Hallo, da bin ich wieder. Ich hoffe es sidn noch ein paar Leser da.
Viel Spaß mit Ginny, einem feuchten Todesser der den Zorn seines Herrn auf sich zieht und eines sehr lebendigen Todgeglaubten.
„Verdammt", zischte er und versuchte Ginny zu entwaffnen und fest zu halten.
Die junge Hexe kämpfte wie eine Furie, selbst der um einiges größere und kampferprobte Todesser hatte große Probleme
sie zu überwältigen. Bis sie merkte, dass sie müde wurde, schwach und langsam. Der Griff des Todessers war fest wie ein Schraubstock und schmerzte. Ihre Bewegungen wurden kraftloser und fahriger. Sie war so unendlich müde. Sie wollte nur noch schlafen, nichts anderes mehr als schlafen...
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Kapitel 3
Endlich gelang es Macnair Ginny zu entwaffnen. Panisch versuchte er die Blutung zu stoppen, was ihm schließlich auch notdürftig gelang. Er nahm sie auf den Arm und trug sie hinaus.
Behutsam legte er sie aufs Bett und murmelte: „Dummes Ding, dummes!" Er eilte an den Kamin, warf etwas Flohpulver hinein und steckte seinen Kopf in die Flammen. Ginny hörte ihn brüllen: „Severus! Mach dich auf die Socken, ich habe hier einen Notfall, bring dein Tränkearsenal mit und komm in die Gänge! Los, es geht um Leben und Tod! Beeil dich!"
Macnair kam zurück zum Bett und setzte sich zu Ginny. Sein schwarzes Haar war mit Asche bedeckt. Die nasse Robe klebte an seinem dünnen Körper. Er berührte sie an der Hand und wisperte: „Halt bloß durch! Ich will nicht mein Leben verlieren nur weil du deines satt hast!" Ginny sah wie fasziniert auf die glitzernden Wassertropfen auf seinem dünnen schwarzen Schnurrbart.
Grüne Flammen schossen im Kamin hoch. Severus Snape, ihr ehemaliger Professor, trat aus dem Kamin…
Ginny hatte geglaubt, er wäre beim Kampf in Hogwarts gestorben… doch er wirkte sehr lebendig, als er, eine kleine Holzkiste unter dem Arm, schnellen Schrittes herüber zum Bett kam. Seine Augen glitten über den nassen, mit Blut beschmierten Körper der jungen Hexe.
„Bei Merlin, Walden, was hast du mit der Kleinen angestellt? Sie ist ja bedeckt mit blauen Flecken und Schnitten. Seit wann stehst du auf solch perverse Spiele? -
Miss Weasley!"
Nachdem Snape seine Patientin erkannt hatte, sah er Macnair noch fragender an.
„Starr' nicht so Severus! Ich habe ihr gar nichts getan, gibt ihr etwas Blutbildendes und einen Stärkungstrank, dass sie wieder auf die Beine kommt."
„Hättest du sie nicht so zugerichtet. - Es nervt mich langsam, ihr nehmt eure Betthäschen auseinander und ich soll dann rennen um sie zu flicken, nur damit ihr weiter euren Spaß habt", fauchte Snape und untersuchte Ginny anschließend gewissenhaft.
„Sie hat dich ganz schön erwischt. Eine echte kleine Löwin, ganz wie du sie magst", bemerkte Snape dann kühl und zeigte auf die Wunde in Macnairs Gesicht.
„Verdammt Severus, wie oft denn noch? Ich habe ihr nichts getan. Sie wollte sich selbst umbringen!"
„Selbstmord? Passt gar nicht zu einer Gryffindor…
und du hast dich als Ritter in weißer Rüstung ins Wasser geworfen, um sie zu retten!" Snape lachte meckernd über seinen eigenen Witz.
„Er will sie lebend und unversehrt! Ich hätte mich auch aus dem Fenster gestürzt, um sie zu retten!", antwortete Macnair genervt.
„Er? Was will er denn von ihr?", fragte Snape und fasste Ginnys Kopf, um ihr die Tränke einzuflössen.
„Was fragst du mich. Sie hat Lewis getötet und einen Muggel und der dunkle Lord ist ganz begeistert."
