Wie versprochen ist hier das nzweite Kapitel für heute. Ab nun werde ich auch versuchen jedes Wochenende ein neues Kapitel hochzuladen.
Chapter 5: Back home?
„Wo ist Yugi?" fragte Yami als er etwa zur gleichen Zeit seine Augen aufschlug als erstes. „Jeder andere würde zuerst fragen: Wo bin ich?" bemerkte Kaiba, der neben ihm saß Kopf schüttelnd. „Darauf könnte ich dir auch eine ungefähre Antwort geben. Wo allerdings Yugi ist weiß ich noch immer nicht."
Yami setzte sich benommen auf und sah sich in dem Raum um in dem er sich befand. Der Raum wirkte wie eine Art Steintempel und er lag auf einem harten Steintableau. Kaibas Mantel war noch immer über ihm ausgebreitet. „Bleib lieber liegen." Sagte Kaiba etwas schroff. „Nicht, dass dir wieder schwindelig wird." Aber Yami hörte nicht auf ihn. Er sah jetzt Kira fragend an, der auf ihn hinab sah. Kato lehnte hinter ihm an einer Säule und zog an seiner Zigarette.
„Kannst du mir sagen, wo ich meinen Freund finde?" fragte er höflich, aber bestimmt. „Bis vor kurzem hätte ich es noch gekonnt." Erklärte Kira. „Sie waren hier in meinem Reich und ich fühle alles was hier vor sich geht. „Aber anscheinend haben sie es verlassen."
Yami sank stöhnend auf den Stein zurück. Yugi konnte wer weiß wo sein. Was wenn er ihn einfach nicht mehr wieder fand? „Ich habe allerdings so ein Gefühl, dass er in der Oberwelt sein könnte. Es schien mir nicht so, dass er diese Welt verlassen hat." „Gut und wie kommen wir da hin?" fragte Yami energisch und ungeduldig.
„Dazu müsstet ihr Anagura durchqueren. Das Reich der Oger. Damit habe ich nicht das Geringste zu tun. Sie sind nicht gerade aufgeschlossen Fremden gegenüber und ich weiß nicht in welchem Zustand es jetzt ist." „Das ist mir vollkommen egal. Ich muss ihn wieder finden." Sagte Yami aufgebracht.
In dem Moment stürmten Marik und Bakura den Raum. „Yugi ist verschwunden!" rief Bakura aufgebracht. ‚Und irgendwie habe ich es im Gefühl, dass sich da wo er jetzt ist auch das Millenniumspuzzle befindet' fügte er in Gedanken hinzu. Yugi und das Puzzle schienen sich ja magisch anzuziehen. „Das wissen wir bereits" sagte Kaiba, nun sichtlich gereizt. „Viel überraschter bin ich darüber euch hier zusammen anzutreffen. Das kann nichts Gutes bedeuten, habe ich recht?"
Die beiden Angesprochenen sahen ihn mit großen Unschuldsaugen an und fragten: „Wieso? Nur weil wir versucht haben die Weltherrschaft zu erlangen? Das musst du doch nicht so persönlich nehmen!" Für einen kurzen Augenblick schien es als würde Kaiba endgültig in die Luft gehen, aber zum Glück schien er seinen guten Tag zu haben. Er hob lediglich eine Augenbraue und wandte sich wieder dem Gespräch zwischen Yami und Kira zu. Kira versuchte Yami den Weg nach Anagura zu erklären, doch war das nicht so einfach, da Kato sich ständig einmischte. Während also der Fürst der Hölle und sein bester Freund sich ein hitziges Wortgefecht darüber lieferten welches denn nun der kürzeste und sicherste Weg ins Reich der Drachenmeister war, tauschten Yami und Kaiba verwirrte Blicke. Langsam wurden sie allerdings etwas ungeduldig. Schließlich unterbrach der ehemalige Pharao die beiden: „Danke für eure hilfreiche Wegbeschreibung.