Tanz der Vampire einmal anders
~ Die Besetzungsliste ~
Wie jeder Alptraum fing auch dieser ganz harmlos an. Mit einer Idee… Einer Idee von Albus Dumbledore, doch ein Musical aufzuführen, gespielt von ehemaligen Hogwarts-Schülern.
Albus Dumbledore sah auf seine Taschenuhr und dann fragend Narcissa Malfoy an. „Wo bleibt denn Lucius, meine Liebe? Wir wollten eigentlich pünktlich anfangen…"
Severus Snape, der neben der blonden Frau stand, schnaubte missbilligend und verschränkte die Arme. „Er wird schon wissen, warum er nicht kommt. Ich hätte selbst auf diese Idee kommen sollen", sagte er dann schlecht gelaunt, denn er fragte sich noch immer, welcher Teufel ihn überhaupt geritten hatte, hier her zu kommen beziehungsweise sich überhaupt für diesen Wahnsinn bereit zu erklären… „Ich denke, er müsste gleich kommen. Er hat gesagt, er versucht pünktlich zu sein", erklärte Narcissa Dumbledore, bevor sie über Snapes Worte schmunzeln musste. Amanda sah Severus indes von der Seite an. „Ach komm, du hast gesagt du machst mit und ich bin sehr gespannt darauf." „Ich auch", meinte Professor McGonagall, die gerade den Raum betreten hatte. „Severus, wer könnte besser den dunklen Vampir spielen, hm?" Der Angesprochene verzog lediglich leicht angesäuert das Gesicht und schwieg. Vampir hin oder her, er hätte Nein sagen sollen, dachte er sich.
Kaum war Snapes Gedanke zu Ende gedacht, kam ein elegant gekleideter Zauberer in die Große Halle geeilt. „Guten Tag allerseits", sagte er knapp, als er bei der Gruppe Menschen angekommen war. „Du bist spät, Lucius", begrüßte ihn der Schulleiter. „Ja, ich weiß. Aber meine Geschäfte konnten nicht warten, Dumbledore", entgegnete Malfoy, dann küsste er kurz seine Frau auf die Wange und sagte etwas leiser: „Hallo mein Herz."
Flitwick, der bisher alles nur beobachtet hatte, quiekte nun, gut gelaunt wie immer: „Fangen wir nun an, Albus, oder fehlt noch jemand?" „Ja, in der Tat, Filius. Einer unserer Statisten." Severus schnaubte erneut, sagte jedoch nichts. Dafür ergriff Malfoy erneut das Wort. „Also war ich gar nicht der Letzte! Bei Merlin, wieso beklagen sie sich dann?
„Wer fehlt denn noch?", wollte die Hauslehrerin der Gryffindors wissen und sah Dumbledore fragend an. Doch bevor dieser antworten konnte, betrat bereits ein weiterer Mann den Raum. „Oh je", murmelte Amanda nur leise, als sie Steven McLane entdeckte. Das würde Severus nicht gerade bestärken. Steven hingegen entdeckte Amanda vorerst jedoch nicht, sondern begrüßte zunächst freundlich lächelnd Dumbledore. „Die Verspätung tut mir leid, Professor."
Als Severus, der sich gerade mit Lucius Malfoy unterhalten hatte, Stevens Stimme hörte, drehte er sich sofort zu ihm um und seine Augen funkelten augenblicklich vor Abscheu, während sich seine Gesichtszüge versteinerten. Das war doch wohl nicht Dumbledores Ernst, diesen Typen mitspielen zu lassen? Der Schulleiter hingegen war fröhlich wie eh und je, denn nun konnte sein Großprojekt endlich starten.
„Schön, schön! Da sind sie ja, Mr. McLane. Dann kann es ja endlich losgehen", sagte er und lächelte dann freudig in die große Runde. „Wunderbar!", rief Flitwick daraufhin aus, hüpfte von seinem Stuhl und klatschte enthusiastisch in die Hände. Amanda warf einen kurzen Blick zu Severus, als dieser Steven entdeckte, doch als er nicht weiter reagierte sagte sie auch nichts. Steven gesellte sich derweil zu einer Gruppe, die etwas am Rand stand und wartete was passieren würde.
„Schön. Reden wir zunächst über die Besetzung, Albus? Das Skript sollten ja alle bekommen haben", erkundigte sich Professor McGonagall. „Hast du schon eine Vorliebe geäußert?", wollte kurz darauf Sandra leise von David wissen, der neben ihr stand. Dieser schüttelte den Kopf. „Was McGonagall wohl mit Snape und Vampir meinte? Der wird doch bitte nicht den Grafen spielen, oder was meinst du?" Sandra zuckte daraufhin nur mit den Schultern.
