Annuket: Juchu, wieder 3 Reviews. Danke zunächst wie immer an dich, Dax, für den Smily.
An Brielle: Ein neuer Reviewer, jippie. 'Brielle ganz doll knuddel, loslass, Gesicht leicht gerötet' Danke für das 'Rundumlob'. Ich freue mich, dass dir 'Meister der Schatten' auch gefällt (da schreibt ja keiner…), aber ich fürchte, ich kämpfe gerade sehr mit Schattenmagier, da ich auch anderweitig ziemlich viel zu tun habe (hab nächste Woche beispielsweise eine extrem wichtige Klausur und muss zwischendurch ja auch noch arbeiten), also fürchte ich, das dritte Kapitel des Prologs wird noch etwas dauern, tut mir leid. Aber dafür hat in der wenigen Freizeit von mir Schattenmagier 2 einen festen Platz.
An Claudia: Du hast hier leider zwei absolute Golflaien vor dir, aber 18 klingt auf jeden Fall sehr weit. Mit den Übersetzungen wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. Es ist immer ärgerlich, wenn man etwas nicht versteht und erst irgendwo suchen muss. Und danke für den Aufruf… 'ganz gerührt sei' Und so viele Leckereien… 'freu'
So, aber nun zum Dis-- 'Tür geht auf und trifft Annuket voll ins Kreuz' Auuu… 'Lupin kommt total in Gedanken versunken rein, bemerkt nicht, dass er jemanden getroffen hat' Hey, Remus… 'Annuket sieht ihn und stürzt sich in einer Knuddelattake auf ihn'
Lupin 'zuckt zusammen': Huch…
Annuket: Schön, dass du da bist. Was tust du?
Lupin: Äh… ich denke nur über die Sache mit dem Priester nach…
Annuket: Oh, wundervoll. 'freu' Da du schon mal hier bist… Magst du den Disclaimer machen? Dann kann es losgehen, und du erfährst mehr zum Anubiskult.
Lupin 'unsicher': Ok… 'wendet sich schüchtern Lesern zu' Äh, hallo. Annuket gehört weder Yugioh noch Harry Potter noch irgendwelche anderen lizensierten Dinge.
Annuket: Danke, das hast du gut gemacht. Hier, nimm einen Keks von Claudia. So, nun kann das Kapitel beginnen.

((...)) Anmerkungen von Annuket und Magician
Gedankenverbindung/.../ Yami; /-/.../-/Yugi; /'/.../'/ Kaiba
„..." Gespräch
‚...' Gedanken, Schrift lesen bzw. in Gespräch wörtliche Rede wiedergeben
Tierstimmen:...: Benu (Yamis Phönix, heiliges Tier des Re); :-:...:-: Miut (Yugis Katze, heiliges Tier der Bastet); :':...:': Scha (Kaibas Hund, heiliges Tier des Seth); --:…:-- Chetmety (Baku-Ras Schlange, heiliges Tier des Apopis); :--…--: Trevor (Nevilles Kröte, heiliges Tier von Hu und Hauet); --…-- Schutniu (Ryous Vogel, heiliges Tier der Maat)
Blabla Parsel

Kapitel 27: Der Tempel des Anubis

Dank des enormen Arbeitseinsatzes von Yami, Yugi und den Gringotts-Kobolden war es möglich, zumindest den Bau des Hauptgebäudes des Anubistempels vor Beginn des neuen Jahres durchzuführen und auch die gesetzliche Anerkennung ägyptischer Kulte in Großbritannien zu erreichen. Da die Zauberer des Ministeriums, die darüber zu entscheiden hatten, stark gestresst waren, weil Neujahr so kurz bevorstand, war es dem Kobold, den Mystagogus mit dem politischen Problem beauftragt hatte, durch sein geschicktes Vorgehen möglich, sie ohne große Schwierigkeiten und ohne viele Einschränkungen genehmigen zu lassen.

Als der innere Tempel fertiggestellt war, suchte Yami die Sphinxen in Ägypten auf und konnte, nachdem sie die Rechtmäßigkeit seines Anliegens erkannt hatten, den Tempelschatz des Anubis an sich nehmen, um damit den Tempel auszustatten. Als die Wohnung des Gottes somit fertig war, nahm der ehemalige Pharao die Weihezeremonien vor, indem er den Gott, wie es Tradition war, in sein neues Haus einlud((1)). Seine Geliebten sowie die drei anderen Besitzer von Millenniumsgegenständen standen ihm dabei als die begleitenden Priester zur Seite. Zunächst hatte sich Baku-Ra geweigert, doch nachdem Yugi ihn -in Yamis Augen merkwürdig- angelächelt hatte, stimmte der Grabräuber grummelnd zu.

Auf Yamis gedankliche Frage, was los gewesen sei, hatte Yugi ihn nur angelächelt und die vage Aussage gemacht: „Eine Hand wäscht ab und zu halt die andere…" Schulterzuckend musste Yami die Antwort akzeptierten, da ihm klar war, dass, was auch immer zwischen seinem Geliebten und dem Grabräuber vorgefallen war, wahrscheinlich unter dem Versprechen, mit niemandem darüber zu reden, stattgefunden hatte. Außerdem war Yugi ganz offensichtlich auch nichts passiert, und so vertraute der Pharao darauf, dass sein Geliebter die Situation unter Kontrolle gehabt hatte.

