Endlich Chappi 7! (Hat ja auch lange genug gedauert...)
Sorry, aber Uni ist mir etwas über den Kopf gewachsen. Aber jetzt ist alles wieder gut und ich werde öfters updaten können.
Diesmal gibt es wieder zwei Kapitel, sozusagen als Entschuldigung!

Kapitel 6: Danger is near

„Sag mal kommt es nur mir so vor, oder hast du auch das Gefühl, dass dieser Stadtteil ziemlich verlassen wirkt?" fragte Jonouchi und sah sich fröstelnd um. Es war nicht gerade ein beruhigender Gedanke, dass zwischen den Wolkenkratzern jederzeit wieder eins der Ungeheuer aus ihren Kartendecks auftauchen konnte, die ihnen ganz und gar nicht freundlich gesinnt zu sein schienen.
„Das wundert mich überhaupt nicht" gab Yugi zurück und spähte um die Ecke eines Gebäudes auf die Seitenstraße. „Freiwillig würde ich mich hier ganz bestimmt auch nicht mehr aufhalten." Er zuckte zusammen, als es einen ohrenbetäubenden Krach gab, wie bei einem Erdbeben und gleich darauf ein gewaltiges Brüllen zu hören war. Offensichtlich war ein weiteres Gebäude dem Blue-Eyes-White-Dragon zum Opfer gefallen, der völlig außer sich zu sein schien. Das hier schien sein Revier zu sein, denn bislang waren ihnen noch keine anderen Karten über den Weg gelaufen. „Ich glaube das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mir wünsche Kaiba wäre hier" flüsterte Jonouchi, dem die Knie zitterten. „Warum verschanzen wir uns nicht einfach in irgendeinem Gebäude?"
„Erstens ist die Gefahr zu groß, dass es auch zum Einsturz gebracht werden würde und zweitens suche ich jemanden." Gab Yugi zurück und zog Jonouchi weiter. „Und wen, wenn ich fragen darf?" „Nun, wenn Kaibas Karten hier überall verstreut sind, dann müssen meine hier auch irgendwo sein. Und ich will meinen Black-Magician finden. Ich bin mir sicher, dass er uns beschützt." „Meinst du?" fragte Jonouchi zweifelnd, schöpfte allerdings wieder etwas Hoffnung.
„Das ist unsere einzige Hoffnung" sagte Yugi leise. „Ganz alleine werden wir hier nicht lange überleben. Ich glaube der Blue-Eyes-White-Dragon ist schon auf der Suche nach uns." Er sah traurig auf den Boden. „Ach Yami, ich wünschte du wärst hier."

„Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich doch glatt meine Gitarre mitgebracht." Sagte Kato zufrieden und ließ sich nach hinten sinken. Ihre kleine Gruppe, bestehend aus Kira, Kaiba, Yami, Marik und Bakura hatte sich um ein von Kira entfachtes Lagerfeuer versammelt. Sie waren jetzt kurz vor der Grenze nach Anagura und wollten die Nacht noch in sicherem Terrain verbringen. Außerdem hatte Kaiba darauf bestanden, dass sie eine Pause machten, da es Yami immer schlechter ging. Er hatte wieder Fieber bekommen und wurde immer schwächer und Kaiba wäre am liebsten umgedreht. Aber Yami bestand darauf weiter zu gehen. Er wollte unbedingt zu Yugi.
Jetzt saß er völlig niedergeschlagen am Feuer. Er brauchte irgendetwas, um sich abzulenken. „Kaiba leihst du mir für einen Moment deine Karten?" fragte er. „Ich brauche irgendetwas, worüber ich nachdenken kann." Er wusste, dass Kaiba normalerweise niemandem seine Karten gab, am allerwenigsten ihn, aber nach allem was passiert war, konnte er sich fast vorstellen, dass Kaiba sie ihm geben würde.
„Das würde ich, aber ich habe sie nicht mehr" sagte Kaiba. Yami sah entgeistert auf, ebenso wie Marik und Bakura. Kaiba ohne seine Karten, das war wie … Yami ohne Yugi. „Seit wann?" fragte Marik. „Seit wir hier sind. Ich muss sie auf der Reise durch die Dimensionen verloren haben." Erklärte Kaiba. „Und dann bleibst du so ruhig?" fragte Yami. „Ich hatte andere Dinge, um dich ich mir Sorgen gemacht habe", entgegnete Kaiba, ohne wirklich zu merken, was er da sagte.
„Yamis Verletzung zu Beispiel?" fragte Bakura grinsend, verstummte aber, als Kaiba ihn mit einem eisigen Blick ansah.
Yami stöhnte in dem Moment leise auf und ließ sich müde zurücksinken, wodurch er einen Streit verhinderte. Kaiba beugte sich sofort über ihn. „Du wärst jetzt sowieso nicht in der Lage dich mit Karten zu beschäftigen" sagte er sanft, während er Yami zu sich zog und dessen Kopf auf seinen Schoß bettete und ihm die Haare aus dem Gesicht strich.
Kato sah Marik und Bakura warnend an. „Wenn einer von euch beiden jetzt etwas sagt, dann enttarne ich euch als das größte Liebespaar aller Zeiten." Verkündete er. „Mit Beweisfotos." Marik und Bakura sahen ihn etwas verunsichert an und beschlossen diesmal lieber den Mund zu halten.

