°Zeitmaschine betätige° Wir sind nun ein Stück in die Zukunft gereist, um uns an den Schandtaten von James Potter Junior zu erfreuen. Oder ist der Bursche am Ende gar kein ‚Rumtreiber'? Till hat das auf Eos Wunsch hin mal ganz genau unter die Lupe genommen ;)


Die nicht geplante Reise

oder

Die geheime Hütte im Wald

„Schnell. Kommt schon." Sie hasteten durch die dunklen, verlassenen Gänge. Hinter ihnen konnten sie die immer lauter werdenden Schritte ihres Verfolgers hören. Er konnte nicht mehr weit entfernt sein. Wie oft waren sie schon in dieser Situation gewesen und immer konnten sie sich in letzter Sekunde retten. So auch heute. Sie kamen an eine Tür.

„Hier rein." Sie stürzten in den Raum und schlossen die Tür. Zum ersten Mal seit zehn Minuten konnten sie wieder richtig atmen. Draußen hörten sie Schritte vorbei eilen. Sie waren wieder einmal nur knapp der Entdeckung entgangen. James atmete auf und schaute in die Gesichter seiner zwei Freunde Dan und Roxanne. Vor nicht mal einer halben Stunde hatten sie den Gemeinschaftsraum der Gryffindors verlassen, um das Schloss zu erkunden. In dieser Nacht war ihr Ziel der zweite Stock gewesen. Am Tag zuvor hatten sie mitbekommen, wie Prof. Longbottom, ihr Kräuterkundelehrer, mit Prof. Sinistra, welche Astronomie unterrichtete, sich in eben diesem Gang über einen Geheimgang unterhalten hatten.
James Idee war es gewesen, in der Nacht wieder zu kommen und genauere Nachforschungen anzustellen. Seine Freunde Dan und Roxanne, die genau wie James sehr abenteuerlustig waren, hatten sofort zugestimmt.

Doch hatten sie nicht mit Filch, dem Hausmeister, gerechnet. Per Zufall trafen sie sich im dritten Stock. James und die anderen konnten nur von Glück reden, dass es zu dunkel war, um irgendwelche Gesichter zu erkennen. Also machten sich die drei daran, zu fliehen. Zehn Minuten taten sie nichts anderes, als zu rennen und zu hoffen, dass sie einen Ausweg fanden. Da standen sie nun in einem Raum, der sich als leeres Klassenzimmer entpuppte.

„Ich glaube, Filch ist weg", sagte Dan.
Und Roxanne fügte hinzu: „Wir hatten aber auch Pech."
„Ich schlage vor, dass wir uns in den Gemeinschaftsraum zurück schleichen. Wir haben unser Glück heute schon genug strapaziert."
„Sei doch kein Angsthase, Dan."
„James, ich finde aber auch, dass es für heute reicht", stimmte Roxanne Dan zu.
„Ok, ok", gab sich James geschlagen, „und du willst Georges Tochter sein." Er öffnete vorsichtig die Tür und spähte hinaus.

„Keiner zu sehen", sagte er und schlich vorsichtig den andern beiden voran. Sie schafften es sogar, ohne entdeckt zu werden zum Portrait der fetten Dame. Diese war gar nicht begeistert, dass sie von den dreien aus dem Schlaf gerissen wurde und hielt ihnen erst einmal eine Strafpredigt, bevor sie sie einließ. Dies ließen die drei kommentarlos über sich ergehen und als sie endlich im Gemeinschaftsraum waren, wollten alle drei nur noch in ihr Bett. Sie verabschiedeten sich und gingen schlafen.

Am nächsten Morgen, es war Samstag, wachte James recht früh auf. Als er aus dem Fenster sah, konnte er kaum seinen Augen trauen. Das Gelände von Hogwarts sah aus wie verzaubert. Alles glitzerte im Schnee. James war außer sich vor Freude. Er liebte den Schnee und heute war auch ein Besuch in Hogsmeade angesagt. Der Tag konnte nicht schöner werden.

Nach dem Frühstück machte sich James zusammen mit Dan und Roxanne auf den Weg nach Hogsmeade. Sie schritten durch den hohen Schnee Richtung Tor und waren bester Laune.
Auch Neville Longbottom war bester Laune. Er saß zur selben Zeit in seinem Büro, las Aufsätze von Schülern und freute sich schon auf den Nachmittag, an dem er mit einigen Lehrerkollegen in die „Drei Besen" gehen würde.