Dank Dumbledores Zuspruch hatte sich auch Lupin am Ende des Jahres mit Yami in Verbindung gesetzt, um zumindest mehr über den Anubiskult zu erfahren. Da er in seinem Leben aber mit Versprechen auf Heilung seiner ‚Krankheit' schon zu oft enttäuscht worden war und sowohl deswegen als auch aufgrund der Vorurteile und des Verhaltens anderer ihm gegenüber resigniert hatte, blieb der Werwolf sehr zurückhaltend. Yami hatte ihm angeboten, den Tempel zu besuchen, sobald er geweiht war, und der Werwolf nahm an. Somit besuchte er gleich am 2. Januar, dem Tag vor der ersten Vollmondnacht des neuen Jahres, den Tempel.

Er stellte fest, dass der Wolf in ihm sich merkwürdig verhielt, er war gespannt, wie immer so kurz vor einer Verwandlung, aber gleichzeitig irgendwie ruhiger. Dennoch blieb der Mann vorsichtig und stellte Yami viele Fragen, von denen dieser einige nicht genau beantworten konnte, da er selbst nie Anubispriester gewesen war und ihm daher nur von Gehörtem berichten konnte.

Während sie sich unterhielten, spürte Yami plötzlich, wie Forrest versuchte, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Der ehemalige Pharao entschuldigte sich vorübergehend und überließ es Yugi, Ryou und Baku-Ra, sich um den Gast zu kümmern. Er selbst verschwand in den Schatten, sobald er den Raum verlassen hatte. Schnell hatte er die Energie des Steins, den er dem neuen Werwolf gegeben hatte, lokalisiert und begab sich dorthin.

Als er im Zimmer des Zauberers erschien, stellte der ehemalige Pharao überrascht fest, dass der Mann verlegt worden war und nun nicht mehr ein Zimmer mit anderen teilte. Er befand sich nun in einem Raum, das am ehesten einer ‚Gummizelle' in einer Psychiatrie glich. Allerdings waren die gepolsterten Wände noch zusätzlich mit vielen Schutzzaubern belegt sowie einigen anderen, die dafür sorgten, dass sich die Polsterungen stets selbst reparierten und reinigten.

In der Mitte des Raumes war eine Liege, auf der der Werwolf steif lag. Alles, was er scheinbar bewegen konnte, war sein Kopf. Ängstlich, oder eher panisch, bewegte er diesen, als hoffe er irgendwie, den Zauber, der ihn fesselte, lösen zu können. Schließlich bemerkte er Yami an der Tür und sah ihn flehend, aber auch hoffnungsvoll, an. „Sie sind hier?" fragte er zaghaft, als könnte er seinen Augen nicht trauen, während er Yami, der seine altägyptischen Zeremoniengewänder angelegt hatte, anstarrte((2)).

Yami, der mit gerunzelter Stirn den gefesselten Zustand des Werwolfes und seine Umgebung begutachtet hatte, wurde augenblicklich aus seinen Gedanken gerissen und schenkte Forrest ein ermunterndes Lächeln. „Nun, Sie haben mich doch gerufen, nicht wahr?"

Der Zauberer nickte und schaute beschämt weg. „Ja", flüsterte er. „Zum Glück konnte ich den Assistenzheiler davon überzeugen, dass diese Kugel von Ihnen ein Glücksbringer für mich sei, und daher hat er ihn mir netterweise in die Hand gegeben. Ich hatte gehofft, so wenigstens mit Ihnen reden zu können und hier nicht ganz allein gelassen zu werden. Ich hatte nicht erwartet, dass Sie gleich herkommen könnten und würden."

„Nun, Ihre Stimme klang verzweifelt, also hielt ich es für das Beste, gleich zu Ihnen zu kommen."

Yami konnte sehen, wie sich die Wangen des anderen leicht röteten. „Ich habe nur solche Angst", gab er schließlich leise und beschämt zu. „Ich spüre, wie ungeduldig der Wolf ist… wie gewalttätig er ist… und dann wurde ich heute Morgen hierher gebracht… ‚um kein Risiko für die anderen Patienten einzugehen, falls der Wolfsbanntrank nicht wirkt' sagen sie… Auch soll die ganze Verwandlung extrem schmerzhaft sein… und… und…"

Er brach ab, und Yami nahm seine steife Hand in die seine. „Es tut mir leid", sagte er. „Ich kann zwar nicht direkt nachvollziehen, was Sie gerade durchmachen, aber ich weiß, dass es nicht leicht ist."

Forrest schien sich etwas zu entspannen, als er das hörte und schaute den ehemaligen Pharao flehend an. „Ich habe mich entschieden", sagte er, und trotz der Angst, die Yami in seiner Stimme hörte, war er sich Hundertprozent sicher, dass der Werwolf es ernst meinte und das Folgende nicht aus einer Laune heraus entschieden hatte. „Ich möchte, dass Sie mich zu einem Priester machen."

„Sie werden aber den ‚Wolf' in sich akzeptieren müssen", erklärte Yami noch einmal nachdrücklich. „Er ist das, was Sie mit Ihrem Gott verbinden wird. Er wird zwar kontrollierter sein, aber er wird nicht verschwinden."

