In diesem Kapitel trefft Ihr auf einen Charakter aus einem anderen Manga (ein persönlicher Liebling von uns!) Also viel Spass!
Kapitel 7: A narrow escape
Yugi und Jonouchi waren unterdessen auf der Bank ein wenig eingenickt. Yugis Kopf lag auf Jonouchis Schulter und dieser hatte schützend den Arm um seinen kleineren Freund gelegt. Sie waren hier sowieso nirgendwo sicher und sie brauchten einfach den Schlaf, nachdem sie bereits einen Tag und eine Nacht pausenlos durch diese seltsame verlassene Stadt geirrt waren.
Geweckt wurden sie von einem gewaltigen Brüllen. Beide fuhren gleichzeitig aus dem Schlaf hoch und sahen, wie hinter einem Gebäude der Kopf des Blue-Eyes-White-Dragon eindrucksvoll in den Himmel ragte.
„Er hat uns gefunden, Yugi! Lauf!" brüllte Jonouchi und zog seinen Freund auf die Beine. Hand in Hand liefen sie los, aber der Drache folgte ihnen brüllend, die Straße dabei noch mehr verwüstend. Yugis Augen waren vor Angst geweitet und Jonouchis Knie zitterten so sehr, dass er kaum noch laufen konnte. Und dann geschah es. Sie bogen in eine Sackgasse ein, die an einer steilen Häuserwand endete. Atemlos prallten sie dagegen und sahen sich dann schreckensbleich um.
Der weiße Drache, der sich seiner Beute sicher war näherte sich ihnen jetzt langsamer, seinen gewaltigen Körper angriffslustig hin und her schwenkend. Yugi und Jonouchi pressten sich gegen die Wand und beobachteten zitternd sein Näher kommen. „Nein … das … das kann nicht sein." Flüsterte Yugi. „Ich muss … ich muss Yami noch einmal wieder sehen." „Yugi ich… ich muss dir noch etwas sagen." Flüsterte Jonouchi, ohne den Blick vom Drachen zu nehmen. „Ich…"
In dem Moment nahmen beide eine Bewegung wahr und der weiße Drache stockte für eine Sekunde. Zwischen dem Untier und den Jungen erschien in der Luft der Black-Magician, der den Drachen furchtlos musterte. „NEIN!" schrie Yugi und stürmte ein paar Schritte vor. „Das darfst du nicht tun! Du hast ganz alleine keine Chance gegen ihn! Ich will nicht, dass du dich für mich opferst!"
Der schwarze Magier drehte sich zu seinem kleinen Herrn um und lächelte. Dann hob er angriffsbereit seinen Zauberstab. Der weiße Drache stieß noch ein gewaltiges Brüllen aus und nahm dann ebenfalls seine Angriffsposition ein.
Gleichzeitig griffen der Drache und der Magier an. Während der Blue-Eyes-White-Dragon jedoch ziemlich mühelos abwehrte, wurde der Black-Magician schmerzhaft getroffen. Er schrie auf und sank in sich zusammen, den Zauberstab jedoch noch immer fest umklammernd. Es gelang ihm, dem nächsten Angriff auszuweichen, aber er hatte nicht mehr genug Energie, um auch noch selbst anzugreifen. Noch einmal erwischte der Drache ihn und der Magier blutete aus zahlreichen Wunden. Jonouchi hatte alle Mühe Yugi festzuhalten, der dazwischen gehen wollte. „Du kannst nichts tun, Yugi!" brüllte er ihn an. „Aber ich kann nicht zusehen wie er ihn umbringt!" schrie Yugi.
Es war klar, dass der schwarze Magier keinen weiteren Stoß überleben würde. Doch er sah dem Drachen furchtlos entgegen. Der weiße Drache holte gerade zu seinem letzten tödlichen Schlag aus, da geschah es: Es schien einen als würde er aufhorchen. Für eine Sekunde verharrte er in der Bewegung. Dann warf er brüllend den Kopf herum und es sah aus als würde er mit sich selbst ringen. Nach weiteren Sekunden wich er schließlich fauchend und zischend zurück.
