Annuket: Hier ist nun endlich Kapitel 11. Leider sind wir heute zeitlich etwas später 'schäm', aber ich hoffe, es ist trotzdem Ok. Zuerst wieder danke an meine Reviewer. Es waren vier! 'Freudentränen' Zuerst wieder danke dir, Dax.
Nun zu Lilly: Das Kapitel ist, glaub ich, etwas länger und ohne Wahrsagen. Ich hoffe, du magst es. Und sie werden in diesem Kapitel erst einmal fertig mit lesen. Später kommt nur noch die verbotene Abteilung...
Magician: Ich bin übrigens ganz deiner Meinung. Ich lese ja auch sehr gern, aber die Drei übertreiben es eindeutig. Was meine Geschichte betrifft... Ähm, ja, ich hänge fest. Ich hoffe, dass ich dieses Wochenende weiterkomme, zumindest wenn meine Mutter mich lässt. 'lach' Ich kann nur um Geduld bitten. ...mal wieder...
Annuket: Deinen Vorschlag, Heavenfly, versuche ich zu berücksichtigen. Ich denke, ich könnte noch etwas in Kapitel 14 einbauen. Das ist bisher sowieso etwas langweilig (da machen sie ihre AG 'lächel' ja, wir kommen im Jahr etwas voran und gehen nicht mehr ganz in Tagesabschnitten voran). Allerdings wird die Umsetzung einer (halb)öffentlichen Kuschelei nicht ganz so sein, wie du vorgeschlagen hast (mit Nase zeigen usw. 'kicher'). Und ja, Ron hat so seine wenigen Momente, wo er erträglich sein kann, aber meistens finde ich ihn nur langweilig bzw. nervig. 'Glühwein trink'
Magician: Besser als Harry mit seinen Wutattacken, oder? 'Annuket anguck' Hey, lass mir was übrig.
Annuket: Hab ich doch... 'schmoll' Da drüben auf dem Herd ist der Rest, damit er warm bleibt...
Magician: Oh... Danke. 'Richtung Herd verschwind'
Annuket: Juchu, Claudia ist wieder da. 'freu' Wie ich eben schon sagte, ich versuche Heavenflys Idee einzubringen. 'dreht sich in Richtung Küche und ruft' Bringst du gleich die Sachen von Claudia mit, Magician?
Magician 'ruft zurück': Klar, kein Problem.
((Annuket deckt Tisch, zündet Weihnachtspyramide an))
Magician 'kommt wieder rein': Du wirst nicht glauben, wer vor der Tür stand... 'zieht sanft Sankt Nikolaus in das Zimmer'
Annuket 'springt freudig auf': Willkommen! 'holt weiteren Stuhl' Sie hatten bestimmt viel zu tun diese Nacht. Hier, ruhen Sie sich aus.
Magician 'stellt Claudias Sachen auf den Tisch und holt ein weiteres Gedeck': Essen Sie doch mit uns. Wir haben so viel von unseren netten Reviewern bekommen.
Sankt Nikolaus: Hohoho... Ihr seid ja freundlich 'nimmt sich Kaffee und Stück Kuchen'
Annuket: Wenn Sie wollen, dürfen Sie sogar meinen Disclaimer machen. Das gestatte ich inzwischen nicht jedem. 'grummelt leise' Auch wenn die meisten mich ärgern und es einfach tun...
Sankt Nikolaus: Das ist aber nett. Dann mache ich das mal schnell. Also, der lieben Annuket gehört weder Yugioh noch Harry Potter. Aber trotzdem schreibt sie diese Geschichte.
Magician 'nimmt sich Kakao und Kekse': So, wir wünschen euch allen einen schönen 6. Dezember und viel Spaß beim Kapitel.

((...)) Anmerkungen von Annuket und Magician
Gedankenverbindung/.../ Yami; /-/.../-/Yugi; /'/.../'/ Kaiba
„..." Gespräch
‚...' Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch wörtliche Rede wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges Tier des Re); :-:...:-: Miut (Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet); :':...:': Scha (Kaibas Hund, heiliges Tier des Seth); --:…:-- Chetmety (Baku-Ras Schlange, heiliges Tier des Apopis); :--…--: Trevor (Nevilles Kröte, heiliges Tier von Hu und Hauet)

Der restliche Montag und der Dienstag aus Harrys Sicht sind in ‚Harry Potter und der Orden des Phönix' auf den Seiten 372-382 beschrieben. Außerdem ist in diesem Kapitel das erste Mal in dieser Geschichte die zukünftige DA erwähnt. Harry, Ron und Hermine diskutieren es Dienstagabend in der zweiten Woche (S. 382-387).

Kapitel 11: ‚Unterrichtsspaß' mit Umbridge

Die Schüler brauchten nach Wahrsagen etwas länger, um ihre Sachen zusammenzupacken als Umbridge, doch auch sie machten sich ein paar Minuten später auf den Weg zu ‚Verteidigung gegen die dunklen Künste', wobei sie dabei die Unterrichtsinspektion diskutierten.

Im Klassenraum für Verteidigung wartete Umbridge schon an ihrem Lehrertisch lächelnd auf sie. Während Harry und Ron Hermine von Wahrsagen berichteten, erfuhr auch Yami von Yugi und Neville, was geschehen war. Doch wurde die Erzählung bald unterbrochen, da Kaiba den Raum betrat… wieder gefolgt von Baku-Ra.

„Hallo, Grabräuber, was führt dich denn schon wieder hierher?" fragte Yami auf Japanisch.

„Nur Interesse an dem Unterricht mit eurer wundervollen Lehrerin", antwortete Baku-Ra. „Ihr Unterricht entspricht doch genau eurem Niveau und das mitzumachen ist ab und zu ganz entspannend, wenn man sich mal von dem wesentlich anspruchsvolleren Unterricht, den wir haben, erholen will. Und außerdem habe ich in meiner Güte erneut beschlossen, großzügig zu sein und Chetmety wieder mit Benu spielen zu lassen."

