Annuket: So, zwei Wochen sind schon wieder um. Wie schnell doch immer die Zeit vergeht. Und dieses Mal gab es so viele updates in so kurzer Zeit. Auch wenn die Geschichten von Leto-chan inzwischen irgendwie schon wieder weg sind. Ich war so beeindruckt, wie viel sie hochgeladen hatte. Leider bin ich ziemlich auf Yugi fixiert, so dass ich Marik/Malik alleine nicht so interessant finde… Und in der, die ich gelesen habe, erschien er mir nicht… ähm… verrückt (na ja, das passende Wort ist es nicht…) genug.
Aber kommen wir zu den Reviews. Ich habe fünf. 'wie Honigkuchenpferd strahl und im Zimmer rumhüpf' Vielen Dank, an euch alle, allen voran aber wie immer Dax.
An Claudia: Du Arme. Ich mag Zahnärzte auch nicht. Diese Geräusche und dieses Gefühl, wenn dir jemand im Mund rumfingert… Furchtbar. Ich hoffe, was auch immer da jetzt bei dir gemacht wurde, ist nun wieder gut, und du musst da nicht so bald wieder hin. Danke, dass du das Extra ganz gelesen hast, obwohl du es nicht so toll fandest. Aber ich fand, es war mal Zeit zu schauen, wie Umbridge so über Dinge denkt. 'überleg' Wirklich wichtig war es aber nicht… außer, dass ich sehen wollte, wie die ‚gute Frau' unter dem Fluch leidet… buahahaha… 'sich umschau, räusper' … ähm, ja. Vielen Dank auf jeden Fall für die 4 Ks. 'sich gleich Keks schnapp'
An Hannakaiba20: Du hattest Geburtstag? Dann herzlichen Glückwunsch nachträglich. Es freut mich, dass dir das Kapitel gefallen hat. Was das OOC-sein betrifft, muss ich gestehen, dass ich es gar nicht anders schreiben kann. Mein Eindruck von den Charakteren wird zum großen Teil von Geschichten beeinflusst, die ich toll fand, dazu die Serie und das, was ich von der ersten Serie und vom Manga gelesen habe. Magician schreibt mit einer Freundin von uns eine Geschichte (auch wenn sie nicht so schnell vorankommen) und da wollte ich zuerst mitschreiben, aber dann haben sie mich ausgeschlossen, weil ich nicht ‚in-character' schreiben kann…
Magician: Hey, stell mich nicht schon wieder als den Bösewicht hin! Das war auch deine Entscheidung, weil es dir zu anstrengend war.
Annuket: Das ist nicht als ‚Bösewicht' gemeint. 'schmoll' Ich sag nur, dass ich nicht so ‚in-character' schreiben kann, wie ihr die Figuren seht. Andererseits ist das auch wieder nicht so schlimm, weil ich ‚Tsubasa Chronicle' eh nicht so toll finde und gut kenne und genug mit ‚Schattenmagier' zu tun habe. Das mit dem Niedlichkeitsfaktor… Naja, alle von ihnen haben ihre Vor- und Nachteile mit ihren Charaktereigenschaften. Oh, und zu Umbridge, Zorn der Schattenmagier und blaues Wunder sag ich erst einmal nichts… 'fies grins'
An Heavenfly: Gibt es irgendjemand, der Umbridge mag? Ich wüsste nicht. Die Schauspielerin tut mir leid, aber irgendjemand muss sie ja spielen. Ich bin schon sehr gespannt auf den Film. Ich hoffe, du kannst nächste Woche dann wirklich wieder schreiben, nicht dass deine Muse ausgewandert ist aus Zorn, dass du sie so lange ignoriert hast wegen der Prüfungen. Ich drücke dir die Daumen, dass du sie alle bestehst und dann nicht zu Nachprüfungen musst oder so.
An Lilly: Schön, dass dir das Kapitel gefallen hat. So merkwürdig ist Kaiba aber nicht. Ich finde nur, es entspricht seiner Persönlichkeit, absolut reinlich zu sein (Perfektionist eben) und dass er es hasst, untätig rumsitzen zu müssen und zu warten. Zeit ist Geld, besonders in Kaibas Augen (und ich bin sicher, er will lieber Zeit mit seinen Geliebten verbringen 'zwinker'). Juchu, Schokolade.
Annuket 'nervös auf die Uhr schau': So, nun ist es aber Zeit für den Disclaimer. 'schaut erneut auf die Uhr' Magician? Ist der Kaffeetisch gedeckt?
Magician 'irritiert': Ja, sicher. Wir haben so viel Gebäck und Schokolade bekommen, dass ich nicht mal extra was mitbringen musste. Und du hast doch gesagt, dass wir einen speziellen Gast erwarten. 'murmelt leicht unwirsch' Auch wenn du nicht verraten wolltest, wer das ist. Aber ich bin ja nur der Beta-Reader, mir muss man ja nichts verraten.
Annuket 'tätschelt Kopf von Magician': Oh, na gut, dann verrate ich es d-- 'plötzlich erhebt sich Windhauch und eine Frau erscheint, Annuket lässt von Magician ab und stürmt auf sie zu' Da sind Sie ja. Willkommen. 'Frau anhimmel' Ich freue mich ja so, dass Sie es geschafft haben.
Magician 'starrt die Frau an': Annuket? Das ist nicht die, die ich glaube, dass es ist, oder?
Annuket 'ist so mit anhimmeln beschäftigt, dass sie Magician orientierungslos anguckt': Wer, glaubst du denn, ist sie?
Magician: Na hör mal! Eine junge Frau in antiken griechischen Gewändern mit einer Schreibtafel, die aus dem Nichts einfach so erscheint. Was soll ich da wohl denken? Wie, bitteschön, bist du an eine der neun Musen herangekommen?
Annuket: Na ja, ich musste viele Seiten schreiben und habe an Kapitel 19 bis heute nacht um 2:00 Uhr gesessen und da sie mich die ganze Zeit umschwirrte, habe ich meinen Mut zusammengenommen und gefragt.
Magician 'staunt': Nicht schlecht. Jetzt sollten wir sie aber ordentlich vorstellen, meinst du nicht? Machst du das oder soll ich?
Annuket: Ich mach schon. Liebe Leser, heute wird eine große Persönlichkeit den Disclaimer machen. Darf ich vorstellen? Die älteste und weiseste der neun Musen: Kalliope.
Kalliope 'lächelt sanftes Musenlächeln': Es freut mich, heute hier sein zu dürfen.
Annuket: Es ist uns eine Ehre. Würden Sie bitte?
Kalliope: Natürlich. Ich habe Annuket weder mit der Idee für Harry Potter noch der für Yugioh beglückt. Aber als Ausgleich habe ich ihr die Idee für diese Geschichte gegeben.
Annuket 'spendet Beifall': Wunderschön gesagt. Darf ich Ihnen jetzt etwas anbieten? 'weist auf Kaffetisch'
Kalliope: Ja, sehr gerne. 'nimmt Platz'
Magician: Was hätten Sie denn gern? Wir haben Kaffee und Kakao, außerdem Kuchen, Kekse und Schokolade. 'wuselt um den Tisch herum und bedient Kalliope' Bitte schön. Lassen Sie es sich schmecken.
Annuket: So, für uns gibt es jetzt Kaffee und Kuchen und ihr könnt das Kapitel lesen. 'Annuket setzt sich und gibt Muse Schlagsahne auf ihren Kuchen'

