Annuket: Wie schnell doch die Zeit vergeht. Schon sind
wieder zwei Wochen vorbei, und es ist Zeit für das nächste
Kapitel. Und die Weihnachtspause zieht sich hin und zieht sich hin…
Zunächst aber vielen Dank für die Reviews.
Ich war ja geradezu besorgt, dass du das Kapitel nicht magst, weil du
dieses Mal so lange gebraucht hast, Dax. Aber dafür war dann die
Erleichterung umso größer, als sie dann kam. Danke schön.
An HannaKaiba20: Ich habe auch schon schlimmere Lemon
gelesen 'sich darin erinner und schauder', aber trotzdem war der
erste von mir meiner Meinung nach besser, weil ich es schwierig finde,
auf drei Leute gleichzeitig zu achten. Was Dumbledores Reaktion auf
Hauselfen am Tisch betrifft, so denke ich, wird ihm das nur ein
vergnügtes Funkeln in den Augen entlockt haben. Das mit Nevilles
Eltern bekommst du dieses Kapitel raus, aber Yami muss leider bis zum
nächsten Mal warten. Da führt Yami zwei lange Gespräche
und da er wieder viel zu viel gequatscht haben wird, muss ich den
Yami-Teil sogar auf den Anfang von Kapitel 25 ausdehnen. 'grummel'
Danke für die Lebkuchen. Ich liebe Lebkuchen. Wenigstens habe
ich jetzt noch welche elektronisch.
An
Heavenfly: Schön, dass dich der Lemon
anscheinend angesprochen hat. Ich hatte übrigens Magician nicht
dazu gezwungen, den Lemon zu korrigieren. Ich hatte ihr gesagt, dass
ich den Text hätte kopieren und dir schicken können, aber
das wollte sie dann doch nicht und hat brav korrigiert, trotz ihrer
Proteste. Und sie war nicht so schüchtern wie das letzte Mal
((Magician: ...knurr...)) 'grins' Ich verderbe sie weiter und weiter.
'böses Lachen'…
Was Nevilles Eltern betrifft, will ich nichts verraten, sonst hätte
ich mir das Kapitel sparen können. Vielleicht das nächste
Mal. Danke für den Glühwein, auch wenn ich davon maximal
eine kleine Tasse trinken würde.
An Claudia: Danke für das Lob und die 4 K. Aber du
musst dich nicht reinschleichen. Ich freue mich natürlich über
jede Review, die ich bekomme, weil ich ja doch auch ganz schön Arbeit in die Kapitel stecke (und Magician natürlich auch), aber
du musst deswegen ja kein schlechtes Gewissen haben. Ich lese auch
manchmal Geschichten ohne (regelmäßig) Reviews zu
schreiben. Das passiert. Manchmal hat man direkt nach dem Lesen halt
keine Zeit bzw. ist schon zu müde, und dann vergisst man es. Auf
jeden Fall kannst du trotz allem auch erhobenen Hauptes reviewen.
Madame Strout 'kommt aus ihrem Büro': Geht es nun bald los? Wenn Sie
noch lange brauchen ist die Besuchszeit vorbei und ich will meine
Schäfchen ja nicht aufregen.
Annuket: Oh... ja, es geht gleich los. Wir müssen nur noch schnell den Disclaimer machen und dann sind wir so weit.
Madame Strout: Ach, Sie meinen, dass sie sagen müssen, dass Ihnen weder
Yugioh noch Harry Potter oder irgendeine andere Serie gehört, oder? Na
dann aber schnell.
Annuket 'Schweißtropfen': Ok, das kann ich mir ja jetzt sparen. So, und
bevor Magician noch etwas sagt und das ganze wieder noch länger wird,
fangen wir lieber an.
((...)) Anmerkungen von Annuket und Magician
Gedankenverbindung/.../ Yami; /-/.../-/Yugi; /'/.../'/
Kaiba
„..." Gespräch
‚...' Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch
wörtliche Rede wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges
Tier des Re); :-:...:-: Miut (Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet);
:':...:': Scha (Kaibas Hund, heiliges Tier des Seth); --:…:--
Chetmety (Baku-Ras Schlange, heiliges Tier des Apopis); :--…--:
Trevor (Nevilles Kröte, heiliges Tier von Hu und Hauet); --…--
Schutniu (Ryous Vogel, heiliges Tier der Maat)
Blabla Parsel
Teile dieses Kapitels liegen die Seiten 600-605 von ‚Harry Potter und der Orden des Phönix' zugrunde.
Kapitel 23: Treffen in Sankt Mungo
Die Station der chronisch Kranken war freundlich und gemütlich eingerichtet. Zielstrebig ging Mrs. Longbottom an den Krankenbetten vorbei zu zwei Betten im hinteren Teil des riesigen Saales. Yugi und Kaiba hingegen betrachteten interessiert die anderen Patienten rechts und links von ihnen.
Zunächst war da ein recht gut aussehender Zauberer, den viele Fotos von sich umgaben, von denen mehrere signiert waren. Konzentriert schrieb er nun weitere Unterschriften auf Fotos, ohne seiner Umgebung dabei viel Aufmerksamkeit zu schenken. „Das ist Gilderoy Lockhart", flüsterte ihnen Neville zu. „Er war in meinem zweiten Jahr Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste und er hatte davor auch einige Bücher geschrieben."
