Die Tür öffnete sich langsam und schon bald erkannte Arthur, dass es sich um Hong Kong handelte. Dieser kam zu ihm an den Schreibtisch.
„Ich fahre morgen eine Weile zu Taiwan... wollte nur Bescheid sagen, da ich morgen in aller früh abreisen werde."
„Ist okay", antwortete Arthur knapp.
Ohne weitere Worte verließ Hong Kong nach seiner Nachricht wieder das Arbeitszimmer.
England schob seine leere Tasse vor sich hin und her. Einige Zeit verging und erst ein erneutes klopfen riss ihn aus seinen Gedanken.
Wer war das denn nun schon wieder?
„Herein!", rief er sichtlich genervt, schaute dann jedoch erwartungsvoll der Tür entgegen, die wenige Sekunden später aufschlug und Sealand hereinspazierte.
Dieser bahnte sich den Weg durchs Zimmer und setzte sich auf die vordere Tischkante des Schreibtischs.
„Hong Kong reist ab", meinte er schmollend.
„Ich weiß... wer war vorhin hier..."
„Das ist unfair!", nörgelte Peter.
Arthur seufzte, noch immer leicht enttäuscht wirkend.
„Lass mich raten und nun möchtest du zu Finnland und Schweden?"
Sealand schaute auf.
„Schon...", sagte er knapp, sprang dann vom Tisch auf und lief um ihn herum, um wenig später seitlich vor dem Stuhl sitzenden Arthur zu stehen, „...aber ich will meinen Bruder nicht allein lassen, wenn es ihm nicht gut geht~"
Leicht perplex schaute England ihn an.
„Wie kommst du auf so etwas?!"
„Beim Frühstück heute... du schienst mir irgendwie sehr verletzt...", daraufhin umarmte er seinen Bruder herzlich.
Arthur strich durch Peters Haar.
„Don't worry~ und wenn du zu Finnland möchtest, dann geh ruhig."
Sealand schaute seinen Bruder an.
„Aber ich möchte, dass es dir gut geht... Und gegen meinen Willen wegschieben, lass ich mich auch nicht", er griff nach Englands Hand, „und nun komm mit runter und lass uns etwas spielen~"
England nickte, Sealand würde ihn sowieso so lang nerven bis er ja sagen würde, das wusste er.
Draußen im Garten spielte Canada mit Kumajiro, der eigentlich nichts anderes tat als faul im Gras zu liegen.
„Arthur mag ihn nicht... kann das sein?", sagte Matthew gen Himmel blickend zu Alfred, der neben ihm im Gras lag und das sonnige Wetter genoss.
„Nimm es ihn nicht übel Matthew... er hat manchmal seine Macken... ich versteh ihn ja oft selbst nicht..."
Canada drehte sich zu Amerika um, während seine Hand auf dem Bären ruhte und blickte ihn an.
„Wo- wo warst du eigentlich gestern mit ihm solang? Ihr wart plötzlich weg..."
Alfred lächelte.
„Auf den kleinen Berg am Meer den ich dir mal gezeigt hatte... Na ja... Arthur ist etwas steif und abgetan was so etwas angeht... schön war es da, aber nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte."
Canada schwieg kurz ehe er antwortete.
„Du hättest trotzdem Bescheid sagen können... Ich kam mir da nicht gerade erwünscht vor, zu mal ich selbst erstaunt war, das du plötzlich weg warst...", erneutes kurzes Schweigen, „Wenn du willst können wir Beide da ja mal wieder gemeinsam hin?", leicht lächelte er Alfred an.
„Danke, aber mit dir wäre es nicht dasselbe", meinte er schon leicht lächelnd, nicht mitbekommenden wie sehr er Canada mit diesen Worten vor dem Kopf schlug. „Ich werde mir was anderes bezüglich Arthi ausdenken müssen... Er schien mir heute Morgen ziemlich verärgert... Ich weiß auch nicht was er schon wieder hat."
Matthew legte sich neben seinen Bruder ins Gras.
„Du machst eher Rückschritte als voran zukommen... Lass es doch einfach... In 5 Tagen reisen wir sowieso wieder ab..."
Alfred grinste.
„Ich werde schon noch Fortschritte machen und wenn nicht, bleiben wir eben länger."
Leicht geschockt schaute Canada ihn an.
