Hallo liebe Leser. Dies ist das letzte Kapitel vor meinem Sommerurlaub. Das heißt, ihr müsst euch bis zur letzten Augustwoche gedulden, bis ihr wieder von mir hört. Ich hoffe das Kapitel gefällt euch, Gin ist gemein, Ginny erfährt ein erschreckendes Geheimnis und Walden muss sich mit schlagkräftigen Argumenten auseinandersetzen. :D Viel Spaß und bis in vier Wochen.

Noch ein Dank an Vestia für das Review. Ich hoffe der weitere Verlauf gefällt Dir.

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Er würde sie erbarmungslos nehmen, das wusste sie. Angst griff nach ihrer Kehle und erschwerte ihre Atmung. Dann war Gin wieder da!

Sie öffnete ihren Büstenhalter und beobachtete wie Dracos Blick an ihren Brüsten hängen blieben. Sie räkelte sich lasziv auf dem Laken und warf ihm begierige Blicke zu.

Ein Stöhnen entfleuchte Dracos Kehle. Er stieg zu ihr auf das Bett, kniete mit erhobenem Oberkörper über ihren Beinen und musterte sie überrascht. Seine Zunge schnellte über seine Unterlippe. Sein Glied stand nun steil nach oben.

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Kapitel 8

Ginnys Blick schweifte zwischen Dracos Beine und sie fing haltlos an zu lachen. Wie ein Schutzschild baute sie ihr lautes Gelächter zwischen sich und ihrem ‚Ehemann' auf. Draco wurde unsicher und schnappte empört nach Luft.

„Ist das alles?", kicherte Ginny.

Soweit sie es beurteilen konnte von ihrem Vater oder ihren Brüdern her, war die Größe völlig normal. Auch die Glieder der Todesser, die sie im Kerker bei den Vergewaltigungen beobachtet hatte, waren ähnlich gebaut. Doch sie spürte wie Draco immer unsicherer wurde. Je lauter sie lachte, desto schlaffer wurde sein Glied.

Zornestränen sammelten sich in seinen grauen Augen und seine Nasenflügel begannen zu beben. Er brummelte etwas, das sich wie 'dämliche Ziege' anhörte und rannte, sich seine Robe unter den Arm klemmend, aus dem Zimmer. Ein triumphales Gefühl breitete sich in Ginny aus. Doch nicht nur das, ganz tief fühlte sie etwas anderes. Er tat ihr Leid. Es war genauso gemein von ihr gewesen zu lachen, wie es von ihm gewesen war, sie so zu behandeln. Ginny schwor sich, sich nicht mehr von Gin die Kontrolle abnehmen zu lassen. Sie wollte nicht so sein, das war nicht wirklich sie. Eine ganze Weile wartete sie auf seine Rückkehr, doch dann schlief sie ein.

Am nächsten Morgen sah sie, dass seine Betthälfte unbenutzt war. Er hatte sich nicht getraut zurückzukommen. Sie ging ins Bad, um ihre Morgentoilette zu erledigen.

Ginny saß schließlich am Frühstückstisch. Neben ihr war nun auch ihr Ehemann aufgetaucht. Ihnen gegenüber saßen Walden und Shirley. Fragend sah Walden immer wieder zu ihr herüber.

„Oh, wie schön, dass ihr euch nun hoffentlich auf baldigen Nachwuchs freuen könnt", flötete Shirley mit ihrer schrillen Stimme begeistert. Zum Glück konnte sie die Blicke ihres Gatten und Ginnys nicht sehen, die unabhängig voneinander, ein Gesicht wie sieben Tage Regenwetter machten.

„Das wird nicht lange auf sich warten lassen. Die Weasleys sind fruchtbar wie Karnickel", merkte Draco höhnisch an. Wut kochte in Ginny hoch, doch der Groll rief erneut Gin auf den Plan.

„Ich wüsste nicht wie das überhaupt geschehen sollte!" Mit einem bösen Lächeln nahm Ginny ein gebratenes Würstchen, hielt es mit zwei Fingern steil nach oben und ließ das freie Ende dann nach unten schwingen. Fassungslos sah Ginny auf ihre Hand, das durfte nicht wahr sein … Gin!

