Passend zu Weihnachten gibt es heute eine Familiengeschichte. Der Krieg ist vorbei und Hermine macht sich auf nach Australien, um ihre Eltern zurück ins heimische England zu holen. Schafft sie es? Auf Wunsch von Jerome hat Florian diese Geschichte geschrieben, viel Spaß damit :)
Die Suche nach Hermines Eltern
Hermine hatte Harry und Ron und Ginny samt ihren Eltern wenige Tage nach dem Sieg über Lord Voldemort in ihr Elternhaus eingeladen. Während des Kaffeetrinkens kamen die sechs ins Gespräch.
„Was ist überhaupt mit deinen Eltern, Hermine?", fragte Molly Weasley.
„Darüber habe ich schon nachgedacht", antwortete Hermine ruhig und nachdenklich.
„Geht es nicht mit Accio?", wollte Ron nun wissen.
„Nein, mit Accio kannst du Gegenstände oder kleine Lebewesen, aberkeine Menschen herbeizaubern", entgegnete Hermine.
„Was sollten wir denn dann machen ?", fragte Harry.
„Eine gute Frage", seufzte Hermine.
„Hast du denn bereits in deinen Büchern nachgeschaut?", fragte Ginny nun.
„Ja, habe ich", antwortete Hermine und fügte noch hinzu: „Bis auf eins."
Sie stand auf und ging in ihr Zimmer. Von dort holte sie idas Buch, in dem sie noch nicht nachgeschaut hatte.
Im Wohnzimmer angekommen legte sie das Buch auf den Tisch. Die sechs Personen begannen, dass Buch durchzublättern. Glücklicherweise war das Buch alphabetisch geordnet. „Herbeiholen von Gegenständen" und „Herbeiholen von Lebewesen". Doch einen Eintrag wie „Herbeiholen von Personen" gab es nicht. Auch beim Eintrag unter „Herbeiholen von Lebewesen" war keine Rede von Personen. In dem Buch fanden die sechs keine Antwort.
„Sollten wir vielleicht mal bei Flourish & Blotts nach weiteren Büchern suchen?", warf Arthur Weasley als Frage ein.
„Das wird nichts bringen. Flourish & Blotts hat schon ewig keine Neuerscheinungen mehr bekommen", entgegnete Mrs Weasley. „Und die anderen kennt Hermine bestimmt."
„So ist es", gab Hermine als Kommentar ab.
„Gibt es denn noch eine andere Möglichkeit, wie wir Hermines Eltern wieder herholen können?", fragte Ron.
In den folgenden Minuten herrschte Ruhe. Nur das Klackern von Besteck war zu hören. Die sechs saßen immer noch bei Kaffee und Kuchen im Haus von Hermines Eltern.
„Nun ja, eine Möglichkeit gäbe es schon", sagte Harry nach einer Weile. „Aber einfach ist diese nicht."
„Nun, wir sollten erstmal überlegen, was wir über Hermines Eltern – äh wie hießen sie nun nochmal? – wissen", meinte Mr Weasley. „ Wir wissen, dass sie in Australien sind ..."
„... und dort als Monica und Wendell Wilkins leben", fügte Hermine hinzu.
„Aber mehr nicht", meinte Mr Weasley nun.
„Somit müssen wir uns wohl nach Australien begeben", seufzte Harry.
„Und uns dort auf die Suche begeben", ergänzte Ginny. „Du wirst doch apparieren, Hermine? Schade, dass bei uns im letzten Jahr keine Prüfung stattfand. Ich würde gerne mitkommen."
„Nun, ja das hatte ich vor. Aber wenn -", Hermine machte eine Pause, „ - wenn deine Eltern nichts dagegen haben, kannst du mitkommen. „Eine Person werde ich wohl schaffen per Seit-An-Seit-Apparieren."
„Und wir?", fragte Ron.
„Nun, ihr hättet euch beim Apparierkurs damals mehr anstrengen können. Dann würde es euch auch gelingen. Aber ich glaube kaum, dass ihr es schaffen werdet! So einfach ist es nicht", schrie Hermine Ron an.
„Ich habe mich angestrengt damals", wurde Hermine nun von Ron angeschrieeen.