„Ich erinnere mich, eines gelesen zu haben, das ‚Ein Jahr mit einem Yeti' hieß, aber es war nicht sehr informativ. Das meiste war Geschwafel über ihn selbst", meinte Kaiba verächtlich.
Yugi sah so aus, als wolle er den Autor in Schutz nehmen, der gerade zufrieden seine neueste Unterschrift begutachtete und das Blatt dann ordentlich auf die Seite legte, bevor er sich der nächsten Karte zuwandte, doch ehe der Japaner etwas sagen konnte, kam Neville ihm zuvor und sagte leise zu den beiden: „Das traf auch auf seinen Unterricht zu. Soweit ich weiß, wurde er von seinem eigenen Gedächtniszauber getroffen, als er am Ende des vorvorletzten Schuljahres Rons kaputten Zauberstab benutzte, weil er diesen Zauber auf Ron und Harry abschießen wollte."
„Ja", meinte Yugi nachdenklich. „Ich erinnere mich, dass Albus-jii-chan es auch in seiner Erzählung erwähnt hatte. Und wer ist das?"
Lockhart gegenüber lag ein fahlhäutiger, traurig aussehender Mann. Dieser starrte an die Decke und murmelte etwas vor sich hin. Als Yugi und Kaiba genauer hinhörten, warfen sie einander einen fragenden Blick zu. Der Mann sprach auf babylonisch, was die beiden aus der Erinnerung Yamis recht gut kannten.((1)) Soviel sie verstanden, waren es zusammenhanglose Wörter und Wortgruppen über Prophezeiungen, Gedankenkontrolle und Dunkelheit.
„Sein Name ist Broderick Bode", erwiderte Neville, nachdem er den Mann kurz nachdenklich gemustert hatte. „Er ist erst seit relativ kurzer Zeit hier, und deshalb weiß ich nicht viel über ihn. Ansonsten bekomm ich ja doch ein paar Einzelheiten mit. Aber er soll wohl für das Ministerium gearbeitet haben.((2))"
„Warum spricht--", hob Kaiba an zu fragen, doch wurde er unterbrochen, da Augusta sich einmischte.
„Wo bleibt ihr denn?" fragte die alte Hexe ungeduldig und dennoch würdevoll. Sie hatte bemerkt, dass die drei an den ersten beiden Betten stehengeblieben waren und miteinander tuschelten. Schuldbewusst und entschuldigend sah Neville sie an und setzte sich mit langsamen Schritten in Bewegung, gefolgt von Yugi und Kaiba.
Zufrieden, dass sie ihr wieder folgten, wandte sich Nevilles Großmutter erneut dem hinteren Teil des Saales zu, wo sich bereits die Heilerin befand und geblümte Vorhänge um die hintersten Betten zauberte, so dass die Besucher mit den beiden Kranken ungestört verkehren konnten. Die Frau, die im Bett neben Mr. Bode lag und deren Gesicht mit Fell bedeckt war, wurde von Yugi und Kaiba ebenso wie die anderen Patienten interessiert betrachtet. Sie schlief im Moment, doch wimmerte sie ab und zu wie ein kleines Hündchen.
„Das ist Miss Agnes Langro((3))", flüsterte Neville, woraufhin die Frau im Schlaf leicht zusammenzuckte, als würde sie auf die Nennung ihres Namens reagieren. „Sie ist auch schon seit fünf Jahren hier. Ich habe gehört, wie eine der Heilerinnen mal erzählte, sie wäre mit einem unbekannten Trank vergiftet und gleich darauf von zwei unterschiedlichen Flüchen getroffen worden. Sie können nicht einmal sagen, welche Flüche es genau waren, nur dass mehrere Tage vergingen, ehe sie gefunden wurde."
Währenddessen waren sie an den Vorhängen angekommen, die die Heilerin, fürsorglich lächelnd, für die drei jungen Männer aufhielt. Augusta war bereits eingetreten und begrüßte Nevilles Eltern. „Kann ich Ihnen irgendetwas bringen?" fragte Madame Strout.
„Nein, danke", erwiderte die alte Frau. „Ich kümmere mich schon darum."
„Gut, dann lasse ich Sie jetzt allein. Sie wissen ja, wo Sie mich finden, wenn Sie etwas brauchen", erwiderte die Heilerin und zog den Vorhang zu, in dem, um die Privatsphäre zu sichern, ein Zauber integriert war, der den Schall nicht nach draußen dringen ließ.
Neville legte mit seinen beiden Freunden die paar wenigen Schritte zu den Betten zurück. Augusta, die gerade die Frau, deren Haare weiß und stumpf waren, an sich gedrückt hatte, drehte sich zu ihnen um und bedachte ihren Enkel mit einem gebieterischen Blick, als sie sah, wie unsicher er von seinen Eltern zu seinen Freunden und zurück schaute. „Neville, willst du deine Eltern nicht begrüßen und sie deinen Freunden vorstellen?" fragte sie harsch.