Walden biss, anstatt zu lachen, mit einem Grunzen so krampfhaft in seinen Toast, dass seine Zähne aufeinander knirschten. Draco schnappte laut nach Luft.

Narzissa sprang, ganz untypisch für sie, auf die Beine und schalt: „Draco, Ginevra, was soll denn dieses Verhalten?"

„Ich hatte immer das Bild ihrer Mutter vor Augen", versuchte sich Draco zu verteidigen.

Ginny explodierte förmlich: „Du dämlicher Lackaffe! Wenn du meine Mutter noch einmal beleidigst, wird es dir Leid tun! Und du, Gin, halte endlich deine Klappe und hör auf mit dem Mist!" Ihr Stuhl fiel krachend nach hinten um als sie auf die Füße sprang.

„Großartig, meine Frau ist nicht nur ein Weasel, sie ist auch noch irre!", stöhnte Draco.

Auch die anderen am Tisch sahen Ginny verwundert an. Der Puls der Gryffindor begann zu rasen. „Ich bin nicht irre … sie ist da! Diese Gin … in mir … ich bin Ginny … nicht Gin …" Sie wankte.

Das Letzte, was Ginny hören und sehen konnte, war ein besorgter Walden Macnair, der mitten über den gedeckten Frühstückstisch hechtete. Dann strauchelte sie und es wurde schwarz.

Sie konnte die Decke ihres Zimmers erkennen. Dann das runde Gesicht eines alten Mannes ohne Haare, der sie fröhlich anlächelte.

„Ah, die junge Dame ist wieder wach. Wie fühlen Sie sich Mrs. Malfoy?"

Beinahe hätte Ginny gesagt, dass sie Weasley hieß, doch das stimmte nicht mehr. „Schwach", flüsterte sie stattdessen.

„Sie hatten einen Nervenzusammenbruch. So etwa kommt vor, wenn man traumatische Dinge erleben musste und unter Stress steht. Vor allem wenn man diese Dinge dann nicht richtig aufarbeitet. Sie müssen ihre Trauer zulassen, Mrs. Malfoy."

„Ich hatte noch keine Zeit!" Wer hatte dem Heiler erzählt, dass sie traumatische Dinge erlebt hatte?

„Ist sonst alles in Ordnung mit ihr?" Es war Narzissa die diese Frage gestellt hatte. Sie stand neben Draco an der einen Seite des Zimmers und auf der anderen standen die Macnairs und Lucius.

„Oh ja, Mrs. Malfoy, mit der jungen Mrs. ist alles in Ordnung, und sie ist schwanger."

„Das kann nicht sein", stöhnte Ginny.

„WAS?", keuchte Draco. „Mit wem hast du es getrieben?"

„Ich habe mit niemandem geschlafen! Ich habe noch nie mit jemandem geschlafen!" Ginnys Stimme war ein schrilles Schreien geworden.

„Sie sind seit drei Tagen schwanger, Mrs. Malfoy. Das konnte ich mit dem Diagnosezauber ganz genau feststellen." Der Heiler hob erklärend seinen Zauberstab.

„Drei Tage?" Lucius wurde zuerst kreidebleich dann hochrot. Schließlich stürzte er ziemlich unaristokratisch los. „WALDEN!", brüllte er und schlug dem Todesser mit einem gezielten Schlag mitten ins Gesicht.

Der Henker fiel zu Boden wie ein geschlagener Baum. Mrs. Macnair kreischte während Narzissa ein empörtes: „Lucius!" zischte.

„Aber, aber, meine Herrschaften! Ich bitte sie. Bleiben sie ruhig!", versuchte der Heiler zu besänftigen.

Er führte einen weiteren Diagnosezauber durch, runzelte seine breite Stirn und wiederholte sein Tun. Dann sah er zu Draco und Narzissa.