„Chetmety sagte, Ryou würde gerne eine Pflanzen-AG besuchen und weil die sich heute Nacht trifft, um irgend so eine nachtaktive Pflanze zu studieren, die nur einmal im Jahr blüht, hätte er Baku-Ra zu uns geschickt, damit er nicht so viel Unsinn macht, während er alleine ist", berichtete Kaiba.

Baku-Ra kochte vor Zorn. Doch bevor er etwas sagen konnte, kam ihm Yami zuvor, indem er Kaiba fragte: „Es wundert mich, dass er so lange nicht da war. Was war los?"

Ehe Baku-Ra antworten konnte, kam ihm Kaiba erneut zuvor: „Chetmety sagte, Ryou hätte ihm Hausarrest in der letzten Woche erteilt, weil er fast eines der Gewächshäuser zerlegt hatte."

Nun war der Siedepunkt für Baku-Ra erreicht. „Genug!" schrie er. „Das reicht jetzt! Ich fordere dich zu einem Kampf heraus, Priester-Wiedergeburt!"

Kaiba sah ihn herablassend an. „Du hast doch eh keine Chance gegen mich. Andererseits werde ich jetzt im Unterricht sowieso nichts Besseres zu tun haben."

Sie setzten sich und holten ihre Karten heraus. Gerade als sie mit dem Mischen fertig waren, klingelte es zum Unterricht. „Zauberstäbe weg", ordnete Umbridge an. „Da wir das erste Kapitel in der letzten Stunde abgeschlossen haben, schlagen Sie nun bitte alle Seite neunzehn auf und beginnen Sie mit Kapitel zwei, ‚Gängige Verteidigungstheorien und ihre Ursprünge'. Ich möchte keine Unterhaltungen hören."

Während die Schüler der Klasse ihre Bücher aufschlugen, begann Baku-Ra seinen ersten Zug, indem er eine Karte zog. Dann legte er sein erstes Monster in Verteidigungsposition und noch zwei Karten verdeckt auf das Spielfeld, das aus einer Schattenebene bestand, die Kaiba zwischen ihnen hatte entstehen lassen. Zwei kleine Schattenbarrieren verhinderten, dass die beiden das Blatt des jeweils anderen sehen konnten. Yugi und Yami schauten interessiert zu, als nun Kaiba seinerseits eine Karte zog.

Kaiba betrachtete die Karte, grinste und spielte den Kampfochsen((1)). Das Monster erschien in Miniaturformat zwischen ihnen. Anschließend spielte Kaiba die Feldzauberkarte Sogen((2)), was sein Monster um 200 Punkte stärker werden ließ, und der Kampfochse brüllte kampfeslustig durch den Energieschub, den ihm die Veränderung des Untergrunds brachte. Das Gebrüll, genau wie alle anderen Geräusche konnten allerdings nur die Schattenmagier hören, weil die Monster eigentlich im Reich der Schatten blieben. Überhaupt würde jemand, der die beiden Duellanten beobachtete, nur die Karten zwischen ihnen sehen können. Nachdem Kaiba sein Monster gestärkt hatte, legte er ebenfalls noch zwei Karten verdeckt, griff dann an und zerstörte Baku-Ras verdecktes Monster. Es entpuppte sich als Fallenmeister((3)) und der Grabräuber zeigte auf eine von Kaibas Karten. Diese entpuppte sich allerdings als Zauberkarte und blieb daher unberührt. Kaiba beendete seinen Zug und der Geist des Ringes war an der Reihe.

Allerdings waren die vier Schattenmagier nicht die einzigen, die nicht, wie verlangt, das Lehrbuch lasen. Auch Hermine hatte ihr ‚Theorie magischer Verteidigung' nicht aufgeschlagen und stattdessen die Hand gehoben.

Anstatt sie wie in der letzten Stunde zu ignorieren, erhob sich die Lehrerin und wackelte zu Hermines Tisch, wobei sie das Mädchen nicht aus den Augen ließ. „Was gibt es diesmal, Miss Granger?" fragte sie im Flüsterton, nachdem sie sich zu ihr heruntergebeugt hatte.

„Ich habe Kapitel zwei schon gelesen", erwiderte die Brünette, ohne auf ihre Lautstärke zu achten, so dass viele sich zu ihr umdrehten.

„Nun, dann machen Sie weiter mit Kapitel drei", wies die Lehrerin sie unbeeindruckt an.

„Das habe ich auch gelesen. Ich habe das ganze Buch gelesen", erwiderte Hermine.

Für einen kurzen Moment war auf Umbridges Gesicht Überraschung zu sehen, aber nur für etwa eine Hundertstelsekunde. „Nun, dann sollten Sie in der Lage sein, mir zu sagen, was Slinkhard im fünfzehnten Kapitel über Gegenflüche sagt", meinte die Lehrerin schließlich.

„Er sagt, Gegenflüche dürften eigentlich gar nicht so heißen", antwortete Hermine, ohne nachdenken zu müssen. „‚Gegenfluch' sei nur ein Name, den die Leute ihren Flüchen geben, damit es sich besser anhört, was sie tun."

Die Großinquisitorin kam nicht umhin, beeindruckt zu sein, auch wenn es kaum physisch sichtbar wurde. Doch als Hermine weitersprach, verlor sich diese Achtung in großem Missfallen, denn das Mädchen sagte: „Aber ich bin anderer Ansicht."

Es gab nur wenige Dinge, die Umbridge mehr hasste, als wenn ihr unterstellte Personen, wie zum Beispiel ihre Schüler, ihr widersprachen oder sie gar kritisierten. Auch wenn sich die Worte der Gryffindor direkt gegen den Autor des Buches, Slinkhard, richteten, so fühlte sich die Lehrerin durch sie trotzdem persönlich angegriffen, da sich ihr Unterricht streng an diesem Buch orientierte. „Sie sind anderer Ansicht?" fragte sie nach einem Moment, in dem sie das Mädchen böse anstarrte.