Neville schluckte und schaute mit roten Wangen zu Boden, ob vor Scham darüber, dass jemand seine Eltern in diesem Zustand sah, über Augustas Worte oder beides wussten die beiden Japaner nicht. „Hallo, Mum, Dad. Yugi, Kaiba, das sind meine Eltern, Frank und Alice Longbottom", sagte er dann, wenn auch leise. „Mum, Dad, das sind Yugi und Kaiba, Freunde von mir."
„Guten Tag", begrüßte Yugi sie und verbeugte sich höflich. „Es ist uns eine Freude, Sie kennen zu lernen."
Frank sah sie verwirrt an und versuchte sich, trotz des Größenunterschiedes, hinter seiner Mutter zu verstecken. Er duckte sich gerade so weit, dass er über ihre Schulter lugen konnte, und betrachtete Kaiba und Yugi vorsichtig. „Na, na", sagte die alte Hexe gutmütig tadelnd. „Das ist aber kein Benehmen."
Sie drehte sich um und nahm ihn in die Arme. Alices übergroß scheinende Augen hingegen waren nicht von Neville gewichen. Unsicher stand sie von ihrem Bett auf und tapste in ihrem hellblauen Morgenmantel zwei kleine Schritte, bis sie bei ihm war, und schloss ihn dann in ihre Arme.
Während Augusta ihren Sohn zurück auf sein Bett bugsierte, fing Yugi Kaibas Blick auf, und sie nickten einander zu. Nur eine Sekunde später hatte der CEO seinen Millenniumsstab in der Hand und richtete seine Magie auf Nevilles Großmutter. Neville schaute nervös zu seiner Oma, deren Gesicht sich unter dem Licht des Millenniumsstabes entspannte, bevor sie sich verträumt auf Franks Bett setzte.
„Schon in Ordnung, Neville", sagte Yugi beschwichtigend. „Seto wird ihr nicht wehtun. Er hat genug Erfahrung damit, die Geister von Leuten zu kontrollieren. Aber so haben wir mehr Zeit. Es sei denn, du hast deine Meinung geändert?"
Neville schaute noch einen Moment länger seine Großmutter an, ehe sein Blick von seinem Vater zu seiner Mutter wanderte. Frank hatte sich auf seinem Bett zusammengekauert und versteckte sich unter seiner Decke, während Alice die Umarmung mit ihrem Sohn gelöst hatte und, leise wimmernd, langsam zurückwich. Zaghaft aktivierte er sein Millenniumsauge, den Blick nicht von seiner Mutter nehmend. Ihre Gedanken waren wirr, angefüllt mit Angst vor allem Dunkel und somit auch vor den Schatten, die sanft im Schein des Millenniumsstabes und nun auch seines eigenen Gegenstandes tanzten und den Raum halbdunkel erschienen ließen. Er drehte sich zu Yugi um, der unsicher von ihm zu seinen Eltern schaute.
„Nein", sagte er leise, klang aber dennoch sehr entschlossen. „Ich möchte, dass du versuchst, sie zu heilen."
Er drehte sich wieder zu seiner Mutter und ging auf sie zu. Sie starrte erschrocken auf seine Stirn. „Mum?" sprach er sie sanft an, und seine Stimme war voller Liebe. „Hab bitte keine Angst. Ich würde nie zulassen, dass jemand dir oder Dad oder Oma etwas tut. Aber Yugi, mein Freund hier...", er nickte vage nach hinten, wo Yugi zaghaft einen Schritt nach vorne machte, „...möchte versuchen, dich zu heilen. Lässt du ihn bitte?"
Bewegungslos starrte Alice Yugi an, als er sich ihr weiter näherte. Auf ihrem Gesicht war Verwirrung und Unverständnis zu sehen, doch sie wich nicht zurück, bis er ganz nahe vor ihr stand. Zögerlich nahm er ihre linke Hand in die seine, woraufhin sie zusammenzuckte. Sofort riss sie sich los und flüchtete auf ihr Bett. Yugi folgte ihr langsam, während Neville um das Bett herumging und sich ihr somit von der anderen Seite näherte.
Alice presste sich, in dem Versuch, so weit wie möglich zurückzuweichen, an das Kopfende und schaute ängstlich von Yugi zu Neville und zurück. Yugi seufzte und setzte sich auf das Bett. „Bitte haben Sie keine Angst. Ich will Ihnen nichts Böses tun."
Nach einem letzten versichernden Blick auf Neville holte Yugi seinen Millenniumsschlüssel hervor und schloss die Augen. Er konzentrierte sich darauf, die Macht des Schlüssels zu erwecken, doch gerade, als er spürte, wie der Schlüssel ihm antwortete und er bereit war, ihn zu benutzen, zuckte er zusammen, als plötzlich etwas seine goldenen Strähnen berührte.
Er öffnete seine Augen und sah erstaunt, wie Nevilles Mutter ihn mit einem Gesichtsausdruck betrachtete, der frei von Angst war, und mit ihren Fingern vor ihm hin- und herstrich. Verwirrt betrachtete er sie einen Moment, ehe er Nevilles Blick fing, der ihn gebannt anstarrte. „Was?" fragte Yugi.
