Wortanzahl: 3202 Wörter
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Kapitel 2 - Operation Brownie
McGregor ignorierte das Wehklagen der Sirenen und konzentrierte sich darauf weiter Tommys Rücken im Auge zu behalten als sie sich ihren Weg durch die evakuierenden Seeleute durch den Bauch des Schiffes schoben. Auch wenn sie erfolgreich darin gewesen waren alle nuklearen Sprengköpfe von der Lincoln herunterzuschmuggeln ohne das Cuevas es mitbekam, wählte dieser Hurensohn nun anscheinend die Selbstmordattentäter-Routine.
Sie erreichten den Maschinenraum.
"Runter!", rief Tommy. McGregor duckte sich sofort, die Kugeln trafen funkenwerfend das Metall über seinem Kopf. "Du hast verloren, Cuevas! Keine Sprengköpfe und wir haben das Schiff evakuiert. Warum kommst du nicht einfach mit uns? Wir werden dir einen Deal machen."
Als Antwort schoss Cuevas wieder auf sie. Sie sahen den kleinen Gürtel mit Sprengstoff um seinen Oberkörper geschnallt. McGregor tauschte einen Blick mit Tommy und fing an sich langsam entlang der Wand in Richtung des Terroristen zu bewegen.
"Nun, komm schon, Cuevas? Du weißt du willst uns nicht erschießen."
Ein paar Kugeln flogen an McGregors Nase vorbei. Scheiße. "Du bleibst dort! Ihr beide!", schrie Cuevas. Er klang -
"Nervös, Cuevas?", schrie Tommy zurück. Dann, mit einer leiseren Stimme zu McGregor: "Nun, warum ist er nervös?"
McGregors Verstand raste. "Sollte er nicht - er ist ein Selbstmordattentäter. Außer er -"
"Hat nicht den Zünder", beendete Tommy. Sie waren alle davon ausgegangen das Cuevas den Zünder bei sich trug oder er würde aktiviert werden, wenn sein Puls stoppte. Aber wenn dies nicht der Fall war, dann bedeutete das -
"Seine Mutter", zischte Tommy. "Seine Mutter hat den Zünder. Das ist der Grund für das Herumgerenne, für die falschen Spuren - sie sind nicht Teil von Abu Sayyaf."
"Das Geld", sagte McGregor, als die Erkenntnis sich zeigte. "Sie wollen das Geld."
Tommy sah ihn an und es war das ernsthafteste Gesicht das McGregor jemals bei dem in der Regel so sorglosen Agenten gesehen hatte. "Du musst Tibbs holen."
- Thom E. Gemcity, "Lincoln's Fire, A Deep Six Novel"
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Antoinette Keane untersuchte die Linie seines - ihres Rockes in dem lebensgroßen Spiegel, der entlang der Wand ihres brandneuen Penthouse-Suite stand. Sehr nett, wenn sie sich das selber sagen durfte. Nanette Lepore stand ihr. Professionell, aber doch weiblich mit einem leicht flirtenden Touch.
Toni wackelte mit ihrem Hintern, überlegend. Yep, gute Wahl diese verspielten Seidenpantys zu nehmen anstatt des Stringtangas. Sie wusste nicht wie andere Frauen es machten; es dauerte nur drei Stunden des andauernden sich selbst davon abhalten ihre Unterwäsche aus ihrer Poritze zu ziehen um zu entscheiden das Tangas eindeutig nichts für sie waren. Schade eigentlich. Tangas waren scharf.
Sie beugte sich vor und gab ihrem Ausschnitt einen kritischen Blick. Oh ja, umwerfend. Toni musste den Drang widerstehen einen weiteren Knopf oben zu öffnen. Es würde ihr Aussehen den Schubs geben auf die andere Seite, dem Nuttigsein, geben und das wollte sie nicht.
Toni brauchte es, dass sie sie respektieren.
Sie richtetet sich auf und hob ihr Burberry-Jacket auf, der farbenfrohe Druck ließ sie lächeln. Es war so toll, dass Mädchen mehr Farben tragen konnten als Kerle.
Sie griff die Tupperware voll mit Brownies auf ihrem Weg nach draußen.
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"Was ist das?", fragte McGee, seinen Rucksack ablegend.