((...)) Anmerkungen von Annuket und Magician
Gedankenverbindung/.../ Yami; /-/.../-/Yugi; /'/.../'/ Kaiba
„..." Gespräch
‚...' Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch wörtliche Rede wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges Tier des Re); :-:...:-: Miut (Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet); :':...:': Scha (Kaibas Hund, heiliges Tier des Seth); --:…:-- Chetmety (Baku-Ras Schlange, heiliges Tier des Apopis); :--…--: Trevor (Nevilles Kröte, heiliges Tier von Hu und Hauet); --…-- Schutniu (Ryous Vogel, heiliges Tier der Maat)
Blabla Parsel

Diesem Kapitel liegen die Seiten 458-485 aus ‚Harry Potter und der Orden des Phönix' zugrunde.

Kapitel 17: Die Anfänge der DA

Ein paar Tage später erschienen Aushänge am schwarzen Brett der Schattenmagier, in denen die AGs und Klubs aufgelistet waren, die von Umbridge genehmigt worden waren. Beim Tanzklub überlegten Yami und Yugi eine Weile, aber als Samantha, die Nachforschungen zu den Klubs angestellt hatte, ihnen sagte, dass fast alle Mitglieder Mädchen ohne Freund waren, unterließen sie es.

Am Dienstag((1)) der nächsten Woche schließlich sagte Neville, der, wie er es öfter tat, bei ihnen saß, leise, nachdem er sich unauffällig umgesehen hatte: „Übrigens, Harry plant heute die erste richtige Sitzung unserer ‚Lerngruppe' um 20:00 Uhr."

Kaibas Blick verfinsterte sich. „Hätte er das nicht früher sagen können? Ich habe schon einen Termin um 19:00 Uhr und ich weiß nicht, ob ich es pünktlich schaffen werde, um 20:00 Uhr da zu sein."

„Ach, ja? Was denn? Musst du irgendwo nachsitzen?" fragte Neville verwundert.

„Ist nicht so wichtig, ich kann bestimmt später nachkommen, wenn ich nicht pünktlich wegkomme" erwiderte der CEO und lenkte ab. „Wo treffen wir uns?"

Neville schaute Kaiba noch kurz fragend an, entschied dann aber, dass es ihm vielleicht peinlich oder eine Überraschung für Yami und Yugi war und bohrte deshalb nicht nach. „Harry sagte etwas vom siebten Stock, gegenüber eines Wandteppichs mit Barbie dem Bekloppten… oder so ähnlich", berichtete der Gryffindor zögerlich und unsicher.

„Oh, du meinst Barnabas, der von den Trollen verprügelt wird, oder?" fragte Yugi.

„Ja, genau", erwiderte Neville. „Aber ich kann mich, ehrlich gesagt, nicht daran erinnern, dass da eine Tür ist. Ich vermute, wir gehen dann irgendwo hin. Zumindest kann ich mich nicht erinnern, dass da ein Raum ist. Ich weiß also nicht, ob du nachkommen können wirst, wenn du später kommst, Kaiba…"

„Doch, da ist ein Raum. Der Raum der Wünsche. Stimmt… das ist bestimmt der perfekte Ort", sagte Yami.

„Davon habe ich ja noch nie gehört…", stellte Neville fest.

Die Zeit des Treffens rückte näher und da Kaiba noch nicht da war, entschlossen sich Yugi und Yami dazu, schon einmal allein vorzugehen. Sie verließen ihren Gemeinschaftsraum und durchquerten den Gang, wo eine glänzend polierte Tür aufgetaucht war. Die beiden Schattenmagier gingen hinein und sahen, dass von den anderen auch schon einige anwesend waren. Nachdem sie Begrüßungen ausgetauscht und Harry bescheid gesagt hatten, dass Kaiba etwas später kommen würde, setzten sie sich neben Neville.

Da auch der Rest der Gruppe nur nach und nach ankam, musste Harry jedes Mal aufs Neue dieselbe Frage beantworten, nämlich was es mit dem Raum auf sich hatte. Als er mit seiner kurzen Erklärung für die letzten endlich fertig war, kam Kaiba, der sich für seine Unpünktlichkeit entschuldigte –zumindest so weit man bei ihm überhaupt von Entschuldigung reden konnte– und setzte sich, während Harry die Tür abschloss((2)).

Nachdem der schwarzhaarige Gryffindor Deans Frage nach den Gerätschaften, die sich im Raum befanden, beantwortet hatte, wurde Harry, auf Hermines Vorschlag hin, offiziell zum ‚Anführer' ihrer Gruppe gewählt. „Ähm - gut, danke", sagte Harry, der knallrot im Gesicht war, nachdem er einheitlich gewählt worden war. „Und - was noch, Hermine?"

„Ich finde außerdem, dass wir uns einen Namen geben sollten", verkündete sie. „Das würde den Teamgeist und den Zusammenhalt unter uns fördern, meint ihr nicht?"

„Wie wär's mit Anti-Umbridge-Liga?" schlug die Kapitänin der Gryffindor-Mannschaft vor.

„Oder die Ministerium-macht-Murks-Gruppe?" war Freds Vorschlag.

