Annuket: 'schnief' Keiner hat geantwortet wegen der Frage, welchen
Rhythmus ich mit den Updates machen soll. Immer muss man alles selbst
entscheiden...
Magician: Dann entscheide ich das eben. Gar kein Problem. 'fies lach' Die Leser sind selber schuld, dass sie jetzt einen Zwei-Wochen-Rhythmus kriegen. Vielleicht habe ich dann auch endlich mal wieder Zeit für meine eigenen Geschichten...
Annuket: Können wir nicht noch wenigstens diese Woche? Dann ist wenigstens der Montag zu Ende. 'Robbenblick'
Magician 'seufz': Na schön, ich bin ja kein Unmensch.
Annuket 'strahl': Ok. Dann ist sowieso die vorlesungsfreie Zeit fast zu Ende. Wie auch immer. Ich danke dir, Heavenfly, dass wenigstens du mir
eine Review geschickt hast. Aber ich muss dich enttäuschen. So weit ich
es vorhabe, wird Yami auch weiterhin den Kurs besuchen. Ich bin schon
sehr gespannt auf dein Crossover. ... O-O Und du wärst für rosa? 'sich
vorstell, wie das ganze Haus von Smaragd in rosa aussieht, und damit
wird es rosa,Yami ist irritiert von der plötzlichen Farbänderung, Yugi eingeschüchtert und Kaiba einer Ohnmacht nahe und Yami und Yugi führen ihn aus dem Raum' Neeeeiiiin, nicht wirklich...
Umbridge 'kommt in diesem Moment rein': Nein, was für ein entzückendes Zimmer.
Annuket 'mit finsterem Blick': Was machen Sie denn hier?
Umbridge 'mit ihrer Geheimwaffe, dem Krötenlächeln': Ich wollte mir nur
mal das Haus der drei süßen, kleinen Racker anschauen. Und es ist ja
wirklich herzallerliebst. 'tätschelt rosa Gardine mit Blümchenmuster'
Annuket 'mit Schweißtropfen': Okaaaaayyy...
Umbridge: Oh, da fällt mir ein: Heute werde ich das Kapitel einleiten.
Annuket: Sagt wer?
Umbridge 'kramt in ihrer Tasche': Hier. 'zeigt einen Zettel'
Annuket 'nimmt Zettel und liest vor': "Sondergenehmigung des
Zaubereiministeriums. Bei jeder neuen Fangeschichte haben
Ministeriumsangestellte das besondere Recht und Privileg,
diese nach gutdünken zu ändern."
Umbridge 'wendet sich süßlich lächelnd an Leser, während Annuket
geschockt auf das Blatt starrt': So, meine lieben, kleinen Zuhörer. Ich
muss Ihnen leider mitteilen, dass Annuket weder Yugioh noch Harry
Potter gehört und somit darf sie diese Geschichte eigentlich gar nicht
schreiben. Daher ändern wir den Titel in 'Der mutige Kampf der
heldenhaften Dolores Jane Umbridge' und wir streichen alle Szenen, in
denen ich nicht vorkomme, und ich bekomme die 'Superlehrerpower' und ...
Annuket 'erholt sich': Oooooohhhh, nein! Niemand streicht Szenen mit
meinem... äh, ich meine Yamis und Kaibas Yugi weg! Autorengeheimwaffe:
Tastensperre, so das nur noch Autoren Zugang haben.
Umbridge: Aber Sie haben doch den neuen Erlass gelesen, oder?
Annuket: Ja, aber er zählt nicht. Zweite Autorengeheimwaffe: Löschen.
'löscht Entstehung des Erlasses' So! Jetzt verschwinden Sie! Baku-Ra!
Baku-Ra 'erscheint': Was denn?
Annuket: Tust du mir den Gefallen und bringst Professor Umbridge auf die Startposition, damit wir anfangen können?
Baku-Ra 'erinnert sich, was im Drehbuch steht, grinst': Ok. 'schleppt Umbridge weg'
Annuket 'wütend': Das wird sie büßen...
Magician 'vorsichtig': Ähm, Annuket? Willst du das hier etwa so lassen? 'guckt sich mit einem gequälten Gesichtsausdruck um' Ich hasse rosa...
Annuket 'blinzelt': Oh, natürlich. Zuviel rosa ist schlecht für meinen Gemütszustand... besonders dieses fast schon pinkartige rosa... 'ändert wieder Farbe' Ahhhhhhhhhhhhh, so ist es besser.
Magicain 'aufatme': Allerdings... Können wir jetzt anfangen? 'grinst, weil sie sich an das Kapitel erinnert' Wir werden Spaß haben...
Annuket: Ok, dann los.
((...))
Anmerkungen Annukets und Magicians
Gedankenverbindung/.../ Yami; /-/.../-/Yugi; /'/.../'/ Kaiba
„..."
Gespräch
‚...'
Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch wörtliche Rede
wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges Tier des Re); :-:...:-: Miut
(Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet); :':...:': Scha (Kaibas
Hund, heiliges Tier des Seth); --:…:-- Chetmety (Baku-Ras Schlange,
heiliges Tier des Apopis); :--…--: Trevor (Nevilles Kröte,
heiliges Tier von Hu und Hauhet)
Diesem Kapitel liegen die Seiten 282-289 von ‚Harry Potter und der Orden des Phönix' zugrunde. Soweit vorhanden, sind die Dialoge original übernommen. Ansonsten behalte ich mir Änderungen vor (schon allein, weil es ja Fanfiction ist, und das heißt ja, dass ich nicht das ganze Buch abschreibe).
Kapitel 6: Verteidigung gegen die dunklen Künste
Es läutete, und Umbridge erhob sich. „Nun, einen guten Tag!" sagte sie, und die noch stehenden Schüler setzten sich auf ihre Plätze.
Die Schüler antworteten mit einem gemurmelten „Guten Tag."