„Was … was war das?" fragte Jonouchi verwirrt. „Ich weiß es nicht" antwortete Yugi. „Aber es gibt nur einen einzigen, dem der Blue-Eyes-White-Dragon gehorcht.
Währenddessen hatte sich die Gruppe, die mittlerweile bis nach Anagura vorgedrungen war, um Seto Kaiba versammelt. Keiner konnte sich erklären, was mit ihm geschehen war. Es sah aus wie eine Art Anfall. Er kniete auf dem Boden, die Hände an die Stirn gepresst und sein Gesicht war schmerzverzerrt. Er wand sich wie unter Krämpfen und reagierte nicht darauf, wenn sie ihn ansprachen.
Yami war außer sich vor Sorge und Marik und Bakura waren ganz betreten. Kira war der einzige, der Ruhe bewahrte. Er hatte allen befohlen Seto in Ruhe zu lassen und ihn nicht anzurühren, bis der Anfall vorüber war. Erst nach einigen Minuten sank Kaiba schließlich erschöpft und schwer atmend auf den Steinboden. Yami war sofort neben ihm und legte ihm eine Hand auf die Stirn. „Was war los, Kaiba?" fragte er eindringlich. „Hast du Schmerzen?" „Nein" Kaiba stöhnte leise, während er sich aufrichtete. „Yugi und Jonouchi… der Blue-Eyes-White-Dragon hat sie angegriffen, aber ich konnte ihn unter meine Kontrolle bringen. Ich weiß allerdings nicht wie lange. Wir müssen uns beeilen." Er richtete sich mühsam auf, eine Hand an seiner Stirn.
Entsetzt sah ihn Yami an. „Was soll das heißen? Ist dein Drache lebendig geworden?" „Genau das soll es heißen", antwortete Kaiba unwirsch. Verletzt wandte sich der ehemalige Pharao um. „Dann sollten wir keine Zeit verlieren!", sagte er, an den Rest der Gruppe gewandt. „Scheint als wäre Kaiba wieder er selbst", flüsterte Bakura in Mariks Ohr. Dieser grinste nur und nickte zustimmend. Seto warf ihnen seinen besten eiskalten Blick zu. Instinktiv wichen beide einen Schritt zurück und rückten gleichzeitig näher zusammen, wobei Mariks rechte Hand unauffällig hinter seinem Rücken verschwand und nach dem Millenniums Stab griff. Bakura sah seinen Komplizen kurz warnend an und schüttelte unmerklich seinen Kopf. Jetzt war wirklich nicht der Zeitpunkt Kira die Millenniums Gegenstände wieder ins Gedächtnis zu rufen. Marik verstand und zog seine Hand langsam zurück. Dabei behielt er Kaiba die ganze Zeit im Auge. Bei dem konnte man schließlich nie wissen, was er als nächstes Tat.
Kaiba war mit seinen Gedanken jedoch schon wieder wo anders. Es tat ihm leid Yami so angefahren zu haben. Er verstand ja selbst nicht wieso seine Karten lebendig waren. Allerdings wusste er nicht, wie er sich entschuldigen sollte. Schließlich konnte er, Seto Kaiba, nicht einfach zu seinem ERZRIVALEN (mehr war Yami nicht für ihn! Gaaanz bestimmt nicht!) hingehen und sagen: „Sorry! Tut mir leid! Verzeihst du mir?" Nob, absolut undenkbar. Dass er es am Ende doch tat braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden. Natürlich verzieh Yami ihm und alle waren wieder glücklich und froh. Grabräuber und Grabwächter hatten etwas worüber sie sich amüsieren konnten, Kira und Kato grinsten still vor sich hin und Seto und Yami konnten sich weiterhin selbstbelügen. Nachdem nun alles geklärt war machte sich die kleine Gruppe wieder auf den Weg.