Ginny konnte Snapes Gesichtsausdruck nicht deuten und wenn sie ehrlich war, es interessierte sie nicht, sie war sauer, das er ihr half, sie nicht sterben ließ. Sie spürte wie ihr warm wurde, wie ihre Kraft zurückkehrte und sie sich stärker fühlte. Dann wurde ihr schlagartig ihre Nacktheit bewusst und sie funkelte die beiden Männer wütend an. Gin meldete sich wieder.
„Sind die beiden alten Säcke jetzt fertig mit Gaffen?", blaffte sie. Ginny hielt innerlich die Luft an. So ließ Snape nicht mit sich reden.
„Wer könnte sich an so einem hübschen jungen Körper satt sehen?", fragte Snape und grinste süßlich, doch seine Augen funkelnden gefährlich.
„Bei Gelegenheit sollte ich einen Erblindungsfluch testen. Das könnte die Ablenkung mindern", gab sie trocken zurück.
„Sie ist so weit wieder fit, ich gehe jetzt. Sonst müsste ich dem dunklen Lord erklären, weshalb sein Spielzeug keine Zunge mehr hat."
Der Tränkmeister verschwand wieder in den grünen Flammen des Kamins. Macnair saß immer noch auf dem Bettrand und sah Ginny an. „Du musst vorsichtiger sein, mit wem du dich anlegst! Severus ist ein gefährlicher Mann. Nicht so offensichtlich brutal", er grinste kurz breit, „oder sadistisch wie andere, aber um vieles gefährlicher."
„Und weshalb gibst du mir gute Ratschläge? Ritter in weißer Rüstung?"
„Dann eben nicht, freche Göre", brummelte Mcnair.
„Mag der Ritter in weißer Rüstung freche Gören?", säuselte Ginny und räkelte sich auf dem Bett.
‚Bei Merlin, Gin! Halte deine Klappe! Was schäkerst du da mit diesem Ekel.'
Ihre Bewegungen verfehlten nicht ihr Ziel. Macnairs Atmung wurde schwerer, er schluckte einige Male hart und seine Augen glitten gierig über den Körper der jungen Frau. Seine Hand streckte sich sachte nach vorne. Vorsichtig berührten seine Fingerspitzen die zarte Haut ihres Bauches. War es so einfach Macht auszuüben? Musste sie einem Mann nur ihren Körper zeigen?
„Mach' weiter und ich werde dafür sorgen, dass du nicht einmal mehr die Chance bekommst ihm etwas zu erklären! Mit etwas Geschick könnte ich ihn vielleicht dazu bringen dein Leben zu verschonen und dir nur deine Männlichkeit zu nehmen."
‚Du drohst Walden Macnair? Dem Henker des Ministeriums? Bist du irre, Gin?', jammerte Ginny.
Der Todesser zuckte zurück, als habe er sich verbrannt. Ungläubig ruhten seine Augen in ihren. Sie wusste, dass nur der Befehl Voldemorts ihn davon abhielt, über sie herzufallen und sich zu nehmen, was er begehrte, sie für ihre Frechheit zahlen zu lassen. Dann erhob er sich, nahm ein Stoffbündel und warf es Ginny zu. Sie hielt Unterwäsche, Strümpfe und eine schwarze Robe aus feinem, dichtem Stoff in den Händen.
„Aber ich bin gar nicht sauber!", monierte Ginny.
Macnair wedelte mit dem Zauberstab und sie spürte den Reinigungszauber auf ihrer Haut kribbeln, dann schwangen ihre Haare auf und fielen sauber und entwirrt über ihre Schulter.
„Hast du geglaubt, ich lass' dich noch mal ins Bad und du kannst beenden, was du angefangen hast? Nun zieh' dich an! Der dunkle Lord wartet nicht gerne… und er wird sich nicht durch deinen Körper ablenken lassen."
„Bekomme ich auch Schuhe?", fragte sie schroff.
„Nur wenn du brav bist und dich benimmst", zischte der Todesser ärgerlich, doch Ginny sah aus dem Augenwinkel, wie ein leichtes Lächeln seine schmalen Lippen zierte.
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So sauber und gut gekleidet wie schon seit Wochen nicht mehr, lief Ginny neben ihrem Aufpasser durch die langen Flure des Anwesens. Der Zauberstab, den sie in ihrer Robe trug, vermittelte ihr eine gewisse Sicherheit. Sie hoffte, dass diese nicht zu trügerisch war. Sie betraten einen großen Saal. An dessen Ende auf einem schweren hölzernen Stuhl saß Lord Voldemort auf einem schweren hölzernen Stuhl und sich mit Malfoy und einem kleineren weißhaarigen Zauberer in einer blasslila Robe unterhielt. Ihre Gespräch unterbrechend sahen die drei Männer den Eintretenden entgegen.
