Hi Leute!
Nun, das hat ja mal wieder gedauert bis ich mit 'nem Update rüberkam. Es tut mir auch gaaanz schrecklich leid!
Diesmal gibt es eine längere Episode mit Yugi und Jonouchi.
Lasst euch bitte nicht aufhalten Reviews zu schreiben. Es tut nämlich richtig gut zu wissen, was ihr von unserer Geschichte haltet.
Nun aber genug geplappert. On with the story!
Tea Time
„Yugi! Mensch, Alter, mach endlich die Augen auf!", verzweifelt beugte Jonouchi sich über seinen besten Freund, der nach dem Anblick des weißen Drachen und des merkwürdigen Fremden einfach ohnmächtig geworden war. Count D hatte inzwischen den schwarzen Magier versorgt und war nun dabei für alle seine Gäste Tee zu kochen, denn schließlich beruhigt Tee die Nerven. Er rief Jonouchi aus der Küche zu: „Mach dir keine Sorgen. Dein Freund wacht bald wieder auf. Es war wohl alles etwas zu viel für ihn." Doch seine beruhigenden Worte konnten Jonouchis Angst nicht mindern. Leise flüsterte er Yugi ins Ohr: „Wach doch auf! Was soll ich denn ohne dich hier machen?"
Pünktlich zum Tee erschien Leon mit Gebäck und Kuchen; natürlich so süß wie möglich. „Ah, mein lieber Detective. Ich hatte mich schon gefragt ob du heute kommst. Bitte sei heute etwas leiser, denn im Nebenzimmer ruht sich gerade ein Gast von mir aus.", mit diesen Worten begrüßte Count D seinen ‚Verehrer', der selbstverständlich nur gekommen war um den Count wieder irgendwelcher illegalen Geschäfte zu beschuldigen. „Hier für dich!", sagte Leon leicht rot werdend und überreichte D das Päckchen mit den Naschsachen. Der Count klatschte begeistert in die Hände und nahm ehrfürchtig das Geschenk in Empfang: „Meine Lieblingstörtchen! Du sollst dir doch nicht immer solche Umstände machen." Mysteriös lächelnd beugte er sich vor und flüsterte Leon zu: „Ich glaube fast, du magst mich!" Bevor Leon darauf etwas erwidern konnte hatte sich D schon umgedreht und ging zum Tisch hinüber, dabei schien er allerdings mehr zu gleiten als zu gehen wie der Detective mal wieder fasziniert feststellte. Und dieser Hintern... einfach zum reinbeißen. Verwirrt von seinen eigenen Gedanken über den rätselhaften Pet Shop Besitzer ließ sich Leon auf dem Sofa nieder und nahm fast dankbar eine Tasse Tee in Empfang von der er wusste das sie zu viel Zucker enthalten würde.
Im Nebenzimmer war Yugi inzwischen aufgewacht. Als Jonouchi dies bemerkte stürzte er sich mit einem lauten Freudenschrei auf seinen Freund und küsste ihn überglücklich auf den Mund. Überrascht, aber nicht abgeneigt, erwiderte Yugi den Kuss, denn schließlich hatte er lange auf diesen Augenblick gewartet. Selbst hätte er allerdings nie den Mut dazu aufgebracht. Vielleicht bestand ja doch die Möglichkeit, das Jonouchi ihn und nicht Kaiba wollte.
Angelockt durch den Schrei stürmte Leon mit gezogener Waffe ins Zimmer und brüllte: „Polizei! Hände hoch! Ich bin bewaffnet! Lass sofort den Jungen los oder du bist Geschichte!" Erschrocken ließen Jou und Yugi von einander ab und drehten sich entsetzt zu dem aufgebrachten Detective um. Count D erschien plötzlich hinter Leon und legte ihm beruhigend die Hand auf die Schulter. Blitzschnell legte der LA Cop dem Chinesen Handschellen um und versuchte dabei erfolglos Bilder eines nackten, ans Bett gefesselten Count aus seinen Gedanken zu verbannen. „Ich hätte nie gedacht das du Kinderschänder bei dir versteckst. Das geht selbst für dich zu weit." Traurig fügte er hinzu: „Du bist hiermit verhaftet." Hatte Leon mit einer ärgerlichen Reaktion des Counts gerechnet überraschte dieser ihn aufs neue. Anstatt ärgerlich zu werden fing D an zu lachen. Alle im Raum schauten ihn erstaunt an und Leons erster Gedanke war ‚Dreht er jetzt komplett durch? Glückwunsch Leon, du hast den Grund deiner schlaflosen Träume in den Wahnsinn getrieben!'