Der Zauberer schluckte, und seine Stimme zitterte ein wenig, doch ließ ihn das nur noch überzeugter klingen. „Ich weiß", sagte er. „Ich mag nicht wissen, was genau mich erwartet, aber schlimmer als das hier kann es nicht sein. Schon bei den Heilern habe ich das Gefühl, dass ich ein Aussätziger oder so bin, und sie haben weniger Vorurteile als andere Zauberer. Ich habe nichts mehr, was mich an diese Welt bindet. Aber ich weiß, dass der Wolf in mir sagt, dass ich zumindest bei seinem Gott ein neues Zuhause finden könnte…" Er stockte und fuhr erst nach einer kleinen Pause sehr leise fort: „Ich weiß, dass der Wolf mich nie wieder verlassen wird. Aber ich denke, ihn zu akzeptieren, ist da besser, als ihn ewig zu bekämpfen, denn das würde ich vermutlich nicht durchstehen. Ich bin jetzt dazu bereit, das Risiko einzugehen. Dafür, dass er mich in Frieden leben lässt, bin ich bereit, dem Wolf einen Teil oder sogar meine ganze Seele zu geben. Wie gesagt, ich--"

Hier brach er ab, da er, wie auch Yami, hören konnte, wie das Türschloss geöffnet wurde. Schnell zog der ehemalige Pharao seine Kapuze über den Kopf, damit niemand ihn erkennen würde. Auf diese Weise würde er später bei einem Wiedersehen mit der hereinkommenden Person keine Fragen über sich ergehen lassen müssen, wie er in das Zimmer gekommen sei.

„So, Mr. Forrest, hier habe ich Ihren Trank((3)), frisch von unseren Tränkemei--" begann der eintretende Heiler. Mitten im Wort brach er ab, als er die vermummte Gestalt Yamis sah, und starrte ihn erstaunt an.

„Wer sind Sie, und was tun Sie hier?" fragte er, nachdem er sich wieder gefangen hatte. „Soweit ich weiß, darf Mr. Forrest im Moment keinen Besuch empfangen…"

Ein anderer Mann, der der Kleidung nach zu urteilen aber eher eine Art Wachmann war, lugte nun ebenfalls zur Tür herein und als er den ehemaligen Pharao entdeckte, zückte er seinen Zauberstab. „Kommen Sie sofort raus. Dies ist die gesicherte Station. Ich weiß nicht, wie Sie an mir vorbeigekommen sind, aber lassen Sie sich gesagt sein, dass dieser Mann dort sehr gefährlich ist! Also tun Sie, was ich Ihnen sage!"

„Keine Sorge", erwiderte Yami in seinem Pharaotonfall. „Ich werde gleich gehen. Aber erst, wenn mir Mr. Forrest noch einmal seine Entscheidung bestätigt hat." Er wandte sich zu besagtem Werwolf und fragte sanfter: „Wenn Sie sich wirklich sicher sind, dann könnten wir noch heute beginnen. Es sind schließlich noch ein paar Stunden, bis der Vollmond aufgeht, und wir können es noch schaffen."

Der ‚kranke' Zauberer, der ängstlich den großen grün-dampfenden Becher mit dem Trank betrachtet hatte, den der Heiler in der Hand hielt, schaute auf, als er Yamis Worte hörte und sah ihn hoffnungsvoll an. „Wirklich? Heute noch?" fragte er. Als der ehemalige Pharao nickte, wurde das Gesicht des Werwolfs hart und er sagte mit großer Entschlossenheit: „Ich bin einverstanden."

Yami nickte. „Gut, dann lassen Sie uns keine Zeit verlieren. Gehen wir."

Der ehemalige Pharao löste mit einem Wink seines Zauberstabes die Starre des Werwolfes, der sich sofort aufrichtete. „Das können sie nicht tun!" schrie plötzlich der Heiler. Der andere Zauberer hingegen schwang gleich seinen Zauberstab und rief: „Petrificus Totalus!"

Ohne große Mühe lenkte Yami den Zauber mit seinen Schatten ein wenig ab, so dass es aussah, als hätte der Mann daneben gezielt. „Es tut mir leid, aber ich werde Ihren Patienten jetzt mitnehmen. Ich kann ihm im Gegensatz zu Ihnen wirklich helfen, und er ist mit meinem Vorhaben einverstanden. Nicht wahr?"

Der Werwolf nickte noch einmal. Der Heiler hingegen rief aufgebracht: „Sie können ihm nicht helfen! Wissen Sie überhaupt, was er ist? Er ist ein Werwolf, und Lykanthropismus ist unheilbar! Wenn er jetzt nicht diesen Trank zu sich nimmt, wird er in etwa vier Stunden zu einer Bestie werden und Sie und alle in Ihrer Nähe zerfleischen!"

„Ich kann Ihnen versichern, dass ich seine Krankheit kenne und mir über die Situation voll im Klaren bin", erwiderte Yami eisig. „Gerade deshalb ist es jetzt Zeit für uns zu gehen."

Er nahm Forrests Hand, in der der Energiestein lag, öffnete sie und hielt seine Hand so darüber, dass die Kugel zwischen ihren Händen lag. Auf diese Weise konnte er den Zauberer schnell durch die Schatten bringen, und sie tauchten zu dessen Überraschung plötzlich in einem der Räume im Vorderteil des Tempels auf. Yami führte ihn in das Zimmer, in dem Yugi noch immer mit Hilfe von Ryou und Baku-Ra versuchte, Lupins Fragen zu beantworten.

Die vier Anwesenden drehten sich zu den beiden Neuankömmlingen um und musterten sie interessiert. „Mr. Forrest, was tun Sie denn hier?" fragte der ältere Werwolf verwundert.

Der jüngere Zauberer straffte seine Haltung und sagte selbstsicher, wenn er auch nicht all seine Angst aus seiner Stimme vertreiben konnte: „Ich habe mich dazu entschlossen, das Angebot von Mr. Yami anzunehmen", sagte er. „Daher hat er mich hierher gebracht."

