Annuket 'flüstert, weil Magician im Bett liegt und schläft':
Hallo, hier das nächste Kapitel. Trotz den zwei Wochen war es
ziemlich knapp mit der Korrektur. Magician war nämlich krank und
konnte sich nicht richtig konzentrieren. Ich hoffe aber, dass
trotzdem nicht mehr so viele Fehler drin sind. Auf jeden Fall wieder
vielen Dank an meine Reviewer. Danke, liebe Dax. Auch dir vielen
Dank, Claudia. Da du dich so strickt weigerst, "Harry Potter" zu
lesen, habe ich immerhin den Vorteil, dass du mir nicht vorwerfen
kannst, meine Geschichte würde nicht zum Buch passen. 'immer optimistisch sei' Und was Umbridge angeht… Sie wird noch mehr
leiden im Laufe des Schuljahres… 'böse lach'
Magician 'zuckt und wacht auf, weil Annuket zu laut ist': Was ist los...?
Annuket:
Entschuldige. Ruh dich noch etwas aus. Ich muss gerade noch die
Reviewantworten fertig machen. Nun zu dir, Heavenfly. Kein Problem
mit der "Werbung". Schreib bitte bald weiter, auch wenn es nicht
so viele Reviews sind, ja? Zum Abendessen… Gute Frage und die
Antwort ist: Ich verstehe es selbst nicht… Bei Harry, der ab
Dienstag (S. 293 relativ weit unten sagt ihm übrigens McGonagall,
dass er ab dem nächsten Tag den Rest der Woche nachsitzen muss und deshalb habe
ich Yugi, Yami und Kaiba am Montag gleich nachsitzen lassen)
nachsitzen muss, steht dazu S. 310: "Da Harry fürchterlich
hungrig war und er um fünf zum ersten Mal bei Umbridge
nachsitzen musste, brachte er seine Tasche nicht erst hinauf in den
Gryffindor-Turm, sondern ging gleich zum Abendessen, damit er noch
etwas hinunterschlingen konnte, bevor er sich dem stellte, was sie
für ihn in petto hatte." Also gibt es schon vor 17 Uhr
Abendessen. Also habe ich in meinem Stundenplan festgelegt, dass sie
zwischen 16:30 Uhr und 20:00 Uhr Essen können. Andererseits ist
das sowieso eine Frage der Gewöhnung, ob man schon 20:00 Uhr
wieder Hunger hat. Ich hatte auch mal eine lange Zeit immer um 17:30
Abendbrot gegessen und dann nichts mehr bis zum nächsten Morgen
und hatte dann keinen Hunger mehr. Ach so, und was den Brief Umbridges an McGonagall angeht: Damit hat sie der Hauslehrerin von Gryffindor nur mitgeteilt, dass Harry den Rest der Woche nachsitzen muss und die Gründe dafür. Und zu Neville und Trevor: Neville
wird ihn verstehen. Ich habe das für etwa Mitte November (im Buch wohlgemerkt)
geplant, also sind es noch… ein paar Kapitel… genaueres verrate
ich noch nicht, hehehe. Und was Lemon betrifft… Noch traue ich mich
das nicht mit dem ausformulieren… Vielleicht später. Der erste
Schritt wäre dann erst einmal für mich mit zwei Leuten…
Mit dreien ist es noch ein bisschen schwerer. Mal sehen.
Magician 'hustet': …
Annuket:
Dein Husten wird aber auch nicht besser… Hier, trink erst einmal den schönen warmen Kakao von Claudia... ‚Geistesblitz' Hey,
ich bin doch jetzt im Autormodus! Ich werde den Bakterien oder Viren
sagen, dass sie dich in Ruhe lassen sollen!
Magician 'heiser':
… Ich glaube nicht, dass das was bringt. 'hustet'
Annuket:
Aber einen Versuch ist es wert. 'schrumpft sich auf Bakteriengröße
und teleportiert sich in das Viren- und Bakteriengebiet in
Magician und zaubert sich Stimmverstärker' Hallo, liebe
Bakterien und Viren. Ich weiß, ihr kennt mich nicht, aber ich
bin Annuket. Natürlich ist mir klar, dass auch ihr nur leben
wollt, aber könntet ihr euch bitte einen anderen Körper
suchen? Ihr behindert meine Betaleserin Magician, und das stört
mich irgendwie ein bisschen.
Viren und
Bakterien: Vergiss es, wir haben uns gerade erst häuslich
eingerichtet.
Annuket:
Ich warne euch, ich bin Autor.
Viren und
Bakterien: Ja und? Dir gehört ja noch nicht einmal Yugioh oder
Harry Potter.
Annuket:
Ihr seid ja sooooooo gemein. Das wollte ich doch später sagen. 'teleportiert sich heulend aus Magicians Körper und macht sich
wieder groß' Deine Viren und Bakterien sind ja sooo fies…
Magician 'kriegt einen Hustenanfall': ...Das musst du mir nicht sagen. ... Ich hasse es, krank zu sein.
Annuket 'Magician knuddel, die sich durch ihre Schwäche nicht wehren kann': Ich weiß, ich weiß... Aber wir laden trotzdem hoch! Das wird den bösen Krankheiterregern eine Lehre sein.
Magician 'leidenschaftslos': Wenn du meinst...
Annuket: Ja. Also, viel Spaß mit dem Kapitel.
((...))
Anmerkungen
Gedankenverbindung/.../ Yami; /-/.../-/Yugi; /'/.../'/ Kaiba
„..."
Gespräch
‚...'
Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch wörtliche Rede
wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges Tier des Re); :-:...:-: Miut
(Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet); :':...:': Scha (Kaibas
Hund, heiliges Tier des Seth); --:…:-- Chetmety (Baku-Ras Schlange,
heiliges Tier des Apopis); :--…--: Trevor (Nevilles Kröte,
heiliges Tier von Hu und Hauhet)
Dieser Tag ist beschrieben in ‚ Harry Potter und der Orden des Phönix' S. 302-312. Manche Dialoge habe ich wieder übernommen.
