Kapitel 4 – blanke Nerven
Hermine hielt den Knuddelmuff im Nacken mit Zeigefinger und Daumen fest und starrte ihn irritiert an. Sie hatte das Wesen unter ihrem Bett gefunden. Monster lebten also doch unterm Bett auch wenn das vanillefarbene Wesen nun nicht wirklich angsterregend war.
Sie hatte die Tiere das erste Mal in Grimmauldsplatz kennen gelernt als Mrs Weasley ein in einem der verdreckten Zimmer gefunden hatte.
„Oh, wo hast du denn den her? Hast du den mitgebracht?"
Blaise stand hinter ihr und griff nach dem wippendem Ding. Hermine drehte sich verwirrt zu dem Zauberer der nun das schmutzsaugende Knuddelwesen an sich drückte.
„Dir ist schon bewusst das das Ding da Schutz frisst und weiß Merlin wo schon überall war? Ich würde mir so etwas nie anschaffen."
Blaise schien sich nicht von Hermines Worten beeindrucken zu lassen und hielt das handgroße lebenden Wollknäul auf Augenhöhe.
„Keine Sorge ich beschütze dich, die böse Frau wird dir und dem Schmutz nicht mehr im Wege stehen. Du wirst dich wohl fühlen in meinem Zimmer." Der Knuddelmuff streckte seine kleine pinke Zunge raus und berührte Blaise Nase. Der Slytherin lachte amüsiert.
"Sicher das du nicht eher nach Huffelpuff gehörst?", erkundigte sich Hermine als sie sich wieder zurück lehnte im Sessel und auf die Uhr starrte. Harry und Draco waren nun schon zwei Stunden weg.
„Waaaaaaas? Wie kannst du mich so beleidigen?", spottete Blaise.
„Merlin Blaise, kannst du noch lauter sein? Ich glaub die Nachbarn haben dich nicht gehört und sag mir nicht du hast schon wieder so ein Ding...", stöhnte Pansy die vom Flur aus ins Wohnzimmer blickte.
In den vergangenen Stunden hatten Blaise und Pansy mindestens acht Streitgespräche angefangen über die kleinsten Sachen. Hermine konnte es nicht mehr hören. Wenn sie mit Ron genauso war dann musste sie sich echt bei Harry entschuldigen. Das konnte man ja nicht aushalten.
Die Stimmung hatte schlagartig umgeschlagen und Blaise sah nicht mehr im entferntesten so aus als würde er noch rumspaßen wollen. Er händigte Hermine das gefundene Tier wieder zurück und stapfte aus Pansy zu.
Die Stimmen der beiden Slytherin wurden wieder schriller und lauter und die Argumente über immer wieder wechselnde Dinge wurden banaler und obzöner. Auch wenn sie irgendwann nach oben gewandert waren um den Streit weiter auszufechten, so konnte Hermine allemal zuhören. Sie tat es jedoch nicht nachdem sie sich wieder darüber stritten, dass der Zaubertrank explodiert war.
Hermine rieb sich die Stirn um die Kopfschmerzen loszuwerden, immer mit dem Mantra die Ruhe zu bewahren.
So fanden Draco und Harry ihre Hausgenossen.
„Merlin, seid wann sind die beiden schon am Schreien?" Harry sah seine beste Freundin fragend an. Sie blickte überrascht auf. Sie hatte die beiden nicht reinkommen gehört. Sie schüttelte nur den Kopf um anzudeuten das es einfach zulange war als das sie es genau wusste..
„Ich bring die beiden mal zum Schweigen." Harry nickte Draco dankbar zu. Der wiederum bestieg die Treppe mit einem Grinsen und spielte verdächtig mit seinem neuen Stab.
„Komm Hermine ich mach dir erst einmal einen Tee und dann mach ich ein Paar Sandwiches zum Abendbrot."
