Hallo! Hier ist nun endlich das zweite Kapitel von Dimensions! Vielen lieben Dank für die vielen Reviews. Wir haben uns sehr darüber gefreut, das so viele von euch unsere Geschichte mögen!!!!!
Die Charaktere gehören immer noch nicht uns und Geld machen tun wir auch nicht!
Kapitel 2: Confusion
Während der Fürst der Hölle mit seinen beiden Gästen finstere Pläne schmiedete saßen Yugi und seine Freunde bei Jonouchi im Wohnzimmer und starrten auf den leeren Platz auf dem vor ein paar Sekunden noch Bakura Ryou gesessen hatte. „Ihr habt das auch gesehen, oder?", fragte Honda schließlich verwirrt in die Runde. Als wäre ein Bann gebrochen worden fingen plötzlich alle gleichzeitig an zu sprechen: „Wo ist er hin?" „Ryou, Ryou!!!!!" Auf einmal sprang Yugi auf und rief: „Daran ist bestimmt wieder der Millenniums Ring schuld." "Aber den haben wir doch weggeworfen", warf Anzu ein. „Na ja, aber im Königreich der Duellanten ist er auch einfach wieder aufgetaucht!", kam Jonouchi seinem Freund zu Hilfe. Bei so einem guten Argument fiel Anzu auch nichts mehr ein und sie schwieg. Das Millenniums Puzzle wurde aktiviert und Yami-Yugi übernahm Yugis Körper. Das weckte nun auch Kaiba Setos Aufmerksamkeit, denn ob Ryou verschwand oder nicht interessierte ihn nicht wirklich, aber auf Yugis anderes ich hatte er schon lange Zeit ein Auge geworfen. Natürlich würde er das nie zugeben. Yami-Yugi schaute kurz zu Kaiba hinüber und lächelte ihn an. Bevor Kaiba noch reagieren konnte hatte Yami-Yugi sich schon den anderen zugewandt. „Ich denke auch das der Grabräuber wieder dahinter steckt. Das heißt wir müssen uns wabnen, denn uns steht ein großer Kampf bevor, den es zu gewinnen gilt!" Alle, außer Kaiba, stimmten diesem Plan voller Enthusiasmus zu. Kaiba hingegen hatte noch einen kleinen unbedeutenden Einwand: „Und wie stellt sich der große Pharao das vor?" Yami-Yugi sah ihn verletzt und verwirrt an. Verdammt! Warum kann ich nicht einfach mal nett zu ihm sein?, schallt sich Kaiba in Gedanken selbst.
„Erstmal müssen wir natürlich herausfinden, wohin Ryou verschwunden ist" erklärte Jonouchi enthusiastisch. Wie immer war er hocherfreut darüber, dass es wieder etwas zu erleben gab. „Also sollten wir ihm folgen."
„So?" Kaiba verschränkte die Arme und sah Jonouchi von oben herab an. „Da er sich ja scheinbar in Luft aufgelöst hat und wir nicht die leiseste Ahnung haben wohin er verschwunden ist, gibt es ja nichts Einfacheres als das oder wie?" Im Gegensatz zu Yami Yugi hatte er bei Jonouchi nicht die geringsten Bedenken wenn er auf ihm herumhackte. Der Junge war einfach so haarsträubend naiv, dass er geradezu danach schrie heruntergeputzt zu werden.
Jonouchi ballte trotzig die Hände zu Fäusten. „Wer hat dich überhaupt gebeten mitzukommen, Kaiba?" fragte er mit zusammengebissenen Zähnen. „Du bist nur hier, weil du mit Yami Yugi über irgendeinen Wettbewerb sprechen wolltest. Ryous Verschwinden geht dich im Grunde überhaupt nichts an."
Da war Kaiba allerdings anderer Meinung. Alles was Yami Yugi etwas anging, ging auch ihn etwas an. Aber das würde er Jonouchi ganz sicher nicht auf die Nase binden. Stattdessen sagte er: „Wenn das hier etwas mit den Millenniumgegeständen und mit dem Grabräuber zu tun hat ist es viel mehr mein Gebiet als deins, Baka. Vergiss das nicht."