„Eine gute und eine nicht so gute, oder eher komplizierte Nachricht", sagte der Heiler. „Die Mrs. ist noch unberührt, doch sie ist tatsächlich schwanger." Ein verwirrter Ausdruck machte sich auf dem flächigen Gesicht breit.

„Wie soll das denn gehen?", fragte Draco konfus.

„Nun, es wäre möglich dass ein Zauber gewirkt wurde. Mrs. Malfoy, haben sie vor drei Tagen etwas gespürt? Ein Kribbeln oder Ziehen im Unterleib?"

Grausen zeigte sich in Ginnys Gesicht, sie wurde käseweiß und ihre Lippen zitterten. Sie sagte kein Wort, auch reagierte sie nicht mehr auf Ansprache oder Berührungen. Bis Narzissa Walden bat mit ihr zu reden. Er wischte sich nochmals die blutende Nase ab und beugte sich dann zu Ginny.

„Gin? Hörst du mich? Sag' mir, wer hat das getan?", flüsterte er beinahe zärtlich. Seine Hand strich über ihre Wange. Langsam wanderten ihre abwesend scheinenden Augen zu ihm und sie schüttelte unwillig den Kopf. „Bitte!", hauchte er.

Er", war alles was sie sagte. Waldens Augen wurden weit und sein Teint blass. „Was?", wisperte er fassungslos. Er setzte sich auf den Bettrand und seufzte: „Bei Merlin."

„Wen meint sie mit ‚er'?", fragte Lucius, dann verlor auch sein Gesicht seine Farbe. „Bei Merlin", stöhnt er und setzte sich neben Walden auf das Bett.

Ginny begann unkontrolliert zu zittern, immer und immer wieder stammelte sie: „Nein, nein, nein, nein, …"

Der Heiler sprach einen Schlafzauber und Ginny dämmerte weg.

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Als sie wieder erwachte, durchflutete Sonnenschein den Raum. Durch das offene Fenster roch Ginny die Blumen im Garten und hörte einige Vögel. Ihr Bett war warm und kuschelig und sie räkelte sich … bis die Realität über ihr zusammenbrach.

Schwanger! Sie würde das Kind des … des … Ginny würgte. Ihre Gedanken wanderten zu Lord Voldemort. Vor ihrem inneren Auge erschien der einem Totenschädel ähnelnde Kopf mit den diabolischen roten Augen. Würde das Kind ebenfalls so aussehen?

Doch hatte Harry nicht gesagt, Voldemort hätte als Tom Riddle recht hübsch ausgesehen?

Harry … leblose grüne Augen … das Ende ihrer Zukunft … das Ende ihrer Wünsche. Sie weinte, heiße Tränen liefen ihre Wangen hinab. Sie fühlte sich so alleine. Niemanden hatte sie mehr …

Falsch, sie hatte einen Ehemann, der sie am liebsten auf der anderen Seite der Welt wüsste.

Schwiegereltern die nichts mit ihr anzufangen wussten. Lucius ließ sie spüren, dass sie unter seinem Niveau lag. Narzissa gab sich Mühe, doch war sie meist herzlich wie ein Eisblock.

Einen ‚Freund' der nur nett zu ihr war, da er sie flachlegen wollte, oder sie zumindest beim Onanieren als Objekt vor seinem inneren oder auch äußeren Auge brauchte. Und doch war Walden Macnair der Einzige, der ihr wenigstens ein wenig Zuneigung entgegenbrachte. Walden Macnair, Henker des Ministeriums, der eine Kaltherzigkeit und Brutalität an den Tag legen konnte, dass sie Angst vor ihm bekam, der ständig eine Axt am Gürtel trug und einer Frau die Zunge herausgeschnitten hatte, nur weil sie etwas sagte, was ihm nicht passte … und doch fühlte sie sich bei ihm auf merkwürdige Weise sicher.

Ginny hatte keine Ahnung wie spät es war, wie lange hatte sie geschlafen? Sie erkannte das Zimmer, es war das Märchenprinzessinnenzimmer. Sie zog sich an und ging nach unten in die Halle. Doch nirgends konnte sie jemanden sehen oder hören. Das Geräusch des Appararierens ließ sie herumschnellen. Tassy stand da und lächelte scheu.