„Ich würde meinen, dass wir uns einen Namen geben sollten, der nicht allen verrät, was wir vorhaben, damit wir ihn auch außerhalb unserer Treffen gefahrlos verwenden können", mischte sich Hermine in die Flut der Vorschläge ein.

„Die Defensiv-Allianz?" fragte Cho. „Abgekürzt DA, damit niemand weiß, wovon wir reden?"

„Ja, DA ist schon mal gut", sagte nun Ginny. „Aber es sollte besser für Dumbledores Armee stehen, denn das ist doch die größte Angst des Ministeriums, oder?"

Dieser Vorschlag fand große Zustimmung in der Gruppe, und Yugi lächelte, glücklich darüber, dass der Mann, den er wie einen zweiten Großvater liebte, so sehr von den anwesenden Schülern geschätzt wurde, dass sie seinen Name benutzten. Hermine ließ die Mitglieder abstimmen, und der Vorschlag wurde angenommen. Daraufhin schrieb sie den neuen Namen der Gruppe über die Mitgliedsliste und pinnte das Pergament anschließend an die Wand.((3))

Danach verkündete Harry, dass er mit ihnen zuerst den ‚Expelliarmus'-Zauber durchnehmen wollte. Als Zacharias Smith Einwände erhob und meinte, dass der Zauber nutzlos sei, wies ihn der schwarzhaarige Gryffindor erstaunlich ruhig zurecht. Auch sonst entpuppte sich Harry als ein recht fähiger Lehrer. Nachdem er ihnen kurz noch einmal die Grundlagen des Zaubers erklärt hatte, ließ er sie in Gruppen üben.

Während Harry im Raum umherstreifte, seine Schüler beobachtete und Tipps gab, übte Yugi mit Neville und Yami mit Kaiba. Mehrmals mussten sie sie sich ducken, und zweimal musste Yugi sogar einen Schildzauber anwenden, da direkt neben ihnen die Creevey-Brüder miteinander übten. Die beiden waren zwar eifrig bei der Sache und gaben sich große Mühe, doch trotzdem missglückten viele ihrer Zauber, so dass die Bücher aus dem Bücherregal durch die Gegend geschleudert wurden.

Schließlich schaute Hermine, die neben ihnen mit Ron übte, auf ihre Uhr, und ihre Augen weiteten sich. „Hey, Harry", rief sie durch den Raum ihrem Hausgenossen zu, der sich gerade mit Cho und Luna unterhielt. „Hast du mal auf die Uhr gesehen?"

Verwirrt schaute der Schwarzhaarige auf seine Uhr, und auch seine Augen weiteten sich. Er blies in seine Pfeife, die er sich vorher gewünscht hatte, um die Aufmerksamkeit der anderen schnell auf sich lenken zu können, und auch die letzten Schüler hörten auf zu üben. „Nun, das war schon mal ganz gut", sagte dieser. „Aber wir haben überzogen und sollten jetzt besser aufhören. Nächste Woche, selbe Zeit, selber Ort?"

„Lieber schon früher!" verlangte Dean Thomas und ringsherum schienen viele auch dafür zu sein.

„Die Quidditch-Saison fängt bald an, unsere Mannschaft muss auch noch trainieren!" warf Angelina ein.

„Sagen wir also nächsten Mittwochabend", entschied Harry. „Dann können wir immer noch zusätzliche Treffen beschließen. Kommt, wir sollten uns beeilen."

Er holte eine Pergament aus seiner Umhangtasche, entfaltete es, murmelte etwas, woraufhin die drei Schattenmagier schwache magische Impulse von dem Blatt spürten, und dann studierte der Gryffindor das Abgebildete. Anschließend erklärte er, dass sich weder Lehrer noch Mr. Filch oder Mrs. Norris im siebten Stock aufhielten, und ließ dann die Schüler in Dreier- und Vierergrüppchen den Raum verlassen, immer mit ein paar Minuten Abstand.

Yugi, Yami und Kaiba waren die letzten, die außer Harry, Ron und Hermine noch da waren. Der schwarzhaarige Gryffindor beobachtete mit seinen beiden besten Freunden das Geschehen auf der Karte, und die drei Schattenmagier sahen interessiert, wie sich kleine Punkte mit Namen auf der Karte bewegten bzw. still standen.

„So", sagte Harry schließlich zu den drei Austauschschülern, als die Gruppe von Luna, Cho und ihrer Freundin Marietta anscheinend die Hälfte der Strecke zum Ravenclaw-Turm zurückgelegt hatte. „Nun könnt ihr."

„Danke", sagte Yugi und lächelte sie an. „Aber ihr könnt auch gleich losgehen. Es ist für uns nicht wirklich weit, weil wir nur den Korridor überqueren müssen."

„Oh, ja, wenn das so ist, machen wir uns auch gleich auf den Weg", erwiderte Harry freundlich. Sie waren noch nicht an der Tür, als unerwartet magische Schwingungen von den drei Schattenmagiern gespürt wurden. Auch Harry, Ron und Hermine sahen sich um, da plötzlich spinnwebenfeine, schimmernde Linien auf den schwarzen Wänden erschienen.

Yami sah nur, dass etwas Rot-goldenes auf ihn zuflatterte, ehe er schon mit einem übermütigen :Yami!:-Aufschrei gerammt wurde und zu Boden fiel.

„Benu…" stieß er hervor, als er sich teilweise wieder aufgerichtet hatte. „Da bist du ja wieder."

Der Phönix trällerte vergnügt und hopste in den Schoß des ehemaligen Pharao, so dass dieser sich aufsetzen konnte. :Ja. Du hast doch vorhin gesagt, wenn ich heute zu meinem kleinen Bruder will, darf ich erst so spät wiederkommen, weil ihr dieses komische Treffen hier habt. Aber jetzt ist es ja schon halb zehn((4)) und da Ryou und Baku-Ra nun sowieso bald aufstehen müssen((5)), dachte ich mir, sollte ich jetzt auch schlafen gehen. Chetmety und ich haben ganz viel Verstecken und Fangen gespielt.:

--:Gleich habe ich dich! Dieses Mal entwischst du mir nicht…:-- zischte derweilen Chetmety hinter ihm.