„Ah, mein Gast", grüßte Voldemort und Ginny war sich nicht sicher, wie sie die Betonung des Wortes Gast interpretieren sollte.
„Mylord!" Macnair verbeugte sich und Ginny entschied, dass es besser wäre ebenfalls ihre Demut zu bezeugen. Sie machte einen Knicks.
„Sehr schön. Doch sag' Walden, was ist mit deinem Gesicht geschehen? Ist etwas vorgefallen?"
„Nein, mein Lord", antwortete Ginnys Begleiter schnell, doch selbst sie konnte das Zittern seiner Stimme vernehmen.
„Stimmt das, Miss Weasley?", wandte sich der dunkle Lord an Ginny. Sie spürte wie Macnair sich versteifte.
„Nichts, was der Rede wert wäre", versuchte Ginny der Frage auszuweichen.
„So, so … Crucio!", hallte die schrille Stimme des Lords durch den Salon und Walden Macnair wand sich schreiend auf dem Boden. Voldemort beendete den Fluch. „Weißt du warum, Walden?" Als dieser nicht antwortete, drehte er sich zu Ginny. „Weißt du es?" Sie schüttelte den Kopf.
„Du hast mich nicht belogen, Miss Weasley. Ich habe in euren Köpfen gesehen, was geschehen ist. Doch 'Nein' war definitiv die falsche Antwort!" Sein mörderischer Blick traf wieder den auf dem Boden kauernden Macnair. „Lüge mich nie wieder an, Walden! Ist das klar?"
Der Todesser senkte ergeben den Kopf und nickte.
„Nun zu dir, Miss Weasley. Wenn ich noch einmal erfahre, dass du so etwas Törichtes tun willst, werde ich es für dich übernehmen. Glaube mir, wenn ich dir sage, es würde dir bis in die letzten Minuten deines Lebens leid tun."
Der dunkle Lord rieb sich nachdenklich das knochige weiße Kinn. „Verschwindet, alle! Alle außer der Kleinen!"
Während die drei Zauberer den Raum verließen, wartete Ginny mit einem mehr als unguten Gefühl und gesenktem Blick auf das Kommende. Voldemort setzte sich wieder auf seinen Stuhl und sah sie an.
„Wie geht es dir?" Ob es wirklich nur eine Frage oder ein Falle war, konnte Ginny nicht sagen.
„Ganz in Ordnung", antwortete sie ausweichend.
„Versuche du nicht auch noch mich anzulügen!"
„Ich fühlte mich nur so einsam… es war eine Kurzschlussreaktion. Glaube ich wenigstens."
„Waren deine Einsamkeit und Trauer so stark, dass du dein Leben beenden wolltest?", fragte Voldemort.
„Ich… es… ich war noch nie ohne meine Familie…"
„Das kann ich nicht verstehen. Ich hatte und brauchte nie eine Familie. Vielleicht sollte ich dir einfach eine neue Familie geben. Wie alt bist du, Miss Weasley?"
„Ich werde achtzehn. - Ich werde mich schon an das Alleinsein gewöhnen."
„LUCIUS!" Die schrille hohe Stimme des Lords schmerzte in Ginnys Ohren.
Malfoy kam schnellen Schrittes herangeeilt, dicht gefolgt von Walden.
„Mein Lord, Mr. Goodman musste abreisen, er lässt sich entschuldigen."
„Ja, ja." Der dunkle Lord wedelte ungeduldig mit der Hand in der Luft. „Was macht eigentlich dein Sohn, Lucius? Wie geht es Draco?"
Der blonde Zauberer war schockiert, fing sich allerdings überraschend schnell wieder. „Draco hat angefangen mich bei meinen Unternehmungen zu unterstützen. Er macht seine Sache gut."
„Schön zu hören. Wäre er nun nicht alt genug eine eigene Familie zu gründen?"
Misstrauen war in Lucius Augen zu sehen. „Wie meint Ihr das, mein Lord?"
„Da dein Sohn bisher nicht gerade den Anforderungen entsprochen hat, habe ich etwas gefunden, was selbst er bewerkstelligen dürfte.
Er wird Miss Weasley heiraten!"
tbc