Yugi und Jonouchi standen immer noch mit dem Rücken zur Wand und fragten sich was da gerade passiert war. Langsam ließ der Schock nach und sie konnten sich wieder bewegen. „Wo ist der Black Magician hin, Jonouchi? Er hat doch überlebt?" Tränen standen in Yugis Augen, als er sich suchend umsah. Sein Freund konnte nur hilflos mit den Schultern zucken, da er darauf auch keine Antwort wusste. Schließlich entdeckte Yugi seinen treuen Diener am Eingang der Sackgasse. Sofort stürzte er, gefolgt von Jonouchi, los und fiel vor dem Black Magician auf die Knie. Der Magier war schlimm zu gerichtet. Er blutete aus zahlreichen Wunden und schien in Gefahr das Bewusstsein zu verlieren. Als er Yugi vor sich sah versuchte er aufzustehen und ihn beruhigend anzulächeln. Allerdings blieb es bei einem Versuch. Hätten Jonouchi und Yugi ihn nicht aufgefangen wäre er wieder gestürzt. Trotzdem galt seine einzige Sorge seinem Herrn: „Geht es Euch gut? Hat der Drache Euch auch nicht verletzt?" Unter Tränen schüttelte Yugi den Kopf. „Nein, dank dir. Du hast uns beschützt, mein Freund."
Jonouchi trat von einem Bein auf das andere, sich unruhig umsehend. „Wir sollten ihn von hier wegbringen Yugi" sagte er nervös. „Wir wissen schließlich nicht, wann dieser verfluchte Drache wieder auftaucht. Und wir haben schließlich auch keine Ahnung warum er uns überhaupt in Ruhe gelassen hat. Ich wette das nächste Mal sind wir dran." Yugi nickte, auch wenn es ihm gar nicht gefiel den schwarzen Magier bewegen zu müssen. Jonouchi kniete neben ihm nieder und beide legten einen Arm um den Magier, um ihn zu stützen. „Yami ist nicht bei dir, nicht wahr Yugi?" fragte der schwarze Magier mühsam. Yugi schüttelte traurig den Kopf. Noch nie hatte er seinen Freund aus der Vergangenheit so sehr gebraucht wie in diesem Moment. Aber seit der Drache plötzlich von ihnen abgelassen hatte, hatte er auch wieder Hoffnung geschöpft, dass sein Alter Ego auf der Suche nach ihm war und versuchte über ihn zu wachen…
Er wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen, als ein Furcht erregendes Brüllen den Erdboden zum Erzittern brachte.
„Oh nein, da ist er wieder!" schrie Jonouchi entsetzt. Yugi wagte kaum sich umzusehen, denn er wusste, dass er am Ende der langen Häuserschlucht in der sie sich befanden den Drachen sehen würde. Und das Beben des Bodes verriet, dass er sich schnell näherte. Er sah sich nach einem Fluchtweg um und entdeckte das Flimmern in der Luft direkt vor ihnen. Ein weiteres Dimensionstor. Natürlich wussten sie nicht, wohin es sie bringen würde, aber es war ihre einzige Chance, denn mittlerweile war der Drache sehr nahe herangekommen. Schützend umarmte er den Schwarzen Magier, während sie sich durch das Tor stürzten, den Drachen direkt auf den Fersen. Sein letzter Gedanke galt Yami.
Für eine Weile war alles dunkel und als Yugi die Augen aufschlug war er von einem angenehmen Dämmerlicht umgeben. Das erste was ihm auffiel war der angenehme Geruch. Er setzte sich auf und traute seinen Augen kaum. Er befand sich in einem sehr hohen Raum und überall waren Bäume und Pflanzen, die er noch nie gesehen hatte. Ein paar Meter von ihm entfernt stand eine Gestalt die einen Kimono trug. Sie hatte eine Hand erhoben und der Blue-Eyes-White-Dragon senkte gerade seinen Kopf, wie um den Fremden freundlich zu begrüßen. Dieser drehte sich in diesem Moment zu Yugi um und lächelte ihn geheimnisvoll an. „Wie schön, dass ihr den Weg hierher gefunden habt. Und so einen seltenen Gast habt ihr mitgebracht … Aber Verzeihung ich habe mich noch nicht vorgestellt. Ich bin Count D. Willkommen in meinem Petshop."
Danke fürs Lesen dieser Kapitel! Bald kommt das nächste Kapitel, also stay tunned! (und reviwed fleißig!)
