Liebe Leser,
ein letztes mal für dieses Jahr möchten die Profsnapeler euch viel Vergnügen beim Lesen des Kalenders wünschen! Wir hoffen, dass ihr ein wenig Freude hattet und vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr bei einem neuen Adventskalender wieder.
Genießt das Weihnachtsfest und lasst es euch gut gehen!
Eure Profsnapeler
Schnee
(Loki Slytherin)
Flocken rieseln still und leise,
jede auf die ihre Weise,
sinken auf die Erde nieder,
wirbeln auf und fallen wieder.
Leuchten in der Kerze Schein,
die dort wandert ganz allein.
Wird getragen still und sacht
von einem der wird hoch geacht'.
So kämpft sich durch die weiße Pracht,
Harry Potter in der dunklen Nacht.
Bis er endlich stehen bleibt,
und die kalten Hände reibt.
Die Kerze stellt er dann hernieder,
in ihrem Scheine strahlt es wieder,
ein Grab, so weiß wie auch der Schnee,
auf dass man es von der Ferne seh'.
„Frohe Weihnacht, Albus, wünsch ich Dir,
hier ist ein kleines Präsent von mir."
Schon rieseln kleine weiße Flocken.
auf buntgeringelt flausch'ge Socken.
Eine Weihnachts-Wichtel-Geschichte
von Chrissi Chaos
„Ich hasse Weihnachtsfeiern!", knurrte Snape.
„Ich weiß", entgegnete Minerva gelassen.
„Und dann musstest du auch noch die blöde Idee mit dem Wichteln bringen..."
„Hmhmmmm..."
„Und ich hab natürlich das Pech, ausgerechnet Sybill zu ziehen – was zum Geier soll ich der verrückten Wachtel den schenken? Eine Flasche Sherry?"
„Severus! Nun reg dich nicht so auf. Denk einfach dran, dass die arme Kollegin, die dich gezogen hat, noch viel schlimmer dran ist."
„KollegIN? Du weißt also, wer es ist?"
„Neiiiiiin..."
„Wen hast du eigentlich gezogen?"
„Hm..."
„Sag es mir, Minerva!"
„Du brauchst mich gar nicht so ansehen, Severus – ich werde nicht auspacken."
„Verräterin! Ich hab dir schließlich auch gesagt, wen ich erwischt habe."
„Selber schuld!"
„Du bist eine herzlose Frau!"
„Gut, dass du das endlich gemerkt hast – dann brauch ich mich nicht andauernd verstellen."
„Pffffffffftttttttt!"
„Dieses Pft klang etwas respektlos, mein Lieber!"
„Ach Minerva! Jetzt hilf mir doch! Stell dir mal vor, du wärst Sibyll – was würdest du dir wünschen?"
„Lass mich nachdenken... Ich hab's! Eine Vision – eine, die möglichst echt wirkt... natürlich nichts Schlimmes... du verstehst schon – tragisch, aber nicht wirklich negativ."
„Ich soll eine Vision verwichteln? Irgendwelche Vorschläge, wo ich die hernehmen soll?"
„Hmmmmkugelverzaubernvielleichthmmm....?"
„Wie bitte?"
„Mensch Severus! Stell dich doch nicht so doof!"
„Also ich muss schon sehr bitten!"
„Nimm eine stinknormale Glas-Kugel! Verzaubere sie – so dass Bilder darin erscheinen! Fertig!"
„Ich weiß nicht recht... könnte ich ihr nicht eins von diesen Muggelgeräten für einsame Frauen schenken, du weißt schon - einen Vibr..."
„SEVERUS!"
„Okay, okay! Nicht volljährige Leser – schon klar!"
„Zzzzzzzz!"
„Also gut... eine Glaskugel..."
„Mit einer hübschen Vision!"
„Minervaaaa...?"
„Also wenn du so meinen Namen sagst, ist was faul!"
„Könntest du nicht vielleicht...?"
„Was denn? Eine Glaskugel besorgen?"
„Eine Vision reinzaubern! Ich bin einfach nicht einfühlsam genug, um Sybills Geschmack zu treffen."
„Du bist doch nur zu faul, dir was zu überlegen."
„Mineeeeeervaaaaaaaaaa!"
„Severus! Bei Merlin – übertreib es nicht!"
„Ich bin verzweifelt!"
„So so..."
„Machst du's? Du hättest auch was gut bei mir..."
„Na schööön!"
xxx
Einige Tage später bei der Weihnachtsfeier des Lehrerkollegiums...
„Oh... duuu hast mich also gezogen, Severus", hauchte Sibyll Trelawny, als Snape ihr mit eingefrorenem Ich-hab-in-eine-Zitrone-gebissen-Lächeln sein Wichtelpäckchen überreichte, „ich hatte da schon so eine Ahnung..."
„Aha...", sagte Snape reichlich unbegeistert und sah sich nach Fluchtmöglichkeiten um. Während sie auspackte, würde er sich unauffällig entfernen – so viel stand fest.
„Oooooooooohhhhhhhhhh... eine Kristallkugel... wie hast du nur erraten...", Trelawny verstummte, als die Farbe der Kugel sich veränderte und ein Bild sich darin formierte. „Aber das ist ja..."
