Annuket: Hallo. 'kichert dümmlich'
Magician 'kopfschüttel': Bitte, beherrsch dich! 'an die Leser gewandt' Ihr müsst nachsichtig sein mit ihr... Sie hat seit zwei Tagen einen Nebenjob und muss da nachts arbeiten. Zu wenig Schlaf ist eindeutig ungesund... 'reicht Annuket einen Milchkaffee' Hier, trink das, sonst bist du gar nicht zu gebrauchen.
Annuket: Uiiiiiiii... Danke. 'schlürft Kaffee' Ich werde ihn brauchen, wenn ich weiter schreiben will. Bin erst bei Kapitel 18 (Zählung ohne Prolog)... Aber naja, immerhin habe ich noch zwei Kapitel vorlauf. Aber bevor wir zu Kapitel 15 kommen, vielen Dank an die Reviewer. Dax, deine Smilys machen mich immer wieder so glücklich 'freu'
An Claudia: Danke, dass du auf Nummer sicher gegangen bist. Jetzt habe ich die Review zwei Mal, und sie ist definitiv nicht verloren gegangen. Ich glaube auch, dass sich FFnet in der Beziehung beruhigt hat und im Moment die Sachen relativ zeitgleich verschickt werden. Außerdem ist es ja nicht schlimm, dass du Kap. 13 erst dann gelesen hast. So viel ist ja nicht passiert. Aber vielen Dank für dein Lob mit dem Lemon 'beschämt zu Boden schau'
Magician: Ja, und von mir danke für die Aufmunterung. Es war zwar anstrengend, aber es ist doch recht gut geworden, denke ich. Trotzdem tut es gut, das nochmal gesagt zu bekommen... 'verlegen lach'
Annuket: Ja. Und zu der AG: Die Mädchen müssen übertreiben, um die drei zum Äußersten zu treiben, damit sie in Ruhe gelassen werden. Was die Fortsetzung dieses Handlungsstranges anbelangt, lass dich überraschen. Und natürlich Danke für dein Extra-Lob zum Schluss. 'schnappt sich den Kaffee und trinkt, um Halluzination von Teletubbies zu vertreiben'
An Lilly: Du bist nicht alleine mit dem spät lesen, also keine Sorge. Du hast genauso eine sadistische Ader wie Magician. Die liebt es auch, wenn Yami böse Dinge angetan werden. Was Binns betrifft, weiß ich nicht, ob er von Frau Rowling wirklich so gedacht wurde, aber so ist meine Interpretation. 'will Binns knuddeln, fässt aber durch ihn durch'
An Hannakaiba20: Ein neuer Reviewer!!! 'sich Hannakaiba20 schnapp und fast zu Tode knuddel' Danke für das Lob. Juchu, ein neuer Reviewer. Und auch noch so lobend...
Magician 'kopfschüttel': Jetzt reiß dich mal wieder zusammen, was sollen deine Leser von dir denken! 'lotst sie zum Sofa und wartet, bis sie eingeschlafen ist' So, das hätten wir. Ich mach jetzt einfach mal weiter. Also: Hi, Hannakaiba20. Auch von mir vielen Dank für dein Lob. Freut uns, dass dir die Geschichte so gut gefällt. Annuket hat sich, wie du gemerkt haben wirst, riesig über deine Review gefreut. So, jetzt sollten wir aber anfangen. 'dreht sich zu Annuket um' Hey, wolltest du den Disclaimer machen? 'Annuket murmelt etwas Unverständliches, reagiert ansonsten aber nicht' Ok, dann nicht, dann mach ich das heute mal wieder. Ich weiß, ich sag euch da nichts Neues, aber Annuket gehört weder Harry Potter noch Yugioh. Eigentlich gehört ihr überhaupt nichts... na ja, außer den heiligen Tieren, den Plonthards und den Venölläse. Nun aber viel Spaß beim Kapitel. 'setzt sich an den reich gedeckten Kaffeetisch und fängt an zu essen'
((...))
Anmerkungen von Annuket und Magician
Gedankenverbindung/.../ Yami; /-/.../-/Yugi; /'/.../'/ Kaiba
„..."
Gespräch
‚...'
Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch wörtliche Rede
wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges Tier des Re); :-:...:-: Miut
(Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet); :':...:': Scha (Kaibas
Hund, heiliges Tier des Seth); --:…:-- Chetmety (Baku-Ras Schlange,
heiliges Tier des Apopis); :--…--: Trevor (Nevilles Kröte,
heiliges Tier von Hu und Hauet); --…-- Schutniu (Ryous Vogel,
heiliges Tier der Maat)
Der Hogsmeadeausflug mit der Besprechung steht in ‚Harry Potter und der Orden des Phönix' S. 393-409 (411 wenn man bis zum Ende der Beschreibung des Besuches liest). Manche Dialoge habe ich übernommen.
Kapitel 15: Hogsmeade
Im Rest der letzten Septemberwoche geschah nichts Aufregendes. In ihrer Freizeit begannen sie damit, das Schloss Hogwarts zu erkunden. Dabei entdeckten sie mehrere Geheimgänge, die zum Teil sogar noch einmal in sich Geheimgänge hatten und mit deren Hilfe man teilweise viele Strecken abkürzen konnte. Ebenso entdeckten sie dabei viele verborgene Räume, die nur so erreichbar waren. So fanden sie beispielsweise das Verschwindekabinett, das prunkvolle Bad der Vertrauensschüler und die Küche mit den vielen netten Hauselfen, die sich zu Anfang sehr vor den dreien fürchteten. So fanden sie beispielsweise auch versteckte Eingänge zu einer riesigen Abstellkammer im Keller des Schlosses, wo die Kutschen standen, mit denen die Schüler ab dem zweiten Jahr zur Schule fuhren.