Die Lehrerin schien nicht zufrieden, denn sie machte nur „Tzz, tzz", um dann zu sagen: „Das reicht aber nicht, oder? Ich möchte doch, dass sie ‚Guten Tag, Professor Umbridge' antworten." Die Schüler sahen sie an, als hätte sie nicht mehr alle Tassen im Schrank. „Noch einmal, bitte. Guten Tag, Klasse."
„Guten Tag, Professor Umbridge", antworteten die Schüler mit wenig Begeisterung im Chor.
/-/Was sind wir? Kindergartenkinder/-/
/'/Du musst zugeben, dass die hiesigen Schüler nicht so diszipliniert sind wie in Japan… Auch wenn ich dir zustimme, dass das in diesem Alter eigentlich unangebracht ist./'/
„Schon besser", hatte Umbridge derweilen mit ihrer zuckersüßen Stimme gesagt. „Das war nicht allzu schwer, nicht wahr? Zauberstäbe weg und Federn raus."
Murrend legten die Schüler ihre Zauberstäbe weg und kramten ihre Schreibutensilien heraus. Derweilen holte die Lehrerin ihren eigenen Zauberstab aus ihrer Handtasche und klopfte damit an die Tafel, wo der Schriftzug ‚Verteidigung gegen die dunklen Künste – Eine Rückkehr zu den Grundprinzipien' erschien.
Sie drehte sich zur Klasse um und schenkte den Schülern ein weiteres krötenhaftes Lächeln. „Nun denn, Ihr Unterricht in diesem Fach war doch einigermaßen unstet und bruchstückhaft, nicht wahr?" hob sie an, während sie ihre Hände ordentlich faltete. „Der ständige Wechsel der Lehrer, von denen einige offenbar keinem vom Ministerium anerkannten Lehrplan gefolgt sind, hat leider dazu geführt, dass Sie weit unter dem Niveau sind, das wir in Ihrem ZAG-Jahr erwarten würden.
Sie werden sich jedoch freuen zu erfahren, dass diese Probleme nun behoben werden sollen. Wir werden in diesem Jahr einen sorgfältig strukturierten, theoriezentrierten, vom Ministerium anerkannten Kurs durchführen." Die meisten Schüler schienen Schwierigkeiten zu haben, überhaupt zu verstehen, was die Lehrerin ihnen damit sagen wollte und glitten in einen Halbschlaf ab. Die Mienen der Schattenmagier jedoch verfinsterten sich. Besonders Baku-Ra war nach dem Wort ‚theoriezentriert' sehr missmutig geworden. Er hasste Theorie. Ungeachtet ihrer gelangweilten Zuhörer fuhr die Lehrerin fort: „Schreiben Sie bitte Folgendes ab."
Ein erneuter Schwung des Zauberstabes brachte die alten Wörter zum Verschwinden, und nun war der Schriftzug ‚Ziele des Kurses' zu lesen. Artig schrieben die Schüler die drei Kursziele ab: ‚1) Verständnis der Grundprinzipien defensiver Magie; 2) Erkennen von Situationen, in denen defensive Magie auf rechtlicher Grundlage eingesetzt werden kann; und 3)Den Gebrauch defensiver Magie in einen Zusammenhang mit praktischem Nutzen stellen'.
Baku-Ra meldete sich. „Ja, Mr. Tjai((1))? Was wollen Sie wissen?" fragte Umbridge gönnerhaft.
„Und wann kommen die ‚aggressiven' Zauber?" fragte er.
„Nun, in Verteidigung gegen die dunklen Künste geht es darum, sich gegen solche zu wehren und nicht, sie zu erlernen", erwiderte sie mit ihrer süßen Mädchenstimme.
„Wie langweilig", grummelte der Grabräuber.
Umbridge schien ihn nicht zu hören und fuhr fort: „Nun, haben alle ein Exemplar der ‚Theorie magischer Verteidigung' von Wilbert Slinkhard?"
Das dumpfe, zustimmende Gemurmel der Schüler stellte sie offensichtlich nicht zufrieden. „Ich glaube, das versuchen wir noch mal", flötete sie, ungeachtet der Tatsache, dass einige Schüler, allen voran Baku-Ra, aussahen, als wollten sie sie erwürgen. „Wenn ich eine Frage stelle, möchte ich, dass Sie mit ‚Ja, Professor Umbridge' oder ‚Nein, Professor Umbridge' antworten. Also: Haben alle ein Exemplar der ‚Theorie magischer Verteidigung' von Wilbert Slinkhard?"
„Ja, Professor Umbridge", schallte es gereizt durch das Klassenzimmer. Nur bei einem Schüler konnte die Lehrerin klar und deutlich die Antwort ‚Nein' hören.
Sofort verfinsterte sich der Blick der Hexe etwas. „Wer ist es, der sein Exemplar unseres Lehrbuches vergessen hat?" fragte sie leicht verstimmt.
Baku-Ra hob gelangweilt die Hand. Umbridge starrte ihn einen Moment mit ihren Krötenaugen an, dann kehrte das Lächeln wieder auf ihr breites Gesicht zurück. „Oh, bei Ihnen ist das natürlich verständlich, Mr. Tjai. Es tut mir leid, dass ich nicht bedacht hatte, dass Sie nur kurz zu Besuch sind. Aber ich bin mir sicher, Mr. Kaiba wird Sie in sein Buch hineinschauen lassen."
Kaiba jedoch zog es vor, mit Yami zusammen zu lesen, und überließ dem Grabräuber sein Buch. Allerdings zischte er noch: „Aber gib es mir nachher wieder!"
„Gut", sagte Umbridge. „Nun schlagen Sie bitte Seite fünf auf und lesen Sie ‚Kapitel eins, Allgemeinheiten für Anfänger'. Ich möchte keine Unterhaltungen hören."
Während Umbridge sich auf ihren Stuhl setzte, begannen die Schüler lustlos ihre Bücher aufzuschlagen. Doch da der Schreibstil nicht sonderlich schülerfreundlich war und ‚leichte' Müdigkeitsanfälle verursachte, schalteten die meisten Schüler bald ab und begnügten sich damit, auf den Text zu starren und somit wenigstens so zu tun, als würden sie lesen.
