Hallo Leute! Sorry, dass es sooooo lange gedauert hat. Aber ich hatte einige Computer und Internetprobleme. Nun bin ich aber wieder online. Und als Entschuldigung gibt es heute zwei neue Kapitel zu Dimensions! Viel Spaß damit!

Chapter 4: Help?

Yami schlug sich wirklich tapfer, auch wenn die Wunde an seinem Kopf noch immer blutete. Kaiba merkte allerdings, dass er immer wieder strauchelte und sich stärker auf ihn stützte. Schließlich trug er seinen Lieblingsgegner mehr, als dass dieser selbst lief und nach ein paar weiteren Metern brach Yami schließlich erschöpft zusammen.
„Yami!" Kaiba kniete neben ihm nieder. Yami sah sehr schlecht aus. Der provisorische Verband um seine Stirn, den Kaiba ihm aus einem Stück Stoff gefertigt hatte war durchgeblutet und seine Wangen glühten, trotz der Kälte. Offensichtlich hatte er Fieber bekommen. Kaiba zog seinen Mantel aus und breitete ihn über Yami, der wie immer nur leicht bekleidet war aus. Dann sah er sich verzweifelt um. Yami brauchte wenigstens Wasser. Aber hier waren weit und breit nur Trümmer und Felsen. So weit das Auge reichte. Und alles war düster und kahl.
Wütend schlug er mit der Faust auf den Boden. Er fühlte sich hilflos und er hasste dieses Gefühl. Er konnte es nicht ausstehen, nicht alles unter Kontrolle zu haben. Außerdem war da ein seltsames Gefühl in seiner Brust. Das hatte er bislang nur erlebt, wenn Mokuba in Gefahr gewesen war. Diese Angst, diese Verzweiflung… und jetzt fühlte er es anscheinend wegen Yami. Was machte es jetzt noch für einen Unterschied das zu leugnen?
Yami schlug die Augen auf und suchte seinen Blick. „Geh allein weiter Kaiba" sagte er mühsam. „Du musst Yugi und Jonouchi finden und mit ihnen irgendwie nach Hause kommen. Die beiden sind hier doch alleine völlig hilflos und Mokuba braucht dich."
Kaiba schüttelte den Kopf. „Das kann ich nicht. Du würdest mich in dieser Situation nie im Stich lassen." „Aber du kannst nichts für mich tun und ich halte dich nur auf. Ich werde schon allein zurecht kommen. Bitte geh." „Hör auf!" sagte Kaiba fast wütend. Entschlossen hob er Yami auf seine Arme und stand auf. „Wenn du nicht mehr laufen kannst, dann trage ich dich eben. Keine Widerrede." Yami wollte noch etwas erwidern, aber er sah, dass Kaiba fest entschlossen war.
„Danke" flüsterte er und verlor das Bewusstsein.
Kaiba war allein in dieser endlosen kalten Steinwüste aus der es kein Entkommen zu geben schien. Allein? Nun, nicht ganz allein.

Er war erst einige hundert Meter mit Yami im Arm gegangen, als er um einen Felsbrocken bog und Kira und Kato, die gelassen an der Steinwand lehnten in die Arme lief.

