Ich danke vielmal für die netten Reviews. Knutscha.
Zu der Frage was denn ein Beta-Leser/in ist: das sind Korrektur-Leser/innen. Und da ich leider so gar kein Ass in Rechtschreibung und Grammatik bin bräuchte ich eigentlich schon jemand der sich das vorher mal auf Fehler durchließt. Also bei Interesse einfach melden ).
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Kapitel 2 - Chaos entflammt
Harry wachte auf aus seinem Schlaf. Es war noch mitten in der Nacht, die zweite Nacht und schon wieder war er wach zu so einer toten Stunde. Doch was sollte er tun seine Träume hatten ihn schon früher immer geweckt und er war nur froh, dass er Draco nicht geweckt hatte. Der Slytherin schien ohne hin ein Tiefschläfer zu sein.
Wie McGonagall schon angekündigt hatte, war der Wärmezauber verklungen und die Kälte schlich sich in das Haus. Natürlich hatten sie die Aufgabe gemeistert. Doch das Holz war nass und da keiner zaubern konnte musste es erst einmal trocknen. Sie hatten so viel gesucht und mitgebracht wie sie konnten und es hatte weit in den vergangenen Tag angedauert überhaupt soviel Holz zu finden, da es keinen wirklichen Wald in der Nähe gab.
Trotz der Kälte fühlte er den Schweiß auf seiner Stirn. Er wusste die Nacht war gelaufen. Der Traum würde eine Weile brauchen, bis er diesen verdauen würde. Da könne er auch in der Zeit anderweitig aktiv werden.
Die Uhr auf dem Schrank zeigte in digitalen Zahlen mit roter Schrift 03:30 Uhr an. Seufzend streifte er die flauschige Decke von seinem Körper und verließ das Zimmer um im anliegenden Badezimmer zu duschen.
Im zweiten Geschoss ließ er sich in dem Arbeitsraum nieder. Hier befand sich die Büchersammlung des Hauses und enthielt genug Lektüren um Harry ein Schmunzeln abzuringen, vermutlich würde Hermine bereits in dem ein oder anderem gestöbert haben doch was anders hätte er auch nicht von ihr erwartet.
Er entzündete eine Kerze mit einem Schwenk seiner Hand und grinste sarkastisch vor sich hin. Wenn Dumbledore wüsste, dass sein Schüler nicht unbedingt den Zauberstab brauchte um Magie zu wirken, dann hätte er Harry vermutlich von dem Projekt ausgeschlossen. Doch Dumbledore konnte seines Achtens versauern. Sollte er doch denken er hätte Harry auf dem Präsentierteller abgesetzt, so einfach würde er es dem senilen Sack nicht machen.
Der schwarz haarige Zauberer setzte sich in den Sessel und nahm sich ein Stück Papier und eine Feder und die schwarze Tinte die auf dem Tisch lag.
„Hallo Remus,
ich weiß ich hätte mich früher melden sollen, doch ich war unter strengem Blick von Dumbledore und McGonagall. Ich werde dir etwas auferlegen müssen. Bitte vertrau mir und lass niemanden davon wissen…"
Der Brief war ellenlang und als er diesen zusammenfaltete nahm er die Kerze die ihm als Lichtspender diente und ließ das heiße Wachs auf das Pergament tropfen und zog eine Kette hervor, die unter seinem T-Shirt versteckt gewesen war. Die Kette war edelstes Silber und an ihr hing ein Ring. Präziser ein Siegelring. Harry presste die Oberfläche des Rings auf das Wachs und besah mit großer Zufriedenheit die Form eines Drachen in den zwei kryptische Runen einflossen.
Nicht einmal Dumbledores Handlanger könnten nun den Brief öffnen ohne den Inhalt zu zerstören.