„Ja", stimmte Yami zu. „Und daher muss ich mich und leider auch die anderen entschuldigen, Mr. Lupin. Damit wir noch vor Sonnenuntergang fertig werden, müssen wir sofort beginnen. Sie können gerne hierbleiben, wenn Sie wollen und warten, bis die Zeremonie beendet ist."

„Darf ich zuschauen?" fragte der ältere Werwolf.

„Ich fürchte, das geht nicht", erwiderte Yami entschuldigend. „Denn eine Priesterweihe, zumindest nach ägyptischer Tradition, findet nicht öffentlich statt. Nur Priester, selbst wenn sie anderen Göttern dienen, und die Anwärter dürfen zugegen sein. Wenn Sie dabei sind, würde der Gott Sie entweder selbst sofort zu seinem Priester machen bzw. wenn Sie gegen Ihnen ankämpfen würden und er merkt, dass Sie nicht sein Priester werden wollen, würde er sie bestrafen. Wie er das tut, hängt zwar vom Gott ab, aber Anubis würde Sie vermutlich zerfleischen, weil Sie ihn mit Ihrer Ablehnung beleidigen und das auch noch in seinem heiligsten Territorium."

„Ich verstehe", erwiderte Lupin.

Forrest schluckte bei Yamis Worten, doch sah er nur umso entschlossener aus. Er hatte, wie bereits Lupin vor ihm, gespürt, dass der Wolf in ihm voll Freude war, seit er den Tempelbereich betreten hatte, was ihn allerdings ermutigte. Yami holte Mystagogus, von dem er vor kurzem erfahren hatte, dass er selbst noch gute Erinnerungen an den Anubiskult besaß und somit viel von dem Kult wusste, was er dem Werwolf zumindest teilweise besser erklären konnte als die meisten anderen. Es hatte sich herausgestellt, dass das Duelmonster, als es noch als Mensch zu Yamis Regierungszeit lebte, der Schatzmeister des besagten Kultes gewesen war und, auch wenn er selbst nie zu einem gesegneten Priester((4)) geworden war, so doch sehr viel mitbekommen hatte.

Nachdem der Bankdirektor eingetroffen und mit Lupin bekannt gemacht worden war, zogen sich die vier Schattenmagier mit dem jüngeren Werwolf zurück in das Innere des Tempels((5)). Grob erklärte Yami ihm den Ablauf des Rituals, unwissend, dass genau zur gleichen Zeit auch Mystagogus dies mit dem älteren Werwolf tat.

Nachdem Forrest keine Fragen mehr hatte, wurden alle fünf zunächst rituell gereinigt, wobei Hauselfen diese Handlung anstelle der ‚Reinen'((6)) vornahmen. Yami hatte diese Elfen direkt für den Tempel und dessen Sauberhaltung gekauft und ihnen alles beigebracht, was sie für ihren Dienst wissen mussten, nachdem er sie selbst geweiht hatte. Dafür hatte er ihnen zwar zu ihrem Entsetzen Kleidung geben müssen, da nur freie Wesen Priester sein durften, aber da sie mit ihrem Gelübde, dass sie nur wenige Minuten später leisteten, fest an Anubis und seinen Kult gebunden waren, waren sie damit zufrieden, da sie weiterhin jemanden dienen konnten.

Nachdem sie geduscht, sauber und gepflegt waren, wurden ihnen frische Zeremoniengewänder angezogen. Anschließend gingen sie langsam unter einem Gebet, dass Yami, der als Pharao an der Spitze ging, sprach, während Ryou, Yugi und ein ziemlich gelangweilter Baku-Ra hinter ihm gingen und Weihrauch verbrannten. Hinter den dreien lief Forrest mit gesenktem Haupt und ihm folgten in zwei Dreiergruppen die sechs Hauselfen, die ein Speiseopfer mit sich trugen.

Schließlich kamen sie in die Opferhalle und nachdem das Essen und Trinken geopfert war, führte Yami Forrest vor die Kammer des Gottes, also das Allerheiligste, und sie knieten beide nieder. „Großer Gott, Herr des heiligen Landes, Öffner der Wege, Anubis. Heute steht dieser Mann vor dir, von dir gesegnet und bereit, dein Priester zu werden. Nimm ihn in deine Obhut, wie es versprochen wurde durch dein Kind, das ihn berührte."((7))

Der Werwolf wagte einen kurzen Blick auf Yami, während er sich fragte, was dieser in der für ihn unverständlichen Sprache gesagt hatte. Als er allerdings sah, dass sich die Tür zu der Kammer vor ihnen öffnete, schluckte er nervös und schaute wieder zu Boden. Er spürte, wie etwas den dunklen Raum verließ und die Anwesenden erkundete. Forrest war der letzte, zu dem es kam, und er hätte schwören können, dass er kurz etwas wie eine Hundezunge gefühlt hatte, die ihn am Arm leckte, wo er von dem Werwolf vor nunmehr fast einem Monat verwundet worden war.

Anschließend schien sich die Macht, oder was auch immer es war, wieder in den Raum zurückzuziehen. Lange konnte er nicht darüber nachdenken, da der ehemalige Pharao sich erhob und schräg hinter den Werwolf trat, dem er bedeutete, aufzustehen. Aus dem Augenwinkel sah dieser die Aufforderung und erhob sich ebenfalls. Er fing Yamis ermutigendes Lächeln auf, bevor er scheu in das stockfinstere Sanktuar schaute. Nachdem er all seinen Mut zusammengenommen hatte, ging er mit in Demut gebeugtem Haupt in die Kammer und verschwand augenblicklich aus dem Sichtfeld der anderen.