Kapitel 8: Der zweite Schultag
Der Dienstagmorgen brach an, und die drei Schattenmagier schliefen eng umschlungen in dem großen Bett, in dem sie die Nacht verbracht hatten. Ihr Schlaf wurde jäh unterbrochen, als Benu hereinflatterte. Der körperlich ausgewachsene und somit fast schwanengroße Phönix ließ sich in seinem kindlichen Übermut mit voller Wucht von der Höhe der Decke, die etwa zwei Meter über dem Bett war, auf dasselbe fallen. Genauer gesagt landete er mit aller Kraft, die ihm die Erdanziehung zur Verfügung stellte, auf Yamis Bauch, so dass der ehemalige Pharao erschrocken hochfuhr. „Auuuuu", brachte er heraus, bevor er den Vogel entdeckte, der ihn erwartungsvoll und freudig anblickte. „Benu… Bitte weck mich nie wieder so!"
:Wieso?: fragte der Vogel unschuldig.
„Weil du zu groß dazu bist und Yami gerade wehgetan hast", erwiderte Yugi verschlafen.
:Aber Sarlena hat gesagt, dass ihr jetzt aufstehen müsst, und deshalb wollte ich ihr helfen, so dass sie euch nicht wecken muss:, schmollte der Phönix.
„Das ist lieb von dir", beruhigte Yami ihn, da er dem Vogel nie böse sein konnte, und tätschelte liebevoll seinen Kopf. „Nur sei das nächste Mal ein bisschen sanfter, ja?"
:Ok:, strahlte Benu und schmiegte sich an Yamis nackte Brust.
Yami lächelte und streichelte sanft das rot-gelbe Gefieder des schönen Vogels. „Warum gehst du nicht zu Miut und Scha, um Frühstück zu bekommen?"
:Ich warte lieber hier. Die beiden sind noch etwas verschlafen:, trällerte der Phönix vergnügt.
„Ähm, aber wir wollen aufstehen", sagte Yugi nervös.
:Ja, und?: fragte Benu verwirrt.
„Wir haben nichts an", erwiderte Yugi und wurde ein bisschen rot.
:Warum? So warm ist es doch gar nicht mehr, dass man nackt schlafen müsste.:
„Das erfährst du, wenn du älter bist", mischte sich nun Kaiba energisch ein. „Jetzt tu, was wir dir sagen, und warte unten auf uns!"
Benu sah Yami bittend an. Dieser seufzte und sagte, während er den Vogel sanft streichelte: „Bitte sei artig, ja?"
:Na schön:, sagte Benu leicht schmollend, weil er seinen Willen ausnahmsweise nicht bekommen hatte. Er flog aus dem Zimmer und rief, als er auf der Treppe war: SARLENA! DA BIN ICH WIEDER! SIE SIND WA-HA-CH!: und einen Moment später war unten ein Scheppern zu hören, gefolgt von der panischen Stimme des Duelmonsters: „Waaahhh, und Wispy und ich war gerade fertig mit dem Einräumen dieses Bücherregals!"
„Er ist wirklich ein Energiebündel", sagte Yami kopfschüttelnd zu seinen Geliebten.
„Ja, da hast du recht", erwiderte Yugi, der gerade über den Pharao gekrabbelt war und sich nun unbekleidet neben dem Bett streckte.
„Sieht so aus, als würde es wieder sehr regnerisch heute", stellte er nach draußen schauend fest, während er mit dem Rücken zu seinen Geliebten stand.
„Hmm... Also, mir gefällt, was ich sehe", hauchte Kaiba, lustvoll den nackten Körper Yugis musternd.
Dieser drehte seinen Kopf zurück zum Bett, auf dem sich Yami und Kaiba rekelten. „Ich weiß, was du meinst", stimmte der ehemalige Pharao zu.
„Aber wir haben doch erst gestern Nacht…", hob Yugi leise an zu sprechen.
„Und?" schnurrte Kaiba.
„Wir haben bald Schule", argumentierte Yugi, klang aber nicht sehr überzeugend.
„Es ist erst halb acht. Eine halbe Stunde haben wir sicher noch", begann der ehemalige Pharao schmollend. „Wenigstens einen Guten-Morgen-Kuss könntest du mir geben."
„Na gut", erwiderte Yugi. Er näherte sich dem einstigen Herrscher Ägyptens, beugte sich zu ihm herunter und küsste ihn sanft auf die Lippen. Yami zog ihn augenblicklich näher an sich heran und schob seine Zunge in die vertrauten, unwiderstehlichen Tiefen von Yugis Mund.
/-/Yami.../-/, stöhnte Yugi lustvoll in den Kuss, als Yamis Zunge genüsslich mit seiner spielte. /-/Schule…/-/
„Dein Körper sagt hier aber, dass du mehr willst", hauchte Kaiba verführerisch in Yugis Ohr und fuhr mit seiner Hand über die Stelle des Körpers seines kleineren Geliebten, die nun nach Aufmerksamkeit verlangte. Gleichzeitig knabberte er an Yamis Nacken, was wiederum dazu führte, dass für einen Moment der Tanz der Zungen in Yamis und Yugis Mund unterbrochen wurde. „Aber in Anbetracht der Zeit schlage ich doch vor, dass wir ins Bad gehen. Da ist diese schöne geräumige Badewanne…"
/-/Ok, aber macht schnell!/-/ flehte Yugi, dessen Beine sich inzwischen unter den Verführungskünsten der beiden anderen wie Wackelpudding anfühlten.
