Der abgetrennte Zopf

Kapitel 6 „Ruhe vor dem Sturm"

Er hatte gesagt, es wäre nicht sonderlich weit, er würde nur maximal zwei bis drei Wochen unterwegs sein.
Jetzt waren es drei Monate.
Er war fort, und nur Malik war es, den ich für wenige Augenblicke des Tages sah. Ich vermisste sogar den dämlichen Gaul und ich hatte immer noch nicht gefragt, wie es hieß.

Das war natürlich kein gutes Vorankommen in Sachen Freundschaft zwischen Elessa und ähm... Pferd!

Jeden Morgen wachte ich mit der enttäuschenden Erkenntnis auf, das Altair über Nacht nicht zurückgekehrt war.

Ich verbrachte die Nächte teilweise schlaflos, sah immer wieder zur Tür. Wenn ich meine Augen schloss, sah ich seine grauen Augen vor mir, wie sie mich ansahen, wütend, lächelnd, oder von Lust verschleiert.

An diesen Abenden erinnerte ich mich voller Sehnsucht an seine Küsse und Berührungen und die Angst, er könne nicht mehr nachhause kommen war mehr als nur präsent. Ich wusste, was er war, was er tat und warum er es tat.

Er würde für seine Überzeugung sterben, und daran konnte auch ich nichts ändern. Obgleich ich von Malik wusste, dass ich Altair sehr wichtig war.

Dieser sagte mir auch immer wieder, dass es Altair gut ginge, ich mich nicht zu Sorgen brauchte und er lediglich einen schweren Auftrag bekommen hatte.

Mein Rücken war verheilt. Die Narben waren weich, nicht wulstig oder dick. Der einzige Unterschied war die blasse Farbe zu meiner anderen Haut.

Malik hatte ganze Arbeit geleistet. Eigentlich brauchte er es nicht, aber er kam jeden Abend vorbei um nach mir zu sehen. Brachte mir Nachricht von Altair und tröstende Worte.

In der Zeit gab es sogar Tage, wo ich seine ganzen Gemeinheiten vermisste.

Ich würde lieber die ganze Nacht wieder die rauen, weißen Roben schrubben, wenn ich nur wüsste, wo er war, oder noch besser, wenn ich ihn hier hätte.

Lieber würde ich mich wieder durch die Gegend treten lassen. Ganz so schlimm war es ja doch nicht. Da war das Peitschen schlimmer gewesen... aber auch das würde ich erneut in Kauf nehmen.

Ich war unglücklich wie noch nie.

Die Sehnsucht und Trauer war groß. Ich konnte meine Gedanken gar nicht von Altair ablenken.

Im Stillen fragte ich mich, ob er auch an mich dachte und wiederum hoffte ich, dass er sich auf seine Aufgabe konzentrierte und nicht verletzt wurde.

In meinem Herz herrschte Leere, in meinem Kopf das größte Chaos. Hier war nichts weit und breit um mich ablenken zu können. Auf die Felsen war ich hinaufgeklettert, nur um noch mehr Felsen zu Masyaf wollte ich nicht, allein wenn ich an den Alten dachte, hätte ich schreien können.

Wo zuvor Angst war, war nun Wut.

Er wollte mich töten, obgleich er genau gewusst hatte, wie Altair zu mir stand. Er hatte Altair für mich schlagen lassen, wozu überhaupt kein Anlass bestand.

Ich erinnerte mich kaum an die Prozedur. Ich bin bewusstlos geworden und erst Tage später durch Altairs und Maliks guter Pflege wieder aufgewacht.

Memeth und andere Dorfbewohner fragten regelmäßig nach mir. Memeth backte sogar oft Haferkekse für mich und gab sie Malik mit. Ich wusste das Malik sich welche davon nahm. Kein Problem, das war schließlich das Mindeste womit ich ihm danken konnte.

An die neue Einsamkeit wollte und wollte ich mich nicht gewöhnen. Ich war gut und vollständig versorgt, ernährte mich allerdings nur zwischendurch von den Plätzchen. Ohne Altair hatte ich keinen Hunger, ohne ihn wollte ich nicht essen, nicht wach sein! Gar nichts.

Als ich merkte, dass meine Gedanken nur um ihn kreisten, wurde mir mehr als nur bewusst, dass ich ihn wirklich liebte.

Er war nicht bei mir und meine Gefühle probten schon seit Wochen einen Aufstand. Ich wollte aufbrechen, nach ihm suchen, aber ich wagte es nicht diesen Ort zu verlassen auch wenn mein Herz mich antreiben wollte.

An einem Abend hielt ich es nicht mehr aus. Die Sonne ging bereits rot im Westen unter, dennoch schrie ich wütend auf, rannte zum Fluss herunter. Unterwegs warf ich einfach meine Kleidung auf den staubigen Boden und stürzte mich dann einfach ins kühle Wasser.

