°Alles hermetisch abriegle – Taschentücher und Ohrenschützer verteil°
Guten Tag. Heute beschäftigen wir uns mit einem äußerst interessantem Thema, welches gewisse Sicherheitsvorkehrungen verlangt.
Zuerst die Warnung: DIESE GESCHICHTE HAT EINEN NICHT-JUNGEDFREIEN INHALT UND IST DESHALB ERST AB 16 JAHREN FREI GEGEBEN!
Die Magica wars, die Magica war's und die Fina hat ihr g'holfen, die Fina hat ihr g'holfen!
Klingt komisch, ist aber so! Magica hat heimtückisch ein paar Viren auf Hogwarts eingeschleust und prompt sind ihr ein Tränkemeister und eine gryffindorsche Musterschülerin in die Falle getappt. Was weiter geschah? Nun, dafür hat Fina gesorgt…
Bitte setzt nun alle die Ohrenschützer auf und haltet die Taschentücher griffbereit, es geht los!
Schnozinitis
Hoher Schnee bedeckte die Ländereien rund um Hogwarts. Auch auf dem Schloss selber konnte man eine Schneedecke erkennen. Den gesamten Dezember hatte es geschneit und auch in der ersten Hälfte des Januars hörte es nicht auf. Doch dann, als kein Schnee mehr fiel, erstrahlte das Gelände in einem wunderschönen Weiß. Harry, Ron und Hermine stapften, dick eingemummelt in warme Mäntel, Mützen und Schals, in Richtung See.
„Haaaaaatschi", nieste Hermine und kramte nach einem Taschentuch, um nach einem weiteren herzhaften Nieser ihre Nase zu putzen. `Brööööööt` tutete es hinter Ron und Harry bis in den Verbotenen Wald hinein. Ron rollte mit den Augen. „Hermine, geht das nicht leiser? Du schniefst jetzt seit drei Tagen hier rum, und in einer Lautstärke die wirklich nervt." „He, Ron, ganz ruhig", fuhr Harry zwischen Rons Redeschwall, „du weißt genau, dass sie krank ist, also hör auf sie hier so anzufahren. Als du vor drei Wochen deine Fußeumel hattest und bei jedem Schritt ein schleimiges Quietschen von dir gegeben hast, haben wir doch auch nichts gesagt." „Jah, ist schon gut, ich sag ja nichts mehr", meinte Ron mit einem entschuldigen Blick zu Hermine. „Trotzdem solltest du noch mal zu Madame Pomfrey gehen, denn besser wird es ja nicht." Hermine antwortete mit einem lauten `Brööööööt` in ihr Taschentuch und nickte. „Erstmal will ich aber noch ein wenig frische Luft schnappen. Kommt Jungs, eine Runde um den See und dann geh ich zu Madame Pomfrey. Hoffentlich ist es nichts Ernstes, ich muss doch noch die Aufsätze für Professor McGonagall und Professor Snape machen. Besonders bei Snape hab ich noch keine Ahnung, wie ich da am Besten anfange, denn sein Thema „Vollmondtränke bei Neumond" ist ziemlich weit reichend. Am besten werde ich erst einmal in die Bibl…" „Hermine! Jetzt hör doch mal auf, dir ständig um die Schule Gedanken zu machen", fuhr Harry ihr ins Wort. Er seufzte laut als er Hermines bedröppelte Miene sah. „Lass uns lieber gleich zu Madame Pomfrey gehen, die frische Luft läuft uns ja nicht weg." Also hakten Ron und Harry Hermine zwischen sich ein und gemeinsam gingen sie auf das Schlossportal zu.