Yami brach nun endlich den Kuss mit ihm, stand auf und hob den Kleineren hoch. Dicht gefolgt von Kaiba trug er ihn in das Badezimmer, dass der CEO hinter ihnen abschloss.
Um 8:30 Uhr hetzten Yami, Yugi und Kaiba zum Frühstück in die große Halle. „Was haben wir eigentlich heute?" fragte Kaiba, während er hastig eine Schüssel Müsli herunterschlang.
„Doppelstunde Zauberkunst, Doppelstunde Verwandlung, dann gibt's Mittag und zum Abschluss haben wir dann noch je eine Stunde Pflege magischer Geschöpfe und Kräuterkunde", erwiderte Yami, während er sich Eier und Speck auf seinen Teller schaufelte, da er seinen Joghurt gerade aufgegessen hatte.
„Ich mag Verwandlung nicht", murmelte Yugi, während er sein Marmeladenbrötchen knabberte.
/Ach komm. So schwer ist es doch gar nicht/, erwiderte Yami, während er einen kräftigen Schluck aus seiner Kakaotasse zu sich nahm.
/-/Ich habe nur gesagt, dass ich es nicht mag, nicht, dass ich es schwer finde. Ich meine, ich würde es mir ja gefallen lassen, wenn wir nur irgendwelche Gegenstände verwandeln müssten. Aber warum müssen zig Schüler Jahr für Jahr irgendwelche armen Tiere verwandeln oder ihnen andere Sachen antun?/-/ sagte Yugi, der sich nun nach einem kurzen Blick auf die Uhr sein Brötchen vollständig in den Mund gestopft hatte.
Nachdem sie aufgegessen hatte, wurde es zeitlich schon etwas knapp für die drei Schattenmagier, obwohl sie sich mit dem Frühstück beeilt hatten. Zum Glück brachte ihnen Samantha ihre Schultaschen mit den Büchern und Materialien für den Tag. Nachdem sie sich auf der Nahe gelegenen Jungentoilette die Hände gewaschen hatten, nahmen sie ihre Taschen dankbar von der dreiäugigen Hexe entgegen und begaben sich eilig zum Unterrichtsraum für Zauberkunst.
Als sie den Raum betraten, klingelte es auch schon und sie schauten sich hastig nach freien Plätzen um. Schließlich fanden sie welche neben und hinter Neville, die dieser für sie freigehalten hatte. Yugi setzte sich wieder neben den etwas rundlichen Gryffindor, der ihm und seinen Geliebten lächelnd einen guten Morgen wünschte, während Yami hinter Yugi saß und Kaiba hinter Neville.
Sie setzten sich schnell, während Professor Flitwick, der ein winzig-kleiner Mann war und den sogar Yugi überragte, sie leicht mahnend ansah. Nachdem sich die drei Schattenmagier gesetzt hatten, begrüßte der Lehrer die Klasse mit seiner quiekenden Stimme und auch er kam nicht umhin, sie daran zu erinnern, dass die Schüler in ihrem ZAG-Jahr waren: „Sie müssen bedenken, dass diese Prüfungen Ihr künftiges Leben für viele Jahre beeinflussen können! Wenn Sie bisher noch nicht ernsthaft über Ihre Berufslaufbahn nachgedacht haben, dann ist es jetzt an der Zeit. Unterdessen, fürchte ich, werden wir fleißiger denn je arbeiten, damit sie ihren Fähigkeiten auch gerecht werden!"
Erneut folgten Wiederholungen der wichtigsten Zauber der ersten vier Jahre, und in der zweiten Stunde wurde dann der erste Zauber des neuen Jahres geübt: Das Verzaubern eines Spiegels, so dass er für einige Zeit eine eigene Persönlichkeit hatte.((1))
Die Pause von 10:30 Uhr bis 11:00 Uhr nutzen die drei, um die Hausaufgaben, die Professor Flitwick ihnen gegeben hatte, nämlich einen Gegenfluch zu finden, mit dem ein verfluchter Spiegel wieder benutzbar wurde, sofort zu erledigen. Yugi war der Mann sehr sympathisch, nicht nur, weil er nett und fröhlich war, sondern auch, weil der kleine Schattenmagier ausnahmsweise nicht nach oben schauen musste, wenn er vor dem Lehrer stand. Neville, der mit ihrer Hilfe diese Hausaufgaben ebenfalls sehr schnell erledigen konnte, hatte es am Ende der Pause sogar geschafft, seinen Spiegel etwa eine Minute reden zu lassen. Auch wenn der Spiegel nicht sehr nett gewesen war und alle beschimpft hatte, die er erblickte, anstatt ihnen zu sagen, dass sie gut aussahen.
In der Doppelstunde Verwandlung erfolgte genauso wie in Zauberkunst und den anderen Fächern, die die Schattenmagier bisher besucht hatten, erst einmal die Erinnerung an das ZAG-Jahr. Die Stimme Professor McGonagalls klang streng und grimmig, als sie ihre die Schüler zum fünften Jahr Verwandlung begrüßte. „Sie kommen durch keine ZAG-Prüfung ohne ernsthafte Praxis, Übung und Studium. Ich sehe keinen Grund, warum jemand in dieser Klasse keinen ZAG in Verwandlung erlangen sollte, wenn er oder sie gründlich darauf hinarbeitet. Ja, auch Sie, Longbottom", unterbrach sie ihre Rede, weil besagter Schüler besorgt geseufzt hatte. Der Gryffindor wurde leicht rot, da er durch die Nennung seines Namens im Zentrum der Aufmerksamkeit stand. „Ihre Arbeit ist nicht schlecht, nur fehlt es Ihnen an Selbstvertrauen. Nun … heute beginnen wir mit Verschwindezaubern. Diese sind leichter als Beschwörungszauber, die Sie für gewöhnlich erst auf UTZ-Niveau versuchen werden, und dennoch gehören sie zur schwierigsten Magie, die beim ZAG geprüft wird."