/'/Du sonderst wieder mal deine Lichtaura ab, und Neville hat sie vermutlich noch nie so deutlich gesehen wie jetzt. Bei eurem Training musstest du dich doch nie so sehr konzentrieren, dass sie so hell ist/'/ meinte Kaiba, der schräg hinter ihm stand und sich noch immer nicht von der Stelle gerührt hatte.
/-/Stimmt/-/ erwiderte Yugi nachdenklich. /-/Sie war vermutlich noch nicht mal richtig sichtbar. Das ist wahrscheinlich das erste Mal, dass er sie wirklich sieht./-/
Der Schwarzhaarige hatte sofort nach Yugis Frage zu Boden geschaute, als er merkte, dass er starrte, doch richtete sich aber ein paar Sekunden später wieder auf und schien sich gefasst zu haben. „Nichts", erwiderte er zaghaft. „Nur… Warum umgibt dich so ein Lichtschein?"
„Oh, das…", begann Yugi unsicher. „Ich habe dir doch erzählt, dass ich, wenn ich mich konzentriere, eher den Lichtteil der Schattenmagie, also helle Schatten, benutze. Seit wir allerdings in dem Tempel waren, von dem ich dir letzte Woche erzählt habe, ist diese Aura viel stärker geworden, und wenn ich meine Kräfte sammle, erscheint sie wie ein heller Lichtkranz um mich. Weder Yami noch Seto wissen etwas Genaueres darüber, nur dass wir alle drei stärker geworden sind. Bei Seto fällt es vermutlich nicht ganz so stark auf, weil ja sowieso viel Dunkelheit hier ist durch das Licht seines Stabes, aber wenn du genau hinschaust, siehst du es um ihn."
Neville betrachtete Kaiba eingehender und ihm fiel auf, dass sich tatsächlich etwas wie eine dunkle Wolke um den CEO gelegt zu haben schien. „Könnt ihr nicht eure Götter fragen, ob sie etwas darüber wissen?" fragte der Schwarzhaarige schließlich besorgt. „Nicht dass das heißt, dass ihr eure Magie verausgabt oder so was."
„Das haben wir natürlich gleich gemacht, als wir es das erste Mal bemerkt haben", beruhigte ihn Yugi. „Aber sie sagen, dass es so sein muss. Dadurch werden unsere Körper langsam an die Magiemengen gewöhnt, die sie erhalten, wenn wir unsere letzte Prüfung bestehen."
Der Gryffindor betrachtete sie fasziniert und sah so aus, als wolle er mehr wissen, doch unterließ er es, als ihm wieder bewusst wurde, wo sie waren und was sie vorhatten. Auch Yugis Aufmerksamkeit war augenblicklich wieder auf Nevilles Mutter gerichtet, da sie die ganze Zeit in der Luft um Yugi herumgefuchtelt und nun dabei erneut eine Strähne seiner Haare berührt hatte. „Meine Mum scheint auch fasziniert mit deinem Lichtschein zu sein. Ich denke, das heißt, wir werden ohne Probleme anfangen können, oder?"
Yugi drehte sich zu ihm und nickte. Sanft brachte er Alice dazu, sich wieder anzulehnen, wenn auch dieses Mal wesentlich entspannter. Um das Eindringen in ihren Geist zu erleichtern, versetzte er sie in einen sanften Schlaf. Gerade wollte er hineingehen, als er hinter sich hörte, wie Kaiba einen Schritt in ihre Richtung machte, und drehte sich daher mit fragendem Blick um. Doch sofort sah er, dass die Augen des CEOs auf Frank fixiert waren, der unter seiner Bettdecke hervorgelugt und den kleineren Japaner angestarrt hatte, sich nun aber wieder mit einem scharfen Einatmen darunter versteckte, als er den eindringlichen Blick der blauen Augen auf sich spürte.
Kaiba wandte sich Yugi zu, und ein kleines ermutigendes Lächeln spielte um seine Züge: „Sei unbesorgt, ich kümmere mich um alles. Du kannst dich ganz auf sie konzentrieren."
Der Amethystäugige lächelte seinen braunhaarigen Geliebten dankbar an, bevor er sich wieder Alice und Neville zuwandte. Zunächst öffnete er seine geistigen Schilde so, dass Neville seine Gedanken lesen konnte und somit sah, was er sah, bevor er seinen Schlüssel auf Alice richtete. Ohne die geringsten Schwierigkeiten drang er in ihre Gedankenwelt ein, da selbst die natürlichen Abwehrmechanismen eines Geistes bei ihr scheinbar Schaden genommen hatten.
Anstatt sofort in einem Seelenraum zu landen, fiel sein mentales Abbild in einen grenzenlosen, dunklen Raum. Ein paar kleine Brocken von Fußboden oder Wänden schwebten hier und da, sowie Gegenstände, wenn auch die meisten beschädigt oder sogar nur noch in kleinen Bruchstücken vorhanden waren, die teilweise auch zu verschwinden schienen. Scharf sog Yugis geistiges Abbild seinen Atem ein. Noch nie hatte er solche Zerstörung in der Seele eines lebenden Menschen gesehen.
Neville, der in Form eines Geistes folgte, klammerte sich an ihn und lenkte Yugis Aufmerksamkeit so auf sich. „Denkst du, du kannst ihr helfen?" fragte er nervös.