Dort sahen sie einen Haufen Slytherins stehen, die aufgeregt miteinander tuschelten. Im Vorbeigehen hörten die drei nur einige Brocken. „… haben ihn im Krankenflügel behalten…" „…dann muss ich die Hausaufgaben in Zaubertränke nicht machen…" „… Snape den Termin wegen der Berufsberatung verschoben…" Schnell verstummten dann aber die Slytherins, als sie Harry, Hermine und Ron bemerkten. Diese huschten schnell durch das Portal in die große Eingangshalle und verzogen sich in eine Ecke. „Was? Snape ist krank?", plapperte Ron glücklich drauf los. „Pssst! Schrei hier nicht so rum. Du weißt es doch noch nicht mal, jeder könnte gemeint gewesen sein", meinte Hermine und ließ ihren Blick durch die Halle schweifen. Anscheinend hatte niemand Rons Gefühlsausbruch bemerkt. „Denn eigentlich verbreitet sich doch so eine Neuigkeit schneller als du ‚Berti Botts Bohnen aller Geschmacksrichtungen' sagen kannst." Hermine kam aus dem Nachdenken nicht heraus, sodass Harry nur den Kopf schüttelte, sie am Arm fasste und zur Treppe zog. „Lass uns in den Krankenflügel gehen, spekulieren können wir dann immer noch."
Komischerweise waren heute kaum Schüler im Schloss zu sehen, sicherlich waren (die) alle draußen, um das Wetter zu genießen. Vor der Tür des Krankenflügels stoppte Hermine abrupt. Erschrocken blickte Ron sie an: „Was ist denn nun los?" „Ja denkt ihr vielleicht, ich nehm euch mit rein? Ich hab 'ne leichte Erkältung und werde schon nicht daran sterben", meinte Hermine zornig zu den beiden, sodass Ron verlegen auf seinen Fuß blickte, mit dem er über die Fliesenfugen schabte. „Jah, schon, aber… Ich wollte gucken, ob Snape wirklich da drin liegt." Ein lautes Stöhnen von Hermine und ein Augenrollen von Harry waren die Antwort, sodass Ron sich rechtfertigen wollte.
„Als ob du nicht scharf drauf wärst, dass der krank ist, du kannst den doch überhaupt nicht leiden, seitdem er dir ‚nur' ein A in dem letzten Aufsatz gegeben hat." Wumm! Das hatte gesessen. „Ach, lass mich doch in Ruhe, Ron!", kreischte Hermine los, ihr wutentbrannter Auftritt wurde allerdings durch drei heftige Nieser gestört, sodass sie sich umdrehte und schnell durch die Tür in den Krankenflügel verschwand. Ratlos standen Ron und Harry vor der nun verschlossenen Tür, sie wussten, dass sie nicht mit hineingehen konnten, bis sie sich einig wurden im Gemeinschaftsraum zu warten. Schweigend gingen sie nun durch die Flure, bis sie vor dem Porträt der Fetten Dame ankamen.
„Passwort?", fragte diese in ihrer hohen Stimmlage. „Fliegende Schreibefeder", kam es aus zwei Mündern. Lachend krabbelten die beiden Freunde nun durch das Loch, das sonst durch das Bild verdeckt wurde. „Harry, Ron, habt ihr schon das Neuste gehört? Snape ist krank, der liegt im Krankenflügel, wohl irgend so eine ansteckende Schnupfkrankheit. Die nächste Woche haben wir kein Zaubertränke, ist das nicht genial?"
Lee Jordan war der Verkünder dieser wunderbaren Nachricht, die ein breites Grinsen auf Harrys Gesicht zauberte. Auch Ron war hin und weg: „Dann muss ich den Aufsatz doch nicht mehr heute Abend schreiben, herrlich." Sein Blick fiel auf Harry, der immer noch leicht dümmlich grinste. „Alles klar Harry?" „Jah, bei mir schon. Aber denk doch mal an Hermine…" Schallendes Gelächter von Harry und Ron drang durch den Gemeinschaftsraum und zog die verwunderten Blicke der anderen Gryffindors auf sie.
Hermine wurde von Madame Pomfrey, die bei dem ersten Blick auf das Mädchen schon ein ‚Um Gottes willen' ausstieß, in das Büro der Krankenschwester gelotst. Noch bevor Hermine zu Wort kam, plapperte die Heilerin schon los. „Ach je, ach je, das sieht mir doch auch nach der ‚Schnozinitis' aus. Häufiges Niesen?"
