergessen wurde, oder, erwiderte Kaiba, der gerade die Möhrchen probierte.

/Ich fürchte, wir machen ihnen allen und besonders Albus-jii-chan gerade großen Ärger mit dieser Einteilung. Wir stören bestimmt den ganzen Schulablauf./

/Es ist ja nicht so, als hätten wir uns das ausgesucht. Nicht wir haben die Entsiegelung des Hauses beschlossen und durchgeführt, sondern der Hut. Und wenigstens sind wir zusammen./

Yami schob seinen Teller etwas zur Seite. /Dieses Gericht schmeckt nicht. Ich will was anderes. Gibst du mir den Mais von dort? Danke. Wie auch immer. Nachher müssen wir bestimmt noch mit dem Schulleiter reden./

/Und was haltet ihr von diesen beiden Personen, die aus den Steinen kamen? Sie fühlen sich vertraut an. Das sind Duelmonster, oder/

/Aber ich kenne ihre Art nicht. Ich habe solche noch nie zuvor gesehen./

/Nun ja, dieser Stein sieht aus wie einer von denen, die bei uns damals verwendet wurden. Jeder Mensch trägt in seiner Seele ein Ka-Monster. Wenn die Person stirbt, kommt das Ka-Monster hervor. Wir bannten die Monster damals in Stein, damit es uns möglich wurde, sie zu beschwören./

/Aber ich dachte, das ging nur mit dem Stab, oder? Heißt das, Seto's frühere Inkarnation musste bei jedem sterbenden Ägypter sein/

/Ich erinnere mich nicht ganz genau an alle Einzelheiten, aber ich weiß noch, dass auch schon damals nur die besonders starken Ka-Monster bzw. jene von wichtigen Leuten in Stein gebannt wurden. Auf jeden Fall wurde nur eine geringe Anzahl der Monster wirklich gebannt. Die restlichen gingen ins Schattenreich, was ein Teil des Jenseits war. Dort konnten noch nachträglich Monster sozusagen gefangen werden. Ich weiß nur noch, dass das sehr gefährlich war und oft die Seelen der in Trance versetzen Priester, die das Schattenreich für solche Zwecke betraten, nie wiederkehrten./((12))

/Seht, mal, alle scheinen jetzt aufgegessen zu haben. Und Dumbledore-sensei will wohl noch ein paar Worte sagen./

/Ok, hören wir zu./

Dumbledore hatte sich erhoben und bekam durch seine Bewegung die Aufmerksamkeit der Schüler. Schlagartig trat Stille in der großen Halle ein. Er hielt seine Rede, in der er an die Schulregeln erinnerte, die zum Beispiel den Besuch des ‚Verbotenen Waldes' untersagte, und von Mr. Filchs Regelliste. Dann stellte er Professor Raue-Pritsche wieder als Vertretungslehrerin für Pflege magischer Geschöpfe und die neue Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste vor.

Dabei hüstelte besagte Frau und hielt eine Rede. Nach einem bescheuerten Anfang, in dem sie die Schüler wie Kleinkinder ansprach und nicht als mindestens 11 Jährige, die sie waren, begann sie eine langatmige, langweilige Rede, die, wenn man genau zuhörte, eine Kriegserklärung des Ministeriums an Hogwarts war.

Als sie geendet hatte, erhielt sie schwachen Beifall, und die meisten Schüler bekamen nur dadurch mit, dass sie fertig war. Sofort erhob sich Dumbledore wieder und fuhr mit seinen Ankündigungen fort. Nachdem er den Schülern die Termine für die Quidditch-Auswahlspiele und weiteres Wissenswertes genannt hatte, erhoben sich die Schüler und gingen in ihre Schlafsäle. Dumbledore schritt zu dem neuen Haustisch. „Wir müssen reden. Am besten folgt ihr mir in mein Büro."