„Ja, allerdings. Mr. Slinkhard mag keine Flüche, nicht wahr? Aber ich glaube, dass sie sehr nützlich sein können, wenn sie zur Verteidigung eingesetzt werden."

Umbridge, die vergessen zu haben schien, dass sie ja eigentlich flüstern wollte, um die Lektüre der anderen Schüler nicht zu stören, richtete sich auf und sagte: „Oh, das glauben Sie also? Nun, ich fürchte, es ist die Meinung von Mr. Slinkhard und nicht die Ihre, die in diesem Klassenzimmer zählt, Miss Granger."

„Aber-", setzte Hermine an.

„Das genügt", unterbrach die Professorin sie barsch. „Miss Granger, ich ziehe fünf Punkte für Haus Gryffindor ab."

Nachdem sie das gesagt hatte, brach ein Gemurmel im Klassenzimmer los, und sie schickte sich an, nach vorne zurück zu gehen. Da sie sich nun nicht mehr nur auf Hermine konzentrierte, fiel ihr auf, dass Kaiba und Baku-Ra, die hinter dem Mädchen saßen, Karten spielten. „Und was machen Sie beide? Es ist Unterricht!" rief die Lehrerin aufgebracht.

„Wir spielen Duelmonsters", sagte Baku-Ra gleichgültig, ohne seinen finsteren Blick vom Spielfeld zu nehmen, von welchem ihm bereits zwei der weißen Drachen Kaibas entgegenbrüllten.

„Unterlassen Sie das! Lesen Sie gefälligst Kapitel zwei, wie ich es Ihnen aufgetragen habe!" befahl Umbridge.

„Wir, das heißt Yugi, Seto, Baku-Ra und ich haben auch schon, wie Hermine, das ganze Buch gelesen", erklärte Yami ruhig. „Es noch einmal zu lesen, wäre echte Zeitverschwendung."

Umbridge knirschte mit den Zähnen. Sie erinnerte sich nur zu gut an das Nachsitzen und unterbewusst an die Lektion, die sie hatte lernen müssen. Daher kam es ihr nicht einmal in den Sinn, die drei ähnlich unfair zu behandeln wie Hermine. Zumal ihr aufgrund der Leistungen, die sie während des Einstufungstests gezeigt hatten, klar war, dass ihnen eine solche Vorarbeit ohne Probleme zuzutrauen war. Außerdem wollte sie die Unruhe, die Hermine verursacht hatte, so schnell wie möglich beenden, bevor ihre Autorität weiter untergraben wurde. All dies brachte sie dazu, Yamis Aussage nicht zu überprüfen. Stattdessen grummelte sie: „Nun gut, solange Sie Ihre Klassenkameraden nicht bei ihrer Lektüre stören." Anschließend machte sie sich auf den Weg zurück zum Lehrertisch, während die Schüler hinter ihrem Rücken erneut aufgeregt zu tuscheln begannen.

„Was?" fragte Harry zornig und ignorierte den Versuch seiner Freundin, ihn zurückzuhalten. „Hermine ziehen Sie willkürlich Punkte ab und die anderen lassen Sie einfach gewähren?"

Die Lehrerin drehte sich süßlich lächelnd um. „Nun, Miss Granger hat meinen Unterricht mit sinnlosen Kommentaren gestört, während die Herren Muto, Mr. Kaiba und Mr. Tjai immerhin so zuvorkommend waren, sich stillen Beschäftigungen zu widmen. Daher musste ich Ihrer Mitschülerin die Punkte abziehen und den anderen nicht. Außerdem bin ich hier, um Sie nach einer vom Ministerium genehmigten Methode zu unterrichten, und dazu gehört nicht, dass man Schüler auffordert, ihre Meinung zu Fragen abzugeben, von denen sie sehr wenig verstehen. Ihre früheren Lehrer in diesem Fach mögen Ihnen mehr Narrenfreiheit eingeräumt haben, aber da keiner von ihnen – vielleicht mit Ausnahme Professor Quirrells, der sich zumindest auf altersgemäße Themen beschränkt zu haben scheint – eine Inspektion des Ministeriums bestanden hätte –"

„Ja, Quirrell war ein toller Lehrer", sagte Harry aufgebracht, „es gab nur den kleinen Nachteil, dass ihm Lord Voldemort hinten aus dem Kopf raushing."

Für einen Moment war der Klassenraum unerträglich still. Die Schüler schauten entweder Harry oder Umbridge an oder von einem zum anderen. Schließlich brach die Stimme Professor Umbridges die Stille mit ihrem honigsüßen Tonfall: „Ich denke, eine weitere Woche Nachsitzen würde Ihnen ganz gut tun, Mr. Potter."

Nachdem sie das gesagt hatte, drehte sich die Lehrerin um und ging zu ihrem Lehrertisch. Harry hörte endlich mal auf Hermine und sagte nichts mehr. Vielleicht lag sein Schweigen aber auch daran, dass ihm bewusst war, dass er nun wieder das Quidditch-Training verpassen würde. Auf jeden Fall verbrachte der Gryffindor fast den ganzen Rest der Doppelstunde damit, die Lehrerin böse anzustarren, und würdigte sein Buch keines Blickes mehr.

Derweilen spielten Kaiba und Baku-Ra still weiter Duelmonsters. Insgesamt schafften sie drei Spiele in der Doppelstunde, die Kaiba alle gewann… obwohl es bei dem zweiten sehr knapp war. Da das dritte Spiel schon etwa zehn Minuten vor Unterrichtsende entschieden war, nutzen die beiden diese Zeit, um sich gegenseitig böse bzw. herablassend anzuschauen. Yugi und Yami hatten hingegen ein paar Bücher, die sie aus der Bibliothek ausgeliehen hatten, gelesen, nachdem der erstere seinen beiden Geliebten während Kaibas erstem Spiel die Vorkommnisse aus Wahrsagen mitgeteilt hatte.

