Nachdem ich vom Betaschwund befallen bin, habe ich Verstärkung ins Boot geholt. Fiver ist mit dabei, vielen lieben Dank.
Nun viel Spaß beim Lesen!
--
Überrumpelt konnte Ginny nur noch den Mund öffnen und schließen, Worte wollten ihr Partout nicht einfallen. Ein dunkler Schatten sprang an ihr vorbei. Walden Macnair riss die Hexe von den Füßen, drückte ihr mit einer Hand den Mund auf und zückte mit der anderen ein gebogenes Messer. Sein raues Lachen ließ Ginny das Blut in den Adern gefrieren. Er hob das Messer und grinste bösartig.
„Du wirst nie wieder solch böse Worte in den Mund nehmen, Frau!", grollte er.
xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
Kapitel 7
Das Messer blitze und Blut spritze durch die Luft. Der Schrei der Frau brach in einem gluckernden Geräusch ab. Walden erhob sich und hielt triumphierend die Zunge der Hexe in der Hand. Herablassend schleuderte Macnair das blutige Stück Fleisch auf die Brust seiner früheren Besitzerin. Einer der Zauberer aus der Gruppe wollte eingreifen, wurde jedoch von den anderen zurückgehalten.
Übelkeit stieg in Ginny auf, ihre Knie wurden weich und sie machte einige schwankende Schritte zurück. Sie strauchelte über die eigenen Füße, doch starke Arme fingen sie auf. Es war, zu Ginnys Überraschung, Dracos leise Stimme, die ihr ins Ohr flüsterte.
„Du wirst doch keine Angst vor deinem Schmusemonster haben … ist er in deinem Bett nicht so blutrünstig?", zischte er hämisch.
„Willst du dich schon einmal informieren was Männer so leisten müssen um nicht zu versagen?" Ihr Körper schmiegte sich an den blonden Slytherin.
Ginny stöhnte innerlich, Gin war wieder da!
Draco schubste sie von sich und knurrte: „Ich wusste doch, dass du kleines Flittchen mit ihm vögelst!"
‚Verdammt Gin, verschwinde! Ich mache das alleine!'
‚Das habe ich bemerkt, du wärst beinahe ohnmächtig geworden!'
‚Geh'! Ich kann das alleine!'
Ginny wirbelte herum und fauchte: „Nein, ich schlafe nicht mit ihm, aber dich scheint das Thema ja sehr zu interessieren."
Sie wartete gar nicht auf eine Erwiderung sondern drehte sich wieder zu Walden, der, anscheinend sehr zufrieden mit seiner Tat, die Aufmerksamkeit wieder seinen Begleitern schenkte. Das Blut der Frau bildete dünne Spuren in seinem Gesicht. In seinen dunkelbraunen Augen sah Ginny einen Glanz den sie noch nie gesehen hatte.
Sie trat auf ihn zu und sagte mit leicht zittriger Stimme: „Das war absolut unangebracht und äußerst widerlich! Danke, dass du diesen wunderschönen Tag so verdorben hast." Sie ließ den erstaunten Todesser stehen und entfernte sich mit energischen Schritten.
„Ich muss ihr voll und ganz recht geben, Walden!", schalt Narzissa und folgte Ginny.
Sie kehrten zurück nach Malfoy Manor, die Hexen trennten sich wortlos von den Männern. Narzissa besprach mit Ginny wo sie die Zelte im Garten aufstellen wollten. Die beiden Hexen gingen aufgeregt schwatzend durch das weitläufige Anwesen. Walden und Draco waren nach ihrer Ankunft ins Haus geflüchtet. Sie standen an der Terassentür in Lucius' Arbeitszimmer und behielten die beiden Damen im Auge.
Erst zum Dinner erschienen Narzissa und Ginny wieder im Salon des Manor. Die vornehm bleiche Haut der Frauen war an den Wangen gerötet, vom langen Aufenthalt an der frischen Luft.
„Ich dachte schon, ihr wolltet im Garten übernachten. Konnte alles arrangiert werden?", fragte Lucius der das Eintreten der Hexen skeptisch beobachtet hatte.
„Ja, Lucius, wir haben wunderbare Gestecke und ein hervorragendes Menü gewählt. Du müsstest das Kleid sehen. Warte bis du sie darin siehst!", plapperte Narzissa.
Lucius zog die Augenbrauen nach oben und legte seine Stirn in Falten. Dann sah er von seiner Frau zu Ginny, die ebenfalls einen sehr zufriedenen Gesichtsausdruck hatte und schüttelte beinahe unmerklich den Kopf.
Schweigend wurde das Mahl eingenommen … beinahe schweigend, denn Gin meldete sich erneut.
‚Es scheint, dass du dich hervorragend eingelebt hättest in deiner neuen Familie', höhnte es in Ginnys Kopf.