Yami, Yugi und Kaiba begannen, genau wie der Grabräuber, das Buch in ihrer Geschwindigkeit zu lesen. Mit jeder neuen Seite, die Baku-Ra aufschlug, empfand er mehr Verachtung für das Buch und seinen Autor, was dazu führte, dass er immer heftiger umblätterte. Es war ein Wunder, dass er die Seiten dabei nicht ausriss. Als sie mit der Hälfte des Buches durch waren, hörten die drei auf zu lesen, und Baku-Ra schloss ein paar Sekunden später genervt. Er betrachtete es kurz, so als könnte es ihn jeden Moment anspringen, und ließ es dann angewidert auf den Tisch fallen. „Geh gefälligst ordentlich damit um!" zischte der CEO aufgebracht. „Es ist zwar auch nicht gerade mein Lieblingsbuch, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es mir gehört. Also mach es nicht kaputt." Baku-Ra grinste ihn an. Er beschwor sein Messer und begann, damit die Seiten des Buches vom Einband zu lösen.((2))
Auf Kaibas Stirn erschien eine riesige Zornesfalte, und seine Hände zuckten, als würde er mit aller Kraft dagegen ankämpfen, den Grabräuber auf der Stelle zu zerstampfen. /-/Das hat doch keinen Sinn, dieser Streit/-, hörte er Yugi beschwichtigend in seinem Geist sagen. /-/Er hört ja doch nicht auf dich./-/Aufgebracht wollte Kaiba etwas erwidern, aber Yugi fuhr fort. /-/Lass lieber Taten sprechen. Du weißt, wie zickig er ist, wenn er sich mit Ryou gestritten hat. Selbst wenn es nur ein kleiner Streit war./-/
Yami und Kaiba sahen ihren Geliebten kurz verdutzt an, während dieser eine kleine Schattenwelle schickte, die den Grabräuber entwaffnete und seine Hände auf den Tisch klebte. Verwundert versuchte er, seine Hände zu heben, und als das nicht funktionierte, schaute er Yugi böse an, der ihn fröhlich anlächelte.
„Wollen Sie eine Frage zu dem Kapitel stellen, meine Liebe?" fragte Umbridge plötzlich. Die vier Schattenmagier schauten sich verwundert um und sahen, wie Hermine ihren Arm sinken ließ. Die ganze Klasse beobachtete den Austausch ziemlich interessiert.
„Nein, nicht zu dem Kapitel", erwiderte besagte Brünette.
„Nun, wir lesen es gerade", sagte Umbridge. „Wenn sie andere Auskünfte wünschen, können wir das am Ende des Unterrichts erledigen."
„Ich möchte eine Auskunft über Ihre Kursziele", fuhr Hermine unbeirrt fort.
Umbridge hob ihre Augenbrauen und fragte: „Und Ihr Name ist?"
„Hermine Granger."
„Nun, Miss Granger, ich denke, die Kursziele sind vollkommen klar, wenn Sie sie sorgfältig durchlesen", beantwortete die Lehrerin die Frage. Ihre ausgesuchte Liebenswürdigkeit kam dabei wieder einmal zum Einsatz.
„Nun mir nicht", sagte Hermine ernst. „Da steht nichts davon, wie man defensive Zauber einsetzt."
Fast alle der Schüler lasen sich nun noch einmal die Kursziele an der Tafel durch, die sie nur Minuten zuvor in ihre Hefte abgeschrieben hatten. Währenddessen lachte Umbridge kurz auf, bevor sie erwiderte: „Defensive Zauber einsetzt? Nun aber, ich kann mir nicht vorstellen, dass in meinem Klassenzimmer eine Situation eintreten könnte, die es erforderte, dass Sie einen defensiven Zauber einsetzen, Miss Granger. Sie erwarten doch nicht ernsthaft, im Unterricht angegriffen zu werden?"
Nur die Schattenmagier sahen, dass auf Baku-Ras Gesicht plötzlich ein entzückter Ausdruck erschien. Er schmiedete eindeutig Pläne. Erneut versuchte er, seine Hände von der Tischplatte zu lösen.
Währenddessen ging die Diskussion zwischen Klasse und Lehrerin weiter. „Wir gebrauchen keine Magie?" hatte Ron gerade gefragt.
„Die Schüler und Schülerinnen heben die Hand, wenn sie in meinem Unterricht zu sprechen wünschen, Mr. -?" trällerte die Lehrerin.
„Weasley", antwortete der Rothaarige und hob seine Hand. Doch Umbridge wandte sich breit lächelnd von ihm ab. Nachdem ihr Blick kurz auf Harry verweilt hatte, der sich ebenfalls meldete, wandte sie sich wieder an Hermine.
„Ja, Miss Granger? Sie wollten etwas Anderes fragen?"„Ja", erwiderte die Gryffindor. „Der springende Punkt bei Verteidigung gegen die dunklen Künste ist doch sicher, dass wir Zauber zu unserer Verteidigung üben?"
„Sind Sie eine vom Ministerium geschulte Ausbildungsexpertin, Miss Granger?"
„Nein, aber-"
„Nun, dann fürchte ich, Sie sind nicht qualifiziert zu entscheiden, was der ‚springende Punkt' eines Unterrichts ist. Zauberer, die viel älter und klüger sind als Sie, haben unser neues Studienprogramm ausgearbeitet. Sie werden auf sichere, risikofreie Weise etwas über defensive Zauber lernen –"
„Was nützt denn das?" fragte Harry schließlich laut dazwischen, und Baku-Ra sah ihn zustimmend an. „Wenn wir angegriffen werden, wird das nicht –"
„Melden, Mr. Potter!" flötete Umbridge. Prompt war Harrys Faust in der Luft, genau wie die Hände vieler anderer Schüler. Die Lehrerin wandte sich an einen anderen Jungen aus Gryffindor: „Und ihr Name ist?"
„Dean Thomas."
„Nun, Mr. Thomas?"