Nun mischte sich auch Mrs Weasley ein. „Nun gut, Ginny kann gehen. Aber du bleibst hier, Ronald. So eine weite Strecke ist gefährlich. Und es reicht, wenn eine oder einer weg ist"
Rasend vor Wut wollte Ron aufstehen und Tisch und Haus verlassen. Doch er wurde von seinen Freunden und Eltern daran gehindert.
„Wir sollten zusammenhalten, Ron. Hermine und Ginny werden es schon schaffen", sagte Mr Weasley zu seinem Sohn.
Schließlich beendeten die sechs das Kaffeetrinken. Hermine packte schnell ihre Sachen zusammen, holte ihren Zauberstab und nahm Ginny an ihre Seite. Die anderen wünschten den beiden noch alles Gute. Hermine konzentrierte sich. Dann waren Hermine und Ginny verschwunden. Die vier Zurückbleibenden hofften, dass es den beiden Mädchen gelänge, Hermines Eltern zu finden. Dann verließen auch diese vier die Wohnung von Hermines Eltern.
Hermine und Ginny hoben vom heimischen Boden ab. Nur noch Dunkelheit war zu erkennen. Doch schließlich wurde es wieder heller und heller. Nun hatten sie wieder festen Boden unter den Füßen. Doch wo waren sie? Waren sie wirklich in Australien?. Ginny schaute sich um: „Dieses Gebäude da hat doch Professor Burbage in Muggelkunde mal gezeigt. Ist das nicht das Sydney Opera House", und deutete auf ein Gebäude mit einer seltsamen Struktur.
„Ja, ich glaube schon, wir sind in Australien, in Sydney", meinte Hermine auch.
„Aber wie finden wir nun deine Eltern?", wollte Ginny wissen.
Doch zuerst wollten sich die beiden nach einer Unterkunft umsehen. Dies war jedoch nicht einfach. Viele Hoteliers verlangten ein Visum für Gäste aus der EU. An ein solches hatte weder Ginny noch Hermine gedacht. Bei 20 °C war es noch erträglich. Doch die Nächte sollten kälter werden. Aber wo sollten die beiden suchen?
Sie marschierten weiter und weiter durch Sydney. Doch ein Ergebnis gab es bislang nicht.
„Vielleicht sollten wir uns mal auf die Suche nach deinen Eltern machen", schlug Ginny
vor.
„Gute Idee", sagte Hermine und holte die Fotos hervor.
Die beiden teilten sich auf. Hermine wollte im östlichen, Ginny im westlichen Bereich suchen. Als Treffpunkt wählten sie die Stelle, wo sie gerade standen.
So gingen die beiden getrennte Wege. Doch nach einer Stunde trafen sie zusammen.
„Die beiden auf dem Foto kennt keiner. Auch Monica und Wendell Wilkins sind nicht bekannt", seufzte Hermine.
„Ich habe ebenfalls keine Spur", sagte Ginny.
Es wurde dunkel und noch hatten die beiden keine Spur. Um sich aufzuwärmen, suchten die zwei ein kleines Muggel-Cafe in einer Seitenstraße auf. Auch hier wurde den anwesenden Gästen das Foto gezeigt. Doch auch hier erfuhren sie keine der erhofften Antworten. Jedoch wurde ihnen eine Unterkunft vermittelt. Die Wirtin beschrieb ihnen den kürzesten Weg, der jedoch durch einen Park führe, in welchem einige Obdachlose ihr Unwesen trieben und sehr dunkel sei.
Hermine und Ginny verabschiedeten sich und gingen los. Zunächst wurden noch die Passanten gefragt, ob sie die Personen auf dem Foto kennen würden. Doch alle verneinten dies. Schließlich gelangten die zwei zum Park. Dieser war wirklich sehr dunkel. Kaum Laternen waren vorhanden.
Hermine fragte, ob Ginny ihren Zauberstab dabei und griffbereit hätte Ginny bejahte dies.
Beide hatten ein sehr mulmiges Gefühl, als sie den Park durchquerten. Auf den Bänken lagen fast überall einige Menschen. Die einzigen Geräusche waren das Rauschen des Windes und das Schnarchen einiger Personen. Hermine und Ginny versuchten schnell durch den Park voranzukommen.
Plötzlich hörten die beiden eine Stimme, die ihnen großen Schrecken einjagte: „Na, zu später Stunde noch unterwegs, ihr Kleinen?".
Sie holten ihre Zauberstäbe hervor und zeigten damit auf den Fremden: „Ja, wir machen einen Auslandsaufenthalt …"
„... und unser Flieger ist verspätet angekommen."