Das wilde Schwimmen minimierte meine mühsam aufgebauten, neuen Energiereserven und es dauerte nicht lange, als ich zurück ans Ufer kroch und mich einfach in den weichen Schlamm legte.

Ich hatte einfach keine Lust aufzustehen und nach meinen Klamotten zu suchen, stattdessen lag ich hier auf dem Rücken und starte in den bunt gefärbten Himmel. Für diese Monate war es normal, dass der Himmel am Abend erst rötlich und anschließen dunkel lila bis schwarz wurde. Wenn der Mond nicht schien, sah man viele Sterne am Firmament und im Moment hatte ich nichts besseres zu tun, als diese einfach zu zählen.

Ich konnte weder lesen noch schreiben, Zählen nur, weil mein Vater mir das mit viel Geduld und Ruhe beigebracht hatte. Aber einige Sternenbildnisse kannte ich. Und ich sah gerade in das des Aquilas auf. Des Adlers.

„Altair," flüsterte ich leise und seufzte.

Ich lag noch lange Zeit einfach dort, bevor ich aufstand und meine Kleidung im Dunkeln zusammensuchte.

Ich zog mich an und ging wieder zurück um schlafen zugehen.

Gerade hatte ich die Tür berührt, als ein leises Wiehern an mein Ohr drang.

Malik war schon da gewesen... ich drehte meinen Kopf und sah eine vermummte Gestalt in weißen Roben auf mich zureiten.

Im ersten Moment wollte ich rufen und schreien, doch sein langsamer Ritt und seine Körperhaltung stoppten mich.

Er wirkte angespannt und als er näher kam sagte er kein Wort. Er grüßte nicht, weder mit Worten, noch mit dem Körper. Sein Blick ruhte nur wachsam auf mir. Ich sah seine Augen nicht, konnte seinen Blick nicht deuten, und wie so oft nicht lesen.

Ich ging ihm langsam ein Stück entgegen und nahm das Pferd an der Trense.

„Hallo," flüsterte ich, nachdem er immer noch nichts sagte. Er stieg ab und löste den Sattel während ich das Tier mit einem Strick fest band und ihm Wasser hinstellte.

Noch immer hatte er nichts gesagt. Er betrat das dunkle Haus und ich folgte ihm langsam.

Die Öllampe spendete nur spärliches Licht, doch dies schien er nicht zu benötigen. Fast automatisch schnallte er sich seine Rüstung ab und ließ sie sich von seinem Körper gleiten.

„Warum bist du um diese Zeit draußen?"

Seine Stimme ließ mich aufhorchen. Sie klang leer aber ich glaubte darin einen brodelnden Zorn zu erkennen.

„Ich war baden," antwortete ich leise.

Er verharrte in seinen Bewegungen. Er sah mich an, lauernd und zornig.
Ich konnte nicht so schnell reagieren wie er hervor sprang und mich packte.
Seine Hand umschloss meine Schulter und drückte so fest zu dass ich vor Schmerz aufschrie.

„LÜG mich nicht an, Elessa! Haltest du mich für dumm? Deine Kleidung ist sandig, deine Haare trocken. Du siehst nicht gerade aus, als hättest du ein Bad genommen!"
Mit jedem Wort wurde seine Stimme wieder leiser.

„Ich lag lange am Ufer," presste ich zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor. Als Altair nicht reagierte fügte ich noch hinzu: „Es ist wahr! Was soll ich alleine im Bett?"

Er ließ mich los und ich rieb mir die schmerzende Stelle. Am nächsten Tag würde ich dort blaue Flecken finden.

Er drehte sich um und entledigte sich seiner Roben.

„Leg dich hin," knurrte er.

Ich sagte nichts, tat aber was er sagte. Zusehr war ich von seiner Reaktion bis jetzt recht enttäuscht, aber längst hatte ich keine Angst.

Altair zog noch sein Hemd und seine Stiefel aus und folgte mir dann. Ich war ziemlich weit an die Wand gerutscht und hatte mich auf den Bauch gelegt. Ich vermied es ihn anzusehen da ich genau wusste, dass er bei Augenkontakt noch aggressiver werden konnte.
„Zieh dich aus!"

Ich hob ruckartig meinen Kopf und sah ihn an. Röte schoss mir ins Gesicht. „Was?"

Die Frage rutschte mir vor lauter Überraschung heraus. Ihn in diesem Zustand überhaupt auch nur anzusprechen war reiner Selbstmord.

Ich hätte mich für meine Unbeherrschtheit am liebsten geohrfeigt, doch das übernahm bereits er.

Es war lange her, seit der letzten Ohrfeige. Ich hatte die Erfahrung verdrängt, was sein Schlag in mir auslöste. Altair war so stark. Seine Ohrfeigen waren dreimal so hart wie die meiner Eltern gewesen waren.