Harry lief zum Fenster und öffnete es weit bevor er in den Wind einen heiseren Pfiff aus sandte. Er musste keine Minute warten als eine schwarze Krähe sich im Fenster niederließ. Sie war ein großer Vogel und schwarze intelligente Augen starrten auf ihn.
Nachdem er Hedwig verloren hatte, und der Gedanke schmerzte ihn immer noch, hatte er bei einem heimlichen Ausflug nach Diagonallee sich in die Knockturnallee begeben. Unerkannt hatte er sich für einen Raben entschieden. Sie waren flink und eigenwillig. Und niemand würde erwarten, dass er, der goldene Junge, einen Raben besaß.
„Ich habe Remus geschrieben er soll dir Fleisch geben. Sei vorsichtig Rahu, man konnte versuchen dir den Brief abzunehmen." Harry kraulte das schwarze Gefieder und Rahu nahm ihm den Brief ab bevor der Rabe gehorsam seinen Weg beging.
Die restliche Nacht genoss der schwarz haarige Gryffindor die Lektüren der ehemaligen Anwohner.
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Draco war überrascht als er um 7 Uhr pünktlich wach war und das Zimmer leer vorfand. Es war noch früh. Dafür dass kein Unterricht oder sonstiges stattfand war sein Zimmergenosse, wie schon den Tag zuvor, früh aufgestanden und hatte sein Bett ordentlich hinterlassen.
Der Goldjunge schien also Frühaufsteher der ganz besonderen Art zu sein. Nicht dass es Draco störte, im Gegenteil, so hatte er die Ruhe und Geduld sich für den Tag in aller Gemütlichkeit fertig zu machen. Harry Potter würde ihm nicht die Dusche stehlen oder ihn anraunzen wenn er eine Weile im Bad verbrachte.
Sehr angenehm.
Doch selbst die Küche war leer als er dort ankam. Es war niemand dort und es gab auch kein Anzeichen dafür, das jemand an diesem Morgen auch schon den Raum betreten hatte. Hinter sich hörte er jemand die Treppen herunter kommen und sah wie Granger sich müde streckte und ihre krausen Haare versuchte mit der Hand zu bändigen. Hinter ihr lief Potter der seiner Kommilitonin zuschaute wie sie ein Haarknäuel entknotete.
Als dieser es nicht mehr mit anschauen konnte nahm er der Frau den knoten ab und entfernte das Problem binnen Sekunden.
Hermine seufzte zufrieden und dankte ihm bevor sie sich zu Draco wandte und auch ihm einen guten Morgen wünschte.
„Guten Morgen Hermine, Harry." Die Namen klangen von seinen Lippen abfälliger als er vorhatte es zu verlauten, doch keiner der beiden sagte etwas. Harry zuckte nur mit den Achseln und lief an den beiden vorbei.
„Harry, sei ein Schatz und mach die Kaffeemaschine an. Ich mach den Kamin solange an. Hier ist es echt kalt." Hermine zog ihren Morgenmantel enger um sich und tapste ins gemeinsame Wohnzimmer während Harry an Draco vorbei lief und sich seiner morgendlichen Beschäftigung widmete.
Sein Rücken schmerzte und er wusste, dass es über den Tag hinweg noch schlimmer werden würde. Er wusste seine unregelmäßigen Schlafzeiten halfen ihm nicht seinen Körper zu heilen, doch er lehnte es ab einen Trank zu nehmen. Er war schon einmal beinahe abhängig von ihnen geworden, dass wollte er nicht wiederholen.
„Wir sind den Fragebogen noch nicht durchgegangen. Wollen wir es jetzt machen? Essen dauert eh noch ein wenig", gähnte Harry, der seinen Bogen auf dem Küchentisch sah. Sie hatten gestern nachdem sie das Holz besorgt hatten alle keine Lust dazu gehabt den Bogen auch nur anzuschauen.