„Schön, dass es der Mrs. wieder besser geht, möchten Sie etwas zu essen?"

„Oh, Tassy, wie … wie lange habe ich geschlafen? Wie spät ist es?"

„Die Mrs. hat drei Tage schlafen. Der Herr Heiler meinte, es wäre nicht gut die Mrs. zu wecken. Es ist später Nachmittag."

Drei Tage … drei ganze Tage …

„Danke Tassy, ein Sandwich und eine Tasse Tee wären nicht schlecht. Kannst du mir den Snack an der Bank neben dem kleinen Teich servieren?"

„Natürlich Mrs., wird sofort erledigt." Das kleine Geschöpf strahlte und verschwand.

Ginny ging langsam nach draußen, obwohl sie so lange geschlafen hatte, waren ihre Beine schwach und zittrig. Sie lief durch das Rosenspalier und sog den betörenden Duft ein. Sie schritt über den Rasen bis zu der schwarzen Metallbank. Erschöpft setzte sie sich hin und schloss kurz die Augen. Die Sonnenstrahlen streichelten die Haut ihres Gesichts. Die Hauselfe erschien und stellte einen Teller mit Sandwiches und eine Kanne Tee mit einer Tasse, Milch und Zucker daneben. Ginny dankte ihr und aß eines der Brote. Sie mochte Gurke und Kresse. Lange Stunden saß sie dort und erst als es dämmerte, ging sie wieder hinein. Doch noch immer war weit und breit kein Mitglied der Familie zu sehen. Sie ging hinauf zu ihrem Eheschlafgemach. Sie war verheiratet und sie würde sich dieser Herausforderung nun stellen. Da sie keinen Hunger mehr verspürte machte sie sich bettfertig und kuschelte sich mit einem Buch unter die Decke. Als ihre Augen immer wieder zufielen, legte sie das Buch beiseite, löschte das Licht und legte sich hin.

Sie hörte Draco eintreten. Plötzlich schwand ihr Mut. Sie konnte sich doch einfach schlafend stellen. Daraufhin öffnete sie ihre Augen nur einen Spalt, damit er nicht bemerkte, dass sie wach war. Im Spiegel des Schminktischchens sah sie ihn. Sie sah wie er kurz stockte, als er sie im Bett bemerkte. Dann schloss er leise die Tür. Neben dem Bett zog er seine Kleider aus. Das zweite Mal sah Ginny ihren Ehemann nackt. Er sah erwachsen aus. Sein Körper war nicht mehr der eines Jungen, auch wenn er noch etwas schlaksig war. Er stieg in seinen Seidenpyjama und legte sich ganz vorsichtig auf die andere Seite des Bettes. Wenig später zeigte ihr sein gleichmäßiger Atem, dass er eingeschlafen war. Auch Ginny dämmerte ein.

Sie saß umringt von duftenden Rosen auf einem herrlich weichen Sessel. Ein kleiner Bach plätscherte neben ihr. Ein großer Laubbaum reckte seine Äste wie ein Dach über sie. Sie biss in ein Sandwich, doch als sie genauer hinsah, wimmelte dieses vor Maden. Sie spuckte den Bissen aus.

Die Rosen um sie herum begannen zu wuchern, ihre Blüten wurden klein und schwarz, die Dornen länger und spitzer. Immer dichter bedrohte sie die Hecke. Tief drangen die Spitzen in ihre Haut. Der Sessel wurde immer weicher, sie versank tief in der weichen Masse. Mühsam kämpfte sie gegen den Sog, der sie hinunterzog. Sie reckte sich nach den Ästen des Baumes, konnte sie endlich erreichen und zerrte daran. Dann wurden die Äste weich, Ginny hatte Würmer in der Hand, eklige glitschige Würmer. Verzweifelt ließ sie nicht los und schaffte es auf die Füße zu kommen. Doch sie stolperte und fiel auf die Knie. Im nun schwarzen modrigen Wasser des Baches sah sie Augen … tote Augen. Ihre Mum, Harry, ihr Dad, Tonks, Fred, Bill …

