Annuket:
Juchu, mir ist aufgefallen, dass wir ja heute sogar zum Valentinstag
updaten. 'freu' Ich mag den Valentinstag. Auch wenn ich nur 'Anstandsschokolade' verschenke, wenn ich vorher Zeit hatte,
Marzipan zu machen, finde ich den Tag trotzdem toll. Viele der
Scanlationgroups bringen updates am Valentinstag, und da kann man
immer so viel Schönes lesen. Aber zurück zum Thema. Als
erstes die Reviewantworten. Zunächst wieder vielen lieben Dank,
Dax. 'strahl' Ich freue mich jedes Mal.
An
Hannakaiba20: Ich hoffe, dir gefällt die Geschichte auch
weiterhin. Manchmal komme ich nicht so ganz aus dem Knick… Was Seto
betrifft, so ist er ja eh etwas OOC bei mir ((Magician 'aus
Hintergrund': Etwas?)) genauso wie die anderen… Aber ich konnte
mir das bei ihm so gut vorstellen. Und vielen Dank für die
Information, was im englischen steht. Jetzt muss sich Magician das
Buch nicht gleich noch mal ausleihen. Übrigens gibt es auf der
Seite von harrypotter-xperts auch eine Rubrik 'Gurkensalat', wo
man (einige) Übersetzungsfehler (und ein paar sind nicht gerade
harmlos) finden kann. Aber zu Band fünf war weder dieses
merkwürdige 'Tschulligung' noch der 'Peinsack' erwähnt…
Aber dennoch gibt es 16 Einträge (wenn ich mich nicht verzählt
habe) und davon sind sogar fünf nicht einfach nur blöd
übersetzt, sondern sogar auch sinngemäß falsch. Also
nochmals vielen Dank für deine Mühe.
An
Heavenfly: Du bemängelst schon wieder mal das gleiche wie
Magician. Ihr seid vermutlich wirklich seelenverwandt… Bis auf die
Lemonfrage, wo sie nicht wirklich korrigieren will. Ui, du erinnerst
dich wieder an Details. 'freu' Aber Umbridge spioniert nicht
persönlich. Wenn du auf Seite 395/6 schaust, dann liest du, dass
es Gäste gibt: ein Mann, dessen Gesicht mit schmutzigen Binden
bedeckt war, zwei in Kapuzenmäntel gekleidete Gestalten und eine
in Schleier gehüllte Hexe. Später im Buch erfährt man
von Sirius, dass die 'Hexe' der verkleidete Mundungus war (und er
war es, durch den der Orden davon erfahren hat) und dann hatte noch
irgendjemand vom Ministerium gelauscht (das war der Bangagierte, der
Willy Widdershins heißt). Umbridge hat nicht selbst spioniert
und konnte daher von Seto nicht entdeckt werden, obwohl er auch die
Gäste mit starkem Ekel betrachtet hatte.
So
nun, aber zum Disclaimer. Da heute der Tag der Liebenden ist, dürfen
Yami, Yugi und Kaiba den Disclaimer machen. 'hält es für
eine große Ehre' Ach, da hinten sitzen sie ja. 'rennt zur
Parkbank, wo die drei aneinandergekuschelt und schmusend sitzen'
Hallo.
'Yami
und Kaiba schauen Annuket böse an, weil sie gestört werden'
Yugi 'zögerlich': Hallo…
Annuket:
Oh, ihr seid ja so süß zusammen… Leider ist für
euch in der Geschichte noch kein Valentinstag, weil ich zu langsam
bin und es daher noch Oktober bei euch ist, aber trotzdem dürft
ihr heute den Disclaimer machen.
Yami 'böse': Und dafür störst du unseren schönen
Moment?
Annuket 'nickt zögerlich': Ja schon, aber dafür dürft ihr
ja gleich im Kapitel eine schöne Zeit haben… teilweise…
'Kaiba
und Yami sehen aus, als wollten sie ihr an die Gurgel gehen'
Yugi 'hält seine Geliebten zurück': Weder wir noch sonst
jemand von unseren Bekannten oder denen von Harry gehören
Annuket. 'lächelt, ist aber verstimmt' So, und nun kannst du
uns wieder alleine lassen, oder?
Annuket 'glücklich': Jaaaaa, danke. Das hast du so schön
gesagt. Bitte lass mich deine Stimme erneut hören, Yugi. Ach,
ich würde dich am liebsten ganz lange knudd--
Kaiba 'ruft Blauäugigen weißen Drachen': Fass!
'Annuket
wird von Weißem Drachen weggejagt'
((...))
Anmerkungen von Annuket und Magician
Gedankenverbindung/.../ Yami; /-/.../-/Yugi; /'/.../'/ Kaiba
„..."
Gespräch‚...'
Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch wörtliche Rede
wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges Tier des Re); :-:...:-: Miut
(Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet); :':...:': Scha (Kaibas
Hund, heiliges Tier des Seth); --:…:-- Chetmety (Baku-Ras Schlange,
heiliges Tier des Apopis); :--…--: Trevor (Nevilles Kröte,
heiliges Tier von Hu und Hauet); --…-- Schutniu (Ryous Vogel,
heiliges Tier der Maat)
Das Kapitel ‚Ausbildungserlass Nummer vierundzwanzig' beginnt auf S. 412.