Sowohl Neville als auch James wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies einer ihrer merkwürdigsten Tage werden sollte, seit dem Ende Voldemorts.

Es war Abend geworden und es war bereits dunkel, als James, Dan und Roxanne wieder im Schloss waren. Als sie es sich im Gemeinschaftsraum bequem gemacht hatten, fragte James: „Und? Was machen wir heute Abend noch? Wie wäre es mit dem 2. Stock?"
„Ich glaube, ich geh gleich ins Bett", gähnte Roxanne.
„Ich auch", meinte Dan. „Heute war es ziemlich anstrengend und gestern sind wir auch nicht besonders früh ins Bett." „Kommt schon. Was ist denn los?", wollte James wissen. „Normalerweise seid ihr doch nicht so langweilig."
„Nee. Wirklich nicht, James. Heute nicht. Vielleicht morgen. Ich werde jetzt gehen. Gute Nacht." Mit diesen Worten verabschiedete sich Dan von den anderen beiden und ging in Richtung Schlafsaal.
„Komm schon, Roxanne." James versuchte, Roxanne zu überreden.

„Ich geh jetzt auch. Gute Nacht, James. Und stell nicht mehr so viel Unsinn an." Sie ließ ihn alleine in seinem Sessel zurück.

„Ach, geht doch alle. Dann mach ich mir eben alleine einen schönen Abend", nuschelte er vor sich hin. Schmollend wartete er ein wenig, bis sich der Gemeinschaftsraum beinahe ganz geleert hatte, dann ging er zum Portrait der fetten Dame und verließ den Turm.
Es schien ein ruhiger Abend zu sein. Er schlich die Gänge entlang und begegnete niemandem.
Am Absatz zur Treppe im vierten Stock stockte er. Hatte er dort unten etwas gehört? Nein. Einbildung. Er schlich weiter und weiter. Niemand war dort unten.
James bog in den Korridor des zweiten Stocks ein und stand plötzlich vor Neville Longbottom.

Ihm sackte das Herz in die Hose.
„Was machst du hier, James? Wieso bist du nicht in deinem Schlafsaal?" James antwortete nicht und schaute nur betreten zu Boden.
„Du bist zwar der Sohn einer meiner Freunde, aber trotzdem kann ich dir das nicht durchgehen lassen. Komm bitte mit."
James folgte Neville still. Sie gingen eine Weile und nach einiger Zeit blieb Neville plötzlich abrupt stehen. „Wo sind wir hier? Hier war ich noch nie."
„Ich auch nicht, Sir" antwortete James. „Ich glaube, wir haben uns verlaufen."
Weder Neville noch James wussten, wo sie sich befanden. Obwohl Neville sich sicher war, dass er den Weg zu seinem Büro keinen Zentimeter verlassen hatte, hatten sie sich verlaufen.

„Jetzt wäre diese Karte von deinem Vater sehr hilfreich", erwiderte Neville.
„Welche Karte?"
„Oh, hat er dir nichts von ihr erzählt? Ok, dann vergiss es. Komm, wir versuchen es mal mit dieser Tür." Vorsichtig späte er in den Raum. Es war dunkel und er konnte nichts sehen.
„Lumos." Sein Zauberstab flammte auf und warf den Raum ins Halbdunkle. Es war ein Raum voller Bücher.
„Das sieht aus wie die Bibliothek. Aber wir sind doch in einem ganz anderen Bereich des Schlosses." Sie betraten den Raum und schauten sich ein wenig um.

Plötzlich rief James ganz aufgeregt: „Prof. Longbottom, kommen Sie! Schnell."
„Was ist?" Neville eilte zu James. Dieser stand vor einem Regalfach mit der Aufschrift Heutige Ausgabe des Tagespropheten.
„Schauen Sie sich das Datum an: 12.12.2208." Neville schaute sich auch die anderen Zeitungen an. Alle trugen das Jahresdatum 2208.
„Wir sind 200 Jahre in der Zukunft. Wie kann das sein? Wir sind doch nur durch diese Tür... Moment..." Neville wuselte davon.
„Warten Sie, Professor." James eilte ihm nach. Neville ging einige Regalreihen lang und zog plötzlich ein Buch aus einem dieser Regale. Es war „eine Geschichte von Hogwarts".