Am Freitag schließlich entdeckten sie auch die Kammer des Schreckens. Allerdings stießen sie nur aus Zufall darauf, weil sie, als sie an der Mädchentoilette, in der der Eingang war, selbst durch die Tür ein Mädchen laut hatten weinen hören. Nach anfänglichem Zögern entschloss sich Yugi nachzusehen, ob sie ihr irgendwie helfen konnten, und betrat gefolgt von seinen Geliebten den Raum. Er fand schnell heraus, dass das Mädchen ein Geist war und einfach nur lautstark darüber klagte, dass alle immer gemein zu ihr waren. Anscheinend war an diesem Tag ihr Geburtstag und niemand hatte sich daran erinnert oder es für nötig befunden, sie darauf anzusprechen. Die drei lauschten ihrer Tirade schweigend, doch das reichte dem Mädchen offensichtlich schon, denn nach ein paar Minuten verschwand sie murmelnd in einer der Kabinen. Als sie sich nun zur Tür wandten, um wieder hinaus zu gehen, entdeckten sie den verborgenen Eingang unter den Waschbecken. Sie öffneten ihn mit Magie und kamen, nachdem sie die eingestürzte Decke mit Zauberei wieder in Ordnung gebracht hatten, bis in die Kammer, wo sie ein schrecklicher Gestank erwartete von der verwesenden Riesenschlange. An dieser Stelle waren sie froh, dass sie im Moment nicht Benu, Miut und Scha dabei hatten, wie es sonst der Fall war bei ihren üblichen Entdeckungstouren.
Schließlich kam der Samstag, an dem der Besuch in Hogsmeade anstand. Die drei Schattenmagier waren die ersten, die sich anstellten, um ins Dorf gehen zu können. Miut, Benu und Scha begleiteten sie. Filch beäugte sie misstrauisch, als er damit anfing, die Schüler zu prüfen, ließ sie aber vorbei. Der Himmel war nur leicht bewölkt, und der Wind war zwar kräftig, aber nicht unangenehm. Für einen Herbsttag war das Wetter ausgesprochen schön und geradezu perfekt, um spazieren zu gehen.
Yami, Yugi und Kaiba hatten sich im Vorfeld über das Zaubererdorf informiert und wollten sich nun alles mit eigenen Augen anschauen. Sie beschlossen, die heulende Hütte, die einzige wirkliche Attraktion von Hogsmeade, anzuschauen. Gemächlich gingen sie den Weg entlang, Hand in Hand, während Benu über ihnen flog. Scha tobte sich richtig aus, und auch Miut schien beschlossen zu haben, dass sie Bewegung brauchte, denn sie spielte beinahe ausgelassen mit dem Hund.
Kurz vor dem Dorf bogen sie in einen kleinen Weg ab, der zu der Hütte führte. Eine halbe Stunde später kamen sie an der Umzäunung an und konnten das Gebäude sehen, dass nur durch Magie zusammenzuhalten schien. Die Bretter knarrten im Wind, und es hatte schon etwas Unheimliches an sich, wie die Hütte da einsam auf einer großen leblosen Freifläche stand, auf der nur vereinzelt ein Grashalm wuchs. Ansonst war aber alles friedlich und es wirkte nur verlassen.
„Ich spüre hier absolut nichts Magisches, außer den Zaubern, die die Hütte zusammenhalten", sagte Yami, nachdem sie das Haus etwa fünf Minuten angestarrt hatten.
„Ich auch nicht", erwiderte Yugi. „Es ist erstaunlich, dass Schutzzauber ein Gebäude in diesen Maße zusammenhalten können, aber dennoch… Es gibt hier nichts, oder? Keine Zauber, keine Geister, keine magischen Lebewesen. Nicht einmal ein Irrwicht ist zu spüren…"
„Wahrscheinlich ist das nur ein Gerücht im Dorf in der Hoffnung, damit Touristen anzulocken", meinte Kaiba verächtlich.
„Hallo", ertönte eine verträumte Stimme hinter ihnen.
Die drei waren so auf das Haus konzentriert gewesen, dass sie gar nicht gemerkt hatten, wie sich ihnen jemand genähert hatte, und zuckten zusammen. Sie drehten sich um und sahen Luna. „Es hat wirklich mal in dem Haus gespukt", sagte sie, ohne auf eine Erwiderung ihres Grußes zu warten, und starrte mit ihren großen Augen das Haus an. „Als mein Dad im siebenten Jahr war, entstanden gerade die Gerüchte. Als er die Schule verlassen hatte, hat er die Sache selbst überprüft. Er hat das Haus monatelang beobachtet. Aber es schien nur immer drei Tage, nämlich um Vollmond herum, zu spuken, aber dafür war es dann sehr extrem… fast so, als wäre ein Werwolf die Ursache, aber er hat nie jemand kommen oder gehen sehen. Aber inzwischen ist es sehr ruhig. Dad ist mit mir ab und zu zum Campen hier gewesen, aber was auch immer es damals war, ist scheinbar nicht wiedergekommen. Er sagt, es war eine Versammlungsstätte für Plonthards, doch nun haben sie sich einen anderen Ort gesucht, weil sie das alle sieben Jahre tun."
„Was ist ein Plonthard?" fragte Yugi interessiert.
Luna schaute ihn mit ihren großen Augen an. „Ein spezieller Poltergeist, zu dem Werwölfe werden, wenn sie nicht ins Jenseits übergehen."
„Verstehe", erwiderte Yugi und schaute nachdenklich die Hütte an.
„Ich glaube, wir sollten ins Dorf gehen", unterbrach Kaiba seine Gedanken. „Es ist bald 11:00 Uhr, und da wollten wir uns doch mit Hermine und ihren Freunden treffen."