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Draco amüsierte sich tierisch als plötzlich die beiden schreienden Slytherin verstummten und ihre Gesichter immer noch vor Wut verzerrt waren. Blaise war der erste der seinen Mund wieder schloss und sich zu ihm drehte und ihn wütend anfunkelte. Die Verwunderung folgte jedoch nur Sekunden später als sein Blick auf den neuen Stab fiel. Letztendlich entschied sich der Italiener dazu die Arme zu verschränken und eine Augenbraue hochzuziehen, da er ja eh nicht fluchen oder fragen konnte was los war.
Pansy hingegen fasste sich panisch gegen die Kehle bevor sie es Blaise nachmachte und Draco anstarrte. Ihr Ärger verflog nicht so schnell wie die ihres Gegenparts und sie starrte Draco bösartig an.
„Für heute reicht es. Ihr beide nervt."
Draco lief die Treppe hinunter und lief zielstrebig in die Küche. Es war der beliebteste Ort von den beiden Gryffindor und Draco fand Hermine über einer Tasse Tee. Harry stand vor dem Fenster und blickte in die trübe Landschaft. Um ihn herum schnitt sich das Brot von selbst und legte sich auf einen vorbereiteten Teller. Belag folgte darauf und schichtete sich zu ansehnlichen Sandwiches.
Harry spielte scheinbar gerne mit seiner Magie, denn er musste nicht einmal Blickkontakt halten um das Essen zu machen. Hermine starrte auf das sich selbst zubereitenden Essen mit einer Mischung aus Neid und Verwunderung. Sie sah nur kurz auf zu ihm und nickte mit einem erleichtertem Lächeln, dass vermutlich ihren Dank über die einkehrenden Ruhe ausdrücken sollte.
„Habt ihr ein Paar Bücher finden können?", forschte die brünette Jugendliche.
Draco nickte nur.
„Du bekommst eins nach dem Essen, dann kannst du in aller Ruhe nachlesen." Harry hatte sich zu den beiden wieder gedreht und stellte den Teller nun auf den Tisch.
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Draco klopfte vorsichtig an der Tür. Blaise war als erster nach dem Essen gegangen und hatte nicht einmal gewartet um zu sehen ob irgendeines der drei Bücher die sie mitgebracht hatten über magische Wesen ihn definieren konnten.
„Hn." Kam es träge aus dem verschlossenen Zimmer und Draco der das als eine Einladung nahm ließ sich ins Zimmer.
Der Italiener saß auf seinem Bett und blickte Draco nicht einmal an. Er hatte kein Licht an und Draco ließ eine Kerze im Zimmer entflammen um wenigstens den anderen zu sehen.
„Hermine hat mir den für dich gegeben. Wenn du ihn nicht haben willst meinte sie sie würde ihn raus schmeißen." Draco warf den Knuddelmuff in den Schoß des anderen wo sich das Wesen mit einem surrendem bsss beschwerte.
„Ich hatte mal einen als ich sechs war. Ich hab ihn versteckt damit meine Mutter ihn nicht finden konnte. Es war das einzig nette das ich damals hatte." Blaise strich dem Ball durch das weiche Fell. Es irritierte ihn nicht, dass eigentlich nur Mädchen das Wesen niedlich fanden. Selbst der Name sagte schon aus das es eigentlich lächerlich war.
„Deine Mutter hat ihn gefunden?"
Blaise nickte. Damals war der Schmutzfänger sein einziger wahrer Freund. Er musste nicht die Verhaltensregeln einhalten, er musste nicht immer höflich und distanziert sein er durfte hinter verschlossener Tür einfach nur er selbst sein. Obwohl er Draco bereits damals kannte waren sie nie ohne Aufsicht gewesen. Sie hatten sich erst viel später richtig kennen gelernt und hatten nach viel Reibereien Freundschaft geschlossen.
„Sie hat ihn verbrannt." Blaise seufzte.