Kapitel 16: Ausbildungserlass Nummer 24
Nachdem Yami und Yugi ihren Geliebten aus der Gasse zum Eberkopf gezogen hatten, gingen sie mit ihren Tieren die Hauptstraße entlang und schauten sich die Geschäfte an. Am Ende einer anderen schmalen Nebenstraße entdeckten sie ein kleines Café((1)). Da der Laden sauber zu sein schien, soweit man das durch die Fenster sehen konnte, gingen sie hinein. Das Café war ziemlich gut besucht, doch fanden sie einen freien Tisch, der allerdings, wie scheinbar alle hier, nur zwei Stühle hatte.
„Willkommen. Für drei?" fragte eine fröhliche Stimme plötzlich hinter ihnen. Als sie sich umdrehten, sahen sie eine stämmige, schwarzhaarige Hexe, die sie zur Begrüßung anlächelte. „Accio Stuhl."
Die drei setzten sich. „Ich bin Madam Puddifoot", erklärte sie ihnen. „Es kommt selten vor, dass junge Männer ohne weibliche Begleitung herkommen… Und dann gleich drei so entzückende… Aber ich hoffe, ihr fühlt euch hier trotzdem wohl. Was kann ich euch denn bringen? Einen Kaffee? Oder lieber Tee? Du möchtest doch bestimmt einen Kakao, mein Lieber, oder?" Die letzte Frage richtete sie an Yugi und wuschelte ihm durch die dreifarbigen Haare.
„Ich glaube, wir nehmen alle drei lieber Tee", mischte sich Yami ein, mit einem Seitenblick auf Kaiba. „Irgendetwas Entspannendes."
„Hervorragende Wahl", strahlte die Hexe sie an. „Noch etwas? Der Käsekuchen ist heute besonders lecker…"
„Nein, danke", erwiderte Yami. „Tee reicht aus."
„Wie ihr wollt", lächelte Madam Puddifoot und wuselte davon.
Während sie auf ihre Bestellung warteten, sahen sich die drei Schattenmagier um. Normalerweise wäre Kaiba nie in einen solchen Laden gegangen, da all die Schleifchen und Rüschen ihn zu einem Sicherheitsabstand von mindestens 20 m veranlasst hätten. Auch die sanft leuchtenden Lichtblätter, die von der Decke fielen und verschwanden, sobald sie etwas berührten, waren nicht etwas, was der CEO hätte ertragen können. Doch nach dem schmutzigen Eberkopf kam ihm dieses Kitschparadies gar nicht mehr so schlimm vor. Dass die Paare an den anderen Tischen Händchen hielten und knutschten, ignorierte er. Stattdessen konzentrierte er sich lieber wieder auf seine Geliebten und ergriff liebevoll deren Hände.
Nach nur wenigen Minuten kehrte Madam Puddifoot zurück. Geschickt schaffte sie es, trotz ihrer Figur mit ihrem Tablett durch die engen Räume zwischen den Tischen zu balancieren, ohne irgendjemanden zu stören, bis sie schließlich den Tisch der drei erreichte. „So, da bin ich wieder", flötete sie. „Jasmintee. Ideal zur Entspannung."
Sie stellte die Tassen vor die drei jungen Männer und außerdem eine kleine Schüssel noch lauwarmer Kekse vor Yugi, bevor sie ihm wieder durch das Haar wuschelte. „Hier, auf Kosten des Hauses. Sie waren gerade fertig."
„Dankeschön", sagte Yugi, nahm sich einen und kostete. „Die sind wirklich sehr lecker."
„Das freut mich, kleines Schätzchen", erwiderte die Hexe mütterlich und streichelte seine Wange. „Lass es dir schmecken. Das gilt natürlich auch für euch beide", ergänzte sie lächelnd mit einem Blick auf Kaiba und Yami. Dann wuselte sie erneut davon zu einem Pärchen, das gerade hereingekommen war und sich an einen der freien Tische gesetzt hatte.
„Und wieder ein Herz, das du mit deinem jugendlichen Aussehen erobert hast", sagte Yami grinsend und nahm sich einen Keks.
„Ich kann nichts dafür", erwiderte Yugi und knabberte an seinem zweiten Keks. „Aber ich beschwer mich nicht, auch wenn ich es nicht so toll finde, dass alle mich für ein kleines Kind halten."
Nachdem die drei etwa eine Stunde in dem Café zugebracht hatten, bezahlten sie und gingen, um sich noch etwas im Dorf umzusehen. Die Post ließen sie links liegen, ebenso ‚Schreiberlings', ein kleines Geschäft, in dem man Federn und Ähnliches kaufen konnte. Bei ein paar anderen Läden blieben sie kurz stehen und betrachteten die Auslagen, so beispielsweise bei ‚Hin und Weg'((2)), wo Schutzzauber und sich selbst verbergende Truhen in allen Formen und Größen angeboten wurden. Doch nichts reizte sie genug, um hineinzugehen, bis sie zum Honigtopf kamen. Dort kauften sie verschiedene Süßigkeiten und bestaunten die Zuckerwerke, die in einigen der Glaskästen ausgestellt waren. Nachdem sie auch in ‚Zonkos Scherzartikel' gewesen waren, wurde es allerdings schon Zeit, zum Schloss zurückzukehren, und somit hatten sie vieles im Dorf nicht sehen können.