Als die Stunde vorbei war, gingen Yami, Yugi, Kaiba und Baku-Ra in den Gemeinschaftsraum von Smaragd. Chetmety spielte dort gerade Fangen mit Benu, und Sarlena lief panisch hinter ihnen her und schrie, dass die beiden doch aufhören sollten, Unordnung zu machen. Dabei hob sie auch die Blätter auf, die zu Boden flatterten, stellte die Stühle wieder hin, die umfielen, und versuchte alles in allem das Chaos, das die beiden, hauptsächlich aber Benu, verursachten, auf einem erträglichen Pegel zu halten. Der Phönix quietschte vergnügt, als Chetmety ihn schließlich fing und etwas mit ihm kuschelte.

:Das hat Spaß gemacht, kleiner Bruder: sagte er. :Spielen wir gleich noch mal?:

--:Nein, nicht sofort:-- antwortete die Riesenschlange lächelnd. --:Sonst kriegt deine Feenfreundin noch einen Nervenzusammenbruch.:--

:Owwww: machte Benu enttäuscht.

--:Aber wir können vielleicht was anderes spielen.:--

:Was denn?: fragte Benu und schaute sich im Raum um. Dabei sah er die Schattenmagier, die hereingekommen waren. :Yami: rief er vergnügt. :Chetmety und ich wollen was spielen. Machen du und die anderen auch mit?:

„Na gut", sagte Yami. „Aber nur bis zum Abendessen."

:Juchu: jubelte Benu.

Nachdem sie etwa eine Stunde mit ihren Tieren gespielt hatten, gingen sie zum Abendbrot in die Große Halle. Währenddessen kam auch Ryou zu ihnen. Der sanfte, weißhaarige Mann bedankte sich bei Yami, Yugi und Kaiba dafür, dass sie auf Baku-Ra aufgepasst und ihn davon abgehalten hatten, Chaos zu stiften. Nachdem die Smaragdschüler aufgegessen hatten, gingen sie zur Bibliothek, und auf dem Weg dorthin verabschiedeten sich Ryou und der Grabräuber von ihnen und gingen, nachdem sie Chetmety geholt hatten, zurück nach Japan. Die drei Schattenmagier hingegen lasen weitere Bücher in der Bibliothek.

Am nächsten Morgen, als sie in die Große Halle kamen, erlebten Yami, Yugi und Kaiba, wie die Gryffindorschülerin, von der sie wussten, dass sie der Kapitän der Quidditchmanschaft war, Harry gerade furchtbar anschrie. Professor McGonagall kam in diesem Moment dazu und schimpfte beide Schüler aus, Miss Johnson, wie sie sie nannte, für das Anschreien und Harry, weil er erneut Nachsitzen bei Professor Umbridge bekommen hatte.

Nach dem Frühstück hatten sie Verwandlung. Professor Flitwick war so gut gelaunt wie eh und je. Da sie wie immer den Zauber, den er mit ihnen üben wollte, sofort nach dem ersten Versuch schafften, durften die drei Schattenmagier den Rest der Doppelstunde tun, was sie wollten.

Der nächste Unterricht war für sie die Doppelstunde Verwandlung. Als sie in den Raum kamen, fiel ihnen sofort auf, dass auch Umbridge sich dort eingefunden hatte.((4)) Die Großinquisitorin saß mit ihrem Klemmbrett hinten im Raum und beobachtete die hereinkommenden Schüler, wie immer ihr süßes Lächeln auf den Lippen.

Als es klingelte, betrat McGonagall mit festen Schritten den Raum. Sie würdigte die krötenähnliche Frau nicht eines Blickes und begann stattdessen gleich ihren Unterricht. Sie ließ einen Schüler die benoteten Hausaufgaben zurückgeben, doch während sie einem Mädchen den Auftrag gab, Mäuse, die das Unterrichtsthema sein sollten, auszuteilen, wurde sie von Umbridges leisem, gekünsteltem Husten unterbrochen. Doch McGonagall ließ sich davon nicht stören und kündigte an, dass sie nun nach den Übungen mit den Schnecken die Grundlagen des Verschwindezaubers begriffen hätten.

Während Yami, Yugi und Kaiba ihre Hausaufgaben, die mit O's benotet worden waren, als letzte zurückbekamen, hüstelte Umbridge von Neuem. „Ja?" fragte McGonagall genervt und wandte sich an die Großinquisitorin.

„Ich fragte mich nur, Professor, ob Sie meine Benachrichtigung über Datum und Zeit der Unterrichtsinspektion bei Ihnen -"

Weiter kam sie nicht, denn McGonagall unterbrach sie streng und ein wenig aufgebracht. „Selbstverständlich habe ich sie erhalten, sonst hätte ich Sie gefragt, was Sie in meinem Klassenzimmer zu suchen haben." Yami, Yugi und Kaiba grinsten sich an, während Umbridge beleidigt wirkte, als die Lehrerin für Verwandlung ihr den Rücken zuwandte und mit ihrem Unterricht fortfuhr. Doch sie kam nur einen Satz weiter, in dem sie der Klasse sagte, dass sie heute den Verschwindezauber an den Mäusen üben würden, bevor das Hüsteln aus dem hinteren Teil des Raumes sie erneut unterbrach.

„Ich frage mich", sagte McGonagall mit der Aura eines Drachen, der in der nächsten Minute anfangen würde, Feuer zu spucken, als sie sich zu ihrer Kollegin umschaute, „wie Sie einen Eindruck von meinen üblichen Lehrmethoden gewinnen wollen, wenn Sie mich ständig unterbrechen. Sie werden verstehen, dass ich es anderen normalerweise nicht gestatte zu reden, solange ich rede."