Fortsetzung folgt…

Anmerkungen

((1)) Annuket: Mystagogus kann zaubern, denn er gehört zu den Duelmonstern der Kategorie ‚Hexer'. Also dachte ich mir, dass er nicht nur Zauber zum Angriff und der Verteidigung ausführen kann, sondern mit der Zeit (der gute Mann ist schließlich seit ein paar Jahrtausenden auf der Welt) auch gelernt hat, sich schnell von einem Ort an einen anderen zu zaubern. Aber er benutzt eine leisere und effektivere Art als die Zauberer mit ihrem Apparieren (seine Magie ist stärker, also könnte er sich auch nach Hogwarts transportieren).
Magician: Ich verstehe aber nicht, warum er extra bei ihnen aufkreuzen muss. Eine kurze Notiz als Antwort hätte doch auch gereicht, oder? Er hat schließlich eine Bank zu leiten.
Annuket: Der Mann hat als Direktor dieser Bank nicht ganz so viel zu tun und außerdem kommt er gerne zu seinem Pharao.
Magician: Stimmt. Und Yami hat ihn ja auch explizit um ein Treffen gebeten.

((2)) Ich gebe zu, darüber bin ich mir nicht sicher. Im ersten Band kam noch eine Ansage, die die Schüler dazu aufforderte, ihre Sachen im Zug zu lassen, und im fünften müssen sie ihr Gepäck selber mitnehmen, wobei mir nicht klar ist, ob sie in die Kutschen nun mit Koffern einsteigen oder nur mit ihren Tieren, die sie dann scheinbar in der Kutsche lassen. So wie es jetzt ist, finde ich es logischer. Die Hauselfen (oder wer auch immer) müssen ja sowieso das Gepäck und die Tiere der Erstklässler holen.

((3)) Ein Lichtmonster mit zwei Sternen. Es zählt zur Gattung Fee, aber ich kann es mir, ehrlich gesagt, nicht wirklich als Monster an sich vorstellen. Denn es ist einfach… eine Kugel. Anders kann ich es nicht beschreiben. Es ist eine wunderschöne Glitzerkugel, aber in meinen Augen sieht es nicht wirklich lebendig aus. Wie auch immer, die ATK und DEF sind beide 500. Obwohl der Text wie (fast?) immer sehr… interessant ist (obwohl ich dieses Wort in diesem Fall im Sinne von ‚merkwürdig' bzw. ein höfliches ‚wer denkt sich so was Bescheuertes aus?' verstanden wissen möchte): „Eine Seele des Lichts, erfüllt von mystischem Glanz. Wenn du seine wunderschöne Gestalt erblickst, werden deine Wünsche wahr." … In meiner Geschichte werden durch sie keine Wünsche wahr. … Außer vielleicht der Wunsch der Erstklässler, besser in dem stockfinsteren Wald sehen zu können, durch den sie gerade geführt werden.

((4)) Ich habe diese Karte nicht und bei Ebay habe ich sie (oder eher eine Abbildung von ihr) auch nicht gefunden, so dass ich nicht den genauen Text kenne (vielleicht hat sie auch einen anderen Namen…). Aber die Karte vervielfältigt einfach ein Monster (die Anzahl bestimmt bei mir der Magier).
Magician: Ok, der Name stimmt schon mal. Laut meinem Gameboy-Spiel ist der Text: „Biete eine aufgedeckte ‚Kuriboh' als Tribut an. Lege eine ‚Kuriboh Spielmarke' (Typ ‚Feind'/DUNKEL/1 Stern/AGR 300/VTD 200) in die Verteidigungsposition jeder offenen Monsterkartenzone. Diese Spielmarken können nicht als Tributmonster verwendet werden." Ich garantiere nicht dafür, dass das so stimmt, die Übersetzungen sind manchmal... wie soll ich sagen... etwas merkwürdig? Zumindest macht es Sinn...
Annuket: Vielen Dank. Oh, uns gehören weder Ebay, noch irgendwelche Nintendolizensen. Wir besitzen höchstens gekaufte Produkte.