Geduldig verharrten die Zurückgebliebenen in ihren Positionen, sogar Baku-Ra, und warteten auf die Rückkehr des Werwolfes. Eine halbe Stunde später endlich schwebte er aus der Kammer, seine Augen geschlossen und ein sanftes, glückliches Lächeln auf seinen Lippen. Niemand rührte sich, während Forrest tief Luft holte. Dabei veränderte sich sein Körper etwas: Er wurde muskulöser, wuchs ein bisschen, und sein Kopf wurde von dem eines Menschen zu dem eines ägyptischen Wildhundes, so dass er wie ein zweiter Anubis aussah, wenn er auch nicht ganz die Größe und mächtige Ausstrahlung des Gottes besaß.

Nachdem seine Lungen bis zum Bersten gefüllt waren und er vollständig verwandelt war, hob er seinen Kopf in die Luft und heulte mit aller Kraft. Aus der Kammer hinter ihm stimmte ein ebenso kräftiges Heulen ein, fast wie ein Echo, was die Wirkung noch verstärkte. In diesen kaum variierenden Lauten, die einfach nur mächtig und rein klangen, steckte soviel der Freude und des Friedens, die der Werwolf und auch der Gott empfanden, dass automatisch alle im Raum die Augen schlossen, die gebannt auf ihn gerichtet gewesen waren, und sie sich der Freudentränen und Tränen der Rührung nicht erwehren konnten.

Baku-Ra verschloss allerdings sofort seine Ohren mit einem Zauber, als er Nässe auf seinem Gesicht spürte und wutentbrannt feststellte, dass es seine eigenen Tränen waren. Allerdings beruhigte ihn schnell, dass keiner der Anwesenden sein ‚Zeichen der Schwäche' bemerkt zu haben schien. Somit begnügte er sich damit, Yami böse anzustarren, da er ihn als Vollzieher des Rituals dafür verantwortlich machte, ihn nicht vorgewarnt zu haben.

Auch Lupin, der, kurz nachdem Yami mit den anderen gegangen war, seinen Wolfsbanntrank zu sich genommen hatte, konnte zusammen mit Mystagogus das Heulen hören, wenn auch abgeschwächt. Das alte Duelmonster fühlte sich zumindest für einen kurzen Moment von den Erinnerungen an seine Zeit als Mensch übermannt. „Was war das? War das…?" fragte der Werwolf schließlich leise, da auch er trotz der Entfernung überwältigt war von dem Klang des Heulens und die Emotionen dahinter nur zu deutlich fühlte und sich danach sehnte, als es endete.

„Der junge Werwolf von vorhin ist gerade zum Priester geworden", erwiderte Mystagogus gerührt. „Ich war schon ein paar Mal bei der Zeremonie, wo die von Anubis Gesegneten zu seinen Priestern werden. Jedes Mal nach ihrem ersten Treffen mit dem Gott, wenn sie das erste Mal seine Gestalt annehmen, heulen sie so, und die anderen Priester stimmen dann für gewöhnlich ein. Ich weiß nicht, was da mit ihnen geschieht oder wie es sich anfühlt, nur dass es bisher jedes Mal so war…"

Währenddessen verließen Yami und die anderen mit dem neuen Priester des Anubis, der nun wieder seine menschliche Gestalt angenommen hatte, langsam und respektvoll das Innerste des Tempels und gingen zurück zu dem Raum, in dem Mystagogus und Lupin warteten. Die Hauselfen trennten sich allerdings vorher von der Gruppe, um wieder ihren anderen Pflichten nachzugehen.

Kaum hatten sie sich zu den beiden gesetzt, betrat allerdings ein nervöser Hauself, der nicht an der Zeremonie teilgenommen hatte, da seine Aufgabe das Empfangen von Besuchern und der ganze Eingangsbereich war, den Raum. „Mein Pharao((8))" sagte er, während er sich tief verbeugte und seine Hände knetete. „Verzeiht bitte vielmals die Störung, aber da sind ein paar Besucher."

„Wer?" fragte Yami verwundert.

„Auroren und ein Heiler von St. Mungus, mein Pharao", erwiderte der Elf unsicher. „Sie wollten sich nicht abwimmeln lassen. Sie sagen, dass ein Werwolf aus dem Krankenhaus entführt wurde oder eher geflohen ist, und dass sie ihn hier orten konnten und nun zurückbringen wollen. Sie wollen sogar den Tempel mit Gewalt durchsuchen, falls nötig."

„Danke", erwiderte Yami mit fester Stimme. „Ich komme gleich. Die Säulenhalle((9)) ist heute Morgen fertig geworden, nicht wahr?" Der Elf nickte heftig. „Gut. Führe sie dorthin, ich werde bald dort sein."

„Sofort, mein Pharao", antwortete der Elf diensteifrig und verschwand mit einem ‚Plop'.

„Was hast du vor?" fragte Yugi seinen Geliebten.

„Ich werde sie empfangen, wie es sich für einen Pharao gehört", sagte Yami. „Werdet ihr mir als meine Priester zur Seite stehen?" Yugi, Ryou und Forrest nickten, während Baku-Ra nur extrem kurz und schmollend den Kopf ein wenig neigte.

„Hohepriester des Anubis", wandte sich der ehemalige Pharao an Forrest. „Ich denke, es ist besser, wenn Ihr erst später zu uns stoßt. Ich will zunächst allein mit den Leuten reden und versuchen zu erklären, dass bzw. wie Ihr geheilt wurdet. Jetzt haben wir ja Zeit, da wir nicht mehr vom Aufgang des Vollmondes gedrängt werden. Eure Anwesenheit würde die Gemüter nur zu sehr aufheizen."

