Disclaimer: Mir gehören nur Familie Backer, Lexter und Magie O´Sullivan !

Kapitel 6

"Die Woche verging gar nicht" so dachten Kathrin, Magie und Harry gemeinsam.

Harry hatte sich vier Tage damit Zeit gelassen sich zu entscheiden was er wollte, obwohl es für ihn klar war. Es kam ihm trotzdem aber noch wie ein Traum vor das ihn jemand wollte.

Zu seiner Entscheidung halfen ihm ebenso die Jungen, die ihm Heim lebten, denn als Harry am nächsten Morgen aufwachte und zum Frühstückssaal ging folgten ihm vier Jungen. Sie packten ihn und schleiften ihn ins nächsteZimmer. Drohend fragten sie ihn, wo er denn gestern den ganzen Tag gewesen sei.

Harry hatte immer noch Angst vor ihnen, doch er zeigte es nicht.

"Ich war draußen im Park", sagte er ihnen mit ein bisschen Mut in derStimme.

"Du warst draußen? Wieso hast du nichts mitgebracht? Kennst du dennnicht die Regeln? Wer einmal draußen ist, muss was mitbringen? Weißt du was, Kleiner? Es war keine gute Idee von dir hier wieder aufzutauchen ", sagte Roger ein zwölfjähriger Junge. Er war doppelt so groß wie Harry und ziemlich hässlich. Er könnte Dudley ähneln, dachte Harry sich immer wenn er ihn sah. Wie Dudley hatte auch Roger Farbstoff blondes Haare und war ziemlich kräftig für sein Alter.

Roger holte gerade mit der Faust aus als Harry, ohne es zu merken, selbst mit seiner Faust ausholte und Roger mitten auf die Nase schlug. "Das war ein großer Fehler Harry, renn!" dachte Harry sich und rannte was seine Beine hergaben zur Tür. Doch ganz schaffte er es nicht, denn einer von Rogers Freunden packte ihm ans T-Shirt und hielt ihn fest. Roger, der seine blutende Nase fest hielt, gab den Jungs den Auftrag sich in seinen Namen dafür zu rächen. Harry spürte einen stechenden Schmerz in seinem Nasen und Augenbereich. Etwas Warmes lief ihm vom Kinn runter. Was war das? Ihm wurde schwindelig und dann sah er nur noch schwarz.

Er wachte wie schon vor ein paar Monaten auf der Krankenstation auf und wieder war Kathrin neben seinem Bett. Sie sah sehr besorgt aus.

" Harry du bist wach! Oh mein Gott, was ist denn passiert? Die Jungs sagten du wärst gegen die Tür gelaufen, aber ich glaube ihnen nicht." Besorgt musterte Kathrin ihn von oben bis unten.

"Ich..." Ja, was sollte er denn sagen? Sollte er sagen, was die Jungs mit ihm gemacht haben oder schweigen?" "Ich, also es ist wohl mein blöder Fehler gewesen. Es tut mir leid ich wollte dir keine Sorgen bereiten Kathrin." Als Harry das sagte, schaute er auf seine Bettdecke. Sie sollte nicht sehen, dass er sie anlog.

" Harry…", hörte er ihre leise sanfte Stimme "...Sieh mir in die Augen wenn du das sagst." Aber er konnte sich nicht aufraffen ihr dabei in die Augen zu sehen. Er spürte wie sie ihre Hand unter sein Kinn legte und ihn zwang ihr inAugen zu sehen. Tränen bildeten sich in seinen Augen. Schnell versuchte er sie wegzublinzeln, doch Kathrin hatte sie gesehen. Sanft nahm sie ihn in den Arm und summte ein Lied vor sich hin bis Harry sich beruhigt hatte.

"Fühlt es sich so an eine Mutter zu haben?" fragte Harry sich.

"Erzählst du mir was passiert ist?" Vorsichtig legte sie Harry wieder ins Bett und kuschelte ihn in die Decke.

Die beiden hörten die Tür aufgehen und leise Schritte.

Harry sah Magie dort stehen sie hielt eine Tasse Tee in der Hand. Sie sahgenau so besorgt aus wie Kathrin.

"Du bist ja wach, mein Junge" und ein leichtes Lächeln erschien auf ihrenLippen, was aber nicht die Besorgtheit in ihrem Gesicht verschwinden ließ.

"So was ist denn passiert? Kathrin meinte, die Jungs haben ihr erzählt, du wärst gegen eine Tür gelaufen, stimmt das?", fragte sie Harry und setzesich neben ihn aufs Bett.

" Ok was sollte er anderes tun? Er musste es ihnen erzählen bevor sie es anderswo her erfahren"

Harry erzählte ihnen, wie die Jungs ihn überfallen und in den

Raum gezerrt hatten. Dass die Jungs ihn bedrohten, weil er ihnen nichts mitgebracht hatte, als er im Park war. Wie er nur ein wenig Angst bekam als die Jungs vor ihm standen und wie er sich gewehrt habe, ohne es überhaupt zu wollen. Als er zu Ende sprach nahm ihn Magie in den Arm und drückte ihn an sich. " Das war sehr gemein von den Jungs! Einfach auf einen sechsjährigen loszugehen, wenn die gerade zwölf sind. Es war gut, dass du dich gewehrt hast. Keiner ist dir deswegen böse oder macht dir Vorwürfe.