Ich brauchte kein Licht um zu wissen wie mich Altair ansah. Lebhaft konnte ich mir vorstellen wie seine grauen Augen vom Zorn verdunkelt mich durchdrangen, als sei ich ein Beutetier, kein Mensch den er liebt.

Ich zwang mich so ruhig wie möglich zu bleiben und richtete mich auf. Mit einer zitternden Bewegung zog ich mir meine Tunika über den Kopf.
Das Schamgefühl trieb mir die Tränen in die Augen und obgleich es in dem Zimmer trotz Öllampe recht dunkel war, war ich mir sicher, dass Altair mich genau sah.

Ich strich mir mit einer fahrigen Bewegung meine Hose über die Hüfte und es war Altair, der sie mir aus der Hand riss. Mit einen Aufschrei zuckte ich zurück und hob automatisch meine Arme um vor ihm meine Blöße zu bedecken.

Er packte meine Handgelenke und zog mich mit einem Ruck zu mich. Ich schrie erneut erstickt auf und kniff die Augen in Erwartung eines Schlages zusammen. Doch der kam nicht. Stattdessen legte Altair seine Hand auf meinem Bauch und fuhr sanft, fast ehrfürchtig darüber.

Er atmete stoß weise und schwer. Ich sah wie seine Nasenflügel bebten und ihm Schweißperlen auf der Stirn standen.

Seine Hand wanderte nach oben und strich über meine Brust. Mühselig unterdrückte ich den nächsten Schrei, schloss die Augen und legte den Kopf auf die Seite.

Egal was nun passierte... ich würde keine Reaktion von mir geben, es könnte meine Letzte sein.

Seine Hand wanderte über meinen Hals und Gesicht ehe sie verschwand. Dann spürte ich seinen warmen Atem an meinen Nacken. Ich öffnete meine Augen und sah ihn an.

Darauf schien er gewartet zu haben, denn er senkte gleich seine Lippen auf meine und küsste mich.

Seine Zunge drang wild in meinem Mund ein. Ich stöhnte erschrocken auf, als er in meine Haare griff und mich daran hinderte, dass ich den Kopf wegdrehen würde.

Altair ließ erst von mir ab, als mir bereits die Luft ausgegangen war. Ich hustete und schrie auf, als ich seinen feuchten Mund an meinem Hals spürte und seine Finger zwischen meine Beine glitten.

„Nein!"

Ich löste mich aus der lähmenden Angst, griff nach seiner Hand und kniff die Beine zusammen.

„Altair, bitte!" Ich brüllte aus Leibeskräften. Das konnte nicht wahr sein! Das war doch nicht Altair?

Ich hielt seine Hand so fest, wie es mir möglich war und stemmte mich gegen seinen Oberkörper.

„Hör auf. Hör auf, Altair Ibn La Ahad!"

Der Angesprochene erstarrte und verkrampfte sich. Seine Atmung war immer noch schwer und Schweiß lief ihn in kleinen Rinnsalen über die Stirn.

Und plötzlich verschwand seine Anspannung und er sank auf mich nieder. Sein Kopf lag auf meiner Schulter und sein Körper begrub mich fast ganz unter sich.

Was war nur geschehen?

Ich ließ seine Hand los und legte meine Arme um seine Schulter.

„Was ist passiert, Altair?" flüsterte ich leise und versuchte ihm ins Gesicht zu sehen, doch er drehte seinen Kopf langsam weg.

Nein, dieses mal nicht. Dieses mal würde ich nicht zulassen, dass er mir eine Antwort schuldig blieb!

Altair schien meine Entschlossenheit zu spüren.

„Ich... war lange weg," murmelte er. Seine Stimme klang hohl und wirklich leer. Keine Wut klang darunter.

„Ich weiß," Ich beugte mich zu ihm und küsste ihn auf die Stirn. „Ich habe jeden Moment an dich gedacht," fügte ich noch hinzu und er sah zu mir auf.

Er stemmte sich zu mir hoch und hauchte einen zarten Kuss auf meine Lippen.

„Ich auch," gestand er mir und küsste mich erneut.

Ich ließ seinen zärtlichen Kuss zu und umarmte ihn erneut. Dann legte ich meinen Kopf auf seine Schulter und atmete sanft seinen Duft ein. Schweiß und Blut, Pferd und etwas, was ich immer noch nicht definieren konnte.

Zwischen uns herrschte ein bedrücktes Schweigen. Ich war mir nicht sicher, was geschehen wäre, wäre Altair nicht... zu Vernunft gekommen.

Eigentlich wusste ich es, versuchte den Gedanken aber nicht zuende zudenken und vergrub ihn unter dem fiebrigen Grübeln um Altairs Schweigen endlich zu brechen.

„Wie heißt es eigentlich?"

Ich hielt ihn immer noch im Arm.

Altair hatte lediglich nach der rauen Wolldecke gegriffen und ich hatte nun lange genug in die Dunkelheit gestarrt um endlich die Stille zu beenden.