:Oh ja, lasst uns gehen. Mir ist langweilig: drängelte Benu, der sich auf den Zaun gesetzt hatte und nun, nachdem er ein paar Minuten ergebnislos das Haus angestarrt hatte, anfing, ungeduldig herumzuhopsen.
„Oh, ihr wollt auch bei dieser Lerngruppe mitmachen?" fragte Luna verträumt und schwebte voran. „Das wird sicher interessant."
Gemeinsam machten sie sich auf den Weg ins Dorf. Luna erzählte ihnen schwärmerisch von den Berichten, die ihr Vater vermutlich in der nächsten Ausgabe seines Magazins veröffentlichen würde. Nach ein paar Minuten erreichten sie die Hauptstraße und sahen sich aufgeregt um. Sie folgten Luna, die die Straße hinunterging, und schließlich bogen sie in eine kleine Seitenstraße ein. Der einzige Laden, den es in dieser Sackgasse gab, war der Eberkopf. Auch andere Schüler schienen dorthin zu gehen, und sie folgten ihnen bis zu der Kneipe. Angewidert betrachteten die drei das Holzschild, das einen abgetrennten Eberkopf zeigte, aus dem Blut auf ein weißes Tuch tropfte.
Nachdem sie Miut, Scha und Benu gesagt hatten, dass sie draußen bleiben sollten, betraten sie den Laden. Kaiba wäre am liebsten sofort wieder schreiend hinaus gerannt. Dieses Etablissement war mit großem Abstand das wohl schmutzigste und widerlichste Gebäude, das er je gesehen hatte. Der Boden war zentimeterhoch mit Schmutz und Erde bedeckt, und von den Steinen war nichts mehr zu sehen. Die Fenster waren so schmutzig, dass ein Hinausschauen nicht möglich war, die Decke und Wände waren völlig verrußt. Wie dreckig es wirklich war, konnte man allerdings nicht sehen, weil die Beleuchtung äußerst spärlich war.
Noch ein wenig dunkler wurde es, als sich die Tür des Pubs schließlich hinter einem blonden Hufflepuffjungen schloss, der nach ihnen hereingekommen war. Der Blick des CEO richtete sich auf den Wirt, den einer der beiden Weasley-Zwillinge gerade ansprach. „Hi", sagte er und zählte die Anwesenden. „Können wir … achtundzwanzig Butterbier haben?"((1))
Kaiba war kurz davor, sich zu übergeben und den ganzen Laden auf der Stelle verschwinden zu lassen, als er den Lappen sah, mit dem der griesgrämige Alte gerade ein Glas ausgewischt hatte. „Was hat er vorher mit dem Lappen gemacht?" fragte er entsetzt seine Geliebten auf Japanisch. „Die Räder einer Kutsche gesäubert?"
„Schhh… Ganz ruhig", erwiderte Yugi und sandte seinem Geliebten beruhigende Emotionen. Kaiba versuchte, sich zu beruhigen, schloss die Augen und atmete tief ein. Doch nur Sekunden später bedauerte er diese Aktion, da ihm dadurch nur um so mehr klar wurde, dass es hier eher wie in einem Ziegenstall roch, als wie in einer Kneipe, was er vorher durch die visuellen Eindrücke nur unterbewusst mitbekommen hatte. Währenddessen war der alte Wirt aus seiner Trance, die das Erscheinen der vielen Schüler ausgelöst hatte, erwacht und fing an, eingestaubte Butterbierflaschen unter dem Tresen hervorzuholen.
„Prost", sagte der Zwilling, der bestellt hatte. „Und rückt alle das Geld raus, dafür hab ich nicht genug…"
Yami legte sechs Sickel für sich und seine Geliebten auf den Tresen und wollte gerade drei Flaschen nehmen, als Kaiba auf japanisch entsetzt dazwischenrief: „Nicht anfassen! Wer weiß, was du bekommst, wenn du sie anfasst…"
Yami spürte die Sorge seines Geliebten und schaute ihn ebenfalls besorgt an. „Ich mach das schon", sagte Yugi, zückte seinen Zauberstab, schwang ihn und sagte: „Purgatio((2)) Flaschen."
Da die Flaschen nun durch den Zauber absolut sauber waren, konnte Yami sie nehmen, ohne dass der CEO Einspruch erhob. Sie gingen zu dem Tisch, an dem die anderen schon auf Extrastühlen Platz genommen hatten. Nachdem Yugi einen der Stühle ebenfalls gereinigt hatte -was trotz der Stärke des Zaubers fast eine Minute dauerte-, setzte sich Kaiba, zog seine beiden Geliebten auf seinen Schoß und legte seine Arme um sie, als wolle er sie vor dem Schmutz der Umgebung beschützen. Beim Anblick des Stuhls, der vorher schwarz ausgesehen hatte und nun nach dem Reinigungszauber eindeutig braun war, war es ihm beinahe endgültig zu viel geworden. Yugi und Yami ließen es sich gefallen, setzen sich beide jeweils auf ein Bein des CEOs und lehnten sich an ihn.
Während einige der Schüler, nämlich die, die nicht in der AG gewesen waren, die drei verwundert an- und die meisten, die da gewesen waren, errötend wegschauten, öffneten Yugi und Yami ihre Flaschen, um das Getränk zu probieren. Yami schmeckte es und er nahm gleich noch einen Schluck, während Yugi es nicht mochte und somit Kaiba von seiner Flasche kosten ließ. Währenddessen richteten sie ihre Aufmerksamkeit auf Hermine, Ron und Harry. Letzterer schien anscheinend wieder etwas schlecht gelaunt, denn er starrte Hermine aus irgendeinem Grund böse an und tuschelte mit ihr.((3))
Als Neville ihn allerdings strahlend mit einem „Hi, Harry" begrüßt hatte, versuchte der Schwarzhaarige das Lächeln zu erwidern, was ihm nicht allzu überzeugend gelang, da er nervös zu sein schien, und schwieg. Beruhigt sah Kaiba nun, dass das Mädchen namens Cho Harry kokett anlächelte und ihn selbst anscheinend aufgegeben hatte. Er entspannte sich etwas und schaute sich weiter um, was nur dazu führte, dass er sich erneut verkrampfte, als er all den Schmutz sah.