"Ich glaube es wird 'Brownie' genannt", sagte Ziva.
McGee gab ihr einen flachen Blick. "Ich weiß das. Ich meine. Was macht es hier?" Er bemerkte, dass während Ziva keinen hatte, das einer auf Gibbs Schreibtisch war: ein Brownie mit pinken und grünen Streusel angeordnet auf einer gelben Serviette. Eine von diesen teuren Spitzendingern. "Hast du diese gebacken, Ziva? Ich hätte nicht gedacht, dass du der backende Typ bist."
Ziva lehnte sich auf ihren Ellenbogen nach vorne, ihre Augen blinzelten in dieser Art und Weise, wie sie es taten, wenn sie versuchte niedlich und furchteinflößend zu wirken. Es war eigentlich sehr viel mehr furchteinflößend den niedlich. "Sehe ich so aus als würde ich backen, McGee?"
"Ähm, eigentlich - "
"Nein, ich backe nicht", sagte sie, das Wort so betonend wie es eine normale Person bei 'Folter' tun würde. "Aber es erscheint als würde der Direktor es tun."
Nun war McGee verwirrt. "Direktor Vance backt?"
"Sorry, die Stellvertretende Direktorin."
"Dies ist AD Keanes Brownie?" McGee grinste herunter auf seinen Brownie. Es sah so aus als würde heute einer dieser besseren Tage sein und nicht nur wegen dem unerwarteten Überraschungsgebäck. "Das ist lieb von Ihr." Ihm fiel was ein. "Hey, hast du einen bekommen?"
"Jeder hat einen bekommen, McGee", erwiderte sie. McGee stand auf und sah sich um: Brownies und Brownie-Krümel auf jedem Schreibtisch - oh und da war Wayne der Harrisons klaute.
"Hast du deinen gegessen?"
"Nein", sagte Ziva, einen Brownie aus ihrer Schublade heraus holend. "Ich hebe mir meinen für das Mittagessen auf."
"Gute Idee." Er blickte auf das dunkle Schokoladenviereck, dass sie hielt. "Hey! Deiner ist größer als meiner", wies er hin, herüberkommend mit seinem eigenen Brownie. Sie hielten die zwei Brownies nebeneinander. "Und er hat mehr Streusel."
Ziva grinste. "Ich denke die Stellvertretende Direktorin mag mich mehr als dich, McGee."
"Keine Chance, Sie ist erst für eine Woche hier", erinnerte McGee sie. "Sie kennt uns kaum."
"So?", fragte Ziva und hob selbstgefällig eine Augenbraue. "Man braucht nicht lange um zu entscheiden wen man mag ... und wen man nicht mag."
McGee rollte seine Augen. "Ich bin mir sicher das war nur Zufall." Dann glitten ihre Blicke langsam und unvermeidlich hinüber zu Gibbs Schreibtisch. Eine Sekunde später und sie standen vorn über gebeugt über Gibbs Brownie. "Ich glaub es nicht."
"Es erscheint wirklich wie ein sehr großes Stück."
"Er ist doppelt so groß wie meiner!"
Ziva gab seiner Hose einen schnellen, abschätzenden Blick. "Wenn du es sagst, McGee."
"Oh, ha ha. Sehr lustig." McGee kämpfte das Erröten nieder und blickte weiter auf Gibbs Brownie. "Sie hat ihm sogar ein Eckstück gegeben!"
"Was für ein Stück?"
"Ein Eckstück", sagte McGee, seine Hände nutzend um ein Viereck zu formen. "Du weißt wie das Backblech vier Ecken hat, richtig?" Er ignorierte Zivas sarkastischen Blick. "Nun, jeder weiß, dass die Brownie, die aus den Ecken herausgeschnitten sind, die besten sind. Weil die Seiten des Backbleches die entsprechenden Seiten des Brownie fluffiger als den Rest machen.
"Ah", sagte Ziva, "du sagst also das dieser Brownie, Gibbs Brownie, besser als unsere sind?"
McGee lächelte und erinnerte sich. "Ich habe meine Mum immer überredet mir die Eck-Brownies zu geben."
Ziva murmelte nachdenklich. "Dies bedeutet also, dass Sie wirklich Gibbs mögen muss."