Er berichtete James: „Vor einigen Wochen hat mir Prof. McGonagall von einer alten Legende erzählt. Angeblich würde man an einem ganz bestimmten Tag alle 200 Jahre in die Zukunft reisen können. Warte, ich lese es nach." Neville blätterte eine Weile im Buch. Dann:
„Hier ist es: 'Alle 200 Jahre im Dezember kann man durch eine Tür im dritten Stock durch die Zeit reisen. Viele Wissenschafter des Zaubereiministeriums haben in den letzten Jahren versucht, diese geheimnisvolle Tür zu finden. Doch erfolglos. Auch ist nicht bekannt, wann es wieder so weit ist. Der Ursprung dieser Legende liegt bei einem der ersten Schulleiter von Hogwarts nach dem Tod der vier Gründer. Es wird gesagt, dass dieser Schulleiter in einem geheimen Raum mit der Zeit experimentierte und sich plötzlich 200 Jahre in der Zukunft befand. Ein Tagebucheintrag der damaligen Bibliotheksleitung besagt: 'Plötzlich stand ein Mann vor mir. Er war ganz verwirrt und er kam mir auch bekannt vor. Ich begleitete ihn zum Schulleiter, wie er es wünschte. Dort verließ ich ihn und sah nichts mehr von ihm. Später wurde mir bewusst, woher ich ihn kannte. Von einem Bild eines Schulleiters, der allerdings schon ungefähr 200 Jahre tot war.' Leider ist nicht bekannt, wie er wieder zurückkehrte, doch es ist durch seine Todesurkunde belegt, dass er es schaffte. Vermutungen besagen, dass er es durch weitere Experimente schaffte, die er in einer Hütte, tief im Wald, durchführte.' James, ich vermute dies ist uns geschehen und wir müssen diese Hütte finden."

„Toll. Ein neues Abenteuer. Und ich war noch nie im Wald." Es fing an, hell zu werden.
„Als erstes sollten wir einen sicheren Platz suchen. Ich denke, es wäre nicht so gut, wenn uns jemand sieht."
Also verließen sie den Raum und überlegten, wo sie ein gutes Versteck für den Tag finden würden, da beide übereinstimmten, dass es besser sei, lieber nachts zu suchen, als tagsüber. Die Gefahr entdeckt zu werden, war doch sehr hoch.
„Wie wäre es mit dem Raum der Wünsche? Das weckt bei mir alte Erinnerungen", schlug Neville vor. Als sie den Raum der Wünsche endlich betraten, war es schon beinahe ganz hell geworden.
Wie immer hatte sich der Raum wieder den Wünschen der Eintretenden angepasst. An der einen Seite waren zwei große Fenster eingelassen und auf der gegenüberliegenden Seite hing eine riesige Uhr an der Wand. Im Raum standen außerdem noch zwei gemütliche Sessel und viele Beschäftigungsmöglichkeiten, um ihnen das Warten zu erleichtern.

Als es schließlich dunkel wurde und die Uhr an der Wand 10 Uhr anzeigte, stand Neville von seinem bequemen Sessel auf.
„Ich denke, es wird Zeit. Hoffentlich haben sich die Zeiten der Bettruhe in den letzten 200 Jahren nicht geändert."
James legte das Buch über Quidditch weg, in dem er den ganzen Tag gelesen hatte und stand ebenfalls auf.

Leise verließen sie den Raum der Wünsche und machten sich auf den Weg zum Wald. Sie waren noch nicht weit gekommen, als sie plötzlich Schritte wahrnahmen. Schnell zog James Neville in eine Besenkammer und schloss die Tür. Es waren zwei Personen.
„Prof. Wernam, nach unseren Berechnungen zufolge war es letzte Nacht wieder so weit. Jemand war letzte Nacht in der Bibliothek."
„Ich weiß nicht, ob das ein wirkliches Indiz für die Wahrheit dieser Legende sein soll."
„Aber Schulleiter, wir sollten sicherheitshalber diese Hütte bewachen lassen. Es wäre eine Sensation für die ganze magische Gemeinschaft. Zauberer, die in die Zukunft gereist sind."
„Meinetwegen. Machen Sie, was Sie für richtig halten, Professor."
Die Schritte entfernten sich. Neville ließ seinen Zauberstab aufleuchten und die beiden schauten sich schockiert an.

