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Ich wünsche allen meinen Lesern ein friedvolles und geruhsames Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins nächste Jahr. Das ich euch manchmal so lange warten ließ, tut mir sehr leid, ich versuche mich zu bessern, doch leider ist mein Reallife momentan sehr stressig. Nun viel Spaß mit dem neuen Kapitel und vielleicht lasst ihr mir, vielleicht auch die Schwarzleser, ein Geschenk da … ein kleines Review.

Entschuldige, ich wusste nicht, dass ich Körperkontakt zu dir halten muss", antwortete Ginny pikiert. Vicky hatte Recht, ihr Bruder konnte einem von einer Sekunde zur nächsten die Laune verderben.

Dir hätte etwas passieren können!", klagte der Zauberer.

Oder ich hätte fliehen können meinst du", fauchte Ginny.

Wütend sprang sie auf die Füße und eilte zurück zu ihrem Liegeplatz. Missmutig brummend setzte sie sich neben Neville auf das Liegetuch. Fragend sah der junge Longbottom von Ginny zu Vicky und wieder zurück.

Jeremy", seufzte Vicky und verdrehte die Augen.

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Kapitel 13

Aufgebracht starrte Ginny auf den See. Sie beobachtete einen Mann, der mit seiner Tochter im Wasser planschte. Das kleine Mädchen krähte und klammerte sich an ihrem Schwimmring fest. Unbewusst dachte Ginny darüber nach, ob mit dem Kind in ihrem Bauch auch jemand so ausgelassen spielen würde? Zwei sehr unterschiedliche Gefühle machten sich in ihr breit. Einerseits hatte sie Angst, Angst wie es weitergehen würde, Angst um ihr Kind. Andererseits… dieser Anblick des Sees und der glücklichen Menschen war für Ginny wie ein Fenster in eine Welt, die sie verloren geglaubt hatte, eine Welt, für die es sich zu kämpfen lohnte. Neville und Vicky rannten kichernd wieder ins Wasser. Ginny bemerkte, dass sich jemand neben sie gesetzt hatte. Sie wusste, wer es war, auch ohne sich umzusehen.

„Tut mir leid, dass ich so zickig war", sagte sie leise.

„Nein, dich trifft keine Schuld. Ich war zu heftig, doch ich hatte mich umgedreht und du warst verschwunden… ich…"

„Du hattest Angst, ich wäre abgehauen", stellte Ginny emotionslos fest.

„Ja, hatte ich", gab er zu. „Es tut mir leid."

„Gehst du noch mal mit ins Wasser?", fragte Ginny plötzlich, sie wollte nicht streiten und auch nicht traurig sein. Jeremy schüttelte den Kopf. „Jetzt sei kein Frosch, sonst muss dich irgendwann eine Prinzessin küssen und Prinzessinnen sind dünn gesät. Also komm."

Sie stand auf und streckte ihm die Hand entgegen. Nach kurzem Zögern nahm er sie und folgte ihr ins Wasser/ließ sich von ihr ins Wasser ziehen. Nach einigen Schwimmzügen spürte Ginny Hände an ihrem Hinterkopf und gleich darauf wurde sie unter Wasser gedrückt. Japsend tauchte sie wieder auf und sah Neville, der auf der Stelle schwimmend lachte. Sie stieß einen Schwall Wasser in sein Gesicht, so dass er sich daran verschluckte und paddelnd husten musste. Dann spritze Neville mit Wasser, traf jedoch anstatt Ginny Robert, der schräg hinter ihr schwamm. Dieser führte einen Gegenangriff durch und traf Vicky. Eine regelrechte Wasserschlacht entbrannte.