„Vorsicht! Bewegt euch nicht!" flüsterte Harry eindringlich, als er die Schlange bemerkte, die ganz auf den Phönix konzentriert war.

Erstaunt schaute Yami ihn an, während Chetmety sich auf Benu stürzte, ihn von Yamis Schoß stieß, ihn umschlang und sie spielerisch miteinander rangen. „Lass sofort den Phönix los!" zischte Harry gebieterisch((6)), was die drei Schattenmagier ihn irritiert anschauen ließ, und richtete seinen Zauberstab auf die Schlange.

Chetmety, der so sehr auf das Spiel mit seinem Bruder fixiert war, dass er die Anwesenheit der drei Gryffindors nicht bemerkt hatte, schaute nun verwirrt Harry an, ließ aber den Phönix nicht los, sondern umschlang ihn eher enger, so dass Benu durch den Schlangenkörper geschützt war. Die Riesenschlange hatte Kontakt zu allen Schlangen auf der Erde und er wusste durchaus, dass der Junge vor ihm einen der letzten ‚Könige der Schlangen', den Basilisken, der in Hogwarts bis vor zwei Jahren((7)) gelebt hatte, getötet hatte, und wollte daher seinen großen Bruder beschützen, falls ihm Gefahr drohte. :Was ist denn los?: fragte Benu aufgeregt und versuchte, über den zusammengerollten Körper seines Bruders zu sehen, was dieser zu unterbinden im Stande war.

Leider erweckte dies von Harry gesehen den Anschein, dass die rotäugige Riesenschlange den Phönix würgte, und das aufgeregte Gezwitscher des Phönix deutete er als Ausdruck eines Überlebenskampfes. Daher festigte sich sein Griff um den Zauberstab noch etwas mehr, und er rief: „Liberatio((8)) Phönix!"

Chetmety sah den Angriff, festigte noch einmal seinen Griff, nahm seine große Form an((9)) und schloss seine Augen in Erwartung des Angriffs. Doch der Schmerz oder zumindest das Fühlen der Magie, die auf seinen starken Schuppen abprallte, blieb aus. Zögerlich öffnete er seine Augen und sah nun sowohl einen Schutzschild von Yugi um sich als auch Schutniu am Boden, da sie scheinbar den Zauber abgefangen hatte.

Yugi lief sofort besorgt zu dem weißen Vogel und nahm ihn auf die Arme. „Schutniu, ist alles in Ordnung? Sag doch was!" rief er besorgt. Yugi hatte sie nicht bemerkt, bis sie plötzlich kurz vor dem Zauber aufgetaucht war. Harry und seine Freunde beobachteten verdutzt die ganze Szene.

--Es geht mir gut, danke der Nachfrage, Yugi-sama-- erwiderte das Tier der Maat, wobei ihre Stimme ihre Worte Lügen strafte. Sie klang leicht benommen von dem Absorbieren der Energie des Zaubers. Obwohl es eigentlich kein Angriffszauber gewesen war, war es trotzdem schmerzhaft, unvorbereitet dazwischen zu gehen.

Yugi sprach einen kleinen Zauber, um ihre Schmerzen zu lindern, während Harry, nachdem er sich endlich gefasst hatte, stammelte: „I… Ist der Vogel schlimm verletzt? Ich wollte ihm nicht wehtun…"

Dann besann er sich aber wieder auf Chetmety und konzentrierte sich erneut mit erhobenem Zauberstab auf ihn. Doch Yami stand schützend vor der Schlange und funkelte den schwarzhaarigen Gryffindor an. Ron und Hermine, die ebenfalls ihre Zauberstäbe erhoben hatten, senkten sie nun ebenso wie Harry unsicher. „Wieso beschützt ihr die Schlange?" fragte Ron verwirrt. „Gerade noch wollte sie Yamis Phönix töten, und ihr tut so, als hätte sie nichts getan."

„Wir kennen diese Schlange. Sein Name ist Chetmety und er gehört einem… Bekannten von uns", erklärte Kaiba kühl.

„Das spielt doch keine Rolle", erwiderte Hermine überzeugt. „Das ist eine ägyptische But-Schlange((10)). Die sind bekannt dafür, dass sie die Erzfeinde von Phönixen sind."

„Ja, aber dieses Exemplar und Benu stehen sich sehr nah", sagte Yami entschieden.

„Das glaubst du vielleicht. Aber ich habe ihn deutlich sagen gehört ‚Gleich habe ich dich! Dieses Mal entwischst du mir nicht'", mischte sich Harry wieder in das Gespräch ein. „Für mich klingt das nicht nach einer guten Beziehung."

--:Wieso? Ich habe nur mit ihm Fangen gespielt und so weit ich weiß, ist das nichts Bedrohliches:--, erklärte Chetmety. --:Er ist noch sehr kindlich und verspielt und liebt dieses Spiel. Du bist doch hier der, der uns angegriffen hat!:--

Aber du hast ihn gewürgt!" beharrte Harry, an die Schlange gerichtet.

--:Hab ich nicht!:-- erwiderte das Tier des Apopis.

Harry und Chetmety starrten sich böse an. „Ich weiß nicht, was ihr gerade in Parsel gesagt habt((11)), aber ich glaube nicht, dass euer Streit was bringt", versuchte Yugi die beiden zu versöhnen. Er hielt Schutniu, die zwar völlig erschöpft aber ansonsten schon wieder auf den Beinen war, liebevoll im Arm. „Es ist niemand ernsthaft verletzt worden, und damit sollten wir es auf sich beruhen lassen."

Sie starrten sich ein Moment länger böse an, aber dann ließ Chetmety Benu, der die ganze Zeit aufgeregt herumgezappelt hatte, los, so dass dieser endlich schauen konnte, was los war. Als er sah, dass Schutniu etwas zerzaust und erschöpft war, flatterte er zu ihr und schmuste mit ihr, bis sie ihm kurz beruhigend mit dem Schnabel über den Kopf gefahren war. Dann flog er in Yamis Arme und schmiegte sich an ihn.

„Also… Wo kommt nun diese Schlange her?" ergriff Ron das Wort.

„Er gehört einem Bekannten aus Japan, aber Benu und er besuchen sich öfter, weil sie sich, wie gesagt, sehr nahe stehen", antwortete Yami, ohne weitere Informationen preiszugeben.