Nachdem McGonagall den Zauber demonstriert hatte, durften die Schüler ihn an ihren Schnecken ausprobieren. Yami, Yugi und Kaiba gelang es selbstverständlich gleich beim ersten Mal, was jedem von ihnen 10 Punkte für ihr Haus einbrachte. Hermine, deren Schnecke immerhin noch beim dritten Versuch verschwand, bekam ebenfalls 10 Punkte. Der Rest der Klasse hingegen schaffte es nicht, wobei dank der Erklärungen und Hilfe der Schattenmagier von Nevilles Schnecke immerhin das Haus verschwunden und nur noch der Vorderteil sichtbar war.
Zufrieden mit dem bisherigen Tag gingen sie nach dem Unterricht um 12:30 Uhr zum Mittagessen in die große Halle. Da die meisten Schüler, nämlich all diejenigen, die keine Doppelstunde zuvor gehabt hatten, schon gegen 12:00 Uhr gegessen hatten, waren nicht mehr ganz so viele Schüler anwesend. Neville holte sich vom Gryffindortisch sein Essen und setzte sich dann zu Yami, Yugi und Kaiba.
Kurze Zeit später wanderte Malfoy vom Slytherintisch zu ihnen herüber. „Hey, wie geht's euch?" begrüßte der Blonde die drei Schattenmagier und ignorierte Neville, der unter den verächtlichen und drohenden Blicken Crabbes und Goyles lieber sein Essen anschaute, das er wortlos zu sich nahm.
„Gut, und selbst?" erwiderte Yami.
„Auch", antwortete Malfoy. „Ich habe gehört, dass ihr in anderen Hausmannschaften beim Quidditch mitspielen dürft, weil ihr ja keine eigene Mannschaft aufstellen könnt. Ich habe bei unserem neuen Kapitän, Mortimer((2)) Montague, ein gutes Wort für euch eingelegt, und es sind mindestens 2 Positionen bei uns zu besetzen. Also, wenn ihr Lust habt, könnt ihr gerne an dem Auswahlspiel am nächsten Montag teilnehmen. Ich habe ja gesehen, dass ihr nicht schlecht seid.((3))"
„Danke für das Angebot", erwiderte Yami. „Aber ich glaube, ich will mehr Zeit für andere Dinge haben. Und ich denke, dass das gleiche für Yugi und Seto gilt."
„Ihr könnt bestimmt auch bei Gryffindor mitmachen", meldete sich Neville zu Wort, der seine Freunde lieber nicht so eng mit den Slytherins verbunden sehen wollte. „Angelina, unser Mannschaftskapitän, sucht auch neue Spieler. Ich habe den Aushang gesehen. Es ist Freitagabend."
Malfoy funkelte den Gryffindor an, woraufhin dieser zusammenzuckte. „Wer will schon zu diesen Losern, Tollpatsch."
„Unsere Mannschaftsmitglieder sind keine Loser", ereiferte sich Neville. „Außerdem haben sie die Slytherinmannschaft schon mehr als ein Mal besiegt."
„Nur weil sie mehr Glück als Verstand haben", erwiderte Malfoy giftig.
„Vielen Dank, dass du an uns gedacht hast, Malfoy-kun", unterbrach Yugi ihren Streit. „Und auch dir Danke, Neville-kun, für deinen Vorschlag. Aber ich fürchte, wir haben uns sowieso bereits entschieden, keiner Mannschaft beizutreten. Schließlich sind wir im fünften Jahr, und ihr habt doch die Lehrer gehört, dass wir auf ZAGs zusteuern und uns anstrengen müssen."
„Wie ihr wollt", erwiderte Malfoy. „Wenn ihr es euch noch bis Montag anders überlegt, dann kommt einfach zum Auswahlspiel. Montag, 19:00 Uhr auf dem Quidditch-Feld. Aber jetzt muss ich leider los. Wir hatten keine Doppelstunde vorher und haben deshalb jetzt noch eine Stunde Kräuterkunde vor Pflege magischer Geschöpfe, was wir ja nachher zusammen haben. Also bis dann."
„Bis dann", verabschiedeten sich die drei. Neville schwieg und schaute wütend neben seinen Teller auf den Tisch. Malfoy erhob sich und verließ die große Halle, dicht gefolgt von Crabbe und Goyle.
„Wie könnt ihr mit ihm befreundet sein?" fragte Neville schließlich, als die Slytherins weg waren. „So weit ich weiß, soll sein Vater ein Anhänger von Ihr-wisst-schon-wem sein."
„Wirklich?" fragte Yugi. „Das wusste ich nicht. Aber selbst wenn dem so ist, kann man doch Malfoy-kun nicht für Taten seines Vaters verantwortlich machen. Das wäre ziemlich unfair."
„Aber auch Malfoy ist böse", erwiderte Neville. „Er beleidigt oft muggelstämmige Schüler, besonders Hermine. Er ist voll von Vorurteilen."
„Aber so wie es scheint, gibt es auch bei euch Gryffindors Vorurteile gegenüber den Slytherins", erwiderte Kaiba. „Und auch wenn viele Beleidigungen von Slytherin ausgehen mögen, so tragen die Gryffindors bestimmt ihren Teil zur Fortführung dieser Feindschaft bei."
„Wie dem auch sei, wir werden neutral bleiben", meinte Yami. „In jedem der Hogwartshäuser gibt es Personen, mit denen man durchaus gut auskommen kann."
„Und was machen wir jetzt" fragte Yugi, der als letzter mit dem Essen fertig geworden war.