„Also, es ist doch, wie Harry gesagt hat, nicht? Wenn wir angegriffen werden, wird das nicht risikofrei sein."
„Ich wiederhole", erwiderte Umbridge, Dean auf nervige Weise anlächelnd, „erwarten Sie, dass Sie während des Unterrichts angegriffen werden?"
Dean begann: „Nein, aber –"
Umbridge wollte ihn gerade unterbrechen, aber Baku-Ra kam ihr zuvor: „Es kann aber passieren, dass man im Unterricht angegriffen wird."
Umbridge erwiderte beschwichtigend: „Aber nein, Mr. Tjai. Und bitte melden auch Sie sich."
Als Umbridge sich dem nächsten Schüler, der eine Frage hatte, zuwenden wollte, ertönte erneut die Stimme des Grabräubers: „Ich würde mich ja gerne melden, aber leider kann ich meine Arme nicht heben." Er setzte die unschuldigste Miene auf, die er zustande brachte. „Ich saß hier friedlich in Ihrem Unterricht und plötzlich wird mir dieser ‚Fluch' aufgehalst."
„Was?" fragte Umbridge streng. „Wer war das?"
„Ich", erwiderte Yugi. Er starrte trotzig von Baku-Ra, der ihn angrinste, zu Umbridge, die ihn einen Moment missmutig musterte.
„Ich bin sehr enttäuscht von Ihnen, Mr. Muto. In der Schule werden keine Mitschüler verhext. Schon gar nicht im Unterricht", sagte Umbridge. „Heben Sie den Zauber wieder auf. Sofort!"
„Er hat mein Lehrbuch zerstört, und Yugi wollte ihn nur davon abhalten", verteidigte Kaiba die Handlung seines Geliebten.
„Nichts, ich wiederhole, nichts rechtfertigt den Gebrauch von Flüchen in dieser Klasse", erwiderte Umbridge. „Wenn so etwas geschieht, dann melden Sie sich und berichten von der Missetat ihres Mitschülers, aber verfluchen Sie ihn nicht. Und nun zum letzten Mal: Lassen Sie ihn frei!"
„Er wird bestimmt keine Hemmungen haben, hier Zauber loszulassen", meinte der CEO.
„Nachsitzen für Sie, Mr. Kaiba", fauchte Umbridge. „Und für Sie auch, Mr. Muto. Heute Nachmittag um 17:00 Uhr. Und jetzt befreien Sie ihn, oder ich ziehe ihnen auch noch Hauspunkte ab!"
Yugi und seine Geliebten funkelten sie zornig an. „Auf ihre Verantwortung", sagte der Kleinste der drei. Er zückte seinen Zauberstab, so als würde er ihn zum Zaubern benutzen, und hob die Magie, die den Grabräuber fesselte, auf. Dieser grinste die drei an, wobei er sich die Handgelenke rieb.
„Aber beweist das nicht, dass wir uns verteidigen können müssen", fragte Dean, den die Lehrerin nun aufrief.
Umbridge setzte wieder ihr falsches Lächeln auf und wandte sich an die gesamte Klasse. „Es reicht völlig, die Theorie zu lernen. Ich möchte die Art und Weise, wie diese Schule bislang geführt wurde, nicht kritisieren, aber Sie wurden in diesem Fach einigen sehr unverantwortlichen Zauberern ausgesetzt, wirklich sehr unverantwortlich – ganz zu schweigen von äußerst gefährlichen Halbblütern."
„Wenn Sie Professor Lupin meinen", rief Dean zornig, „er war der Beste, den wir je –"
„Melden, Mr. Thomas! Wie ich schon sagte – es wurden Ihnen Zauber vorgeführt, die kompliziert, für Ihre Altersgruppe ungeeignet und potentiell tödlich sind." Baku-Ra folgte ihrer Rede verzückt, eifersüchtig auf die Schüler, die den Unterricht dieser ‚unverantwortlichen' Lehrer erlebt hatten. „Man hat Sie in Angst versetzt und glauben gemacht, dass Sie praktisch jeden Tag schwarzmagischen Angriffen ausgesetzt sein können –"
„Nein, das ist nicht wahr", ereiferte sich Hermine, „wir haben nur -"
„Ihre Hand ist nicht oben, Miss Granger!" Die Lehrerin wandte sich wieder von ihr ab, als sie folgsam die Hand hob. Umbridge fuhr fort: „Meines Wissens hat mein Vorgänger rechtswidrige Flüche nicht nur vor Ihnen, sondern auch noch an Ihnen ausgeführt."
„Na ja, es hat sich ja rausgestellt, dass er wahnsinnig war, oder?" sagte Dean hitzig. „Und trotzdem haben wir 'ne Menge gelernt."
„Ihr Hand ist nicht oben, Mr. Thomas!" trillerte Umbridge. „Nun, es ist die Auffassung des Ministeriums, dass ein theoretisches Wissen mehr als ausreichend ist, um Sie durch die Prüfung zu bringen, und das ist es schließlich, worum es in der Schule geht. Und ihr Name ist?" fragte sie ein Mädchen in der ersten Reihe, dessen Hand gerade nach oben geschossen war.
„Parvati Patil, und gibt es nicht einen praktischen Teil in unseren ZAG–Prüfungen in Verteidigung gegen die dunklen Künste? Sollen wir nicht zeigen, dass wir tatsächlich die Gegenflüche beherrschen und alles?"
„Wenn Sie die Theorie fleißig genug studiert haben, gibt es keinen Grund, warum Sie nicht in der Lage sein sollten, Zauber unter sorgfältig überwachten Prüfungsbedingungen auszuführen", sagte Umbridge abweisend.
„Ohne dass wir je zuvor geübt haben?" fragte das Mädchen ungläubig nach. „Wollen Sie damit sagen, dass wir erst bei den Prüfungen richtig zaubern dürfen?"
„Ich wiederhole, wenn Sie die Theorie fleißig genug studiert haben –"
„Und was wird uns die Theorie in der wirklichen Welt nützen?", sagte Harry laut, die Faust erneut in der Luft.
