Heute ist der 3te Dezember und das ist ein ganz besonderer Tag, weil unsere Sama/Olivia heute vor ein paar Jährchen das Licht der Welt erblickte. Ohne Strümpf' und ohne Schuh', ihr kennt das ja ;)

Deshalb wird heute Samas Wunsch online gestellt, als Geburtstagsgeschenk :)

Derkleineweißeball (oder kurz: wessie) hat Ron überreden wollen, Hermine einen Heiratsantrag zu machen und egal ob sie erfolgreich war oder nicht – ich hoffe du geniest deine Geschichte. Alles Gute Kleines :)


In eine glückliche Zukunft

Er kniete vor ihr. Sie sah ihn verwirrt an und wusste offensichtlich nicht, was los war. Verdammt, er brachte kein Wort heraus und lief knallrot an. Wie sollte er es nur sagen, er hatte sich doch alles so schön ausgedacht. Er wollte sie zu einem romantischen Wochenende an die Côte d'Azur entführen und ihr dann einen außergewöhnlichen Heiratsantrag machen. Doch jetzt lief alles schief. Er wollte am liebsten im Boden versinken, denn er war sich sicher, so einen Trottel wie ihn wollte sie niemals heiraten.

Genau bei diesem Gedanken wachte Ron schweißgebadet auf. Verwirrt setzte er sich in seinem Bett auf, sah neben sich und entdeckte Hermine. „Puh, Gott sei Dank, es war nur ein Traum und ich habe nichts vermasselt", schoss es ihm durch den Kopf. Langsam beruhigte sich sein Puls wieder und er sah auf die Uhr. Er lehnte sich in die Kissen zurück und versuchte, sich zu entspannen. Schließlich war es vor den Fenstern noch dunkel, und es gab gar keinen Grund so früh schon aufzustehen. Aber irgendwie konnte er auch nicht mehr einschlafen. Der Traum beschäftigte ihn noch immer. Die Idee, Hermine einen Heiratsantrag zu machen, war gar nicht so schlecht. Schließlich waren sie jetzt schon seit vier Jahren zusammen und er liebte sie wirklich sehr. Aber auf keinen Fall durfte es so aus dem Ruder laufen, wie in seinem Albtraum. Wenn er diesen Schritt wirklich wagen wollte, dann musste alles auf den Punkt genau organisiert sein, so dass sie einfach nicht ablehnen konnte. „Wenn ich nur nicht so wahnsinnig schüchtern wäre", dachte er, „dann wäre das alles viel, viel einfacher. Aber diesmal werde ich es schaffen." Mit diesem Gedanken schlief er wieder ein, diesmal in einen traumlosen, tiefen Schlaf bis zum nächsten Morgen, an dem ihn und Hermine die Sonnenstrahlen des Frühlingsmorgens sanft weckten.

„Guten Morgen, mein Schatz, hast du gut geschlafen?", erkundigte sich Hermine liebevoll.
„Ne..., äh na klar, wie sollte ich schlecht schlafen, wenn du neben mir liegst?", gab Ron scherzhaft zurück. Oh Mann, jetzt hätte er sich beinahe verraten und den ganzen Plan von vornherein ad absurdum geführt. Gut, dass er gerade rechtzeitig noch die Kurve gekriegt hat.
Hermine beugte sich zu Ron hinüber und gab im einen leidenschaftlichen Kuss. „Ich liebe dich", hauchte sie ihm ins Ohr.

Als Antwort gab er ihr einen kurzen Kuss auf die Nasenspitze. Dieser kleine Satz hatte ihn in seinem Vorhaben bestärkt und er nahm sich vor, sich sofort an die Vorbereitungen zu machen. Doch zuerst war mal ein gemütliches Frühstück auf der Terrasse an der Reihe.

Hermine war schon voraus gegangen und hatte mit einem kleinen Schlenker des Zauberstabes das Frühstück heraufbeschworen, während Ron oben noch schnell die Betten machte. Danach apparierte er mit einem leisen „Plop" auf die Terrasse hinunter und setzte sich zu ihr an den Frühstückstisch. Während ihm die warmen Sonnenstrahlen sanft das Gesicht wärmten, saß er mit gedankenverlorenem Gesicht auf seinem Platz und grübelte über seinen Plan weiter.