"Wer muss mich wirklich mögen, Ziva?"
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"Operation Brownie ist ein Erfolg", Tony kicherte leise vor sich hin als sie beobachtete wie ihre beiden früheren Teamkollegen Ausreden stammelten, während sie sich an ihre Schreibtische setzten. Sie wusste immer das dieser Korridor die beste Sicht zum Spionieren hatte - sie dachte sich, dass dies der Grund war warum alle früheren Direktoren so gerne hier herum gestanden hatten. Auf der anderen Seite, sie brauchte kein ausgebildeter Agent zu sein um zu bemerken wie schlimm die Situation im NCIS war. Nicht das ihre Leute - ihre Leute - nicht immer noch die Besten waren in dem was sie taten. Das Major Case Response Team unter Gibbs hatte immer noch eine Aufklärungsrate von 100 %.
Aber die Stimmung, als sie zurückgekehrt war, war dick genug um sie mit einem Messer zu zerschneiden.
Sie konnte nicht so viel wieder aufbauen in den letzten paar Tagen wie sie es wollte - verdammte Bürokraten brauchten Meetings für ihre verdammten Meetings - aber sie bemerkte, dass es einen deutlichen Mangel an Neckereien und Scherzen im Großraumbüro gab. Jeder, von den Senior Field Agenten bis zu den Praktikanten, ging auf Eierschalen als würde der Ort jede Minute in die Luft gesprengt werden.
Und Gibbs ... nun ja, Gibbs war das Pulverfass das bereit war kaboom zu machen.
Als sie letzte Woche das Zimmer betreten hatte, sah Gibbs aus wie ein Mann, der nur noch einen Schritt von dem Abgrund entfernt war, als würde er nur darauf warten das jemand ihm einen Vorwand gab um Amok zu laufen. Zugegeben, er sah so verdammt heiß aus, ein bisschen wie Brad Pitt in Fight Club, aber dann wiederum sah Gibbs immer heiß aus. Allerdings konnte sie unmöglich weiterhin diese düstere, dunkle und trostlose Atmosphäre in NCIS erlauben - wieso, dann hätten sie genauso gut für die CIA arbeiten können.
Sie beobachtete wie Gibbs erwartungsgemäß keine Notiz von seinem Brownie nahm und sich zu seinem Telefon wandte um es zu beantworten. Ah, ein neuer Fall.
"Schnappt euch eure Ausrüstung, wir haben vier tote Marines", rief er und Toni wollte gerne glauben, dass er ein wenig mehr wie sein altes Ich klang nur weil er sein Team dabei ertappt hatte wie sie über seinen Brownie redeten. Wie in alten Zeiten.
Sie lächelte dem verschwindendem Gibbs hinterher. "Halte dir immer noch deinen Rücken frei, Boss", murmelte sie.
Und verdammt, wenn er nicht zurück sah und sie dann direkt anstarrte. Toni versteckte ihr Grinsen und hob ihre Hand um mit ihren manikürten Fingern zu wackeln: Tschüss!
Er drehte sich um und ging geradewegs zum Aufzug, sein Gesicht ausdruckslos. Er war natürlich noch nicht angetan von der Stellvertretenden Direktorin Antoinette Keane. Aber sie hat beinahe zehn Jahre damit zugebracht die Art dieses besonderen Mannes zu lernen und sie würde diesen Kampf nicht verlieren.
Verdammt, sie hatte diesen Ort wirklich vermisst.
"Stellvertretende Direktorin?", fragte ihre neue Sekretärin Erin hinter ihr. "Es ist Zeit für ihr Meeting."
Toni drehte sich auf ihrer Ferse um und lächelte freundlich die jüngere Frau an. Showtime. "Bin gleich da Erin, danke für das Erinnern."
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"Hey Abbs, hast du schon was von den Clownanzügen bekommen?", fragte McGee, sobald er das Labor betreten hatte. "Gibbs sitzt mir schon im Nacken."
"Und mir", erinnerte ihn Ziva.