Bald schon keuchte Ginny vor Anstrengung und Luftmangel. Ein weiterer Wasserschwall traf ihr Gesicht, als Arme ihre Taille packten. Beherzt griff auch sie zu und schlang ihre Arme um ein Genick. Ganz nah zog sie sich an ihren Gegner ran, um ihn mit ihrem Gewicht nach unten zu drücken. Endlich hatte sie das Seewasser aus ihren Augen geblinzelt und sah in braune Augen. Ganz nah vor ihr war Jeremys Gesicht. Sie sah das dunkle Braun, das kaum den Übergang von der Iris zur Pupille erkennen ließ. Sie spürte seinen stoßweisen Atem auf ihrer Haut. Ihr Herz schlug schneller und härter. Beinahe trommelte es gegen ihre Brust. Sie genoss den Kontrast zwischen der Kühle des Wassers und dem heißen Körper, der sie an sich drückte. In den Wassertropfen auf seinen langen Wimpern glänzten die Sonnenstrahlen und sein Mund stand etwas offen. Ginny schluckte hart und hatte das Gefühl sich in diesem Augenblick zu verlieren.

Ein Räuspern von Neville riss sie auf ihrer Trance. Schnell stieß sie sich ein Stück von Jeremy weg und schwamm dann, ohne einen der Gruppe anzusehen, ans Ufer. Auf ihrem Laken sitzend schaute sie nicht auf, als die anderen sich zu ihr gesellten. Aus dem Augenwinkel sah sie Kathy, die ihr bitterböse Blicke zuwarf, und dann setzte sich Neville neben sie. Er stieß mit seiner Schulter an ihre. Als sie ihn ansah, grinste er dermaßen dämlich, dass auch Ginny lachen musste.

„Wir sollten uns wieder auf den Weg machen", sagte Vicky amüsiert und packte die Sachen zusammen.

Während des gesamten Weges schwieg Jeremy und vermied es Ginny an, ja sogar nur in ihre Richtung, zu sehen. Vicky amüsierte sich königlich über ihren Bruder, doch sie schwieg ebenfalls, wofür Ginny ihr mehr als dankbar war. Im Haus angekommen sah sich Ginny Mad Eye Moody, Benjamin Burns und Nathan Lawston gegenüber. Die drei Männer sahen Ginny abschätzend an.

„Kinder, ihr geht nach oben, wir haben etwas mit Mrs. Malfoy zu besprechen", ordnete Mr. Lawston an. „Neville, Jeremy, ihr könnt selbstverständlich bleiben, als Mitglieder des Ordens."

Murrend verzogen sich die anderen Jugendlichen nach oben. Vicky warf Ginny mitleidige und doch auch aufmunternde Blicke zu. Mr. Lawston geleitete die kleine Gruppe in das Wohnzimmer. Mad Eye, Mr. Burns und Jeremy setzten sich auf die Sessel. Neville blieb neben Ginny stehen, um ihr Beistand zu gewähren. Als er merkte, dass sie vor Aufregung zitterte, nahm er ihre Hand in die seine und drückte sie etwas.

„Keine Angst, Ginny", brummte Mad Eye gutmütig und sein normales Auge funkelte warm. „Wir haben eine Möglichkeit gefunden, um den Plan in die Realität umzusetzen."

„Wel… welchen Plan?", fragte Ginny überrascht.

„Du musst dir jetzt überlegen, ob du als Spionin arbeiten willst, Kind. Wir haben eine Idee, wie wir dein Hiersein verschleiern können. Doch wir werden sie dir erst erklären, wenn du zustimmst."

Ginny sah den alten Auroren schief von der Seite an. „Das ist doch mal eine tolle Wahl. Ihr sperrt mich bis in alle Ewigkeit weg oder ich muss einem Plan zustimmen, von dem ich vorher nichts weiß", sagte Ginny trotzig.

Mad Eye lachte rau. „Gesprochen wie deine Mutter."

Tränen füllten Ginnys Augen. Obwohl sie wusste, dass er es gut gemeint hatte, verwünschte sie ihn für diese Worte.

„Na, jetzt aber nicht weinen", bemerkte Mad Eye etwas hilflos.

„Schon gut. Also schön, ich werde es machen. Ich werde Spionin für den Widerstand…

ABER alle, die mir dabei helfen bekommen Generalamnestie!"