„Aber selbst ein Phönix bräuchte nach Japan zwei oder sogar drei Tage", sagte Hermine. „Lässt du ihn wirklich so lange fortbleiben?"

„Nein, ich weiß nicht, wie sie es genau machen, aber irgendwie können sie diesen Raum hier nutzen, um schnell hin und her zu reisen", flunkerte Yami knapp.

„Wie--" Weiter kam Hermine nicht, denn Kaiba unterbrach sie sofort: „Wenn ich mich nicht irre, ist es inzwischen recht weit nach der Sperrstunde. Wäre es nicht besser, das ein andermal zu besprechen?"

Hermine prüfte ihre Uhr und sah zu ihrem Entsetzen, dass es inzwischen schon fast 22:00 Uhr war. „In Ordnung", sagte sie, auch wenn sie nicht sehr begeistert klang. „Harry?"

„Hm?", fragte dieser geistig abwesend. Er hatte sich so auf das Böse-anstarren mit Chetmety konzentriert, dass er bei dem Gespräch nur mit halbem Ohr zugehört hatte.

„Was sagt die Karte?" fragte Hermine ungeduldig.

„Oh", machte Harry und entfaltete wieder sein Pergament. Nachdem er es kurz studiert hatte, verkündete er: „Die Luft ist rein."

Alle zusammen verließen den Raum der Wünsche und auf dem Flur verabschiedeten sich die drei Gryffindors von den anderen, wenn auch leicht misstrauisch. Während ihres gesamten Rückweges zum Gryffindor-Turm unterhielten sie sich über das gerade Erlebte und auch über die erste Stunde der DA, die Harry abgehalten hatte.((12))

Zur gleichen Zeit brachten die drei Schattenmagier Benu zu Bett. Miut und Scha hatten vor dem Kamin geschlafen und folgten müde dem jungen Phönix. Chetmety und Schutniu gingen wieder nach Hause, da sie ja eigentlich nur Benu hatten bringen wollen. Vorher vereinbarten sie aber noch, dass das nächste Mal, wenn sich die DA treffen würde, entweder die Schlange und der weiße Vogel vorher nach Hogwarts kommen oder dass sie in Japan bleiben sollten, bis die Schattenmagier sie abholen würden.

Die nächsten paar Tage gingen die drei Schattenmagier dem Gryffindortrio so weit wie möglich aus dem Weg. Zum Glück waren sie auch so mit ihren schulischen Aufgaben beschäftigt, dass sie keine Gelegenheit hatten, nach dem Raum und dem plötzlichen Auftauchen der Tiere zu fragen.

Die Zeit verging, und der Oktober näherte sich seinem Ende. Am 25.10. feierten die drei besinnlich Kaibas Geburtstag, wobei sie, da es ein Sonntag war, in ihre Villa zurückkehrten. Sie holten Mokuba und verbrachten gemeinsam mit ihm, ihren Tieren und Monstern einen schönen Tag.

Beim vierten Treffen der DA bekamen sie von Hermine jeder eine falsche Galleone, mit deren Hilfe Harry ihnen von da an immer das Datum und die Uhrzeit des nächsten Treffens mitteilen konnte. Die drei Schattenmagier lächelten beruhigt, da sie jetzt endlich wussten, was sie geplant hatte. Sie hatten Hermine vor einigen Tagen getroffen, als sie mit Ryou und Baku-Ra, die kurz zu Besuch gekommen waren, einen Spaziergang am See gemacht hatten und das Gespräch war doch recht merkwürdig zu Ende gegangen.

--Rückblick--

Gerade als sie bei einer großen Steingruppe vorbeikamen, sahen die fünf Schattenmagier die brünette Gryffindor auf einem der Baumstämme in der Nähe sitzen. Sie schien intensiv über ein paar Zetteln zu brüten, und Yugi und Ryou entschlossen sich, sie zu fragen, ob sie ihr helfen könnten. Nach langer Überzeugungsarbeit konnten Yami, Yugi und Kaiba sie davon überzeugen, dass die beiden weißhaarigen Männer vertrauenswürdig waren, da sie wussten, dass Ryou den Grabwächter genug unter Kontrolle hatte. Nachdem Hermine ihnen ihr Problem geschildert hatte, nämlich dass sie eine Weg suchte, um alle zu verständigen, wann es jeweils das nächste Treffen geben würde, hatten sie eine Zeitlang gemeinsam über eine Lösung nachgedacht. Yami schlug ihr vor, Pergamentblätter so zu verhexen, dass sie alle den Termin wiedergaben, aber Hermine warf ein, dass man so ein Pergament zu leicht verlieren oder verwechseln konnte.

Ryous Vorschlag, es mit Eulen zu übermitteln, wurde von ihr mit der Begründung abgelehnt, dass es zu auffällig wäre, wenn über zwanzig Schüler ständig gleichzeitig Post von den Schuleulen bekämen. Außerdem hatte sie den Verdacht, dass zumindest von bestimmten Schülern die Post kontrolliert würde. Baku-Ra spielte währenddessen mit einer Münze und schlug schließlich mit einem fiesen Grinsen vor, jedem der Mitglieder etwas in die Handfläche zu schneiden oder zu brennen, das sich jedes Mal änderte oder bedeutete, dass das Treffen an diesem Abend sei. Auf die entsetzten Blicke der anderen Schattenmagier hin verkündete er stolz, er hätte irgendwo gelesen, dass dieser ‚Möchtegern-böser-Zauberer, der nie genannt wird, weil alle wissen, dass er ein Loser ist' das wohl mit seinen Untergebenen gemacht hätte und dass zumindest dies Baku-Ras Anerkennung fand.

Yami und Kaiba antworten ihm mit einem bösen Blick, während Ryou und Yugi ihn vorwurfsvoll ansahen. Hermine jedoch schaute etwas nachdenklich, bevor sie plötzlich aufgeregt aufsprang und rief: „Das ist es! Danke, Baku-Ra!"

Mit diesen Worten ließ sie die Gruppe stehen und kehrte eilig ins Schloss zurück, ohne irgendetwas von ihrer Umgebung zu beachten. Vier Paar Augen folgten ihr verdutzt, während der Grabräuber, nachdem er schnell seinen ersten Schock überwunden hatte, nur sagte: „Pah, ich wusste immer, dass ich ein Genie bin."