„Ich verstehe", erwiderte der und setzte sich lockerer hin, während die drei Schattenmagier aufstanden und das Zimmer verließen.

Fortsetzung folgt…

Magician: Hey, du kannst doch nicht einfach an so einer Stelle aufhören! Jetzt, wo es gerade spannend wird... ‚schmoll' Das ist gemein. Und ich hatte mich schon so darauf gefreut, wie Yami die Gruppe in ihre Schranken verweist. Ich denke, du machst dir hier unter deinen Lesern keine Freunde...

Annuket: Das Extra würde aber im nächsten Kapitel nicht mehr so gut passen und die weiteren Geschehnisse dauern auch länger, so dass ich sie nicht auf 2 Seiten oder so abspeisen kann.

Magician: Schon gut, schon gut, ich mein ja nur...

--Rückblickextra- Da ich lieb bin und der Leser im Gegensatz zu Yami erfährt, was das zwischen Yugi und Baku-Ra nun war… ‚murmel' Ich bin so eine Tratschtante…--

Yugi saß friedlich lesend in der Bibliothek. Dabei war er so in die Gesetzestexte vertieft, dass er nicht merkte, wie sich leise und vorsichtig die Tür öffnete und Baku-Ra durch den Spalt lugte. Nachdem der Grabräuber sich vergewissert hatte, dass der kleine Japaner allein war, huschte er in das Zimmer. Als er den Tisch erreicht hatte, an dem Yugi saß, stand dieser nichtsahnend auf, um sich ein neues Buch zu holen, und stieß mit dem Weißhaarigen zusammen. „Baku-Ra…" entfuhr es ihm erschrocken.

Sofort packte der Grabräuber ihn, hielt ihm den Mund zu und zischte: „Sh…" Er sah sich um und als er sich vergewissert hatte, dass niemand da war, entspannte er sich etwas. Dann sah er Yugi an, der den Blick mit großen fragenden Augen erwiderte. Schnell errichtete Baku-Ra einen Schutzschild, der kein Geräusch nach draußen lassen würde.

„Hallo, Mini-Pharao", sagte er daraufhin in seinem selbstgefälligen Tonfall, wobei Yugi merkte, dass dieser eher aufgesetzt klang.

„Was willst du, Baku-Ra-kun?" fragte er misstrauisch, da er sich daran erinnerte, dass der Grabräuber Kaiba nur einen Tag zuvor ein paar seiner peinlichen Kinderfotos verkauft hatte, was er gar nicht schätzte.

„Ach, nur ein kleines geschäftliches Gespräch unter Freunden", erwiderte der Weißhaarige, setzte sich lässig auf einen der Stühle und legte eines seiner Beine auf den Tisch. Er ignorierte Yugis strafenden Blick bezüglich dieser Geste und zog einen Stapel Papier und Fotos aus seinem Hemd und spielte damit so, dass der Besitzer des Millenniumsschlüssels erkennen konnte, dass es einige der scheußlichen Bilder, die er als Kind gemalt hatte, sowie weitere Fotos aus seiner Kindheit waren.

Der Blick des jungen Mannes mit den dreifarbigen Haaren verdunkelte sich, wobei es durch die Röte auf seinem Gesicht nicht zu übersehen war, wie peinlich ihm diese Sachen waren. „Was willst du?" fragte er erneut.

Baku-Ra zögerte, als würde er sich davon überzeugen bzw. dazu ermutigen müssen, die nächsten Worte wirklich zu sagen. „Nur, dass du mir hilfst, mein Eigentum zurückzubekommen", verkündete er schließlich.

Yugi blinzelte verwirrt und fragte schließlich nach ein paar Sekunden: „Was?"

Der Grabräuber funkelte ihn an. „Ich wusste nicht, dass du schwerhörig bist, Minipharao", sagte er verächtlich. „Ich will mein Eigentum zurück, und du bist wahrscheinlich trotz deiner weibischen Art meine beste Chance."

Yugi sah ihn bei der Beleidigung wieder böse an. „Drück dich etwas klarer aus. Ich habe nichts, was dir gehört."

Baku-Ra verdrehte die Augen. „Natürlich nicht", sagte er, als wäre der Gedanke völlig absurd. Er schaute sich noch einmal um, um sich zu vergewissern, dass sie auch wirklich allein waren, und erklärte dann, wobei er nicht ganz seine Verzweiflung verbergen konnte: „Ich will Ryou und meinen Sklaven zurück, und du wirst mir dabei helfen, das zu erreichen."

Yugi sah den Grabräuber mit großen Augen an, bevor er sich wegdrehte und dadurch gerade so das Lachen über den Gesichtsausdruck des Grabräubers und die ganze Situation unterdrücken konnte. Er hatte nie gedacht, dass der ehemalige Geist einmal mit solchen Problemen zu ihm kommen würde. Nun war es an Baku-Ra, den Kleineren böse anzuschauen. „Was?" fauchte er den Jüngeren an. „Ryou hat einen Schutzkreis um sich errichtet, der nicht zulässt, dass ich ihm näher als drei Meter komme, und der Sklave weicht ihm nicht von der Seite! Also brauche ich dich, damit du ihn mit deiner Gefühlsduselei dazu bringst, damit aufzuhören."