„Und ich dachte schon meine Eltern waren abgedreht..." Draco saß auf dem anderem Bett gegenüber von Blaise. „Ich schätze der hier bleibt wohl hier? Eh? Er wäre viel cooler wenn er schwarz wäre."
Blaise ließ ein Lächeln über seine Züge gleiten und hob das Wesen aus seinem Schoß.
„Du mein lieber, wirst vermutlich selbst schwarz noch als niedlich einkategorisiert." Er ließ Draco jedoch die Farbe des Muffs ändern sodass er erst ein grelles grün annahm und dann letztendlich doch schwarz wurde.
„Also wirklich? Kinder!", schalt Hermine als sie sich durch den Türspalt schob und die beiden vorfand wie sie versuchten kleine Hörner auf das kleine Wesen zu zaubern. Ihr Grinsen jedoch verriet das sie es nicht wirklich ernst meinte.
„Demnächst grabt ihr Gartengnome aus um zu sehen wie viele ihr in Pansys Bett verstecken könnt." Die beiden Slytherin sahen sie mit neu gefundenem Respekt an.
„Nicht so tolle Zimmergenossin?", grinste Blaise als er den Muff beobachtete wie er sich unter seinem Bett versteckte.
„Wenn es keine Gespräche gibt, dann verstehen wir uns ganz gut und wenn sie nicht in die Nähe meiner Sachen geht auch." Hermine setzte sich neben Blaise aufs Bett und schlug das Buch auf. Ihre heitere Miene verschwand wieder.
„Ich weiß ihr wollt es nicht wirklich wissen, doch Harrys Vermutung ist leider richtig. Scheint so als wären wir nicht mehr ganz menschlich. Naja bis auf Blaise würde ich meinen."
Beide Jugendliche sahen sie überrascht und etwas unruhig an. Blaise schnaubte leise.
„Ich sah vorher nicht so aus."
„Schon klar, das will ich ja auch gerade erklären. Du musst nicht so nieder geschmettert aussehen. Es ist nichts schlimmes. Wenn das Buch korrekt ist dann zeigen die Symbole auf deinen Händen an, dass du ein Elementarmagier bist. Der Farbgebung deiner Haare nach tippe ich stark auf Feuer. Leider ist mein Buch nicht sehr konkret, vielleicht steht in dem was Harry gerade liest mehr drin."
Der Italiener war blass und sah auf seine Hände nieder. „Feuer?"
„Blaise das ist genial. Weißt du wie lange es her ist das es einen Elementmagier gab?"
Auf Dracos Frage schüttelte er nur den Kopf. Nicht dass er es unbedingt wissen wollte. Er wusste nicht was er mit der Information machen sollte, dass er Feuerelementarmagier war. Freude war nicht wirklich das Gefühl das ihn überkam, es war eher eine Mischung aus Schock, Panik und Überraschung.
„Es muss etwas 140 Jahre her sein, dass der letzte Elementmagier geboren wurde. Die Kräfte die du haben müsstest..." Draco schien Blaises Situation weit aus besser anzunehmen als der andere.
Hermine griff nach Blaise Hand.
„Du darfst es nicht als Fluch sehen. Es ist ein Geschenk. Harry hat mir ein Buch mitgebracht über Animagi, vielleicht finde ich die Lösung auch warum der Trank diese Auswirkung hatte und ob man es wieder rückgängig machen kann. Aber Draco hat Recht ein Elementmagier ist etwas besonderes." Hermine drückte die Hand bekräftigend.
„Aber... aber wenn der dunkle Lord davon erfährt..." Nun war es auch Draco der blass wurde.
„Dann wird er es nicht herausfinden!" Die Augen der Gryffindor leuchteten in einem gefährlichen goldgelb. Blaise sah auf ihre Hand, die seine noch immer umklammerte und hob diese etwas an. Die Fingernägel waren gewachsen und im Begriff sich zu Krallen zu formen als Hermine einen überraschten Laut von sich gab.