Den Rest der Unterrichtsstunde verbrachte McGonagall wieder damit, Umbridge zu ignorieren, während diese voller Wut auf ihrem Klemmbrett Notizen machte. Yami, Yugi und Kaiba ließen ihre Mäuse immer wieder verschwinden und erscheinen, um mit Nachdruck die Kompetenz der strengen Lehrerin vor Umbridge zu demonstrieren und um zu zeigen, dass sie sich nicht auch in diesem Kurs langweilten. Das hatte außerdem den Vorteil, dass McGonagall jedem von ihnen 10 Punkte gab, weil sie nicht nur des Verschwindezaubers mächtig waren, sondern auch des Beschwörungszaubers, der ja eigentlich schon UTZ-Niveau war.

Nach dem Mittagessen, das die drei, wie inzwischen jeden Tag, für ihre Hausaufgaben nutzten, hatten sie Pflege magischer Geschöpfe. Da das Wetter recht schön war, gingen Yami, Yugi und Kaiba sogar frühzeitig hinaus, um ihre Hausaufgaben im Freien anzufertigen. Dazu setzen sie sich auf den Rasenhang. Eine halbe Stunde vor Beginn des Unterrichts kam Professor Raue-Pritsche, begrüßte die drei im Vorbeigehen und bereitete dann ihren Unterricht vor, indem sie den Zeichentisch erscheinen ließ und dann die Bowtruckles aus einem Käfig holte. Gerade als sie ein großes Glas mit Holzläusen holte, womit die Schüler die kleinen Zweigmännchen später füttern sollten, wackelte eine kleine, gedrungene Gestalt an Yugi, Yami und Kaiba vorbei.

Professor Umbridge lächelte sie in ihrer gewohnten Art an und sagte: „Nein, was für fleißige Schüler. Sogar in der Mittagspause machen sie schon Hausaufgaben." Anschließend tätschelte sie kurz Yugis Kopf und ging dann endgültig an ihnen vorbei, die bösen Blicke der drei ignorierend, um zu Professor Raue-Pritsche zu gelangen.

„Guten Tag, Professor Raue-Pritsche", sprach Umbridge die Vertretungslehrerin an, die mit dem Rücken zu ihr stand, während sie mit etwas Mühe das zu fest zugeschraubte Glas Läuse öffnete. „Haben Sie meine Benachrichtigung für Datum und Zeit ihrer Unterrichtsinspektion bekommen?"

Die Angesprochene drehte sich um und sah die Großinquisitorin mit höflicher Freundlichkeit an. „Oh… ja, natürlich", antwortete sie, griff sich ein paar der Holzläuse und verfütterte sie an die Zweigmännchen, die sich sofort gierig auf sie stürzten. Umbridge beobachtete das Suchen der kleinen Lebewesen nach Nahrung einen Moment, während die Fachlehrerin weiterredete: „Wie Sie sehen, werden ich heute mit den Fünftklässlern die Bowtruckles durchnehmen. Das Thema werden wir voraussichtlich nächste Woche abschließen können."

Währenddessen kamen die ersten Schüler vom Schloss den Rasenhang heruntergelaufen und tratschten dabei. Gerade als Harry, Ron und Hermine kamen, stellte Umbridge ihre nächste Frage: „Aber Sie unterrichten diese Klasse normalerweise gar nicht, ist das richtig?"

„Völlig richtig", bestätigte Raue-Pritsche. „Ich mache die Stellvertretung für Professor Hagrid."

Danach versuchte Umbridge von der Vertretungslehrerin zu erfahren, wo der eigentliche Lehrer, ein Mann namens Hagrid, sich aufhielt und warum er fehlte. Als sie nichts in Erfahrung bringen konnte, ließ sie Professor Raue-Pritsche ihren Unterricht beginnen. Danach ging die Großinquisitorin herum und fragte die Schüler Dinge zum Fach, die fast alle gut beantworten konnten. Als sie ihre Runde beendet hatte, kehrte sie wieder zu der Lehrerin zurück und fragte sie, was sie von Dumbledore und seiner Art der Schulleitung halten würde… so als Außenstehende.

Nachdem die Frage positiv für den Direktor beantwortet worden war, fragte die Großinquisitorin ihre Kollegin als nächstes, was Raue-Pritsche mit dem fünften Jahrgang behandeln würde, sollte sie das restliche Jahr unterrichten. Als sie auch darauf eine Antwort erhalten hatte, richtete sich Umbridge an Goyle. Sie wollte wissen, ob es wahr sei, dass es schon einmal zu ernsteren Verletzungen gekommen sei. Da der Slytherin nur ein dummes Gesicht machte, antwortete Malfoy für seinen Hausgenossen: „Das war ich. Ein Hippogreif hat nach mir ausgeschlagen."

Die Augen der drei Schattenmagier wurden groß. Besonders Yugi hätte nur zu gerne einmal einen echten Hippogreif gesehen. Sie kannten nur die Abbildungen aus den Büchern mit den Hinweisen, diesen stolzen Tieren gegenüber stets sehr höflich zu sein.

„Ein Hippogreif?" fragte indes Umbridge und notierte sich viel auf ihrem Klemmbrett.

„Nur weil er zu dumm war zu befolgen, was Hagrid ihm gesagt hatte", verteidigte Harry seinen Lehrer zornig.

/Ja, das würde erklären, warum es nur einen Verletzten gab/ dachte Yami zu seinen beiden Geliebten. Diese sandten ihm zustimmende Emotionen.