Nachdem endlich alle saßen, wurde es ruhig, und die ganze Gruppe schaute Harry erwartungsvoll an. „Ähm", hob Hermine an, und ihre Nervosität war klar in ihrer Stimme zu hören. „Nun - ähm - hi."
Sofort richteten sich die Blicke aller auf sie. „Nun … ähm … ja, ihr wisst, warum ihr hier seid. Ähm… also, Harry hier hatte die Idee", begann sie, doch nach einem strengen Blick des Schwarzhaarigen verbesserte sie sich. „–besser gesagt, ich hatte die Idee - dass es gut wäre, wenn Leute, die Verteidigung gegen die dunklen Künste lernen möchten - und ich meine wirklich lernen, versteht ihr, nicht den Stuss, den Umbridge mit uns macht, weil das niemand Verteidigung gegen die dunklen Künste nennen kann-"
„Das kannst du laut sagen", rief der Ravenclaw Anthony Goldstein dazwischen.
Hermine, die sich inzwischen selbstbewusster fühlte als zu Beginn ihrer Rede, ließ sich nicht davon stören, eher fuhr sie umso bekräftigter fort: „Also, ich dachte, es wäre gut, wenn wir, nun, die Dinge selbst in die Hand nehmen würden." Nach einem kurzen Seitenblick zu Harry beendete sie ihre Einleitung mit den Worten: „Und damit meine ich lernen, wie wir uns richtig verteidigen, nicht nur in der Theorie, sondern indem wir tatsächlich zaubern-"
„Du willst doch auch deine ZAG-Prüfung in Verteidigung gegen die dunklen Künste bestehen, wette ich?" fragte ein anderer Ravenclawjunge, von dem die drei Schattenmagier glaubten, dass er Michael Corner hieß, dazwischen.
„Natürlich will ich das", antwortete Hermine, als wäre es absurd, etwas anderes zu denken. „Aber ich will noch mehr, nämlich richtig ausgebildet sein in Verteidigung, weil … weil … weil Lord Voldemort zurück ist."
Fast alle anwesenden Schüler reagierten mit Schrecken auf die Erwähnung des Namens und die Information. „Nun … das ist jedenfalls der Plan", sagte Hermine. „Wenn ihr mitmachen wollt, müssen wir entscheiden, wie wir-"
Doch erneut wurde sie von jemandem unterbrochen, dieses Mal von einem blonden Jungen, den die drei Schattenmagier nur ein paar Mal am Hufflepufftisch gesehen hatten. „Wo ist der Beweis, dass Du-weißt-schon-wer zurück ist?" wollte er in einem angriffslustigen Tonfall wissen.
„Nun, Dumbledore glaubt es-" hob Hermine an.
„Du meinst, Dumbledore glaubt ihm", unterbrach der Junge erneut mit einem Kopfnicken zu Harry.
Ron schien genug zu haben von der Unhöflichkeit Harry gegenüber und überhaupt dem ganzen Verhalten des blonden Jungen. „Wer bist du eigentlich?" fragte er grob.
„Zacharias Smith" antwortete der Junge und sah selbstbewusst die drei Gryffindorschüler an. „Und ich glaube, wir haben das Recht, genau zu erfahren, weshalb er behauptet, Du-weißt-schon-wer sei zurück."
Erneut war es Hermine, die antwortete, und sie bemühte sich, ruhig und sachlich zu bleiben. „Sieh mal", sagte sie streng, „darum sollte es bei diesem Treffen eigentlich überhaupt nicht gehen-"
„Ist schon gut, Hermine", sagte Harry und sah aus, als wäre ihm gerade etwas klar geworden.((4)) Darum fuhr er, nun an die Gruppe gewandt, insbesondere den blonden Zacharias ansehend, fort: „Weshalb ich behaupte, Du-weißt-schon-wer sei zurück? Ich habe ihn gesehen. Aber Dumbledore hat letztes Jahr der ganzen Schule erklärt, was passiert ist, und wenn du ihm nicht geglaubt hast, dann wirst du mir auch nicht glauben, und ich verschwende keinen Nachmittag mit dem Versuch, irgendjemanden zu überzeugen."
Alle lauschten gebannt Harrys Worten und starrten ihn an. Nur Kaiba beobachtete mit wachsendem Ekel, wie der Wirt, der offensichtlich lauschte, mit seinem Lappen dasselbe Glas immer wieder und wieder wischte und es damit nur schmutziger machte.
Harrys Antwort schien den blonden Hufflepuff allerdings nicht zufrieden zu stellen, denn er meinte: „Dumbledore hat uns letztes Jahr nur gesagt, dass-"
Ohne dem Jungen weiter zuzuhören, sandte Yami seinen Geliebten/Was für eine unsinnige Diskussion! Ich dachte, wir wollten über Verteidigung sprechen und nicht darüber…/
/'/Hm?/'/ fragte Kaiba und wandte sich dem ehemalige Pharao zu. Er hatte von dem ganzen Gespräch so gut wie nichts mitbekommen, da er zu sehr mit seiner Umgebung zu kämpfen hatte. /'/Was ist los?/'/
Yami schüttelte, gedanklich sanft lächelnd, den Kopf und küsste seinen Geliebten liebevoll. /Nicht so wichtig. Wir sagen dir bescheid, wenn es wirklich losgeht./
/'/Ok/'/ erwiderte der CEO gedankenverloren, was nun wirklich untypisch für ihn war.