Sie machten sich mit ihren Tieren, die den Tag im Freien sichtlich genossen hatten, auf den Weg und kamen kurz vor 18:00 Uhr wieder in Hogwarts an. Filch musterte sie bei ihrer Rückkehr erneut misstrauisch, bevor er ihre Namen als wieder anwesend abhackte.
Nach dem Abendessen verbrachten sie einen romantischen Abend vor dem Kamin, bevor sie schließlich müde zu Bett gingen. Am nächsten Tag halfen Yugi und Yami zunächst Neville mit seinen Hausaufgaben, während Kaiba in sein Büro ging und dort die wichtigsten Dinge erledigte. Außerdem studierte er die Gesetze der Zauberer und als er sah, dass es tatsächlich kein Gesetz gab, das Ladenbesitzer dazu zwang, auf Hygiene zu achten, entschloss er sich, an einem Gesetzesentwurf zu arbeiten, auch wenn ihm klar war, dass das Monate, wenn nicht sogar Jahre dauern konnte. Nach dem Mittagessen machten sie einen langen Spaziergang um den See und genossen den strahlenden Sonnenschein des wunderschönen Herbsttages. Am Abend gingen die drei in Yamis Schatzkammer, um schon einmal weitere Amulette für die AG mitzubringen.
Doch alle Pläne Yamis für seine nächste AG-Stunde wurden am Montagmorgen zunichte gemacht. Wie immer schauten die drei auf dem Weg zum Frühstück kurz auf ihr schwarzes Brett, das erst eine Woche zuvor aufgehängt worden war, nachdem sich Kaiba bei Professor McGonagall darüber beschwert hatte, dass sie keines hatten und insofern keine Aushänge über besondere Vorkommnisse wie den anstehenden Hogsmeade-Besuch bekommen würden. Und dort sahen sie nun einen neuen Aushang. Auf einem riesigen Blatt Pergament war unter der Überschrift ‚Per Anordnung der Großinquisitorin von Hogwarts' ein Dokument, das verkündete, dass laut Ausbildungserlass 24 nur noch die Schülergruppen usw. existieren durften, die eine Genehmigung von Umbridge hatten.
Sie gingen in die Große Halle zum Frühstück und hofften, Umbridge dort zu anzutreffen, um sie zu fragen, ob sie ihre Erlaubnis bekommen würden, mit ihrer AG weiterzumachen. Doch die krötenartige Frau war nicht zu sehen. Stattdessen kamen einige Schüler, die in der letzten Stunde in ihrer AG gewesen waren an ihren Tisch und fragten nun wiederum sie besorgt, ob sie den Kurs trotzdem weiter anbieten dürften. Yami, Yugi und Kaiba konnten nur jedes Mal erklären, dass sie es selbst noch nicht wussten und später wegen der Erlaubnis zur Großinquisitorin gehen würden. Außerdem kam Neville zu ihnen, was er öfter während des Frühstücks tat, um ihnen mitzuteilen, dass Harry seinen Unterricht trotzdem machen wolle und dass er ihnen Nachrichten zukommen lassen würde.
Da Umbridge nicht zum Frühstück erschien, blieb ihnen keine Wahl, als das Gespräch auf später zu verschieben, und so gingen die drei in ihre erste Stunde am Montag, Zaubereigeschichte. Sie hatten noch etwas Zeit und nutzten sie, um Binns von dem Ausbildungserlass zu berichten. Der Lehrer, der wie immer nichts davon mitbekommen hatte, hörte ihnen aufmerksam zu und versprach ihnen, dass sie zusammen nach dem Unterricht Umbridge in ihrem Büro aufsuchen würden.
Währenddessen strömten die anderen Schüler in die Klasse. Als es klingelte, zog sich Binns an sein Pult zurück und begann seinen Unterricht, wobei er anscheinend nicht ganz bei der Sache war, da er, anstatt das Ende des letzten Riesenkrieges zu beschreiben, über die Gesetze Zeros des Schwachsinnigen redete, der in seiner einwöchigen Regierungszeit über eine römische Provinz absolut alles kontrollieren wollte, was dazu führte, dass man nicht einmal auf die Toilette gehen durfte, ohne vorher ein Genehmigungsschreiben zu haben, wovon man fünf pro Tag bekam und für jedes weitere Mal vor ihn treten und es begründen musste.((3))
Die Schüler waren wegen des Themas etwas länger aufmerksam als sonst, aber da Professor Binns trotz allem die gleiche Tonlage benutzte wie sonst, konnten die Schüler die Müdigkeit nicht allzu lange bekämpfen. Als allerdings eine Schneeeule an das Fenster stupste und verzweifelt versuchte, die Aufmerksamkeit eines Schülers zu erlangen, richteten sich mehrere verschlafene Blicke auf sie. Nachdem Hermine ihn mehrmals angepickt hatte, wurde Harry schließlich auch auf den Vogel aufmerksam. Den drei Schattenmagiern entging es im Gegensatz zu dem Lehrer nicht, dass der schwarzhaarige Gryffindor sich zum Fenster schlich und die mitgenommene und verletzte Eule mit zu seinem Platz nahm.
Dort merkte er auch endlich, dass sie verletzt war. Er versteckte sie hinter seinem Rücken und erklärte dem Lehrer laut, dass ihm schlecht sei, und Professor Binns entließ ihn zum Krankenflügel, nachdem er zerstreut festgestellt hatte, dass er mehr Schüler hatte als die drei aus seinem Haus.