„Wen hast du denn dabei im Sinn?", fragte Mad Eye neugierig.

„Nun, vielleicht meinen Mann und meine Schwiegermutter…"

„Malfoys", brummte Mad Eye abfällig.

„Genauso wie ich", tadelte sie ihn.

Der Ex-Auror schnaubte, doch dann lächelte er. Sein vernarbtes und unvollständiges Gesicht verzerrte sich noch mehr. „Deine Bedingung hatten wir erwartet."

„Und wir haben beschlossen, sie zu akzeptieren", fügte Burns hinzu.

Ginny lächelte erleichtert. Die Tür öffnete sich und herein kamen Dädalus Diggle und Kingsley Shacklebolt. Ihnen folgte ein Mann, der merkwürdig durchschnittlich aussah. Er war groß und doch unauffällig, er schien nicht alt und doch hatte er langes weißes Haar und einen weißen Bart, der links und rechts zu langen Zöpfen geflochten war. Das Faszinierendste an ihm waren allerdings die Augen. Sie waren so hellblau, dass sie beinahe weiß aussahen… wie gefrorenes Wasser.

Der Fremde musterte Ginny mit absolut ausdrucksloser Miene. Dädalus Diggle quasselte los: „Ah, da ist unsere kleine Spionin." Dann trat der alte Zauberer näher zu Ginny und sagte leise: „Bist du dir ganz sicher? Es könnte gefährlich werden und du bist ganz alleine in der Grube der Schlangen."

„Das wird schon klappen. Nur weiß ich noch nicht, wie ich Kontakt halten soll…"

„Das ist auch nicht Ihre Angelegenheit", bemerkte der merkwürdige Fremde. Die einzige Regung in dessen Gesicht kam durch die Muskeln, die er anspannte, um den Mund zu bewegen.

„Da es hier um meinen Hals geht, wäre es doch nicht zu viel verlangt, wenn ich über solch belanglose Dinge Bescheid wüsste."

Die eisblauen Augen sahen sie kurz an und Ginny war, als würde ihr Inneres gefrieren. Wenn er eine schwarze Kutte getragen hätte, hätte sie gewettet, er wäre ein Dementor.

„Gabriel, du machst unserer Mrs. Malfoy ja Angst", sagte Mad Eye und lächelte Ginny aufmunternd zu. „Darf ich euch vorstellen Mrs. Ginevra Molly Malfoy geborene Weasley, dies ist Mr. Gabriel Edward Young, Au…"

„Nicht doch… nicht im Ernst... der Gabriel E. Young? Der Autor von ‚Die Kunst Gedanken zu verwalten – Legilimens für Könner'?", platzte es aus Ginny heraus.

„Woher kennst du solche Bücher?" Mr. Youngs Stimme klang immer noch völlig emotionslos.

„Ich habe es in der Verbotenen Abteilung gesehen und hineingelesen."

Mad Eye räusperte sich und schüttelte leicht den Kopf. Mr. Lawston lächelte verstehend, dann bot er allen Sitzplätze an. Nachdem jeder der Anwesenden eine Tasse Tee in der Hand hielt, begann Mad Eye den Plan zu erklären:

„Gabriel hat sich nach dem Sieg dessen, dessen Name nicht genannt werden darf, unserer Sache angeschlossen. Wir haben durch ihn schon einige interessante Dinge von gefangenen Todessern erfahren.

Er hat sich bereit erklärt, dich in die Grundlagen der Legilimentik und Okklumentik einzuführen. Außerdem wird er eine Barriere in deinem Kopf errichten, die es dir ermöglicht, deine Zeit hier zu verbergen, und er wird eine gefälschte Erinnerung als Tarnung in deinen Kopf setzen."

Ginnys Augen waren immer größer geworden. Fassungslos sah sie den Ex-Auror an.

„Etwas unreflektiert ausgedrückt hat Alastor Recht. Wir sollten so bald als möglich beginnen." Mr. Young sah Ginny nicht einmal an, während er redete.