„Rooon!" Eine Stimme unterbrach ihn in seinen Gedanken.
„Ähh, ja, Hermine?"
„Ach, schön, dass du mir doch noch Gehör schenkst, du scheinst ja heute absolut weggetreten zu sein. Ist dir vielleicht ein Grimm begegnet?", scherzte sie. Wenn sie wüsste!
„Tschuldigung Schatz, ich hab gerade über was nachgedacht."
„Ja, das habe ich gemerkt. Naja, wie auch immer, ich wollte dir eigentlich nur sagen, dass ich dir einen schönen freien Tag wünsche und jetzt ins Ministerium apparieren werde, weil bei uns ja leider Urlaubssperre ist." Sie gab ihm noch einen flüchtigen Kuss und schon war sie verschwunden.

„Das läuft ja besser, als ich gedacht habe", schoss es Ron durch den Kopf. „Ein ganzer Tag allein zu Hause um das Unternehmen „Heiratsantrag" in Angriff zu nehmen." Voller Tatendrang machte er sich ans Werk. Als erstes apparierte er in die Winkelgasse, um einen passenden Ring bei „Tonks Jubilierenden Juwelen" zu erstehen. Dies nahm allerdings mehr Zeit in Anspruch, als er sich vorgestellt hatte. Die Auswahl war riesengroß, er wollte etwas Besonderes und hatte gleichzeitig Angst, dass der von ihm ausgewählte Ring Hermine nicht gefallen könnte. Nach mehr als zwei Stunden hatte er sich jedoch entschieden und war mit seiner Wahl sehr zufrieden.

Wieder zu Hause, ging er in Hermines Büro und entdeckte einen Muggel – Reisekatalog. Hermine hatte ihm schon von vielen Orten erzählt, an denen sie in ihrer Kindheit mit ihren Eltern gewesen war und wo es ihr immer sehr gut gefallen hatte. Ihr Lieblingsland war Frankreich gewesen, das wusste er. Also nahm er den Katalog und durchsuchte die französischen Reiseziele nach einem romantischen Ort, der für sein Vorhaben geeignet war. Als erstes entdeckte er Paris, das als „Stadt der Liebe" im Katalog angepriesen wurde, aber irgendwie überzeugte ihn das Angebot nicht wirklich. Also blätterte er weiter. Auch Lyon und Vichy gefielen ihm nicht besonders. Gab es denn in diesem Land keine romantischen Strände, die gleichzeitig nicht allzu überlaufen waren und nur so von Touristen bevölkert wurden, als fände dort eine Quidditch – Weltmeisterschaft statt? Es war zum Verzweifeln. Er wollte ihr den Antrag doch so gerne in Frankreich machen. Total gefrustet schlug er die letzte Seite des Frankreich – Abschnittes im Katalog auf. Und da war es! Eine einsame Ferienhütte, romantisch auf einem Kliff am Atlantik gelegen, in der Bretagne.

Direkt unter dem Angebot fand er eine Telefonnummer und einen Preis in Muggelgeld, der ihm aber nicht wirklich etwas über die Kosten dieses Angebotes sagte. Aber das war ihm auch egal, Hermine war es ihm wert. In Hermines Büro befand sich auch ein Muggel – Telefon denn schließlich wollte sie auch mit ihren Eltern kommunizieren. Sie hatte auch Ron beigebracht, wie man es benutzte und er wusste mittlerweile, dass man nicht in den Apparat brüllen musste, damit der Gegenüber einen verstand. Selbstbewusst nahm er also den Hörer zur Hand und wählte die Nummer. Nach einem kurzen Telefongespräch, das freilich nicht so ganz ohne Pannen über die Bühne gegangen war – Ron hatte nach dem Preis in Galleonen, Sickel und Knuts gefragt , was den Agenten des Reisebüro hörbar verwirrt hatte – war auch dieser Teil seiner Vorbereitungen abgeschlossen.
So, jetzt musste er sich nur noch eine magische Karte für Hermine einfallen lassen und den Text für seinen Heiratsantrag üben, denn sonst, soviel stand für ihn fest, würde das sorgfältig geplante Unternehmen mal wieder an seiner Schüchternheit scheitern.

Er zog sich also in sein Büro zurück und machte sich an den letzten und gleichzeitig doch auch wichtigsten Teil seines Planes. Zuerst war die Karte an der Reihe. Mit Hilfe eines Kopierzaubers übertrug er das Bild aus dem Katalog auf die Vorderseite der Karte. Danach entfernte er den Preis darauf, denn im Gegensatz zu ihm hätte Hermine sicher etwas damit anfangen können. Mit einem weiteren kleinen Trick brachte er die Wellen des Meeres, das den abgebildeten Felsen malerisch umrahmte, in Bewegung. Auf die Innenseite setzte er in geschwungenen Lettern den Text.

„Gutschein für ein romantisches Wochenende mit Überraschung in der Bretagne.
Alles Gute zu unserem 4. Jahrestag.