„Shit, es tut mir Leid Blaise. Mein Temperament ist wohl ein wenig mit mir durchgegangen. Merlin... wenn das immer passiert wenn ich sauer bin... das ist heute schon das dritte Mal", klagte die junge Frau und sah verlegen auf den Boden.
„Nichts passiert", beruhigte er sachte. Es war eigentlich nicht seine Art jemandem außerhalb Slytherins nett gegenüber zu sein. Doch die letzten beiden Tage hatten eindeutig bewiesen, dass hier in Ashwell sowieso der Ausnahmezustand herrschte. Und sie waren gerade erst angekommen. Das würden sehr lange drei Wochen werden.
„Ich glaube ich geh schlafen..." Hermine flüchtete aus dem Raum und ließ die Enzyklopädie zurück.
Draco blickte zu Blaise, der ebenfalls etwas irritiert zurückstarrte.
„Ist es ok wenn ich mich zurückziehe?" Blaise grinste auf die Frage und scheuchte den Blonden zur Tür.
„Ich bin kein kleines Kind mehr. Und wenn was ist Kasimir wird mich beschützen. Also geh nur."
„Kasimir? Du hast das Ding Kasimir genannt? O man Blaise..." Draco lachte und verschwand.
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Harry war überrascht als Hermine ihn um 4 Uhr Nachts Gesellschaft leistete in der Küche. Er selbst hatte vor einer Stunde aufgegeben Schlaf zu finden und hatte beschlossen dort weiterzumachen wo er am Vortag aufgehört hatte.
Soweit hatte er mehr Informationen über verschiedene Geschöpfe gesammelt die aber letztendlich wenig mit Ihnen zu tun hatte. Er war froh gewesen als er den Abschnitt im Buch über Trolle, Goblins und Zwerge überspringen konnte. Niemand zeigte auch nur ansatzweise Ähnlichkeiten mit ihnen. Er war jedoch überrascht wieviel Unterarten und Gattungen es gab zu den verschiedenen Wesen.
Mittlerweile hatte er es nicht mehr ausgehalten nach den Merkmalen von Draco, Pansy oder Hermine zu suchen und hatte den Bereich Vampire und andere Blutsauger aufgeschlagen.
„Hast du irgendetwas gefunden?" Hermine stellte eine Tasse Kaffee vor den Jugendlichen der in einem T-Shirt und dunklen Jeans gekleidet war.
„Noch nicht. Ich geh gerade die Vampirarten durch. Ich wusste gar nicht, dass man unterscheidet zwischen geborenen Vampiren und gebissenen Vampiren oder das es dann noch Clansmerkmale gibt..." Harry sah sie aus unergründlichen Augen an. Es war irritierend den Jugendlichen ohne Brille zu sehen.
„...Interessant...", murmelte sie.
„Alles ok?" Ihr schwarzhaariger, bester Freund sah sie besorgt an.
„Ich hasse es wenn ich nicht weiß was los ist. Ich fühle mich so verdammt machtlos. Ich habe keine Ahnung was mit meinem Körper passiert ist. Merlin, es ist mal gerade der dritte Tag von drei Wochen und ich habe das Gefühl das Chaos bricht über uns zusammen."
„Ein wenig melodramatisch. Es ist ja nicht das erste Mal wo wir dem Chaos gegenüberstehen." Harry zog die Brünette in eine leichte Umarmung.
„Ich könnte auch mal ohne leben", erklärte sie verzweifelt.
„Nicht nur du..." Harry schwieg eine Weile bevor er weiter sprach. „Du könntest die Schule wechseln."
„Merlin, manchmal bist du typisch Slytherin und dann im nächsten Moment so verdammt Gryffindor. Du kannst nichts dafür das die Prophezeiung auf dich zutrifft. Du kannst auch nichts dafür das wir so oft in Gefahr sind. Lieber habe ich dich als Freund und habe mein Leben abenteuerlicher und gefährlicher, als dich als Freund und Bruder zu verlieren." Hermine zog ihn fester zu sich.