Blaise schlenderte mit trägen Schritten in die Küche und ohne ein guten Morgen zu wünschen schüttete er sich erst einmal eine Tasse mit Kaffee ein. Er hatte den Geruch bis in sein Zimmer gerochen und hatte nicht widerstehen können. Er setzte sich neben Draco und legte seinen Kopf auf die Tischplatte.
Draco zog sich den Zettel heran.
„Dann mal ran… Lieblingssport?" Er suchte nach einer Feder und tunkte das gefundene Schreibutensil in ein Tintenfass. Nebenbei schob er Blaise dessen Zettel hin und eine Feder.
Harry zückte gerade Milch aus dem Kühlschrank und suchte dann nach Mehl und Zucker, die er am Vortag in einem der Küchenschränke verstaut hatte.
„Quidditsch und überraschender Weise Angeln", antwortete Harry. Er brauchte sich nicht um zudrehen um die hochgezogenen Brauen des blonden Slytherin zu sehen.
„Du?"
„Angeln? Ist das ein Scherz?", Draco musterte den Schwarz haarigen bevor er in ein Lachen brach. Eines über das er keine Kontrolle hatte und eines das weder selbstgefällig noch herablassend war. Harry schmunzelte nur, doch er fühlte sich nicht angegriffen, auch nicht als Blaise mit einstimmte. Er grinste nur über seiner Schüssel und rührte die Zutaten für die Pfannkuchen zusammen. Er wusste wie absurd das für die beiden Slytherin klingen musste.
„Nein, das ist kein Scherz, ich mag Angeln." Draco versuchte das Lachen zu unterdrücken, doch hin und wieder als er die neue Information auf seinem Bogen erfasste, lachte er auf.
„Bei mir ist es ausschließlich Quidditsch." Erklärte dann Draco als er sich zusammen riss. Blaise hob träge den Kopf und nahm die Feder und krakelte die Antwort unsauber aufs Pergament. Harry hingegen bediente sich eines Kugelschreibers, den er in seiner Hosentasche hatte mitgetragen.
„Blaise?"
„Fußball und Polo." Er lehnte sich mit dem Ellbogen von dem Tisch ab und stützte seinen Kopf, bevor er einen Schluck Kaffee genoss.
Hermine kam Hände reibend in die Küche und steuerte die Kaffeemaschine an, wie schon Blaise vor ihr. Sie jedoch zog gleich zwei große Tassen aus dem Schrank und füllte einen mit schwarzen Kaffee und schob ihn zu Harry wohingegen sie sich ihren eigenen mit Milch verfeinerte.
„Kamin ist an," verkündete sie etwas munterer. Harry schenkte ihr ein dankbares lächeln bevor er sich wieder dem Essen widmete.
„Zur nächsten Frage: Wann habt ihr das erste Mal Magie gewirkt und welcher Spruch war es?" Draco tunkte seine Feder erneut in die Tinte und wartete bedächtig.
„Mit fünf, ich hab 'ne Gabel geschmolzen. Danach erst wieder mit zehn. Ich hab die Scheibe aus dem Schlangenkäfig verschwinden lassen." Harry grinste munter auch wenn die Konsequenzen grauenvoll gewesen waren. Damals hatte er auch das erste Mal mit einer Schlange gesprochen.
Blaise stemmte sich auf und pfiff bedächtig. „Nicht schlecht. Ich habe mit acht unseren Baum in der Toskana von all seinen Äpfeln befreit."
„Sieben, hab meiner Mutter das Kleid in schwarz eingefärbt. Sie war nicht sonderlich begeistert." Draco presste seine Lippen zusammen, doch Hermine erkannte das leichte Lächeln auf seinen Zügen.
„Hermine wann hast du das erste Mal Magie gewirkt?" Blaise war neugierig. Er kannte eigentlich keine Mugglegeborenen.
„Hm gute Frage... ich glaube auch so zwischen sieben und acht. Ich war sauer weil meine Eltern dauernd stritten. Ich hab das ganze Geschirr levitiert." Sie schmunzelte. Damals hatte sie geglaubt, dass es bloß eine Einbildung gewesen sein muss.