Von ihrem entrückten Ton dann doch neugierig gemacht, riskierte Snape noch im Davonstehlen einen Blick auf die Kugel... und erstarrte... bevor die Panik ihn packte...
„Ach Severus!", raunte Sibyll und sah ihn verklärt an. „Ich wusste ja schon immer, dass du und ich füreinander..."
„Ich muss weg!", japste Snape.
„Aber Severus...?!"
„Punsch! Ich brauche Punsch!", keuchte er verzweifelt.
Bei seiner übereilten Flucht zur Anrichte, auf der die Getränke standen, begegnete er McGonagalls sehr amüsiertem Blick, den er mit einem äußerst anklagenden erwiderte.
Als er mit seinem Becher an den Tisch zurückkehrte, machte er einen großen Bogen um Trelawny, die ihn verzückt anstarrte, und setzte sich neben McGonagall.
„Das war wirklich niederträchtig von dir", zischte er ihr zu und starrte dabei in den Becher. Punsch... er mochte überhaupt keinen Punsch... „Der Typ in der Kugel, der, der die Frau küsst, die erstaunliche Ähnlichkeit mit einer gewissen zauselhaarigen Wahrsagerin hat, sah gestern noch aus wie Gilderoy Grinsmichtot Lockhart und war wie ein schwuler Märchenprinz gewandet – heute dagegen, hat er lange schwarze Haare und trägt Schwarz. Hast du dafür vielleicht irgendeine Erklärung?"
„Solche Kugeln haben oft ein unerklärliches Eigenleben", sagte McGonagall und zuckte die Schultern. Sie machte sich nicht mal die Mühe, ihre Erheiterung zu verbergen.
Bevor Snape hierauf etwas erwidern konnte, schob sie ihm ein Päckchen hin.
„Mein Wichtelgeschenk für dich, Severus!"
„Duuu also..." Nach einem letzten grantigen Brummen, machte Snape sich daran, das Päckchen zu öffnen. Es kam eine Flasche Whisky zum Vorschein – eine sehr gute Flasche Whiskey...
„Reicht das als Wiedergutmachung?", fragte McGonagall leise.
„Nein!"
„Dreh die Flasche um!"
Snape drehte die Flasche um und entdeckte einen kleinen Zettel, der am Flaschenhals festgebunden war. „Willst du ihn gleich probieren?", stand darauf in McGonagalls prägnanter Handschrift.
Snapes Augenbrauen wanderten in die Höhe. Wenn er die Flasche hier öffnete, kämen seine Kollegen womöglich auf die Idee, auch etwas von dem Whisky haben zu wollen. Er warf McGonagall einen schrägen Blick zu, konnte ihren Augen jedoch keine Arglist erkennen – lediglich gespannte Erwartung. Ohne zu wissen, was sie im Schilde führte, nickte er knapp.
McGonagall erhob sich und wartete einen Moment, bis die am Tisch Versammelten ihre Unterhaltungen einstellten und ihr die nötige Aufmerksamkeit schenkten.
„Meine Lieben", begann sie mit einem herzlichen Lächeln, „so sehr ich es genossen hätte, diese wundervolle Gelegenheit mit euch zu feiern gebührend auszunutzen – leider bin ich wegen dringender Schulleitungsangelegenheiten unabkömmlich und muss jetzt in mein Büro zurückkehren. Ich wünsche euch noch viel Vergnügen... und übertreibt es nicht, sonst hat Poppy morgen wieder so viel Arbeit mit den vielen Katern."
Unter den verabschiedenden Worten der Anwesenden schob sie ihren Stuhl zurück, blickte noch einmal freundlich in die Runde und machte Anstalten sich zurückzuziehen.
„Ach ja – fast hätte ich es vergessen – Severus, leider muss ich auch dir den Spaß an dieser Feier verderben", sagte sie, sich noch einmal umdrehend, und sah zuerst ihn und danach Trelawny entschuldigend an. „Ich brauche dringend deinen fachlichen Rat bei diesen... du weißt schon... Schulleitungsangelegenheiten."
Snape, der sie bis dahin stirnrunzelnd beobachtet hatte und beim besten Willen noch keinen Bezug zu sich und seinem Whisky herstellen konnte, erhob sich – entgegen seinem Drang, so schnell wie möglich hier raus zu kommen – gemächlich und würdevoll.
„Selbstverständlich verzichte ich gerne auf mein Amüsement, wenn ich die Schulleiterin unterstützen kann", sagte er und warf Trelawny einen Die-Pflicht-ruft-ich-muss-weg-aber-tu-dir-keinen-Zwang-an-ein-anderes-Opfer-zu-finden-Blick zu, bevor er, das kostbare Wichtelgeschenk unter dem Arm, McGonagall hinterher rauschte, die schon dem Ausgang zustrebte.
xxx
„Na, Severus? Wie fandest du unsere diesjährige Weihnachtsfeier?", fragte McGonagall mit einem Lächeln, das fast so warm wirkte, wie die Farbe des Whiskys im Schein des Kaminfeuers, als sie miteinander anstießen.