„Länger bleiben? Komm schon Alfred... wegen uns zieht seine „Familie" schon aus... er wird verärgert sein. Mehr aber auch nicht."
„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich meinen du seist eifersüchtig", sagte er lächelnd.
Canada schwieg, eine leichte Röte zierte sein Gesicht, was Alfred allerdings nicht erkennen konnte, da er sich inzwischen wieder seinen Bären zugewandt hatte. Er war ziemlich verletzt – darüber das von Alfred zu hören, bloß noch mehr verletzte es ihm, das Alfred dies noch nicht mal mitbekam.
Arthur folgte Sealand in den Garten, wo sofort sein Blick auf Canada und Amerika fiel.
„Schönes Wetter heute nicht war? Genießt es ruhig, solang es noch nicht regnet!", in seiner Stimme lang etwas leicht trotziges.
Alfred blickte auf als er Englands Stimme vernahm.
„Ich bitte dich, das wir nach einer Woche wieder zu dir fahren", sagte Canada während er sich aufrichtete und seinen Bären wieder in dem Arm nahm, „Mach ihn nicht alles kaputt Alfred."
Mit diesen Worten ließ er seinen Bruder zurück.
Sealand und England kurz zuwinkend, öffnete er das Gartentor und ging den Weg entlang Richtung der naheliegenden Felder.
„Pass auf das du dir nicht alles kaputt machst", sagte der Bär monoton.
Nur aus reiner Höflichkeit erwiderte Arthur das Winken.
Alfred stand auf und ging zu den Beiden.
„Hong Kong will abreisen...", sagte er leicht lächelnd.
Arthur schaute ihn daraufhin gereizt an.
„Ja! Wie oft denn noch?! Und Sealand würde doch am liebsten auch weg hier...!", leicht betroffen schaute Peter seinen Bruder an, indirekt stimmte es ja sogar, „Macht doch alle was ihr wollt...", kurz schwieg er, doch bevor einer der beiden Anderen etwas erwidern konnte sprach Arthur auch schon weiter, „Ach ein wartet... ihr macht doch sowieso schon alles was ihr wollt!", dabei warf er Alfred einen giftigen Blick zu. „Oder wer hat Matthew erlaubt meine Sachen zu tragen?"
„Ich.", erwiderte Alfred knapp.
„Ach schön das du jetzt schon über das bestimmst was man in meinem Haus zu tun und zu lassen hat!", sauer lies er ihn mit diesen Worten zurück und ging wieder zur Veranda.
Alfred warf Sealand einen kurzen Blick zu.
„Geh und schau nach Canada... er kennt sich hier nicht so aus..."
Trotzig schaute Peter auf.
„Ich versteh echt nicht was er an dir findet...", schnaubte Sealand und lief dann widerwillig zum Gartentor, durch das wenige Momente zuvor Canada den Garten verlassen hatte.
Alfred ging Arthur nach. Sealands Kommentar hatte er überhört, dem auch weiter keine Beachtung geschenkt... er konnte sowieso nicht zuordnen was Peter damit meinte.
„Ich wusste nicht, dass es so schlimm ist, wenn Matthew ein paar deiner alten Sachen trägt. Du hattest mir damals auch welche angeboten."
England drehte sich um, noch immer war unverkennbar wie wütend er war.
„Ja Dir Alfred!"
„Wenn es dich so stört, dann sag es doch. Lass uns reden."
„Ich habe aber keinen Bedarf mehr mit dir über irgendetwas zu reden."
England ging ins Haus, ohne ein weiteres Wort zu verlieren und stapfte sauer die Treppe empor, Alfred folgte ihm.
„Arthur... wenn es dich so sehr stört das ich- das Matthew und ich hier sind, dann sag das gefälligst auch!"
„Idiot!", sagte er hastig und ließ Alfred im Flur stehen, ging in sein Zimmer und knallte die Tür hinter sich zu.
Er setzte sich auf sein Bett und schaute zum Fenster. Konnte Alfred ihn nicht einfach in Ruhe lassen? Er wollte nicht mit ihm reden, es hatte sowieso keinen Sinn.
Es klopfte an der Tür – unnötig – da England sowieso wusste wer es war, und egal was er antworten würde Alfred würde ohnehin ins Zimmer hereinkommen.
„Ich sagte, ich habe kein Interesse mit dir zu reden", rief er ihm zu.
Amerika öffnete die Tür und trat ein.
„Aber ich."