„Schon gut, Baku-Ra-kun. Ich verstehe schon", erwiderte Yugi, wobei er das Mitleid, das Baku-Ras Schmerz trotz allem in ihm verursachte, zum Glück aus seiner Stimme verbannen konnte. Ryou hatte ihm einmal anvertraut, dass der Grabräuber es überhaupt nicht schätzte, wenn jemand ihn bemitleidete, und dass er dann nur gewalttätiger wurde, als er ohnehin schon war. „Du willst also meine Hilfe dabei, dich mit Ryou-kun und Jonouchi-kun zu versöhnen und mir im Gegenzug diese Bilder und Fotos geben?"

Der Grabräuber nickte, während Yugi kurz nachdachte. Er würde zwar dem weißhaarigen Dieb auch so helfen, aber da er schon auf einen solchen Handel zu bestehen schien, um seinen Stolz zu behalten, konnte der kleine Japaner die Gelegenheit gleich nutzen, um mehr für sich zu bekommen. Yami hatte ihm bereits von der Weihezeremonie erzählt und dass sie so viele magische Priester wie möglich brauchten und dass zwar Baku-Ra dafür sehr geeignet wäre, er aber vermutlich nie zustimmen würde. „Was gibt es da so lange zu überlegen, Minipharao?" fragte Baku-Ra ungeduldig, aber seine Verunsicherung war nicht zu überhören.

Yugi lächelte ihn an. „Ich werde es tun, aber dafür will ich noch eine Gegenleistung."

Baku-Ras Stirn legte sich in Falten. „Sind die hier nicht genug?" fragte er und fuchtelte mit den Papieren.

„Da ich dir böse bin, weil du Seto diese anderen Fotos verkauft hast, nein", erwiderte der junge Japaner, immer noch lächelnd.

Der Grabräuber murmelte viele Flüche und Schimpfwörter und zwischendurch etwas, das nach ‚… ehemalige Priester, die nichts für sich behalten können…' klang, dann lächelte er zurück. Er kannte das sture Lächeln von Yugi, da auch Ryou es benutzte und entschied sich, es einmal mit der gleichen Taktik zu probieren. Selbst wenn er damit gefährlicher aussah und nicht den gewünschten ‚Nerv- und Verunsicherungsfaktor' erzielte, so hoffte er, dass er den Japaner damit vielleicht wenigstens einschüchtern konnte. „Aber er fand sie so süß", verteidigte er sich. „Und außerdem will er dich dadurch vermutlich nur noch mehr. Findest du nicht, du solltest mir lieber dankbar sein?"

Doch Yugi ließ sich von dem Lächeln Baku-Ras weder täuschen noch einschüchtern. Sein Gesichtsausdruck änderte sich kein bisschen, und er sagte schlicht: „Dennoch wollte ich aber nicht, dass sie jemand sieht. Besonders das, wo Jii-chan mich fotografiert hat, als ich das erste Mal alleine badete oder das, wo die geistig leicht vergessliche Frau von nebenan mich zwang, Kleider zu tragen, als sie auf mich aufpassen sollte, weil sie mich für ein Mädchen hielt. Würdest du solche Fotos von dir jemanden sehen lassen wollen?"

Da der Grabräuber keine Antwort gab, lächelten sie sich beide einen Moment wortlos an, ehe Baku-Ra diese Taktik aufgab und Yugi finster ansah. „Und was willst du noch?"

„Dass du die offene Priesterposition einnimmst, die du als einer der Besitzer des Millenniumsringes ja eigentlich sowieso einnehmen solltest, und insofern Yami hilfst, soweit es zur Pflichteines Millenniumspriesters gehört", erwiderte der Kleinere.

„Das ist zuviel verlangt!" schrie Baku-Ra. „Ich werde nicht der Diener irgendeines Gottes und erstrecht nicht von diesem aufgeblasenen Möchtegernpharao, um jede seiner albernen kleinen Launen zu befriedigen!"

„Ich sagt Pflicht eines Priesters", erwiderte Yugi, und sein Gesicht wurde ernst. „Du musst auch nicht direkt Priester werden und ihm einen Eid schwören, weil ich weiß, dass du das nie tun würdest, aber trotzdem kannst du die Priesteraufgaben ausführen. Das bedeutet nur, dass du ihm bei wichtigen Zeremonien, wie zum Beispiel bald die Weihe des Anubis-Tempels, helfen musst und so. Außerdem ist eine der Pflichten der Priester, den Pharao zu beraten und ihn auf seine Fehler aufmerksam zu machen."

Baku-Ra sah einen Moment so aus, als würde er diese letzte Pflicht nur zu gerne wahrnehmen. Dann allerdings besann er sich und sagte: „Trotzdem noch zuviel. Was bietest du mir denn noch dafür, dass ich das mache?"

Yugi überlegte einen Moment. „Solange du dich daran hältst, werde ich immer versuchen, dir zu helfen, wenn du mich um Hilfe bittest, weil du dich mit Ryou-kun und Jonouchi-kun verkracht hast."

Der weißhaarige Dieb überlegt kurz. Dann sagte er schließlich widerwillig: „Einverstanden." Ein kurzes Schweigen trat ein, bevor sich Baku-Ra wieder zur Tür wandte. Mitten auf dem Weg drehte er sich jedoch abrupt um und setzte, mit einem schmerzenversprechenden Blick in den Augen, nachdrücklich hinzu: „Aber wehe irgendjemand erfährt von diesem Handel!"

--Rückblick Ende--

Anmerkungen:

((1)) Götter kann man ja nicht zwingen, also war es, zumindest in Ägypten, üblich, sie einzuladen.