„Einfach traumhaft, Minerva!", versicherte Snape und lehnte sich mit einem wohligen Seufzen in der Badewanne...
Stimme aus dem Off: „CHRISSI!"
Oh nein – jetzt hätte ich es fast vergessen - die minderjährigen Leser! Sorry! *g*
Im Sessel natürlich! Oder auf dem Sofa...? Okay - er lehnte sich auf dem Sofa zurück!
Und wer weiß - vielleicht sitzen sie dort noch immer zusammen und trinken Whisky...
E N D E
Disclaimer: Ich habe mir die handelnden Personen von J. K. Rowling ausgeliehen und verdiene daran nichts.
Für das Drabble kann J.K.R. nichts, das ist von mir.
Geschmackssache
(von Irm63)
„Albus!" fauchte Minerva empört. Sie war beim Betreten der großen Halle abrupt stehen geblieben und hatte den Schulleiter am Arm gepackt.
„Das hätte ich dem Jungen gar nicht zugetraut", murmelte Dumbledore begeistert, während sein Blick durch den Saal schweifte.
„Ich hätte es mir denken sollen", knirschte sie, sie konnte das hämische Grinsen ihres Kollegen förmlich hinter ihrem Rücken spüren.
Hatte sie sich einen Moment zuvor noch darüber gefreut, dass Snape aufgrund einer verlorenen Quidditchwette für den diesjährigen Festschmuck zu sorgen hatte, dämmerte ihr nun, dass der Slytherin sie elegant ausgetrickst hatte.
Die große Halle erstrahlte festlich in Silber und Smaragdgrün.
Wie würde das denn aussehen
von Loki Slytherin
Ganz Hogwarts hielt den Atem an, ja, selbst das altehrwürdigen Gemäuer schien durch die kalten Fensteraugen gebannt auf das Geschehen zu starren.
Einem schwarzen Rachenegel gleich stand Professor Snape, Leiter der magischen Schule auf Hogwarts, da und die Reste des Schneeballs, der ihn direkt ins Gesicht getroffen hatte, schmolzen langsam auf seiner Gesichtshaut.
Fassungslos blickten die Schüler, die alle inmitten der Schneeballschlacht zu Säulen erstarrt waren, auf den Schulleiter und erwarteten die unweigerlich bevorstehende Explosion.
Severus Snape konnte es nicht fassen. Schon als der Vorschlag im Lehrerkollegium gemacht wurde, wusste er, es war eine Schnapsidee. Ein Winterausflug, an dem alle Schüler und Lehrer teilnehmen, am Tag vor den Weihnachtsferien … da konnte nur etwas schief laufen.
Als die Gören dann auch noch anfingen, mit Schneebällen zu werfen, wartete er nur darauf, dass etwas passierte. Als hätten seine Gedanken das Unglück heraufbeschworen, traf ihn eines der eisigen Geschosse direkt ins Gesicht.
„Freut euch noch schnell, lange wird sich der Übeltäter nicht an seiner Heldentat laben können", sprach er mit lauter und schneidender Stimme.
Mit einer kleinen Bewegung seines Zauberstabes, ließ er den Rest des Geschosses vor sich schweben. Ein kurzer ‚zurück-zum-Absender' würde ihm den Schuldigen zeigen. Da bemerkte er den lauernden Ausdruck im Gesicht der Carrows, die beiden würden sich mit Freude an die Bestrafung des Übeltäters machen. Snapes Blick streifte die Gesichter der Schüler, bis ihm ein besonders erschreckt blickendes Paar Augen auffiel. Er hätte es sich denken können, Miss Weasley, wer auch sonst hätte solch einen Anschlag durchgeführt.
Kurzerhand änderte Snape seinen Plan und murmelte einen Zauberspruch. Der Schnellballrest raste los, direkt auf Ginny Weasley zu. Die junge Hexe wurde immer blasser und schluckte hektisch. Doch der weiße Ball sauste an ihr vorbei und klatschte gegen einen Baum.
Ratlos sahen die Carrows zu Snape, der sie zu sich winkte.
„Ihr beide werdet herausfinden, wie der Baum einen Schneeball werfen konnte! Ich will wissen, wer es war! Doch ihr werdet es unauffällig tun, keine Schüler befragen. Die Bande muss nicht wissen, dass wir keine Ahnung haben, wie sie es angestellt haben."
Die Geschwister nickten und schlenderten zu dem Baum um ihn und den Schneeballrest zu untersuchen. Snape unterdessen stapfte mit sauertöpfischer Miene zum Schloss. Aus dem Augenwinkel sah er wie Neville Longbottom der jungen Weasley anerkennend auf die Schulter klopfte. Diese beiden Quertreiber, schon seit Anfang des Jahres musste er ihre Spuren verschleiern und ihre Streiche hinnehmen, alles um die zwei und ihre kleine Gruppe vor den Carrows zu schützen. Mit Mühe unterdrückte er ein zufriedenes Lächeln.
Zumal … wie würde das denn aussehen? Ein lachender Severus Snape …
Ende