„Wir haben noch eine Dreiviertelstunde", stellte Kaiba nach einem Blick auf seine Uhr fest. „Also, ich muss noch was im Gemeinschaftsraum erledigen." Und dann fügte er gedanklich hinzu/'/Oder eher in Japan. Ich will mir die wichtigsten Berichte und Post von Kaiba-Corp. holen und durchsehen, wenn ihr einverstanden seid./'/
„Ok, bis später", erwiderte Yugi. „Gehen wir so lange in die Bibliothek?" /-/Wir könnten anfangen, alle Bücher dort zu lesen. Dann brauchen wir später nicht mehr so viel zu lernen und erfahren mehr über die Dinge, die in der Zaubererwelt möglich sind./-/
„Gut, dann fange ich schon mal mit meinem Aufsatz für Binns an", entschied sich Neville.
Yami, Yugi und Neville verabschiedeten sich von Kaiba, der, sobald er allein in einem Gang war, in den Schatten verschwand und nach Japan zurückkehrte. Der Gryffindorschüler führte die beiden verbleibenden Schattenmagier in die Bibliothek. Fasziniert betrachteten die beiden Austauschschüler die vielen Reihen voll gestopft mit Büchern zu allen magischen Themen.
„Ausleihen kann man nur jeweils eine Woche", flüsterte Neville, während er mit Yami und Yugi durch die Bibliothek ging auf der Suche nach einem freien Tisch. „Und passt auf Madam Pince auf, die Bibliothekarin. Das ist diese Frau da drüben", er deutete mit einem Kopfnicken auf eine alte, streng aussehende Dame, die etwas Geierartiges an sich hatte in ihrer Art, durch die Bibliothek zu streifen, um jeden Schüler, der die Bücher misshandelte oder sie auch nur falsch anschaute, zu vertreiben. Genau das machte sie in diesem Moment mit einem verängstigten Drittklässler, dem versehentlich das oberste Buch seines beachtlichen Bücherberges heruntergefallen war.
„Zehn Punkte Abzug für Ravenclaw. Und ich will Sie heute nicht mehr in der Bibliothek sehen! Verschwinden Sie und reflektieren Sie, was Sie Furchtbares getan haben!" befahl sie und scheuchte den armen Schüler, der etwas von „Aber meine Hausaufgaben…" stammelte, aus dem Raum.
Als er draußen war, kreiste((4)) die Bibliothekarin erneut durch die Buchreihen. Sie warf Neville, Yami und Yugi einen bösen Blick zu, als wolle sie sagen ‚Und warum steht ihr da? Wartet wohl darauf, dass ich unvorsichtig werde, um meine geliebten Bücher zu beschädigen.' Neville schnappte erschrocken nach Luft und schaute sich wieder hektisch im Raum nach einem Tisch um.
Nicht weit von ihnen saßen Harry und Ron an einem Tisch für acht Leute, auf dem sechs Bücher verteilt lagen, von denen die beiden jungen Männer jeweils eines gerade lasen. Schnell richtete Neville seine Schritte dorthin. Yami und Yugi folgten ihm. „Dürfen wir uns hier mit dazusetzen?" fragte der Gryffindor seine beiden Hausgenossen. Ron und Harry schauten hoch und nickten.
„Woran arbeitet ihr?" fragte Yugi im Flüsterton.
„Mondsteine… ihr wisst schon, ihr wisst schon, der Aufsatz für Snape", erwiderte Ron. „Ihr auch?"
„Nein, wir wollen uns nur so die Bücher anschauen und gucken, ob wir was Interessantes finden", erwiderte Yami. „Die Hausaufgaben, die wir bis jetzt aufbekommen haben, haben wir schon alle erledigt."
„Wirklich?" fragte Ron hoffnungsvoll. „Könnt ihr uns eure Mondsteinaufsätze zeigen?"
„Nein, tut mir leid, wir haben sie nicht dabei", antwortete Yugi. „Aber vielleicht können wir euch so helfen. Was habt ihr denn schon?"
Ron zeigte ihm die zwei Sätze, die er bis dahin geschrieben hatte. „Nun ja", sagte Yugi. „Das ist ja noch nicht sehr viel. Also eine der wichtigsten Eigenschaften ist-"
Weiter kam der Smaragdschüler nicht, denn neben ihm zischte es: „Ruhe!" Er drehte sich zur Seite und sah die Bibliothekarin wutschnaubend schräg hinter sich stehen. „Diese Bibliothek ist ein Ort der Ruhe, und diese sollte von niemandem gestört werden. Erwische ich Sie noch einmal, bekommen Sie einen Tag Bibliotheksverbot!"
„Entschuldigung", flüsterte Yugi. „Ich werde jetzt leise sein."
Madam Pince musterte ihn noch einmal kurz und verließ dann den Tisch mit einem verächtlichen Schnauben. Yugi bedeutete Ron mit seinem Mund die Wort: ‚Tut mir leid', und las dann schnell das Buch der beiden Gryffindors, das ihm am nächsten lag. Dann zeigte er Harry und Ron die wichtigsten Stellen, damit sie sie sich durchlesen konnten. So verfuhr er mit den restlichen Büchern auch, während sich Yami andere Bücher aus den nächsten Regalen nahm und las.
Etwa um 13:45 Uhr stellten sie die Bücher wieder an ihre angestammten Plätze und verließen die Bibliothek. Sie durchquerten die ganze Schule und traten schließlich ins Freie. Kaiba hatte sich ihnen unterwegs kurz vor der großen Halle wieder angeschlossen.
Als sie den drei Gryffindors den Wiesenhang entlang zu einer kleinen Hütte am Wald folgten, zerrte der kühle Wind an ihren Umhängen, und auch ein oder zwei Tropfen fielen auf ihre Gesichter. Dennoch schien die Lehrerin entschlossen zu sein, den Unterricht draußen stattfinden zu lassen. Etwa zehn Meter von der Hütte entfernt, stand ein langer Zeichentisch, der übersäht war mit Zweigen. Die drei Schattenmagier betrachteten diese interessiert. Währenddessen waren Malfoy und seine Hausgenossen auch eingetroffen und amüsierten sich über irgendetwas, was ihrer Gestik nach zu urteilen Harry sein musste.