Unterdessen stöhnten Ron und Hermine auf und drehten sich kopfschüttelnd von Harry weg, während Umbridge ihren Kopf langsam dem schwarzhaarigen Gyffindor zuwandte. „Noch einen Abend Nachsitzen, würde ich meinen", sagte sie sanft. Dann verabschiedete sie sich von Raue-Pritsche und sagte, sie würde die Ergebnisse ihrer Inspektion innerhalb der nächsten zehn Tage geschickt bekommen. Daraufhin machte sich die vom Ministerium eingesetzte Lehrerin auf den Weg zurück zum Schloss und die letzten acht Minuten des Unterrichts konnte die Vertretungslehrerin tatsächlich noch richtigen Unterricht machen.

Die letzte Stunde des Tages, Kräuterkunde, fand für die Gryffindors, und somit auch für die drei Schüler Smaragds, zum Glück ohne Inspektion und somit ohne Unterbrechungen statt. Am Abend setzen sich die drei erneut in die Bibliothek und um 21:47 Uhr hatten sie endlich ihr Ziel erreicht und alle Bücher in der Bibliothek gelesen und verinnerlicht … bis auf jene in der Verbotenen Abteilung.


Am nächsten Tag, als Kaiba wie immer den Propheten las, stöhnte er leise auf. Sofort schauten ihn seine Geliebten verwundert an. „Was hast du denn?" fragte Yugi, wie immer auf japanisch, besorgt und neugierig.

Kaiba antwortete nicht, sondern schob seinen beiden Geliebten, die ihm gegenüber saßen, nur stumm die Zeitung hin. Sie war auf der zwölften Seite aufgeschlagen. Als sie oben zu lesen anfingen, zeigte er auf einen recht kleinen Artikel, der relativ weit unten stand, unter ‚Vermischtes', und zu dem es kein Bild gab.

Unter der kleinen Überschrift ‚Antifluchkämpfer durchgedreht' stand folgender Text: ‚Gestern am frühen Abend suchte Wilbert Slinkhard, der einer der stärksten Gegner von Flüchen aller Art ist, stark verstört das Zaubereiministerium auf. Augenzeugenberichten zufolge soll er ständig gestammelt haben: „Gegenflüche lernen ist wichtig! Bitte bringen Sie mir… und auch den Kindern bei, wie man sich wirklich verteidigt! Bitte… Bevor er zurückkommt! Bitte, sorgen Sie dafür, dass die Kinder sich gegen ihn verteidigen können! Ich flehe Sie an… Alle Ausgaben meines Buches müssen vernichtet werden!" Auf die Frage, wer zurückkomme und vor wem welche Kinder geschützt werden müssten, antwortete der total verstörte Mann: „Der schwarze Mann mit den weißen Haaren, der aus dem Schrank kommt. Er war überall, und alles war so dunkel und kalt! Er wohnt in den Schatten. Bitte, die Kinder müssen in der Schule lernen, wie sie ihn abwehren, bevor er sie alle holt!" Da Mr. Slinkhard vor jeder dunklen Stelle und jedem Schatten zurückwich und panisch reagierte, musste er in das St. Mungo eingewiesen werden. Es wird vermutet, dass der Mann von irgendjemandem verflucht wurde, und daher ist das Ministerium auf der Suche nach Augenzeugen oder Zauberern, die aus anderen Quellen Hinweise auf die Tat geben können.'

„Was haltet ihr davon?" fragte Kaiba seine beiden Geliebten, natürlich auch auf japanisch.

Yami und Yugi sahen sich kurz an, dann Kaiba und sagten nur: „Baku-Ra."

„Wer sonst?" erwiderte der CEO.

„Wir sollten Ryou und Baku-Ra einen Besuch abstatten, oder was meint ihr?" fragte Yugi.

„Ja, aber jetzt ist es schon zu spät", erwiderte Kaiba nach einem Blick auf seine Uhr. „In einer Viertelstunde beginnt der Unterricht und das wäre etwas zu knapp. Wir sollten das in der Mittagspause machen."

„Einverstanden", entschied Yami. „Wenn wir uns beeilen, haben wir etwa eine Stunde und unsere Hausaufgaben können wir auch später erledigen."

Nachdem sie das beschlossen hatten, aßen sie noch ihr restliches Frühstück und gingen dann in ihre verschiedenen Klassen, da in der ersten Stunde die Wahlkurse auf dem Programm standen. Während Yugi und Yami sich über ihren normal verlaufenden Unterricht freuen konnten, hatte Kaiba nicht soviel Glück. Gerade als er in den Gang einbog, in dem der Klassenraum für Arithmantik lag, sah er, wie Professor Umbridge denselben betrat. Sofort stöhnte er innerlich auf und hoffte, dass sie wegen etwas anderem hier war und gleich wieder gehen würde, anstatt den Unterricht zu inspizieren.

Doch natürlich wurde seine Hoffnung nicht erfüllt. Einen Moment später war auch er am Unterrichtsraum angelangt und betrat ihn. Als er seinen Platz neben Hermine einnahm, schaute sie kurz zu ihm hoch, um ihn zu begrüßen, bevor sie wieder Professor Umbridge böse anstarrte, die sich gerade in die hintere Ecke am Fenster setzte. Nur wenige Sekunden später klingelte es schon, und Professor Vektor kam, wie immer strahlend, aus ihrem Vorbereitungsraum.

„Guten Tag, Klasse", sagte sie fröhlich. „Wie Sie vermutlich schon gesehen haben, haben wir heute Gesellschaft bekommen. Professor Umbridge will prüfen, ob ich sie auch wirklich gut unterrichte, damit ihre Eltern überzeugt sein können, dass sie in guten Händen sind", erklärte sie heiter, als wäre es ein Anlass zur Freude.