Umbridge sah ihn an und sagte sanft: „Wir sind hier in der Schule, Mr. Potter, nicht in der wirklichen Welt."
„Demnach sollen wir gar nicht darauf vorbereitet sein, was uns dort draußen erwartet?" ereiferte sich Harry.
„Dort draußen erwartet Sie nichts, Mr. Potter", sagte sie beschwichtigend.
„Ah ja?" Die Wut des Schwarzhaarigen erreichte offensichtlich einen neuen Höhepunkt.
„Wer, glauben Sie denn, will Kinder wie Sie angreifen?" fragte Umbridge honigsüß.
„Hm, überlegen wir mal… Vielleicht… Lord Voldemort?"
Die Reaktionen seiner Klassenkameraden zeugten von Angst vor dem Namen. Neville, der vor Yugi saß, rutschte vom Stuhl, einige, wie beispielsweise Ron, keuchten auf und ein paar Mädchen schrieen kurz auf. Während die Schüler wenigstens mehr oder weniger gespannt von Umbridge zu Harry und wieder zurück schauten, blieb diese ruhig und zuckte nicht einmal mit der Wimper.
„Zehn Punkte Abzug für Gryffindor, Mr. Potter", sagte sie ernst. „Nun lassen Sie mich einige Dinge klar und deutlich sagen." Sie erhob sich aus ihrem Stuhl und beugte sich, so gut es ihr Körperbau erlaubte, zur Klasse. „Man hat Ihnen gesagt, dass ein gewisser schwarzer Magier von den Toten zurück sei –"
„Er war nicht tot", widersprach Harry aufgebracht. „Aber ja, er ist zurückgekehrt!"
/'/Ich schätze mal, das gibt Ärger…/'/
/-/Aber wenigstens Baku-Ra hat Spaß. Zumindest im Moment folgt er dem Unterricht./-/
/'/Natürlich, bei so viel Spannung in der Luft ist er glücklich./'/
Umbridge starrte in der Klasse umher, Harrys Blick bewusst ausweichend, und sagte, ohne auch nur ein Mal nach Luft zu schnappen: „Mr-Potter-Sie-haben-Ihrem-Haus-schon-zehn-Punkte-Abzug-eingebracht-nun-machen-Sie-die-Sache-nicht-noch-schlimmer." Dann fuhr sie mit ihrer Rede fort: „Wie ich eben sagte, man hat Ihnen mitgeteilt, dass ein gewisser schwarzer Magier erneut sein Unwesen treibe. Das ist eine Lüge."
Wieder unterbrach der wütende Harry sie. „Das ist KEINE Lüge!", sagte er mit funkelnden Augen. „Ich habe ihn gesehen, ich habe mit ihm gekämpft!"
„Nachsitzen, Mr. Potter!" sagte Umbridge triumphierend. „Morgen Nachmittag. Fünf Uhr. Ich wiederhole, das ist eine Lüge. Das Zaubereiministerium versichert Ihnen, dass Sie nicht durch irgendeinen schwarzen Magier gefährdet sind. Wenn Sie sich dennoch Sorgen machen, dann kommen Sie unbedingt außerhalb der Unterrichtszeit zu mir. Wenn jemand Sie mit Flunkereien über wiedergeborene schwarze Magier in Unruhe versetzt, möchte ich davon hören. Ich bin hier, um zu helfen. Ich will nur ihr Bestes. Und würden Sie nun bitte mit ihrer Lektüre fortfahren. Seite fünf, ‚Allgemeinheiten für Anfänger'."
Während Umbridge sich nun wieder an ihr Pult setzte, stand Harry auf. /Was für ein Idiot. Was, glaubt er, bringt das/ fragte Yami seine beiden Geliebten. Hermine schien seine Meinung zu teilen, denn sie zerrte am Ärmel des Schwarzhaarigen und flüsterte: „Harry, nein!"
Doch er ignorierte ihre Warnung, riss sich los und sprach mit bebender Stimme weiter: „Nun, Ihnen zufolge ist Cedric Diggory also von ganz allein tot umgefallen, ja?"
Die ganze Klasse außer Hermine, Ron und den Schattenmagiern, da letztere die Geschichte von Dumbledore kannten, schnappten hörbar nach Luft. Die Spannung im Raum nahm dermaßen zu, dass man das Gefühl hatte, sie greifen zu können. Begierig, mehr zu erfahren, schauten fast alle Schüler von Harry zu Umbridge.
„Cedric Diggorys Tod war ein tragischer Unfall", sagte sie kalt, ihr falsches Lächeln war längst von ihrem Gesicht verschwunden.
Harry zitterte am ganzen Körper, als er ihr bestimmt erwiderte: „Es war Mord. Voldemort hat ihn getötet, und Sie wissen das."
Anstatt ihn anzuschreien, was beinahe die ganze Klasse erwartete, benutzte Umbridge ihre sanfteste und süßeste Mädchenstimme, als sie sagte: „Kommen Sie her, Mr. Potter, mein Lieber."
Wütend stieß Harry seinen Stuhl zur Seite und stapfte um Hermine und Ron herum, die Bankreihen entlang bis hin zum Lehrerpult. Gespannt hielt der Rest der Klasse den Atem an. Die Lehrerin holte aus ihrer Tasche eine rosafarbene Pergamentrolle hervor, die sie auf ihrem Pult glattstrich. Dann tauchte sie ihre Schreibfeder in das Tintenfass, das vor ihr stand, beugte sich tief über ihr Pult und schrieb etwas auf das Pergament. Als sie nach etwas über einer Minute ihren Text vollendet hatte, rollte sie die Notiz zusammen und berührte sie mit ihrem Zauberstab.
„Bringen Sie dies zu Professor McGonagall, mein Lieber", wies sie ihn mit ihrer Zuckerstimme an und reichte ihm die rosafarbene Notiz.