"Nun, ich konnte einen teilweisen Abdruck von einem der Nasen ausmachen, die nicht unseren toten Marines gehört", sagte Abby von ihrem Hocker vor dem Computer, auf die knallroten überdimensionalen Bälle auf ihren Labortisch winkend. "Aber ich werde die Ergebnisse frühestens in einer Stunde oder so haben." Sie sah sie besorgt an. Sie hatte dies in letzter Zeit immer öfter getan und McGee mochte es nicht. Es erschien so ... verdächtig. "Warum die Eile? Ist Gibbs wieder auf dem Kriegspfad? Oder sollte ich eher sagen 'wie üblich?"
McGee und Ziva tauschten einen Blick. "Eigentlich", sagte McGee, "benimmt er sich mehr wie sein altes Ich heute."
Abby stand mit großen Augen auf. "Warte. 'Alt' wie drei Monate 'alt' als er Fornell ins Gesicht schlug oder 'alt' wie-"
"Wie letzten August 'alt'", beendete Ziva, die Umarmung, die Abby ihr gab, ohne Klagen hinnehmend.
"Das sind großartige Nachrichten!", erklärte Abby, sich zurückziehend. "Aber, aber ... warum der plötzliche Wandel? Besserer Kaffee heute?"
"Ich glaube nicht", sagte McGee. "Wir denken es ist wegen den Brownies?"
"Brownies?", fragte Abby, "du meinst AD Antoinettes Brownies?"
"'AD Antoinette'?"
Abby blinzelte. "Was? Es ist so ein schöner Name." Sie schüttelte sich selbst. "Aber ihr lenkt mich ab. Warum denkt ihr, dass es wegen den Brownies ist?"
"Wir werden es dir erzählen", sagte Ziva, "nachdem du diese Namen mit diesen Spuren abgeblichen hast." Sie reichte Abby eine Liste.
Abby kniff die Augen zusammen, aber eine Sekunde später flogen ihre Finger über ihre Tastatur. "Ich kann zuhören, während ich arbeite, wisst ihr", sagte sie spitz.
McGee teilte mit Ziva ein Lächeln. Es fühlte sich toll an so etwas wieder während der Arbeit zu machen. "Ziva hat die Theorie, dass die Brownies der Stellvertretenden Direktorin darauf hinweisen wie sehr sie den Empfänger mag. Ich denke es ist vollkommen zufällig."
Abby hielt in ihrem Tippen inne und drehte sich nach Ziva um. "McGee hat einen kleinen bekommen, nicht wahr."
Ziva zuckte die Achseln. "Zwei, vielleicht drei Inches (Ü/N: ca. 5 bzw. 7 Zentimeter)." Sie gab McGee einen selbstgefälligen Blick. "Meiner war mindestens drei und ein Viertel (Ü/N: ca. 8,25 cm). Ganz viele Streusel."
"Drei und ein Halber (Ü/N: ca. 8,8 cm)." Abby grinste beide an, bevor sie fortfuhr zu tippen. "Und ich habe einen Randteil bekommen. Also, was hat Gibbs bekommen?"
"Vier Inches (Ü/N: ca. 10 Zentimeter)", sagte Ziva. Abby drückte eine letzte Taste, bevor sie ihren Stuhl drehte um sie anzuschauen, Augen weit auf. "Und es war ein Eck-Brownie."
"Wow, ich weiß niemanden, der einen Eck-Brownie bekommen hat", sagte Abby, aufspringend und aufgeregt hin und her schreitend. "Ducky und ich bekamen identische Brownies. Palmer bekam einen mit Schieflage. Wisst ihr was das bedeutet?"
"Nichts", antwortete McGee bestimmt. "Es bedeutet absolut nichts, weil Sie diese Brownies nach dem Zufallsprinzip verteilt hat."
"Wie willst du das wissen, McGee?", fragte Abby, dicht an sein Gesicht herantretend. "Hast du Sie gefragt?"
"N-nein..."
"Dann kannst du nicht davon ausgehen!", erklärte Abby, ihr hin- und hergehen wieder aufnehmend. Hinter ihr blinkten die Spuren weiter auf ihren Computermonitoren, nach einem Treffer suchend. "Hat jemand anderes einen Eck-Brownie bekommen?" Es muss mindestens drei von ihnen geben. Je nachdem wer sonst einen Eck-Brownie bekommen hat, können wir herausfinden, ob Sie sie zufällig oder nicht verteilte."