"Wirklich nicht?"

"Nein, niemand", bestätigten ihm Magie und Kathrin das.

"Oh, ich muss mal wieder los diese sche..."; sie sah Harry und korrigierte sich schnell "..Ähm, die Geschäftsleitung will noch was von mir. Machs gut Harry und du auch Mum."

Als Kathrin den Raum verlassen hatte, atmete Magie tief durch und fragte Harry, ob er nun von der Geschichte ihres Mannes hören wollte.

Harry zögerte, da er nicht wusste, ob sie es wollte oder nicht. Magie bemerkte dies und sagte zu ihm, dass das kein Problem sei.

"Also, Lex und ich heirateten sehr früh, ich war gerade mal 19 Jahre alt und er 25, damals war es fast normal. Am Tage der Hochzeit war es ein schöner sonniger Tag. Man hätte praktisch durch die Luft wissen müssen, dass heute ein ganz besonderer Tag für zwei Menschen war.

Nach der Hochzeit zogen wir gleich nach Neshville.

Zwei wundervolle Jahre später bekamen wir Kathrin. Ich hatte gerade in einem Hotel angefangen, deswegen sollte Kathrin erst einmal ein Einzelkind bleiben, dachten wir uns. Er war, der wohl liebevollste Vater, den ich zu dieser Zeit kannte. Er war wie ich, er half den Menschen wenn sie in Nöten waren. So auch an diesen einem August Abend.

Flashback

Lexter und Magie O´Sullivan gingen um den kleinen See im Newnvill Park.

Der Park war wohl das wirklich prachtvollste in dieser Stadt überhaupt,

vor allem bei Sonnenuntergang. Die beiden genossen es wirklich einmal nur zu zweit zu sein, denn viel Zeit hatten sie dafür nicht. Viel zu viel

Arbeit hing in der Luft.

"Ein wunderschöner Abend, findest du nicht Mag?" fragte Lexter seineFrau und lege einen Arm um sie.

"Es gibt keinen besseren, Schatz" erwiderte Mag und schmiegte sich in

Lexters Arme. Schweigend gingen sie weiter den See entlang und genossen es einfach nur für sich zu seien. Sie liebten ihre Tochter abgöttisch doch manchmal brauchten Eltern auch Zeit für sich.

Lexter wollte gerade das Thema Kinder anschneiden als die beiden einen

Hilferuf hörten. Sofort machten die beiden sich auf den Weg, um dem Ruf zu folgen. Die beiden sahen, dass das Scheunenhaus brannte und eine Frau und ein Mann herumliefen. Beide waren voller Panik. Als Lexter und

Magie sie fragten, was passiert sei, weinte die Mutter schrecklich und erklärte Magie das ihr Sohn noch da oben sei. Lexter wollte sich gerade auf den Weg machen, als der Mann der Frau zusammen brach. Er versuchte durch den Rauch durchzudringen. Lexter rannte los und schaffte es gerade noch durch eine Spalte hindurch zukommen. Er konnte nicht Magies Schreie hören.

Lexter sah das Kind am Rand der Scheune sitzen, voller Angst. Schnell ging er zu dem Kleinen hin und sagte ihm, er solle springen, ihm würde nichts zustoßen. Doch der Kleine war so voller Furcht, dass er es nicht konnte. Deshalb hob Lexter ihn an und warf ihn runter. Um sicherzugehen das es dem Kleinen gut ginge, schaute er hinunter, doch dann kam ein brennender Balken von oben auf Lexter zu. Der Balken traf Lexter am Kopf. Schwindelig fiel er nach hinten in die Flammen.

"Nein!" schrie Magie, als sie zusehen musste, wie Lexter in die Flammen stürzte.

Ende Flashback

Harry weinte leise, als er die Geschichte hörte. Ganz sachte umarmte er Magie und sagte zu ihr: "Er ist als Held gestorben."

Magie hatte selbst ein paar Tränen, wischte sie aber schnell weg und erwiderte Harrys Umarmung. " Ja das ist er. Er ist als Held geboren und gestorben."

Harry sprang vom Bett auf, drehte sich mit dem größten Lächeln, was auf sein Gesicht passte, zu Magie. "Magie, ich habe mich entschieden. Ich komme mit dir nach Amerika."

Sie war am Anfang sehr überrascht, doch dann freute sie sich so sehr, dass sie durch das Zimmer sprang.

Kurz darauf kam Kathrin in den Raum und schaute ihr Mutter entgeistert an. "Geht es dir gut Mutter? Fehlt dir etwas?"

"Nein Kind, mir geht es blendend. Ich habe endlich jemanden mit dem ich mein Leben teilen kann! Harry kommt mit nach Amerika!"

"Wirklich? Ich freu mich so für euch beiden."

Magie OSullivan ging gleich darauf zur Geschäftsleitung und besprachalles mit den Leuten. Es dauerte ein paar Stunden, aber niemand kam an

Magie O´Sullivan vorbei.