Ein schnelles Nicken Hermines, zu einer gesprochenen Antwort hatte sie keine Chance. „Wenn du schnaubst, ist das sehr laut und lang?" Ein erneutes Nicken Hermines, während Madame Pomfrey nun zig Runden um sie drehte, um von jeder Seite ihre Untersuchungen machen zu können. „Und immer wieder so einen Druck im gesamten Kopf?" „Ja, aber ich dachte das kommt von dem Stress d…" „Nein, nein Kindchen, das ist die ‚Schnozinitis'. Du bist nicht der erste Fall, aber es ist hochansteckend, sodass ich dich in einen gesonderten Raum stecken muss." Hermine blickte die Krankenschwester entsetzt an. „Auf keinen Fall. Ich kann nicht hier bleiben. Ich muss doch in den Unterricht. Ich…" Auch diesmal konnte sie nicht aussprechen. Madame Pomfrey schob ihr einen Löffel mit einer grünlichen Flüssigkeit in den Mund.
„Kindchen, du musst jetzt erstmal gesund werden. Die Lehrer machen euch doch alle nur noch kränker, du wirst sehen wie gut es dir geht, wenn du die Krankenstation verlassen hast. Die Medizin hier, ist gut für dich, damit werden erstmal die Niesanfälle und das Schnauben verringert. Nun habe ich aber ein Problem… Ich habe nur einen Raum für Schnozinitis-Betroffene, und in dem liegt schon Professor Snape. Aber ich kann es nicht ändern, und es ist ja nicht für lange. Komm mit."
Hermine saß mit schreckgeweiteten Augen da und konnte sich nicht mehr bewegen. „P-p-professor… Professor S-snape?" Madame Pomfrey wuselte kopfschüttelnd, sie verstand Hermines Panik nicht, zu ihr, zog sie vom Stuhl und schob sie vor sich her. „Ja, der, nun komm schon, ich habe noch andere Patienten hier."
Widerwillig ließ sich Hermine in das Nebenzimmer bugsieren. Im hintersten Bett sah sie einen schwarzen Haarschopf, das Gesicht dazu war zum Fenster gedreht. „Verschonen Sie mich mit weiteren Medikamenten, mein Magen rebelliert jetzt schon!", hörte Hermine die ölige Stimme des Zaubertränkemeisters.
„Nein, nein, ich bringe nur eine neue Zimmergenossin. Leider habe ich keinen anderen Raum, Sie werden sich sicher verstehen. So Hermine, leg dich ins Bett, ich komme gleich nochmal nach dir schauen." Urplötzlich hatte sich der schwarze fettige Haarschopf aufgerichtet, Hermine hatte nun die hundertprozentige Sicherheit, dass es Severus Snape war.
„Miss Granger? Was machen Sie denn hier? Madame Pomfrey, haben Sie nicht noch irgendeinen anderen Raum, ein kleines Zimmer? Notfalls lege ich mich in eine Besenkammer, aber Sie können mich doch nicht mit meiner Schülerin in einem Raum lassen." Die Stimme des Professors klang entsetzt, seinem Blick nach zu urteilen, könnte man denken, man hätte ihm einen Niffler in sein Nachthemd gesteckt.
„Severus, legen Sie sich sofort wieder hin. Ich habe Ihnen doch verboten aufzustehen. Das sind höchstens drei Tage, die Sie mit Miss Granger in dem Zimmer hier bleiben, und ich sage in dem Zimmer hier. Hermine, leg dich nun auch endlich hin!" Vor sich hin brabbelnd und leise Beschimpfungen ausstoßend, schmiss sich Professor Snape wieder in sein Bett, drehte sich jedoch auch sofort wieder zum Fenster. Hermine legte sich auch unter ihre Decke, drehte sich jedoch in Richtung der Tür. Madame Pomfrey registrierte das Verhalten ihrer beiden Patienten wohlwollend und wackelte aus dem Zimmer – nicht ohne die Tür mit einem lauten Knall zu schließen. Schweigend lagen sie nun da.