„Meinst du Pansy ist eine Harpie?" Harry lachte.
„Wir können es ja herausfinden." Er grinste die Gryffindor an.
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„Ich habe die ganze Nacht von dir geträumt", schnurrte Blaise als in die Küche kam und sich prompt neben Hermine setzte. Beide Gryffindor sahen ruckartig zu dem Slytherin. Dieser lehnte sich zu Hermine. „Und du riechst so gut..."
„Was zum..." Hermines Stimme kam panisch zwischen ihren Zähnen hervor. Sie konnte den Satz jedoch nicht beenden als der Italiener ihre Lippen in Beschlag nahm.
„Zabini!" Harry riss den Slytherin von Hermine und hielt ihn am Kragen von sich während er sich zwischen die beiden stellte. Die junge Frau war knallrot und ihre Lippen angeschwollen.
„Potter, lass mich los." Die Augen des Feuerelementars wirkten glasig als er mit beiden Händen versuchte Harrys Hand von seinem Kragen zu bekommen.
„Was ist los mit dir Zabini?" Harrys Halt um den Slytherin verstärkte sich als dieser brutaler versuchte zu Hermine zu gelangen.
„Ich halte es ohne sie nicht aus. Ich muss sie berühren." Hermine schluckte schwer und erhob sich aus ihrem Stuhl und distanzierte sich ein wenig mehr.
„Lass mich los", jammerte Blaise verzweifelt und Harry knirschte mit den Zähne als der andere ihm die Hand aufschürfte.
„Was geht hier vor sich?" Draco stand in der Tür mit erhobenen Zauberstab und blickte zwischen den dreien. Es war ersichtlich das er geweckt wurde, denn er stand nur in Boxershorts vor ihnen.
„Sag Potter er soll mich loslassen, ich muss zu ihr. Sie ist meine Göttin." Draco sah seinen Freund mit offenem Mund sprachlos an. Bitte was? „Bitte lass mich zu ihr. Sie soll mich erwählen."
Hermine hatte ihre Hand vor dem Mund zusammengeschlagen und sah panisch zu Blaise.
„Stupefy." So schwer es ihm fiel seinen eigenen Freund zu attackieren, normal war dessen Verhalten absolut nicht. Harry hatte Blaise vor einen ungemütlichen Sturz auf den Fliesenboden bewahrt. Mit ein wenig Umstand trugen die beiden Herren Blaise ins Wohnzimmer bevor sie zu Hermine zurückkehrten.
„Was in Merlins Namen war das?"
„Das wüsste ich auch gerne. Hermine alles ok?" Sie nickte etwas steif und immer noch purpurrot.
Harry erklärte kurz was Draco verpasst hatte, obwohl sich der Blonde das meiste zusammenreimen konnte bei dem roten Gesicht und den geschwollenen Lippen von Hermine.
Als sich jedoch kurze Zeit später auch Pansy darum bemühte die Gryffindor für sich zu gewinnen war Hermine kurz vorm Hyperventilieren und Harry und Draco schwer beschäftigt die Bücher zu wälzen, während die verbleibenden Slytherin vorerst im Wohnzimmer schliefen. Das Gefecht um Pansy von Hermine fernzuhalten hatte Draco mit Schrammen im Gesicht hinterlassen, während Harry glücklicherweise keine zusätzlichen bekam und nur die an seiner Hand vorweisen konnte.
„Warum bin ich darauf nicht eher gekommen." Draco schlug das Buch nieder und blickte zu den beiden anderen in der Küche. „Es passt alles. Es ist dann auch kein Wunder warum die beiden nach dir trachten. Es ist eher ein Wunder das weder Harry noch ich von deiner Magie unangetastet sind. Du bist eine Veela."
Hermine war den Tränen nahe. Veela? Sie stand ruckartig auf und begann in der Küche auf und ab zu laufen. Es war eine Angewohnheit die sie hatte wenn immer sie ein Problem hatte. Harry runzelte die Stirn.