„Ja, in der Tat, liebe Minerva", antwortete Dumbledore und seine Augen funkelten seltsam vergnügt, während er ein dickes Drehbuch aus den Roben zog. „Nun, dann wollen wir mal", lächelte er dann in die Runde, bevor er die erste Seite aufschlug. „Unsere Hauptrollen gehen an Severus und Miss Brown. Miss Brown, sie sind also Sarah und Severus, du der Graf. Sinnigerweise." Dumbledore schmunzelte ein wenig, als ihm für einen Moment der Gedanke durch den Kopf schoss, die Rollen umzukehren. Snape, der schon vorher gewusst hatte, was ihm blühte, zeigte indes kaum eine Regung, als der Schulleiter die Hauptrollen verkündete. Lediglich ein genüssliches und kurzes Grinsen umspielte seine Lippen, als seine Augen umherwanderten, um die Reaktionen der anderen Mitwirkenden zu studieren.
Erst jetzt bemerkte Steven Snapes und Amandas Anwesenheit und war durchaus sehr überrascht. Damit hätte er nun gar nicht gerechnet. „Oh man, das ist wohl ein schlechter Scherz, oder?", meinte David nur finster nach Dumbledores Worten. Sandra sah ihn grinsend an. „Ich finde es gut. Das passt doch zu Amanda. „Aber doch nicht zu Snape", entgegnete David noch immer entsetzt. „Das wird ja interessant", gab auch Alan einen Kommentar ab und schmunzelte Leon neben sich an. „Allerdings", entgegnete dieser leicht grinsend. „Severus, das hätte ich ja gar nicht gedacht", sprach Narcissa Snape an. Amanda hingegen lächelte etwas bei Narcissas Worten. So ganz konnte sie auch noch nicht glauben, dass sich Severus wirklich hatte überreden lassen, bei diesem Musical mitzumachen. „Ich auch nicht, Narcissa", entgegnete der Angesprochene nur gepresst, denn mittlerweile, nachdem er alle Mitwirkenden gesehen hatte, fragte er sich in der Tat, wieso er sich hatte dazu überreden lassen. Lucius lachte kurz, als er seinen alten Freund antworten hörte und klopfte ihm auf die Schulter. „Soll ich dir die Bürde, schöne junge Frauen zu beißen, abnehmen, Severus? Ich könnte Dumbledore fragen", stichelte er dann grinsend.
„Och Severus, es hätte schlimmer sein können! Ich freu mich", meinte Amanda lachend auf Severus Worte hin. Narcissa hingegen sah ihren Mann strafend an. „Ich glaube Severus macht das schon ganz gut", meinte sie dann kühl. Sandra hingegen wurde nach Lucius Worten leicht rot, denn immerhin bestand durchaus die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Magd spielen würde und Lucius Malfoy mit seiner Äußerung auch sie gemeint hatte.
Severus sah Amanda an. „Das ist auch mein einziger Lichtblick", sagte er dann, bevor er sich wieder an Lucius wandte und kühl antwortete. „Eher geht die Welt unter Malfoy, bevor ich dich Hand an meine Verlobte legen lasse!" Lucius grinste ein wenig, verkniff sich jedoch eine Antwort, als er die Blicke seiner Frau bemerkte. „Sicherlich macht er das", sagte er schließlich, an sie gewandt. „Wie alles, was er sich anfängt." „Macht dich nicht über mich lustig", meinte Narcissa zu ihrem Mann ein wenig gereizt.
„So, ich denke, das reicht jetzt, Lucius. Schließlich willst du auch noch deine Rolle wissen, nicht wahr", fiel Dumbledore den Redenden schließlich ins Wort und lächelte ein wenig, doch seine Stimme hatte eine gewisse Strenge inne. „Nun… Die nächsten beiden Rollen wären der Professor und Alfred, sein Assistent. Mr. Riley wird Alfred spielen und unser verehrter Professor Flitwick wird in Abronsius Rolle schlüpfen."
„Wie treffend, Albus!", rief Flitwick daraufhin aus und kicherte ein wenig, dann sah er an Snape empor, als ob er schon einschätzen wollte, wie groß der Holzpflock beschaffen sein müsste, den er ihm ins Herz bohren wollte. „Nun denn…" Dumbledore verkniff sich sein Kichern gerade noch und fuhr stattdessen fort, die Rollen zu verkünden. „Als nächstes hätten wir da noch Herbert, der Sohn des Grafen, welcher von Mr. Diaz verkörpert wird, sowie Sarah Chagalls Eltern, die da wären Mr. David Brown und Mrs. Olivia Brown."