„Oh Gott. Anscheinend hat dieser Mann Nachforschungen angestellt und hat herausgefunden, dass die Legende wahr ist. Und so wie sich das angehört hat, scheut er auch nicht über Leichen zu gehen, um das zu beweisen. Wenn der uns in die Finger bekommt, kommen wir wahrscheinlich nie wieder nach Hause."
„Keine Angst, James. In ähnlichen Situationen war ich in meiner Jugend oft. Da fühlt man sich gleich wieder jung." Neville schien in alten Erinnerungen an die DA zu schwelgen.
„Kommen Sie, Prof. Longbottom. Ich glaube, wir sollten uns beeilen."
„Du hast Recht. Auf geht's." Sie verließen die Kammer und waren erleichtert, dass niemand zu sehen war. Dieses Gespräch, das sie gezwungenermaßen mitanhören mussten, war doch ein Schock für sie beide gewesen. Keiner mochte sich ausmalen, wie es sein würde, nie wieder in ihre Zeit zurück zu kommen.

Sie wagten es kaum, fest aufzutreten. Sie könnten ja entdeckt werden. Doch zu ihrem Glück schafften sie es zum Schlossportal, ohne jemandem zu begegnen. Auch konnten sie mühelos zum Waldrand eilen. Nun aber stellte sich ihnen eine weitere Frage.
„Jetzt müssen wir nur noch diese Hütte finden, in sie gelangen und einen Weg finden, zurück zu reisen." James entging nicht, dass Neville dies mit einem Unterton sagte, als ob er glaubte, dass es unmöglich sei.
Zur Aufmunterung sagte er: „Wir schaffen das schon. Am besten fragen wir jemanden nach dem Weg."
„Haha. Gute Idee, James. Wir gehen zurück zum Schloss und fragen: 'Hallo! Wir sind die, die aus der Vergangenheit kommen. Wir wollten mal fragen, wo diese Hütte ist, mit der wir zurück finden.'
Sehr gute Idee."
„Nein. Das war anders gemeint, Prof. Longbottom. Es gibt oder besser gesagt es gab mal Zentauren im Wald. Vielleicht gibt es sie ja immer noch und vielleicht helfen die uns."
„Ein Versuch ist es wert. Ok, machen wir uns auf die Suche." Insgeheim hoffte Neville aber, dass sie auf der Suche eher auf das Haus stoßen würden, als auf die Zentauren, da er viele Geschichten über nicht sehr freundliche Zentauren kannte.

Sie hatten Glück. Nach nicht allzu langer Zeit trafen sie auf einen Zentauren.
Er rief ihnen entgegen: „Halt, bleibt stehen. Wer seid Ihr? Gebt Euch zu erkennen." Langsam näherte er sich ihnen.
„Euch kenne ich nicht. Wer seid ihr? Ihr seid nicht vom Schloss. Dort kenne ich alle."
„Wir haben uns verirrt. Wir sind auf der Suche nach einer Hütte."
„Hier im Wald gibt es keine Hütte. Nur die eine, aber..." er stockte. „Ihr seid die beiden aus der Vergangenheit. Die Sterne lügen nicht. Sie haben mir verraten, dass ihr kommt. Ihr seid Freunde von Firenze. Er lebte in eurer Zeit. Pluto steht im siebten Haus. Ich wusste es." Der Zentaur war ganz begeistert. Neville, der beim Anblick des Zentauren gedacht hatte, dass dieser sie nun verraten werde begann sich zu fassen und fragte: „Woher kennst du Firenze? Er müsste doch schon länger tot sein."
„Die Sterne werden ihn nie vergessen. Und wir auch nicht. Er ist einer der berühmtesten Zentauren. Firenze hat uns in eine Zusammenarbeit und Gemeinschaft mit den Zauberern geführt.
Aber zurück zu euch. Ihr sagtet, ihr sucht die Hütte des Zeitreisenden, wie wir ihn nennen. Die Sterne mochten ihn sehr. Ich werde euch den Weg zeigen, werte Freunde des Firenze."

Er schritt ihnen voran und nach einem weiteren Fußmarsch erreichten sie den Rand einer großen Lichtung.
„Ab hier müsst ihr alleine weiter. Viel Glück." Und ohne, dass sie noch etwas erwidern konnten, war der Zentaur im Unterholz verschwunden.
Die Hütte stand in der Mitte der Lichtung. Man konnte schon von außen sehen, wie alt sie war. Vor der Tür, die in ihre Richtung zeigte, standen vier Männer, die sie wohl bewachen sollten. Sie unterhielten sich in einem gedämpften Ton. James sagte: „Ich lenke sie ab."
„Nein. Warte. Ich hab eine bessere Idee..." Doch schon war James aus dem Gebüsch gesprungen und brüllte vor sich hin.

