„Sie haben mich gerettet," flüsterte Hermine in die stille. Snape wurde schlagartig aus seiner Trans gerissen und wich sofort einen schritt von ihr zurück.
Snapes Miene versteinerte. Er wand sich ab und beschwor einen Patronus herauf, der nach wenigen Anweisungen von Snape verschwand.
Ein paar Minuten später apparierte Dumbledore ebenfalls in Snapes versteckte Hütte. Er war der einzige der außer Snape in der Lage war direkt in diesen Raum zu apparieren.
„Das ganze hört sich nicht gut an Severus! Claudia war bei mir, als deine Nachricht uns erreichte. Sie ist sofort zu Voldemort appariert um dich und Hermine für Tod zu erklären" Sagte Dumbledore, nach einer kurzen Erläuterung Snapes.
„Du weißt das wir sie anders nicht mehr schützen könnten? Und auch ich werde euch für Tod erklären!"
Snape schüttelte den Kopf, " Gibt es nicht einen anderen Weg? Wir wussten das es so weit kommen könnte! " sagte er und wies mit einer hilflosen Geste in den Raum hinein. Doch sein gegenüber schüttelte traurig den Kopf.
Dumbledore schritt zu Hermine hinüber ,"Miss Granger, Ich weiß ich habe viel von ihnen verlangt, ich hoffe sie können mir das geschehene irgendwann verzeihen!
Denn auch ich mache Fehler,"
Dumbledore sah sie müde an:"Außerdem tut es mir Leid ihnen mitteilen zu müssen, dass wir ihre Mutter gefunden haben. Wie sie wahrscheinlich schon wissen, ist sie nicht mehr am leben. Von ihrem Vater fehlt leider immer noch jede Spur. Natürlich suchen wir ihn weiterhin mit allen mitteln, die wir erübrigen können!"
Hermine nickte nur, außerstande zu sprechen. Ihre Eltern! Waren sie wirklich Tod? Hermines Augen füllten sich mit Tränen und obwohl sie ihre Lippen fest aufeinander presste und hart dagegen ankämpfte, rannen sie in leisen Bächen über ihre Wangen.
Durch die angst und das verwirrende geschehen um sie her, hatte sie den Gedanken an ihre Eltern in den Hinterkopf abschieben können, doch jetzt traf sie der Schmerz mit voller Wucht.
Dumbledore wollte beruhigend einen Hand auf Hermines Schulter legen doch Sie schlug sie weg und Sprang auf.
Wut stand in ihrem Gesicht geschrieben:" Sie sind daran schuld das meine Eltern Tod sind! Sie beide!" kreischte Hermine hysterisch und deutete auf die beiden Männer vor ihr,
" Sie Professor Dumbledore haben mir versichert, dass meine Eltern nicht in Gefahr seien! Sie haben IHM," dabei deutete sie wieder auf Snape, der sie nur ungerührt anschaute:"vertraut und er hat dann meine Mutter getötet!"
Ihre Stimme war während ihrer Schrei Tirade immer lauter und schriller geworden. jetzt kurz vor dem quieken, versagte ihr die Stimme vollends. Leise, wie ein Häuflein elend, Sackte sie auf dem Fußboden zusammen.
Dumbledore schritt zu einem kleinen Regal in einer Ecke des Raumes und entnahm ihm ein kleines Rundes Fläschchen. „Trinken sie das bitte,"sagte er beruhigend und gab es Hermine.
Sie nahm und öffnete es. Es war ihr egal was es war oder wie es wirkte im Moment war ihr alles egal. Ohne zu Zögern kippte sie den Inhalt hinunter und verzog angewidert das Gesicht.
Langsam begann die Welt zu verschwimmen erst nur leicht, dann immer schneller ,breitete sich ein angenehmer Nebel um sie herum aus. Hermine hörte und fühlte nichts mehr als ein leises Rauschen, irgendwo ganz weit weg.
Das Rauschen in Hermines Ohren wurde lauter. Einzelne Stimmen setzten sich aus dem rauschen ab und langsam verschwand auch der Nebel. Leises hektisches Geflüster zweier gestalten drang zu ihr herüber. Sie lag in einem weißen Bett im Krankenflügel, der leer war bis auf Professor Dumbledore und Professor Snape die sich leise über etwas zu streiten schienen.
