Disclaimer: GG gehört mir nicht, dafür aber Mia!!! Lest, damit ihr wisst, von wem die Rede ist.
„Also, du bist also wieder auf der Chilton, Tristin?" Lorelai versucht Small Talk mit Tristin zu betreiben, nachdem er sich einfach neben sie gesetzt hatte. Er hatte nach Rory gefragt und als er gehört hatte, dass sie bei Dean war, hatte er sich einfach gesetzt. Er hatte nicht ein Mal gefragt, ob es okay wäre.
Jess stand derweil hinter der Theke und beobachtete Tristin ganz genau. Ging von diesem Schnösel etwa eine Gefahr aus? Hatte Rory ihm etwas verschwiegen?
„Ja Ma'am. Ich soll meinen Abschluss dort machen, wie schon mein Vater und Großvater vor mir."
Lorelai nickte und hielt Luke dann ihre Tasse hin. „Kaffee!"
„Nein. Du hast schon sechs Tassen getrunken seit dem du hier bist."
„Luke! Ich will noch eine Tasse Kaffee! Sofort!" Lorelai lehnte sich über die Theke und wedelte nun direkt vor Lukes Nase mit ihrer Tasse herum.
„Nein. Wir wär's denn mal mit einem Tee oder sogar nur Wasser?"
„Luke!" Lorelai stand von ihrem Hocker auf und ging hinter die Theke.
„Was machst du da?"
„Mir meinen Kaffee selbst holen!" Sie versuchte die Kanne zu erreichen, Luke hielt jedoch seinen Arm dazwischen, woraufhin ein Geschiebe und Gedrücke entstand. Lorelai wollte die Kanne erreichen und Luke sie mit aller Kraft davon abhalten, als Rory und Dean das Diner betraten.
„Mom! So wird das aber nichts mit dem Geheim halten!" Rory hatte nur die kleine Rangelei zwischen Luke und ihrer Mutter gesehen, nicht aber die blonde Person an der Theke, die sich nun zu ihr umdrehte. Rory war völlig überrascht, als plötzlich Tristin lächeln vor ihr saß. „Tristin... ähm... was... ähm... was machst du denn hier?" Ihr schien es sichtlich unangenehm in dieser Situation zu sein.
„Ich geh wieder auf die Chilton und ich hab mir gedacht, ich sag es dir persönlich. Du bist die Erste, die davon weiß." Tristin ignorierte Dean, der ihn wütend anschaute, vollkommen.
„Du gehst wieder auf die Chilton?" Rory schaute ihn ungläubig an. Sie wusste absolut nicht, was sie davon halten sollte. War er einfach so zurückgekommen? War es wegen ihr? Warum war er überhaupt nach Stars Hollow gekommen, um es ihr zu sagen? „Da werden sich die Anderen aber alle freuen." Rory wusste nicht, was sie sonst sagen sollte. Natürlich freute sie sich, dass Tristin zurück war. Kurz bevor er gegangen war, hatten sie sich gut verstanden. Aber in dieser Runde konnte sie das unmöglich zugeben. Es war schon ohne Tristin kompliziert genug für sie. Rory befürchtete, dass sie sich bald nicht mehr die Frage: „Dean oder Jess?" stellen musste, stattdessen aber die Frage: „Dean, Jess oder Tristin?"
Es herrschte plötzlich eine unheimliche Stille im Diner. Zwar war es für einen Sonntag Morgen relativ leer, aber es waren genug Personen anwesend, dass keine Totenstille hätte herrschen müssen. Plötzlich wurde diese Stille jedoch on einem teuren Auto, das vor Luke's Diner hielt, unterbrochen.
Aus dem Wagen stieg eine junge Frau, deren blonde Haare ihr in Locken über die Schultern fielen. Sie trug einen in Rorys Augen etwas zu kurzen Jeansrock und ein schwarzes Oberteil, das sich regelrecht an den Körper anschmiegte. An den Füßen konnte Lorelai ein Paar sündhaftteure, schwarze Hackenschuhe erkennen, die eigentlich nur aus der Sohle und drei kleinen Riemen bestand.