Während Kaiba versuchte sich seine Überraschung nicht anmerken zulassen musterten ihn Kira und Kato interessiert. Sanft legte Kaiba Yami auf den Boden, ohne dabei allerdings seine Gegenüber aus den Augen zulassen, dann stellte er sich schützend vor seinen Feind. Kurz ging ihm der Gedanke durch den Kopf wie selbstverständlich er handelte, als wäre es alltäglich Yami zu beschützen. Verwirrt schüttelte er den Kopf und konzentrierte sich wieder auf die beiden Fremden, die ihn immer noch musterten. „Wer seit ihr und was wollt ihr von uns?", fragte Kaiba knurrender Weise nachdem die anderen zwei keine Anstallten machten mit ihrer Betrachtung aufzuhören und ein Kaiba war es schließlich nicht gewohnt so ungeniert gemustert zu werden. Kira blickte ihn leicht genervt an. Was ist bloß los heute? Lernen die auf der Erde etwa nicht mehr höfflich und nett zu so uralten Wesen wie mir zu sein, dachte er bei sich. Kato spürte wie sein Freund mal wieder kurz davor stand zu explodieren. Here we go again! Seit wann ist Kira bloß so reizbar? Er klopfte Kira beruhigend auf die Schulter und flüsterte in sein Ohr: „Beruhig dich, Alter. Rück ne Flubbe raus und sei ein guter Gastgeber. Außerdem sieht der eine so aus als wär er eh kurz vor´m Krepieren. Wär also recht sinnlos deine Kraft so zu vergeuden." Gewohnheitsmäßig gab Kira ihm eine Kippe und zündete sie auch gleich an. Katos Worte hatten wie immer einen sehr positiven Effekt. Kira fühlte sich viel besser und lächelte seinen Freund dankbar an. Kato grinste zurück und Kaiba mochte es gar nicht so ignoriert zu werden, außerdem machte er sich große Sorgen um Yami. Er kniete sich neben ihn und fühlte seine Stirn. Heiß! Yami brauchte dringend Hilfe. Kaiba richtete sich wieder auf und wandte sich den beiden einander zulächelnden Männer zu. „Hättet ihr vielleicht etwas Wasser?", fragt der Präsident der Kaiba Corp. in seinem nettesten Tonfall, der selbst einem Eisblock Konkurrenz machen könnte. „Bitte!", fügte er noch sehr leise hinzu. Da, es war raus! Wie hatte er sich nur dazu hinreißen lassen. Ein Kaiba bat um nichts; er nahm. Was tat man nicht alles aus. . . STOP, schrie er in Gedanken. Er durfte diesen Pfad nicht weiter verfolgen.
Kira war unterdessen an seine Seite getreten und schaute auf Yami herab. Er sah wirklich aus, als würde er gleich sterben. Nach einem kurzen Blickwechsel mit Kato und einem gedanklichen Schulterzucken sagte er schließlich zu Kaiba: „Heb ihn auf und folg mir!" Kaiba tat wie ihm geheißen ohne zu murren und folgte Kira und Kato.

Yugi und Jonouchi ahnten unterdessen natürlich nicht, dass sie beobachtet wurden. Und dann auch noch von demjenigen, der sie erst in dieses Schlamassel gebracht hatte: Ryou Bakura. Wenn sie es geahnt hätten, hätte das an ihrer Lage allerdings auch nichts geändert. Beide waren aus unterschiedlichen Gründen alles andere als gut gelaunt. Yugi hätte immer noch heulen können, weil er das Puzzle verloren hatte. Wie hatte das nur passieren können? Sein größter Schatz! Das allerwichtigste, das er besaß. Und wie sollte er es in dieser Gegend jemals wieder finden? Er wusste, dass er es gespürt hätte, wenn es hier in der Nähe gewesen wäre. Aber er fühlte rein gar nichts. Folglich war er auch sehr schweigsam und in sich gekehrt. Das wiederum machte Jonouchi traurig. Er hasste es seinen Freund so niedergeschlagen zu sehen. Vor allem wenn er nichts dagegen tun konnte. Er hätte gerne jeden verprügelt, der Yugi unglücklich machte, aber das Puzzle konnte er auch nicht herbeizaubern.
„Verdammt, wenn wir nur irgendwo anders als in dieser widerlichen Steinwüste wären" sagte er wütend. Damit, dass sein Wunsch allerdings im nächsten Moment erfüllt werden würde, hatte er auch nicht gerechnet. Instinktiv griff er nach Yugi, um ihn schützend festzuhalten, als sie plötzlich wieder durch die Luft gewirbelt wurden. „Shit, wie viele von diesen Wurmlöchern gibt es?" konnte er gerade noch sagen, bevor es ihn von den Füßen riss.

Marik und Bakura sahen sich mit hochgezogenen Augenbrauen an, als die beiden Jungen, die sie eben noch beobachtet hatten plötzlich von der Bildfläche verschwanden.