Wortlos nahm Harry sie ihr ab und verließ den Raum, ohne irgendjemanden eines Blickes zu würdigen. Hermine und Ron sahen sich besorgt an. Die meisten der restlichen Schüler warfen sich betretene und dennoch neugierige Blicke zu. Viele schauten auch Hermine und Ron als Harrys beste Freunde an, als könnten diese ihnen nun mehr Informationen liefern.
/Ich schätze mal, mit dieser Aktion hat Harry die Gerüchteküche ziemlich angeheizt./
/-/Das ist doch klar. Ein Schüler ist letztes Jahr gestorben, und die meisten werden nicht so viel darüber wissen wie wir. Hätte Albus-jii-chan uns das nicht alles erzählt, würde ich auch mehr darüber wissen wollen./-/
„So", unterbrach Umbridge das gedankliche Gespräch der drei und stoppte die wild in der Klasse umherschweifenden Blicke der Schüler. „Noch einmal für Sie alle. Sie brauchen keine Angst vor den Ammenmärchen von Mr. Potter zu haben, denn Sie sind nicht wahr. Ich fürchte, Ihr Mitschüler hat gewisse Probleme mit der Realität. Nun haben wir aber genug Zeit damit verschwendet, uns Lügen über tote schwarze Magier anzuhören. Fahren wir mit den Unterricht fort. Bitte lesen Sie weiter auf Seite fünf, die ‚Allgemeinheiten für Anfänger'."
Folgsam richteten die Schüler ihre Konzentration zurück auf das Buch oder taten zumindest so. Spätestens nach dem ersten Absatz starrten die meisten wieder auf die Seiten ihrer Bücher und hofften, dass die Stunde bald zu Ende sein würde.
Baku-Ra war überhaupt nicht glücklich, dass die ‚lustige' Diskussion zu Ende war und nun wieder Ruhe und Frieden herrschte. ‚Nun weil die dumme Kröte nicht erwartet, im Unterricht angegriffen zu werden…' Plötzlich hellte sich sein Gesicht auf, und ein böses Grinsen ersetzte den mürrischen Blick, als er sich wieder erinnerte, was er geplant hatte. ‚Wenn sie ihren Unterricht so langweilig macht, ist sie selbst schuld!' Leise und vorsichtig beschwor er mit seinen Schattenkräften seine Duelmonsterkarten und durchstöberte sie nach den Monstern, die er wollte.
/Was, meint ihr, hat er vor/
/'/Chaos stiften, was sonst? Anscheinend will er seine Langeweile mit ein oder zwei Monstern bekämpfen./'/
/Sollten wir ihn jetzt nicht aufhalten/
/-/Lass ihn ruhig machen. Umbridge-sensei wird schon sehen, was sie davon hat, mich dazu zu zwingen, ihn auf die Klasse loszulassen. Und Seto und mir auch noch Nachsitzen aufzuhalsen! Ich musste noch nie nachsitzen./-/
/Aber er könnte unsere Mitschüler gefährden./
/-/Wenn es zu gefährlich wird, können wir immer noch was unternehmen./-/
/'/Er scheint sich entschieden zu haben, wen er nehmen will. Ich bin gespannt, was er plant./'/
/Ich glaube, ich sollte aber doch lieber gleich den dunklen Magier((3)) und das dunkle Magier-Mädchen((4)) bereithalten, damit sie sofort eingreifen können. Schließlich hat er auch zwei Karten ausgewählt./
Währenddessen durchstöberte der Grabräuber weiterhin sein Deck. ‚Perfekt', dachte er schließlich, als er auf die zwei Karten stieß, die er suchte. Triumphierend schaute er sie an, bis ihm plötzlich einfiel, dass Yami, Yugi und Kaiba seine Beschwörung verhindern und somit seinen Spaß verderben konnten, wenn sie das wollten. Er sah sie an und bemerkte, dass sie ihn aufmerksam beobachteten.
Er warf ihnen einen zornigen Blick zu und erwartete, dass sie ihn gleich wieder fesseln oder ihm seine Karten abnehmen würden. Aber nichts davon geschah. Im Gegenteil: Yami, Yugi und Kaiba schien es relativ egal zu sein, ob er den Unterricht störte oder nicht. ‚Da sind wohl einige etwas trotzig, weil sie nachsitzen müssen', dachte Baku-Ra, und sein fieses Grinsen kehrte in voller Stärke zurück. ‚Selbst wenn ich damit dem Pharao und seinem Harem einen Gefallen tue, will ich jetzt trotzdem meinen Spaß.'
Er rief ein paar Schatten, mit denen er das Zimmer verdunkelte. Ängstlich blickten die Schüler von ihren Büchern auf. „Was soll das? Wer macht das?" fragte Umbridge, leicht erzürnt darüber, dass erneut die Lektüre unterbrochen wurde.
Baku-Ra grinste nur weiter, schloss seine Augen, konzentrierte die Schattenmagie und rief zwei Duelmonster. Aus den Schatten nahe der Tür trat ein Mann mit türkisgrünen Haaren. Seine Haut war blass und leicht violett, und seine Kleidung bestand aus schwarzem und dunkel-lila Leder und wurde von ein paar Stacheln vollendet.((5))
Umbridge starrte ihn einen Moment lang fassungslos an, dann machte sie ein paar Schritte auf ihn zu und fragte: „Wer sind Sie und wie können Sie es wagen, meinen Unterricht zu stören?" Er grinste die Lehrerin an, wobei spitze Reißzähne sichtbar wurden.
Dadurch darauf aufmerksam geworden, dass jemand hinter ihnen stand, drehten sich auch noch die letzten Schüler um. Die Jugendlichen, die ihm am nächsten saßen –Yami, Yugi, Kaiba und Baku-Ra selbstverständlich ausgenommen–, wichen zurück. „Ich habe nur ein bisschen Durst", erwiderte er, weiter grinsend und seine Zähne zeigend. „Und ich muss sagen, dass hier viele Leckerbissen sind."