Langsam beruhigte Count D sich wieder und auf Yugi und Jonouchi zeigend sagte er: „Ich glaube du irrst dich mal wieder, mein lieber Detective. Für mich hatte es nicht den Anschein das mein kleiner Gast dieser kleinen Zurschaustellung von tiefer Freundschaft und Liebe abgeneigt gewesen wäre. Du kannst mich also getrost laufen lassen. Es sei denn du möchtest mich dafür verhaften, das sich zwei Junge Menschen in meinem Haus ihre Liebe beweisen." Erwartungsvoll und mit hochgezogener Augenbraue sah D Leon in die Augen.
„'türlich nicht!" Vor sich hingrummelnd nahm der Detective dem Count die Handschellen wieder ab und drehte sich abrupt um um ins Wohnzimmer zurück zugehen.
Lächelnd schaute D ihm hinterher. Leise seufzend drehte er sich dann zu seinen Gästen um und sagte freundlich: „Entschuldigt sein Verhalten. Er ist manchmal etwas aufbrausend, aber eigentlich ganz zahm. Kommt doch auch ins Wohnzimmer hinüber. Wir wollten gerade Teetrinken. Leon hat auch Gebäck mitgebracht." Mit diesen Worten ließ auch der Count die zwei Freunde alleine.
Es hätte nicht viel gefehlt und Yugi wäre wieder in seine gnädige Ohnmacht zurückgesunken. Ein Kuss von Jonouchi und gleich darauf mit einer Pistole bedroht zu werden – das war doch ein bisschen viel. Besonders jetzt, da er Yami, an dessen schützende Nähe er sich schon gewöhnt hatte, nicht an seiner Seite hatte. Leise seufzend lehnte er sich an Jonouchi.
„Entschuldige Yugi!" Sagte dieser ungewohnt sanft und zog ihn an sich. „Ich war eben vielleicht ein bisschen stürmisch, aber es ist einfach so über mich gekommen. Ich war so froh, als du endlich wieder die Augen aufgeschlagen hast."
„Ist schon in Ordnung Jonouchi" beteuerte Yugi und kuschelte sich Schutz suchend noch etwas näher an seinen Freund, was dieser nur zu gern geschehen ließ. „Es hat mir wirklich überhaupt nichts ausgemacht, im Gegenteil." Er lächelte Jonouchi an und sah sich dann in dem Raum um, in dem sie gelandet waren. „Aber mich interessiert wirklich, wo wir hier sind. Denkst du, dass Yami mich hier jemals wieder finden wird?"
Jonouchi spürte einen winzigen Stich der Eifersucht, als Yugi offenbar schon wieder an Yami dachte. Es gefiel ihm nicht, dass jemand seinem Freund näher stand als er selbst, obwohl er doch wirklich alles für Yugi getan hätte! Aber damit würde er wohl leben müssen. Immerhin war er es, der Yugi eben geküsst hatte und dem hatte es offenbar gefallen. „Ganz bestimmt findet Yami dich auch hier" sagte er deshalb nur. Dann half er seinem Freund aufzustehen. Der Besitzer dieses merkwürdigen Ladens und sein seltsamer Freund waren ihm höchst suspekt und er wollte sie lieber nicht warten lassen. Außerdem war er nach allem was er in den letzten Stunden erlebt hatte mittlerweile so hungrig, dass er ohne Probleme Kaibas dreiköpfigen Drachen hätte verspeisen können.