„Na so was", meinte die Person, anscheinend ein älterer Mann.
"Du hast was verloren, meine Kleine", sagte er zu Ginny.
Er gab ihr ein Foto. „Das hast du verloren. Ich kenne diesen Mann." Er knipste eine Taschenlampe an. Hermine sah, dass der Mann sehr ungepflegt aussah. Er hatte einen langen kaputten Mantel an, und einen Bart, indem noch einige Essensreste hingen. Konnte man sich dem Mann anvertrauen?
Hermine wollte sicher gehen, und hielt Abstand. Der Mann fordert sie auf näher zukommen. „Ich bringe euch hin."
Doch Hermine fragte zuerst, wer er sei. Der Mann gab keine Antwort. Doch eine andere Stimme meldete sich zu Wort: "Ihr habt keinen Wahl. Ihr müsst mit Bert gehen." Es handelte sich dem Klang nach um die Stimme einer alten Frau.
Plötzlich wurden alle Lichter heller und heller.
"So, kommt ihr nun mit?", fragte der Mann.
"Ich möchte erst wissen, wer Sie sind?", fragte Hermine nun nochmals beharrlich.
"Ich bin ein guter Freund von euch", antwortete der alte Mann.
"Und das sollen wir Ihnen glauben?", fragte Hermine.
"Nun pass auf, wenn du nicht gehorchst, dann wirst du zu einem ...", sagte die Frau hinter ihr.
Plötzlich schwebte vor Hermine ein Grashalm. Doch dann begann er sich zu verändern. Er wurde zu einem Streichholz.
Hermine war immer noch vorsichtig und griff nach ihrem Zauberstab. Doch es gelang ihr nicht, an diesen heran zukommen. Auch Ginny hatte es noch nicht geschafft, ihren Zauberstab herauszuholen. In diesem Moment wurden die beiden von dem Mann und zwei anderen Personen gepackt. Die beiden versuchten sich loszureißen; doch es gelang ihnen nicht.
Die beiden wurden in ein Auto gezogen. Dann ergriff der alte Mann das Wort: „Ihr seid Hexen, nicht wahr?"
„Da haben Sie Recht", antwortete Hermine.
„Tut mir leid, dass ich so grob zu euch war. Aber ihr wolltet ja nicht auf mich hören."
„Ich werde euch zur South Australia Magical School bringen. Dort arbeitet die Person auf dem Foto, das du mir gezeigt hast, junges Fräulein."
„Und wo arbeitet sie?"
„In der Küche. Er ist Küchenchef."
„Ist die Schule nicht vor Muggeln geschützt?", fragte Hermine.
„Doch, doch das ist sie. Ich muss mir auch noch überlegen, wie ich euch dorthin bringen und dann verstecken kann."
„Wissen Sie denn, wie die Schule geschützt ist?"
„Nun, durch bestimmte Zauber, meine junge Dame. Und der offizielle Schulweg beginnt in Canberra. In einem Postamt. Dort geht man durch eine Tür mit der Aufschrift „PRIVAT". Diese öffnet sich jedoch nur bei einem passenden Fingerabdruck. Dieser wird automatisch vom Zaubereiministerium registriert. Von dort gelangt man auf eine Straße, von der fliegende Kutschen abfahren und einen zur Schule bringen. Doch ihr seid nicht aus Australien. So ist euer Fingerabdruck nicht registriert."
„Ist es denn möglich, auf andere Weise ein Treffen mit dem Küchenchef zu organisieren?", wollte Hermine wissen.
„Nun gut, und unter welchem Vorwand?"
„Wir interessieren uns halt für die magische Schulküche in Australien. Wir wollen im nächsten Jahr eine Schülerzeitung gründen. Dafür wäre ein solcher Artikel sicherlich sehr interessant", meinte Hermine.
„Ein Versuch ist es wert. Vielleicht erlaubt der Direktor ja auch, dass ihr euch einen Blick von der Schulküche machen dürft. Er würde dann auch Wege finden, dass ihr Zutritt zum Schulgelände bekommt. Aber erst bringe ich euch zu meiner Frau. Sie ist muggelstämmig. Aber dort werdet ihr eine gute Unterkunft haben."
