Fassungslos

Mit einem leisen „Plopp" apparierte Severus Snape in den dunklen Raum der nun schon seit einiger Zeit sein Versteck war. Schnell murmelte er einen Zauberspruch der ihm die Unberührtheit seines Refugiums bestätigte. Erleichtert aufatmend, weil nichts geschah, lies seine Anspannung ein wenig nach.

Wusch, knallte ihm eine flache Hand mitten ins Gesicht. Perplex schnellte er herum und konnte gerade noch Hermines Arm aufhalten, der schon zu einem zweiten schlag ausholte.

„Was soll das, Granger", fauchte er sie wütend an.

Hermine entwand sich seinem Griff und schlug nun auf Snapes Oberkörper ein, auf jeden Zentimeter den sie nur erwischen konnte. Snape nahm sie unbeeindruckt an den Schultern und hielt sie so weit von sich weg, dass sie nicht an ihn heran kam. „Sie elender Bastard", schrie sie nun da sie ihn nicht mehr erreichen konnte." Sie sind nichts als Abschaum! Wie viele außer meinen Eltern haben sie noch auf dem Gewissen? Zwanzig? Hundert? Sie sind widerlich, sie Verräter!"

Snape nutzte ihre Atempause um einen Silencio über sie zu sprechen. Zusätzlich beschwor er ein paar Seile,die sich geschmeidig um Hermines zappelnden Körper schlangen, so dass sie sich kaum noch bewegen konnte.

Wütend ließ er sie auf eine Coutch fallen die in der Mitte des Raumes stand. Sie hatte einen wunden Punkt von ihm getroffen! Er wollte nicht daran erinnert werden, vor allem nicht von Miss Perfekt know-it-all! Bevor er jedoch richtig wütend wurde, wanden sich seine Gedanken Wichtigeren Dinge zu. Dinge die getan werden Mussten!

...

Hermines Wut jedoch steigerte sich ins unermessliche als sie gefesselt auf die Coutch fiel. Severus Snape musste bezahlen für seinen Verrat der ihr nun eindeutiger den je vor Augen geführt wurde. Er hatte ihre Eltern auf dem Gewissen und fast auch Dumbledore!

Seid nun fast einem halben Jahr suchte man schon nach Severus Snape, der nach dem vereitelten Anschlag auf Dumbledore geflohen war. Das Ministerium hatte Nachforschungen angestellt und herausgefunden, dass Snape mit einer Gruppe anderer Todesser versucht hatte Dumbledore auf dem Astronomie-Turm zu Töten. Weshalb Dumbledore überlebte und warum dieser und Harry weiterhin auf Snapes Unschuld plädierten war der Zauberergemeinschaft ein Rätsel.! Nicht einmal Ron oder ihr hatte Harry näheres erzählt.

Grob riss es Hermine in die Gegenwart zurück als sie jemand sanft an den Schultern Rüttelte.

Dumbledore sahs neben ihr auf der Coutch und lächelte sie traurig an. „Haben sie mich verstanden Miss Granger", fragte er mitfühlend. Hermine starte ihn verwundert an:" Wie Bitte, Professor?" „Severus sie hat meines Erachtens noch nicht sehr viel von unseren Plänen mit bekommen," sagte Dumbledore ernst. Snape nickte kurz und wand sich um:" Ich bereite mich vor, bereiten sie SIE vor!"

„Miss Granger", sagte Dumbledore und fixierte sie mit seinem Blick, als ob er sich versichern wollte, dass sie ihn hörte,"Ich bitte sie mir zu zu hören. Es ist von äußerster Wichtigkeit das sie mir und vor allem Severus Snape vertrauen!" Hermine lies ein lautes schnauben hören und ihr wurde bewusst, dass der Silencio nicht mehr wirkte und auch die fesseln waren verschwunden ." Aber Professor... „

„Zweifeln sie an meinem Urteilsvermögen?", fragte er mit einem leichten zwinkern. „Natürlich nicht, aber..." Doch Dumbledore unterbrach sie abermals:"Dann hören sie mir zu, wir haben nur wenig Zeit! Sie werden mit Severus vor Voldemort erscheinen und er wird vor IHM Theater spielen, lassen sie sich aber nicht täuschen! Vertrauen sie Severus! wenn alles gut läuft können wir seine Tarnung aufrecht erhalten!"

Hermine starte ihren Schulleiter Fassungslos an! „Sie wollen das ich? Das ich mit SNAPE dem Verräter zu Voldemort gehe und mich ausliefere?" „Natürlich nicht!" sagte Dumbledore beschwichtigend, doch Hermine schaute ihn immer noch entgeistert an und begann ernstlich an seiner Geistigen Gesundheit zu zweifeln!

„Fertig Miss?",fragte eine schneidende Stimme ganz dicht an ihrem Ohr. Hermine schnellte herum und wäre vor Schreck fast von der Coutch gefallen hätte Snape sie nicht im letzten Moment am Arm gepackt und hoch gerissen. „Ich fragte , ob sie BEREIT sind!", sagte er noch einmal.