„Was?", fragte Altair und ich spürte wie er den Kopf hob um mich anzusehen.

„Na dein Pferd," meinte ich und Altair lachte leise.

„Jetzt lebst du schon so viele Monate bei mir, doch du hast nie nach seinem Namen gefragt!", bemerkte er und drehte sich auf den Rücken und lag nun neben mir.

„Was dagegen, wenn ich mich wieder anziehe?", fragte ich und ich spürte wie mir die Röte erneut ins Gesicht schoss.

„Nein," brummte Altair und ich tastete in der Dunkelheit nach meiner Kleidung.

Die Finsternis erleichterte es mir, mich aufzurichten und mir die Kleidung überzuziehen.

„Na, wie heißt es denn jetzt?", fragte ich erneut, als ich mich neben ihn legte und meinen Kopf vorsichtig auf seine Brust ablegte.

„Liakun," meinte Altair matt und ich nickte.

„So klingt jemand, der ständig beißt und tritt!"

„Ich weiß auch nicht, was er gegen dich hat!"

Ich seufzte leise und rutschte noch ein wenig weiter in seinen Arm.

Mein Erfolg war nur von sehr kurzer Dauer. Altair schwieg erneut, lag nur neben mir und atmete ruhig ein und aus.

„Es tut mir Leid," flüsterte er schließlich und ich hob den Kopf und versuchte ihn anzusehen.
„Was auch immer," meinte ich leise. „Es ist in Ordnung."

Ich merkte wie er den Kopf schüttelte und sich aufsetzte.
Oh nein! Nicht abhauen!

Schnell rutschte ich hinter ihn und legte ihm meine Arme um die Schultern.

„Es ist ja nichts passiert! Du bist gesund zurück gekehrt, alles andere zählt nicht, Altair! Ich habe auf dich gewartet und bin froh, dass du da bist."

Altair atmete tief ein und legte dann seine Hand auf meine, ehe er sich gegen mich lehnte.

„Sei ehrlich zu mir, Elessa," murmelte er nun und ergriff meine Hand. „Geht es dir hier gut? Kannst du dir vorstellen weiter... mit mir weiter hier zu leben?"

Ich ließ mir Zeit mit der Antwort und war dennoch darauf bedacht, seine wenige Geduld nicht zu strapazieren.

Ich ging die Fragen nun systematisch an.

„Mir geht es gut, du hast mir ein Zuhause gegeben und mir nun so oft das Leben gerettet, dass ich mich nun fast darauf verlassen würde, dass du in jeder Gefahr für mich auftauchen würdest," meinte ich leise.

Meine Umarmung wurde unwillkürlich fester und ich legte meinen Kopf auf seine breite Schulter ab.

„Anfangs wusste ich nicht... wie das zwischen dir und mir weitergehen würde. Ich kam nicht mal auf die Idee, dass du mich hattest heiraten wollen. Ich dachte... du hättest mich nur geholt um mich als Sklavin für dich arbeiten zu lassen. Anfangs sah es danach aus..."

Ich sprach nicht weiter. Unsere Situation war sehr verwirrend.

Es war mir mehr als nur bekannt, dass Altair mich liebte. Doch gesagt hatte er es noch nie, zumindest nicht in meinem Beisein.

Aber vielleicht würde ich ihn nun aus der Reserve locken können.

„Ich wollte dir nie wehtun," sagte Altair. Seine Stimme klang fest, als ob er sich die Worte bereits zurecht gelegt hatte.
„Aber ich war mir nie sicher, ob du jemals das erwidern könntest was ich... für dich fühle."

Seine Stimme wurde wieder leiser. Es schien tatsächlich zu klappen.

„Wieso ausgerechnet ich?" fragte ich nun.

Dies war eine Frage, die mir oft gekommen war.

„Es gab in Jerusalem viele Frauen. Frauen die größer und kräftiger waren, teilweise von guten Stand. Warum hast du mich Pechvogel von allen gewählt?"

Altair löste sich sanft aus meiner Umarmung.
Er strich vorsichtig über mein Gesicht und fuhr mit seiner Hand durch mein struppiges Haar. Es war endlich etwas länger, obgleich ich mich sehr an die kurzen Haare gewöhnt hatte.

„Ich habe mich nun mal in dich verliebt, nicht in eine besser gebaute Frau, oder eine reiche Frau. Ich habe mich in den kleinen Pechvogel aus den dunklen Seitenstraßen verliebt. Und das schon länger als erst seit meinen letzten Besuch," meinte er und küsste mich sanft auf die Lippen.

Ich erinnerte mich daran, dass Malik mal zu mir gemeint hatte, dass zu viele Gefühle Altair verwirrten und entschied, dass ich es für heute Nacht gut sein lassen wollte um ihn Stück für Stück näher kennenzulernen.

