Juchuu! Der erste Kuss in dieser Story geht an... Trommelwirbel... nee das verrate ich Euch lieber noch nicht. Da müsst Ihr schon selbst weiterlesen!
Kapitel 9: Fights and Reward
Zur selben Zeit war die kleine Gruppe um Kira und Kato mittlerweile fast am Ausgang der Unterwelt angekommen. Kira hatte sie bis an den Anfang eines langen engen Tunnels geführt. Der einzige Weg, den auch Menschen benutzen konnten, um diese Gegenden zu verlassen. Für den Höllenfürsten allein wäre es natürlich keine Schwierigkeit gewesen einen leichteren Weg nach oben zu nehmen.
Der Tunnel war so schmal, dass sie ihn nur hintereinander würden betreten können und er führte steil nach oben. Hin und wieder waren schmale Stufen in den Stein gehauen, die den Aufstieg etwas erleichtern sollten.
Kira wandte sich unauffällig Kato zu. „Bist du sicher, dass du dir das zutraust? Sind deine Verletzungen ganz verheilt?"
„Klar Alter kein Problem. Bin ja nicht aus Zucker" gab Kato großspurig zurück. Aber Kira entging nicht, wie blass er war.
Er nickte. „Ich werde direkt hinter dir sein." Dann sah er auf. Er fühlte etwas … jemand wartete dort oben auf ihn.
„Also los" drängte Yami zum Aufbruch. „Yugi braucht mich."
Mit einem lauten Kampfschrei und erhobenem Schwert stürzte sich Michael auf einen gewaltigen, dreiköpfigen Drachen. Das Monster war plötzlich vor ihm und Raphael aufgetaucht und sofort zum Angriff übergegangen. Um den Windengel zu schützen flog Michael nun mutig und recht ungestüm auf das Ungeheuer zu und rammte ihm sein Schwert in den Leib. Wütend brüllte der Drache auf und fegte den Feuerengel mit einer seiner gewaltigen Pranken zur Seite. Mit einem lauten Krachen stürzte Michael in ein Hochhaus und durchbrach die Wand. Grinsend wischte er sich etwas Blut aus den Augen, das aus einer Platzwunde an seinem Kopf langsam sein Gesicht hinunterlief. „Du willst es also auf die harte Tour, was? Das kannste gerne haben, denn ich muss schließlich Raphael beschützen!" Er spreizte seine Schwingen und startete einen neuen Angriff. Raphael sah dem Kampf voller Angst um seinen Freund zu. Er konnte sich gerade noch davon abhalten Michael zu zurufen, er solle gefälligst aufpassen. Das hätte den temperamentvollen Engel nur abgelenkt. Als Michael allerdings erneut in ein Gebäude geschleudert wurde schrie Raphael erschrocken seinen Namen. Plötzlich schoss eine gewaltige Flamme aus heißem Feuer auf das Monster zu und hüllte es komplett ein. Der Drache brüllte vor Überraschung und Schmerz auf und war kurz darauf verschwunden. Das Feuer hatte ihn vernichtet. Erleichtert atmete Raphael auf. Die Gefahr war für den Augenblick gebannt, dank Michael.
Der Feuerengel, der soeben mit Hilfe seines Elements den Drachen besiegt hatte, kam wankend aus dem halbzerstörten Gebäude, in welches das Monster ihn geschleudert hatte. Kurz bevor er Raphael erreichte brach er völlig entkräftet zusammen. Sofort war der Windengel an seiner Seite und nahm ihn in den Arm. „Was machst du auch immer für Sachen, Mika-chan. Musst du denn jedes Mal den Helden spielen," schollt er seinen besten Freund mit zitternder Stimme. „Hei, keine Panik. Und dank mir bloß nicht, das ich dir den Arsch gerettet hab!" Zärtlich strich Raphael ihm mit der Hand durch die flammendroten Haare. „Ruh dich aus. Im Moment ist ja alles ruhig." Selig schloss Michael die Augen und genoss die sanfte Berührung in seinen Haaren.
Er hatte so lange auf Raphaels Erwachen gewartet. Sooo lange. Und jetzt war immer noch alles genau wie vorher. Nichts hatte sich an ihrer Beziehung geändert. Michael wusste nicht, was er eigentlich erwartet hatte, aber irgendwie hatte er geglaubt, dass sie sich vielleicht … näher sein würden. Dass es ihm leichter fallen würde Raphael zu zeigen, wie viel er für ihn fühlte und empfand. Aber das war genauso schwierig wie vorher. Und es lag noch nicht einmal an Raphael, musste er zugeben. Er selbst schaffte es einfach nicht, sich mehr zu öffnen. Nur in Momenten wie diesem erlaubte er sich selbst ein wenig Schwäche zu zeigen und Raphael näher an sich heran zulassen.
Raphael, der ja in der Heilkunst sehr begabt war tastete vorsichtig über seinen Körper, um herauszufinden, ob etwas gebrochen war. Und Michael musste zugeben, dass ihm das mehr als gefiel. Raphael konnte so sanft sein… bevor er etwas dagegen tun konnte, kam ein winziges Stöhnen über seine Lippen. Ein wenig erschrocken öffnete er die Augen und sah in Raphaels lächelndes Gesicht. „Gefällt dir das?" fragte der, aber nicht so, als wolle er sich über ihn lustig machen.
Michael nickte zögernd. „Ich … ich mag deine Hände" flüsterte er.
„Vielleicht gefällt dir das hier ja dann auch." Raphael beugte sich ein wenig vor und schließlich berührten seine Lippen Michaels. Der stöhnte überrascht auf, als es sich anfühlte, als würden tausend kleine Funken über seine Haut tanzen. Er konnte selber kaum glauben, was er da gerade tat. Er küsste Raphael! Und im selben Moment wusste er, dass es das war, worauf er so lange gewartet hatte. Und es war einfach wunderschön. Voller Verlangen küsste er Raphael zurück und alles andere, sogar Lucifer, der sonst nie ganz aus seinen Gedanken verschwand, war für eine Weile vergessen.
Es muss gesagt werden, dass dieser im Moment auch keinen Gedanken an Michael verschwendete. Er hatte vielmehr mit eigenen Problemen zu kämpfen. Kato hatte sich natürlich mal wieder überschätzt und hing mächtig in den Seilen. Und wie immer wenn es ihm schlecht ging wurde er immer unangenehmer und aufmüpfiger und wollte sich um keinen Preis helfen lassen. Dabei war es eigentlich ganz klar gewesen, dass diese Reise für ihn zu anstrengend werden würde, da er gerade erst seinen neuen Körper bekommen hatte. Kira bereute es schon, dass er jemals eingewilligt hatte.
„Hände weg von mir, ich schaffe das alleine!" fuhr er Kira an, als dieser ihn stützen wollte, da Kato über einen Stein gestolpert war. Kira wusste, dass es keinen Sinn hatte, ihm weitere Hilfe anzubieten. Sie kamen allerdings kaum voran und der Weg durch die Dämonenwelt würde sich so noch eine Weile hinziehen. Vor allem, weil sie mit Yami einen weiteren Verletzten hatten.
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