Yami und Yugi mussten sehr mit sich kämpfen, nicht laut loszulachen, weil dass bei dem laufenden Gespräch äußerst unpassend gewesen wäre, da Harry gerade aufgebracht sagte: „Wenn ihr hierher gekommen seid, um genau zu erfahren, wie es ist, wenn Voldemort jemanden ermordet, kann ich euch nicht helfen. Ich möchte nicht über Cedric Diggory reden, klar? Also, wenn ihr deshalb hier seid, dann verschwindet ihr am besten wieder."
„Es ist ja auch völlig egal", warf Yami ein, der sich nun dazu entschlossen hatte, von diesem Thema endlich wegzukommen, was dazu führte, dass Harry, der Hermine böse angesehen hatte, ihm einen verwirrten aber auch erleichterten Blick zuwarf. „Egal, ob Voldemort zurück ist oder nicht, er wird nicht der letzte Zauberer sein, der die dunklen Künste einsetzt, um anderen zu schaden. In jedem Fall sollte man vorbereitet sein, damit man in einer gefährlichen Situation nicht völlig hilflos ist. In jedem Kampf wird euch der Gegner auslachen und jede Chance nutzen, euch zu verletzen oder gar zu töten, und es wird ihm egal sein, ob ihr Theorie der Verteidigung gelernt habt oder nicht. Und schließlich gibt es nicht wenige Berufe, wo ihr Verteidigungszauber beherrschen müsst."
Nachdem einen weiteren Moment lang Stille geherrscht hatte, hob Hermine wieder an zu sprechen und sie klang erneut etwas nervös. „Yami hat Recht. Also… Also ... wie ich schon sagte … wenn ihr lernen wollt, wie ihr euch verteidigen könnt, dann müssen wir besprechen, wie wir vorgehen, wie oft wir uns treffen wollen und wo wir-"
Doch erneut wurde sie unterbrochen, dieses Mal von einem Mädchen mit einem rückenlangen Zopf. „Stimmt es... stimmt es, dass du einen Patronus zustande bringst?" fragte sie Harry.
Das Murmeln in der Schülerrunde wurde von einem klaren „Ja" von Harry unterbrochen.
„Einen gestaltlichen Patronus?" bohrte das Mädchen weiter.
Irritiert schaute Harry das Mädchen kurz an, bevor er fragte: „Ähm - du kennst nicht zufällig Madam Bones, oder?"((5))
„Sie ist meine Tante", erwiderte sie lächelnd. „Ich bin Susan Bones. Sie hat mir von deiner Anhörung erzählt. Also - ist es wirklich wahr? Du erzeugst einen Hirsch als Patronus?"
„Was ist ein Patronus, Colin?" fragte der jüngere der beiden Brüder, die neben Yugi saßen, leise den älteren.
Dieser zuckte mit den Achseln. „Ich weiß nicht mehr genau. Irgend so ein mächtiger, sehr schwieriger Zauber, den man höchstens in der siebten lernt", antwortete er.
„Wenn ich mich richtig erinnere, ist es ein Lichtzauber, der gegen Wesen eingesetzt wird, die Dementoren heißen", klärte Yugi sie flüsternd auf.
„Ja", bestätigte Yami, ebenfalls flüsternd. „Über die hatte ich eine kurze Abhandlung in ‚Gefährliche dunkle Wesen' gelesen… Scheinen nicht sehr nette Zeitgenossen zu sein, falls man diesem Buch Glauben schenken darf."
„Dementoren bewachen das Zauberergefängnis", ergänzte Kaiba, der immer noch durch die Umgebung abgelenkt war, gedankenverloren und eher, als würde er es zu sich selbst sagen.
Beide Brüder schauten sie mit großen, bewundernden Augen an. „Wow, ihr seid so klug…", meinte schließlich der ältere. „Darf ich später ein Foto von euch machen? Leider habe ich heute meine Kamera nicht dabei, weil der Film alle ist und mein Dad mir noch keinen neuen geschickt hat…"
„Mal sehen…" erwiderte Yami vage, der nicht wirklich wollte, dass Fotos von ihm geschossen wurden.
Harry hatte Susans Frage inzwischen bejaht, und ein anderer Gryffindor, der oft mit dem Zwillingen zusammen war, sagte darauf: „Ist ja irre, Harry! Das hab ich gar nicht gewusst!"
Einer der beiden Zwillinge verkündete: „Mum hat Ron gesagt, er soll es nicht rumerzählen. Sie meinte, du hättest ohnehin schon genug Aufmerksamkeit deswegen."
„Da hat sie nicht Unrecht", murmelte Harry, was dazu führte, dass ein paar der Schüler lachten.
„Und hast du einen Basiliken mit diesem Schwert aus Dumbledores Büro getötet?" fragte ein weiterer Ravenclaw namens Terry Boot. „Das hat mir eines von diesen Porträts erzählt, als ich letztes Jahr bei ihm war…"
Harry stockte, anscheinend überrascht über die Wendung des Gesprächs. „Ähm - ja, hab ich, ja."
Unter den bewundernden Ausrufen und Blicken der anderen wurde Harry rot. Yami und Yugi hingegen langweilten sich. Doch die Lobeshymne auf Harry ging weiter. „Und im ersten Schuljahr hat er den Stein der Meisen gerettet-", sagte Neville, wobei Hermine ihn mit einem „- der Weisen" verbesserte.