‚Ich versuche mich nur am Leben zu halten, das hast du mir doch vorgemacht.'
‚Ja, aber ich habe gekämpft, nicht mich angebiedert!'
‚Lass' mich in Ruhe, Gin!'
Müde schleppte sich Ginny nach dem Essen die Stufen nach oben. Im Flur wurde sie plötzlich am Oberarm gepackt und in eine Mauernische gezerrt. Dicht gedrängt stand sie eingezwängt zwischen Draco und der Wand in ihrem Rücken.
„Was hast du vor Weasel? Was willst du von meiner Mutter?" Seine Nase war nur Millimeter von ihrem Gesicht entfernt, da er sich zu ihr hinabbeugte.
„Was soll ich von ihr wollen? Was meinst du überhaupt, Malfoy? Ich werde mit ihr genauso auskommen müssen wie mit dir, Fatzke!"
„Nenne deinen Zukünftigen nicht Fatzke! Wenn du Flittchen meiner Familie irgendwie schadest, ich schwöre dir, die Gunst des Dunklen Lords hin oder her, ich werde mich rächen!
Lass' meine Mutter zufrieden!"
Er liebte sie. Draco Malfoy liebte seine Mutter wirklich. Ginny sah in seine, vor Leidenschaft beinahe leuchtenden, Augen. Sie schluckte hart.
„Ich bin müde, lass mich bitte zu Bett gehen."
Mit verkniffener Miene gab Draco ihr die Gelegenheit aus der Nische zu schlüpfen und sich zu entfernen. Ginny eilte in ihr Zimmer, schloss die Tür und legte den stärksten Zauber darauf den sie kannte. Sie zog das Baumwollnachthemd wieder an und verkroch sich in ihrem Bett. Die Bettdecke über den Kopf gezogen dachte sie über Gins Worte nach. Hatte sie recht? Biederte sie sich den Malfoys an? Verkaufte sie sich um ihr Leben zu retten? Was würde mit ihr geschehen, wenn Voldemort sein, wie auch immer geartetes Interesse, an ihr verlor. Sie hatte Angst vor dem was kommen würde.
Noch zwei Nächte und der morgige Tag, dann würde sie Dracos Frau werden. Das hieß, sie würde mit ihm schlafen müssen. Doch er war so … so …Draco eben! Über diesen Gedanken schlief sie ein.
In einem dünnen Seidennachthemd lag sie auf einem breiten Bett. Kühle Nachtluft umspielte sanft ihren Körper.
Warme Hände streichelten ihre Beine. Langsam umkreisten findige Finger ihre Knie und strichen ihre Oberschenkel entlang über die Hüften, kosten ihren zarten Bauch bis sie sich liebevoll um ihre Brüste kümmerten. Ihre Brustwarzen versteiften sich und in ihrem Unterleib spürte sie ein Kribbeln. Gierig streckte sie sich den kosenden Händen entgegen. Dann spürte sie das Gewicht eines Körpers auf ihrem. Sie sah einen Mann der sie streichelte und langsam verdeutlichte sich das Gesicht ihres Partners. Es war ein rachsüchtig grinsender Draco.
„Na, Weasel, jetzt bist du dran, du wirst meiner Familie nichts antun."
Er richtete sich zu voller Größe auf und Ginny erschrak. Draco hatte ein riesiges seltsam spitz geformtes Glied. Es sah beinahe aus wie ein dickes Schwert.
„Schau nur hin, damit werde ich dich aufspießen … ich ramme es so tief in dich, dass es an deinem Bauch wieder austritt!"
Brutal drückte er ihre Beine auseinander und versuchte einzudringen. Es schmerzte doch er schaffte es nicht. Mühsam knurrte er: „Verdammt es passt nicht!"
Im Augenwinkel sah sie eine Bewegung, ihr Kopf schnellte herum. Es war Walden. Der Todesser stand da, völlig unbekleidet und rieb mit seiner Rechten sein Glied während er eine sich wild windende Zunge in der Linken hielt, deren Blut auf seinen vor Schweiß glänzenden Körper tropfte. Atemlos stöhnte er immer wieder: „Für dich Gin, nur für dich!"
Ginny erwachte und hyperventilierte. Bewusst inhalierend versuchte sie ihren Atem wieder unter Kontrolle zu bringen. Was war das nur für ein Traum. Sie drehte durch. Diese durchgeknallte Situation ließ auch sie verrückt werden. Wieder einmal verbrachte Ginny eine Nacht im Bett sitzend mit angezogenen Beinen und Tränen in den Augen.
xXx
„Miss? Lady Ginevra? Seid Ihr wach? Lady Narzissa lässt ausrichten, Ihr sollt Euch beeilen, sonst wäre der Zeitplan in Gefahr." Ginny öffnete ihre Augen und sah zu der Hauselfe Tassy, die sich unterwürfig duckte, als erwarte sie eine Bestrafung.