(´Wow! Ich wusste gar nicht das Yami auch sarkastisch werden kann, dachte Kaiba bei sich.) Ich denke ich finde den Weg auch alleine. Schließlich verbindet Yugi und mich ein starkes Band der Freundschaft!" Bei diesen Worten blickten ihn Marik, Bakura und Kaiba entsetzt an. Leise sagte Bakura zu den anderen beiden: „Sagt mir nicht, das er jetzt anfängt wie dieses Anzu- Ding daher zureden. Ich meine, dass er verrückt ist wissen wir alle, aber reichen nicht seine wundervoll motivierenden Reden über Das Herz Der Karten?" Kaiba und Marik konnten dem nur aus vollem Herzen zustimmen. Der Präsident der Kaiba Corp beschloss dem ganzen ein Ende zu setzen: „Gehen wir nun den Hund und den kleinen Yugi suchen oder möchtest du hier noch länger große Reden schwingen?" Yami schien für einen Moment verwirrt zu sein doch dann stimmte er seinem Erzrivalen zu. „Dann finde du einen Weg nach Hause (Und nimm Bakura und Marik mit und pass auf sie auf). Ich geh Yugi und Jonouchi suchen. Hoffentlich ist nichts passiert!" „Soweit kommt das noch! Ich komme mit!", entgegnete Kaiba entschlossen. Daraufhin raunte Marik Bakura zu: „Na, wenn da nicht mehr zwischen den beiden ist verzichte ich auf den Millenniums Stab!" Der Fürst der Hölle atmete erleichtert auf: „Nun, da das geklärt ist können wir uns ja auf den Weg machen? Wie schaut´s aus, Kato, Lust Setsuna zu besuchen?" Nachdem der angesprochene zustimmend genickt hatte, verbeugte er sich vor Kira und wies mit dem rechten Arm auf den Ausgang und sagte mit geölter Stimme: „Nach Euch, mein Fürst!" Grinsend legte Kira seinem Freund den Arm kumpelhaft Schultern und zusammen machten sie sich auf den Weg. Nach einem kurzen Augenblick folgten Kaiba und Yami ihnen, wobei Kaiba nah genug neben ihm lief um ihn im Notfall aufzufangen. Marik und Bakura schlossen sich der kleinen Gruppe nach kurzem Zögern an.
„Wir haben es geschafft Yugi, wir sind wieder zu Hause" rief Jonouchi fröhlich. „Das hier ist Tokyo, ganz sicher!" „Also ich weiß nicht" Yugi sah sich zweifelnd in der von Wolkenkratzern gesäumten Straße um, in der sie gelandet waren. „Irgendwie ist es hier anders…" „Aber das hier ist Tokyo!" beharrte Jonouchi. „Sieht du? Dort hinten ragt der Tokyo Tower auf. Wir können also ganz sicher sein." „Vielleicht ist es Tokyo, aber nicht das Tokyo unserer Welt…" meinte Yugi zögernd. „Irgendetwas ist hier anders…" „Ach Quatsch, lass uns einfach sehen, dass wir nach Hause kommen. Es gibt kein anderes To…" Jonouchi verstummte abrupt, als plötzlich ein riesiger Schatten vor ihm aufragte. „Das … das ist … ein Drache" flüsterte er entsetzt und sah das enorme Vieh mit riesigen Augen an.
Yugi zog Jonouchi mit sich nach hinten in den Schatten einiger Häuser während der Drache den Hals in den Himmel reckte und zu einem Brüllen ansetzte. „Das ist nicht irgendein Drache" flüsterte Yugi. „Erkennst du ihn nicht? Das ist der Blue-Eyes-White-Dragon. Ich stand ihm oft genug im Turnier gegenüber. Anscheinend sind die Karten beim Sturz durch die Dimensionen lebendig geworden… und der einzige, der dieses Monster beherrschen kann ist Seto Kaiba…"
Kaiba allerdings hatte im Moment ganz andere Probleme. Er war sehr schlecht gelaunt, weil er jetzt neben Marik und Bakura auch noch Kira und diesen Kato am Hals hatte. Gegen Kira hatte er soweit nichts einzuwenden, aber Kato ging ihm mit seinem frechen Mundwerk gehörig auf die Nerven. Er verstand nicht, wie Kira, der schließlich der Fürst der Unterwelt war, das aushielt. Aber den schien es nicht im Geringsten zu stören. Im Gegenteil. Katos Sprüche schienen ihm geradezu zu gefallen und er lieferte sich ein Wortgefecht nach dem anderen mit dem blonden Jungen, während sie durch die verwinkelten Gänge und riesigen Höhlen der Hölle nach oben stiegen.