Den Rest der Stunde passierte nichts Aufregendes. Danach verbrachten die drei die Pause mit Professor Binns, und versuchten, Umbrigde zusammen mit ihm zu finden, um die Erlaubnis einzuholen, jedoch hatten sie auch diesmal keinen Erfolg. Schließlich mussten Yami, Yugi und Kaiba zum Unterricht und machten sich auf den Weg zu Zaubertränke, nachdem sie sich von Binns verabschiedet hatten.
Als die drei sich dem Kerker-Klassenraum näherten, wurden sie Zeuge wie Neville gerade mit Harry und Ron rang. Der pummelige Schüler wurde von seinen Hausgenossen von Malfoy weggezerrt, der von Crabbe und Goyle geschützt wurde. Neville war knallrot und wehrte sich. Sofort beschleunigten Yugi, Yami und Kaiba ihre Schritte, um zu den Kämpfenden zu gelangen, doch bevor sie sich durch die Masse von Schülern gedrängt hatten, öffnete sich die Klassenzimmertür und Snape erschien. Er zog den drei Gryffindors für den Kampf 10 Punkte ab. Harry ließ Neville los, nachdem Snape ihm mit Nachsitzen gedroht hatte, und die drei Schattenmagier hörten ihn keuchen: „Ich musste dich aufhalten. Crabbe und Goyle hätten dich in Stücke gerissen."
Ohne etwas zu sagen, hob Neville seine Tasche vom Boden auf und marschierte in das Klassenzimmer. Yugi und seine Geliebten holten den pummeligen Gryffindor endlich ein. „Was war denn los?" fragte Yugi besorgt und legte seine Hand auf Nevilles Schulter.
„Malfoy hat sich über das St. Mungo lustig gemacht… Über die Spezialstation für Fluchschäden, die sich mit dauerhaften Gehirnschäden beschäftigt…", presste der Engländer leise und wütend hervor und funkelte Malfoy hasserfüllt an. ((4))
„Oh, Neville", sagte Yugi mitfühlend, sandte ihm beruhigende Wellen Magie und rieb ihm den Rücken. Ihm war sofort klar, dass Neville so etwas besonders persönlich nahm, da seine Eltern auf jener Station waren.
Doch weiter konnten sie ihre Unterhaltung nicht führen, da die kalte, wenn auch leise und höhnische Stimme Professor Snapes durch den Raum hallte. „Sie werden feststellen, dass wir heute einen Gast haben."
Die Schüler folgten seinem Fingerzeig, und ihr Blick landete auf Umbridge. Die drei stöhnten leise auf. Es war kein Wunder, dass sie die Großinquisitorin nicht hatten finden können, wenn sie hier im Kerker gewesen war. Während der Stunde beobachtete Yugi besorgt Neville, der noch unkonzentrierter war als normal und äußerst schlampig die Anweisungen befolgte. Dennoch schien er in seinem Zorn besser zu sein als sonst, was die Fortschritte an seinem Trank anbelangte.((5))
Schließlich war die Stunde zu Ende. Nachdem Umbridge mit Professor Snape in dessen Vorbereitungsraum verschwunden war, entschieden sich die drei Schattenmagier dazu, lieber gleich zum Mittagessen zu gehen und ihr Gespräch mit der Großinquisitorin besser später zu führen.
Sie aßen zu Mittag und trennten sich dann zu ihrem Wahlunterricht. Yugi war bei Wahrsagen mit einer etwas aufgelösten und wütenden Trelawney konfrontiert, die noch abgedrehter war als sonst, weil sie anscheinend nur auf Bewährung in der Schule behalten wurde.
Nach Wahrsagen traf Yugi seine beiden Geliebten in Verteidigung gegen die dunklen Künste. Umbridge kam sehr knapp zum Unterricht und eilte sofort wieder davon, als er zu Ende war. Yami, Yugi und Kaiba trafen nach der Stunde mit Professor Binns zusammen und gingen mit ihm zum Büro der Großinquisitorin. Vor dem Büro hatten sich schon ein paar andere Schüler versammelt, die in Zweier- und Dreiergrüppchen miteinander diskutierten, ob ihre AGs, Klubs und Mannschaften wohl weiter bestehen durften. Die drei Austauschschüler sandten ihre Schatten aus und stellten fest, dass die krötenartige Frau nicht da war.
Sie warteten etwas, doch da besonders Kaiba nicht der geduldigste Mensch war, beschlossen sie, dass sie lieber in ihren Gemeinschaftsraum zurückgehen und es später noch einmal probieren wollten. Die drei wandten sich zum Gehen, doch noch bevor sie zwei Schritte gemacht hatten, bog die Großinquisitorin um die nächste Ecke. Sie lächelte die Schüler mit ihrem üblichen Krötenlächeln an und hastete in ihr Büro, wobei sie die ersten Schüler, die, soweit die drei Schattenmagier es mitbekommen hatten, vom Koboldstein-Klub waren, sofort hereinbat.
Seufzend ließ Yami Stühle erscheinen, damit sie nicht stehen mussten, während sie warteten. Yugi setzte sich lustlos und lehnte sich an den ehemaligen Pharao. Kaiba hingegen ignorierte zunächst den Stuhl für ihn, starrte nur wütend vor sich hin und murmelte auf Japanisch, wenn Yami und Yugi das richtig verstanden: „Blöde Wartezeiten… Das ist ja wie auf einem Amt. Ich habe nicht den ganzen Tag Zeit!"
