Hm, eigentlich ist es ja nicht wirklich ein Grund, aber da Lupin am 18.1 Geburtstag hat, haben wir seine Geschichte kurzerhand hinter dem heutigen Türchen versteckt ;)

Passend zu Lupins Nick besuchen wir heute Tonks und Lupin, welche mitten in den Weihnachtsvorbereitungen stecken. Was alles geschieht? Tja, das müsst ihr Schon Odette fragen – oder ihr fangt einfach an zu lesen ^^


Weihnachten bei Lupin und Tonks

Die Tage wurden kürzer und es wurde immer kälter. Die Leute huschten durch die Straßen und alles war toll geschmückt. Weihnachten stand vor der Tür, auch bei Lupin und Tonks. Es war eine Woche vor Weihnachten und die beiden mussten noch Vieles erledigen. Das alles ohne Zauberei, denn sie wollten dieses Jahr zu Weihnachten auf das Zaubern verzichten, außer beim Kochen, denn Tonks konnte, wie wir wissen, nicht besonders gut kochen.

„Schatz, vergisst du auch nicht den Baum noch zu holen? Es ist schon spät und ich wollte ihn heute noch schmücken", rief Tonks aus dem Keller nach oben.
Sie hatte nämlich gerade den Weihnachtsbaumschmuck herausgesucht.
„Ja, ich gehe sofort. Lass mich nur noch schnell etwas machen", sagte Lupin.
Es schien als würde er an irgendetwas basteln.
„Was tust du da?", fragte Tonks ganz neugierig.
„Wird nicht verraten", antwortete ihr Lupin
„Geh lieber noch ein wenig schmücken. Du wirst es noch früh genug sehen", sagte er und grinste wie ein junger Bub.

Zwei Stunden später kam Lupin mit einem riesengroßen Baum nach Hause.
„Wo hast du denn den her? Oh, Remus, er ist wunderschön", rief Tonks und kam ihren Mann entgegen.
Lupin freute sich, dass er Tonks mit dem Baum beeindrucken konnte. Es gab ganz viele Küsse.

„Remus, könntest du mir beim Schmücken des Baumes helfen?"
Sie wusste, dass Lupin mit Schmücken nichts am Hut haben wollte und dass Ärger vorprogrammiert war.
Lupin guckte sie verblüfft an und sagte „Liebling, du weißt ganz genau, dass ich es nicht mit dem Schmücken habe. Ich kann sowas nicht."
Doch Tonks ließ nicht locker.
„Ach, komm schon nur dieses eine Jahr. Tu es für mich, bitte."
Lupin blieb stur und meinte: „Nein, ich möchte aber nicht. Wenn ich dieses Jahr ja sage, dann willst du dass ich nächstes Jahr auch wieder schmücke. Nein, ich möchte das nicht. Versteh mich doch wenigstens einmal."
Das war Tonks zu viel.
„Du bist ein alter Sturkopf. Nicht mal bei unseren ersten gemeinsamen Weihnachten willst du mir helfen. Ich bin richtig enttäuscht von dir. Ich darf alles alleine machen. Ist ja mal wieder typisch Mann", fauchte sie ihn an.
„Ich und ein Sturkopf?", brauste er auf, „was bist du dann? Eine Zicke, das trifft es vielleicht. Ich hab' 'nen Weihnachtsbaum geholt und den Truthahn plus diese komischen Zutaten. Was verlangst du eigentlich noch von mir?"
Doch Tonks wusste keine Antwort. Sie war total perplex wie er nur so etwas sagen konnte. Sie war wie betäubt und ging zur Tür hinaus. Sie wollte jetzt einfach nur weg und einen freien Kopf bekommen.