--Ende des Rückblicks--

Nun sahen die drei Austauschschüler, was genau Hermines Idee gewesen war, und waren beruhigt. Auch wenn sie es sich nicht hatten vorstellen können, dass die Brünette ihre Mitschüler in irgendeiner Weise verletzte, so waren sie doch ein bisschen besorgt gewesen((13)).

Die Münzen hatte das Gryffindormädchen auch gerade noch rechtzeitig an die Mitglieder verteilt, denn die Trainingpläne der Mannschaften wurden aufgrund der herannahenden Quidditch-Schul-Meisterschaft immer voller. Eigentlich war immer mindestens eine Mannschaft am Üben und das, solange sie konnten. Daher war es unmöglich, ein weiteres Treffen vor dem ersten Spiel der Saison stattfinden zu lassen.

Interessiert stellten die drei Austauschschüler fest, wie wichtig dies den Spielern und auch den Häusern samt ihren Lehrern zu sein schien. Alle versuchten, mehr oder weniger offen ihre Favoriten zu unterstützen. Dabei wurde teilweise auch nicht vor unfairen Mitteln zurückgeschreckt.

Schließlich kam der Tag des ersten Spieles und die unerbittlichen Gegner, die sich gegenüberstanden, waren die Häuser Gryffindor und Slytherin. Da die drei Schattenmagier durch Malfoy und Neville zu beiden Häusern Kontakt hatten, blieben sie neutral, was nicht so einfach war, da ihnen ständig Gerüchte zu Ohren kam, die besagten, dass Spieler, meist die von Gryffindor, verhext worden waren.((14))

Sie versuchten sogar ein paar Mal zu vermitteln, aber die Fronten blieben hart. Kopfschüttelnd sahen Yami und Yugi, als sie an einem Freitag vor dem Spiel von einem kleinen Spaziergang mit ihren Tieren wiederkamen, wie selbst die Lehrer mit schlechtem Beispiel vorangingen. Sie wurden Zeuge, wie die Professoren McGonagall und Snape, sich böse anfunkelnd, einen Gang hinabschritten und sich dabei aufgebracht über das Spiel, dessen Mannschaft und Verletzungen der Spieler durch ihre Gegner stritten.

Schließlich war am Samstag der Tag des Spieles gekommen.((15)) Interessiert betrachteten sie die bunten Grüppchen Schüler, die sich in der Farbe ihres Hauses bzw. in der, für dessen Mannschaft sie waren, gekleidet hatten, als sie zum Essen gingen. Als sie die Große Halle betraten, fühlten sie sich noch mehr an Fußballspiele erinnert als je zuvor. All die Schals, die Trommeln, die einige bei sich trugen, und andere Anfeuerungsobjekte. Erstaunt beobachteten sie, wie Luna, die gerade bei Harry, Ron, Hermine und Ginny am Gryffindortisch stand, ihren Hut, der wie ein richtiger Löwenkopf aussah, markerschütternd brüllen ließ, so dass die anderen Schüler zusammenzuckten und sich alle zu ihr umdrehten.

Während Harry und Ron bald hinaushasteten, wobei Ron alles andere als gut aussah, genossen die drei Schattenmagier ihr Frühstück. Als sie fast fertig waren, kam Binns etwas planlos hereingeschwebt. Verwirrt betrachtete er die Schüler, die auch ihn erstaunt anstarrten, weil sie den Geist selten bis nie außerhalb des Unterrichts gesehen hatten. Schließlich erblickte Binns die drei Schüler seines Hauses und schwebte zu ihnen. „Guten Morgen", sagte er. „Ich habe durch Zufall eine Bekanntmachung gelesen, in der stand, dass heute ein Sportereignis gezeigt wird. Als Hauslehrer muss ich sie darüber informieren und dafür Sorge tragen, dass sie es besuchen, nicht wahr?"

„Danke, Binns-sensei", erwiderte Yugi. „Aber wir wissen das schon und wollen uns auch gleich auf zum Stadium machen."

„Ausgezeichnet", antwortete der Geist erfreut. „Solche sozialen Veranstaltungen sind äußerst wichtig für die Entwicklung junger Zauberer. Durch Sport wird Fairness und Verständnis gefördert. Ach, ich weiß noch, als ich zur Schule ging, da haben wir immer erheiternde Ballspiele gespielt. Das war so ein lustiges Spiel… Man musste mit dem Zauberstab den Ball auf seinen Partner zurückschleudern und das konnte stundenlang so gehen. Das Paar, das am längsten und am häufigsten den Ball hin- und herschleudern konnte, war Sieger--"

Während Binns redete wie ein Wasserfall, machten sich die drei Schattenmagier mit ihm auf den Weg zum Spielfeld. Ihre drei Tiere, Samantha und Sarlena sowie ihre zwei Hauselfen warteten dort auf sie. Im Stadium war für sie ein eigenes kleines Abteil, direkt gegenüber dem der Lehrer und etwa genauso groß entstanden, so dass sie alle bequem Platz hatten.

Unangenehm fielen den dreien erneut die Slytherins auf, die ein Spottlied auf Ron sangen. Doch bald ignorierten sie das Lied, denn die Spieler betraten von unterschiedlichen Seiten das Stadion und trafen sich in der Mitte bei Madame Hooch. Die Kapitäne gaben sich die Hand, und das Spiel begann, während Lee von der Lehrertribüne aus das Geschehen kommentierte.

Das Spiel entpuppte sich zunächst als absolutes Desaster für Gyffindor. Ron, der durch das lautstarke Lied der Slytherins erstrecht psychisch völlig fertig war, konnte nicht einen Ball halten. Während das Spiel in vollem Gange war, löcherte Professor Binns zunächst Sarlena und Samantha, die das Spiel aber auch nur aus seiner Anfangszeit kannten, so dass sie mit vielen der späteren Regeln nicht vertraut waren, und daher erklärte Yami ihnen, was sie nicht wussten.

Schließlich wurde dem Geist dass Spiel zu brutal, als ein Klatscher, den Goyle geschlagen hatte, Katie Bell traf, und er entschuldigte sich mit den Worten, dass er zu Dumbledore wolle, um sich über das gefährliche Spiel aufzuregen, dass in seinen Augen nichts mehr mit sportlichen Spiel und Spaß zu tun hatte.