„Du musst nicht mit uns warten", sagte Yami, ebenfalls auf Japanisch. Währendessen kamen die Mitglieder des Koboldstein-Klubs aus dem Büro, und der Leiter hielt glücklich einen Zettel, anscheinend die Erlaubnis, in seinen Händen, woraufhin die nächsten, die Vertreter der Hausmannschaft von Hufflepuff, hineingingen.
Kaiba sah Yugi und ihn an, setzte sich dann aber doch zu ihnen, wenn er auch ein bisschen unwillig wirkte. „Ich mag keine Ämter", grummelte er und verschränkte seine Arme. Yugi kicherte. Der CEO schaute ihn irritiert an. „Was?" fragte er.
Yugi sah ihn liebevoll an. „Nichts", erwiderte er scheinheilig. Kaibas Blick war nun eindeutig misstrauisch, da er diesen verspielten Tonfall kannte, und das amüsierte Yugi noch mehr. Fröhlich setzte der Kleinste der drei hinzu: „Du bist nur süß, wenn du schmollst."
„Ich schmolle nicht", rief der CEO empört.
Yami grinste. „Und was machst du sonst?"
„Ich rege mich auf!" knurrte Kaiba, und Yugi kicherte.
„Na, na", mischte sich Binns ein, der zwar kein Wort Japanisch verstand, aber dachte, dass sie sich stritten. Der Geist legte einen Arm vertraulich um die Wiedergeburt des ägyptischen Priesters. „Jetzt wollen wir uns aber nicht aufregen. Ich glaube, wir werden auch demnächst dran sein."
Und der Geschichtslehrer hatte Recht. Die Hufflepuffs wuselten mit ihrem Zettel an ihnen vorbei, und die letzten Schüler, die vor ihnen da gewesen waren, eine Gruppe Siebtklässler, hauptsächlich Ravenclaws, die allem Anschein nach eine Lerngruppe für die UTZ-Prüfungen machten, gingen nervös in das Büro.
Fünf Minuten später, in denen sich zwei weitere Schülergruppen vor dem Büro der Großinquisitorin einfanden, verließen auch die Ravenclaws den Raum, während sie aufgeregt darüber diskutierten, dass ihre Lerngruppe nur auf die Theorie der Fächer beschränkt werden sollte. Yami, Yugi und Kaiba sahen ihnen kurz hinterher und betraten dann, dicht gefolgt von Binns, das Büro. Das Zimmer hatte sich kein bisschen verändert, seit die drei Schattenmagier das letzte Mal hier gewesen waren. Umbridge saß an ihrem Schreibtisch und schrieb gerade noch eine Notiz.
Sie bedeutete ihnen mit einer Handbewegung, sich zu setzen. Etwa eine halbe Minute später sah sie schließlich auf. „Hallo, meine Lieben", begrüßte sie die Schüler mit ihrer fröhlichen Stimme, die wohl Freundlichkeit und Vertrautheit vermitteln sollte. „Womit kann ich euch helfen?"
„Nun, Miss-" begann Binns, stockte dann aber, weil er sich anscheinend nicht an ihren Namen erinnern konnte.
„Wir möchten fragen, ob sie uns die Erlaubnis für die Weiterführung unserer AG geben, Umbridge-sensei", mischte sich Yugi ein.
„Was war das noch gleich für eine AG?" fragte die Lehrerin nachdenklich und blätterte in irgendwelchen Unterlagen.
„Über die Geschichte des alten Ägypten, die Kultur und natürlich die Zauberei", erklärte Yami mit fester Stimme.
„Oh, diese AG", erwiderte Umbridge und wirkte etwas bedrückt. Sie zauberte einen Teller Kekse herbei, die rosafarbenen Zuckerguss hatten. „Nehmen Sie!"
Irritiert sahen die drei sie an, wobei Binns neben ihnen schwebte und etwas hilflos wirkte. Zögerlich nahm Yugi aus Höflichkeit einen Keks und biss ein sehr kleines Stück davon ab. Yami und Kaiba kümmerten sich nicht um derartige Dinge, sondern starrten missgestimmt die Großinquisitorin an. „Nein, danke", erwiderte Yami. „Heißt das, sie verweigern uns die Erlaubnis?"
„Nun", sagte Umbridge, fingerte an ihren vielen Ringen herum und vermied es, in die zornigen blutroten Augen des ehemaligen Pharao zu blicken. „Wenn es nach mir ginge, würde ich ihnen die Erlaubnis sofort geben, weil ich weiß, dass sie verantwortungsbewusst sind, aber das Ministerium hat etwas dagegen. Ich habe auch meine Anweisungen. Die Expertenmeinung eines Zauberägyptologen wurde eingeholt, und er sagte, dass altägyptische Magie sehr gefährlich ist und man Schüler damit nicht rumspielen lassen sollte."
„Aber deshalb bin ich doch dabei und begleite die AG", erwiderte Binns, der endlich wieder den Anschluss fand.
„Nun, das ist richtig", antwortete die Großinquisitorin. „Aber sie haben leider auch keine Erfahrung mit dieser Magie und daher wurde ich vom Ministerium angewiesen, ihrer AG keine Genehmigung zu erteilen."