Seine Frau, Martina, war sehr nett. Sie bot ihnen eine Menge Essen an, und richtete ihnen zwei Betten im Obergeschoss her. Hermine und Ginny fielen dort todmüde in ihren Schlaf.
Bereits am frühen Morgen wurden Hermine und Ginny von Bert geweckt. „Ich hatte gestern keine Chance mehr, den Direktor oder unseren Chefkoch Victor zu fragen."
„Victor heißt er? Nicht Wendell?", fragte Hermine enttäuscht.
„Nein, Victor. Sucht ihr jemanden anderen?"
„Ja, wir suchen Wendell und Monika Wilkins", antwortete Ginny.
„Nun, vielleicht ist er ja ein Verwandter von denen", meinte Bert nun. „Zeigt mir doch nochmal eure Fotos."
Hermine gab Bert die Fotos. Er betrachtete sie genau. „Also er sieht genauso aus wie Victor. Aber die Frau dort kenne ich nicht. Seine Frau heißt ebenfalls Martina, wie meine Frau auch." Berte machte eine Pause und sprach weiter: „Ich werde nun losziehen und versuchen, ein Treffen zu arrangieren."
Hermine und Ginny durften die nächsten Tage bei Bert und Martina bleiben. An den folgenden Tagen konnten sie vorerst nichts mehr ausrichten. So erforschten die beiden die Gegend. Bert tauchte erst am Samstag wieder auf. An seiner Seite hatte er Victor, den Schulkoch, dabei.
„Nun, ihr wollt ein Interview über die australische Schulküche machen ?"
„Nun, eigentlich nicht. Wir suchen diese beiden Personen. Und Bert hat uns an Sie verwiesen", antwortete Hermine.
„Na, also war das euer Vorwand, mich hierher zu locken. Aber die Person sieht mir echt ähnlich. Aber wie ihr seht, habe ich hier am Hals ein Muttermal. Das hat er jedoch gar nicht."
„Wisst ihr die Namen von der Person?", fragte er.
„Wendell Wilkins heißt er", antwortete Ginny.
Doch auch mit diesem Namen konnte Victor nichts anfangen. Er gab ihnen den Ratschlag, vielleicht mal im Internet zu suchen.
Hermine hatte davon schon etwas gehört, sich aber noch nicht näher damit beschäftigt. Ginny war der Begriff bislang unbekannt. Berts Frau brachte die beiden zu einem kleinen Internetcafe. Der Besitzer erklärte den beiden sehr geduldig, wie das Internet funktionierte.
Hermine gab dann in einer Suchmaschine den Begriff „Wilkins" ein. Es wurden ein paar Treffer angezeigt. Hermine klickte sich durch die Seiten der Suchmaschine.
Schließlich rief Ginny: „Schau mal, Hermine. Da sucht jemand nach Jean Granger."
„Nun ja, schauen wir mal", meinte Hermine seufzend, und klickte dort drauf. Sie sahen, dass dort eine Jean Granger gesucht wurde, die um 1910 in England lebte, und als Jean Bagster geboren wurde."
„Könnte meine Großmutter gewesen sein", meinte Hermine. Eine Telefonnummer war angegeben. Hermine erkundigte sich nach einem Telefon. Dort wählte sie die angegebene Nummer.
„Guten Tag", meldete sich eine weibliche Stimme.
„Hermine Granger. Ich habe im Internet gesehen, dass Sie eine Jean Granger, die um 1910 in England lebte, suchen. So hieß meine Großmutter."
Die Frau war mit einem Treffen einverstanden. Hermine und Ginny sollten nach Melbourne kommen. Ihnen wurde die Adresse genannt und sie vereinbarten einen Termin für den nächsten Tag.
Hermine und Ginny beschlossen jedoch, schon sofort nach Melbourne zu apparieren. Wieder nahm Hermine Ginny an ihre Seite. Schließlich landeten sie am Stadtrand von Melbourne. Sie schauten sich um, und fanden einen Wegweiser, der auf die Innenstadt verwies . Sie gingen an der Straße entlang.
Plötzlich rief eine alte Frau, die sehr gebückt daher ging, von der anderen Straßenseite: „Hallo, ihr zwei. Wartet doch bitte mal."
Die beiden warteten darauf, dass die alte Dame zu ihnen kam. Sie wandte sich an Hermine: „Du siehst genauso aus wie meine jüngere Schwester Jean in ihrem jugendlichen Alter. Leider hatte ich keinen Kontakt mehr zu ihr, seitdem ich nach Australien ausgewandert bin. Und wer bist du?"