Er hatte zumindest gesagt, dass er sich in mich verliebt hatte. Das war doch schon fast ein „Ich liebe dich!".

Mehr Ansprüche sollte man an ihn nicht stellen, vorerst.

Am Morgen erwachte ich noch vor Altair. Er hatte sich mit dem Rücken zu mir gedreht und schlief noch tief und fest.

Ich stand auf und wollte gleich seine mitgebrachte Wäsche im Fluss waschen.

„Morgen, Liakun," rief ich dem Pferd zu, dass sogleich zu mir auf sah und schnaubte.

Mittlerweile war ich recht schnell darin, Altairs schwere Roben zu waschen. Es kam mir auch längst nicht mehr so schwer vor wie am Anfang.

Ich runzelte die Stirn und mir wurde klamm in der Brust, als ich mich an die vergangenen Tage erinnerte.

Die tägliche Angst vor Altair, der mehr als nur bedrohlich wirkte. Ein unlesbares Pergament. Seine Gefühle schwankten, es war nie abzusehen wie es ihm gerade ging, was er dachte oder tun würde.

Ein Rätsel auf zwei Beinen.

Doch nun war es anders. Altair war immer noch unberechenbar, unbeherrscht. Doch in ihm war nun etwas, dass scheinbar seit langer Zeit heraus wollte, und das verwirrte ihn.

Der Grund dafür war ich.

Ich hing die schwere Kleidung zum trocknen auf und fütterte dann Liakun, der nach mir wieder einmal biss.

„Ho, hör schon auf Liakun! Hier, nimm das!"

Ich streckte ihm eine Hand voll Hafer hin und ließ ihn aus meiner Hand fressen. Seine weichen Lippen kitzelten meine Handfläche und ich lächelte.

„Guter Junge," meinte ich und warf ihn noch ein wenig Heu hin, ehe ich in das Haus trat.

Altair schlief immer noch und ich beschloss noch ein wenig aufzuräumen, ehe er aufwachen sollte.

Doch er schlief noch einschließlich bis mittags.

Ich saß am Haus und reinigte den Sattel und das Zaumzeug des Pferdes als er zu mir trat und sich wortlos neben mich setzte.

„Ich hoffe, du hast gut geschlafen," meinte ich nur leise und vermied es ihn anzusehen.

Altair antwortete nicht, er sah mir lediglich bei meiner Arbeit zu.

Als ich fertig war, legte ich den Sattel beiseite und wollte an Altair vorbeigehen um das Haus zu betreten, doch er streckte den Arm nach mir aus, ergriff mein Handgelenk und zog mich mit einem heftigen Ruck zu sich.

Mit einen erstickten Schrei landete ich auf seinem Schoß.

„Schau nicht so erschrocken," murmelte er und küsste sanft meine Lippen. „Ich tue dir nichts."

Ich nickte nur wortlos und blieb bei ihm sitzen.

Irgendwie schaffte ich es, meine aufsteigende Angst nieder zu kämpfen und meinen Kopf an seine Schulter zu lehnen. All das verlangte noch so viel Überwindung von mir, obgleich ich mich immer wohler bei ihm fühlte. Hin und wieder kam mir sogar der Gedanke, dass ich mit ihm und seinen Launen gut umgehen könnte. Aber tief in mir schlummerte das Wissen, dass ich hier absolut nichts unter Kontrolle hatte und die Hölle losbrechen könnte, wenn Altair die Kontrolle verlieren würde.

„Was ist es?", fragte dieser nun und ich sah stirnrunzelnd zu ihm auf.

„Was meinst du?", fragte ich und er lächelte freudlos.

„Was ist es, was dein Herz nun so schnell schlagen lässt?"

Röte schoss mir unaufhaltsam ins Gesicht. „Es..."

Ich konnte ihm jetzt unmöglich sagen, dass es die allmächtige Angst war, die seit Wochen nun schon mein ständiger Begleiter war. Aber ich wollte ihn auch nicht anlügen.
„Es sind... Zweifel!", meinte ich und atmete heftig aus.
„Warum Zweifel?"

„Ob... i.. ich alles soweit richtig mache!", meinte ich, und das nicht mal ganz gelogen. Ich gab mir wirklich größte Mühe, meinen Pflichten nachzukommen.

Doch Altair gab sich mit der Antwort nicht sonderlich zufrieden.

Er erwiderte vorerst nichts, lehnte lediglich sein Kinn auf meine Schulter und hielt mich in seinem Arm.

„Du zweifelst an etwas anderem," sagte er schließlich.

Ich seufzte. So etwas musste ja jetzt kommen. Ich sagte nichts, hoffte eigentlich, dass er es fallen lassen ließ, dieses unbequeme Thema, doch den Gefallen tat er mir nicht.

„Du zweifelst an mir. Du hast Angst, dass ich außer Kontrolle geraten könnte, nicht wahr?"