"Ich sah niemanden anderen mit einen Eck-Brownie", sagte Ziva, offensichtlich mitspielend. McGee funkelte sie wütend an. "Nicht einmal ein anderer der anderen Supervisory Agents."
Abby griff plötzlich McGees Arme. "Oh mein Gott. Wisst ihr was das bedeutet?"
"Nein Abby, was bedeutet das?"
"Gibbs!", erklärte Abby. "Uh, du siehst... wirklich gut heute aus." Abby wankte als alles was Gibbs tat, eine Augenbraue zu heben war, aber McGee konnte sehen, dass die Kurve seines Lächelns echt war. "Es bedeutet, uh-" Ihr Computer piepte auf einmal und sie drehte sich zu ihm hin, offensichtlich erleichtert, "- es bedeutet, dass ich etwas für dich habe."
"Na gut", sagte Gibbs, Abby ihren Caf-Pow geben.
Abby nahm den überdimensionalen Becher und starrte aufmerksam in das Gesicht des älteren Mannes. "Hi Gibbs", sagte sie schließlich, sanft lächelnd.
McGee fielen beinahe die Augen aus dem Kopf als nach einem Moment Gibbs tatsächlich zurück lächelte, fast so wie er es früher getan hatte.
"Hey Abs", sagte er, einen Arm um ihre Schulter schlingend, "so, was hast du für mich?"
"Nun, ich weiß, dass wer euer Clownfetischist ist."
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Gibbs schloss die Akte an der er arbeitete und nahm seine Brille ab, seine Augen müde reibend. Toni wusste, dass es das gleiche alte Paar war. Sturer Hund, er hatte seit dem letzten Jahr eine neue Lesebrille benötigt.
„Spät arbeitend heute Nacht, Agent Gibbs?", fragte Toni, in den spärlichen Lichtschein von seiner Schreibtischlampe hineinwandernd. Es war nach 2100 und der Ort war dunkel und verlassen.
"Offenbar genauso wie sie, Stellvertretende Direktorin", sagte Gibbs reibungslos und nicht aus dem Takt geratend. Toni mochte die Art wie seine Augen über ihr Gesicht, ihr Dekolleté, die Linie ihres Beines huschten.
Sie setzte sich auf den Rand seines Schreibtisches und wie der Mann es schaffte einschüchternd auszusehen, wenn er zu einer Person hoch sah, würde Toni niemals verstehen. Es war sowieso nicht ihre Art; sie mochte es den Hohlkopf zu spielen. Es war einfacher Menschen zu überraschen, wenn sie nichts erwarteten. "Gute Arbeit mit den Clowns heute."
Sie wollte immer schon so was sagen, ihm für einen gut gemachten Job loben, sicher gehen, dass er wusste, dass er geschätzt war, egal ob er es wollte oder nicht. Schließlich brauchte er es todsicher nicht. Aber es war niemals Tony DiNozzos Aufgabe gewesen.
Gibbs sah sie seltsam an. Sie wusste das ihre Stimme zu aufrichtig, die Worte ein wenig zu sehr von Herzen kamen von jemanden, der erst seit einer Woche sein Vorgesetzter war. Sie wurde unvorsichtig, gab zu viel preis. Aber hey, sicherlich würde sie dieses Leben vollkommen ausnutzen. Es ist immerhin nicht so als würde er es erraten.
Es war unmöglich. Leider.
"Danke." Die Worte waren unverfälscht. Toni musste ihre Lippen zwingen angenehm gebogen zu bleiben; sie wollte grinsen wie ein Idiot - die Standardreaktion zu einem 'Danke' von Gibbs.
Sie nahm den Brownie in die Hand, den sie heute am frühen Morgen auf seinen Schreibtisch gelegt hatte. Sie dachte sich, er wäre zwar etwas hart geworden von dem an der frischen Luft sein den ganzen Tag, aber immer noch gut. Sie öffnete ihren Mund um einen Bissen zu nehmen als das Viereck plötzlich aus ihrer Hand gepflückt wurde. Gibbs stand vor ihr, sein Jacket tragend.
"Nun, das ist nicht nett", sagte Gibbs leise, den Blick auf sie gerichtet. "Ich denke nicht das dieser Brownie für sie ist, Stellvertretende Direktorin Keane." Das Licht war sanft auf seinem Gesicht und er hatte dieses kleine Grinsen, dass er immer bekam, wenn er flirtete. Verdammt, aber dieser Mann sah einfach nur gut aus.