„Ihr könnt gleich nach der Besprechung beginnen, sofern Ginny das möchte. Auch das Problem mit der Nachrichtenübermittlung haben wir geklärt. Du bekommst ein Tagebuch. Du führst es wie ein gewöhnliches. Doch die zu übermittelnde Botschaft schreibst du mit deinem Blut. Die Worte werden aus deinem Buch verschwinden und in einem Buch hier beim Orden erscheinen. So können wir es lesen. Wir können dir auf die gleiche Weise antworten. Nach dem Lesen lassen sich die Botschaften mit einem einfachen Zauber unwiederbringlich entfernen. Falls du bei einem Notfall schnelle Hilfe brauchst, schicke deinen Patronus", erklärte Mad Eye.

„Sie beherrscht den Patronus?" Zum ersten Mal schien Gabriel Young wirklich Notiz von ihr zu nehmen.

„Seit meinem vierten Jahr in Hogwarts. Harry hat ihn uns in der DA beigebracht…" Tränen brachen aus ihren Augen, als sie an diese Zeit dachte. Eine Zeit, die ihr so weit entfernt vorkam, wie das Leben einer anderen.

„Nachdem nun alles geklärt ist, können wir anfangen. Ich bitte alle Unbeteiligten den Raum zu verlassen. Ziehen Sie Ihren Zauberstab Mrs. Malfoy." Young fasste in seine Tasche und zog seinen.

„Ich… ich habe meinen Stab nicht."

„Wie bitte?", fragte der Legilimentiker ungläubig.

Mr. Burns räusperte sich. „Den hat Emmelda ihr in der Nokturngasse abgenommen. Sie hat beide Stäbe dort gelassen. Macnair war ja tot und Mrs. Malfoy…" Er verstummte und sah Ginny entschuldigend an.

Jeremy war schon zur Tür gegangen. Er blieb stehen und drehte sich um. „Wenn Ginny mit meinem Zauberstab zurechtkommt, dann kann sie ihn gerne benutzen."

Er erntete einige ungläubige Blicke, die er aber geflissentlich ignorierte. Der junge Zauberer stieß sich von der Tür ab, an der er gelehnt hatte, und reichte Ginny den Zauberstab. Dankbar lächelnd nahm sie ihn an und ließ zur Probe eine Lampe schweben.

„Danke, er funktioniert großartig. Bist du dir sicher, dass du ihn mir geben willst?"

„Nimm und mach nicht so viele Worte!", entgegnete er unwirsch.

Wenig später stand Ginny alleine in diesem Zimmer, mit dem merkwürdigen Gabriel Young im Zimmer. Sie fühlte sich trotz Robe und Zauberstab so nackt wie ein Neugeborenes. Unsicher trat sie von einem Fuß auf den anderen und beobachtete den Zauberer. Der stand seelenruhig da, mit erhobenem Zauberstab und es war nicht einmal zu erkennen, ob er etwas vorhatte oder nicht.

„Ich werde versuchen in Ihren Geist vorzudringen und Sie werden mich abblocken. Oder zumindest versuchen, es zu tun."

Unsicher sah sie zu dem Mann vor ihr. Er war erschreckend. Noch nie hatte Ginny einen Menschen gesehen, der so wenige Emotionen zeigte. Sogar Snape hatte man ansehen können, wenn er sich ärgerte oder misstrauisch war. Doch dieser Kerl sah wie eine Wachsfigur aus.

Sie hörte nur noch wie er „Legilimens" sagte und dann rasten auch schon ihre Erinnerungen an ihr vorbei. Szenen aus ihrer Kindheit, Hogwarts, dem Endkampf… Harrys Tod. Ihre Kehle schnürte sich zu, sie bekam Panik, sie drohte zu ersticken.

Als Ginny ihre Augen wieder öffnete, lag sie auf dem Rücken und blickte an die Decke. Sie hob ihren Kopf und sah Gabriel Young am Fenster stehen und hinausschauen. Ginny räusperte sich und der Zauberer drehte den Kopf.