Niemand sagte ein Wort, bis Snape sich zu Hermine umdrehte und aufrichtete: „Wenn Sie schon mit mir in einem Zimmer liegen müssen, seien Sie wenigstens ruhig und stören Sie nicht meine Genesung!", sagte er barsch zu ihr. Die Angesprochene blickte verwirrt zu ihrem Lehrer. „Aber ich sag doch gar nichts, ich liege doch einf…" „Ja bevor Sie vielleicht auf die Idee kommen, und Ihre noch nicht fertigen Aufsätze oder sonstigen Hausaufgaben hier zu erledigen, was ich Ihnen durchaus zutrauen würde, wollte ich dem mal vorsorgen." Hermine kniff die Lippen zusammen und sagte kein Wort. Wütend blickte sie ihren Lehrer an. In dem Moment flog die Tür auf und Madame Pomfrey kam hinein gewuselt. „Soooo, und nun noch einmal die Medikamente. So wie es aussieht, liegt ihnen beiden ja viel an einer raschen Genesung." Sie tippelte von Hermine – die das Gesicht angewidert verzog, als sie die nun rötliche Masse trinken musste – weiter zu Professor Snape. „Ach Poppy, nicht schon wieder dieses eklige Zeug. Die Krankheit geht doch sicher auch so…" Weiter kam er nicht. Die Krankenschwester stopfte den Löffel in seinen Mund, sodass ihm nur eine Chance blieb – das Medikament zu schlucken. Bevor er ihr Beschimpfungen an den Kopf werfen konnte, wackelte sie mit einem „Bis später!" zur Tür hinaus.
Erneut breitete sich Stille aus. Plötzlich bekam Snape eine Niesattacke, die mit einem lauten ‚Brööööööööööööt' in seinem – weiß mit rosa Rosen verzierten – Taschentuch endete. Hermine seufzte. Und begann selber zu niesen. „Haaatschi, haaatschi, haatschi, haaatschi, haaatschi." Nervös suchte sie nach einem Taschentuch, konnte aber keines finden. Sie wusste genau, sie hatte sich mehrere eingesteckt – und plötzlich dämmerte ihr es, wo sie jetzt waren: Im Büro der Krankenschwester. Sie schlüpfte aus dem Bett und ging zur Tür, wollte sie öffnen – doch diese war verschlossen. Hermine rüttelte – ohne Erfolg. „Madame Pomfrey? Madame Pomfrey!", schrie sie durch die Tür, verbunden mit einem ständigen Drücken der Türklinke. Die Krankenschwester hatte sie tatsächlich eingeschlossen – mit Severus Snape.
In dem Bett am Fenster raschelte es, der Professor setzte sich auf und schaute belustigt zu Hermine. „Miss Granger, Sie haben eine ansteckende Krankheit, denken Sie wirklich, Sie könnten damit so einfach durch das gesamte Schloss spazieren? Ich hätte Sie schon ein wenig klüger eingeschätzt", leierte die ölige Stimme Snapes zu ihr herüber. Er lehnte sich mit einem süffisanten Grinsen an sein Kissen und verschränkte die Arme hinter seinem Kopf. Währenddessen suchte sich Hermines Rotze den Weg aus der Nase. „Ach, und mehr Umgangsformen habe ich auch von Ihnen erwartet. Nehmen Sie sich ein Taschentuch von mir, ich habe genügend." Er machte eine kurze Bewegung in Richtung des Fensterbrettes, auf dem Hermine einen Stapel fein säuberlich übereinander gelegter Stofftaschentücher sah – verziert mit rosa Rosen. Sich ein Grinsen verkneifend, huschte sie zum Fensterbrett, nahm sich ein Taschentuch und brööööööööööötete hinein.