„Sind alle da?" fragte Professor Raue-Pritsche vom Kopf des Zeichentisches in einem bellenden Tonfall. Die Schüler wurden ruhiger und schauten sie an. „Dann legen wir sofort los. Wer kann mir sagen, wie man diese Dinger hier nennt?"
Yami, Yugi und Kaiba betrachteten die kleinen, wichtelartigen Holzgeschöpfe, mit ihren zierlichen Armen und Beinen, die ruhig dalagen und die wenigen Regentropfen, die auf den Tisch fielen, zu genießen schienen. Plötzlich stieß ein Slytherinmädchen hinter ihnen ein kreischendes Lachen aus((5)), und sofort konnten die drei Schattenmagier beobachten, wie sich die winzigen käferbraunen Augen der kleinen Wesen öffneten, die dann aufgebracht in die Luft sprangen.
„Oooooh!" riefen zwei Gryffindormädchen entzückt.
„Seid bitte leise, Mädchen!" dämpfte Professor Raue-Pritsche die Freude der beiden mit ihrer barschen, strengen Stimme. Dann nahm sie eine Handvoll von etwas, das wie brauner Reis aussah, aus der Schüssel vor sich und warf es den Holzwesen hin, die sich hungrig auf ihr Essen stürzten. „Nun – kennt jemand den Namen dieser Kreaturen? Miss Granger?"
„Bowtruckles", erwiderte die Gryffindor. „Sie sind Baumwächter und leben normalerweise in Zauberstabbäumen."
„Fünf Punkte für Gryffindor", verkündete die Lehrerin. „Ja, dies sind Bowtruckles, und wie Miss Granger richtig sagt, leben sie meist in Bäumen, aus deren Holz Zauberstäbe gefertigt werden können. Weiß jemand, was sie fressen?"
„Holzläuse", erwiderte Hermine prompt, ohne sich zu melden. „Aber auch Feeneier, wenn sie welche kriegen können."
„Sehr gut, noch mal fünf Punkte für Sie. Also, wann immer Sie Blätter oder Holz von einem Baum brauchen, in dem ein Bowtruckle wohnt, ist es klug, Holzläuse als Geschenk mitzubringen, um ihn abzulenken oder zu besänftigen. Sie sehen vielleicht nicht gefährlich aus, aber wenn man sie ärgert, versuchen sie die Augen der Menschen mit ihren Fingern auszustechen. Diese sind, wie Sie sehen, messerscharf und sollten lieber nicht in die Nähe eines Augapfels gelangen."
Yamis Hand hob sich zögerlich. „Ja, Sie haben eine Frage, Mr. Muto?"
„Gibt es die auch in Japan? Ich hatte da von Wesen namens Kodama((6)) gelesen. Sie sehen zwar anders aus und benehmen sich auch anders, aber auch sie beschützen die Bäume. Ist das eine Unterart oder so?"
„Danke für diese Bereicherung des Unterrichts, Mr. Muto. Auch für Ihr Haus fünf Punkte. Die Wesen, die in Japan Kodama heißen, sind durchaus mit diesen Geschöpfen hier verwandt. Können Sie ihren Schulkameraden ein bisschen über die Kodama erzählen?"
„Ähm, nun ja", überlegte Yami. „Kodama sind etwas kleiner als die Bowtruckles und sie bewachen die Bäume, die sie bewohnen. Aber sie sehen ganz anders aus. Kodama sind weiß, hellgrau oder zartgelb-grün, und nur auf ihrem Gesicht sind drei mehr oder weniger große Punkte. Und da sie immer ihre Köpfe drehen, wobei ein klapperndes Geräusch entsteht, mit dem sie kommunizieren, wusste man lange Zeit nicht, welche der Punkte die Augen sind und welche der Mund ist. Zumindest dachte man früher, dass sie Mund und Augen haben müssten. Heute weiß man, dass alle drei Punkte Augen sind und sie keinen Mund haben. Sie leben von der Lebensenergie der Bäume, die wiederum durch die ausgeschiedene Lebensenergie der Kodama besser wachsen. So entsteht ein natürlicher Kreislauf. Diese japanischen Baumgeister stechen auch niemandem die Augen aus oder so. Sie haben normalerweise auch nur einen Mutterbaum, den man nicht gefährden sollte. Die anderen Bäume, um die sie sich kümmern und die sie bewohnen, kann man problemlos verwenden, aber wenn der Mutterbaum gefährdet wird, versammeln sie sich alle dort und errichten einen Schutzschild, um ihn, so gut es geht, zu verteidigen."
„Genau", bestätigte die Lehrerin. „Noch einmal 10 Punkte für Smaragd. Aber die Beziehungen zwischen diesen beiden Arten von Baumgeistern sind leider noch sehr wenig erforscht. Nur ganz selten kommt es vor, dass beide Arten in einem Wald leben. Im Allgemeinen scheint aber die Meinung, die die meisten der Artenforscher vertreten, die zu sein, dass diese Art Baumgeister, zu der die Kodama gehören, eher in wärmeren Gebieten vertreten ist und die unserer Bowtruckles in etwas kälteren. Aber nun genug davon. Kommen wir zurück zum Ziel der heutigen Stunde. Jeder von Ihnen soll einen Bowtruckle mit sämtlichen Körperteilen zeichnen. Je drei von Ihnen können sich einen teilen. Nehmen Sie sich Holzläuse und dann beginnen Sie."