„Ich weiß noch nicht", erwiderte Yugi vorsichtig. „Erst müssen wir das geistige Abbild deiner Mutter finden, da es ihrer eventuellen Heilung schaden würde, wenn ich etwas gegen ihren Willen bzw. ohne ihr Wissen tue. Aber ich muss sagen, dass es weit schlimmer ist, als ich befürchtet hatte."
Betroffen ließ Neville den Kopf hängen, während Yugi sich langsam drehte und dabei das Trümmerfeld betrachtete, in dem sie sich befanden. Schließlich, als er sich halb umgedreht hatte, entdeckte er noch ein kleines Stück intakten Seelenraums, das in der schwarzen Unendlichkeit mit den Trümmern schwebte. Es schien eine der Ecken gewesen zu sein, mit einer Kinderwiege darin. Alices geistiges Abbild war dort, mit dem Rücken zu ihnen, und schien sie nicht zu bemerken. Sie stand an der Wiege, bewegte sie und summte verträumt.
Neville sah sie lange stumm an, überwältigt von seinen Gefühlen. Der Körper des geistigen Abbildes schien so zu sein, wie er früher einmal gewesen war, etwas besser genährt als die Frau im Krankenhaus, die zu schnell das Interesse an den Mahlzeiten verlor und dann nichts mehr essen wollte, und mit schwarzen statt weißen Haaren. Allerdings war ihre Kleidung an vielen Stellen zerrissen und ihr Körper mit Wunden übersät, die mehr oder weniger stark bluteten. „Mum?" fragte Neville schließlich leise.
Erstaunt drehte sich Alices Abbild zu ihnen um. Sie musterte sie einen Moment mit finsterem Blick und stellte sich dann beschützend vor die Wiege. „Wer seid ihr? Wollt ihr etwa auch meinem Kind Schaden zufügen?" fragte sie misstrauisch, und die Wunden in ihrem Gesicht ließen sie furchterregender erscheinen, als sie war.
„Nein, Mrs. Longbottom", erwiderte Yugi so sanft und doch bestimmt er konnte. „Wir wollen Ihnen helfen."
„Wobei?" fragte sie verwundert. „Wollt ihr meinen Jungen mit mir beschützen?"
„Ja, das auch", erwiderte Yugi, auf das mentale Bild eingehend. Er spürte, wie Neville zusammenzuckte, da ihm klar wurde, dass seine Mutter ihn nicht erkannte. „Wir wollen aber auch diesen Ort hier verändern."
„Wieso? Was ist hier nicht in Ordnung?" fragte Alice, wieder etwas misstrauisch, und sah sich um, ehe sich ihr Blick eisern und wütend wieder auf Yugi und Neville fixierte. „Ihr wollt doch meinem Kind schaden! Seit es so ist, wie es jetzt ist, tut ihm keiner mehr was, also müsst ihr ihm schaden wollen, wenn ihr Veränderung bringt!"
„Nein, Mrs. Longbottom", erwiderte Yugi und hob in einer beschwichtigenden Geste seine Hände. „Wir wollen Ihnen nur helfen, ich schwöre es. Aber wollen sie nicht, dass ihr Kind hier eine schönere Umgebung hat? Dass es gefahrlos und frei hier spielen kann?"
Alice wandte ihren Blick misstrauisch von Yugi ab und sah sich um. Der kleinere Schattenmagier spürte, wie Neville immer verkrampfter wurde, je länger er den zerstörten Seelenraum seiner Mutter und ihr stark verletztes geistiges Abbild sah. Mitfühlend legte Yugi seine Hand auf die seines Freundes und flüsterte ihm zu: „Wenn es zu viel für dich wird, geh lieber. Ich weiß, dass das schwer für dich sein muss."
Die geistförmige Gestalt des Schwarzhaarigen sah ihn gequält lächelnd an: „Danke Yugi, aber ich will bleiben. Und immerhin weiß ich, dass sie mich liebt und dass ich ihr unglaublich wichtig bin, auch wenn sie mich nicht erkennt."
Yugi lächelte ihn traurig an, nickte aber. „Aber zögere nicht zu gehen, wenn es unerträglich für dich wird."
Währenddessen war Alices näher an sie heran getreten, so dass sie nun am Rand des kleinen Stückes intakten Seelenraumes stand, und nachdem sie sich umgeschaut hatte, blieb ihr Blick an Nevilles geistförmiger Gestalt hängen. Sie legte den Kopf schief und fragte: „Wer seid ihr eigentlich? Du…", ihr Blick war fest auf Neville gerichtet, und sie streckte ihre Hand zu ihm aus, „...siehst meinem Baby zumindest im Gesicht irgendwie ähnlich, nur dass du da was Komisches auf der Stirn hast."