„Nachdem Sie wieder wach sind, sollten sie sich entscheiden, ob Sie tatsächlich etwas lernen möchten. Denn Sie haben mir soeben nicht den geringsten Widerstand entgegengesetzt. Ich werde nicht meine Zeit vergeuden, wenn Sie kein Engagement zeigen."

Ginny rappelte sich wieder auf und stellte sich etwas breitbeiniger hin. „Ich habe keine Ahnung, was ich tun soll. Doch weshalb sollte ein Lehrer seinem Schüler auch sagen, was er zu tun hat."

„Sarkasmus ist auf alle Fälle keine geeignete Abwehrreaktion!"

„Aber eine befriedigende", konterte Ginny genervt.

„Machen Sie sich bereit."

Erneut drang Young ungehindert in Ginnys Kopf und suchte verschiedene Erinnerungen auf. Dann kam er zu der Stelle, an der Ginny erfahren hatte, dass sie schwanger war. Erneut wallte Panik in ihr auf, wenn er herausbekam, dass sie das Kind des dunklen Lords in sich trug… sie versteifte sich und durch ihre Gedanken donnerte ein lautes „RAUS!"

Das darauf folgende Krachen riss sie endgültig in die Realität zurück. Erschrocken bemerkte Ginny, dass Young so heftig rückwärts gegen die Tür geflogen war, dass er das Türblatt durchschlagen hatte und im Flur lag. Schnell sammelten sich die Hausbewohner, die der Lärm aufgeschreckt hatte, um den am Boden liegenden Zauberer.

„Was hat sie mit ihm getan? Ich habe doch gleich gesagt, sie ist gefährlich! Er ist bestimmt tot", wetterte Kathy los.

Nathan Lawston und Benjamin Burns kümmerten sich um den Verletzten. Mad Eye beugte sich kurz über ihn und fing dann schallend an zu lachen. Die wütenden Blicke der anderen ignorierend bog er sich förmlich. Als der Bewusstlose zu sich kam und hustend nach Luft rang, polterte Mad Eye los: „Hat die kleine Mrs. dich umgehauen?" Er lachte wieder, dann wurde er ruhiger. „Ich habe noch nie erlebt, dass dich jemand so abgewehrt hat, Gabriel."

Mühsam rappelte sich Young auf und wieder war seinem Gesicht keine Regung anzusehen. Nur sein Atem ging noch etwas schwer und stoßweise.

„Danke, aber es geht mir gut", sagte er mit emotionsloser Stimme. „Würdet ihr uns bitte wieder alleine lassen."

Mad Eye zwinkerte Ginny verschwörerisch zu und ging dann wieder von dannen, nicht ohne ein unverschämt breites Grinsen im Gesicht zu tragen. Nach und nach gingen auch die anderen und schließlich stand Ginny wieder alleine mit Gabriel Young in dem/im Zimmer.

„Wir sollten noch etwas an Ihrem Fingerspitzengefühl arbeiten."

„Ah, Sie sind zufrieden mit meinem Ergebnis?"

Ohne auf ihre Spitze zu reagieren sprach er erneut „Legilimens" und Ginny spürte seine Anwesenheit in ihrem Kopf. Sie folgte ihm und erst, als er sich erneut in die Erinnerungen, die das Kind beinhalteten, vertiefen wollte, hinderte sie ihn mit einem energischen „Nein" daran. Mr. Young verließ ihren Kopf und sah sie anerkennend an.

„Das reicht für einen Tag. Morgen werden wir uns daran machen eine unsichtbare Barriere in ihrem Kopf aufzubauen und ich werde Ihnen zeigen, wie Sie kompromittierende Gedanken dahinter verbergen können. Für die Zeit Ihrer ‚Entführung' werde ich eine Erinnerung konstruieren.

Zusätzlich werden wir versuchen Ihnen beizubringen etwas unauffälliger den Geist eines Eindringlings abzuweisen oder umzuleiten." Kaum hatte er geendet, verließ Young ohne weitere Worte den Raum.