Keuchend wachte Ginny auf. Sie zitterte am ganzen Leib. Doch dann spürte sie einen Druck in ihrem Rücken. Ein angenehm warmer Widerstand, der doch weich war. Draco! Er hatte sich mit dem Rücken gegen ihren Rücken gelegt und sie wusste dass er nicht schlief, dazu war sein Atem zu schnell. Sie würde jetzt nichts sagen, würde nicht die angenehme Situation mit Gerede verderben. Sie würde einfach seine unaufdringliche Nähe genießen.

Als sie erwachte war Draco nicht mehr da. Sie ging ins Bad und kleidet sich dann an. Nach einem einsamen Frühstück, fühlte sie sich gekräftigt. Wie am Tag zuvor machte sie sich auf die Suche nach einem Hausbewohner. Draußen regnete es in Strömen. Die Tropfen prasselten hart gegen die Scheiben. Ginny fand Narzissa im Salon. Die blonde Hexe hob den Kopf, als sie die Tür hörte.

„Ah, da bist du ja. Wenn wir geahnt hätten, dass du gestern schon aufwachen würdest, wäre jemand hier geblieben."

„Es war kein Problem, ich habe den schönen Tag im Garten verbracht."

„Du warst in deinem geschwächten Zustand alleine im Garten, das war leichtsinnig!"

„Tassy wusste wo ich war", verteidigte sich Ginny.

„Eine Hauselfe." Narzissa schüttelte den Kopf. „Möchtest du auch etwas handarbeiten?" Sie hob den Stickrahmen, den sie auf ihren Schoss gelegt hatte etwas an und lächelte.

„Ich kann nicht besonders gut sticken", gab Ginny kleinlaut zu.

„Dann wirst du es eben lernen." Narzissa klemmte ein feines Taschentuch in einen Rahmen, zauberte ein Motiv darauf und reichte das Ganze mit Nadel und Faden an Ginny weiter.

Bemüht widmete sich Ginny ihrer Aufgabe. Zähneknirschend unterdrückte sie ihre Flüche, wenn sie sich in die Fingerkuppen stach. Narzissa erhob sich und kam zu Ginny herüber. Ihren kritischen Blick nicht von der Arbeit der anderen Hexe lassend, neigte sie sich über sie Sessellehne.

„Oh nein, du hast viel zu fest angezogen. Der Faden muss genau die richtige Spannung haben, sonst geht es nicht. Ist er zu locker sieht es schlampig aus, ist er, wie bei dir, zu fest, zurrst du den Stoff zusammen."

Mit einem Schwenk ihres Zauberstabes war Ginnys bisheriges Werk verschwunden. Als sie murrte, ging Narzissa langsam wieder zu ihrem Platz und sagte: „Sei froh, dass ich nicht meine Mutter bin. Bei ihr gab es Schläge auf die Finger wenn es nicht perfekt war. Bellatrix hat sie einmal sogar die Nadel in die Fingerkuppe gestochen. Nur weil sie jammerte, dass sie sich so oft stach."

„Sehr motivierend."

„Ja, aber wir haben es gelernt … obwohl, wenn ich es mir recht überlege, Bella hat, nachdem sie unser Elternhaus verließ, nie wieder Nadel und Faden in die Hand genommen. Ich glaube sie hat Rodolphus sogar einmal einen Fluch auf den Hals gehetzt, als dieser verlangte, dass sie irgendetwas nähte." Narzissa seufzte.

Ginny dachte an die Bellatrix die sie kannte, aus dem Ministerium und vom Endkampf. Eine verrückte von falschen Idealen geblendete Frau, verbittert und wütend.

Sie saßen schweigend beieinander und stickten, bis Lucius eintrat und verkündete, dass er wieder da sei. Sein Blick wanderte von seiner Frau zu Ginny, er zog eine Augenbraue hoch und setzte sich auf den freien Sessel.

tbc