Ron"

Er sah auf seine Uhr. Es war gerade noch genug Zeit, um mit ein bisschen Magie die Hausarbeit zu erledigen, bevor Hermine von der Arbeit nach Hause kam. Zufrieden mit seinem bisherigen Tun machte er sich gut gelaunt ans Werk. Er war gerade mit der Zubereitung des Abendessens fertig und hatte die Gemüselasagne in den Ofen geschoben, als Hermine auch schon in der Tür stand.

„Hallo, mein Schatz", begrüßte Ron sie und gab ihr einen dicken Kuss, „Na, wie war dein Tag?"
„Ja, ganz okay, außer dass mich heute Morgen schon ein Stapel Dokumente zur Bearbeitung auf meinem Schreibtisch begrüßt hat, mit dem ich erst mal bis Mittag beschäftigt war. Aber was duftet denn hier so gut?"
Hermine ging zum Ofen um die Quelle des Duftes zu ergründen.
„Mhh, Gemüselasagne, wie lecker! Ron, du bist echt der Beste!"

Mit einem Schwung ihres Zauberstabes und voller Hunger deckte sie schon mal den Tisch für das Abendessen. Nach ungefähr zehn weiteren Minuten, die sie relaxt im Wohnzimmer verbracht hatten, holte Ron die Lasagne aus dem Ofen und servierte sie. Ausgiebig genossen sie die Mahlzeit und Hermine konnte gar nicht genug kriegen. Ron war wirklich ein toller Koch, seit sie ihm das Magische Kochbuch geschenkt hatte. Über die Kochversuche von vorher wollte sie mal würdevolles Stillschweigen bewahren. Immerhin, ernsthaftere Folgen, von einer kleinen Lebensmittelvergiftung mal abgesehen, waren ausgeblieben.

Den Rest des Abends verbrachten sie gemeinsam im Wohnzimmer. Hermine las einen dicken Schmöker über die internationalen Magischen Beziehungen im Mittelalter, hörte dazu leise über einen Kopfhörer Musik und war ganz in ihrer Welt versunken. Auch Ron hatte ein Buch in der Hand, allerdings war dies nur zur Tarnung, denn in Wirklichkeit dachte er bereits ganz aufgeregt und gleichzeitig voller Vorfreude an den morgigen Tag. Denn morgen hatte auch Hermine frei, sie wollten ihren Jahrestag schließlich gemeinsam verbringen. In Gedanken legte er sich bereits seine kleine Rede zurecht, um alles so perfekt wie nur möglich zu gestalten. So strich der Abend dahin und irgendwann waren sie beide so müde, dass sie zu Bett gingen.

Am nächsten Morgen erwachte Ron vor lauter Aufregung ganz früh. Als er auf seine Uhr sah, stellte er fest, dass es erst 05:30 Uhr war. Da er aber nicht mal für 5000 Galleonen wieder einschlafen konnte, stand er leise auf, um Hermine nicht zu wecken und ging nach unten. Dort angekommen, bereitete er alles für die Überraschung vor. Zuallererst deckte er den Frühstückstisch und stellte die Karte auf Hermines Platz. Danach setzte er den Kaffee auf und ging in den Garten um einen Strauß Blumen für den Tisch zu pflücken. Als auch dies erledigt war, ging er hinein, schlich sich in das gemeinsame Schlafzimmer und weckte Hermine.

Gemeinsam setzten sie sich an den Frühstückstisch, wo Hermine sofort Rons Karte entdeckte. Gespannt öffnete sie die Karte und während sie den Text las, stiegen ihr Freudentränen in die Augen.
„Oh Ron", schluchzte sie, „diese Überraschung ist dir wirklich gelungen. Und dann auch noch die Bretagne, einer der schönsten Landstriche, die Frankreich zu bieten hat. Du bist wirklich der Beste. Ich liebe dich."

Sie stand auf und gab ihm einen Kuss. Ron war seinerseits ganz gerührt, denn mit so einem Gefühlsausbruch hatte er von Hermine nicht gerechnet. Hoffentlich fiel sie bei seinem Antrag nicht gleich vor lauter Freude in Ohnmacht. Das wäre der Stimmung nicht ganz so zuträglich. Bei diesem Gedanken huschte ihm ein leises Lächeln über das Gesicht. Hermine bekam davon jedoch nichts mit, sie war zu gerührt.
„Ich liebe dich auch", flüsterte Ron, „jetzt frühstücken wir erst mal und dann geht es auf in die Bretagne, dort wartet ja noch eine Überraschung auf dich."
„Was, jetzt schon?" fragte Hermine. „Ich dachte diese Überraschung findet irgendwann mal statt, aber dieses Wochenende schon? Du musst das ja schon von langer Hand geplant haben."
„Ach, so lange hat das gar nicht gedauert, aber jetzt lass uns erst mal essen, okay?", gab Ron etwas ungeduldig zurück.