„Kann man da denn nichts tun?" fragte Binns.
„Nein, tut mir leid", sagte Umbridge und lächelte ihn gespielt mitleidig an.
„Da kann man wohl nichts machen…", seufzte der Geist und schwebte enttäuscht aus dem Zimmer.
Nachdem sie den Raum verlassen hatten und die nächsten Schüler in Umbridges Raum gewuselt waren, gingen sie den Gang hinunter, und Professor Binns flog traurig und gedankenverloren geradeaus durch die Wand. „Wollen wir Dumbledore-sensei fragen, ob er eine Sondergenehmigung ausstellen kann bzw. würde?" fragte Kaiba den niedergeschlagenen ehemaligen Pharao.
„Ich weiß nicht… Ich denke, wir würden ihm damit nur viel mehr Schwierigkeiten bereiten", erwiderte Yami, während eine weitere Schülerin offensichtlich auf dem Weg in Umbridges Büro an ihnen vorbeiging und um die Ecke bog. „Ich bin nicht sicher, ob das Interesse der Teilnehmer von letzter Woche tief genug geht, um all die Mühe für Dumbledore-sensei wert zu sein. Yugi, was…"
Doch Yugi war gerade in den Schatten verschwunden. Verdutzt sah Yami auf die Stelle, an der gerade noch der Kleinste der drei gestanden hatte. Er und Kaiba sahen sich kurz an und folgten dann Yugi. Sie erschienen vor der Badezimmertür, dem Raum, in dem Yugi verschwunden war und das er hinter sich versiegelt hatte. Zögerlich klopfte Yami und fragte sanft durch die Tür: „Yugi? Ist alles in Ordnung?"
Der CEO und der ehemalige Pharao versuchten, ihren Geliebten durch ihr seelisches Band zu erreichen, doch dieser hatte sein Ende blockiert, und so konnten sie nur sehr undeutlich Unwohlsein von Yugis Ende spüren. „Yugi?" fragte Yami umso besorgter, als sie keine Antwort bekamen. „Aibou?"
Einige Sekunden später hörten sie Wasserrauschen und dann öffnete sich langsam die Badezimmertür. Sofort nahmen Kaiba und Yami ihren elend aussehenden Geliebten in die Arme. „Yugi… Was ist los?" fragte Kaiba, ebenso besorgt wie der Pharao, und streichelte dem kleinen Japaner über den Rücken.
/-/Kekse…/-/ hörten sie Yugi schwach durch ein kleines Loch in der Mauer ihrer Gedankenverbindung sagen.
„Kekse?" fragte Yami verwirrt. „Was denn für Kekse?"
/-/Ich habe ein Stück von einem der Kekse gekostet, die uns Umbridge-sensei angeboten hatte/-/ erklärte Yugi, der inzwischen etwas besser aussah und nun seine Verbindung mit ihnen wieder öffnete, da er sich dafür gut genug fühlte. „Ich weiß nicht, was sie da rein getan hat, aber der Keks schmeckte scheußlich und viel zu süß."
Kaiba festigte seinen Griff um Yugi und tauschte mit Yami einen wütenden Blick aus. „Sie wollte dich vergiften?" fragte der ehemalige Pharao ungehalten.
„Ich glaube nicht, dass es Absicht war", erwiderte Yugi. „Das hätte ich sonst gespürt."
„Ob Absicht oder nicht, das muss bestraft werden!" antwortete Kaiba, und ein böses Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus.
„Was schwebt dir so vor?" fragte Yami, und seine Augen blitzen.
„Ich hoffe, nichts allzu Fieses…" sagte Yugi besorgt. Auch wenn ihm wegen der Lehrerin schlecht geworden und er mit einer kleinen Rache einverstanden war, wollte er doch nicht, dass ihr gleich dauerhafter Schaden zugefügt wurde.
„Nein, nur ein kleiner Fluch", beruhigte ihn der CEO. „Lästig, aber harmlos und nur anhaltend für etwa eine Woche."
„Nun rück schon raus", drängelte Yami ungeduldig.
„Der Subducere((6))-Fluch", erwiderte Kaiba kühl und zeigte seinen Geliebten, was er genau vorhatte. Sie waren beide einverstanden und grinsten zufrieden.
Sie verschwanden in den Schatten und Kaiba sprach den Fluch: „In hora pulvini caputi Umbridgae subducento!"((7))
Danach kehrten die drei Schattenmagier bis zum Abendessen in ihren Gemeinschaftsraum zurück. „Aber was machen wir nun mit der AG?" fragte Yugi und streichelte Miut, die sich auf seinem Schoß zusammengerollt hatte, kaum dass er sich gesetzt hatte.
„Wie ich vorhin schon sagte, denke ich nicht, dass wir Dumbledore-sensei damit belästigen sollten", erklärte Yami. „Aber vielleicht können wir uns anderen Klubs anschließen."
„Ich lasse es dann lieber", erwiderte Kaiba und verschränkte seine Arme. „Ich habe genug zu tun mit Kaiba-Corp. Insofern ist es natürlich gut, dass mir keine Zeit für den Besuch der AG oder bei Bedarf durch Mithelfen bei den Vorbereitungen verloren geht."
„Ja", sagte Yami, schaute seinen Geliebten dankbar an und küsste ihn liebevoll. „Ich freue mich auf jeden Fall, dass du dazu bereit gewesen wärst."