„Ja, genau", meinte Neville, der leicht errötete, „vor Ihr-wisst-schon-wem."
„Und nicht zu vergessen", fügte Cho hinzu, deren anhimmelnden Blick Harry nun endlich erwiderte, „nicht zu vergessen die ganzen Aufgaben, die er letztes Jahr beim Trimagischen Turnier lösen musste - an Drachen und Wassermenschen und einer Acromantula vorbeikommen und so weiter…"
Yugi und Yami konnten deutlich sehen, dass der Gryffindor ihren Avancen nicht unwillig gegenüberstand. Es schien ihn etwas Überwindung zu kosten, aber er sagte zögerlich: „Hört mal, ich … ich möchte nicht so klingen, als versuchte ich, bescheiden zu sein oder so, aber … ich hatte bei alldem eine Menge Hilfe…"
Als Michael Corner widersprach, entschlossen sich Yugi und Yami dazu, nur noch mit einem Ohr hinzuhören, wie das nächste Stück der Diskussion weiterging, und sich stattdessen lieber mit ihrem Geliebten zu befassen. Besagter CEO schien alles im Raum einer strengen Reinheitsprüfung zu unterziehen und verkrampfte sich immer mehr. /Seto?/ fragte Yami sanft.
Kaiba, der gerade das Fenster neben der Tür anstarrte, wandte sich ihm wieder nicht zu, sondern antwortete erneut geistabwesend mit einem/'/Hmm?/'/
/-/Konzentrier dich lieber auf andere Sachen. Wir werden bald gehen, also mach dich nicht verrückt./-/
/Ja, konzentrier dich lieber auf uns. Wenn du nichts von der Besprechung mitbekommst, warst du ganz umsonst hier. Willst du das?/
Kaiba seufzte leise und schaute seine Geliebten an. /'/Nein./'/
Währenddessen hatte Zacharias erneut begonnen, sich zu streiten und war schließlich von den Zwillingen, die ihm drohten, ihm mit einem langen, lebensgefährlich aussehenden Metallinstrument die Ohren oder andere Körperstellen auszuputzen, zum Schweigen gebracht worden. „Ja, schön", stieß gerade Hermine hervor, um das Gespräch wieder in ordentliche Bahnen zu lenken. „Wir müssen weitermachen … die Frage ist, sind wir uns einig, dass wir bei Harry Unterricht nehmen?"
Nachdem alle mehr oder weniger zugestimmt hatten, fuhr sie fort: „Gut. Nun, dann ist die nächste Frage, wie oft wir uns treffen. Ehrlich gesagt, weniger als einmal die Woche hat wohl keinen Sinn-"
„Wart mal", sagte Angelina ernst, „wir müssen aufpassen, dass wir unserem Quidditch-Training nicht in die Quere kommen."
Die Spieler der anderen Mannschaften in der Gruppe warfen nun ihrerseits ein, dass es auch zu ihrem Trainingsplan passen sollte. „Ich bin sicher, wir finden einen Abend, an dem alle können", erwiderte Hermine daher ungeduldig, „aber versteht ihr, das ist ziemlich wichtig, immerhin geht es darum, dass wir uns gegen V-Voldemorts Todesser zu verteidigen lernen-"
„Gut gesagt", stimmte der Vertrauensschüler der Hufflepuffs überzeugt zu. „Ich persönlich halte das für äußerst wichtig, vielleicht noch wichtiger als alles andere, was wir dieses Jahr tun, einschließlich der ZAG-Prüfungen!" Nach einem herausfordernden Blick in die Runde, bei dem keiner etwas sagte, fuhr er fort, indem er sich über die Ministeriumspolitik aufregte, die dafür sorgte, dass sie Umbridge als Lehrerin hatten.
Hermine entschloss sich, ihm eine Erklärung zu geben, denn sie sagte: „Wir glauben, der Grund, warum Umbridge nicht will, dass wir in Verteidigung gegen die dunklen Künste ausgebildet werden, ist der, dass sie irgendeine… irgendeine Wahnidee hat, dass Dumbledore seine Schüler zu einer Art Privatarmee aufstellen könnte. Sie denkt, er würde uns gegen das Ministerium ins Feld führen."
Während fast alle Hermine verblüfft anschauten, erhob Luna das Wort: „Ja, das passt zusammen. Schließlich hat auch Cornelius Fudge seine Privatarmee."
„Was?" fragte Harry verdutzt.
„Ja", erklärte Luna verträumt. „Er hat eine Armee aus Heliopathen."
„Nein, hat er nicht", widersprach Hermine aufgebracht.
„Doch, hat er", erwiderte Luna etwas energischer.
„Was sind Heliopathen?" traute sich Neville ahnungslos zu fragen.
Augenblicklich wandte sich Lunas Blick dem pummeligen Gryffindor zu, und sie erklärte mit geweiteten Augen: „Das sind Feuergeister… riesig große Flammenwesen, die übers Land galoppieren und alles niederbrennen, was ihnen-"
Weiter kam sie nicht, denn Hermine unterbrach sie, in dem sie dem besorgt aussehenden Jungen erklärte: „Es gibt sie nicht, Neville."
Hermine und Luna stritten noch einen Augenblick weiter, bis Ginny, die neben den drei Schattenmagiern saß, perfekt Umbridges gekünsteltes Husten nachmachte und damit dafür sorgte, dass die Schüler erschrocken zusammenzuckten und sich zu ihr umdrehten. „Wollten wir nicht gerade beschließen, wie oft wir uns zum Verteidigungsunterricht treffen?"
„Ja", sagte Hermine schnell, „ja, das wollten wir allerdings, Ginny."
„Nun, einmal die Woche klingt gut", meinte Lee Jordan.
„Solange-", hob Angelina an.