„N..Nein das ist doch ein Scherz...",stammelte Hermine überfordert mit der gesamten Situation. Entgeistert schaute sie von Snape zu Dumbledore. Dieser schüttelte nur bedauernd den Kopf:"Ich wünschte es wäre ist die einzige Lösung!"

Snape nickte grimmig, hob den Zauberstab und sie beide Drehten sich auf der Stelle.

...

Als das ziehen hinter Hermines Bauchnabel endlich nachließ, standen sie im Bedrohlichen Schatten von Malfoy-Manor. Der Mond schien zwar hell doch durch den leichten Nebel konnte man kaum die Eingangstür erkennen. Kaum hatte Hermine ihr Gleichgewicht wieder gefunden, legten sich fesseln um ihren Oberkörper und ein fester Knebel auf ihren Mund. Ihre schlimmsten Befürchtungen bewahrheiteten sich!von wegen vertrauen! Dumbledore war auf jeden Fall Senil geworden! Und sie würde das erste Opfer dieser Selbstüberschätzung eines von ihr einstmals bewunderten Lehrers.

Snape Pakte sie grob am Arm und schleifte sie zur Eingangstür des riesigen Anwesens.

Mit einem leichten Schwung des Zauberstabs schwang die Große Eichenholz Tür auf und Snape stürmte Hermine immer noch hinter sich her ziehend in die Eingangshalle. Niemand war zu sehen doch Snape schritt unbeirrt vorwärts durch die dunklen Gänge des Gemäuers, bis in einen großen von Fackeln erleuchtet Raum, in dessen Mitte ein Riesiger Tisch stand. Am klopfende des Tisches sahs Lord Voldemort mit seiner Schlange Nagini. Als sie eintraten schaute Voldemort auf und ein verächtliches grinsen legte sich kalt auf seine schlangen artigen Züge.

„Was, will denn unser kleiner Verräter hier!",fragte er kalt und schritt langsam auf sie zu.

Snape gab Hermine einen Stoß, wodurch sie dass gleich Gewicht verlor und vor Voldemorts Füßen hart aufschlug. „Meister", sagte Snape ruhig:"Ich bitte um Verzeihung, es war ein großer Fehler!"

„Wieso,hat mein bester Diener zwei meiner Männer geschockt und ihnen auch noch das Gedächtnis verändert? Kannst du mir sagen wieso Snape? Etwa für dieses dreckige Schlamblut?", fragte Voldemort herablassend.

Hermine war erstaunt wie ruhig Snape im Angesicht dieser offensichtlichen Gefahr war. „Ich habe noch eine Persönliche Rechnung mit diesem Mädchen offen!" sagte er nur schlicht als ob damit alles gesagt sei. Voldemort nickte leicht," dann kannst du diese Rechnung auch hier begleichen vor mir!"

Snape hob ohne Zögern den Zauberstab und richtete ihn auf Hermine.

Sie schaute ihn nur mit weit aufgerissenen Augen entsetzt an. Snape versuchte nicht in ihre Augen zu schauen, in denen er nur Angst und Verzweiflung sehen konnte. Aus irgendeinem Grund, der ihm selbst unbegreiflich war tat es ihm mehr weh sie so zu sehen, als alles was er bisher unter Voldemorts Befehl getan hatte. Seine Hand begann zu zittern; Als er es bemerkte wusste er ,dass es vorbei war!

„Lauf"; schrie er Hermine zu und richtete seinen Zauberstab Blitz schnell auf Voldemort. Gewinnen konnte er nicht! Aber er konnte wenigstens IHR zeit verschaffen!

Hermine konnte es kaum fassen! Er hatte sie nicht verhext, ihr nichts angetan und...

„Lauf du dummes Mädchen", schrie er sie ein zweites mal an und Hermine rappelte sich auf, so unwirtlich es auch war sie spürte, dass dies ihre einzige Chance war zu überleben! Hermine Rannte los,So schnell sie konnte. Schnelle schritte hinter ihr peitschten ihre Panik noch auf und sie rannte noch schneller. In der eingangs halle packte sie jemand von hinten am Arm. die Seile die sie bis jetzt gefesselt hatten fielen von ihr Zog sie weiter vorwärts. Es war Snape. Flüche schossen an ihnen vorbei und um sie herum während sie vom Gelände sprinteten. Snape der immer noch Hermines Arm fest hielt riss sie hinter der Grenze von Malfoy-Manor an sich und wieder apparierten sie.

Snape spürte wie sich Hermines Körper eng an seinen Presste und erst wieder löste, als sie wieder in seinem Versteck auftauchten. Wieder Sprach er eine Beschwörung,wieder geschah nichts. Er war erleichtert, sein Versteck war noch sicher. Er drehte sich zu Hermine die reglos vor ihm stand und ihn anschaute. Er schaute in ihre Reh braunen Augen, er sah tausend fragen in ihnen und ein Fünkchen Dankbarkeit. Er konnte keine Abscheu oder Angst in ihnen erkennen,was ihn so faszinierte, dass er die Augen nicht von ihren nehmen konnte.

„Sie haben mich gerettet,aber warum?" flüsterte Hermine in die stille.