In Neville kämpften unglaublich viele Emotionen miteinander, als er näher zu seiner Mutter schwebte, zaghaft seine Arme zu ihr ausstreckte und sie schließlich, vor Überwältigung zitternd, umarmte, da sie keine Anstalten machte, sich vor ihm zurückzuziehen. „Ich bin ein--", er zögerte kurz, da er sich erinnerte, dass Yugi ihm gesagt hatte, dass er extrem vorsichtig sein musste mit dem, was er sagte, damit seine Mutter sie hier nicht als Feinde sah, weil sie sie sonst nicht heilen konnten. Schließlich sagte er, die Umarmung lösend und sie anlächelnd: „Ich bin der Schutzgeist Ihres Kindes und will daher helfen, es glücklich zu machen. Und das dort ist ein befreundeter Geist von mir, der dabei besser helfen kann als ich selbst."
„Wirklich?" fragte Alices Abbild und sah ihn und dann Yugi prüfend an. Sie überlegte noch einmal einen Moment und fragte schließlich: „Was versteht ihr denn unter einer schönen Umgebung? Ich weiß auch nicht, was Kinder spielen…" Ihr Gesicht zeigte, wie angestrengt sie nachdachte. „Da war etwas mit Bällen…"
„Ja, das wäre ein guter Anfang", sagte Yugi. „Aber was hier wie entsteht, werden Sie allein entscheiden, einverstanden? Ich will nur einen Raum für Sie schaffen, den Sie dann selbst einrichten."
Das Gesicht des Seelenabbildes strahlte trotz der vielen Verletzungen. „Ja, das klingt gut. Dann kann ich vielleicht diese Dunkelheit loswerden", sagte sie glücklich und zeigte auf die ‚Raumlosigkeit', in der Yugi und Neville schwebten. Als sie allerdings weitersprach, wurde ihre Stimme unsicher und traurig: „Aber… Was wollt ihr dafür? Ich kann euch nicht sehr viel geben…"
Panisch sah sie sich um. Ihr Blick fiel auf etwas, das Yugi und Neville nicht sehen konnten, und sie lief eilig dorthin. Yugi und Neville betraten nun das kleine Gebiet des Raumes, das noch intakt war. Hinter der Wiege sahen sie ein kleines Tischchen stehen, auf dem alte Fotos von Augusta und Frank und ein paar wenigen anderen Leuten standen.
Aus dem Augenwinkel bemerkte Yugi eine Bewegung, die seine Aufmerksamkeit auf die Wiege lenkte. Darin lag eine Babypuppe, die Nevilles Gesicht trug, wie es jetzt aussah, aber ohne das Millenniumsauge.
Ratlos betrachtete Neville die Puppe, nicht sicher, was er davon halten sollte. „Denkst du wirklich, du kannst sie heilen?" fragte er Yugi besorgt.
Yugi seufzte. „Wirklich heilen kann ich sie leider nicht. Alles, was ich tun kann, ist, sie auf den Weg zu bringen. Den Rest muss sie dann alleine bewältigen. Wie ich ihr schon sagte, ich kann nur dafür sorgen, dass es zumindest wieder einen vollständigen Seelenraum gibt, und ich kann ihre mentale Abwehr soweit wiederherstellen, dass nicht gleich beim kleinsten Druck von außen, wenn z.B. die Heiler versuchen, ihr zu helfen, hier Schaden angerichtet wird. Aber ich denke, dass ich sie auf den Weg zur Besserung bringen kann."
„Ist er nicht ein süßes Kind?" fragte die entzückte Stimme Alices hinter ihnen, und sie drehten sich um. Voller Liebe schaute sie in die Wiege und dann zu Yugi und Neville.
Das geistige Abbild von Nevilles Mutter strahlte sie an. „Hier", sagte sie, während sie ihnen jeweils ein Bonbonpapier in die Hand drückte.
Sie bemerkte den fragenden Blick der beiden und legte verwirrt den Kopf schief. „Kennt ihr das nicht?", fragte sie erstaunt. Dann zuckte sie aber leicht mit den Achseln und erklärte: „Zuerst ist da was drin, aber das ist nicht ganz so wichtig. Und wenn es raus ist, dann fühlt man Freude und Genuss, und diese Papiere knistern leicht in den Händen und glänzen schön bunt."
Neville betrachtete das Papier in seiner Hand glücklich. „Darum schenkst du mir also immer welche", flüsterte er liebevoll, ohne dass seine Mutter es hören konnte.
„Dankeschön", sagte Yugi unterdessen mit warmer Stimme zu Alice, die die beiden jungen Männer vor sich musterte. „Wenn sie nichts dagegen haben, fange ich jetzt an."
Nevilles Mutter nickte wild vor Aufregung und starrte ihn gebannt an. Yugi konzentrierte sich und griff auf die Fähigkeiten des Schlüssels zurück. Mehr und mehr Magie floss durch ihn, während er anfing, die noch vorhandenen Steine der ehemaligen Raumgrenzen zu finden und wieder zusammenzusetzen. Allerdings waren viele davon, wie es schien, unwiederbringlich zerstört, und somit musste Yugi ganz neue Raumgrenzen schaffen und damit auch gleich die mentalen Barrieren, die jede Seele mehr oder weniger stark beschützten.
Neville und seine Mutter beobachteten fasziniert, wie Yugi dabei auch die vorhandenen Gegenstände und Sachen, die in der unendlichen Dunkelheit schwebten, zu ihnen heranholte und sie auf den von ihm geschaffenen Boden ablegte, ehe er die Wände und die Decke schuf.