Die meisten Schüler in der Nähe sprangen auf und drängten sich an die Wand, möglichst weit von dem Mann weg, der augenscheinlich ein Vampir war. Auch Umbridge wich ein paar Schritte zurück, wodurch sie sich wieder ihrem Pult näherte. „Das können Sie nicht tun, Vampir! Nach Ministeriumserlass 58 Abschnitt 74, ist es Vampiren nicht gestattet, außerhalb eines vom Vampirgremium beschlossenen Radius' zu jagen, und erst recht nicht, Zauberer und Hexen anzugreifen. Also fordere ich von Ihnen, dass sie sich entfernen!"
Sie hatte ihr Pult rückwärts gehend erreicht, aber plötzlich schlang sich ein Arm um ihre Schulter, der in einen oberarmlangen, lilafarbenen Handschuh gehüllt war. Zwei dicke goldene Armreifen schmiegten sich an das zarte Handgelenk der Frau, die hinter der Lehrerin aufgetaucht war, und eine ebenfalls lilafarbene Mischung zwischen Fledermausflügel und Trageschal war daran befestigt, so dass der Flügel auf Umbridges Brust lag. „Ach wirklich?" hauchte eine dunkle Frauenstimme von hinten in das Ohr der Lehrerin.
Die Schüler konnten hinter Umbridge eine weibliche Gestalt ausmachen, die sich auf dem Pult rekelte und die ältere Hexe fest umschlungen hielt. Sie hatte die gleiche Haarfarbe wie der Mann, aber ihre Haare waren länger und in einer ordentlich aussehenden Hochsteckfrisur zurechtgemacht. Auch ihr Kleid war lila und an ihren Oberkörper schmiegten sich 6 Stacheln an.((6)) „Das wurde nicht mit Luc und mir ausgemacht. Daher müssen wir uns zum Glück auch nicht daran halten."
„Aber das gilt für alle Vampire!" sagte Umbridge und ihre Stimme blieb fest, obwohl leichte Angst mitschwang. „Oder wollen Sie erneut Krieg mit den Zauberern? Das letzte Mal haben wir schließlich gesiegt."
„Ich weiß nichts von diesem ‚letzten Mal'", sagte Luc grinsend, „aber Lucretia((7)) und ich haben damals definitiv nicht mitgekämpft, und ich bin sicher, dass sie keine Chance gegen uns hätten, wenn uns solch schwächliche Menschen angreifen würden."
„Ja", erwiderte der weibliche Vampir schnurrend und leckte mit ihrer Zunge über ein Stück von Umbridges Hals. „Und auch wenn Sie etwas älter sind, so ist ihre Haut so aufgequollen und rosig und fordert ja praktisch, dass man hineinbeißt. Also warum sollte ich mir einen solchen Leckerbissen entgehen lassen?" Sie zeigte ihre Reißzähne und machte sich bereit zuzubeißen, während sich Luc eine der Schülerinnen schnappte.
„Stop, dass reicht!" sagte Yami, kurz bevor jemand gebissen wurde. Die beiden Vampire blickten auf und fauchten ihn an, in ihrer Lust auf das Blut nicht mehr klar denkend. Dann beugten sie sich wieder zu ihren Opfern.
„Ich sagte, ‚Stop'!" sagte Yami noch einmal mit Nachdruck und stand auf. Sofort erschienen Mahado, der dunkle Magier, und Mana, das dunkle Magier-Mädchen, neben ihm. Er bedeutete den beiden mit einem Kopfnicken und seinen Augen, dass sie die Situation unter ihre Kontrolle bringen sollten. Die Magier befreiten schnell und zielsicher sowohl die Lehrerin als auch die Schülerin.
Luc und Lucretia zogen sich grollend durch die Schatten in ihre Welt zurück. Dann verneigten sich Mahado und Mana vor Yami und zogen sich ebenfalls zurück. Umbridge, die ja nur gesehen hatte, dass der ehemalige Pharao mindestens zwei der Wesen kontrolliert hatte, erhob ihre Stimme. „Wie können Sie es wagen, solche Wesen zu rufen, Mr. Muto! Nachsitzen, heute Nachmittag um fünf, mit Ihren Freunden zusammen!"
„Was?" fragte Yami aufgebracht. „Ich habe nur geholfen!"
„Sie haben den Unterricht massiv gestört mit ihrer Beschwörung dieser… Kreaturen. Ich sagte bereits vorhin, dass Zauberei in dieser Klasse streng verboten ist! Also wie gesagt: Nachsitzen heute um 17:00 Uhr!"
Baku-Ra hatte Mühe, sein Lachen zu unterdrücken, was ihm von den dreien böse Blicke einbrachte. In diesem Moment klingelte es, und während die ersten Schüler fluchtartig den Raum verließen und sich tuschelnd über die Ereignisse, also Harrys Ausbruch und selbstverständlich auch das Erscheinen der Vampire und der beiden Zauberer, unterhielten, betrat ein etwas kleinerer, weißhaariger Junge das Klassenzimmer.
Wütend funkelte er den Grabräuber an, der instinktiv beim Anblick seines Geliebten schluckte. „Hallo, Ryou, mein Lieber. Hattest du einen schönen Abend? Hast du deine Hausaufgaben schon erledigt?"
„Bak-kun…", zischte Ryou hingegen mit vor Zorn bebender Stimme, ohne auf den Grabräuber einzugehen. „Glaubst du, ich habe es nicht gespürt? Wie kannst du es wagen, Duelmonster im Unterricht zu beschwören."
„Yami hat auch…"
„Auch das habe ich gespürt, aber deine Energie wurde zuerst freigesetzt. Hältst du mich für so blöd, dass ich sowas nicht bemerke?"
„Aber ich wollte nur was für die Bildung der Schüler tun. Du weißt schon, damit sie auch richtig vorbereitet werden auf das Leben und so… Die Frau will sie nie zaubern lassen!"
„Die Frau ist Lehrerin und wird schon wissen, was sie tut!" erwiderte Ryou, immer energischer werdend, wobei er es erstaunlicherweise schaffte, dabei immer noch leise zu sein. Dann wandte er sich an Yami, Yugi und Kaiba: „Und von euch bin ich auch enttäuscht! Ihr hättet dem viel früher Einhalt gebieten können."