„Es geht nicht Professor!" sagte Snape gerade. „Es geht schon nur du willst es nicht ,Severus! Dabei müsstest gerade du am besten wissen, dass es momentan die beste Lösung ist! Jeder auf sich alleine gestellt wäre es viel zu schwierig! Zumal sie deine Hilfe dringend benötigt! Hier könnt ihr auf keinen Fall bleiben! Wenn euch hunderte von Schülern sehen können wir unseren Plan gleich abblasen!"
„Aber Professor..", versuchte Snape es noch einmal, doch Dumbledore winkte ab, „ Wir machen es auf meine Art, Severus. du weißt was auf dem Spiel steht!"
Snapes Gesicht wurde zu einer Maske und er nickte kaum merklich. Hermine versuchte sich aufzusetzen, doch ein bohrender Schmerz schoss ihr durch den Kopf und Dunkelheit umfasste sie erneut.
Snape hob Hermine hoch. Es war ihm zu wieder den Babysitter für diese Göre spielen zu müssen. Er hatte sein leben aufgegeben um für Dumbledore und den jungen Potter zu kämpfen. Er hatte in der Schule Arbeiten müssen, sich mit den dümmsten Zauberern der Weltgeschichte herum schlagen müssen. Er hatte als Spion gearbeitet, war jeden Tag bereit gewesen zu sterben, und nun? Es war alles umsonst gewesen, resignierte er! Der Plan war nicht zur Vollendung gekommen und damit sinnlos geworden. Im Grunde war sein Leben sinnlos geworden, hätte Dumbledore ihm nicht noch einen letzten Auftrag gegeben. Das er sie nun mit schleppen musste fand er jedoch gar nicht toll!
Er fühlte ihren warmen leichten Körper in seinen Armen. Noch einmal schaute er zu Dumbledore hinüber der nur kurz nickte und dann den Krankenflügel verlies. Die aller Wenigsten wussten, das der einzige Raum in Hogwarts in den man zwar nicht hinein, aber hinaus apparieren konnte, der Krankenflügel war. Snape Hob den Zauberstab und Konzentrierte sich auf sein Ziel.
Endlich wieder in seinem gewohnten Versteck angekommen legte er Hermine auf die Couch und überprüfte ob jemand sein Versteck aufgespürt hatte. Da es nicht so zu sein schien, lies er sich erst einmal in einen der zwei Sessel neben der Coutch fallen. Was sollte er nun mit ihr anfangen? Noch war sie bewusstlos, doch schon bald würde sie aufwachen. Er schaute sich in seinem Kleinen Refugium um. Das Zimmer war klein doch es fanden immerhin das Sofa, die zwei Sessel, ein Kamin und einige Bücherregale Platz. Zudem noch eine kleine Kochnische und ein kleiner Schrank mit ordentlich aufgereihten und Präzise Sortierten Tränken darin. Snape seufzte, wo sollte er noch ein Bett unterbringen? Denn in sein anliegendes Schlafzimmer, würde sie nicht ein mal die Nasenspitze hineinstecken! (wie sehr man sich doch irren kann :D)
Er entschied sich für: neben dem Kamin und beschwor mit einem schlenker seines Zauberstabs, ein dunkles Holz-Bett mit weißen Lacken, Decke und Kopfkissen. Froh darüber, dass er Hermine nicht wieder berühren musste lies er ihren Körper in das Bett schweben. Er war es nicht gewohnt einem Menschen so nahe zu sein und die nähe zu ihr machte ihn unruhig, weshalb er bald in sein Schlafzimmer ging, um sich etwas hin zu legen.
Hermine erwachte nur langsam. Ihre Lieder waren so schwer, dass sie sie kaum auf bekam. Doch als sie endlich die Augen öffnen konnte erschien ihr das licht so grell, das sie sie sofort wieder schloss. Schmerzen jagten von ihrer Netzhaut bis ins Gehirn und verursachten dort, starke Kopfschmerzen. Der Zweite versuch, die Augen zu öffnen, gelang etwas besser. Ihre Augen gewöhnten sich schwerlich an die Helligkeit, und sie versuchte zitternd sich in ihrem Bett auf zu setzten. Die grellen Farben verblassten allmählich und sie sah, das sie wieder in dem kleinen Raum war in den Snape sie jedes mal gebracht hatte wenn sie geflohen waren. Der Raum in dem sie lag war dunkel. Sie wunderte sich, warum ihr das licht so hell vorgekommen war! Alles schien so zu sein, wie das letzte mal als sie hier gewesen war. Nur das Bett in dem sie lag war neu. Hermine versuchte ihre Gedanken zu ordnen und die Situation zu verstehen in der sie sich befand. Doch es viel ihr schwer einen Überblick zu bekommen, da die nur bruchstückhaften Erinnerungen ihr mehr Stoff zum nachdenken aufgaben denn zum entschlüsseln!