Der Ton in seiner Stimme schwang bedrohlich. Er sah mich nicht an, doch sein Gesicht war angespannt und ich sah sie darauf sitzen wie ein Hornisse an der Hausmauer. Die Wut.

„Hör mal, Altair," murmelte ich und löste mich sanft aus seiner Umarmung.

Ich brachte ein wenig Distanz zwischen uns, um ihn in sein Gesicht sehen zu können.

„Es ist nicht immer einfach, mit dir umzugehen. Im ersten Augenblick bist du so, und urplötzlich bist du ein ganz anderer. Gestern Abend ist ein gutes Beispiel dafür," meinte ich leise und ergriff seine Hand.
„Ich bin mir sicher, dass es auch für dich mehr als nur eine einfache Umstellung ist. Ich weiß, dass du mir nichts tun möchtest und egal was von nun an passiert, ich vertraue auf dein Wort."

Es war wirklich schwer, in Momenten wie diesen die richtigen Worten für ihn zu finden.

„Ich..." Altair senkte seinen Kopf.

Es waren die falschen Worte!

Er sprang auf und ging mit langen, ausgreifenden Schritten an mir vorbei.
„Halt, Altair!"

Was mir in diesem Moment Mut verlieh?

Ich vermochte es nie herauszufinden.

Sofort kam ich auf die Beine und rannte ihm hinterher.

Nur mit Mühe erreichte ich ihn, berührte mit meinen Fingerkuppen seinen Ellbogen und ergriff diesen dann.

„Warte doch!"

Der Assassine wirbelte herum und bannte mich auf der Stelle fest.

Nur mit Mühe zuckte ich nicht zusammen.

Ich ergriff einfach seine Hände.
„Nun sag, Altair. Was ist es, was dich so zerreißt? Es sind auch Zweifel, nicht wahr? Zweifelst du denn an mir?"

Langsam schüttelte er den Kopf.

Er stand groß und bedrohlich vor mir. Ich ging ihm höchstens bis an die Brust und er sah auf mich hinab wie ein Jäger auf seine Beute.

„Ich zweifel nicht, Elessa," flüsterte er leise. Sein Blick ruhte warnend auf mir und ich war mir nicht sicher, ob es nur Wut war.

„Ich... weiß..."

Ich verstand nicht, was er sagen wollte.

„Was weißt du, Altair? Sprich bitte nicht in Rätseln zu mir," murmelte ich und war sehr um einen ruhigen Tonfall bemüht.

Altair sagte nichts. Er strich mir nur das Haar aus dem Gesicht und legte seine große Hand auf meine Wange.

Ich überbrückte die Distanz zwischen uns und legte meine Arme um ihn und lehnte meinen Kopf an seine Brust.

Es dauerte einen kurzen Moment ehe er nun auch seine Arme um mich legte und mich fest an ihn presste.

Altair ging nicht.

Er blieb bei mir, schweigend, mich liebkosend und anscheinend immer mehr darauf bedacht, in meiner Nähe zu sein.

Die Momente in denen wir gemeinsam zu Bett gingen wurden intensiver... inniger.
Altair wurde sehr leidenschaftlich und äußerte dies in seinen Küssen und Berührungen. Mehr passierte jedoch vorerst nicht.

Er erweckte neue Gefühle in mir. Fast eine Art Begierde.
In dem Moment, wo er von mir ab ließ, hungerte ich fast nach ihm und seinen Berührungen. Vermisste ihn, obgleich er eigentlich neben mir lag.

So ging es einige Tage lang bis er schließlich mehr verlangte.

Ich lag in Altairs Armen.

Seine Hand fuhr nun wieder liebkosend über meine Körperseite.

„Ich will dich heute Nacht, Elessa," flüsterte er mir heiser in mein Ohr wobei ich nun massiv errötete.

„Ich... hab noch nicht... ich wurde von keinem Mann je besessen," murmelte ich und Altair lächelte sanft.
„Ich weiß, du gehörst nur mir," hauchte er und küsste mich erneut.

„Ich warte schon so lange darauf!"

Ein Schauer durchlief mich, und da war sie wieder, die altbekannte Angst. Wenn Altair wütete war sie da, wenn ich an Masyaf und Mualim dachte war sie auch da und nun, wo diese Art von Herausforderung vor mir stand war sie ein starker Verbündeter meines Schamgefühles.

Altair küsste sanft meine Lippen und liebkoste die empfindliche Haut meines Halses und Nackens.

Ich stöhnte gepresst auf und fühlte mich als ob ich nun noch mehr errötete.

Erst nachdem er jeden Zentimeter meiner Haut liebkost hatte küsste er mich sanft und doch leidenschaftlich zugleich. Er spielte mit mir, führte meine Hände über seinen Körper und lud mich fast dazu ein, ihn zu erforschen.