Harry stellte Teller auf den Tisch und eine weitere Tasse für Draco. Hermine holte Besteck hervor und verteilte das Geschirr, damit sie gleich anfangen konnten zu frühstücken.
„In eurem ersten Jahr in Hogwarts, was hat euch am meisten gefallen, schockiert und überrascht?" Harry runzelte die Stirn und überlegte was ihn damals alles so aufgefallen war.
Blaise nahm Hermine die Kanne mit Tee ab, da Draco gerade etwas auf seinem Zettel notierte und füllte die nebenstehende Tasse mit dem frischen Earl Grey. Er antwortete auf Harrys ausgesprochene Frage nach kurzer Bedenkzeit.
„Also gefallen hat mir im ersten Jahr eigentlich am meisten das Halloweenfest, überraschend fand ich immer noch die Treppen, mit denen kam ich gar nicht zurecht, vor allem nicht wenn ich mich beeilen musste. Geschockt? Nichts das ich jetzt spontan wüsste."
Draco nahm einen Schluck von seinem Getränk, erfreut, dass wenigstens der schmeckte wie immer.
„Oh das erste Jahr, Hermine da müsstest du auch viele Erinnerungen haben" sinnierte Harry dreist.
„Merlin, Harry in jedem Jahr war irgendwas. Ich erinnere mich kaum an einen Monat wo ich mal Ruhe hatte." Sie verzog ihr Gesicht ungeniert.
„Ich fand am besten Quidditsch im ersten Jahr, überraschend fand ich den dreiköpfigen Hund auf der siebten Etage und geschockt hat mich am meisten das sterbende Einhorn." Harry ging nicht weiter darauf ein und er sah wie Draco sich unwillkürlich schüttelte, als auch er sich an Quirrel und das Einhorn erinnerte.
„Ich glaub das mit dem Einhorn trifft bei mir auch zu", gab er zu seine Augen waren dunkler als zuvor doch keiner der Anwesenden kommentierte es. Hermine wusste durch Harry was vorgefallen war. „Überrascht hat mich der Slytherin Kerker. Mein Vater hat ihn mir immer anders beschrieben und am besten" Draco zögerte und Blaise grinste verdächtig von seiner Seite aus, doch Draco sprach es nicht aus.
„Du warst froh von deinen Eltern weg zu sein", antwortete Blaise für ihn. Seine Hand lag auf Dracos Schulter, doch der schaute ihn nur mörderisch an.
Hermine warf Harry einen Blick zu und wusste, dass das vermutlich auch eher Harrys bestes Erlebnis war, doch sie äußerte sich nicht.
„Ich glaube nicht, dass es sinnvoll wäre Dumbledore oder McGonagall das zu schreiben", erklärte Harry als er den Kugelschreiber beiseite legte und weiter kochte. Draco sah ihn überrascht an. Der Gryffindor stand mit dem Rücken zu ihm doch er bemerkte den Blick den Hermine von Harry zu Draco nun wendete.
„Harry hat recht. Es wäre nicht gut. Wer weiß was Dumbledore mit der Information anstellen würde." Hermine rieb sich die Hände und ihr Gesicht besorgt und Blaise und Draco wirkten erschrocken als auch überrascht. Harry gab ein verächtliches Schnauben von sich.
„Da gibst so einiges was ich mir vorstellen kann", raunte der schwarz haarige Jugendliche düster. Er stellte das Essen auf den Tisch und schwieg dann aber. Blaise räusperte sich und bediente sich des Essens.
„Ja gut… ehm wir lassen das erst mal aus" bestätigte Blaise. Er schaute auf von seinem Zettel. Draco funkelte das Essen böse an und Hermine stocherte auf einem Pfannkuchen herum.