Auch, dass Marik und Bakura sich so gut verstanden entnervte ihn immer mehr und mehr. Das schlimmste war allerdings, wie wenig es ihn immer noch störte, dass Yami dabei war. Kaiba hasste Gesellschaft. Der einzige, den er in seiner Nähe ertrug war sein kleiner Bruder Mokuba. Wieso lief er also tatsächlich neben Yami als seien sie befreundet und passte auf, dass dieser nicht stolperte? Yami ging es nicht gut, das konnte man ohne Schwierigkeiten sehen. Kiras Heilkünste hatten ihn zwar soweit wieder hergestellt, dass er laufen konnte, aber sowohl die Schmerzen, als auch die Sorge um Yugi machte ihm offensichtlich sehr zu schaffen. Er sah nach unten, war ziemlich blass und redete kaum. Und Kaiba ertappte sich doch tatsächlich bei dem völlig absurden, unpassenden und abwegigen Wunsch ihn aufheitern zu wollen. Der Präsident der Kaiba-Productions heiterte niemanden auf.
Und er würde sich normalerweise auch eher die Zunge abbeißen als zu sagen „Mach dir keine Sorgen. Ich verspreche dir, dass wir sie finden." Aber er sagte es. Und über Yamis kleines Lächeln, das dieser ihm daraufhin schenkte hätte er sich fast gefreut.
Yami versuchte unterdessen in einem mentalen Streitgespräch herauszufinden, ob Kaiba sich tatsächlich Sorgen um ihn machte oder ob er sich das nur einbildete. Da es nicht so aussah als würde er über kurz oder lang zu einem Ergebnis kommen, gab er es schließlich auf. Traurig sah er zu Kaiba hinauf und wünschte sich nichts sehnlicher als das dieser ihn noch einmal so in den Arm nehmen würde wie vorhin. Schon lange hatte Yami sich nicht mehr so sicher und geborgen gefühlt wie in Seto Kaibas Armen. Aber das würde er seinem Schwarm bestimmt nicht erzählen. Ein kleiner Seufzer entwich ihm und Kaiba blickte ihn fragend an. „Sollen wir kurz anhalten und eine Pause einlegen? Du siehst ziemlich erschöpft aus?", besorgt legte Kaiba Yami eine Hand auf den Arm. Wieder erschien dieses kleine Lächeln auf Yamis zauberhaften Lippen und Seto wäre am liebsten sofort über den Jungen vor sich hergefallen.
Unbemerkt hatten Bakura und Marik die kleine Szene mitverfolgt und grinsten sich nun an. „Ich hab´s ja gesagt. Der Pharao ist in Seto Kaiba verschossen. Was für ein Paar.", raunte der Grabräuber seinen Kumpanen zu. Dieser konnte nur bestätigend nicken.
Kira und Kato drehten sich zu dem Rest der Gruppe um und sahen die beiden Erzfeinde erstaunt an. Kato konnte natürlich auch diesmal nicht seine Klappe halten: „Hei läuft da was zwischen euch oder seit ihr nur (in Anführungsstrichen) gute Freunde?" Entsetzt schauten ihn Yami und Kaiba an während Bakura und Marik einen Lachanfall bekamen und sich dabei gegenseitig stützten. „Warum lacht ihr?", wollte Kira wissen. „Ihr seid doch auch nicht besser!" Schnell ließ Bakura seinen Freund los und ging auf Abstand. Marik konnte sich nicht schnell genug fangen und landete unsanft auf dem Hosenboden und lief rot an. Nun war es an Yami und Kaiba einen Lachanfall zu bekommen, wobei Kaiba sich größte Mühe gab nicht zu zeigen wie sehr ihn dies amüsierte.