Erschöpft setzte sich Ginny einfach auf den Boden. Jeremys Zauberstab glitt ihr aus der Hand und rollte ein Stück über den Boden. Ihre Arme zitterten und ihr Kopf hing hilflos auf ihrer Brust. Erst die Berührung einer Hand auf ihrer Wange gab ihr die Kraft wieder aufzusehen. Jeremy kniete neben ihr und lächelte.

„Ich bringe dich nach oben in dein Zimmer. Dort schläft es sich besser als hier auf dem harten Boden."

Sanft zog er sie auf die Füße. Während Ginny ihren Arm um seinen Hals legte, fasste er sie um die Taille und führte sie die Treppe hinauf. Langsam legte er Ginny auf das Bett und ging hinüber zu dem kleinen Tisch. Mit einer Schüssel, deren dampfender Inhalt würzig roch, trat er wieder an das Bett.

„Eine Hühnersuppe. Meine Mum meinte, eine stärkende Mahlzeit täte dir gut. Du solltest danach versuchen etwas zu schlafen."

Ergeben nickte Ginny und griff nach dem Löffel, um zu essen. Jeremy ging und Ginny aß etwas von der Suppe. Sie schmeckte lecker, fast so gut wie die ihrer Mutter. Tränen stiegen in ihre Augen, der Löffel fiel scheppernd zu Boden. Ginny kugelte sich auf dem Bett zusammen und weinte sich in den Schlaf.

Sie erwachte erst wieder, als draußen die Vögel sangen und die Sonne aufging. Verwirrt sah Ginny um sich um. Sie hatte den ganzen Abend und die Nacht verschlafen. Mühsam streckte sie ihre klammen Glieder. Aus dem Bett geklettert strich sie ihre Robe glatt. Dann sah sie Wäsche und eine frische Sommerrobe auf einem der Sessel liegen. Sie nahm die Kleidung und suchte ein Badezimmer. Die zweite Tür, die erste war ein Wandschrank, war ein Treffer. Unter der Brause schloss sie die Augen und genoss das Prasseln der Tropfen auf ihrer Haut, genoss die massierende Wirkung des Wassers.

Geduscht und in frischen Kleidern ging sie schließlich die Treppe hinunter. Vorsichtig streckte sie den Kopf in die Küche, dort stand Maggie Lawston und brühte Tee.

„Guten Morgen", grüßte sie. „Die anderen sind im Esszimmer. Warten Sie noch einen Moment, dann können wir gemeinsam dorthin gehen."

Gerade füllte sie den Tee in eine Porzellankanne. Zusammen gingen die beiden Hexen zu Frühstückstisch. Mr. Lawston und einige Mitglieder des Ordens saßen schon zu Tisch und sahen auf, als die beiden den Raum betraten.

„Guten Morgen", grüßte Ginny höflich.

Die Anwesenden grüßten zurück und Jeremy deutete auf einen freien Platz neben sich. Als Ginny den Stuhl nahm, sah sie aus dem Augenwinkel, wie Neville sie dümmlich angrinste und dafür einen Knuff seiner Freundin bekam.

Während des Essens wurde kaum geredet. Beim Abräumen stand Neville plötzlich ganz dicht bei Ginny und flüsterte: „Er mag dich."

„Wie? Was meinst du?" Natürlich hatte sie bemerkt, dass Jeremy mit ihr flirtete. Wenn sie ehrlich war, gefiel es ihr. Sie mochte ihn. Doch das würde sie nicht zugeben.

„Jeremy", wisperte Neville und zwinkerte ihr verschwörerisch zu. „Ich hätte nie gedacht zu erleben, dass sich dieser kühle Kerl mal verknallt."

„Neville, du redest Unsinn. Jeremy ist nur nett, außerdem bin ich verheiratet."

„Ja, mit dem Frettchen Draco."

„Ganz genau, mit Draco und nenn meinen Mann nicht Frettchen!"

Neville schnaubte und trug den Geschirrstapel in die Küche.

tbc