„Danke, ich werde mich beeilen."
Ginny machte sich im Badezimmer zurecht. Ihre Wangen hatten etwas Farbe angenommen, nachdem sie zwei Tage fast komplett draußen verbracht hatte. Heute war es nun so weit: Sie würde heiraten!
Es klopfte an der Zimmertür. Ginny öffnete und eine lächelnde Narzissa stand davor. Hinter ihr trug Tassy einen Korb voller Bürsten, Klammern und Haarnadeln.
„Dann werden wir dich hübsch machen, irgendwelche Wünsche?"
„Ich … ich weiß nicht …" Narzissa war gekommen um ihr persönlich bei den Vorbereitungen zu helfen? Das hatte sie nicht erwartet.
Sie schlüpfte in ihr Kleid, zog die schicken Schuhe an und setzte sich dann auf den Hocker vor der Frisierkommode. Narzissa begann ihr Haare zu entwirren und zu bürsten. Sie flocht die Seiten und drehte sie nach oben. Es dauerte eine kleine Ewigkeit bis die Frisur Narzissas Einwilligung fand. Sie legte ihrer baldigen Schwiegertochter ein dezentes Make-up auf und betrachtete sich ihr Kunstwerk dann sehr genau.
„Ich hoffe, du verdirbst meinem Sohn nicht diesen Tag", sagte sie bestimmend, doch Ginny konnte auch einen hoffenden Unterton vernehmen und sah ihrer Schwiegermutter nach, die mit Tassy den Raum verließ.
Ginny setzte sich auf den Rand des Bettes. Sie fühlte sich nicht wie eine Braut, eher wie ein Lamm auf dem Weg zur Schlachtbank. Ein erneutes Klopfen ließ sie aufschauen. Ohne eine Einladung abzuwarten, betrat Walden den Raum. Er hatte sich seine Haare zusammengebunden, wie es langhaarige Zauberer bei festlichen Anlässen zu tun pflegten. Ginny hatte ihn seit dem Vorfall in der Winkelgasse nicht mehr gesprochen.
„Ich soll den Brautvater spielen", sagte er unglücklich und grinste schief.
„Wer hat denn da den Bock zum Gärtner gemacht?", fragte Ginny sich ein Lachen verkneifend.
„Der Dunkle Lord. Er hat so seine eigene Art, manchmal. Komm, lass es uns hinter uns bringen."
Sie hakte sich an seinem Arm ein und gemeinsam schritten sie die Treppe hinab. In der Halle stand Lucius Malfoy und beobachtete die beiden argwöhnisch.
Ginny lächelte dünn und versuchte zuversichtlich auszusehen. Immer wieder gaben ihre zitternden Beine nach und sie verdankte es nur Waldens starkem Arm, dass es niemand bemerkte.
Seite an Seite schritten sie zu den Klängen der Musik durch die Reihen der Gäste. Alles was Rang und Namen hatte in der Zaubererwelt, war gekommen. Ein Blitzlicht blendete Ginny und als sie blinzelnd wieder etwas wahrnehmen konnte, sah sie das Gesicht von Rita Kimmkorn. Die Journalistin ließ ihre Flotte Schreibefeder über das Pergament kratzen und ihr Fotograf setzte gerade zu einem neuen Bild an.
Walden drückte ihre Hand fester und zog sie weiter. Alle Augen starrten sie an, sie fühlte sich ausgeliefert. Dann war es soweit. Sie stand vor dem Altar. Walden löste sich von ihr und sie vermisste augenblicklich seine Wärme und seinen Halt. Sie blickte zu Draco, doch der starrte geradeaus. Sein Gesicht war wie eine steinerne Maske, unbeweglich und Ausdruckslos.
Dann trat der Priester vor die Beiden. Er begann mit der Zeremonie. Ginny spürte die Blicke in ihrem Rücken. Ihr war als wäre sie nackt. Ihr wurde schwindelig und Übelkeit stieg in ihr auf. Sie kämpfte tapfer gegen ihre drohende Ohnmacht. Die Worte des Priesters erreichten sie nicht. Erst als Draco ihre Hand ergriff erwachte sie aus ihrer Trance.
Er sagte mit kalter Stimme: „Ja, ich will!" und steckte ihr grob einen Ring über den Finger.
Tief durchatmend nahm Ginny den anderen Ring von dem kleinen Kissen und verkündete: „Ja, ich will!" Ihre Übelkeit nahm zu und sie schluckte einige Male schwer. Dann versuchte sie mit zitternden Fingern Draco den Ring anzustecken, was ihr erst beim dritten Anlauf gelang.