Schließlich war es getan, und Yugi sank erschöpft zu Boden. Bisher hatte er noch nie Einfluss auf einen Seelenraum genommen und hatte erst recht nicht versucht, einen teilweise wieder herzustellen. Zumindest daher erstaunte es ihn nicht, dass er sich fühlte, als wäre er einmal quer durch Schottland und England gerannt, ohne die Hilfe der Schatten zu benutzen, um seinen Körper zu unterstützen.
Er verabschiedete sich freundlich von Nevilles Mutter, bevor er zitternd in die Wirklichkeit zurückkehrte. Kaiba war sofort an seiner Seite und berührte ihn besorgt. /'/Alles in Ordnung? Wie geht es dir?/'/
Mühsam hob Yugi seinen Kopf und sah seinen Geliebten erschöpft an, wobei dennoch ein schwaches, aber glückliches Lächeln um seine Lippen spielte. „Es ist alles in Ordnung", antwortete er und benutzte bewusst nicht den Gedankenlink, da er aus dem Augenwinkel auch Nevilles besorgten Blick auf sich sah. „Das hat mich nur ziemlich angestrengt. Vor unserer Feier muss ich dringend noch ein paar Stunden schlafen, aber das ist auch schon alles."
Der Amethystäugige spürte, wie Kaiba seinen Geist und Seelenraum durch ihre Verbindung prüfte, um sicher zu gehen, dass Yugi wirklich nur erschöpft war. Ein paar Minuten später zog sich der CEO schließlich wieder zufrieden in seinen eigenen zurück, nachdem er ihm ein bisschen seiner Kraft übertragen hatte, so dass es Yugi gleich besser ging. Der kleinere Japaner lächelte ihn dankbar an, bevor er seinen Kopf zu Neville drehte. „Aber ich fürchte, dass wir mit einem Besuch des Seelenraumes deines Vaters noch etwas länger warten müssen."
Neville schüttelte seinen Kopf. „Das ist schon ok. Ich bin dir schon unendlich dankbar, dass du das für meine Mutter getan hast."
Ehe Yugi etwas erwidern konnte, richtete sich Kaiba wieder auf. „Da ihr jetzt wieder da seid, ist es, denke ich, das Beste, wenn wir langsam gehen. Es ist schon spät."
„Wie lange waren wir denn weg?" fragte Yugi, und sein Blick heftete sich auf das schlafende Gesicht von Alice.
„Fast zwei Stunden", erklärte Kaiba.
„So lange?" fragte Neville ungläubig.
„Ja", bestätigte der CEO. „Deine Oma glaubt übrigens, dass wir die ganze Zeit über die Heldentaten deiner Eltern gesprochen hätten und dass sie ihre Weihnachtsgeschenke ausgepackt haben."
Die beiden nickten, und Kaiba beendete seine Gedankenkontrolle, woraufhin der Raumabschnitt wieder normal aussah. Augusta, die noch immer auf Franks Bett saß, strich ihrem Sohn, der sich noch immer unter der Bettdecke versteckte, über den Rücken. „Nun gut", sagte sie, als würde sie ein Gespräch beenden. „Da Frank müde zu sein scheint und auch Alice eingeschlafen ist, ist es, denke ich, Zeit für uns zu gehen. Außerdem müssen wir noch Yami suchen. Der Junge hat sich bestimmt verlaufen."
Sie erhob sich und ging zum Vorhang. Neville strich seiner Mutter noch einmal liebevoll die weißen Haare aus dem Gesicht, bevor er aufstand und seiner Großmutter folgte, genau wie Yugi und Kaiba. Mit einem Schwenk ihres Zauberstabes ließ Augusta die Vorhänge zur Seite gleiten, und sie sahen, dass gerade die Heilerin durch die Station wuselte und Weihnachtsgeschenke verteilte.
„Und – oh, Mrs. Longbottom, Sie und ihre Begleiter gehen schon?" fragte die Heilerin, als sie sich zu ihnen umdrehte.
Die alte Hexe nickte, doch bevor sie etwas sagen konnte, war von der Gruppe um Lockhart der Ausruf „Neville!" zu hören, und sie drehten sich zu dem Sprecher. Während Augusta die Gruppe der vier jungen Menschen verwundert betrachtete, wurde Neville bleich, als er in ihnen Harry, Ron, Hermine und Ginny erkannte.
Wie ein Wasserfall redete Ron indessen weiter, ohne auch nur im Geringsten auf Nevilles Gesichtsausdruck einzugehen. „Wir sind's, Neville! Hast du gesehen -? Lockhart ist hier! Und wen hast du besucht?"
Neville antwortete nicht, sondern starrte zu Boden. Yugi legte ihm besorgt eine Hand auf die Schulter, wusste jedoch nicht, wie er ihm helfen konnte. „Freunde von dir, Neville, mein Lieber?" fragte Augusta, die ihren Enkel, dessen Gesicht nun zwar wieder Farbe bekam, dafür aber unnatürlich rot wurde, ebenso wenig beachtete und lieber eingängig die vier anderen Hogwartsschüler betrachtete. „Ah ja", sagte sie, als ihr Blick auf Harry fiel und sie ihn natürlich erkannte. „Ja, ja, ich weiß natürlich, wer du bist. Neville spricht in den höchsten Tönen von dir."