Die Männer drehten sich sofort um. Neville musste handeln. Er sprang James hinter her und aus seinem Zauberstab flogen, dicht gefolgt, zwei Flüche. Zwei der Männer lagen nur wenige Sekunden später bewusstlos im Gras. Bevor der dritte sah, wie ihm geschah war auch er von Nevilles Fluch getroffen. Bevor er jedoch auch noch den letzten ausschalten konnte, hatte dieser bereits einen Schwall roter Funken in die Luft geschickt und damit Alarm geschlagen. Nun mussten sie sich beeilen.

Nachdem der letzte im Gras lag, sagte Neville zu James: „Handle nie wieder so unüberlegt. Das hätte unser Ende sein können." James schaute ihn nur voller Verwunderung an und fragte: „Wo haben Sie so kämpfen gelernt?"
„Von deinem Vater. Und jetzt komm."

Sie schritten auf die Tür zu. Neben der Tür stand auf einem kleinen Messingschild: 'Nur jene, die auch einen wichtigen Grund haben, werden diese Tür passieren können.'
„Ich denke, dass damit gemeint ist, dass alle, die in ihre Zeit zurück wollen, durch diese Tür gehen können und die anderen aber nicht." Das war auch die Erklärung, wieso die Bewacher der Hütte draußen standen und nicht rein gegangen waren.
Neville ging voran. Er streckte seine Hand aus, um den Türgriff zu packen, doch er konnte ihn nicht fassen. Stattdessen glitt seine Hand durch die Tür und auch er konnte mühelos durch die Tür die Hütte betreten. James folgte ihm.

Die Hütte bestand aus nur einem Raum. An der Wand waren ein paar Fenster eingelassen und es hingen dort auch viele verschiedene Uhren. In der Mitte stand ein Tisch. Auf ihm lag ein Stück Pergament. James trat vor und las laut: „'Lieber Leser, da ich nicht an meinen Zauberkünsten zweifle, denke ich, dass ich richtig liege, wenn ich sage, dass Du auch ein Gestrandeter in der Zukunft bist. Schande über mich, denn ich habe dieses Problem hervorgerufen. Doch zum Glück habe ich nach jahrelanger Forschungsarbeit in dieser Zukunft einen Weg gefunden, wie man in seine eigene Zeit zurückkehren kann. Ich hoffe, dass diese Hütte und ihr ganzer Inhalt auch nach meiner Abreise weiter bestehen werden. Ich werde nicht ruhig schlafen können, wenn ich weiß, dass wegen mir Zauberer nicht wieder in ihre alte Zeit zurück können. Leb wohl und ich wünsche Dir viel Glück. Die Zauberformel, die Du sprechen musst, um zurück zu kommen, findest Du auf der Rückseite.'"

Von draußen drangen Stimmen zu ihnen hinein. Unter anderen die Stimme des Mannes, den sie bereits im Gang gehört hatten.
„Benutzt Flüche. Öffnet mir diese Hütte. Wir dürfen sie nicht entkommen lassen."
„Schnell, James. Zeig mir die Formel. Die sind bestimmt bald hier drinnen."
James drehte das Pergament um. Dort stand: „'Drehe dich dreimal links herum im Kreis und sage dabei sechs mal Remigro.'"
„Das hört sich aber nicht sehr vertrauenswürdig an", sagte Neville. „Egal, wir haben keine Zeit."
Die Hütte war schon beinahe aufgebrochen. „Du gehst zuerst, James." Dieser drehte sich dreimal, sagte die Formel und war verschwunden.
Auch Neville begann mit der Formel. Auf einmal zerbarst die Wand der Hütte und gerade, als Neville verschwand, sah er noch in die Gesichter von sechs verwirrten Männern.

Wenige Sekunden später landete er neben James in der Bibliothek. James hatte bereits einen Tagespropheten in der Hand. Er jubelte: „Wir haben es geschafft. Wir sind wieder in unserer Zeit." Neville blickte auf die Uhr. Anscheinend waren sie keine zehn Minuten weg gewesen, obwohl es über einen Tag gedauert hatte, bis sie wieder daheim waren. Er war glücklich. Dieses Abenteuer war dann doch etwas zu viel für seine Nerven gewesen. Es hatte ihn zwar an früher erinnert, aber er war doch älter geworden.

„Freu dich nicht zu früh, James. Wir gehen jetzt erst einmal in mein Büro und reden über deinen nächtlichen Ausflug."
James verging das Lachen auf der Stelle. Auch dieses Abenteuer endete, wie die meisten seiner vorherigen. Im Büro irgendeines Lehrers. Aber trotzdem würde James in nächster Zeit viel darüber erzählen und es auch so schnell nicht wieder vergessen.

Ende