((5)) … Mir fällt gerade ein, ich habe zwar nachgeschaut, dass der 1. September ein Sonntag ist (deswegen spielt die Geschichte 2002), aber nicht ob es eine Neumondnacht war. Oder zumindest fast Neumond, wie es in ‚Harry Potter und der Orden des Phönix' beschrieben ist. … Ich hoffe, das schaut niemand nach und beschwert sich bei mir, dass das doch gar nicht geht. Andererseits spielt dieses Kapitel ja nur einen Tag nach dem letzten Epilog und daher ist der Mond in der ersten Nachthälfte nicht zu sehen, wenn ich mich nicht irre.

((6)) Ich habe den Vornamen von Professor Raue-Pritsche als „Wilhelmina" auf einer Internetseite gefunden. Ich vertraue einfach mal darauf, dass das richtig ist, weil ich zu faul bin, es selbst noch mal rauszusuchen. Wir sind uns übrigens nicht sicher, ob die Lehrer sich untereinander duzen oder siezen bzw. wer wie mit wem spricht. Das ist schwierig und wahrscheinlich sogar von Übersetzer zu Übersetzer (es gab ja immer mehrere pro Band) unterschiedlich. Da haben es die englischsprachigen Menschen mit ihrem ‚you' für alle viel besser… Ich behaupte jetzt einfach, McGonagall und Raue-Pritsche sind eng genug befreundet, dass sie sich duzen (obwohl ich es immer total toll finde, wenn man sich siezt und trotzdem den Vornamen gebraucht).

((7)) Ich schätze mal, hier bemerkt man meine Lust, die ganze Predigt von McGonagall entweder ab oder neu zu schreiben. Falls jemand sie von Harrys erstem Jahr lesen möchte, kann das auf Seite 126/127 von „Harry Potter und der Stein der Weisen" tun.

((8)) Wieder habe ich keine Lust, das grundlos abzuschreiben. Wer das Lied noch mal nachlesen möchte, schaut bitte auf S. 241-244 von ‚Harry Potter und der Orden des Phönix'. Die Seitenzahl lässt mehr vermuten als es in Wirklichkeit ist, aber es sind schon drei Seiten, auch wenn meist nur 1/3 der Zeile beschrieben ist. Wenn jemand an das Buch nicht rankommt (oder es aus irgendeinem Grund nicht anfassen möchte), aber trotzdem die deutsche Version des Liedes lesen möchte, sagt mir bitte in einer Review bescheid, dann schreibe ich es ab.

((9)) Ich kann mir die Stimme zwar nur dumpf/dunkel wie im Film vorstellen, aber sie ist im Buch nun mal als piepsig beschrieben.

((10)) Das sind wieder Duelmonster, auch wenn sie für die Yugioh-Charaktere in meiner Geschichte noch unbekannt sind. Ich denke mir, dass es nicht zu allen Duelmonstern Karten gibt. Doch dazu will ich lieber erst später Genaueres sagen. Die beiden Monster sind die ‚Hexe vom schwarzen Wald' (ATK 1100, DEF 1200) und ‚Hysterischer Elf' (ATK 1800, DEF 500). Das sind beides Effektmonster, aber die spare ich mir jetzt, weil sie nichts zur Sache tun.

