In kalter Wut hat ich dich einst verletzt
Von MeliXana
In kalter Wut hat ich dich einst verletzt.
Wenn die Nächte eisig sind, der See liegt silbrig dort.
Die Sterne übern verbotnen Wald blinken in einem fort.
Ich steh am Waldrand, schweres Herz, das nie wieder wurd besetzt.
„Ich stolzer Narr, konnt dich nicht um Vergebung bitten.
Auch wenn ich's wollt, konnt meine Liebe nicht gestehn.
Ich stand vor Dir und wollte schrein, mein Leben soll vergehn.
Doch ging ich fort, zerschlagnes Gefäß, nichts konnte mich mehr kitten.
Es ist so viele Jahre her, du kehrtest nie mehr zurück.
Du liebtest einen anderen und warst sein ganzes Glück.
Als euch euer Glück verließ, wollt nur dich ich retten.
Für meinen Hochmut schwer bestraft, muss ich mein Dasein fristen.
Ich dreh mich um und geh zurück, Schnee schwebt durch die Luft.
Dann seh ich sie die Schülerin, die Lippen rosenrot.
Sie schaut mich freundlich lächelnd an, ohne Scheu und Not.
Im Hintergrund das leuchtend Schloss, um uns herum ein zarter Duft.
Mit sanfter Stimme wünscht sie mir ein geruhsam Fest.
Ich stehe nur verzweifelt da, die Lippen fest gepresst.
Sie sagt mir dann mit leidend Blick, dass es die Menschlichkeit verpflicht.
Leis sagt ich ihr, dass meine Einsamkeit ist selbst gewählt.
Doch sie antwortet mit leuchtend Blick, dass nur die Freundschaft zählt.
Mir Severus wirds leicht ums Herz, die Hoffnung stirbt noch nicht.