Auch die anderen kannte die alte Frau anscheinend aus den Briefen Nevilles und reichte einem nach dem anderen majestätisch die Hand. Bei dem nachfolgenden Gespräch ließ Ron kein Fettnäpfchen aus und verriet dabei, ohne es zu wollen, Nevilles Großmutter, dass ihr Enkel den Zustand seiner Eltern seinen Mitschülern gegenüber verschwiegen hatte. Augusta war darüber alles andere als begeistert und klärte sie empört darüber auf, was Neville nur noch verlegener werden ließ. Yugi und Harry wechselten hilflose Blicke und beobachteten ihren Freund besorgt. Kaiba hingegen starrte die Frau nur verächtlich und böse an, weil sie ihren Enkel derart bloßstellte und seinen Hauskameraden und Freunden in seiner Gegenwart erklärte, dass ihr Enkel wesentlich weniger Talent als sein Vater hätte((4)).
Nevilles Mutter, die offensichtlich aufgewacht war, kam auch kurz darauf die Bettenreihe herunter und nachdem sie Neville noch ein Kaugummipapier gegeben hatte, wankte sie wieder davon. Daraufhin verließ Augusta, gefolgt von Neville, Yugi und Kaiba, die Station unter den betretenen Blicken der vier Gryffindors.
Fortsetzung folgt…
Anmerkungen
((1)) Es ist anzunehmen, dass Pharaonen auch andere Sprachen als (damaliges!) Ägyptisch beherrschten. Natürlich hätten sie es vermutlich nicht müssen, weil sie ja auch Berater und Dolmetscher hatten, aber besonders zu der Zeit, als Ägypten mächtige Nachbarn hatte, wäre es sicher eine Schwäche gewesen, nicht deren Sprache zu kennen. Wir sind ja nicht im (Früh-)Mittelalter, wo die Kaiser noch nicht mal lesen konnten. In Ägypten wurden übrigens auch Tafeln mit Keilschrift gefunden, da die Korrespondenz mit diesen Reichen nicht mit Hieroglyphen stattfand. Gerade weil die Hieroglyphen ‚heilige Zeichen' waren, wäre es ja äußerst unangebracht gewesen, sie zum Schriftverkehr mit Leuten zu benutzen, die andere Götter verehrten bzw. nicht das Glück hatten, in ihrem… wie soll ich sagen… ich glaube ‚gelobten bzw. gesegneten' Land passt am besten… geboren zu sein und dort zu leben.
((2))
Annuket: Ich weiß nicht, wie viel ihr über ihn wisst, aber
Mr. Bode ist einer der ‚Unsäglichen'.
Magician:
Äh, fällt mir gerade auf: Was waren das eigentlich für
Leute?
Annuket: Das
sind die, die in der Mysterienabteilung arbeiten und dabei mit
irgendwelchen magischen Gegenständen rumspielen (sie selbst
würden vermutlich eher sagen, diese ‚erforschen'), die
Prophezeiungen verwalten usw. Aber wirklich genau geklärt wird
nicht, was die machen und wenn ich mich richtig erinnere, heißen
sie die ‚Unsäglichen', weil sie nicht darüber reden, was
in ihrer Abteilung passiert.
Magician:
Aha... Noch was, was ich vergessen hatte... ‚kopfschüttel'
Dieses Buch hat wirklich keinerlei Eindruck auf mich gemacht...
Annuket:
Ich glaube aber, Mr. Bode hatte auch vorher schon mal einen kleinen
Auftritt, als es um die Quidditch-Weltmeisterschaft ging, aber ich
genau erinnere ich mich auch nicht mehr daran und das war Band 4.
Manche Details entgehen einem einfach. Im fünften Band auf jeden
Fall wird der gute Mann von Voldemort mit dem Imperiumsfluch
belegt, damit er die Prophezeiung um Harry stiehlt. Er stirbt dann
auch im Krankenhaus kurz darauf (ich würde auch keine Teufelsschlinge
als Topfpflanze geschenkt bekommen wollen…).
((3)) Über die Frau wird in den HP-Bänden meiner Ansicht nach nichts gesagt.
((4)) Magician: Steht das
tatsächlich im Buch oder hast du dir das ausgedacht, um sie noch
ein bisschen unsympathischer wirken zu lassen?
Annuket: Es steht leider
drin… ‚seufz' Aber eigentlich es ist schon mitten im Gespräch,
auf S.603 nach der ‚Vorstellung'
Magician
‚kopfschüttel': Oh Mann... Armer Neville...
Annuket: So, das war's schon wieder. 'geht ins Zimmer zu Magician, die
sich hingelegt hatte weil ihr Tag gestern total anstrengend war' Geht's
dir besser? Wollen wir jetzt Kuchen usw. essen?
Magician 'murmelt': Ein bisschen besser ist es. 'richtet sich auf' Heute ist es ja wieder recht angenehm. Ich hasse Hitze...
Annuket: Ich kann mir auch Schöneres vorstellen. So liebe Leser, bis zum nächsten Mal in zwei Wochen.