Es war bereits fortgeschrittener Morgen und zwei Eulen pressten sich durch das angelehnte Fenster. Warum musste die Schulleitung eigentlich noch Salz in die Wunde streuen. Es wäre normalerweise schon anstrengend genug gewesen wenn die fünf in dem Haus eingepfercht wären ohne Magie. Nun hatten sie die Folgen des Zaubertrankes zu überwinden, zwei nicht zurechnungsfähige Personen und eine weitere Tagesaufgabe. Die letzte hatte schon schwere Folgen mit sich gebracht. Keiner der drei war auch nur gewillt sich die neue anzuschauen und legten sie beiseite.
Der zweite Brief ging an Pansy und Draco war froh als die Eule die Post da ließ und auf keine Antwort wartete.
Harry stellte Draco eine Kanne Tee auf den Tisch, während Hermine vor sich her murmelte und versuchte eine Lösung zu finden. Der Slytherin hatte es vorgezogen sich sofort mit dem Problem zu beschäftigen und hatte es bislang noch nicht einmal geschafft sich vollständig anzuziehen.
„Ich schließe mich vorerst in meinem Zimmer ein. Sollte Pansy irgendetwas wichtiges brauchen muss sie warten. Ich nehm mir das Buch mit über die Verhaltensweisen von magischen Kreaturen. Hoffentlich steht da etwas drin womit ich Kontrolle über diese Art der Magie lerne." Harry sah sie scharf an.
„Mir ist egal ob du Fortschritt machst oder nicht, um 14 Uhr bist du hier. Ansonsten reiße ich was auch immer du für Barrieren aussprichst nieder." Harry überreichte ihr seinen neuen Stab um Hermine eine Möglichkeit zu gewähren sich vor den beiden Slytherin zu verbergen. Sie nickte ihn etwas beschämt an.
Harry kannte sie zu gut. Wenn sie etwas nicht erreichte dann würde sie solange wegbleiben bis sie das Problem gelöst hatte, egal ob sie nichts aß und nichts trank. Ihr bester Freund hatte das nie gut geheißen und würde es wohl auch nie. Als Friedensangebot nahm sie eine Flasche Wasser mit sich und verließ die beiden Jugendlichen.
Harry seufzte.
„Möchtest du Frühstücken?", erkundigte er sich gähnend. Es war Zeit für eine zweite Runde Kaffee. Draco verneinte und blätterte in der Enzyklopädie weiter. Harry zog sich das Buch heran das Hermine zuvor noch benutzt hatte, schließlich hatte sie jetzt seins.
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Die beiden Slytherin waren ohne die Anwesenheit von Hermine weit aus ansprechbarer und wirkten mehr als nur verlegen. Es war ihnen so peinlich das keiner von ihnen murrte als Harry sie zum Haushalt machen aufforderte und er Blaise den Müll reichte. Durch den Hitzekristall mussten sie sich wenigstens nicht um den Kamin kümmern. Der Kristall glühte beständig und erhitze das Haus zu einer wohligen Temperatur. Er lag im Kamin, wo er am besten wirken konnte.
„Jungs, ich glaube wir haben ein weiteres Problem. Das ist nicht die Tagesaufgabe, das ist McGonagalls Ankündigung für einen Besuch. Sie wird morgen zum Frühstück erscheinen..." Pansys Stimme klang schrill und panisch.
Dum Dum Duumm
mal wieder ne Ewigkeit seit dem ich geupdatet habe -.- Sorry.
Leute ich wünsche euch allen ein super tolles Weihnachtsfest ohne Stress und Probleme. Ebenfalls einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Knutsch
Feili
P.S.: ich hab ne grauenhafte Rechtschreibung -.- es tut mir leid. Meine Beta ist gerade nicht da und *seufz* das Kapitel würde sonst nie rauskommen.