„Vielleicht willst du uns erzählen, 'Mine was dich im ersten Jahr so beschäftigt hat?" Harry sah sie an, es war klar, dass er das Thema wechseln wollte und Draco war innerlich froh darüber. Es war schon schlimm genug, dass nun die beiden Gryffindor darüber bescheid wussten.
„Ich glaub mich hat fast alles überwältigt. Ich war zuvor nie in der Zaubererwelt außer um meine Schulsachen zu besorgen. Begeistert hat mich damals am meisten Professorin McGonagall die sich in eine Katze verwandeln konnte. Überrascht war ich von den gewaltigen Unterschieden von der Muggle und Zaubererwelt. Geschockt", hierbei warf sie Harry einen bitterbösen Blick zu. „…hat mich der Troll der in die Schule an Halloween kam."
„Das war nicht meine Schuld und es war Ron der den Kommentar gemacht hat und nicht ich", verteidigte er sich und hob beide Hände. In der einen hielt er immer noch seine Gabel.
Sie warf ihm noch einen vernichtenden Blick zu doch ließ es dann auf sich beruhen. Sie zog den Bogen von Harry zu sich heran.
„Letzte Frage: Wenn ihr euch in ein Tier verwandeln wolltet, welches würdet ihr nehmen?", las sie vor. „Warum sind eure Fragen um so vieles besser als meine? Ich muss mich über Lieblingsfarbe, Lieblingsbuch und so erkundigen."
„Ich glaube das liegt am Geschlecht, wer auch immer den Fragebogen für die Frauen erstellt hat war nicht wirklich kreativ", antwortete Blaise.
„Ein Elch", gab Harry von sich als letztendlich den ersten Pfannkuchen vertilgt hatte.
„Das ist erlogen", widersprach Hermine als Blaise und Draco schon ansetzten um es zu notieren. Harry zuckte nur ungerührt mit den Schultern.
„Da kannst du recht haben, aber dass weiß Dumbledore nicht." Draco und Blaise wussten nicht wirklich was das Gespräch bedeuten sollte doch der Gesichtsausdruck den der Jugendliche trug war ihnen fremd und wirkte beinahe angst einflößend.
„Manchmal bin ich froh, dass ich nicht auf deiner schlechten Seite steh. Ich will nicht wissen was du tun würdest wenn du dem Schulleiter eins auswischen könntest." Hermine schob den Teller von sich.
„Momentan lass ich ihn einfach in dem Glauben, dass alles nach seinen Regeln läuft."
„Slytherin", spottete sie und machte eine abwehrende Bewegung wobei die Geste sanfter erschien als sie ihm die Zunge rausstreckte in einer kindischen Weise.
Er lachte und streckte ihr die Gabel entgegen. „Ravenclaw."
„Du willst ein Duell?" Blaise glaubte seinen Augen nicht. Hermine ergriff selbst eine Gabel und hielt sie drohend vor sich. Doch als ihre Augen auf die beiden Slytherin Reinblüter fiel fing sie an zu lachen und Harry stimmte mit ein.
„Ich glaub wir treiben sie langsam in den Wahnsinn", brachte die braun haarige, junge Frau zwischen freudigen Tränen hervor. Sie wurden unterbrochen als Pansy den Raum betrat und einen abfälligen Blick den beiden zuwarf.
„Also Elch", gab Draco von sich und notierte es sich auf seinem Zettel. Er beschloss nicht nachzufragen worüber das eben ging, denn er glaubte nicht, dass er eine ernsthafte Antwort bekommen würde. Und irgendwie machte ihm die Weise, wie die beiden auf Blaise Antwort zu seinem besten Ereignis geantwortet hatte neugierig was wirklich zwischen dem Gryffindorduo und Dumbledore vorgefallen war.
„Tiger" warf Blaise ein und wartete, dass Draco die Aufgabe beantwortete und damit endlich beendete.
„Wolf."