((2)) In einen Tempel, zumindest in die ‚geheimen' Teile, kam man in ägyptischen Tempeln eigentlich erst nach einer rituellen Reinigung, und ich denke zumindest in feiner Kleidung (man tritt ja nicht vor einen Gott mit schmutzigen Füßen bzw. überhaupt schmutzigem Körper und in irgendwelchen Sachen). Da Yami (und auch Yugi, Ryou und Baku-Ra) Remus den inneren Teil des Tempels gezeigt haben (bis auf die Kammer des Allerheiligsten, da er ja (noch?) kein Priester ist), tragen sie bei mir hier alle diese altägyptischen Gewänder, nur dass sie noch lange Mäntel darüber tragen Damit meine ich übrigens solche, wie sie Pegasus und sein Schattenduellgegner (sowie die restlichen Anwesenden) in diesem/r Traum/Vision vom alten Ägypten tragen, nur dass Yami, Yugi, Ryou und Baku-Ra diese Kapuzen nicht hoch gemacht haben und dass diese Kleidungsstücke aus feinerem und vor allem weißem Stoff sind.
Magician ‚dazwischen murmel': War das tatsächlich über's alte Ägypten oder hat Pegasus einfach nur eine gruselige Sekte gegründet, um die Auswirkungen dieser alten Magie zu testen?
Annuket ‚grummel': Ist doch egal, auf jeden Fall meine ich das… Ich bin mir zwar nicht sicher, ob solche in Ägypten wirklich üblich waren (ich glaube nämlich eher nicht…), aber andererseits kann Yami in dieser Beziehung ruhig was Neues machen, falls es nicht so war. Vor allem, da es in Europa ja sehr viel kälter ist…. Besonders im Winter…

((3)) Ich bin mir nicht sicher, ob das geht. Ich hatte in Erinnerung, dass der Wolfsbanntrank am Tag vor dem Vollmond getrunken werden muss, aber auf einer Internetseite habe ich gelesen, es wäre eine ganze Woche vorher. Ich finde das merkwürdig, weil ich in Erinnerung hatte, dass Lupin in Band 3 seinen Trank am Abend von Sirius Rückkehr nicht getrunken hatte, weil er Peter auf der Karte des Rumtreibers sah und ihm dann erst einmal folgen wollte, und sich deshalb ohne Verstand verwandelt. Wenn es doch in Wirklichkeit eine Woche ist, dann nehme ich mir das als künstlerische Freiheit raus, das zu ändern. Dann wurde der Trank halt verbessert

((4)) Ich habe entschieden, dass es bestimmt nicht nur gesegnete Priester (ergo Fast-Werwölfe) im Anubiskult gab, sondern dass die gesegneten einfach die waren, die den wirklichen Dienst am Gott ausführten und die die Bestattungen vornahmen und alle anderen ‚Gotteshandlungen'

((5)) Ich muss gestehen, ich weiß nicht wirklich genau, wie eine ägyptische Priesterweihe ablief. Ich weiß nicht einmal, ob so etwas wirklich überliefert ist… ich bin so unwissend… Daher stammt das alles von mir.

((6)) Das ist eine der untersten Priesterklassen. Die müssen (wie der Name schon sagt, den Tempel und dessen Kultgegenstände sauber halten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass, wenn es so etwas wie meine gesegneten Priester gegeben hätte, die irgendwo als ‚Putzkolonne' rumgelaufen wären.

((7)) Ich erinnere nur noch mal, dass sich Yami daran hält, was er sagen müsste, wenn er im Ägypten von damals wäre (bzw. in meiner Version davon) und damals war es ja kontrolliert, wer gesegnet wird und wer nicht. Oh, und Yami spricht seine Gebete und das Rufen des Gottes usw. natürlich alles auf Altägyptisch, so dass Forrest nicht wirklich versteht, was gesagt wird.

((8)) Ich lasse diese Tempelhauselfen Yami und die anderen mit ihrem Titel (bei Bedarf mit Namen) ansprechen. Es ist ihnen einfach befohlen worden.

((9)) Habe ich eigentlich schon einmal den Grobaufbau eines Tempels erklärt (wobei es nicht unbedingt für alle so zutrifft, wie ich es hier schreibe)? Es gibt das Prunkeingangstor (Pylon), dann kommt normalerweise ein erster Hypostylsaal (das ist eine Säulenhalle normalerweise mit offenem Dach, was bei mir aber hier mit einer Glaskonstruktion oder einem Zauber überdacht ist, weil das Klima in Großbritannien halt anders ist als in Ägypten ), dann kommt ein zweiter Hypostylsaal (der ist, soweit ich mich erinnere immer etwas kleiner und somit schummriger) und dann wirklich das Innere mit dem/den Sanktuar/en. In die erste Säulenhalle durfte man als Normalo noch, alles Tiefere war den Priestern und dem Gott vorbehalten. Es gab auch angrenzend an die Säle/Höfe mehr oder weniger viele Räume (Lagerräume usw.), es kam halt immer darauf an, wie groß der Tempel war. Das ist baulich auch alles schon fertig, was an dem Tempel aber noch fehlt, sind Nebengebäude (die nicht unbedingt erforderlich wären), in denen aber die Priester dann wohnen können.

Annuket: So, das war's für dieses Mal. Bis in zwei Wochen dann. Vielleicht ist dann auch Magician wieder etwas gesprächiger... Sie mag große Hitze nicht so doll, und daher bin ich besonders froh, dass sie überhaupt zur Korrektur gekommen ist...