Aber auch Hermine war offensichtlich neugierig geworden, denn sie setzte sich ohne ein weiteres Wort wieder an ihren Platz und begann schnell zu essen. Als beide fertig gefrühstückt hatten, ließ sie mit einem Schlenker ihres Handgelenkes das Geschirr und die Essensreste verschwinden und mit einem weiteren Wink ihres Zauberstabes standen auch schon zwei gepackte Koffer fertig zur Abreise vor ihnen. Ron nahm seinen Koffer in die eine Hand und Hermine an der anderen Hand um sie bei ihm mitapparieren zu lassen, denn schließlich kannte sie das Ziel nicht. Innerhalb von Sekunden waren sie an dem gewünschten Zielort angekommen und Hermine war einfach nur noch begeistert von der Atlantikküste und dem romantisch abgelegenem Häuschen auf dem Kliff.

Während Hermine einstweilen hinein ging, um das Innenleben des Häuschens zu erkunden, machte sich Ron klammheimlich davon, um am Strand alles vorzubereiten für die große Überraschung. Schnell beschwor er einen kleinen Tisch mit einem Rosenstrauß herauf. Danach verwandelte er Kiesel, die er am Ufer fand, in Herzformen und legte daraus ein großes Herz um den Tisch herum.

Schnell eilte er zum Ferienhaus zurück, wo Hermine mittlerweile sein Verschwinden bemerkt hatte und sich doch etwas gewundert hatte, wo er denn steckte. Anstatt irgendeine holprige Erklärung anzufangen, sagte er einfach: „Schatz, jetzt kommt deine Überraschung. Komm, lass dir von mir die Augen verbinden und dann können wir los."
„Na gut", meinte Hermine, „hier, nimm meinen Schal. Was hast du denn vor? Du machst mich ganz schön neugierig. Ich hoffe für dich, dass sich diese ganze Aufregung für deine Überraschung auch lohnt", bemerkte sie scherzend.

Bei diesem Satz bekam Ron ein leicht mulmiges Gefühl, aber es half ja nichts. Jetzt konnte er nicht mehr zurück, selbst wenn er wollte. Und wenn er sich heute nicht traute, dann niemals, das wusste er. Er verband also Hermine die Augen und führte sie langsam zum Strand, wo er alles so romantisch vorbereitet hatte.

Dort angekommen, ließ er Hermine auf einem herauf beschworenem Stuhl Platz nehmen und nahm ihr den Schal ab. Hermine öffnete ganz langsam die Augen und sah sich um.
„Oh Ron, das ist ja wundervoll hier", rief sie aus, „Aber was hast du denn vor?" fragte sie.
Offensichtlich konnte sie sich in dieser Verwirrung keinen Reim auf diese Situation machen. Ron wollte sich aber nicht mit weiteren Erklärungen abgeben, sondern beschloss stattdessen Taten sprechen zu lassen. Er fiel vor ihr auf die Knie und begann mit seiner Rede.
„Hermine! Wir sind heute auf den Tag genau vier Jahre zusammen. Wir haben Höhen und Tiefen zusammen erlebt und ausgehalten, wir teilen bislang unser Leben miteinander. Ich liebe dich und möchte dich nie wieder verlieren, deshalb frage ich dich hier und heute, ob du meine Frau werden möchtest."
Während seiner kleinen Rede war Ron ganz rot geworden und er redete vor Aufregung immer schneller, je näher er sich dem Hauptanliegen näherte. Jetzt aber war es vorbei, er hatte es geschafft. Nervös kramte er in der Hosentasche nach dem Ring, den er so sorgfältig ausgesucht hatte. Aber noch hatte Hermine seine Frage nicht beantwortet. Ängstlich blickte er in ihr Gesicht und entdeckte Tränen auf ihren Wangen.

„Hermine?" flüsterte er, „Du sagst ja gar nichts. W..Will...Willst..."
Weiter kam er nicht, denn Hermine unterbrach ihn.
„Natürlich will ich dich heiraten, Ron. Ich liebe dich! Aber ich bin gerade so überwältigt, dass ich nichts sagen kann. Weißt du, ich mir das schon lange gewünscht."
Ron fiel ein Stein, oder besser ein ganzes Gebirge, vom Herzen. Er zog den Ring aus der Tasche und steckte ihn ihr an den Finger. Dann küsste er sie lange und sie sanken beide in das Kieselherz auf den Boden.

Ende