Das Rauschen der Flügel deutete auf Post hin. Wieder reichte Hermine Harry die Post und er besah sich die die zwei Briefe. Einer war von Dumbledore, er erkannte die Handschrift bereits, die seinen Namen kalligrafisch darstellte. Der andere war ihm unbekannt, doch das Wachssiegel war von Gringotts.
Er öffnete den Brief der Zaubererbank zuerst, da er nicht wirklich erpicht war von Dumbledore zu hören oder zu lesen.
Sehr geehrter Mister Harry Potter-Black,
durch den tragischen Tod von Mister Sirius Black kam es zur Öffnung des Willens von besagter Person. Im Nachlass des Verstorbenen sind Sie Mister Potter der einzige Erbe des Black Vermögens. Jedoch besagt das Schreiben, dass Sie Mister Potter sich einem Test unterziehen müssen um Ihre Herkunft zu prüfen.
Wir haben Ihnen dementsprechend ein magisches Blatt angefügt mit dem sie Ihre Herkunft bestätigen. Drei Tropfen Ihres Blutes genügen um den Blutzauber zu aktivieren. Bitte senden Sie uns das Blatt nach dem Ritual zurück.
Gleichzeitig bestätigen wir Ihnen, dass alle Geschäfte mit Mister Albus Dumbledore abgebrochen wurden und die Schulgebühren in das Verließ der Schule Hogwarts transferiert werden.
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Tag
Silverstone
Gringotts Vertreter #349
Harry las sich den Inhalt des Briefes nochmals durch und beschloss noch heute den Goblins den Bogen zuzuschicken.
Er öffnete den anderen Brief und bemerkte kaum, dass die anderen sich bereits über eine Aufgabe unterhielten die diesmal scheinbar Blaise geschickt bekommen hatte.
Lieber Harry,
Gringotts hat mich kontaktiert wegen dem Blacknachlass, ich würde die Angelegenheit für dich klären wenn du es wünscht.
Mit freundlichen Grüßen
Albus Dumbledore
Schulleiter von Hogwarts
Merlin Erster Ordnung
Harry zerknüllte das Papier und überlegte ob er das Schreiben in Flammen aufgehen lassen sollte, doch das würde lästige Fragen aufrufen.
„Harry alles ok?" Hermine sah ihn besorgt an.
„Kann ich deine Eule benutzen?" Er überging ihre Frage und sah ihre dunkle Eule an, die sich auf der Schulter der braun haarigen Gryffindor sesshaft gemacht hatte.
„Natürlich." Sie kraulte den Vogel kurz bevor sie ihr andeutete zu Harry zu gehen.
„Danke." Er verließ den Tisch, ohne nachzufragen, was die Tagesaufgabe beinhielt. Auf seinem Arm kauerte Hermines Eule Francis und ließ sich bis in Harrys Zimmer tragen.
Er setzte sich auf sein Bett und suchte nach einem spitzen Gegenstand. Er fand eine Schere und lachte leicht amüsiert über sich selbst. Ein Messer hätte ihm besser gefallen. Er schnitt sich in den Finger und wartete bis Blut hervorquoll.
Draco betrat das Zimmer als er den ersten Tropfen auf das Papier fallen ließ.
Das Pergament leuchtete kurz, dann kam der zweite Tropfen, wieder leuchtete es kurz. Er schaute kurz zu Draco. Als der dritte Tropfen da Papier erreichte leuchtete es länger.
„Was machst du da?" Draco setzte sich auf sein Bett und blickte offen zu dem Gryffindor.
„Erbnachweis für Gringotts", erklärte er ohne Umschweife. Auf dem Papier begann sich Schrift zu bilden. Harry schloss die Augen und öffnete sie dann wieder.
„Ich hasse mein Leben", zischte er ärgerlich. Die Eule auf seiner Schulter gab einen erschreckten Laut von sich du krallte sich fester in seinen Körper.