Während dessen suchten Yugi und Jonouchi weiterhin nach dem Black Magician allerdings ohne Erfolg. Erschöpft ließen sie sich auf einer Parkbank nieder. Es war inzwischen Abend geworden und dazu noch bitterkalt. Frierend sah Yugi sich um: „Ich glaube, hier waren wir schon mal...Natürlich! In unserer Welt wäre da hinten unsere Schule." Bei diesen Worten sah ihn Jonouchi zweifelnd an: „Bist du dir sicher? Ich hab nicht das Gefühl diese Gegend zu kennen." Er bemerkte, das Yugi am zittern war und legte ihm den Arm um die Schultern und zog ihn dichter an sich heran. Dankbar für die Wärme, die Jonouchis Nähe mit sich brachte, kuschelte sich Yugi an. „Vielleicht irre ich mich ja auch. Glaubst du wir finden den Black Magician noch?", wollte er von seinem Freund wissen. Dieser zuckte allerdings nur mit den Schultern und schwieg.

Nicht weit von ihnen entfernt spürte der Black Magician die Anwesenheit seines Herrn. Er entledigte sich schnell des ihn angreifenden Monsters und eilte in die Richtung von Yugi. Sein einziger Gedanke war: Hoffentlich komm ich nicht zu spät!

Zur gleichen Zeit schlief die kleine Gruppe um Kira halbwegs friedlich an der Grenze zu Anagura während Kato und Kira Wache hielten. Yami lag immer noch mit dem Kopf in Setos Schoß, der an einen Stein gelehnt tief zu schlafen schien. Marik und Bakura lagen auf dem Boden nahe des Feuers. Im Laufe der Nacht waren sie immer dichter zusammen gerutscht und nun lag Mariks Kopf auf Bakuras Brust und sie hielten sich gegenseitig so fest, das es schien als wollten sie sich nie mehr loslassen. Beide Gesichter zierte ein identisches glückliches Lächeln. Kira und Kato betrachteten die vier Schlafenden grinsend. Auch sie saßen dicht beieinander und unterhielten sich flüsternd. Kato sagte bedauernd: „Schade, das ich keinen Fotoaperrat dabei hab. Diese Bilder könnten noch nützlich sein. Vor allem Marik und Bakura. Einfach herrlich!" Wieder fingen beide leise an zu lachen. Mit einem lauten „Yugi" erwachte Yami und weckte damit auch Kaiba. „Was ist los?", wollte Seto wissen. Yami schien seine Worte gar nicht gehört zu haben, denn seine Augen waren weit geöffnet und es lag eine solche Angst in ihnen, das es Kato, Kira und vor allem Seto kalt den Rücken herunter lief. Endlich löste sich Kira aus seiner Erstarrung. Er sprang auf und war mit drei schnellen Schritten an Yamis Seite und schüttelte ihn nicht sonderlich sanft. Kaiba, dem diese Behandlung nicht sonderlich gefiel, stieß ihn grob bei Seite und legte seine Arme schützend um den immer noch zitternden Yami. Er flüsterte Yami beruhigende Worte ins Ohr, wie er es auch immer bei Mokuba tat, wenn dieser schlecht geträumt hatte. Nach einigen Minuten, die Seto wie eine Ewigkeit vorkamen, klärte sich Yamis Blick und er schaute sich etwas verwirrt um. Um auch noch das letzte bisschen Verwirrung los zu werden schüttelte er benommen den Kopf und sprang schließlich auf. Vergessen waren Schmerzen und Schwäche. Seine einzige Sorge galt Yugi. „Wir müssen weiter! Irgendetwas schreckliches wird passieren! Nun kommt schon. Yugi und Jonouchi schweben in Lebensgefahr!" Verzweifelt wandte er sich schließlich an Kaiba. „Bitte hilf mir..." Entschlossen stand auch Seto auf und nickte zustimmend. Auch er hatte seinen Traum noch nicht vergessen.