Die junge Frau kramte kurz in ihrer Tasche, die eigentlich überhaupt nicht zu den Sachen passte, und setzte sich dann eine Sonnenbrille auf, obwohl sie dabei war, das Diner zu betreten. Sie betrachtete ernste alle anwesenden Gesichter, blieb dabei jedoch an Jess hängen. Langsam verformte ihr Mund sich zu einem Lächeln, welches sie dann in ein Grinsen verwandelte.
„Kann ich ihnen irgendwie helfen?" Luke hatte als erster die Sprache wieder gefunden.
Die junge Frau schüttelte den Kopf. „Nein, ich hab schon gefunden, wonach ich gesucht habe!" Ihr Grinsen verbreiterte sich noch ein kleines Stückchen, als sie sich wieder zu Jess wandte. „Hi Jess!"
Nun hatte auch Jess seine Sprache wieder gefunden und zur Verwunderung aller, fing er an zu lächeln. „Hi Mia! Was machst du hier?" Jess ging auf sie zu und umarmte das Mädchen fest.
„Na ja.. mein Dad hat seine Drohung wahr gemacht und wir sind aus New York weg gezogen. Nach Hartford um genau zu sein und als ich auf die Karte geschaut habe, fiel mir ein, dass du ja ganz in der Nähe wohnst. Also, hab ich mir gedacht, ich besuch dich mal."
Lorelai schaute zwischen Jess und der jungen Frau hin und her. Sie schienen sich ja wirklich gut zu kennen. „Jess, willst du uns deine Freundin denn gar nicht vorstellen?"
„Was?" Er schaute überrascht zu Lorelai, die es in der Zwischenzeit doch irgendwie geschafft hatte, erneut Kaffee zu bekommen, denn aus ihrer Tasse stieg Dampf auf. „Äh, das ist Amilia Johnson. Ich kenne sie aus New York. Mia, das sind mein Onkel Luke, Rory und Lorelai Gilmore." Jess zeigt nach einander auf jeden Einzelnen.
„Und wer sind die zwei Herren?" Amilia musterte Dean und Tristin lächelnd. Besonders Tristin schien ihr zu gefallen.
„Man muss sie nicht unbedingt kennen, das sind Dean und Tristin. Freunde von Rory." Jess Lächeln war plötzlich wieder verschwunden.
„Achso." Amilia wandte sich nun an Rory. „Jess hat mir ein wenig von dir erzählt. Freut mich dich kennen zu lernen!" Sie hielt ihrem Gegenüber die Hand hin.
Rory wusste nicht genau, was sie denken sollte, erwiderte die Begrüßung jedoch.
„Ähm Jess, hat es einen Grund, warum du uns deine Freundin verschwiegen hast?" Luke schaute seinen Neffen prüfend an.
„Sie ist nicht meine Freundin!" „Ich bin nicht seine Freundin!" Sowohl Jess, als auch Amilia waren schockiert von dieser Behauptung. „Allein bei den Gedanken mit Jess zusammen zu sein, wird mir ganz anders und das ist nicht gerade positiv gemeint. Jedes Mädchen, das mit ihm zusammen kommt, tut mir jetzt schon Leid." Amilia hatte sich mittlerweile zu allen anderen an die Theke gesetzt und schaute nun auf Lorelai, die ihren Kaffee trank.
„Willst du Kaffee Mia?" Jess hatte sie angesprochen, fuhr jedoch ohne eine Antwort abzuwarten fort: „Klar willst du Kaffee!"
Keine Minute später stand nun auch vor Amilia eine dampfende Tasse Kaffee.
Rory war überrascht von Jess Benehmen. So kannte sie ihn nicht wirklich. „Sag mal, Amilia..."
„Nenn mich bitte Mia...!" Amilia schaute Rory bittend an.
„Okay, Mia... woher kennst du Jess?"
„Also..."
