One Step Closer – Chaper 1

Slowly

Während die Sonne untergeht, bin ich auf dem Weg zum Hyuuga-Anwesen. Gedankenverloren schlendere ich die Straße entlang und versuche mir die Worte zurechtzulegen, mit denen ich Hinata konfrontieren möchte. Doch wie sollte ich an diese Sache herangehen? Sollte ich einfach ich selbst sein und mir nicht so viele Gedanken machen? Das hat doch schließlich sonst auch immer funktioniert.

Doch das ist leichter gesagt als getan! Ihr Geständnis geht mir nicht mehr aus dem Kopf. Immer wieder spielt sich das selbe Szenario in meinem Kopf ab, bis ich bei den Hyuugas angekommen bin. Ich wechsle in den Sennin-Moodo und versuche Hinata ausfindig zu machen. Sie scheint in ihrem Zimmer im 3. Stock zu sein. Ich maskiere mein Chakra und springe mithilfe des Baumes vor ihrem Fenster auf die Fensterbank. Jetzt oder nie! Nachdem ich meinen Mut zusammengenommen habe, klopfe ich leise an das Fenster. Hinter ihren Vorhängen erkenne ich, wie sie kurz zusammenzuckt und sich nun auf das Fenster zubewegt. Sie schiebt den Vorhang zur Seite. Kurz weiten sich ihre Augen, dann öffnet sie für mich. Einen Moment lang sehen wir uns beide an, keiner weiß, was er sagen soll.

„Kann ich reinkommen?", frage ich, während ich mir verlegen den Hinterkopf kratze.

Ihre Wangen erröten und sie tritt einen Schritt zur Seite, damit ich in ihr Zimmer gelangen kann.

„Naruto, wie ist es dir ergangen?", fragt sie mit zitternder Stimme. Sie ist nervös, bemerke ich. Mit einem breiten Grinsen versuche ich ihr die Nervosität zu nehmen und erwidere „Gut, echt jetzt! Du weißt doch, meine Wunden heilen schnell!"

Sie schenkt mir ein vorsichtiges Lächeln und erwidert: „Ich weiß, aber nicht alle Wunden sind sichtbar."

Erstaunt blicke ich sie an. Schon wieder hat sie es getan. Hinter meine Maske geblickt. Wie schafft sie es nur, immer wieder einen Einblick in meine Gedanken zu erhaschen. Ich lächle zurück und versuche ihr mit meinem Blick zu sagen, dass alles wieder gut wird. Dass wir es schaffen können, mit den Geschehnissen zu leben und trotzdem glücklich zu sein.

„Hinata, ich weiß, es ist spät. Aber ich habe dir noch immer keine Antwort gegeben. An dem Tag, als du gegen Pain gekämpft hast, hast du mir mit deinen Worten die Augen geöffnet. Endlich wurde mit klar, warum du in meiner Nähe in Ohnmacht fällst und so leicht errötest. Aber dennoch kann ich es einfach nicht fassen. Hinata, warum ich?" - nun bin ich endlich einen Teil meiner Gedanken losgeworden. Während meiner ganzen Rede hat sie mich mit einem liebevollen Blick angesehen. Ein zartes Rosa hat sich auf ihre Wangen gelegt.

Als sich ihre Lippen öffnen und sie ihre nächsten Worte voller Überzeugung spricht, stockt mir der Atem. „Ich liebe dich, Naruto", sagt sie. Mein Herzschlag beschleunigt sich. Meine Hände fangen an zu schwitzen.

„Ich liebe dich schon seit einiger Zeit, allerdings wurde mir das Ausmaß meiner Gefühle erst später bewusst. Ich habe dich beobachtet und deine wahre Stärke gesehen. Schon immer habe ich dich für dein Selbstbewusstsein und gutes Herz bewundert. Ich erwarte keine Antwort von dir. Du sollst nur wissen, dass es jemanden gibt, der immer für dich da ist. Es quälte mich mit anzusehen, wie einsam du warst. Ständig machte ich mir Vorwürfe, weil ich so schüchtern war und dir nie zeigen konnte, dass jemand für dich da ist." - diese Worte kamen tief aus ihrem Herzen. Nicht ein einziges Stottern war zu hören.

Einen Moment lang stehen wir uns gegenüber und sehen uns nur an. Als ich meine Sprache endlich wieder gefunden habe, gehe ich auf sie zu, nehme ihre Hände und sage:

„Danke, Hinata. Noch nie habe ich solche wunderschönen Worte gehört. Ich möchte dir eine Antwort geben. Leider weiß ich nicht genau, wie sich Liebe anfühlt. Noch nie hat mir jemand diese Gefühle entgegengebracht. Aber ich würde es gerne versuchen. Ich brauche einfach Zeit, um mir meiner Gefühle bewusst zu werden und möchte dich besser kennenlernen. Schritt für Schritt mit dir diesen Weg gehen. Also Hinata Hyuuga möchtest du mit mir ausgehen?" - gespannt halte ich meinen Atem an. Ich sehe, wie sich Tränen in ihren Augen sammeln. Oh nein, was hab ich denn Falsches gesagt?! Panisch versuche ich meine Hände zurückzuziehen. Doch sie hält sie mit sanftem Druck in ihren eigenen fest. Als ich sie wieder ansehe, schenkt sie mit das schönste Lächeln, das ich je gesesehen habe.

„Sich langsam kennenzulernen klingt gut. Ich bin einfach so glücklich!", sagt sie.

In dem Moment der Freude ziehe ich sie an mich und umarme sie. Sie fühlt sich so gut in meinen Armen an! Der schöne Moment hält nur kurz an, denn mit einem quiekenden Geräusch spannt sich ihr Körper zunächst an, erschlafft kurz darauf jedoch wieder. Sie ist ohnmächtig geworden. Doch als ich sie in ihr Bett lege und sie noch einmal betrachte, kann ich deutlich den glücklichen Gesichtsausdruck erkennen.

Mit dieser Last von meinen Schultern mache ich mich auf den Weg nach Hause. Ich kann die nächsten Tage gar nicht mehr abwarten.

-To be continued-

Eure KimmyEdogawa.