Hermine ließ sie nicht ausreden, sondern unterbrach sie ungeduldig. „Ja, solange das mit dem Quidditch klargeht. Nun, was wir noch entscheiden müssen, ist, wo wir uns treffen …"
„In der Bibliothek?" fragte ein Gryffindormädchen namens Katie Bell nach ein paar Minuten Schweigen schließlich.
„Madam Pince wird sicher nicht so begeistert sein, wenn wir Flüche in ihrer Bibliothek ausprobieren", wandte Harry ein.
Da das allen einleuchtete, überlegten sie weiter. „Wir könnten es doch vielleicht in eurem Gemeinschaftsraum machen" schlug Hannah Abbott, an die Schattenmagier gewandt, vor. „Da ist doch bestimmt Platz, und niemand wird uns stören."
„Ja, das könnte tatsächlich gehen", stimmte Ernie zu, und alle Augen richteten sich hoffnungsvoll auf die drei.
„Platz ist schon da", erklärte Yugi. „Aber leider hat unserer Haus Schutzfunktionen, die es euch unmöglich machen, länger als 30 Minuten in unserem Haus zu bleiben. Ich glaube nicht, dass das sehr sinnvoll wäre."
„Ihr habt solche Schutzzauber?" fragte Hermine verblüfft. „Wie funktioniert das?"
„Ich weiß es nicht genau", erwiderte Yugi. „Aber das ist auch egal, weil es nichts an der Raumsuche ändert."
„Mir würde die Kammer des Schreckens einfallen", erwiderte Yami. „Aber wir müssten erst einmal eine Menge dort tun."
„Die Kammer des Schreckens?" fragte Harry. „Der Gang ist doch eingestürzt."
„Nein, wir haben ihn schon wieder hergestellt", antwortete Yugi. „Aber der Gestank des verwesenden Basilisken ist nicht sehr schön."
„Als Notfalllösung könnten wir es aber im Kopf behalten", vertrat Yami seine Meinung. „Immerhin brauchen wir da keine Erlaubnis von einem Lehrer, und es ist viel Platz da. Außerdem glaube ich, dass sie schnell für unsere Zwecke bereit sein könnte, wenn wir zusammenarbeiten."
„Du hast recht, aber man muss Parsel können, um reinzukommen", erwiderte Hermine leicht nachdenklich. „Wir müssten dann immer auf alle warten, und es ist ein bisschen auffällig, wenn so viele Jungs auf eine Mädchentoilette gehen."
„Der Eingang ist in einer Mädchentoilette?" fragte Michael Corner interessiert.
„Moment mal", sagte Hermine plötzlich und starrte die drei Schattenmagier geschockt an. „Woher wisst ihr überhaupt davon?"
„Und wenn ihr da reingekommen seid, bedeutet das, dass ihr Parsel sprecht", warf Harry ein.
„Nein", antwortete Yami ausweichend. „Es gibt da auch einen Geheimgang, in dem ein Teil der Wand eingestürzt ist, und von dort kommt man direkt in die Kammer."
/Erinnert mich daran, dass ich diesen Gang zum Einsturz bringe, sobald wir wieder im Schloss sind./
/-/Ok/-/ erwiderte Yugi belustigt.
„Welcher?" fragte George neugierig.
„Der hinter-", hob Yami an, doch er kam nicht weit.
„Das tut jetzt nichts zur Sache. Fällt jemandem noch was Besseres ein?" wollte Harry ungeduldig wissen. Auch wenn er selbst neugierig war, so konnten sie das nach dem Treffen klären.
„Vielleicht in einem unbenutztem Klassenzimmer?" schlug Dean als Nächstes vor.
„Ja", stimmte Ron begeistert zu, „vielleicht überlässt uns McGonagall ihres, das hat sie auch getan, als Harry für das Trimagische geübt hat."
Harry hingegen sah nicht ganz so überzeugt aus, dass das klappen würde. Hermine entschloss sich, die Diskussion vorerst zu beenden: „Nun gut, wir werden versuchen, was zu finden", sagte sie. „Sobald wir Datum und einen Ort für das erste Treffen haben, lassen wir eine Nachricht an alle rumgehen."
Nachdem sie das gesagt hatte, stöberte sie kurz in ihrer Tasche und zog ein Pergament und eine Feder heraus. Sie schaute das leere Blatt kurz an, atmete tief durch und sah entschlossen die Gruppe an. „Ich - ich denke, ihr solltet alle eure Namen aufschreiben, nur damit wir wissen, wer da war", sagte sie. „Und ich denke auch, wir sollten uns einig sein, dass wir nicht groß rumposaunen, was wir tun. Wenn ihr also unterschreibt, erklärt ihr euch einverstanden, weder Umbridge noch sonst jemandem zu sagen, was wir vorhaben."
Fred war der erste der unterschrieb, dicht gefolgt von George. Einige der Schüler zögerten und nach einer kleinen Diskussion mit Hermine, bei der sie gereizt versicherte, dass sie das Blatt natürlich nicht einfach irgendwo rumliegen lassen würde, schrieben die restlichen Schüler mehr oder weniger glücklich ihre Namen darauf. Yugi, Yami und Kaiba waren die letzten, die unterschrieben. Yami, der das Pergament als erster der drei bekam, zögerte zunächst auch kurz, weil ein Zauber darauf lag, und er erst prüfen wollte, was der genau bewirkte. Nachdem er erkannt hatte, dass er einfach nur einen Verräter enttarnen und bestrafen würde, setzte er beruhigt seinen Namen dazu, ebenso wie Yugi. Der CEO musste erst wieder aus seinen Gedanken gerissen werden, doch auch er unterschrieb ohne Probleme. Nachdem er fertig war, reichte er das Blatt wieder Hermine, die es vorsichtig in ihre Tasche steckte.
