Es war heiß.
Die Flammen breiteten sich immer weiter über den Vorderraum des Autos aus und kamen näher und näher. Der Rauch brannte in seinen Lungen, und die Luft wurde Alex langsam knapp. Seine Rippen und sein Kopf schmerzten und er fühlte sich wie benebelt. Rauchvergiftung, Rippenprellung und Gehirnerschütterung meldete jetzt was noch von dem analytischen Teil seines Kopfes klar denken konnte.
Hatte er alles schon. Nicht weiter ein Problem, so lange er aus dem brennenden Wrack rauskam. Jeden Moment konnte hier alles in die Luft fliegen. Aber selbst wenn es das nicht tat, das Feuer und der Rauch würden ihn auch umbringen, wenn er hier noch länger festsitzen würde.
Alex hoffte nur, dass der Autobahnpolizist es schaffen würde, den Transporter mit der Bombe umzulenken oder ganz zu stoppen. Für Alex selbst würde es dann wahrscheinlich zu spät sein. Aber wenigstens würde niemand anders zu Schaden kommen. Und die Schweine, die Paul getötet hatten, würden ihre Strafe bekommen.
Wohl oder übel musste er darauf vertrauen, dass der Polizist es schaffen würde.
Alles in Alex wehrte sich gegen diesen Gedanken.
Schließlich konnte er sich ja nur auf eine einzige Person verlassen, und das war er selbst.
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Verzweifelt versuchte Alex noch einmal seinen eingeklemmten Fuß zu befreien. Inzwischen hatte sich vor seinen Augen ein Schleier gebildet. Der Rauch kratzen in seinem Hals und Lungen, und er fing an zu Husten, was seine Rippen protestieren lies. Er wurde immer müder und seine Gliedmassen immer schwerer.
Eine Stimme, die leiser und leiser wurde, sagte ihm, dass er nicht aufgeben konnte. Schließlich gab es nur zwei Möglichkeiten: Aufgeben oder Weitermachen. Genau wie er es auch dem Autobahn-Cop gesagt hatte.
Diese Philosophie hatte ihn bisher davor bewahrt, einfach den Kopf in den Sand zu stecken und aufzugeben. Diese Option gab es einfach für ihn nicht. Dafür war er zu sturköpfig. Und es würde heißen, die anderen gewinnen zu lassen. Etwas, was er niemals tun könnte.
Nochmals nahm er alle Kraft zusammen und versuchte seinen Fuß zu befreien. Die Luft war inzwischen wie zum Schneiden und machte das Atmen immer schwieriger.
Nichts. Keine Bewegung. Sein Bein steckte fest und er bekam keine Luft mehr. Vor seinen Augen begann es zu flimmern.
Er brauchte Hilfe, aber da war niemand, der ihm hätte helfen können.
Er war alleine, und alleine hatte er diesmal keine Chance.
Noch einmal versuchte er vergebens Luft in seine schmerzenden Lungen zu ziehen, dann wurde es schwarz um ihn.
Dass jemand seinen Namen rief, hörte er schon nicht mehr.