„Kein Problem", erwiderte der CEO mit einem zärtlichen Blick. „Aber wenn ihr etwas besuchen wollt, überlege ich es mir vielleicht. Was gibt es denn so?"
„Also, in eine Quidditch-Mannschaft will ich auf jeden Fall nicht…" überlegte Yugi. „Und die anderen Klubs, von denen ich gehört habe, waren auch nicht interessant."
„Wir sollten auch erst einmal in Erfahrung bringen, welche Klubs und AGs überhaupt noch bestehen werden", erwiderte Yami.
Sie überlegten noch etwas weiter, bevor sie schließlich zum Abendessen gingen.
Fortsetzung folgt…
Extra: Umbridges Tagebuch 1 und ihr Abend
Umbridge kam nach ihrem anstrengenden Tag zufrieden in ihr Zimmer. Für heute war alles erledigt, und sie konnte sich endlich entspannen. Sie kramte aus ihrer Kommode ein in Leder gebundenes Buch, das rosa gefärbt war, und eine Feder und setzte sich in einen Sessel neben dem Kamin. Auf dem Tischchen neben ihr standen Kekse, die ihr die Hauselfen hingestellt hatten, und eine Tasse heißer Tee. So liebte sie es. Sie schlang ihre knallrote Decke um sich und berührte mit ihrer Hand die Feder, damit sie ihrem Zauber entsprach und wörtlich mitschrieb, was die Großinquisitorin sagte. Zufrieden rekelte sie sich vor dem Feuer und diktierte:
‚Montag, 5.10.
Liebes Tagebuch…
Heute war ein sehr schöner Tag. Die Schüler haben heute vom Ausbildungserlass 24 erfahren. All die kleinen, respektlosen Gören, die mich aus irgendeinem Grund nicht so gut leiden können, sind brav zu mir gekommen, um darum zu bitten, dass ich all ihre kleinen Klubs erlaube. Gleich am frühen Morgen bin ich in die Räume der Slytherins gegangen, um ihnen sofort die Genehmigung für ihre Hausmannschaft zu geben. Die standen alle vor dem Aushang, als ich ankam.
Nachdem ich Mr. Nott das Schreiben gegeben hatte, hat er mich ganz lieb angelächelt, und ein paar der älteren Slytherins haben mir Tee und Croissants mit Schokofüllung, die ich so gerne mag, gezaubert. Ein paar andere haben mich nach Genehmigungen für ihre Klubs gefragt, nämlich für den Besenfanklub und den Backen-magischen-Gebäcks-Klub. Natürlich habe ich sie ihnen sofort gegeben. Ach, ich erinnere mich an meine Schulzeit, wo ich auch in dem Back-Klub war. Warum war ich eigentlich nur zweimal da? … Oh, richtig, jetzt erinnere ich mich… Diese blöde Kuh Gwenni Hoppel hat mich erwischt, wie ich etwas gebacken habe, und behauptete, dass es verboten wäre, Liebeszauber einzuarbeiten. Pah, als ob sie das nicht selbst gemacht hat! So hübsch war sie schließlich nicht, dass der süße Magnus mit ihr gegangen wäre, ohne dass sie etwas nachgeholfen hätte. Magnus… Was für ein Mann… Schade, dass er vor 20 Jahren gestorben ist, aber geschah Gwenni ganz recht, dass er kurz vor ihrem 1. Hochzeitstag starb.
Aber lassen wir diese alten Geschichten. Später am Tag habe ich den Unterricht von Professor Snape inspiziert. Oh, es macht ja so viel Spaß, den unterdrückten Zorn in seinen Augen zu sehen… Und wie er die Gryffindors, besonders Harry, quält… Himmlisch. Ich kann ihm, denke ich, ohne Probleme ein gutes Zeugnis geben. Und mit der Aussicht auf Verteidigung gegen die dunklen Künste, wenn ich Schulleiterein sein werde, werde ich ihn problemlos auf meine Seite ziehen können.
Auch sonst war der Tag schön. All die kleinen Schüler kamen mit ihren Bitten zu mir. Miss Johnson sah so verzweifelt aus, als ich ihr zum wiederholten Mal erklärte, dass ich noch darüber nachdenken müsste, ob ich die Gryffindormannschaft zulasse. Geschieht ihnen auch recht mit all den Aufrührern! Und vor allem diesem vorlauten Potter!
Aber es tut mir wirklich leid um diese Ägypten-AG. Zumindest um die drei entzückenden kleinen Austauschschüler. Immerhin war es eine Genugtuung, Binns zu enttäuschen. Verdient hat er es. Wie konnte er uns auch immer nichts beibringen und dann unsere Noten versauen.
Nun ja, es ist spät. Ich bin gespannt, wie der morgige Tag wird.'
Anschließend beendete sie zufrieden den Zauber, trank den letzten Schluck Tee aus und räumte dann sowohl Feder als auch Tagebuch weg. Dann ging sie in ihr Schlafzimmer und zog ihr Nachhemd an, das extra viele Rüschen und Spitzen hatte und in einem ihrer Meinung nach zeitlosen Bonbonrosa war. Zufrieden mit sich und der Welt löschte sie das Licht und krabbelte ins Bett.