„Nun", sagte Fred fröhlich und stand auf, „es wird langsam Zeit. George, Lee und ich müssen noch Waren heikler Natur erwerben, wir sehen uns dann später."
Die anderen Schüler folgten ihnen in kleinen Gruppen. Nachdem Yugi und Yami aufgestanden waren, erhob sich auch Kaiba und schien entschlossen, den Laden so schnell wie möglich zu verlassen. Kurz vor dem Eingang aber bemerkte er kleine schwarze, käferähnliche Männchen an der Wand und blieb wie angewurzelt stehen. Seine Hände ballten sich zu Fäusten, und die Haare hingen ihm ins Gesicht und verbargen seine strahlend blauen Augen.
Yami und Yugi sahen ihn besorgt an, fassten ihn dann aber an seinen Armen und versuchten, ihn sanft in Richtung Tür zu ziehen. Doch der CEO ließ es nicht zu und drehte sich stattdessen zu dem Barmann um. „Meinen Sie nicht", fragte er mit vor Zorn bebender Stimme, „dass es dringend an der Zeit wäre, diesen Pub einer gründlichen Säuberung zu unterziehen?"
„Nein", grummelte der Alte verächtlich. „Wieso sollte ich?"
„Sie haben Venölläse!" schrie Kaiba aufgebracht und zeigte auf die kleinen Lebewesen. „Die ernähren sich ausschließlich von Müll und Abfall. Und um eine solch große Kolonie zu haben, bedarf es schon einer ganzen Menge Müll."
„Ja und?" fragte der Alte und starrte den CEO böse an. „Es hat sich noch nie jemand beschwert, und mir gefällt es."
„Mich stört es! Außerdem gibt es Hygienegesetze!" erwiderte Kaiba aufgebracht, während Yami und Yugi versuchten, ihn aus dem Laden zu bringen.
„Es zwingt dich keiner, hier zu sein, Bürschchen", erwiderte der Alte zornig. „Und ich weiß nicht, was ‚Hygiene' sein soll, aber niemand schreibt mir vor, wie mein Laden auszusehen hat!"
Kaiba hatte seinen Zauberstab gezückt und schien bereit, jeden Moment einen Reinigungszauber bester Qualität oder etwas Schlimmeres anzuwenden, doch Yami und Yugi gelang es endlich, ihren Geliebten mit Hilfe von etwas Magie aus dem Laden zu bekommen.
Etwa eine Minute waren die drei von dem strahlenden Sonnenschein draußen geblendet, doch dann gewöhnten sie sich daran. Kaiba wollte wieder zurück in den Laden, um dem alten Mann gehörig die Meinung zu sagen, weil er ihn ‚Bürschchen' genannt hatte, und um das Gebäude auf eigene Faust zu reinigen, doch Yami und Yugi hielten ihn zurück. „Komm, Seto", sagte Yugi. „Lass uns lieber andere Läden anschauen."
Fortsetzung folgt…
Anmerkungen
((1))
Magician ‚zweifelnd guck': Das macht aber keinen Sinn.
Laut dem Buch kommen die Weasley-Zwillinge als letzte. Kann es sein,
dass du da etwas durcheinander geworfen hast? ‚grins'
Annuket:
Ups... Egal. Ich hoffe, niemand stört sich an so winzigen
Details... vor allem, wenn es nur um die Reihenfolge geht, in der die
Schüler reinkommen... Der Rest, also die Unterhaltung,
widerspricht ja nicht dem Buch.
Magician
‚schulterzuck': Wie du meinst...
((2)) Das ist das Substantiv zu purgare (reinigen, säubern) und heißt ‚Reinigung'
((3)) S. 399: Harry wird klar, dass viele vermutlich nur gekommen sind, weil sie seine Geschichte hören wollen und ist deshalb Hermine böse.
((4)) Klein Harry ist endgültig zu dem Schluss gekommen, dass die Leute von ihm nur hören wollen, was am Ende des vierten Jahres passiert ist. (S. 401)
((5)) Annuket: Im Buch hatte ja Harry vorher diese disziplinarische Anhörung, in der geklärt werden sollte, ob Harry den Patronus zu Recht eingesetzt hatte und dabei hatte ein Mitglied des Zaubergamots, besagte Madame Bones, ihm wortwörtlich die gleiche Frage gestellt (die Anhörung war S. 165-181).
Annuket 'wurde kurz vor Ende wieder wach': Was? Schon vorbei?
Magician 'reicht ihr noch einen Kaffee und ein großes Stück Kuchen': Hier, stärk dich erstmal. Du warst ziemlich fertig vorhin.
Annuket 'nimmt Kaffeetasse und trinkt': Danke... Da fällt mir, dass ich ja noch eine Frage habe… kennst du eigentlich die Bezeichnung ‚Peinsack'?
Das benutzt Ron als Beleidigung auf S. 409, nach der Versammlung, als
er mit Harry und Hermine wieder allein war. Hast du eine Ahnung, wie der Übersetzer darauf kommt? Was sagte Ron im Original?
‚Pain in the ass'?
Magician
‚starr': Ganz ehrlich...? Ich habe keinen blassen Schimmer. Aber
wenn ich den fünften Band im Original das nächste Mal in
die Finger kriege, sehe ich mal nach. Ich wollte sowieso demnächst mal wieder in die Bücherei und der Band ist fast nie ausgeliehen. 'fies grins' Wie das wohl kommt...?
Annuket:
Na ja, vielleicht kann uns auch ein Leser weiterhelfen, der das Buch auf Englisch wirklich hat. Nun gut, das war's von uns. Das nächste Kapitel gibt es dann in zwei Wochen.