„Danke Professor Snape", meinte sie kleinlaut, knüllte das Tuch verlegen in ihre Hand und krabbelte zurück ins Bett – immer noch den Blick des Lehrers auf sich spürend. „Ach nein, wie nett, wir besitzen doch noch höfliche Umgangsformen. Das hätte ich nach Ihrem kleinen Ausraster in meiner letzten Unterrichtsstunde gar nicht erwartet", meinte Snape und zog eine Augenbraue hoch.
Hermines Gesicht glich einer Tomate, so verlegen war sie. Der Professor hatte recht, sie hatte sich wirklich nicht gut benommen. Aus Wut über ihr A beim letzten Aufsatz hatte sie Snape angeschrien, dass er die Aufgabenstellung nicht ordentlich formuliert hätte und somit keine genauen Aussagen der Schüler erwarten könne. Sie hatte noch nie dermaßen in Gegenwart eines Lehrers die Kontrolle über sich verloren. Langsam ihre Knie an ihren Körper ziehend, blickte sie vorsichtig in das Nachbarbett hinüber – in ein grinsendes Gesicht.
Nachdem sie einige Sekunden mit ihrer sprachlosen Verwirrung kämpfte, räkelte sich Snape genüsslich in seinem Bett. Allem Anschein nach hatte er keine Probleme mehr, mit einer Schülerin – noch dazu einer Gryffindor – auf engstem Raum eingeschlossen zu sein. Kleinlaut begann Hermine zu reden: „Professor Snape, ich… ich möchte mich für mein Verhalten entschuldigen. Ich hatte mir einfach eine bessere Note ausgerechnet, da ich wirklich zwei komplette Nächte an dem Aufsatz gesessen habe. Und wir müssen auch ein wenig auf die Noten achten, da bald die ZAGs anstehen." Nervös friemelte sie an ihrer Bettdecke herum. Nieste dreimal. Brötete in ihr Taschentuch.
„Ach Miss Granger, als ob ich Ihnen böse sein könnte. Jetzt schauen Sie mich nicht so erschrocken an" – sie tat es dennoch, immerhin war Snape das Ekel in Persona – „Ich mag Sie. Sie sind ein kluges junges Fräulein, aber leider im falschen Haus gelandet, jedenfalls meiner Meinung nach." Ein liebevolles Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus und wurde durch ein Niesen unterbrochen. Hermine rang mit den Worten. „A-aber Professor, Sie nutzen doch jede Möglichkeit, um mich vor der ganzen Klasse zu demütigen. Ich verstehe nicht ganz, was Sie jetzt meinen." Amüsiert über das völlig zerstreute Gesicht seiner Schülerin, schob er die Bettdecke beiseite und ging zu Hermines Bett.
Behutsam setze er sich. Hermine zog die Knie näher an sich heran, sie war immer noch durcheinander ob des Verhaltens des Zaubertränkemeisters. „Ich sollte Ihnen vielleicht einiges erklären", begann Snape mit einer so liebevollen Stimme, wie es Hermine nicht in ihren kühnsten Träumen eingefallen wäre. „Ich verehre Sie schon seit langem, seit Sie in Ihrer ersten Zaubertränkestunde vor mir saßen. Vielleicht ist das hier nicht der richtige Ort, aber es wird Zeit, dass ich Ihnen die Wahrheit sage. Sie haben nichts dagegen, wenn ich Hermine sage?" Ein langsames Kopfschütteln war die Antwort. „Gut, Hermine, ich habe mich in dich verliebt. Ich weiß, ich bin dein Lehrer. Ich darf dich nicht lieben", fügte er schnell hinzu, als Hermine etwas sagen wollte. Er legte seine Hände auf ihre Knie, rutschte näher an sie heran, klammerte sich an ihren Knien fest. „Hermine, wenn es einen Zaubertrank gegen die Liebe geben würde, ich hätte ihn gebraut, um dem täglichen Schmerz zu entfliehen. Es zerreißt mir jeden Tag das Herz dich zu sehen und genau zu wissen, dass meine Sehnsucht keine Chance hat." Seine Stimme zitterte, und sein nun trauriger Blick traf Hermines Augen.