Als sie sich hinlegte, fiel ihr allerdings auf, dass ihr geliebtes Kissen nicht da war. Verwirrt tastete sie im Dunkeln danach und murmelte etwas von unverschämten Hauselfen, die Kissen wieder dort hinlegen sollten, wo sie hingehörten. Schließlich fand sie es mit ihrer linken Hand am äußersten Rand des Bettes. Sie kniete sich auf ihr Bett, klopfte es noch einmal auf, drehte sich um und legte sich wieder hin, nur um zu spüren, dass das Kissen wieder nicht da war.
Irritiert tastete sie erneut danach und fand es schließlich. Sie zog es zu sich und hob ihren Kopf, um es darunter zu stopfen. Doch irgendwie schien etwas daran zu ziehen und riss es ihr aus der Hand. „Was soll das? Wer ist da?" fragte sie wütend und griff nach ihrem Zauberstab, um Licht zu machen.
Das Kissen lag unschuldig am Fußende des Bettes. Wütend packte sie es und versuchte, ihren Kopf darauf zu legen, doch das Kissen schien von ihrem Kopf abgestoßen zu werden, wie gleiche Enden eines Magneten.
Sie kämpfte etwa eine halbe Stunde mit dem Kissen, versuchte verschiedene Test- und Gegenzauber, doch alles, was sie erfahren konnte, war, dass irgendein Zauber auf es wirkte. Schließlich war sie müde und frustriert und entschied sich dazu, einfach ein neues Kissen zu zaubern. Der Zauber war erfolgreich, doch als sie ihren Kopf darauf legen wollte, benahm sich das neue Kissen genau wie das alte. Kochend vor Wut rief sie einen Hauselfen zu Hilfe. Doch auch das von ihm gebrachte Kissen weigerte sich vehement dagegen, Umbridges Kopf zu berühren. Schließlich erklärte der verängstigte Hauself((8)), dass sie anscheinend unter dem Subducere-Fluch stand, und empfahl ihr, es mit einer zusammengerollten dünnen Decke als Unterlage zu versuchen.
Völlig erschöpft war Umbridge einverstanden, und der Hauself holte eine Decke. Zwar war es nicht so schön und gemütlich wie sonst, doch da die Großinquisitorin keine Wahl hatte und todmüde war, schlief sie schnell ein. Als sie am nächsten Morgen erwachte, spürte sie jede einzelne Faser ihres Nackens und auch ihr Kopf machte darauf aufmerksam, dass er gemütlichere Schlafpositionen vorzog. Sie konnte nur hoffen, dass sie schnell ein Gegenmittel für den Fluch fand.
Ende des Extras.
Anmerkungen
((1)) Die Beschreibung des Cafés ist in ‚Harry Potter und der Orden des Phönix' auf den Seiten 656-657.
((2))
Annuket: Eine Premiere. Diesen Laden hat sich Magician ausgedacht,
weil sie (wie so oft) mit meinem Satz nicht zufrieden war und für
ihren Vorschlag noch etwas brauchte. Insofern gehört mir ‚Hin
und Weg' nicht.
Magician
‚lach': Das war viel einfacher als ich dachte. Normalerweise habe
ich mit Namen-ausdenken Riesenprobleme. Und du hast dich auch nicht
gerade darüber beschwert, dass der Satz jetzt länger ist,
oder?
Annuket:
Natürlich nicht. Außerdem ist er jetzt ja schöner.
((3)) Alles erfunden. Außerdem war es im Buch so, dass Binns weiter über die Riesenkriege spricht (die Unterrichtsstunde ist auf S. 418-420).
((4)) Was bei Harry Potter geschah, könnt ihr auf den S. 424-426 nachlesen.
((5)) Die Beschreibung der Unterrichtsinspektion will ich nicht wieder abschreiben. Ihr könnt sie auf den S. 426-428 nachlesen.
((6)) Subducere ist Latein und heißt ‚entziehen, wegnehmen' usw.
((7)) Annuket: Ich bin mir
überhaupt nicht sicher, ob das richtig ist… Wahrscheinlich
nicht. Wie ging der Ablativus Temporis? Es soll so etwas heißen
wie: ‚Von dieser Stunde an, sollen sich Kissen Umbridges Kopf
entziehen!"
Magician: ‚in Panik
gerat' Frag mich doch nicht so was! Diese ganzen ‚ablativus
irgendwas' hab ich vergessen, kaum dass sie nicht mehr so oft
vorkamen...
Annuket ‚schmoll': Ist
ja schon gut. Lassen wir es so. Wenn es falsch ist, liegt es an
einem merkwürdigen Dialekt. Punkt. Aus. Ende.
Magician: Es
tut mir leeeeeeeid! Es ist einfach schon sehr lange her bei mir.
‚schnief' Ich mach das doch nicht absichtlich...
Annuket
‚tätschelt ihr den Kopf': Ich weiß… Übrigens,
für die, die das Glück haben, nicht Latein lernen zu müssen,
der Ablativ ist der fünfte Fall, den es im Deutschen nicht
gibt.
((8))
Annuket: Ich wäre auch verängstigt, wenn ich Umbridge im
Nachhemd sehen müsste. Der arme Hauself… Ich hoffe, er
verlangt kein Schmerzensgeld von mir…
Magician: Da
brauchst du dir, denke ich, keine Sorgen machen. Er ist ein Hauself.
Annuket: Na gut, dann wieder bis in zwei Wochen. Ich hoffe, ich schaffe auch Kapitel 19 bis dahin zu schreiben...