Gerade als Binns durch den Eingang zur Tribüne verschwunden war, beobachteten die Zuschauer, wie sich plötzlich Harry und Draco ins Spiel einmischten. Sie hatten allem Anschein nach endlich den Schnatz gesichtet und nach einem kurzen Wettfliegen gewann Harry ganz knapp für Gryffindor. Die Menge, bis auf die Slytherins, jubelte, auch wenn es sich nur einen Moment später in Buh-Rufe verwandelte, weil Crabbe einen Klatscher Sekunden nach Spielende auf Harry geschossen und diesen vom Besen gestoßen hatte.

Während Madame Hooch den Slytherin ausschimpfte, sah sie nicht, was auf dem Boden des Stadions vor sich ging. Draco sagte ein paar Dinge zu Harry, der mit dem Rest seiner Mannschaft, mit Ausnahme Rons, der sofort nach dem Spiel deprimiert in Richtung Umkleidekabinen gegangen war, dort stand. Zunächst sahen die Weasley-Zwillinge so aus, als wollten sie sich auf den Blonden stürzen, konnten aber zurückgehalten werden, doch dann sagte Malfoy noch etwas, und Harry stürzte sich nun zusammen mit George, den er eigentlich hatte zurückhalten wollen, auf den Slytherin.

Das Handgemenge war kurz, und Madame Hooch beendete es aufgebracht und schickte Harry und George den Gesten nach zu urteilen energisch ins Schloss. Wütend folgten sie der Anweisung, während Fred von den drei Jägerinnen zurück in die Umkleidekabine gezogen wurde. Damit endete das Spiel und langsam verließen die Zuschauer das Stadion.

Auch die drei Schattenmagier machten sich Hand in Hand auf den Rückweg, dicht gefolgt von ihren Tieren, Monstern und Elfen. Unterwegs trafen sie Hermine, die sehr langsam ging und immer wieder besorgt in Richtung der Umkleidekabine zurückschaute. „Hallo Hermine-san", begrüßte Yugi sie. „Was ist denn los?"

Die Brünette zuckte zusammen und drehte sich um. „Oh, hallo", erwiderte sie. „Nichts… Ähm, ihr habt nicht zufällig Ron gesehen, oder?"

„Nein", antwortete Yugi und schüttelte traurig den Kopf. „Nicht seit dem Spiel."

Hermine nickte und schaute sich erneut um, um ihren rothaarigen Freund vielleicht doch irgendwo zu sehen. Schließlich drehte sie sich um, anscheinend entschlossen, ihn suchen zu gehen. „Lass ihn in Ruhe", sagte Kaiba entschieden. „Er braucht dich jetzt bestimmt nicht."

„Aber--", hob das Gryffindormädchen an, doch weiter kam es nicht, da es von Yami unterbrochen wurde.

„Seto hat Recht", sagte dieser nämlich, wenn auch etwas sanfter als der CEO. „Ron will bestimmt erst einmal alleine sein und muss sich erst wieder etwas fangen. Gib ihm etwas Zeit."

Hermine zögerte kurz, drehte sich dann aber wieder in Richtung Schloss. Ihr Blick fiel dabei auf Barney und Wispy, die ihre Meister aufmerksam beobachteten, um jeden ihrer Wünsche sofort auszuführen. Glücklich sah sie, dass die beiden richtige Kleidung trugen, die sogar passte. „Sagt mal…", begann sie. „Ihr wollt doch bestimmt B.ELFE.R beitreten, oder?"

„Wir wollen was?" fragte Yugi verblüfft und schielte zu seinen Geliebten, die ihm aber auch nur Unwissenheit über ihren Link bekundeten.

„B.ELFE.R ist ein Verein, den ich letztes Jahr gegründet habe", verkündete sie leidenschaftlich. „Leider gibt es bisher nur drei Mitglieder, aber mit euch wären wir schon sechs…"

„Lass mich raten", meinte Kaiba trocken. „Die anderen beiden Mitglieder sind Harry und Ron."

„Woher weißt du das?" fragte Hermine erstaunt. „Egal, auf jeden Fall setzen wir uns für die Rechte der Hauselfen ein und kämpfen für ihre Freiheit."

„Wispy hat davon gehört", wisperte der Hauself ängstlich zu Yami, der ihnen am nächsten stand und am weitesten von Hermine entfernt, und Barney nickte zustimmend und versteckte sich halb hinter seinem Freund. „Bitte, Schattenmagier-sama-sirs, bitte tretet nicht bei. Hogwartselfen haben Wispy erzählt, dass Kleidung versteckt wird, um sie auszutricksen und Freiheit anzutun."

„Schon gut, haben wir nicht vor", erwiderte der ehemalige Pharao und legte beruhigend eine Hand auf die Schulter des magischen Wesens.

„Tut mir leid", sagte Yugi, der den Austausch aus dem Augenwinkel gesehen und gehört hatte, was sie gesagt hatten. „Aber ich fürchte, wir können es mit unserem Gewissen nicht verantworten, wenn wir deinem Verein beitreten."

„Was soll das heißen?" ereiferte sich Hermine. „Die Hauselfen leben in Versklavung! Sie sind ihren Herren auf Gedeih und Verderb ausgeliefert! Da muss doch etwas getan werden!"

„Aber sie wollen nicht befreit werden. Es ist für sie die reinste Folter und oft ihr Todesurteil, frei zu sein", verteidigte Yugi die Entscheidung. „Selbst wenn du Erfolg haben solltest, hast du nichts erreicht."

„Das stimmt doch gar nicht! Dobby geht es gut und euren anscheinend auch!" argumentierte Hermine.

„Unsere Hauselfen sind nicht frei", erwiderte Yami. „Wir mögen sie gut behandeln und ihnen Kleidung borgen, aber das ändert nichts an der Tatsache dass sie weder frei sind noch frei sein wollen."

„Ja, sie waren zu Tode verängstigt, als ich ihnen Kleidung angeboten habe", stimmte Yugi zu. „Und das, obwohl sie auch vor uns Angst hatten."