Yami Yugi schloss ein wenig erschöpft die Augen. Diese Streitereien konnten einen in den Wahnsinn treiben. Und sie brachen immer gerade dann aus, wenn man sie am wenigsten gebrauchen konnte. „Ruhe" gebot er mit seiner autoritärsten Stimme und tatsächlich verstummten die beiden und sahen ihn erwartungsvoll an. „Jonouchi hat Recht. Wir werden Ryou folgen und herausfinden was geschehen ist." Er ging zu dem Punkt an dem Ryou verschwunden war und streckte die Hand aus. Ein seltsamer Anblick bot sich ihnen, als Yamis Hand einfach mitten in der Luft verschwand, als sei sie unsichtbar. Man konnte so etwas wie einen kleinen Wirbel erkennen, als sei die Luft an dieser Stelle des Zimmers in Bewegung. Jonouchi stieß ein überraschtes Keuchen aus.
„Wie ich es mir gedacht habe" murmelte Yami Yugi. „Ein Dimensionstor. Wir müssen uns beeilen bevor es verschwindet. Anzu, Honda ihr bleibt hier, falls Ryou wieder auftaucht. Kaiba, Jonouchi und ich folgen ihm.
„Yugi!" reif Anzu erschrocken aus. „Ihr könnt doch nicht einfach… Wer weiß, ob ihr je wieder zurückfindet!"
„Wir können Ryou aber auch nicht einfach im Stich lassen" sagte Yami Yugi bestimmt. „Wer weiß, in wessen Hände er wieder gerät. Kommt."
Bevor Anzu weitere Einsprüche erheben konnte, traten Kaiba und Jonouchi neben ihn und zu dritt verschwanden sie im Dimensionsloch.
Jonouchi war völlig durchgeschüttelt worden und auch etwas unglücklich gelandet. Stöhnend rieb er sich seine Knie und sah sich um. Trümmer, Trümmer und nochmals Trümmer. Nicht gerade ein gemütlicher Ort wo sie hier gelandet waren. Und düster war es. Und kalt. Er fröstelte, aber nicht nur vor Kälte. Irgendwie herrschte hier eine seltsam bedrückte Stimmung. Er sah sich um und entdeckte Yugi. Yugi? Ja, es war wirklich der richtige Yugi, stellte er überrascht fest. Wie kam das? Er war schließlich mit Yami Yugi losgereist. Nicht, dass es ihn gestört hätte. Yugi war ihm ja irgendwie lieber. Lächelnd ging er auf ihn zu. „Alles in Ordnung?" fragte er fürsorglich.
Yugi sah benommen auf. „Er ist nicht mehr da Jonouchi." Sagte er mit weinerlicher Stimme. „Ich kann ihn nicht mehr spüren, den anderen Yugi." Er sah aus, als sei er kurz davor zu weinen. „Und das Millenniumspuzzle ist weg."
Meilen um Meilen entfernt in einem völlig anderen Teil des Hades hielt Kaiba Yami Yugi im Arm. Ein nicht gerade alltäglicher Anblick, der sich aber dadurch erklären ließ, dass Yami bei dem Sturz aus dem Dimensionstor das Bewusstsein verloren hatte. Sie hatten weniger Glück gehabt und waren aus ziemlicher Höhe herabgestürzt. Kaiba gab nicht einmal vor sich selbst zu, dass er sich tatsächlich Sorgen um seinen Erzfeind machte, aber er hatte nicht anders gekonnt, als ihn schützend in seine Arme zu ziehen. Yami hatte eine blutende Wunde auf der Stirn. „Hey, wenn dich jemand fertig macht, dann bin ich das, also wach gefälligst auf" sagte er ruppig. Aber er konnte nicht verhindern, dass seine Stimme ein wenig zitterte.
Und das was er jetzt spürte, als Yami die Augen aufschlug … was das etwa Erleichterung? Das konnte doch nicht sein, oder?
Yami setzte sich jetzt ruckartig auf. „Wo ist er?" fragte er und sah Kaiba mit weit aufgerissenen Augen an.
„Jonouchi?" Kaiba zuckte die Schultern. „Keine Ahnung. Ein Problem weniger." Irgendwie war es ihm erstaunlich Recht hier mit Yami alleine zu sein. Nur, weil er ihm so besser Schaden zufügen konnte natürlich, fügte er in Gedanken schnell hinzu.
„Ich meine nicht Jonouchi. Ich meine Yugi. Ich fühle ihn nicht mehr" sagte Yami atemlos.