Altair zog sein Hemd aus, um mir besseren Zugang zu verschaffen und ich ließ meine Finger langsam über seine männliche, muskulöse Brust wandern. Die Haut war straff und strahlte seine raue Männlichkeit aus. Ein schmaler Strich schwarzer Haare führte von der Mitte seiner Brust über den Bauch und verschwand dann in seiner Hose.

Ich ließ meine Hände über seinen Rücken gleiten und fühlte viele Narben unter meiner Handfläche. Auch seine Arme und Brust war mit zahlreichen, blassen Narben übersät. Die neue Narbe an seiner Brust war noch rötlich und man sah, dass sie noch nicht sonderlich lange verheilt war.

Mit beiden Händen wagte ich es nun, sein Gesicht zu umfassen, ihn zu mich hinabzuziehen und sanft meine Lippen auf seine zu legen.

Altair streifte mir meine Tunika über den Kopf und warf sie achtlos in den Raum, ehe nun auch meine Hose über die Hüfte zog.

Er rutschte noch ein Stück im Lager höher und legte sich dann auf die Seite.

Sein linker Arm lag unter meinem Kopf und stützte mich, während seine rechte Hand über meinen Körper glitt.

Ich atmete scharf ein. Seine Finger glitten behutsam über meinen Oberschenkel und tasteten sich langsam und vorsichtig zur Innenseite vor.

Eine Welle unbekannter Erregung durchfuhr mich als er über meine intimste Stelle strich mich dabei in einen wilden Kuss verwickelte.

Später erinnerte ich mich daran, dass dies ein abgekartetes Ablenkungsmanöver alá Altair war, doch in diesem Moment versuchte ich mich nur an dieses neue Gefühl zu gewöhnen.

Ich stöhnte laut in seinen Mund als ich einen seiner Finger an dem Eingang meiner Scheide spürte. Er verweilte an der Stelle und bewegte sich sparsam und behutsam.

Bald spürte ich, wie er mich sanft zu dehnen versuchte. Ein spitzer Schmerz durchzuckte mich, als er einen zweiten Finger hinzufügte und nun beide Finger langsam in mich hineingleiten ließ.

Es war mir nicht möglich ein gequältes Stöhnen zu unterdrücken und Tränen schossen mir in die Augen, die er aber sanft weg küsste.
„Das erste Mal wird es wehtun, Elessa. Ich tue mein Bestes, um es dir so angenehm wie möglich zu machen, denn jetzt kann ich nicht mehr zurück," flüsterte er heiser und ich hörte die atemlose Erregung in seiner Stimme.

Altair zog seine Hand aus meinen Schoß zurück, nachdem er gegen einen Widerstand gestoßen war.

Er griff nach seiner Robe, legte sie zusammen und platzierte sie unter meinem Kopf.

„Bleib ganz ruhig, entspann dich," flüsterte er und seine Stimme klang fiebrig und zitternd.

Der Assassine schob sanft meine Beine auseinander und mein erster Impuls war es, diese sofort wieder zu schließen, doch seine Handfläche an meinen Knien ließ es nicht zu.

„Schon in Ordnung," murmelte Altair. „Keine Angst."

Er platzierte sich zwischen meinen nun geöffneten Schenkeln und lehnte sich über mich und küsste mich. Altairs Hände wanderten über meine Körper nach unten und zuspät bemerkte ich, dass eine Hand weiter wanderte als die andere.

Altair senkte sich zu mir hinab, fuhr mit seinen Lippen erneut über meine empfindliche, nun reichlich verschwitzte Haut an der Kehle.

Ich spürte heiße Haut an dem Eingang meiner Scheide und dachte es handelte sich dabei um seine Hand, doch seine Hände fuhren beide zu meiner Brust hoch.

Meine Gedanken wurden abgelenkt, als er plötzlich seine Zähne in meinen Hals versenkte. Ich schrie auf und mein Schrei schwoll um das Doppelte an, als er in mich mit einem Ruck eindrang.

Sofort krampfte ich heftig zusammen.
Mein Unterleib schien zu bersten und brannte als hätte ich mich auf heiße Glut gesetzt.

Ich bäumte mich gegen Altair auf, der mich nur an sich gepresst hielt und mir weiter in den Hals biss. Hals und Unterleib fochten einen Kampf gegeneinander aus, welcher Schmerz nun intensiver war. Ich war hin- und hergerissen, strampelte mit den Beinen, schrie und versuchte verzweifelt vor Schmerz gegen Altairs unbarmherziges Besitzergreifen anzukämpfen.

Schlimmer wurde das ganze noch, als Altair begann sich in mir zu bewegen.

Mit meinen Fäusten trommelte ich auf seinen Rücken und Schultern, doch das spürte er scheinbar gar nicht.

Ich spürte wie eine warme Flüssigkeit sich nun zwischen meine Beine verteilte und fast war ich mir sicher, dass es sich dabei um Blut handelte.