„Aber Ryou, sie war wirklich total unfair", sagte Yugi beschwichtigend. „Sie lässt uns aus völlig idiotischen Gründen nachsitzen: Mich, weil ich zu Beginn des Unterrichts Baku-Ra aufgehalten habe, Seto, weil er mich verteidigt hat und Yami jetzt zum Schluss, weil er ihr und einer Schülerin mit dem Rufen von Mahado und Mana geholfen und sogar das Leben gerettet hat."
Ryou sah ihn kurz nachdenklich an. „Na, das ist wirklich nicht nett."
„Siehst du?" sagte nun Baku-Ra wieder mutiger, weil der Zorn seines Geliebten etwas abgeklungen zu sein schien. „Aber mir glaubst du ja nicht!"
Ryou warf ihm wieder einen bösen Blick zu. „Ja, weil du immer zu extrem bist. Du hast Unschuldige in Gefahr gebracht mit deinem Verhalten! Wir gehen! Mach dich aber auf eine Strafe gefasst, wenn wir wieder zu Hause sind!"
„Was? Warum?" maulte Baku-Ra und wollte diskutieren, aber Ryou packte ihn am Ohr und erstickte damit alle weiteren Widersprüche des Grabräubers im Keim. Da die Fünf inzwischen die Einzigen im Klassenzimmer waren, verschwanden die beiden Weißhaarigen sofort in den Schatten, holten schnell noch Chetmety ab und kehrten dann nach Japan zurück.
Fortsetzung folgt…
Anmerkungen
((1)) Für alle, die sich nicht erinnern, das war der für Baku-Ra erfundene Nachname aus ‚Schattenmagier 1 – Epilog'.
((2)) Ich kann nicht glauben, dass ich das geschrieben habe! Jedes Buch ist kostbar. Bitte tut nie einem armen, unschuldigen Buch so was oder ähnliches an, selbst wenn nur Schwachsinn drin steht.
((3)) Muss ich zu dem was
erwähnen? Die Punkte sind 2500/2100.
Magician
‚rumtanz': Jaaaa, ich liebe den ‚Schwarzen Magier'... Auch
wenn er bei uns nicht so heißt... Kann mir mal jemand sagen,
was die Amis gegen das ‚schwarz' hatten?
((4)) Ähm,… ich denke, die ist auch bekannt. Die Punkte sind zur Erinnerung 2000/1700. Ihr Effekt ist bestimmt auch allgemein bekannt.
((5)) Dieses Monster soll der ‚Vampire-Lord' sein. Seine Punkte sind 2000/1500. Er ist ein Effektmonster: "Each time this card inflicts Battle Damage to your opponent declare 1 card type (Monster, Spell, or Trap). Your opponent selects 1 card of that type from his/her Deck and sends it to the Graveyard. Also, when this card is destroyed and sent to the Graveyard by your opponent's card effect, it is Special Summoned to the field during your next Standby Phase."
((6)) Passend zu ‚Vampire-Lord' ist das ‚Vampire-Lady'. Ihre Werte sind 1550/1550, und sie hat den gleichen Effekt wie ihr männliches Pendant, nur der letzte Satz fehlt.
((7)) Weiß auch jeder, wer Lucretia war? … Vermutlich nicht. Lucretia war, der Legende zufolge, eine hochgestellte römische Bürgerin in der Königszeit. Als ihr Mann, Brutus (ein Nachfahre von ihm war der Brutus, den man von Caesar als einen seiner Mörder kennt: „Auch du Brutus, mein Sohn?"), zusammen mit den anderen Männern im Feldlager war, fragten sie sich, was die Frauen zu Hause wohl täten. Über Nacht ritten also einige der Männer zurück nach Rom. Die Kriege zur Zeit der Königszeit waren ja noch in Roms unmittelbarer Nachbarschaft. Erst in der Republik und speziell dann nach den Ständekämpfen waren die Kriege etwas weiter weg, so dass so was nicht mehr möglich gewesen wäre. Aber zurück zum Thema Lucretia: Also, die Frauen habe sich mit Gelagen und so in Rom unterhalten, während die Männer nicht da waren (ein Frauenabend eben). Aber Lucretia und ihre Dienerinnen haben, wie es einer braven Frau geziemte, Stoff-/Wollarbeiten gemacht und sich auch noch gefragt, wie es denn Männern so gehen würde. Die Männer beobachteten das und fanden das natürlich ganz toll. Der Neffe des Königs, Tarquinius Sextus sah sie und verliebte sich in sie wegen ihrer Tugendhaftigkeit. Sie ritten zurück, aber T.S. hatte es ziemlich schwer erwischt (was man(n) nicht haben darf, will man(n) erst recht…) und deshalb ritt er in der nächsten Nacht wieder zu Lucretia. Er bedrohte sie mit seinem Schwert und außerdem auch noch ihre Ehre, dass er behaupten würde, er hätte sie ermordet, weil sie mit einem Sklaven intim gewesen wäre. Sie ließ sich erpressen und schlief mit ihm. Am nächsten Morgen rief sie ihren Mann und ihren Vater, die beide im Feldlager waren, zu sich. Als die beiden zu ihr kamen, erzählte sie ihnen davon, sie verziehen ihr aber sie erstach sich trotzdem, „um ein gutes Vorbild zu sein". … Bin ich froh, dass das Frauenbild sich doch etwas geändert hat. Wie auch immer... Der Legende nach war das der Auslöser zur Vertreibung der Könige, und danach wurde Rom eine Republik. Über die römische Königszeit lässt sich wenig Konkretes sagen. Laut meinem einen Professor kann man über die Königszeit in Rom nur eins sagen: „Es hat sie gegeben. Vielleicht." Alles andere sind nur Geschichten/Legenden von späteren Autoren. Zugegeben, meine Lucretia hat nichts mit der römischen zu tun, aber die Geschichte kann man ja durchaus kennen.
Annuket: Also dann... Noch einmal bis nächste Woche.