Folgsam drängte sich die Klasse um den Tisch. Yugi nahm einen der Bowtruckles auf seine Hand, und dieser betrachtet ihn interessiert. Dann folgte der kleinere Schattenmagier Yami und Kaiba auf ein Stückchen Wiese, wo sie sich auf den halbfeuchten Rasen setzten. Während der Baumwächter ein paar der ihm hingeworfenen Blattläuse fraß, holten die drei Schattenmagier ihre Pergamentrollen und Federn heraus.
Da Yugi nicht besonders gut zeichnen konnte und bei ihm jeder Versuch in dieser Richtung nach abstrakter Kunst aussah, fertigte Yami für ihn ein zweites Bild an, so dass er nur noch die einzelnen Teile beschriften musste. Dafür hielt der Schlüsselbewahrer das Zweigwesen fest, so dass es sich nicht so viel bewegte, und übermittelte seinen beiden Geliebten Details, die er aufgrund seiner Nähe zu dem Wesen besser erkennen konnte.
Schließlich konnten sie vom Schloss her die Schulglocke läuten hören. Yugi setzte den Bowtruckle wieder sanft zurück auf den Tisch und gab ihm die restlichen Holzläuse. Begierig stürzte sich der Baumwächter darauf, während die drei zusammen mit Neville in Richtung Schloss gingen. Im Vorbeigehen verabschiedeten sie sich von Malfoy, der sich mit seinen Slytherinfreunden über irgendetwas stark amüsierte.((7))
Die drei Schattenmagier und Neville folgten den restlichen Gryffindorschülern am Rand des Schlosses entlang durch ein paar Gemüsebeete zu einigen Gewächshäusern. Neville schien sich auf diese Unterrichtstunde sehr zu freuen. Beschwingten Schrittes folgte er Harry, Ron und Hermine, die sich über irgendetwas unterhielten. Dabei schien Der-Junge-der-lebt sehr zornig zu sein.
Als sie das Gewächshaus Fünf, in dem sie dieses Jahr Unterricht haben sollten, erreichten, öffnete sich die Tür des benachbarten. Ginny und ein paar andere Viertklässler verließen es, und das rothaarige Mädchen begrüßte sie fröhlich im Vorbeigehen. Schließlich trat Luna, scheinbar als Letzte, aus besagtem Gewächshaus, um langsam dem Rest ihrer Klasse zu folgen. Als sie jedoch Harry sah, weiteten sich ihre Glubschaugen vor Aufregung, und sie ging zu ihm, womit sie die Aufmerksamkeit vieler der anderen Fünftklässler auf sich zog. Nachdem sie tief Luft geholt hatte, sagte sie zu Harry: „Ich glaube, Er, dessen Name nicht genannt werden darf, ist zurück, und ich glaube, du hast mit ihm gekämpft und bist ihm entwischt."
„Ähm – schön", erwiderte Harry irritiert, während die beiden Gryffindormädchen, die in der letzten Stunde die Bowtruckles so entzückend gefunden hatten, sich über Lunas orangefarbene, radieschenförmige Ohrringe lustig machten.
„Lacht ihr nur", sagte Luna mit lauter Stimme in der Annahme, dass sich die beiden über ihre Worte lustig machten, „aber früher haben die Leute auch geglaubt, dass es so was wie den Schlibbrigen Summlinger oder den Schrumpfhörnigen Schnarchkackler nicht gibt!"
„Da hatten sie doch Recht, oder?" erwiderte Hermine unwirsch. „Es gab nie so was wie den Schlibbrigen Summlinger oder den Schrumpfhörnigen Schnarchkackler."
Lunas Blick zu Hermine hätte töten können, doch ohne etwas zu erwidern, stolzierte sie mit wild baumelnden Ohrringen davon. Hinter ihr lachte ein Großteil der Fünftklässler.
/-/Das ist ziemlich unfair gewesen./-/
/Ich frage mich, was Schlibbrige Summlinger und Schrumpfhörnige Schnarchkackler sein sollen. Vielleicht gibt es sie ja wirklich./
/'/Vielleicht sollten wir fragen, ob wir alte Ausgaben vom Klitterer bekommen können. Dort sind sie sicher erwähnt./'/
Während die drei sich gedanklich unterhielten, hatten Hermine und Harry eine kleine Auseinandersetzung. Unterbrochen wurden sie aber schnell von Ernie Macmillan, dem Vertrauensschüler der Hufflepuffs, die mit ihnen zusammen Kräuterkunde hatte. Dieser sagte mit lauter Stimme, dass auch er Harry unterstützen würde.
Kurz darauf kam die untersetzte Professor Sprout und ließ die Schüler in das Gewächshaus eintreten. Auch sie begann ihre Stunde mit dem obligatorischen Hinweis auf die Bedeutung der ZAGs. Danach hatten sie nicht mehr allzu viel Zeit, aber die Lehrerin schaffte es dennoch, sie mit dem ersten Gewächs für dieses Schuljahr vertraut zu machen, das die Klasse in dieser Stunde mit reichlich Drachenmistdünger versorgen sollte. Es waren kleine Pflanzensprösslinge, die, wie die Lehrerin erzählte, amazonische Jagzuber((8)) waren. Noch zitterten sie nur leicht bei Berührung, aber wenn sie größer waren, würden sie auf alles Betäubungspfeile schießen, was sie berührte und mit dem sie nicht vertraut waren, und das Betäubte dann fressen.