Grinsend drückte Amanda Severus einen Kuss auf die Wange, bevor sie Dumbledore weiter zuhörte. Das würde ja etwas werden mit David als ihrem Vater. „Na wer dann wohl Herbert spielt, hm?", sagte Alan währenddessen schmunzelnd zu Leon, als er hörte, dass er selbst Alfred sein sollte. „Oh nein, ich bin mit meiner Mutter verheiratet", stöhnte David gleichzeitig genervt. Sandra lachte. „Das wird sicherlich lustig!" Auch Severus konnte nun nicht umhin ein wenig zu lachen, als er David stöhnen hörte. Dann grinste er ihn boshaft an. „Viel Spaß, Mr. Brown."
„Also ich weiß nicht… Wenn ich das richtig gesehen habe, ist das ja nur eine ganz kleine Rolle, die ich habe und ich werde nicht einmal gebissen", beschwerte sich Olivia Brown währenddessen lautstark bei David und Sandra. „Nun, meine liebe Mrs. Brown… Die Hauptrolle ist, wie sie sehen, schon vergeben. Und ich denke nicht, dass ich es ihrem Sohn zumuten kann, mit seiner eigenen Mutter fremd zu gehen", sagte Dumbledore daraufhin und kicherte ein wenig, während er David zuzwinkerte. „Deshalb hielt ich es für besser, wenn Miss Adams die Magd Magda spielt." Severus grinste bei diesen Worten ein wenig verschlagen, denn er war heilfroh, dass er wenigstens davon verschont blieb, seine Schwiegermutter in Spe zu beißen, die ihm bei jeder Gelegenheit auf die Nerven ging. Die verzog währenddessen nur skeptisch das Gesicht. Darauf konnte sie doch wirklich keine Rücksicht nehmen, aber scheinbar ließ sich Dumbledore da nicht umstimmen. Sandra grinste ebenfalls, aber nicht weil Graf von Krolock sie beißen würde, sondern weil sie damit mit David zusammen spielen konnte. David hingegen war gar nicht begeistert. „Snape muss dich beißen", meinte er entsetzt. Seine Freundin sah ihn an. „Ja und? Das macht doch nichts."
Amanda grinste Severus an. „Na da hast du ja zwei schicke Frauen abbekommen." Der grinste ein wenig zufrieden zurück. „Merlin sei Dank!" Dann wandte er sich mit einem süffisanten Grinsen an David. „Stellen sie sich nicht so an Brown. Oder haben sie Angst, ihre Freundin könnte Gefallen an mir finden?"
Über die Äußerungen seines Freundes grinste Lucius nur amüsiert. Er konnte wirklich zu gut verstehen, dass es Severus vorzog, lieber dieses junge Ding zu beißen, als die Mutter seiner Verlobten. „Na das kann ja noch was werden", flüsterte währenddessen Leon Alan zu und grinste ein wenig. „Das denke ich aber auch. Aber immerhin braucht Severus auf mich nicht eifersüchtig zu sein", meinte Alan leise. „Na, zum Glück", zwinkerte sein Freund zurück. „Wohl kaum", entgegnete David derweil finster Snape, während Sandra allerdings nur etwas verlegen grinste. „Wie ist denn die weitere Rollenverteilung?", wollte Professor McGonagall schließlich wissen. „Ach ja", sagte Dumbledore ein wenig zerstreut und schon etwas verwirrt, ob der ständigen Gespräche. „Mal sehen", murmelte er dann. „Haben wir, haben wir, haben wir… Genau! Der Diener des Grafen fehlt noch und freundlicherweise hat sich Remus dafür bereiterklärt."
Remus Lupin, der sich bisher ein wenig im Hintergrund gehalten hatte, trat nun vor, während er erst Dumbledore und dann Snape ansah, der mit gehobener Augenbraue und einem genugtuenden Grinsen im Gesicht da stand. „Spar dir einen Kommentar, Severus", sagte er dann nur ruhig und gelassen. „Ich weiß nicht, ob ich gewillt bin, dir diesen Gefallen zu tun, Lupin", entgegnete dieser und sein Gesichtsausdruck wechselte ins Unheilvolle.
„Bei Merlin", quiekte Flitwick. „Das kann ja heiter werden! Und was ist mit den anderen, Albus?" „Nun, der Rest von uns, mit Ausnahme meiner Wenigkeit, sowie derer von Minerva und Mr. Filch werden sicherlich ein hervorragendes Ensemble bilden. Ich führe Regie, Minerva und Argus kümmern sich um die Kulissen, Bühne und so weiter."
„Prima, prima", rief Flitwick begeistert. Dumbledore lächelte milde. „Noch irgendwelche Fragen?", wollte er dann von den Umstehenden wissen und da sich niemand zu Wort meldete, fuhr er kurz darauf fort. „Schön! Dann würde ich vorschlagen, sie lernen sich jetzt gegenseitig noch ein wenig kennen, sofern das noch nicht der Fall sein sollte und dann ist für heute Schluss. Wir treffen uns wieder in einer Woche, selbe Zeit, selber Ort, zur ersten Probe. Und Texte lernen nicht vergessen!"