„Hermine Granger."
„Ihr seid doch appariert? Ihr seid doch die, die aus Canberra angerufen haben."
„Ja, Sie haben Recht", sagte Hermine.
Die Frau bat die beiden, mit in ihre Wohnung zu kommen. Sie forderte Ginny und Hermine auf, es sich gemütlich zu machen.
„So, ich sollte euch erstmal meinen Namen nennen. Ich heiße Elisabeth. Aber nennt mich ruhig Lizy. Aber dann würd ich gern mal wissen, was euch nach Australien verschlagen hat?"
„Nun ja, ich suche diese beiden Personen", sagte Hermine und gab Lizy die Fotos.
„Ah, die Frau ähnelt dir aber sehr."
„Ja, meine Eltern. Aber hier heißen Sie Monika und Wendell Wilkins, und wir suchen Sie nun."
„Sag mal, dann hast du deine Eltern verzaubert aufgrund der Ereignisse in Hogwarts. Sie sollten nichts mitbekommen, nicht wahr?"
„Stimmt. Aber woher wissen Sie das?", fragte Hermine nun.
„Nun ja. Ihr habt ja gesehen, dass ich nach meinen Verwandten suchte. Ich bin alt. Wollte aber vor meinem Tod doch nochmals Kontakt haben. Und mir wurde gesagt, ich sollte mir alte Ausgaben vom englischen Tagespropheten bestellen. Glücklicherweise hat mein Bekannter noch welche auftreiben können. Aber ich hab die erst heute bekommen. Aber da stand schon etwas ... da wurde dein Name schon erwähnt. Ich bin ja so froh, dass ich mal endlich einen Nachfahren meiner Schwester antreffen kann. . Weißt du denn, ob Jean noch lebt?"
Hermine verneinte, und erzählte, dass ihre Großmutter bereits vor einigen Jahren gestorben sei.
„Schade. Ich hätte mit ihr noch gern ein Wort gewechselt. Aber nun hab ich ja dank eurem Anruf endlich mal meine Nachfahren getroffen. Aber zunächst würde ich auch gern meine Nichte kennen-lernen. Das müsste doch deine Mutter sein?"
„Müsste wohl so sein. Und deshalb sind wir hier. Wir haben vielleicht gehofft ...." Hermine wurde von Lizy unterbrochen.
Lizy ergänzte: „... dass ich euch helfen kann. Da ihr mir geholfen habt, werde ich euch helfen. Und das Foto wird dabei weiterhelfen. Ihr stellt es mir doch zur Verfügung."
„Natürlich", meinte Hermine.
Dann wandte Lizy sich zu Ginny um und begann mit ihr ein längeres Gespräch, welches sich jedoch nicht mehr auf die Suche nach Hermines Eltern bezog.
Am Abend bot Lizy Hermine und Ginny an, bei ihr zu übernachten. Die beiden Mädchen nahmen das Angebot gern an.
Am nächsten Morgen wurden Ginny und Hermine gegen 10 Uhr von Lizy geweckt. Sie hielt einen großen Zeitungsausschnitt in der Hand und zeigte ihn den beiden. Auf dem Zeitungsausschnitt waren Hermines Eltern zu sehen.
„Nun ja, das hab ich gestern abend noch zustande bringen können. Ich habe meine Kontakte spielen lassen", meinte Lizy. „Nun müssen wir nur noch warten und hoffen."
In den nächsten Tagen stellte Lizy Hermine und Ginny ihre Stadt – Melbourne – vor. Doch bis zur ersten erfolgreichen Reaktion auf die Anzeige dauerte es: Nach neun Tagen hatte sich ein erfolgversprechender Hinweis ergeben. Im nördlichen Queensland sollen sich Monika und Wendell Wilkins eine kleine Farm zugelegt haben. Sie nannte den zwei auch den Ort, wo sich Monika und Wendell vermutlich aufhalten sollten.
Hermine und Ginny machten sich fertig und stärkten sich ausgiebig an dem von Lizy zubereiteten Früstück. Lizy bat, dass sich Hermine und Ginny nochmals bei ihr melden sollten, sobald die beiden Hermines Eltern gefunden hätten . Dann apparierten sie an den von Lizy angegebenen Ort in Queensland. Vor ihnen befand sich schließlich ein großes freies Gelände. In einiger Entfernung sahen Hermine und Ginny einige Personen. Hermine und Ginny näherten sich diesen langsam. Sie kamen immer näher an die Personen heran. Zwei der Personen sahen genauso wie Hermines Eltern aus. Dann hörten sie auch noch die Namen Monica und Wendell. Es mussten Hermines Eltern sein!