Lupin war sauer auf sie und dachte sich nur: Ja geh, ist vielleicht besser.
Er setzte sich in seinen Sessel und fing an über das Gespräch nachzudenken und sah ein, dass er ganz doll gemein zu ihr war. Es tat ihm alles so schrecklich leid, dass er gern alles rückgängig machen würde. So wollte er ihr eine Überraschung machen und stellte den Baum auf. Doch er merkte schnell, dass es gar nicht so einfach war. Nach zwanzig Minuten hatte er gründlich die Schnauze voll und ging ins Schlafzimmer, um seinen Zauberstab zu holen.

Da sah er was, was ihm gar nicht gefiel. Ein Lichtblitz, die Farbe war nicht zu erkennen. Ihm fiel nur noch Tonks ein. Sie war alleine und ungeschützt. Er nahm beide Zauberstäbe, ließ alles stehen und liegen und ging hinaus.
Es war niemand in Sichtweite und er dachte schon, dass er es sich eingebildet hatte. Doch dann hörte er einen Schrei. Die Stimme hörte sich verdammt nach Tonks an. Er rannte so schnell wie er konnte und da sah er sie. Angegriffen von irgendetwas, was er nicht mehr sehen konnte, denn es war schon verschwunden. Er ging langsam auf sie zu und bemerkte, dass sie noch lebte. Tonks war glücklich ihn zu sehen.
„Remus es tut mir so leid. Ich bin …"
„Psssstt, es ist nicht schlimm. Ich muss mich entschuldigen, mir tut es leid. Jetzt aber sag nichts. Ich bring dich erstmal nach Hause."
Er nahm sie auf seine starken Arme und trug sie nach Hause.

Zu Hause angekommen, legte er sie auf die Couch und brachte ihr Tee zum Aufwärmen und Zwiebak dazu. Sie erzählte ihm was passiert war.
„Ach Schatz, es war so schrecklich. Ich bin in den Park gegangen um frische Luft zu schnappen und da ist mir klar geworden, dass ich ganz schön gemein zu dir war."
Er unterbrach sie.
„Aber nein, ich war derjenige der so stur war. Mir tut es leid."
Sie guckte ihn ganz verliebt an und sagte nur eines: „Es ist egal was passiert ist. Mir ist doch Gott sei Dank nichts passiert."
Sie machte eine lange Pause. Lupin guckte sie an.
„Was ist los, Liebling? Mit dir stimmt doch etwas nicht. Bist du doch verletzt? Soll ich einen Arzt rufen?"
Doch sie hielt ihren Finger auf seine Lippen und meinte nur: „Ich wollte es dir eigentlich erst Heilig Abend sagen, aber, …, ich bin nicht mehr alleine."
Er guckte sie vollkommen verwirrt an.
„Wie soll ich denn das jetzt verstehen? Red' doch mal Klartext mit mir. Du weißt doch, ich bin doch manchmal schwer von Begriff."
„Du wirst Vater, Remus."
Er war erstarrt und kippte aus den Latschen, samt Tee.

Tonks musste erstmal schmunzeln. Erst dann weckte sie ihn wieder auf mit einem wunderschönen „Dornröschen" Kuss.
„Na, wieder da?" fragte sie ihn mit einem Lachen im Gesicht wie eine Sonne.

Er war so glücklich und stolz auf seinen kleinen Schatz. Sie lagen noch eine ganze Weile auf der Couch und guckten sich gegenseitig an.
„Wollen wir den Baum zusammen aufstellen und schmücken?", kam es von Lupin.
„Bitte wie?", fragte Tonks verwirrt, „Du willst wirklich mit mir den Baum schmücken? Oh sehr gerne, mein Schatz."

Sie schmückten zusammen den Baum. Kunterbunt aber trotzdem schön. Als sie fertig waren machten sie Kerzen an, und legten sich wieder auf die Couch. Der Christbaum schimmerte in den schönsten Farben und man erkannte, dass beider Augen strahlten.
„Du hast mir das schönste Weihnachtsgeschenk aller Zeiten gemacht. Ich werde dieses Weihnachten niemals vergessen. Ich liebe dich!"
Sie küssten sich und besiegelten somit die Worte von Lupin.

Ende