Halli Hallo liebe Leser,
hier habe ich für euch das 2. Kapitel zu One Step Closer. Dieses Kapitel ist aus Hinatas Perspektive
geschrieben und ich hoffe, dass ich euch ihre Gefühle gut übermitteln konnte.

Und nun viel Spaß beim Lesen! :)

One Step Closer – Chapter 2

Just Breathe!

2 Tage. So viel Zeit ist schon vergangen, seitdem wir uns das letzte Mal gesehen haben. Es war ein besonderer Abend für mich, denn Naruto hatte mir endlich eine Antwort gegeben. Als ich am nächsten Morgen aufgewacht bin, war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich nicht alles nur geträumt hätte. Die Tatsache, dass Wächter von einem Schatten im 3. Stock berichteten, bewies mir allerdings das Gegenteil.

Und nun warte ich, seit gut 48 Stunden, dass wir endlich unseren ersten Schritt wagen.
Gerade haben Kiba, Shino und ich unser Training abgeschlossen. Die Beiden haben sich schon verabschiedet und ich bin meinen Gedanken nachhängend zurückgeblieben. Nun liege ich hier unter einem Schatten spendenden Baum auf dem Trainingsgelände und sehe mir die Wolken an. Kichernd bemerke ich, dass ich mich wie Shikamaru verhalte.

Die leichte Sommerbrise wirkt kühlend auf meine Haut, während mich die Sonnenstrahlen, die durch die Äste hindurchdringen, im Gesicht kitzeln. Die gesamte Atmosphäre wirkt so beruhigend, dass mir die Augen zufallen. Nachdem ich meine Augen einige Sekunden – oder waren es Minuten? – geschlossen hatte, bemerke ich einen dunklen Schatten über mir.

„Hey", höre ich ihn sagen und öffne blinzelnd meine Augen. Sein Gesicht ist meinem ganz Nahe.
Er sitzt in der Hocke und hatte sich leicht über mich gebeugt, um mich besser ansehen zu können. Schon jetzt bemerke ich, wie meine Wangen wärmer werden. Scheinbar ist es auch ihm aufgefallen, denn er reicht mir schmunzelnd seine Hand, um mir beim Aufsetzen helfen zu können. Wir lehnen uns beide gegen den Baum und verfallen einige Minuten in eine angenehme Stille.

„Ich hatte eine Mission und konnte deswegen leider nicht eher zu dir kommen", erklärt er schließlich. Ich frage ihn, ob seine Mission ein Erfolg war und wir unterhalten uns darüber. Mit seiner witzigen Erzählweise hat er mich einige Male zum Lachen gebracht. Man hört schließlich nicht alle Tage von einem verärgerten Kakashi, der panisch nach seinem Buch sucht, um schließlich festzustellen, dass er es eigentlich die ganze Zeit über in seiner Hand gehalten hatte. Nachdem wir uns ausgiebig darüber amüsiert haben, ist die Stimmung aufgelockert. Ich fühle mich weniger angespannt ihm gegenüber und auch mein Stottern ist etwas zurückgegangen.

„Was ist eigentlich deine Lieblingsfarbe?", fragt er mich schließlich und ich bin etwas verwundert, über die merkwürdige Frage. Als er meinen Gesichtsausdruck sieht, sagt er schließlich, dass wir uns doch gegenseitig Fragen stellen könnten, um uns besser kennenzulernen.

Eine gute Idee, denke ich mir und antworte: „Lavendel".

„Eine sehr schöne Farbe. Sie erinnert mich an deine Augen", antwortet er mir. Sofort steigt mir die Hitze in den Kopf! Mein Herz setzt einen Schlag lang aus. Hatte er meine Augen gerade indirekt schön genannt?

Auffordernd sieht er mich an und ich bemerke, dass ich jetzt an der Reihe bin eine Frage zu stellen.
„Wie geht es Kurama?", rutscht mir die Frage raus, bevor ich noch einmal darüber nachdenken konnte. Ich schlage meine Hände vor dem Mund zusammen und entschuldige mich, so eine unpassende Frage zu stellen. Doch er unterbricht mich, sagt mir, dass es an dieser Frage nichts auszusetzen gibt und antwortet entspannt.

Und so geht es einige Zeit weiter. Abwechselnd stellen wir uns Fragen, erzählen uns Geschichten von Erlebnissen aus unserer Vergangenheit und unterhalten uns bis in den Abend hinein. Obwohl ich dachte, Naruto schon gut zu kennen, habe ich viele neue Dinge über ihn erfahren.
Er mag die Farbe Orange, isst gerne Ramen und möchte Hokage werden, um das Dorf und die Menschen, die ihm wichtig sind beschützen können. Er hat mir aber auch erzählt, dass er gerne in der Natur meditiert, um so seine Gedanken zu sortieren. Außerdem hat er mir auch von den beiden Treffen mit seinen Eltern erzählt. Und auch ich habe mich ihm geöffnet und Dinge über mich preisgegeben. Er weiß nun einiges über meine Familie, über mich und über mein Leben.

Es ist schon später Abend, als wir uns dazu entschließen uns auf den Heimweg zu machen.
„Ich bringe dich nach Hause", sagt er. Wir verlassen das Trainingsgelände und schlendern langsam nebeneinander her. Zitternd fällt mir auf, dass es zu dieser Zeit etwas frisch geworden ist. Ich reibe meine Hände etwas zusammen, um sie aufzuwärmen, da spüre ich, wie er mir seine Jacke um die Schultern legt.

„Es sieht so aus, als ob du frierst."

Seine Geste lässt mein Herz höher schlagen. Ich kuschel mich in seine Jacke, die mich in seinen wunderbaren Geruch hüllt. Es riecht nach Sommerwiese und ein kleines Bisschen nach Ramen, bemerke ich kichernd. Stirrnrunzelnd blickt er mich an, worauf ich leise mit einem „Es ist nichts" antworte.

Viel zu schnell erreichen wir das Anwesen. Ich hätte unsere gemeinsame Zeit gerne noch etwas länger genossen. Wir stehen uns gegenüber und ich mache Anstalten, ihm seine Jacke zurückzugeben, doch er hält mich auf. „Behalt sie ruhig", sagt er.
Dankbar ziehe ich die Jacke an und schließe ihren Reisverschluss. Ich hebe meinen Kopf und wir sehen uns in die Augen.
Mit seiner linken Hand streicht er eine Haarsträhne hinter mein Ohr und flüstert: „Gute Nacht, Hinata. Schlaf gut."
Ich merke, wie mein Puls anfängt zu rasen. Zitternd ermahne ich mich selbst, das Atmen nicht zu vergessen und jetzt bloß nicht in Ohnmacht zu fallen. Nachdem ich es geschafft habe, ihm ebenfalls stotternd eine gute Nacht zu wünschen, drehe ich mich um und gehe zur Tür. Bevor ich hineinschlüpfe, drehe ich mich noch einmal zu ihm um und sehe, dass er mir noch einmal zulächelt, bevor er sich ebenfalls auf dem Heimweg macht.

Leise schleiche ich mich in mein Zimmer und werfe mich lachend auf mein Bett. In seine Jacke eingekuschelt liege ich da und denke an unseren gemeinsamen Tag. Ich kann es kaum erwarten, ihn wiederzusehen.

-To be continued-