„Genau, wenn dann müsstest du die Einstellung der Zauberer ändern", meinte Yami. „Selbst wenn du Erfolg hättest und alle Hauselfen befreist, hast du gar nichts erreicht, denn sie würden sich nur wieder selbst in Versklavung gegeben… wenn auch vielleicht mit anderen Meistern…"

Sie diskutierten noch ein bisschen weiter, und Hermine versuchte, sie zu überzeugen, dass es aber doch erforderlich sei, diesen Verein zu unterstützen. Als sich ihre Wege trennten, beschlossen sie, das Thema auf sich beruhen zu lassen.

Fortsetzung folgt…

Anmerkungen

((1)) Ok, Problem: Am Montag ist der Aushang, am Dienstagabend erzählt Dobby von dem Raum der Wünsche (S. 452ff) und auf S. 455 steht, dass Harry den anderen sagt, dass sie an diesem Tag um 8:00 Uhr ihr erstes Treffen da haben. Dabei wird kein Wochentag erwähnt, sondern nur, dass sie an diesem Tag Pflege mag. Geschöpfe und Kräuterkunde haben. Das ist aber nur Dienstag der Fall. Also lasse ich Harry eine Woche warten. Behaupten wir einfach, er hatte zu viele Hausaufgaben nachzuholen und seine erste Stunde vorzubereiten. Wobei er andererseits am Ende der Szene sagt, das sie sich in einer Woche wieder treffen würden und später was von Mittwoch sagt (S. 464). Trotzdem bleibe ich beim Dienstag. ‚unsicher werd' Obwohl vieles daraufhin deutet, dass sie Mittwoch meint… Arggg…

((2)) Die Szene mit diesem DA-Treffen ist in HP-udOdP auf S. 458-465.

((3)) Ich weiß, dass sie es laut Buch zuerst aufhängt und dann ranschreibt (S. 460), aber ich finde es so rum besser.

((4)) Harry hat um zehn nach neun auf die Uhr geschaut, also habe ich zwanzig Minuten gerechnet, bis alle Grüppchen draußen sind.

((5)) In Japan ist es dann etwa 5:30 Uhr morgens.

((6)) Als Hinweis: Harry kann als Parselmund Chetmety (und nur Chetmety) verstehen. Die heiligen Tiere können die Menschen verstehen (wenn sie nicht gerade Parsel sprechen, das versteht nur Chetmety… und auch Schutniu als Vogel der Maat, weil sie da alle Sprachen versteht … ich will auch alles verstehen ‚schmoll'), aber die Menschen können sie nicht verstehen, mit Ausnahme der hier erwähnten Schattenmagier und überhaupt Besitzer von Millenniumsgegenständen. D.h.: Harry versteht Chetmety; Chetmety versteht Harry; Harry versteht nicht Benu; Yami, Yugi und Kaiba verstehen Benu und Chetmety, aber Harry nicht. Also versteht nur Chetmety im Moment alle und die einzigen, die fast niemanden verstehen, sind Ron und Hermine. … War das verständlich? Mir auf jeden Fall dreht sich alles…
Magician ‚lach': Ja, mir auch. Die Erklärung ist aber sehr lustig geschrieben. Aber nur, um sicherzugehen, dass ich das richtig verstanden habe. Die Tiere sprechen eigentlich ihre jeweils eigene ‚Tiersprache', aber für Besitzer von Millenniumsgegenständen und die anderen Tiere wird praktisch immer gleich eine Simultanübersetzung mitgeliefert. Das funktioniert aber nicht, wen jemand anders (wie Harry) eine der ‚Tiersprachen' spricht. Aber bei ‚Menschensprachen' verstehen die Tiere alles, egal welche Sprache es ist. Stimmt das so?
Annuket: Ganz genau. Du hast mich trotz allem verstanden. ‚Sternchenblick'

((7)) Ich weiß, das war in Band zwei und wir sind in Band fünf, aber Harry tötete den Basilisken Ende des zweiten Jahres, und sie sind jetzt am Anfang von Klasse fünf. Daher rechne ich etwas mehr als zwei Jahre.

((8)) Ich bin zu faul, nach einem ‚echten' Zauberspruch zu suchen, daher habe ich nur einfach wieder mein Lateinwörterbuch gezückt. Liberatio ist Nominativ Singular von Befreiung.

((9)) Einfach nur eine noch größere Schlange.

((10)) Diese Schlangenart ist von mir erfunden. But heißt einfach ‚verabscheuungswürdig' auf Ägyptisch.

((11)) Magician: Müsste er hier nicht nur Harry ansprechen? Chetmety hätte er doch eigentlich verstehen müssen, oder?
Annuket: Er will nicht zugeben, dass er Chetmety verstanden hat, denn dass würde wieder Fragen aufwerfen, die er nicht beantworten will.
Magician: Auch wieder wahr...
Annuket: Aber lassen wir es lieber als Anmerkung, falls sich das noch jemand fragt.

((12)) Ron und Hermine hatten eine süße Kabbelei während ihres Rückweges im Buch (S. 465) darüber, wie oft Ron Hermine entwaffnet hätte.

((13)) Im Buch hat Hermine die Idee nach eigener Aussage von den Malen der Todesser. Sie taucht dann einfach mit den Münzen auf, erklärt es, und sie werden verteilt (S. 466-468).

((14)) Im Buch sind nur wieder nur ein paar erwähnt, die die Slytherins Gryffindors antun (S. 469ff), aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es da auch zu einigen Gegenaktionen kommt. Ich sag nur Weasley-Zwillinge…

((15)) Es wird nicht gesagt, was für ein Wochentag ist.

Annuket: So, Kalliope musste inzwischen weiter. 'traurig sei' Als Muse der epischen Dichtung hat man es wirklich nicht leicht... Aber ich bin froh, dass sie Zeit hatte und hoffe, sie besucht und küsst mich wieder.
Magician: Das hoffe ich für mich auch. Ich bin schon seit einer Ewigkeit nicht mehr zum Schreiben gekommen.
Annuket:: Du hast ja auch immer mit Korrigieren zu tun. Wir brauchen zur Korrektur schließlich immer fast eine Woche.
Magician: Ja, schon, aber das hat vorher auch geklappt. Da war einfach zu viel anderes, was mich völlig ausgelaugt hat. Ab jetzt geht's hoffentlich wieder besser.
Annuket: Die Zukunft wird es zeigen. 'wendet sich an Leser' Bis in zwei Wochen dann.