„Kommen wir zuerst zu der Hausaufgabenkontrolle", fuhr sie fort, während sich Umbridge ein paar Notizen auf ihrem Klemmbrett machte. Ein paar Mal versuchte sie, den Unterricht zu unterbrechen, aber die Arithmantiklehrerin war stets in der Lage, die Fragen, die die Inquisitorin stellte, mit extrem kurzen Antworten schnell abzuhandeln. Das Vergleichen der Schulaufgaben ging auf diese Weise zunächst sehr zügig voran, und fast alle Schüler hatten alle Aufgaben richtig gelöst. Nur die letzte Aufgabe hatte den Schüler ein paar Schwierigkeiten bereitet. Daher entschloss sich Professor Vektor, sie an der Tafel vorrechnen zu lassen, so dass alle sie nachvollziehen konnten.

„Warum helfen Sie nicht dabei, Professor Umbridge?" fragte sie fröhlich und freundlich. „Soweit ich weiß, hatten Sie Arithmantik, und diese Aufgabe ist auch nur auf Niveau des zweiten Jahres, weil wir diese Aufgaben besonders intensiv wiederholen, da sie für das Verstehen des neuen Stoffes unheimlich wichtig sind, und wer diese nicht verstanden hat auch die folgenden nicht verstehen wird((5))."

„Nein, danke", erwiderte die Großinquisitorin mit ihrem honigsüßen Lächeln. „Ich bin etwas aus der Übung und außerdem bin ich ja nur hier, um ihren Unterricht zu begutachten."

„Aber dann ist es doch umso besser, wenn Sie mit uns zusammen die Aufgabe an der Tafel machen", erwiderte Professor Vektor, ohne sich die gute Laune verderben zu lassen. „Dann können Sie meinen Unterricht doch gleich viel besser beurteilen, weil sie nicht nur zugesehen, sondern ihn hautnah erlebt haben."

„Nein, das ist wirklich sehr freundlich, aber ich bin zufrieden mit dem Blick von außen, das ist unvoreingenommener", wehrte Umbridge ab.

Die Lehrerin für Arithmantik schmollte leicht. „Ach, kommen Sie schon. Niemand von uns beißt oder wird Ihnen einen Vorwurf machen, wenn Sie etwas nicht so gut können. Klasse, ermutigen Sie doch unsere liebe Großinquisitorin ein wenig."

Die Schüler drehten sich zu Umbridge um und versuchten, sie mit Zwischenrufen dazu zu ermutigen, die Aufgabe zu lösen. Da der Lehrerin für Verteidigung gegen die dunklen Künste schnell klar wurde, dass sie jeglichen Respekt seitens der Schüler verlieren würde, täte sie es nicht, erhob sie sich schließlich und ging zur Tafel. „Aber ich weiß wirklich nicht mehr viel", sagte sie zu Vektor.

„Wie gesagt, das macht nichts. Also, hier ist die Aufgabe noch einmal…" Nachdem die Arithmantiklehrerin die Aufgabestellung, die sofort an der Tafel erschien, noch einmal vorgelesen hatte, begann Umbridge, mit viel Hilfe von Professor Vektor und der Klasse, sie zu lösen. Nur wenige grundsätzliche Probleme waren ihr noch im Kopf. Die Fachlehrerin hingegen nutzte auch gleich die Fehler, die ihre kleine, krötenähnliche Kollegin machte, um anhand dieser noch einmal die wichtigsten Grundlagen anzusprechen.

Als die Aufgabe endlich gelöst war, war die Stunde schon fast zu Ende und Professor Vektor sagte zu Umbridge, die sich verbittert auf ihren Platz in der Ecke zurückzog, dass ihre Leistung gar nicht so schlecht gewesen sei. Wenn sie, also Professor Vektor, ‚Verteidigung gegen die dunklen Künste' hätte machen müssen, hätte sie vermutlich wesentlich schlechter dagestanden, sagte sie lachend. Der Kurs löste noch schnell eine leichte Aufgabe, und danach schaffte es die Arithmantiklehrerin nur noch, den Schüler ein paar weitere Aufgaben aufzugeben, bevor es klingelte. Während die Schüler schon ihre Sachen zusammenpackten, versprach sie ihnen noch, dass sie in der nächsten Stunde endlich mit dem neuen Stoff anfangen würden.

Umbridge hingegen, die ansonsten in der Stunde keine Fragen mehr gestellt hatte, auch nicht bei den Schülern, ging, während die Lehrerin dem Kurs noch ihre letzten Informationen gab, nach vorne und fragte Professor Vektor, seit wann sie an Hogwarts tätig sei. Die Lehrerin beantwortete die Frage fröhlich mit: „19 Jahre." Dann sagte die Großinquisitorin nur noch, dass die Lehrerin die Ergebnisse der Inspektion bald erfahren würde, bevor sie, ohne sich nur ein Mal umzudrehen, den Raum verließ.

Kaiba und Hermine, die die einzige Gryffindor war, die Arithmantik besuchte, gingen zusammen zu Verwandlung. Unterwegs schielte die braunhaarige Gryffindor ständig aus dem Augenwinkel zu dem CEO, und Kaiba hatte den Eindruck, dass sie mit sich kämpfte, ob sie ihn etwas fragen sollte oder nicht. „Was?" fragte er schließlich genervt.

Hermine zuckte zusammen und schaute in eine andere Richtung. „Ich habe nur über etwas nachgedacht…", erwiderte sie zögerlich. Mit einem Blick über den Flur vergewisserte sie sich, dass sie allein waren, bevor sie etwa eine halbe Minute später ihren Kopf zu ihm drehte und, bemüht, beiläufig zu klingen, fragte: „Was hältst du von Professor Umbridges Unterricht?"

Kaiba, der das Thema nicht erwartet hatte, zog eine Augenbraue nach oben. Er blieb kurz stehen und musterte das Mädchen abschätzend, das auch stehengeblieben war und nun unter seinem Blick noch nervöser zu werden schien. „Ich halte ihren Unterricht für eine Farce", sagte er schließlich und machte sich wieder auf den Weg, aber sehr langsam. Hermine schloss sich ihm sofort wieder an.