Der Priester lächelte: „Sie dürfen die Braut jetzt küssen!"
Ginny erstarrte. Küssen? Sie sollte Draco küssen? Hier vor aller Augen? Zitternd sah sie zu ihm herüber. Ihr Ehemann maß sie mit einem kalten abwertenden Blick und drückte ihr einen schnellen nichts sagenden Kuss auf die Lippen.
Beide drehten sich um und schritten Arm in Arm durch die Reihen. Einige junge Hexen warfen ihr böse Blicke zu. Während einige Zauberer neugierig Ginny musterten. Narzissa tupfte sich die Augen und Lucius hatte dieselbe nichts sagende Maske auf dem Antlitz wie Draco. Den Rest des Abends lief an Ginny vorbei wie ein langweiliger Film. Essen, tanzen, Smaltalk.
Nur einmal wurde sie richtig wach. Walden stand vor ihr und neben ihm stand eine schwarzhaarige Frau mit grauen Strähnen. Sie war in etwa so groß wie Ginny, sehr schlank und ihr ungeschminktes Gesicht wies schon einige Falten auf. Sie sah unpassend aus in dem teuren Seidenkleid. Zu ihr hätte besser ein Tweedrobe gepasst und ein Gärtnerhut, fand Ginny.
Walden sah Ginny unsicher an. „Herzlichen Glückwunsch, Gin. Darf ich dir meine Frau vorstellen? Shirley Macnair, Ginevra Malfoy."
Wortlos formten Ginnys Lippen das Wort ‚Frau'. Walden sah auf seine Hände.
Die dünne Frau sah Ginny freundlich an. „Ich wünsche euch auch alles Gute und eine glückliche Ehe mit wunderbaren Kindern." Die schrille kratzende Stimme, schmerzte in den Ohren. Es kostete Ginny einiges an Überwindung sich nicht die Ohren zuzuhalten. Fassungslos starrte sie hinter den beiden her als sie gingen.
Walden war verheiratet? Dass hatte er nie erwähnt … nun gut, dazu hatte es aus seiner Sicht anscheinend keinen Grund gegeben.
Nach unzähligem Händeschütteln und Trinksprüchen war es dann soweit. Das Brautpaar zog sich in seine Gemächer zurück.
Ein seltsames flaues Gefühl breitete sich in Ginnys Magen aus. Sie würde Sex haben, das erste Mal in ihrem Leben würde sie so mit einem Mann zusammen sein. Sie hatte gehört es wäre schmerzhaft. Je unsanfter der Mann wäre, desto heftiger. War Draco ein ruppiger Liebhaber? Hatte er schon viel Erfahrung? Oder würde er sie sogar auslachen, da sie noch keine hatte?
Mit raumgreifenden Schritten ging Draco voraus und zerrte seine Frau förmlich hinter sich her. Seine Räume waren umgeändert worden um als Wohnräume für sie beide zu dienen. Sie betraten einen großen, geschmackvoll eingerichteten Raum in dessen Mitte ein großes Bett stand. Auf Ginnys Seite stand eine Frisierkommode, auf Dracos ein kleiner Schreibtisch. Drei Türen gingen ab. Eine durch die sie gerade gekommen waren, eine, die leicht offen stand, führte in ein Badezimmer. Hinter der letzten vermutete Ginny ein Ankleidezimmer.
„So, dann werden wir mal!" Draco zog sich die Robe aus und sah dann fragend zu Ginny. „Was ist? Willst du angezogen bleiben? Das wird etwas ungemütlich. Also runter mit den Kleidern, ich will sehen, was ich da gekauft habe."
„Gekauft? Geht es dir noch gut?"
„Los runter mit den Sachen!", Draco schwang seinen Zauberstab und sie war bis auf die Unterwäsche unbekleidet, bevor sie aus diesem unpraktischen Kleid ihren Stab ziehen konnte. „Besser so!" Dann packte er Ginny und warf sie aufs Bett. Er entledigte sich seiner letzten Kleidungsstücke und stand vor ihr. Sein halberigiertes Glied stand ihr entgegen. Wie eine Waffe, schoss es Ginny durch den Kopf.
Er würde sie erbarmungslos nehmen, dass wusste sie. Angst griff nach ihrer Kehle und erschwerte ihre Atmung. Dann war Gin wieder da!
Sie öffnete ihren Büstenhalter und beobachtete wie Dracos Blick an ihren Brüsten hängen blieben. Sie räkelte sich lasziv auf dem Laken und warf ihm begierige Blicke zu.
Ein Stöhnen entfleuchte Dracos Kehle. Er stieg zu ihr auf Bett, kniete mit erhobenem Oberkörper über ihren Beinen und musterte sie überrascht. Seine Zunge schnellte über seine Unterlippe. Sein Glied stand nun steil nach oben.
tbc