Die Stunde wurde abgeschlossen mit der Erteilung der Hausaufgaben: einen Aufsatz über die Jagzuber und ihre Verhaltensweisen. Danach kehrten die drei Schattenmagier und ihre müden Klassenkameraden ins Schloss zurück. Die drei brachten gemächlich ihre Schulsachen in ihren Gemeinschaftsraum. Als sie fast an der große Halle waren, war es bereits kurz vor fünf. Harry stürmte gerade äußerst missgestimmt an ihnen vorbei, aber Yugi hielt ihn am Arm fest. „Was?" fragte der genervte Gryffindor ungeduldig. „Ich muss zum Nachsitzen bei Umbridge!" Dann schaute er nervös auf die Uhr.((9))
„Ja, deshalb", erwiderte Yugi und schaute sich um. Als er sich überzeugt hatte, dass niemand in der Nähe war, drückte er dem Schwarzhaarigen ein Döschen magischer Wundcreme in die Hand. „Damit es danach nicht so weh tut und schnell heilt", flüsterte er, bevor er sich umdrehte und seinen beiden Geliebten in die Halle folgte.
Verwirrt betrachtete Harry die Creme, steckte sie sich aber in seine Tasche und eilte hoch in das Büro der Lehrerin für Verteidigung gegen die Dunklen Künste.
Zufrieden aßen die drei Schattenmagier zu Abend und danach gingen sie in die Bibliothek, um ihren Aufsatz für Kräuterkunde zu schreiben. Da sie damit schnell fertig wurden, lasen sie weiter die Bücher in der Bibliothek und schließlich kehrten sie in ihren Gemeinschaftsraum zurück, wo sie noch ein bisschen mit ihren Tieren spielten, bevor sie sich in ihren Schlafraum zurückzogen.
Fortsetzung folgt…
Anmerkungen
((1)) Es stand leider nicht da, was sie lernen, und ehrlich gesagt ist mir nicht immer die Grenze zwischen ‚Zauberkunst' und ‚Verwandlung' klar.
((2)) Montagues Vorname ist unbekannt, daher habe ich den erstbesten ähnlich klingenden Vornamen genommen, der mir eingefallen ist. (Woher kenne ich den eigentlich? War das die Fernsehserie ‚Die Nanny'? Wenn ja, die gehört mir nicht.)
((3)) Ich möchte noch einmal darauf hinweisen, dass Malfoys Gedächtnis verändert wurde, was dieses Quidditch-Spiel angeht, aber in seiner Erinnerung war das Spiel an sich gut. Hauptsächlich erinnert er sich auch nur nicht mehr, dass es Duelmonster waren, die die Mannschaften auffüllten, sondern denkt, dass es junge Hexen und Zauberer gewesen sind.
((4)) Ich weiß, man kann nicht durch Buchreihen kreisen, aber das hebt ihre Geierbeschreibung hervor. Apropos Geier: In Ägypten waren Geier nichts Schlechtes. Das erste Wort, das mir einfällt und das mit dem Geier geschrieben wird ist ‚Mutter' (Aussprache etwa mut, das u wäre dann aber sehr schwach). Am häufigsten treten Geier aber vermutlich als Wappentier Oberägyptens auf. … Habe ich eigentlich schon mal Ober- und Unterägypten erklärt? Die meisten wissen es vermutlich schon, aber trotzdem hier noch mal der Hinweis: Unterägypten ist das Nildelta und Oberägypten ist das restliche Niltal. Einer Göttin ist der Geier auch zugeteilt: Mut, die Gattin des Re… die Sonnenauge sein kann… wie Hathor, Sachmet… Ähm, erwähnte ich, dass man die meisten ägyptischen Göttinnen nur an der Beischrift erkennen kann? Fast alle können zu allen werden bzw. so dargestellt werden wie die anderen. Sehr anstrengend…
((5)) Draco hatte Hermine nachgemacht, und Pansy Parkinson hatte sich darüber amüsiert.
((6)) So hießen die Baumgeister bei ‚Prinzessin Mononoke' (das gehört mir nicht). Kodama heißt laut einer Internetseite auch ‚Echo' oder ‚Baumgeist'. Ich finde es besser, hier den japanischen Namen zu schreiben, da sie jetzt ja in Englisch reden, aber nur die japanische Bezeichnung kennen (in Schattenmagier 1, Kapitel 10 hatte ich sie nur als ‚Baumgeister' bezeichnet).
((7)) Sie hatten zuerst darüber gelacht, dass laut Malfoys Worten Hagrid gleich wieder gehen können würde, wenn er wieder kommt und dann, weil Harry aus Wut darüber seinen Bowtuckle zu fest gedrückt hatte, so dass dieser ihn mit seinen Fingern schnitt und dann in den Wald lief.
((8)) Wieder alles frei erfunden, da nichts zum Thema der Stunde im Buch stand.
((9)) Ich gebe zu, dass ich mit meinen Stundenplan ein Problem habe, weil Harry eigentlich 1 ½ Stunden Zeit zum Essen hätte und nicht so hetzten müsste wie im Buch, aber ich weiß nicht, wie ich es verbessern könnte. Im Zweifelsfall behaupte ich einfach, er wäre zwischendurch in der Bibliothek gewesen, um zu versuchen Hausaufgaben zu machen, oder er müsse schon um 16 Uhr zum Nachsitzen.
Annuket: So, dass war's also mit Kapitel 8. Kapitel 9 gibt es wieder erst in zwei Wochen. Bis dann... 'wuselt zu Magician, wickelt noch ein paar Decken um sie und gibt ihr noch mehr warmen Kakao mit einem Sahnetupsen drauf'
Magician 'genervt': Ich will nicht mehr krank sein. Ich bin seit zwei verdammten Wochen krank!
Annuket: Bitte keine Kraftausdrücke in meiner Gegenwart. Und du wirst bestimmt bald wieder gesund sein. 'zuversichtlich sei' Jetzt ruh dich aus und schlafe etwas.
Magician: Bin nicht mehr müde. Können wir nicht was anderes machen?
Annuket: Ok, solange wir im Warmen sind...
Magician 'an die Leser': Wir sehen uns in zwei Wochen.