Draco zog die Augenbrauen hoch. Er erwartete keine Antwort umso überraschter war er als er das Papier ausgehändigt bekam.
Harry James Potter-Black
Geb. 31. Juli 1980
Eltern: Lilian, Josila Potter nee Prince
James, Darion Potter
Bluterbe: Sirius, Orion Black
Paten: Sirius, Orion Black
Remus Lupin
Auf dem Blatt waren drei Familiensiegel.
„Was ist so schlimm?" Draco verstand nicht ganz warum Harry so außer sich war.
„Ich bin nach dem Blatt ein Reinblut, nicht ein Halbblut wie Dumbledore immer betonte. Meine Mutter hatte nie etwas mit den Evans zu tun. Und seit wann bin ich Bluterbe von Sirius? Merlin… Dumbledore irgendwann wirst du es bereuen dich mit mir angelegt zu haben."
Auf dem Blatt waren drei Reinblutsiegel.
Es klopfte an der Tür. Hermine stand etwas unbeholfen davor.
„Ich störe gerade?" Harry schüttelte den Kopf.
„Ich rege mich gerade über unseren Schulleiter auf." Hermine sah von Harry zu Draco. Sie wusste, dass Harry seit den Ferien keinen Streit mehr mit dem Slytherin Haus angefangen hatte und er Draco aus dem Weg gegangen war.
„Was ist es diesmal? War die Prophezeiung nicht genug." Sie flüsterte laut genug, dass Draco es hörte doch Harry störte es nicht, dass der Slytherin mitbekam worum es ging und was für Geheimnisse er trug. Die Prophezeiung war sowieso ein offenes Geheimnis. Wenn er etwas verschweigen wollte dann akzeptierte Hermine das auch und die Prophezeiung war nicht darunter enthalten. Vielleicht würden die Slytherin endlich mal wach gerüttelt, es war auch langsam an der Zeit.
„Er hat mich glauben lassen dass ich ein Halbblut bin. Hat mich bei Muggles leben lassen obwohl sie nicht mal Familie waren. Keine Blutverwandtschaft. Und jedes Jahr musste ich dort hin, weil es ja oh so viel sicherer für mich war", Hermine starrte ihn erschrocken an. Waren die Qualen, die Harry durchlitten hatte durch Dumbledore etwa hervorgerufen? Hatte er es geschafft seinen wichtigsten Schüler so schlimm zu manipulieren, dass dieser daran hätte sterben können. Tränen traten ihr in die Augen.
„Gibt es nicht ein Gesetz, dass reinblütige Zaubererkinder nicht in der Mugglewelt aufwachsen dürfen?", fragte sie kläglich. Harry erblasste. Wenn das wahr war…
„Ja, so ein Gesetz gibt es", bestätigte Draco, der sich die Wappen immer noch genau anschaute. „Ich könnte schwören dass ich das Wappen kenne."
Draco wusste nicht inwiefern er das alles auffassen sollte. Alles schien plötzlich einen anderen Standpunkt zu bekommen. Die Andeutungen, die Bemerkungen und die Information die die beiden Gryffindor hatten fallen lassen waren mehr als genug um Draco zu irritieren und nachdenklich zu stimmen.
„Es ist Snapes Wappen", antwortete Harry. Zu viele Gedanken überfielen ihn. Sein Ärger war geschürt. Und Dracos überraschtes Gesicht half ihn kaum darüber hinweg.
„Ich muss Gringotts antworten", stammelte er nun und nahm Draco das Papier mit dem Blutzauber ab und verließ den Raum. Doch er schickte die Eule zu Dumbledore, mit der Mitteilung, dass er sich selbst darum kümmern würde aber Dankbar für das Angebot war. Er rief seine Krähe zu sich um ihr dann den Erbnachweis zu übergeben. Sie war am Morgen zurückgekehrt ohne Antwort.