Diese war nun völlig durcheinander. Fassungslos über das eben Gehörte blickte sie Severus Snape an. Dieser hingegen schaute sie nun erwartungsvoll an. Was in aller Welts Namen erwartete er jetzt von ihr? Rein theoretisch hätte sie laut losschreien müssen, nach Madame Pomfrey brüllen, ihren Zauberstab zücken – doch sie tat es nicht. Stattdessen beugte sie sich nach vorn, nahm das Gesicht von Severus Snape in ihre Hände und küsste ihn. Seine Arme umfassten zärtlich ihre Hüften, glitten dann weiter ihren Rücken hinauf, bis sie in ihrem buschigen Haar ankamen und sich dort festkrallten. Der Kuss dauerte lange, und völlig außer Atem verharrten sie schließlich – sich tief in die Augen schauend. Snapes Hände verborgen in Hermines Haar, ihre lagen verschränkt in seinem Nacken. Er lächelte sie mit dem bezauberndsten Lächeln an, dass sie je gesehen hatte. „Dass heißt, du liebst mich auch Hermine?" „Ja, ich habe mich schon lange gefragt, was das für ein Gefühl ist, wenn ich dich ansehe: Dieses Kribbeln. Nun weiß ich es."
Es folgte ein weiterer, langer und inniger Kuss. Sanft drückte Severus Hermine in die Kissen, verwöhnte sie mit seinen Berührungen am Hals, im Gesicht – an jeder freien Stellen ihres Körpers. Hermines tiefe Atemzüge begleiteten ihn dabei. Langsam und bedächtig schoben sich seine Hände unter ihr Nachthemd, doch sie stoppte ihn. „Severus", flüsterte sie, „wir können doch nicht hier…" Ein weiterer Kuss verhinderte, dass sie fortfahren konnte. „Natürlich können wir, wer sollte uns stören?", hauchte er. Seine Hände suchten sich weiter den Weg über Hermines Körper, fast nebenbei streifte er seine Hose von seinen Beinen. ‚Himmel, warum trug dieser Mann keine Unterhosen?', fragte sich Hermine. Sie war jetzt schon völlig verrückt, nur durch seine bloßen Berührungen. Sie merkte sein hartes Glied an ihren Oberschenkeln, während er langsam ihr Höschen herunter streifte. Wie machte er das überhaupt, er musste doch mehr als zwei Hände haben, so wie er sie verwöhnte.
Draußen hörten sie ein Poltern, doch dass störte die beiden nicht. Völlig nackt lagen sie nun zusammen in Hermines Bett. Severus war so liebevoll, dass sich Hermine ihm völlig hingab. Dann merkte sie, wie sein Glied sich immer näher an ihre Scheide schob. Langsam, doch sie konnte es kaum abwarten. Und dann drang er so tief und so fest in sie ein, dass ihr fast die Luft wegblieb. Seine kurzen, harten aber dennoch liebevollen Stöße ließen das Bett knarren und Hermine auf Wolke 7 abheben. Sie keuchte, krallte ihre Hände in seinen Rücken und umschlang seine Beine mit ihren, sodass sie ihn noch tiefer in sich drücken konnte. Sein Stöhnen kam zeitgleich mit ihrem und fast zusammen erreichten sie den Orgasmus.
Severus rollte sich von Hermine neben sie, umfasste sie mit seinen Armen und liebkoste sie weiter. Minutenlang lagen sie einfach nebeneinander, blickten sich tief in die Augen und benötigten keine Worte.
Das Poltern vor der Tür wurde lauter, und plötzlich stand Madame Pomfrey im Zimmer – schockiert von dem leeren Bett zu dem nun doppelt besetzten Bett blickend.
Ende