Eine der zwei Türen die in den Raum führten, in welchem Hermine lag, öffnete sich und Snape trat herein. Dunkel und Furcht einflößend wie eh und je.
„Professor," krechtzte Hermine schwach,"Wo bin ich? Was mache ich hier? Und was ist los mit mir?"
Snape kam langsam auf sie zu geschritten. Hermine schluckte, seine bedrohliche Aura lies sie sich im Bett zusammen kauern. Snape stand nun dicht vor ihrem Bett.
" Ihrem Gebrabel nach, zu urteilen geht es ihnen wieder besser" sagte er gehässig und zog dabei eine Augenbraue in die Höhe. „Aber ich möchte ihnen die antworten auf ihre Fragen nicht vorenthalten, Miss Granger. Sie sind an einem sicheren Ort der nahezu unausführbar ist. Sie sind hier weil sie und ich für Tod erklärt wurden und sie noch Hilfe benötigen in Form von Zaubertränken. Ihren zustand hingegen haben sie dem Trank Medeor-Anima zu verdanken. Er transferiert den schmerzt des Geistes auf den Körper, um den Heilungsprozess zu beschleunigen."
Hermine schaute ihn verwundert an:" Aber, Professor, der Medeor- Anima ist doch noch experimenteller Natur? Ich habe gelesen, das er noch nicht weit genug entwickelt ist um ihn an Menschen zu Testen."
Snape war aufrichtig beeindruckt, das Hermine überhaupt schon von diesem Trank gehört hatte, den er selbst HOFFENTLICH vervollkommnet hatte. Normalerweise, kamen solch schwierige und zuweilen auch extrem gefährliche Tränke, erst in den letzten Semestern des Studiums der Zaubertränken zur Sprache.
Snapes Gesicht lies allerdings keine Verwunderung erahnen. Immer noch taktierte er sie mit steinerner Miene und Hermine wurde langsam mulmig zu mute.
„Ich hoffe doch," sagte Snape gedehnt: „Sie können mir glauben wenn ich ihnen sage, dass ich den Trank voraussichtlich vervollkommnet habe!"
Hermine nickte schüchtern, konnte sich die nächste frage jedoch nicht verkneifen: „an wie vielen Personen wurde er bereits getestet?"
Snapes Lippen verformten sich zu einem wölfischem Grinsen:" Bis jetzt an einer", sagte er, sich sichtlich amüsierend. Hermine wurde noch Mulmiger zu Mute. Sie wollte etwas erwidern,
doch er kam ihr zuvor: „Seien sie versichert, Dumbledore hätte es ihnen nicht gegeben, wäre er nicht von meinem könne überzeugt gewesen! Außerdem sind sie offiziell ohnehin Tod, wenn es nun wirklich so weit kommen sollte, ist es wohl eher eine Bestätigung der Tatsachen!"
Hermine Starte Snape an. Ihr wollte einfach nicht in den Kopf, wie grausam dieser Mann sein konnte. Mit brüchiger stimme fragte sie leise: „Warum wurden wir für Tod erklärt,Sir?"
Snape schaute an ihr vorbei als würde er über etwas nachdenken. „Eine weitere Spionin, welche ebenfalls für Dumbledore arbeitet, war in Gefahr. Ihre Glaubwürdigkeit war an die meine gebunden, und da diese",er stockte und schaute Hermine in die Augen.
Voller Angst sah sie Wut darin, aber auch...konnte es sein? Traulichkeit?...
„durch Sie Miss Granger, in Mitleidenschaft gezogen wurde, hat sie uns offiziell getötet, als wir auf mein Anwesen zurück kehrten, da sie von meinem Verrat erfahren hatte." Hermine versuchte diese Informationen zu verdauen. „Wer..",
doch Snape schnitt ihr das Wort ab. „Genug des albernen Geplänkels," sagte er ungeduldig, „wenn es ihnen schlechter geht rufen sie mich, Miss Gragner, falls sie es noch können!" Wieder fies Grinsend, ging er zurück in den Nachbarraum und schlug die Tür zu.
Er musste sich eingestehen, dass es ihm Spaß gemacht hatte sich mit Hermine zu unterhalten, vor allem, weil er ihr ein bisschen Angst einjagen konnte! Gut gelaunt, in sich hinein grinsend nahm er sich ein Buch und legte sich hin, um noch ein wenig zu lesen.