((11)) Magician: Schreibt man das so? Ich hab das bisher immer anders gesehen, aber das war wahrscheinlich auch falsch. Ich weiß so was ja nicht.
Annuket: Wie würdest du es denn schreiben? Die Umschrift ist ‚ain'-Laut (Gardiner schreibt‚ wie arabisch 'ain'), n, und h mit Bogen (also wie ‚ch' bei schottischem ‚loch', was ich als hartes ‚ch' werte).
Magician: Ich hab's bisher meist als ‚Ankh' gefunden und ja, ich weiß, dass das mit großer Wahrscheinlichkeit falsch ist. Ich hab mir das nicht ausgedacht, also erschieß bitte den Boten nicht. Ich kann dir versichern, dass ich noch nie in die Verlegenheit gekommen bin, es schreiben zu müssen. Und ich lerne doch gern was von dir (ich erinnere nur an ‚Kemet' und 'Deschert').
Annuket: Ich habe doch auch keine Ahnung. Besonders von der Aussprache. Aber wenn ‚kh' hartes ‚ch' ausdrücken soll, kommt das doch hin, oder? Ich lasse es trotzdem ‚ch'. Aber mehr hast du nicht von mir gelernt als Kemet und Deschert? Ich bin so traurig… Anderseits ist ein bisschen besser als gar nichts.
Magician ‚kopfschüttel': Nein, das ist nicht das einzige, aber damit geb ich gern an, weil ich die Wörter mag und sie mir beide gleich beim ersten Mal gemerkt habe. ‚stolz sei'

((12)) Muss ich anmerken, dass das, was da jetzt von Yami erklärt wurde, frei von mir erfunden ist? Oder eher, ich versuchte, den tatsächlichen Totenglauben der Ägypter mit der Yugioh-Serie etwas in Einklang zu bringen. Da die Seele dort zum Monster wird und in Stein gebannt wird, dachte ich mir, dass es mit dem Ka auch am besten gehen würde, da es ja in der Realität in Statuen bzw. Abbildern des Toten sitzen sollte. Ich glaube mich zu erinnern, dass es in der Serie eh ‚Ka-Monster' waren, also passt das ja zusammen.
Magician: Ja, es waren ‚Ka-Monster' und das Ba war da sozusagen die Lebenskraft und wurde (wie Lebenspunkte) verringert, wenn ein Monster zerstört wurde. Hatte jemand kein Ba mehr (wie z.B. Karim), starb er oder sie. Kein Reich der Schatten, aus dem die Seele später befreit werden konnte... ‚sarkastisch' So ein Pech aber auch...
Annuket: Danke an mein lebendes Lexikon. Zumindest was Yugioh betrifft. Ich vergesse immer so viele Dinge oder habe sie falsch in Erinnerung.
Magician: Na ja, ich hab den Original Memory Arc ja wohl auch ein bisschen öfter gesehen als du, oder? Einige Folgen kann ich schon singen... ‚kopfschüttel' Ich frage mich, ob das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen ist...

Annuket: Ok, das wars für diese Woche. Ich hoffe, wie gesagt, niemand ist mir wegen der Hauseinteilung böse. Es wird alles erklärt (spätestens im Laufe des Jahres, denn die eigentlichen Hintergründe gibt es erst später). Aber immerhin kann ich mit recht behaupten, dass ich bisher noch nie ein Geschichte gelesen habe, wo es ein fünftes Haus gab.
Magician: Stimmt. Aber ich hab auch noch nie ein HP-Crossover gesehen, in dem Harry Potter so wenige Auftritte hat. 'grins'
Annuket: Hey, er kommt vor. Und er muss sich doch erst einmal mit ihnen anfreunden. Fändest du es besser, wenn er sie am Bahnhof sieht, ihnen in die Arme springt und sie für ihn auf gleicher Stufe mit Hermine und Ron stehen?
Magician: Nein, aber ich weiß genau, warum das so lange dauert. Erstens ist er in diesem Band schlichtweg unerträglich und zweitens ist er nicht gerade deine Lieblingsfigur bei HP, oder?
Annuket: Er hat so seine Momente.
Magician: ...Manchmal... 'kopfschüttel' Na egal, machen wir Schluss. Wir sind sowieso schon verdammt spät dran.
Annuket: Du hast recht. Also dann. Bis nächsten Mittwoch.
Magician: Ach ja, und wer wieder Bilder haben will, meldet sich bitte nochmal bei mir. 'lach' Ich hab da ein bisschen den Überblick verloren. Bis dann.