Unter meine Schreie mischten sich lautes Schluchzen als der Schmerz nicht mal daran dachte nachzulassen.

Altair bewegte sich rhythmisch in mir und ich hatte das Gefühl, er würde mich innerlich noch mehr aufreißen.

Fast hatte ich das Gefühl, dass er mich gar nicht hörte, gar nicht bemerkte, wie sehr er mir doch weh tat.

Er war in diesem Moment so ekstatisch in seinem Akt vertieft, als gäbe es um ihn herum nichts mehr.

Irgendwann, nach schier endlos langer Zeit, löste er den Biss und stöhnte laut und schnell gegen meinen Hals, dann bäumte er sich plötzlich auf, zog mich ein Stück mit und stieß mit einem kehligen Schrei ein letztes Mal zu, ehe er auf mich herabsank.

Trotz des Schmerzes fühlte ich, wie er mich ausfüllte. Ich hatte das Gefühl, als würde sich meine Bauchdecke anheben. Sie spannte nun ein wenig.

Altair war schweißgebadet. Er lehnte seine Stirn an meine Schulter ehe er zu mir aufsah und mich sanft küsste.

"Es ist vorbei," hauchte er und klang dabei fast ein wenig tröstend.

Seine Stimme war nun heiser und er küsste meine Tränen weg und strich mir mit seiner Hand sanft die verschwitzten Haare aus der Stirn.

„Hör bitte auf zu weinen," murmelte er sanft. „Jetzt bist du eine Frau..."

Wir lagen einige Zeitlang still.
Altair schien seine gesamte Kraft bei dem Akt verbraucht zu haben und ich war zu verwirrt und geschockt um mich auch nur rühren zu wollen.

„Möchtest du dich waschen gehen?", fragte er nach einer Weile und ich nickte automatisch.

Altair stemmte sich von mir hoch und glitt endlich aus mir heraus.

Ohne auch nur daran zu denken, meine Klamotten einzusammeln, sprang ich aus dem Bett und rannte so schnell es mein wunder Unterleib erlaubte aus dem Haus zum Fluss.

Ich schämte mich und spürte schockiert, dass eine Flüssigkeit an meinem Bein hinablief, doch mir widerstrebte es gänzlich, dort nun hinzusehen.

Als ich am Fluss ankam stieg ich sofort ins Wasser und watete hinein bis es mir zum Bauchnabel stand.
Mein Körper krampfte sich vor Schmerz zusammen und ich war mir sicher, dass ich zwischen meinen Beinen nicht nur Wund war, sondern auch ohne Ende blutete.

Ich zitterte. Ob es am kühlen Wasser lag, oder ob die ganze Scham und Angst mich nun niederwarf, vermochte ich nicht zu sagen.

Jetzt konnte ich keinen klaren Gedanken wäre nicht mal in der Lage, eine einfach gestellte Frage mit Ja oder Nein zu beantworten.

Das Gefühl, ich stünde neben mir, war so präsent, dass ich später noch glaubte mich von oben betrachtet zu haben.

Ich hielt die Luft an und tauchte einmal komplett ins Wasser.

Dort verblieb ich recht lange, hielt die Luft an, bis ich glaubte, mein Brustkorb würde platzen.

Anschließend setzte ich mich an das Ufer und blickte auf die schwarze Oberfläche des Flusses.

Ich wusste, dass ich nun nicht zu lange verharren durfte.

Altair wäre bestimmt wieder wütend und heute war mir bestimmt nicht mehr danach, mich mit ihm zu streiten.

Resigniert seufzte ich und ging wieder zum Haus zurück.

Jeder Schritt schmerzte mir im Unterleib. Das Spannungsgefühl hatte aber gleich geendet, nachdem Altair meine Körperöffnung verlassen hatte.

Ich ging langsam durch die beiden dunklen Räume und war froh, dass es dunkel war und verließ mich einfach darauf, dass Menschen im Dunkeln natürlich nur eingeschränkt sehen konnten.

Zu sehr schämte ich mich nun seiner Blicke.

Langsam tastete ich mich im Dunkeln vor und kletterte vorsichtig wieder ins Lager.

Ich wunderte mich, wohin das Betttuch verschwunden war, denn ich war mir sicher, dass ich vorhin auf einem gelegen hatte, denn jetzt stach das blanke Heu in meine Haut.

Altair lag neben mir. Er hatte sich lediglich seine Hose zurecht gezogen, doch er roch immer noch nach Schweiß, Pferd und Blut, und nun auch nach etwas anderem. Es war fast ein schaler Geruch, aber ich konnte ihn nicht genau einordnen.

Doch zum nachdenken war ich jetzt nicht bereit und als Altair mich erneut in seine Arme zog und uns in die raue Decke wickelte, war ich den Rest dieser fürchterlichen Nacht damit beschäftigt, gegen meine Ängste und Schamgefühle anzukämpfen.


Ende Kapitel 6