Wenn Remus sich an Dumbledore gewendet hatte dann würde es für Harry schwieriger werden. Schwieriger und vermutlich auch gefährlicher. Er hoffte inständig, dass er mit seinem Vertrauen in Remus nicht falsch lag.
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Die Aufgabe für den Tag, wie Harry wenig später herausfand, war es als Gruppe eine Leistung ihrer Wahl zu vollbringen, die sich positiv für ihre Schulleistung auswirken würde. Darunter konnte verstanden werden: 1) Eine Studienrunde, alle lernten zusammen und sollten sich gegenseitig helfen. 2) Ein Projekt aus einem Fach ihrer Wahl 3) oder etwas das sie der Schulleitung nach den drei Wochen präsentieren sollten.
Sie waren alle nicht begeistert.
Nachdem keiner wirklich einen Vorschlag hatte und auch absolut keiner Lust zu einer Zusammenarbeit hatte, war es Hermine die in das dritte Geschoss gestapft war um einfach irgend was zu machen und es dann als Gruppenarbeit einzureichen.
Harry folgte ihr wenig später mit einer Tasse warmen Kakao als Versöhnung, schließlich wollte er sie nicht noch weiter verstimmen. Er fand sie über einem Kessel gebeugt. Sie hatte ihr Zaubertrank-Koffer mitgenommen zu seinem erstaunen und die kleine Feuerstelle im Koffer reichte gerade aus um den Kessel zu erhitzen.
„Ich habe dir Kakao mitgebracht." Er stellte die Tasse auf den Tisch an dem er in der Nacht gesessen hatte und öffnete das Fenster zu einem Spalt um den Dunst abzulassen.
Sie drehte sich zu ihm und nickte kommentarlos. Ein klares Zeichen dass er sie besser in Ruhe lassen sollte. Er seufzte nur und nahm Platz und holte das Buch hervor, dass er bereits zur Hälfte gelesen hatte. Er würde ihr wenigstens Gesellschaft leisten.
Blaise und Draco erschienen irgendwann später einfach um nachzuschauen was die beiden Gryffindor trieben nur um sich selbst in dem Raum nieder zu lassen. Der Raum war groß genug für sechs Personen selbst wenn Hermine genug Platz einnahm, in dem sie den Kessel aufgestellt hatte.
Als letzte kam Pansy und kuschelte sich neben Draco auf die Couch auf der er gesessen hatte und dabei war einen Aufsatz fertig zu stellen, den sie alle noch vor ihrer Reise aufbekommen hatten.
Eine Stunde ließ jeder Hermine in Ruhe ihre Arbeit tun und beschäftigte sich individuell selbst auch wenn Pansy das überhaupt nicht passte. Doch weder Draco noch Blaise waren gewillt ihr Unterhaltung zu bieten. Dadurch zog sie den Entschluss etwas zu unternehmen.
„Pansy, NICHT!" Doch Dracos Warnung kam zu spät. Die blonde Slytherin hatte bereits mit einem finsteren Grinsen das Eidechsenkraut in den Trank fallen gelassen. Der Kessel der im Zentrum des Raumes gestanden hatte fing an gefährlich zu brodeln und Blaise und Harry waren von ihren Plätzen auf der jeweils anderen Seite des Raumes aufgesprungen.
Hermine war erschrocken und ließ die Zutaten für den eigentlichen Trank fallen und spürte nur noch wie sie von jemanden auf den Boden geworfen wurde.
Die Erschütterung, die durch das kleine Haus ging in dem die fünf Schüler von Hogwarts für den Zeitraum von drei Wochen untergebracht waren um nach Dumbledores großartiger Idee Häuserfreundschaft zu entwickeln, dauerte Sekunden an bevor sie abklang.
Die Gruppe, die man nach weiß Merlin wo verbannt worden war, waren Zeuge von hellen weißen Funken bevor der Trank aus dem Kessel schoss und in alle Richtungen versprüht wurde.
:-P Kiss ya all.