Jetzt wollten Hermine und Ginny ein geeignetes Versteck suchen, von welchem Hermine das Gedächtnis ihrer Eltern verändern konnte . Doch zunächst kam Ginny der Gedanke, ob die beiden nicht vermisst würden. Doch Hermine hatte eine Lösung parat. „Die werden schon nicht vermisst, sie werden ihre Farm an eine andere Person verkauft haben, und die Gedächtnisse der anwesenden drei Personen werde ich dann auch noch entsprechend verändern."
Hermine holte ihren Zauberstab hervor, und richtete ihn zunächst auf ihre Eltern. Diese hatten für kurze Zeit eines seltsamen Gesichtsausdruck. Ebenso veränderte sie darauf auch die Gedächtnisse der anderen Personen, anscheinend von den Helfern auf der Farm. Sie veränderte das Gedächtnis ihrer Eltern so, dass sie glaubten sich nur auf einer Kreuzfahrt mit einigen Tagen Aufenthalt in Australien zu befinden.
Hermine und Ginny lauschten noch kurz dem Geschehen und nahmen noch einige Gesprächsfetzen war, bei denen sie sicher sein konnten , dass der erste Teil der Gedächtnisveränderung geklappt hatte. Doch nun mussten Hermine und Ginny verschwinden, um nicht entdeckt zu werden. Sie apparierten somit zu Lizy zurück, von der sie sich ebenfalls verabschiedeten. Von dort aus apparierten die beiden wieder zurück nach England.
Die anwesenden Weasleys und Harry saßen gerade beim Frühstück und wurden vom Auftauchen von Ginny und Hermine überrascht. Doch Hermines Eltern waren noch nicht aufgetaucht. So fragten die Daheimgebliebenen Hermine und Ginny, was mit ihren Eltern sei. Insbesondere Molly Weasley machte sich Sorgen.
„Hat es nicht geklappt?", fragte sie enttäuscht.
„Doch, ich denke schon", antwortete Hermine und erzählte mit Ginny zusammen die Geschichte und endete mit dem Satz „Und jetzt heißt es abwarten."
Die nächsten Tage verliefen ereignislos. Doch am fünften Tage nach der Rückkehr von Hermine und Ginny aus Australien befand sich eine Karte in der Post.
Auf der Vorderseite war ein großes schönes, wunderschönes, Schiff zu sehen. Doch auf der Rückseite stand ein handgeschriebener Text. Er stammte von Hermines Eltern:
Hallo Liebste,
wir grüßen Dich von ganzem Herzen. Wir hoffen, du hast die Zeit während unserer Abwesenheit gut überstanden und wirst die restlichen Tage gut überstehen. Wir wollten dir – nachdem wir endlich mal etwas Zeit gefunden haben – mitteilen, dass wir in fünf Tagen wieder zu Hause sind. Wir wünschen dir noch eine schöne Restzeit ohne uns. Bis dann!
Deine beiden dich liebenden Eltern.
„Also in fünf Tagen kommen deine Eltern, Hermine", meinte Molly Weasley. „Da sollten wir doch ein schönen Willkommensgruß hinterlassen. Nicht wahr?"
„Ja, aber sie kommen übermorgen, nicht erst in fünf Tagen. Die Post war ja schon einige Tage unterwegs."
An Frühstücken dachte jetzt keiner mehr. Alle waren froh, dass Hermines Eltern bald wieder englischen Boden unter ihren Füßen spüren würden. Somit stimmten alle zu, den beiden einen schönen Empfang zu bereiten.
So verging die nächste Zeit wie im Flug. Hermines Elternhaus wurde gründlich gesäubert und geschmückt. Schließlich trafen auch Hermines Eltern ein.
Sie freuten sich sichtlich über den Empfang von Hermine, Harry und den vier Weasleys. Zu Hause angekommen, erzählten Hermines Eltern von ihrer Kreuzfahrt und ihrem Urlaub in Australien.
Zwei Tage später tauchte auch Lizy auf.
Ende