„Ja", sagte sie, erleichtert, dass er anscheinend ihrer Meinung war. „Ich bin derselben Meinung. Deshalb überlegen wir, ob wir sozusagen eine Lerngruppe machen, wo wir wirklich die Praxis lernen, und ich habe mich entschlossen, Leute zu fragen, ob sie mitmachen wollen. Hätten du und auch Yami und Yugi vielleicht Interesse daran?"

„Ich muss sie fragen, aber ich denke schon, dass sie interessiert sind", erwiderte er. „Wir hätten auch einzeln geübt, aber in einer Gruppe ist es bestimmt besser. Was plant ihr denn so zu üben und wann?"

„Also, wir hatten gedacht, dass Harry uns unterrichten könnte, weil er sehr gut in Verteidigung gegen die dunklen Künste ist", antwortete Hermine. „Ich weiß nicht, inwieweit du über die Ereignisse an der Schule in den letzten vier Jahren unterrichtet bist, aber Harry hat ziemlich viel praktische Erfahrung."

„Ja", sagte Kaiba. „Dumbledore-sensei hat uns davon berichtet. Vermutlich kennen wir nicht jedes Detail, aber ich denke, wir haben ein guten Überblick. Er hatte es zwei Mal mit Voldemort, ein Mal mit Voldemort in Form einer Erinnerung und ein Mal mit Dementoren, die ihn und seinen Paten, der ihn angeblich umbringen wollte, angegriffen haben, zu tun."

„Genau", sagte Hermine leicht verunsichert. Sie hatte Kaiba entsetzt angesehen, als er den Namen des dunklen Lords so leichtfertig benutzte. Denn obwohl sie jenen inzwischen ebenfalls beim Namen nannte, hatte sie die Furcht vor ihm doch noch nicht überwunden. Ein paar Augenblicke später gewann sie ihre Fassung jedoch wieder und fuhr fort: „Und auch seine Noten waren ziemlich gut in Verteidigung. Außerdem schafft er sogar, wie du weißt, einen Patronus und letztes Jahr konnte er als einziger einen Imperiumsfluch abschütteln."

„Auf jeden Fall hat er, wie du sagtest, Erfahrung und ist somit als Lehrer vermutlich durchaus fähig", meinte Kaiba. „Aber wann und wo können wir das machen?"

Hermine überlegte kurz, während sie in den Gang einbogen, an dessen Ende der Klassenraum für Verwandlung lag. „Ich dachte, das könnten wir in einer Vorbesprechung klären, wenn wir wissen, wer Interesse hätte. Also, wenn ihr wollt, kommt am Hogsmeade-Wochende in den Eberkopf."

„Hogsmeade?" fragte Kaiba verwundert.

„Oh, hat euch das noch keiner erzählt?" fragte Hermine verwundert zurück. „Hogsmeade ist das Zaubererdorf, das hier in der Nähe ist. Schüler dürfen mit Erlaubnis der Eltern ab dem dritten Jahr an bestimmten Wochenende dorthin. Die betreffenden Wochenenden müssten auf eurem Schwarzem Brett ausgehängt sein."

„Nein, bei uns hängt das nicht. Aber ich werde nachher fragen. Die Erlaubnis für den Besuch sollte auch keine Problem sein."

„Gut, soweit ich weiß, ist der erste Besuch im Dorf dieses Jahr in der ersten Oktoberwoche", erwiderte Hermine. „Sag dann noch mal bescheid, ob diesbezüglich alles klar ist. Ich zeichne euch dann eine Karte, wie ihr am besten zum Eberkopf kommt."

„Gut", sagte Kaiba, während sie den Klassenraum betraten. „Ich werde dich bald informieren."

Kaum hatten sich Kaiba und Hermine gesetzt, klingelte es auch schon. Gedanklich berichtete er seinen beiden Geliebten, was Hermine ihnen vorgeschlagen hatte, und Yami und Yugi waren von der Idee angetan. Auch wenn es schneller gehen würde, die Zauber auf ihre Weise zu lernen, und sie sie vermutlich auch schon beherrschten bzw. beherrschen würden, wenn es soweit war, so konnte es doch nicht schaden.

Verwandlung an sich verlief wie immer. Da sie mit dem Verschwindezauber auch bei anderen Tieren als Mäusen keine Probleme hatten, konnten sie in der restlichen Zeit schon den Aufsatz anfangen, den McGonagall ihnen als Hausaufgabe geben wollte.

Fortsetzung folgt…

Anmerkungen

((1)) Ein normales Monster mit den Werten 1700/1000.

((2)) Magician: Das Wort ‚Sogen' bedeutet ‚Wiese' und genau das soll diese Karte auch sein. Fragt mich nicht, warum sie das nicht übersetzen konnten. Manchmal tun sie es und dann wieder nicht... Auf jeden Fall stärkt diese Karte Monster vom Typ ‚Krieger' und ‚Ungeheuer-Krieger'.

((3)) Ein Effektmonster mit den Werten 500/1100. Bin zu faul zum Abschreiben… es zerstört halt als Flippeffekt eine Fallenkarte und wenn die Karte verdeckt ist, die man zerstören will, wird sie vorher aufgedeckt. Zauberkarten bleiben davon unberührt.

((4)) Ich kann nicht umhin, diese Szene wiederzugeben, denn ich finde sie einfach nur toll. ‚grins' Wer es noch mal in vollen Zügen genießen möchte, kann das auf den Seiten 377-379 von HP-DODP tun.

((5)) Ich möchte anmerken, dass ich Arithmantik immer noch nicht verstanden habe, deshalb ist das leider alles etwas schwammig hier. Entschuldigung. ‚verbeug'

Annuket: So, dann wieder bis in zwei Wochen. Ich hoffe, ihr habt bis dahin eine schöne Vorweihnachtszeit.