Toni riss ihre Augen bewusst auf und erweichte ihren Mund zu einen Schmollmund, einen Ausdruck von dem sie wusste, dass er sexy auf ihrem Gesicht aussah. Immerhin, zwei können dieses Spiel spielen. "Ich dachte, sie wollten ihn nicht, Agent Gibbs."
Als Erwiderung nahm Gibbs einen vorsichtigen Bissen von dem Gebäck, den Augenkontakt mit ihr nicht brechend.
Verdammt noch mal, aber dieser Mann war gut hier drin. Toni wollte klatschen und eine Punktekarte hochhalten: zehn zu zehn.
Stattdessen lächelte sie noch etwas breiter. "Sie sahen so aus als wären sie heute in guter Stimmung gewesen", murmelte sie, ihn beim Kauen und Schlucken beobachtend. "Sollte ich jeden Tag Brownies backen?"
Er legte den Brownie zurück auf seinen Schreibtisch und fuhr mit seiner Zunge über die Konturen seiner Lippen. Toni wusste nicht, dass es wirklich möglich war für einen Mann immer noch sexy auszusehen mit einem pinken Streusel in dem Winkel seines Mundes.
"Oh, es war nicht der Brownie", sagte er und trat näher an sie heran. Mit ihr immer noch sitzend auf seinem Schreibtisch, wusste Toni das er einen verdammt guten Blick herunter in ihre Bluse bekam.
"Wirklich."
"Ich rannte heute in eine Sackgasse in einem Fall."
Gut, gut, gut, nun es schien so als würde sie endlich vorankommen.
"Sie haben keine offenen Fälle, Agent Gibbs", sagte Toni mit einem leichten Stirnrunzeln, mitspielend. "Und warum wäre eine Sackgasse bei einem Fall etwas Gutes?" Mal sehen was du so in petto hast, Jethro.
"Agent DiNozzos Verschwinden."
Toni hielt ihre Augen ruhig. "Wenn ich Sie korrigiere und sage sein 'Tod', werden sie mich schlagen so wie Agent Fornell?" Einsatz Schmollmund.
Gibbs grinste. "Oh, Sie sind gut", sagte er mit einem leisen Lachen. "Aber ich bin besser. Ich habe in den letzten neun Monate an DiNozzos Verschwinden gearbeitet mit nichts außer schwachen Hinweise, aber es gab Hinweise. Dann versiegten diese Woche alle", blaue Augen fokussierten sich auf sie, "jede von ihnen. Es war als, wenn jemand irgendwo einen Schalter betätigt hätte."
"Und Sie denken das ich etwas zu tun habe mit Ihrem ... Schalter betätigen?"
Gibbs führte seinen Mund direkt an ihr Ohr. "Ich weiß es."
Wow. Nun, das wurde ein bisschen zu heiß, selbst für sie. Zeit dies zu beenden. Toni stand auf und war wieder mal davon beeindruckt wie ruhig Gibbs zurück trat und raus aus ihrem persönlichem Freiraum.
Aber sie ließ ihn nicht weit weg gehen.
Toni schob eine Hand hinter seinen Kopf - das Gefühl seiner Haut und Haare genießend - und die andere zu dem Winkel seines Mundes, den feststeckenden Streusel mit der Spitze ihres Fingers abpflückend. Gibbs hob seine Augenbrauen wegen dem rosa Fleck. Bedächtig brachte sie ihren Finger an ihren Mund und fuhr langsam mit ihrer Zunge darüber, Zucker schmeckend.
Und ohne ein Wort hob Toni ihr Jacket und ihre Handtasche auf und ging weg, Gibbs Augen den ganzen Weg durch die dunkle Flur auf ihrem Rücken spürend.
Ende Kapitel 2
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Ü/N: Leider wird diese FF nicht fortgesetzt, aber meiner Meinung lohnen allein dieses beide Kapitel schon das Lesen, weswegen ich sie übersetzt habe. Und wer weiß, vielleicht hat die Autorin irgendwann doch wieder Lust weiter zu schreiben. :-)
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